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Eilige Machwerke – zu den neuen NATO-Satellitenbildern

Vorgestern gab es von der NATO eine frische Portion Satellitenbilder, mit denen zweierlei belegt werden soll: a) die Russen liefern den „Separatisten“ ausgemusterte T-64 per Tieflader an und irgendwie über die Grenze nach Neurussland, und b) der „Truppenaufmarsch“, den die Russen unsinnigerweise auf ihrem eigenen Territorium veranstalten, ist nach wie vor bedrohlich.

Die Sache mit den ewigen Aggressoren und ihren Satellitenbildern ist nun freilich schon eine Serie von Märchen in Bildern, deren Richtigstellungen nur ganz besonders Faulen noch nie untergekommen sein werden. Spätestens seit Homs im Februar 2012, wo man ohne viel Federlesens „syrische Artilleriestellungen“ per Photoshop-Pinsel in die monochrome Pixellandschaft setzte, sollte man diese Art „Beweis“ erst einmal ganz genau so behandeln, wie die Pressemeldungen und Verlautbarungen von „interessierten“ Organisationen und Staaten: nämlich als Propaganda, die zum großen Teil aus Lügen besteht, und als kriegsvorbereitende Meinungsmache. Es springen aber immer wieder Leute darauf an oder geben es wissentlich weiter, wie z.B. hier  — das diesen Artikel einleitende Bild wurde auch schon im Syrienkrieg dazu verwendet, eine bevorstehende Offensive der syrischen Armee gegen Bandenformationen in Aleppo zu belegen, es stammt aber aus Nordossetien und ist von 2008. Solche Dinge halten sich eben.

Bei den aktuellen NATO-Satellitenbildern ist in genau solcher Eile und genauso plump verfahren worden, so dass man anhand nur einer der Aufnahmen beispielhalber demonstrieren kann, wie hanebüchen die Mittel & Methoden der Meinungsmache sind. Dieses Foto stellt insgesamt ein Areal von rund 10×6 Kilometern um den Truppenübungsplatz Kadamowskij, ungefähr 15 Kilometer nordnordöstlich von Nowotscherkassk in der russischen Region Rostow dar:

NATO-Satellitenbild der Gegend um den russischen Truppenübungsplatz Kadamowskij. Quelle: http://aco.nato.int/statement-on-russian-main-battle-tanks.aspx

NATO-Satellitenbild der Gegend um den russischen Truppenübungsplatz Kadamowskij. Quelle: http://aco.nato.int/statement-on-russian-main-battle-tanks.aspx

Das ist erst einmal viel Grau, aber die herausgezoomten Sektoren sollen dann die Belege liefern. Und diese braucht man sich nur einmal grob anzusehen. Zuerst vielleicht zur Erklärung eine kleine Legende, was man auf dem NATO-Bild eigentlich sieht:

NATO-Satellitenbild mit Beschriftung. Quelle Basisbild: NATO-Satellitenbild der Gegend um den russischen Truppenübungsplatz Kadamowskij. Quelle: http://aco.nato.int/statement-on-russian-main-battle-tanks.aspx

NATO-Satellitenbild mit Beschriftung. Quelle Basisbild: NATO-Satellitenbild der Gegend um den russischen Truppenübungsplatz Kadamowskij. Quelle: http://aco.nato.int/statement-on-russian-main-battle-tanks.aspx

Zum NATO-Zoom A1 und A2, nämlich den drei in befestigten Stellungen befindlichen Kampfpanzern unweit einer offenbar betonierten Fläche sowie dem einsamen Panzer kurz südlich von der von Ost nach West verlaufenden Straße, hier ein Blick auf die Realität:

Realität: Ost-West-Straße nördlich des Truppenübungsplatzes. Kein Beton, keine Befestigungen

Realität: Ost-West-Straße nördlich des Truppenübungsplatzes. Kein Beton, keine Befestigungen

In etwa die gleiche Einstellung in Google Maps, sofern das für jemanden interessant sein mag:

Die Zoom-Einstellung mit der russischen Markierung „Б“ lassen wir einmal weg, und merken nur an, dass es sich nicht um 3 „main battle tanks“, sondern um einen Panzertransporter (das nördlichste der Fahrzeuge) sowie zwei offenbar geklonte Kampfpanzer handelt. Diese sollen ja die sein, welche den „Separatisten“ zur Verfügung gestellt wurden.

Nun meinen die NATO-Propagandisten, sie hätten den Abtransport der drei Panzer „in flagranti“ abfotografiert und präsentieren uns Kampfpanzer auf Tiefladern (Zoom-Einstellung „B“ im Bild ganz oben). Dort befinden sich die Vehikel unmittelbar an der Nord-Süd-Straße, die am Truppenübungsplatz Kadamowskij vorübergeht. Merkmale des Abschnitts sind Büsche und einzelne Bäume am Rande der Straße, auf der sich die Tieflader mit den Panzern bewegen. Die Realität sieht indes so aus:

Realität: kein Buschwerk, keine Bäume, kein Photoshop.

Realität: kein Buschwerk, keine Bäume, kein Photoshop. Am östlichen Rand des Truppenübungsplatzes Kadamowskij.

Und wieder in etwa das Gleiche in Google-Maps, wer dieser Quelle vertraut oder selbst nachschauen will:

Es ist das ja, wie gesagt, nicht der erste Fall, in dem die NATO gefälschte Satellitenaufnahmen zu puren Propagandazwecken gebraucht. Allerdings sollte das plumpe Vorgehen und die unverkennbare Eile, mit der diese Fälschungen erstellt worden sind, doch zu denken geben. Es sieht alles danach aus, als befinde man sich im abschließenden Stadium eines Projekts, das eines Tages demnächst – ganz wie das powellsche, mit Waschmittel oder Mehl gefüllte Reagenzglässchen – von offizieller Tribüne aus eine „russische Aggression“ gegen die Ukraine belegen soll.

PS: Die drei kommentierten Satellitenbilder in hoher Auflösung: https://yadi.sk/d/QeSJEWfKTdmny

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  • Jones Bones

    Gut gemacht :)

  • Gast

    Das kann ja für Deutschland ganz gefährlich werden.
    Hoffentlich wird der Bündnisfall noch rechtzeitig ausgerufen, bevor die NATO an Altersschwäche stirbt!

  • TomGard

    Im NATO-Artikel heißt es:

    „On the 12th of June, Ukrainian officials report that 3 main battle tanks and several armoured vehicles crossed the border at the Dovzhanskyy border crossing“

    Offenbar verfügen die Beobachter über keine Photoapparate, obwohl die USA ihnen (zusammen mit Nachtsichtgeräten) just welche geliefert hat.

    Weiter:

    „These images raise significant questions concerning Russia’s role in facilitating instability… Russian officials have been repeatedly misleading and evasive regarding their roles in both Crimea and eastern Ukraine. Yesterday the NATO Secretary General expressed his concern over these reports and again urged Russia … to stop the flow of weapons and fighters across the border, and to exercise its influence among armed separatists to lay down their weapons and renounce violence. He called on the Russian Federation to meet its Geneva commitments and cooperate with the government of Ukraine as it implements its plans for promoting peace, unity and reform.“

    Ich zitiere das, weil es zeigt, daß die US-Kriegspropaganda auf der Grundlage des seit dem Irakkrieg erzielten Standes politischer Botmäßigkeit eine andere Art von Kriegsgründen formuliert, als seinerzeit. Der Kriegsgrund wird nicht mehr materiell indiziert, sondern immateriell, wie zur Zeit, als es gegen „den Kommunismus“ gehen sollte. Er lautet schlicht nach dem „genialen“ Rumsfeld’schen Muster: Wir wissen, daß die Russen lügen, täuschen und betrügen, wo sie nur können.

    Rumsfeldisch:

    [youtube http://www.youtube.com/watch?v=GiPe1OiKQuk?rel=0&w=420&h=315%5D

  • JK

    Sie können doch nicht ernsthaft anhand von Google Maps (!) nachweisen, dass die NATO Bilder eine Fälschung sind?! Ihre Annahme bricht zusammen, wenn man sich die Frage stellt, an welchem Datum die jeweiligen Aufnahmen (Google Maps vs. NATO Bilder) entstanden sind.

    Der von Ihnen bezeichnete „Truppenaufmarsch“ ist nicht anders als eine ernsthafte Bedrohung für die Ukraine zu werten. Aus Ihrer (russischen) Sicht liest sich das folgendermaßen: Es ist okay, wenn Russland in einer angespannten Situation unmittelbar neben diesem Konfliktfeld einen „Truppenaufmarsch“ macht, aber gar nicht ist es okay, wenn NATO-Schiffe sich während des Georgien-Krieges im schwarzen Meer aufhalten. Genauso das gleiche wie mit dem US-Truppenaufkommen in Jordanien aktuell, auch nicht okay aus den vorherigen Blog-Einträgen von Ihnen in Bezug auf Syrien. Ich möchte hier ebenfalls anmerken, dass das Deutsche Reich 1939 einen Truppenaufmarsch gemacht hat, nach Ihrer Logik sollte Polen sich also entspannen und keine Sorgen machen. Das Ergebnis kennen wir ja. Und jetzt auch die russische Doppelmoral.

    • madurskli

      Nach Meinung unserer Medienhuren passiert in der Ukraine gar nix, ein Hündchen ist entlaufen in den USA und ein Tornado hat einen Menschen getötet und da war noch irgendwas mit Fussball oder so.

      Übrigens!!! Diese Kolonen sind in Rostov unterwegs zur Grenze, seitens Russlands:

      Flüchtlingslager in Rostov:

      http://www.kp.ru/video/506098/

      Videokanal von kp.ru:

      http://www.youtube.com/user/kpru/videos

      und diese seitens der Junta in Lugansk/Svatovo:

      http://www.portall.tv/news.php?id_news=5032

    • Nee, nee, Google Maps dient nur dazu, selbst ein wenig auf die Suche nach der Gegend und bspw. nach Betonplatten am Straßenrand zu gehen. Also eigentlich nur der Orientierung.

      Das „eigentliche“ sind die kommentieren Satellitenbilder, die dem jeweils voranstehen. Die Quelle dafür ist übrigens aus der Ukraine. Aus der „richtigen“.

    • Jones Bones

      JK,
      Erstens fällt Ihre Argumentation schon deshalb zusammen, weil die Daten von 2014 sind. Google Maps & Earth liefern das Alter der Bilder. Man muss nur lesen können/wollen.

      Zweitens wäre mir neu dass die USA an das schwarze Meer angrenzen. Ansonsten hinkt ihr Vergleich. Für den impliziten Hitlervergleich gibt es von mir als Nachfahren eines Holocaustüberlebenden und Widerstandskämpfers ’nen ganz großen Applaus.
      Sie sollten sich mal an die eigene Nase fassen und mal darüber nachdenken, wie sich Propaganda entlarvt. Es ist ja nicht so, als hätten Stürmer & Wochenschau ein Memo oder einen Disclaimer geliefert, dass die nicht ganz ehrlich seien. Da Sie blind ihrer Propaganda hinterherlaufen, sollten Sie mit Hitlervergleichen sich zurückhalten.Aber Sie haben ja selbst das Stichwort Doppelmoral ins Spiel gebracht. Doppelt nachdenken wäre halt besser gewesen.

      Es ist ja nicht so, dass das Verhalten der russländischen Föderation in der Ukraine nicht unmoralisch wäre. Aber das Unmoralische ist nicht der angebliche Umstand, dass die russische Föderation in den Bürgerkrieg eingreift, sondern die Tatsache, dass sie das NICHT tut.

      Drittens sind die neurussischen Panzer in Neurussland eindeutig UKRAINISCHE, wie man am Fahrwerk und mehreren Äußerlichkeiten erkennen kann.
      Die Russen haben die Panzer nicht, und wenn, dann hätten die die nicht geliefert.
      1) Weil die ohnehin nix liefern, und 2) weil das dumm wäre.

      Aber hey, es ist ja nicht so als hätten die Amis jemals gelogen oder jemals Satellitenbilder erfunden…
      http://www.juancole.com/graphics/libby/powell_un_2.jpg
      :-)

      • Nobilitatis

        Ich muss Ihnen hier uneingeschränkt zustimmen. Und was den unqualifizierten „Hitlervergleich“ betrifft, bekanntlich hat Polen am 23.03.1939 zuerst mobil gemacht, um Danzig zu besetzen. Das ist hier nicht einschlägig. Es gibt seitens Rußlands noch immer keine Kriegsdrohung. Was die Kampfpanzer betrifft, könnten die Separatisten vermutlich Fotos beibringen mit den Hoheitszeichen der Panzer, wenn es sich um erbeutete handelt. Eigentlich sollte seitens der NATO nämlich der Zustrom von irregulären Kämpfern und Waffentechnik in die Ukraine bewiesen werden, das ist nämlich der Hauptvorwurf, und der Stop dessen wird von Rußland verlangt.
        Im Umkehrschluss müsste JK behaupten, dass die NATO-Satellitenbilder nicht gefälscht sind, was genau zu der Frage nach dem Vorhandensein der (nicht ohne weiteres zu entfernenden) Strukturen wie der Betonfläche führt. Die US-Manipulationen auf diesem Gebiet (fabrizierte Beweise) sind einschlägig.
        Ebenso unsinnig ist sein Vergleich mit dem Truppenaufkommen der USA in Jordanien, weil dieses gar nicht auf eine Invasion abzielt, sondern deswegen problematisch ist, weil die Islamisten dort ausgebildet werden und über die Grenze geschickt Syrien angreifen.

        • JK

          Nobilitatis,

          wie an meiner vorherigen Antwort ersichtlich ist, war mein Anliegen die Truppenbewegungen als eine potentielle Gefahr für die Ukraine anzusehen. Aus objektiver Sicht ist dies für die Ukraine als eine Kriegsdrohung zu sehen. Polen hatte im Frühjahr 1939 auf die deutschen Truppenmanöver, -bewegungen an der deutschen Grenze reagiert und eine Teilmobilmachung ihrer Kräfte angeordnet. Also nicht wie von Ihnen behauptet, um Danzig zu besetzen! Das Deutsche Reich hat exterritoriale Straßen-, Bahnverbindungen quer durch Polen verlangt, um das Deutsche Reich mit Ostpreußen zu verbinden. Anders als in einer vergleichabaren Situation Tschechiens, hat Polen dem nicht zugestimmt. Sie sollten erst die Fakten kennen, um mitreden zu können. Danzig wies eine bedeutende polnische militärische Präsenz auf. Ihr Vorwurf, Polen wollte mit der Teilmobilisierugn Danzig besetzen, hinkt. Kommen wir aber zurück zu 2014: Russische Soldaten haben während der Krimkrise mehrere wichtige Einrichtungen etc. besetzt, wer glaubt, dass es sich um eine Bürgermiliz oder Selbstverteidigungskräfte handelt, der versteht nicht, dass so welche komplexen, abgestimmten, militärischen Operationen nicht von zusammengewürfelten, einfachen Bürgern unternommen werden können, und das in so kurzer Zeit. So ist das. Ich stimme ihnen zu, dass man Waffentransporte, kriegerische Handlungen etc. in der Ukraine unterbinden sollte, aber das ist ein anderes Thema. Zum Abschluss Jordanien: Die USA zielen (noch?) nicht auf eine Invasion, gleich wohl koordiniert und unterstützt die USA die Anti-Assad-Kräfte. Der Verdacht also, dass Russland die Anti-Poroshenko-Kräfte unterstützt, liegt nahe. 

        • TomGard

          „… war mein Anliegen die Truppenbewegungen als eine potentielle Gefahr für die Ukraine [darzustellen]“

          Gefahr für „die Ukraine“? Woher nehmen Sie das?

          Es gibt eine klare Ansage der russischen Regierung, unter welchen Bedingungen und zu welchem Zweck sie sich vorbehalten wolle, Teile der Ukraine vorübergehend (!) zu besetzen, nämlich falls die Opposition gegen die Junta geschlachtet oder aus dem Lande getrieben würde. Sie wird seit Wochen geschlachtet und aus dem Lande getrieben. Also hat die russische Regierung von ihrer Drohung nicht nur verbal und diplomatisch Abstand genommen – nämlich im UNSC, wo sie den Vorsitz hat, und die militärische Erzwingung einer antirussischen ukrainischen Staatsraison zum Gegenstand einer Resolution machte – sondern in der Tat.

          Jetzt könnten Sie sagen, die antirussische Staatsraison, deren Durchsetzung in der Ukraine die NATO die nötige kriegerische Rückendeckung gibt, sei doch Grund genug für russische Einmarschabsichten auch ohne, daß gesonderte Bedingungen gestellt oder eintreten müßten.

          Tatsächlich ist diese Unterstellung, wenn Sie ehrlich sind, der ganze Inhalt dessen, was Sie hier vorstellig machen: Sie wissen , daß „die Russen“ Feinde der Macht sind, mit der Sie es zu halten beschlossen haben, der NATO, weil diese Macht und Sie selbst Feind „der Russen“ sind. Der Trick, mit dem Sie sich und andere über Ihre primitive Aggressivität täuschen, besteht darin, daß sie so tun, als gebe es diese Feindschaft der NATO gegen die RF erst seit gestern und als sei der Putsch kein Teil eines seit über einem Jahrzehnt geführten NATO-Angriffes auf russische Interessen in der Ukraine, insbesondere den Schwarzmehrhafen Sewastopol.

          Wenn das nicht so wäre, wozu dann das Wehklagen über russische Hilfestellung für die Separatisten der Krim? Warum haben zum Beispiel Frankreich, das UK und die USA keine UNSC – Resolution auf den Weg gebracht, die fordert, die Krim zur demilitarisierten Zone zu machen, um das Unabhängigkeitsreferendum zu wiederholen?

          Sie wissen, warum!

          Sie schreiben zur Krim:

          Russische Soldaten haben während der Krimkrise mehrere wichtige Einrichtungen etc. besetzt, wer glaubt, dass es sich um eine Bürgermiliz oder Selbstverteidigungskräfte handelt, der versteht nicht …“ usw.

          Es ist gar nicht wichtig, daß Ihre Aussage nicht stimmt. Denn sie ist nur von Belang, wenn unterstellt ist, daß die russischen Soldaten der Junta der Kiever Militärpolizei und ihren faschistischen Todesschwadronen eine Schranke für die Niederschlagung und Vernichtung der Unabhängigkeitsbewegung auf der Krim gesetzt hat.
          Selbstverständlich hat sich eine solche Unabhängigkeitsbewegung Monate und Jahre zuvor formiert, und selbstverständlich brauchte sie die Rückendeckung Russlands, darunter militärische Garantien, um ein Referendum auf den Weg bringen zu können, ohne sich den Häschern auszuliefern. Was sonst soll der Skandal an den „grünen Männchen“ sein?

          Wollen Sie ernsthaft behaupten, die Bevölkerung der Krim hätte Angst vor einer militärischen Niederschlagung von Widerstand gegen die Unabhängigkeitserklärung seitens Russland gehabt?
          Ja?
          Bitteschön. Diese Angst wird es durchaus gegeben haben, obwohl weder Sie noch ich wissen, welchen Stellenwert sie hatte.
          Dafür kennen wir aber beide den guten Grund für solche Ängste:

          Den NATO-Angriff auf Russland. Das Ziel, Russland den Schwarzmeerhafen Sewastopol und die dazugehörigen Einrichtungen zu entwinden.

          Jetzt „hat“ Russland also die Krim, und wenn Sie ernsthaft vorstellig machen wollten, außer ein paar durchgeknallten Nationalisten, von denen viele auf diesem Blog ihren Senf ablassen, wollten „die Russen“ sich unbedingt ein neues Tschetschenien auf ukrainischem Territorium anschaffen, dann haben Sie, mit Verlaub, einen an der Waffel. Aber das glaube ich gar nicht. Ich denke eher, Sie haben sich dies Blog gesucht, weil Sie darin Futter finden, Ihre Parteinahme für den NATO-Krieg gegen Russland zu rechtfertigen. .

        • Nobilitatis

          Rußlands Truppenbewegungen sind auch dafür gedacht: Stärke demonstrieren und damit die Ukraine zur Zurückhaltung zwingen. Nur ist das Kalkül nicht aufgegangen, die Ukraine als Staat fühlt sich dem Selbsterhalt trotz Turbulenzen verpflichtet. Man kann es Rußland nicht direkt verbieten.
          Ebenso Polen 1939, als es in aller Unschuld ohne jede aggressive Absicht mobilisierte (und nicht, wie von Historikern fälschlich behauptet, mit irgendeinem Ziel). Welches auch nicht auf den Bündnisfall spekulierte. Und sich vermutlich auch nicht an der Auflösung der Tschechoslowakei (nicht Tschechiens) beteiligt hatte. Jedenfalls, wenn wir Ihrer Argumentation folgen. Dass Sie aus gescheiterten Verhandlungen (polnischer Korridor) mit gleichwertigen Angeboten ein Ultimatum konstruieren, ist da bereits folgerichtig. (Und die polnischen Progrome an Deutschen wären heute ein klassischer Grund für r2p. Besonders für völkische Nationalisten eine nicht hinnehmbare Provokation.) So muss man als Pole argumentieren, um zum unschuldigen Opfer zu werden. Aber, egal, es ging ja nicht um Geschichte, sondern um aktuelle Entwicklungen.
          Die Krim wurde annektiert. Dabei hat sich Rußland über jede Form von Recht (international, zwischenstaatlich, national) hinweggesetzt. Jetzt, nach vollzogenem Anschluss ist es auch kein Geheimnis mehr, wer dort die militärischen Operationen durchführte. Einen Schutz der Bevölkerung vor Faschisten hat es auch nur in der Propaganda gegeben und es dürfte klar sein, dass das Pseudo-Referendum und alle anderen organisatorischen Aktivitäten ebenfalls nicht einer spontanen Bürgerbewegung zuzuschreiben sind. Und zwar, jetzt kommt das aktuelle, gerade im Vergleich zu „Neurußland“! Vermutlich gibt es ein gewisses Maß an Unterstützung aus dem Mutterland, aber eher geduldet als organisiert.
          Bei den Anti-Assad-Kräften kocht übrigens jeder Unterstützer sein eigenes Süppchen.

        • Eine ganze Menge an altbackenem Unsinn in diesem Kommentar, den ich für teilweise verbrecherisch halte – insbesondere, was die Passage zur Krim und der „Propaganda“ des Schutzes vor Faschisten anbetrifft. Aber das nur am Rande. Ein Aufmarsch von Strafkorps Anfang März 2014 war ja gerade auch dokumentiert – all dessen, was jetzt die Städte im Donbass zusammenschießt.

          Aber das nur am Rande. Ich wollte eigentlich nur anmerken, dass jetzt, der verqueren Logik heutiger Realpolitik zufolge, gigantische Armeen der Republik Südossetien im Donbass für Unterstützung der Volksmilizen sorgen könnten…

        • Radostin

          warum eigentlich nicht? Warum hat Polen den Deutschen keine Verbindungen nach Ostpreussen zugestanden? Wäre doch easy gewesen im Vergleich zum Krieg. Obwohl- so richtig gekämpft haben die Polen auch nicht. Hoch zu Ross, die Führung schon in England. War es am Ende nur Aufgabe Polens zu provozieren?
          Und haben Jatzenuk-Poroschenko vielleicht genau diesselbe Aufgabe?

        • Jones Bones

          Polen hat damals eine extrem aggressive Politik durchgeführt.
          Kein Nachbarland, das die nicht angegriffen hat.
          Als Deutschland die Tschechoslowakei gekrallt hat, haben die mitgemacht und sich das Teschener Land gekrallt. Gegen Litauen waren die besonders dreist, haben einen Krieg angefangen und noch in der Nacht wieder angegriffen, wo die einen Waffenstillstand vereinbart hatten, gegen die Weimarer Republik hat es auch 1919-1921 eine Art subversiven Krieg gegeben.
          In den von ihnen besetzten Gebieten hat sie eine sehr aggressive Polnifizierung betrieben.

          Nach Hitlers Machtübernahme standen seine Pläne ohnehin schon fest, Polen hat aber keineswegs zur Deeskalation beigetragen. Es gab auch ein Angebot an Frankreich, gemeinsam Deutschland anzugreifen.

      • JK

        Jones Bones,

        auch wenn der Autor dieses Blogeintrages sich Mühe gemacht hat und versucht hat, detailliert darüber zu berichten, mich überzeugt dies gar nicht: Unter den Google Maps Verweisen sieht man zwar, dass ein (C) 2014 … steht, aber das heißt noch lange nicht, dass a) diese Karten aus dem Jahr 2014 sind und b) dass diese Karten nicht selbst eine Fälschung sind. Bitte beachten Sie auch, dass im ersten Google Maps Verweis Mitten auf der Karte in transparenter Schrift ein (C) 2013 zu sehen ist. So lange dieser Blogeintrag so welche Mängel aufweist, muss man es als das abtun was es ist: Eine Vermutung. Ohne Fakten. Denn Bäume pflanzen / ausreisen und Asphalt auf-/abtragen schafft man innerhalb kürzester Zeit.

        Des Weiteren wollte ich mit meinen Vergleichen aufzeigen, dass Russland auch nicht ohne ist und genauso wie die USA ihre eigenen Interessen pflegt. Die USA und mit ihr andere Nichtanreinerstaaten dürfen unter Bestimmten Voraussetzungen mit Kriegsschiffen ins Schwarze Meer fahren. 

        Mit dem von mir eingebrachten Vergleich 1939 Deutsches Reich – Polen wollte ich aufzeigen, dass das was Russland macht, eine Provokation für die Urkaine darstellt. Um es hier anders zu schreiben: Wenn im Land A kriegerische Auseindersetzungen (gegen Terroristen / Rebellen – wie auch immer) herrschen und ein direkter Nachbar von A, in diesem Fall B, Truppenverlagerungen, -märsche, -übungen macht, so ist es unverblümt nichts anderes, als eine Provokation und Bedrohung für Land A. So welche Beispiele gibt es auch in jüngerer Geschichte viel zu viele.

        Mein Land hat durch den Hitlerfaschismus sehr gelitten und wurde dann seiner östlichen Gebiete beraubt. Ich war entsetzt, dass nach der Konterrevolution ’89/’91 mein Land sich nun im anderen Lager (NATO/EU) befand, entgegen meiner politischen Gesinnung. Auch wenn ich nicht pro-USA bin, so verfalle ich nicht, wie einige Kommentatoren hier, einem puren Antiamerikanismus. Ein Antiamerikanismus, der es fordert, immer für die Kontrahenten der USA zu sein, hier also uneingeschränkt für Russland zu sein. Vermeintliche Linke und Weltverbesserer verkennen, dass Russland nicht die „neue“ UdSSR ist – sondern genauso wie die USA ein imperialistisches Land ist mit eigenen Interessen.

        Zum Thema Doppelmoral 3 Punkte zum Nachdenken: 1# Transnistrien hatte in Form einer Abstimmung 2006 einen Aufnahmeantrag für den Anschluss an die Russische Föderation gestellt. Dies hat Russland nicht positiv beantwortet. Im Falle der Krim 2014 komplett anders. Jetzt wird’s spannender: 2# Tschetschenien hatte sich einseitig, genauso wie die Krim, unabhängig erklärt. Im Falles der Krim war das für Russland ok – aber nicht im Falle Tschetschenien. Russland hat dann in Form eines Krieges geantwortert, genauso wie die Ukraine aktuell. 3# Ukraine hat sich 1994 auf den Verzicht ihrer Atomwaffen für die Gegenleistung einer Sicherheitsgarantie (Sicherung der ukrainischen Staatsgrenzen) der USA, UK und ta da ! Russland geeinigt. Russland hätte unter Verweis dieser an die Ukraine gegebenen Sicherheitsgarantie die Krim, genauso wie aktuell Transnistrien nicht (!) aufnehmen sollen. Im Falle der Krim aber ist Russland eindeutig ihrer eigenen Interessen nachgegangen.

        Die ganzen Beteuerungen Russlands der letzten Jahre, man solle doch das Völkerrecht, internationale Verträge dies das Ananas beachten, haben sich jetzt nichts anderes als Täuschung dargestellt. Und wenn ich einen Medwedew oder Putin höre, dass diese „überrascht“ gewesen sind, dass entgegen der UN-Resolution Libyen von der NATO angegriffen worden ist, dann sind das für mich ganauso Heuchler und Lügner wie ein Bush, Blair oder Obama. Es kann doch ernsthaft keiner glauben, dass Russland nicht durch Aufklärung, Beobachtungen und Analysen dies nicht erkannt haben könnte?! Der NATO-Einsatz gegen Libyen war doch kein Sandkasten-Gespiele. So eine Operation braucht eine monatelange Vorlaufzeit. Auch wenn wir davon ausgehen würden, dass Russland keine Ahnung hatte, dann hätte Russland, als die FUKUS-Koalition diese Resolution eingebracht hatte, einfach eins und eins zusammen zählen können und hätte gewusst, um was es hier geht. Aber hinterher so tun, als ob man überrascht sei, dafür habe ich kein Verständnis. Ich wage just in diesem Moment die These, dass Russland, auch wenn es nicht aktiv am Sturz Gaddafis beteiligt gewesen ist, doch dies im Stillen geduldet hat. So hat die NATO und mit ihr arabische Verbündete für Russland die Drecksarbeit geleistet und einen potentiellen Mitbewerber auf dem Rohstoffmarkt erledigt. Gaddafi lag richtig damit, dass im Anschluss Libyen in Chaos versinkt. Und hier zum Vorteil Russlands: Die Annäherung Libyens an Frankreich / Italien (Gaddafis mit Sarkozy / Berlusconi usw.) wurde unterbunden. Und somit wird die EU auf längere Sicht Alternativen für russisches Öl / Gas verlieren. Prima für Russland!

        • Jones Bones

          JK,
          Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass in der Ukraine ein Putsch unter Waffengewalt stattgefunden hat.
          12 von 18 Verfassungsrichter sind entfernt worden, die Rada ist nurmehr ein Rumpfparlament, deren Abstimmungen keinen Standards entsprechen kann, und als man den Präsidenten Janukowitsch entmachtete, hat man weder die Verfassung von 2004, noch die von 2010 eingehalten. So ziemlich den gesamten Staatsapparat hat man gleichgeschaltet.

          All das tat man, bevor die Präsidentschaftswahlen am 25. stattfanden, obwohl Janukowitsch dem davor noch zugestimmt hatte. Warum tat man es, wenn man doch angeblich den Willen des ukrainischen Volkes repräsentierte?

          Ganz einfach: Janukowitsch war zwar ein korruptes Arschloch, aber das sind die anderen umso mehr, wie es auch das Korruptionswahrnehmungsindex indiziert.
          Tymoschenko, Turchynov, Poroshenko und viele weitere haben nachgewiesene direkte Kontakte zur Mafia, Yatsenyuk arbeitet mit der NED zusammen, die eine CIA-Front ist.
          Die Wiederwahl von Janukowitsch wäre also gelinde gesagt möglich gewesen, bzw. nach dem ganzen Maidanchaos, von dem damals schon das ganze Land die Schnauze voll hatte, erst recht.
          Nach dem Putsch hat man neue Gesetze durchgeführt, man hat nicht alle Kandidaten zugelassen und mehreren zugelassenen Kandidaten hat man keine Programmfläche geboten, begleitet von einer totalen Propagandamaschinerie, dass nur von einer Farce die Rede sein kann.

          Bei all dem ist die westliche Involvierung, oder richtigerweise: Drahtzieherei, nicht zu übersehen. Es erinnert sehr an die Operation Ajax mit dem Sturz Mossadeghs im Iran, wo CIA-Leute den Demonstranten für ihre Tätigkeit Geld gezahlt haben.
          Gleichermaßen ist in die sog. „Demokratisierung“ der Ukraine unfassbare Mengen auch an deutschem Steuergeld geflossen.
          Laut Victoria Nuland hat allein das State Department 5 Milliarden darin investiert, und das ist nur das, was a) von dieser Abteilung und b) „on the books“ ist. Da die USA auch das Land der zahlreichen Behörden und dutzenden Thinktanks ist, ist allein aus den USA wohl deutlich mehr geflossen. Aus Deutschland kommt Geld vor allem über die Konrad-Adenauer-Stiftung, die schon seit Jahrzehnten die Putschversuche in Venezuela unterstützt, als auch von der Friedrich-Eberhart-Stiftung, sowie anderen.
          Westliche Söldner sind ebenfalls in der Ukraine dokumentiert und das Aufflammen der ATO korrelliert in auffälliger Weise mit den Besuchen von CIA-Chef Brennan, Vizepräsi Biden etc.

          Bei einer durch Gewalt an die Macht gekommenen Junta kann man es dem Volk nicht verdenken, dass es sich dem verweigert.

          Es gibt auch so einige völkerrechtliche Präzedenzfälle dafür: Beispielsweise Finnland, das sich nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches nicht der Sowjetunion angeschlossen hat, und deren Unabhängigkeit aus meiner Sicht nur zu begrüßen ist.
          Legt man ihrer Meinung hingegen den Kantschen Imperativ an, dann hätte man die Rote Armee reinschicken sollen.

          Fakt ist, dass eine legitime Regierung zwar ein Gewaltenmonopol hat, aber davon in der Ukraine nicht im Entferntesten die Rede sein kann. Es gibt auch einen Unterschied zu Assad, da dieser und sein Vater schon seit Jahrzehnten im Amt sind und deswegen die „alte Ordnung“ repräsentieren.

          In Tschetschenien hat es gleichermaßen eine Überflutung der Gegend mit ausländischen Djihadisten gegeben.
          Es ist auch nicht so, dass diese Ruhe gegeben hätten.
          Ihr Anspruch war und ist der gesamte Nordkaukasus.
          Tatsache ist, dass der zweite Tschetschenienkrieg als Antwort auf einen Angriff dieser Djihadisten erfolgte.

          Tatsache ist ebenfalls, dass eine überwältigende Mehrheit von Tschetschenen, als auch der anderen nordkaukasischen Völker, die Mitgliedschaft in der RF befürwortet.
          Die russländische Föderation ist übrigens genau das, was die Ukraine nicht ist: Eine Föderation mit mehr Amtssprachen als die EU.

          Für die russische Erlaubnis des Sturzes von Ghadafi kann es ebenfalls viele Gründe geben, einen Deal beispielsweise.Ich spekuliere da lieber nicht drüber, ich weiß nur dass es falsch war.

          Weiterhin stelle weder ich, noch die meisten anderen hier in Abrede, dass Russland knallharte Realpolitik betreibt, und dass Moral in den Überlegungen allenfalls weit hinten ansteht.
          In diesem einen Konflikt hier sind sie aber nicht der Aggressor, wie oben dargelegt.

          Fakt ist desweiteren, dass die Tätigkeiten des Westens und ihrer Satrapenjunta nicht im Interesse des ukrainischen Volkes ist. Dafür muss man sich nur mal die Reformforderungen des IWF anschauen.
          Allein das schon pisst mich an. Ich habe Familie im Westen der Ukraine, und man raubt die am helllichten Tage aus!

        • Nobilitatis

          Die Russische Föderation ist nur dem Namen nach föderal. Es gibt zwar ein paar Amtssprachen mehr, aber das Land ist eindeutig sehr zentralistisch organisiert.

        • Jones Bones

          Doch. Wobei das Maß an örtlicher Unabhängigkeit von Gebiet zu Gebiet variiert und bei Oblasten kaum vorhanden ist. In der Republik Tschetschenien regiert beispielsweise Kadyrow weitestgehend autonom.

    • Mathew Miller

      Die einzige Bedrohung der Ukraine kommt von innen und durch ihre derzeitigen Verbündeten und „Freunde“ Partner.
      Und dazu gehört Russland derzeit nun wirklich nicht.
      Und das ist gut so.
      :-)
      Russland machte sich dereinst nur Sorgen um die Sicherheit der Besatzungen an Bord der Schiffe in fern der Heimat gelegenen Gewässsern.
      :-)
      Bei Russland kann ich Verständnis dafür aufbringen wenn sie in ihrer Nachbarschaft für Ordnung und Ruhe sorgen.
      Südossetien und andere Regionen des Russischen Kernlandes waren angegriffen worden.
      Absolut verständliche Reaktion.
      Wenn Guam angeriffen würde würden die Amis nicht anders reagieren.
      Würde Puerto Rico von „Castro“ Cuba angegriffen würden die Amerikaner sogar das Recht haben einzugreifen.
      Wobei…na das ist aber schon wieder ein anderes Thema.
      Die versuchte Befreiung Haweii“s haben die Amerikaner sich sogar zwei künstliche Sonnenäufgänge in Japan kosten lassen.
      Die Japaner sind ihnen bis heute noch dankbar dafür.
      So schön können Freidensinitiativen der USundA sein.
      Jedoch wünsche ich sie nicht meinem stärksten Feind.
      Nicht einmal den USA selbst.
      Es würde den Menschen nicht gerecht werden.
      Der Elite jedoch wünsche ich noch ganz andere Sachen.
      Da das jedoch nicht realistisch ist…wünsche ich jenen jedoch wenigsten das sie sang und klanglos untergehen…gegen neue Pisser ausgetauscht.
      Genau das passiert gerade.
      Besser wird es nicht, jedoch anders.
      Nicht die schlechteste Variante.

      Jordanien…siehe Syrien.
      Mehr sage ich nicht dazu.
      Oder max. noch Irak.

      Deutsches Reich…Polen.
      Ist ihnen die ganze Geschichte bekannt.
      Nicht nur die Deutschlands sondern auch Polen-Littauens?

      Russische Doppelmoral anzuprangern ist ok wenn die andere Seite gleichfals mit betrachtet wird.
      Jedoch sehe ich die westliche Seite eindeutig auf einem gefährlichen Weg einbiegen aus dem es kein zurück mehr gibt.
      Mit den Partnern in der Ukraine ist die Pest in dieses System integriert worden.
      Faschisten sind das was sie immer schon waren …der Garant für Krieg.
      Das hatten wir in Europa schon zu oft.
      Ich wünsche mir diese Konstellation für Amerika.
      Denn sie überziehen uns gerade schon wieder mit dieser „braunen Scheiße“ Variante.
      Es wird Zeit das sie ihre eigene Medizin genießen.

  • madurskli

    Charkow ein interessantes Pflaster!!!

    STIMME RUSSLANDS:

    „Das ukrainische Innenministerium ist bereit, in Charkow aufs Härteste

    durchzugreifen, falls die Protestaktionen in der Stadt andauern sollten,

    schreibt der amtierende Innenminister Arsen Awakow auf seiner

    Facebook-Seite.

    In Charkow gingen Hunderte Menschen auf die Straße. Man

    bildete eine Kolonne und eine Kolonne und begab sich in Richtung

    russisches Konsulat. Auf diese Weise brachten die Stadteinwohner ihre

    Empörung über den Überfall auf die russische Botschaft in Kiew zum

    Ausdruck.“

    Wodurch wird diese Stadt noch wichtiger?

    https://www.google.de/maps/place/Kharkov+Tank+Graveyard/@50.0222567,36.1913358,261m/data=!3m1!1e3!4m2!3m1!1s0x4127a142f921b4b3:0x59e53f391073560a

    Tank-Reparatur-Anlage ist spezialisiert auf die Überholung und Modernisierung der T-64, T-72 und T-80 Panzer und Panzermotoren 5TDF und GTD-1250. Die Anlage repariert auch Tank Sehenswürdigkeiten, Laserentfernungsmesser, und eine Reihe von Lenkwaffen.

    Seit der Zeit des Zusammenbruchs der Sowjetunion repariert die Anlage etwa 60 Panzer und 55 Motoren pro Monat.

    Sagt dieser Ukraine-Reise-Blog im Juni 2012!, und belegt mit zahlreichen Fotos das unglaubliche Potenzial an Kriegsmaterial:

    http://ukrainetrek.com/blog/army/kharkov-tank-repair-plant/

    http://ukrainetrek.com/blog/wp-content/uploads/2012/06/kharkov-tank-repair-plant-ukraine-8-small.jpg

    http://ukrainetrek.com/blog/wp-content/uploads/2012/06/kharkov-tank-repair-plant-ukraine-11-small.jpg

    http://ukrainetrek.com/blog/wp-content/uploads/2012/06/kharkov-tank-repair-plant-ukraine-18-small.jpg

    Versuchte nicht die Nato erneut die Herkunft von 3 Panzern den Russen unter zu jubeln, mit Satellitenbildern?

    • madurskli

      diesen Zusammenhang versucht MysteriumGlobal hier zu belegen:

      und hier das Video der 3 Panzer:

      • Das ist natürlich etwas langatmig, aber, was die Herkunft der drei Panzer angeht, im Grunde richtig: Strelkow sagte in seinem gestrigen – wieder sehr tragischen – Interview buchstäblich, sie seien „flott gemacht“ worden.

        • Jones Bones

          Meines Erachtens stellt sich die Sache sehr einfach dar und ich verstehe nicht, warum weiter darauf rumgehackt wird.
          Die Neurussen können die Panzer vielleicht für 1-2 Überfälle nutzen, wie sie das auch mit Ingenieursfahrzeugen (militärische Planierraupen auf Panzerbasis) getan haben, aber spätestens dann wird Schluss sein. Übrigens tat man das mit den Ingenieursfahrzeugen meines Wissens nur ein Mal, zerstörte damit zwar einen Blockpost, aber die Fahrzeuge gerieten dann unter Artilleriebeschuss.

          Kurz um: Die Neurussen sind nicht in der Lage, die Fahrzeuge instandzuhalten (übrigens auch von Strelkow im letzten Interview bestätigt aber eh offensichtlich), sie sind auch nicht in der Lage, diese zu decken. Das liefern von Panzern wäre sinnfrei und natürlich hat die russische Föderation das nicht getan.

          Ferner erinnere ich mich daran, seinerzeit die Nachricht im sozialen Netzwerk vKontakte gesehen zu haben, wonach die Neurussen drei Panzer erbeutet hätten. Das deckt sich dann auch hervorragend mit der ukrainischen Behauptung, mehrere Panzer zerstört zu haben. Die Neurussen werden einen Hinterhalt bereitet haben, die ukrainische Armee, die ohnehin schon nachgewiesenermaßen die T-64 ausgiebigst nutzt, geriet mit einer dieser Kolonnen in den Hinterhalt, einige der Fahrzeuge wurde von den Milizen zerstört, die Nazigarde ist daraufhin geflohen und hat die 3 Fahrzeuge dagelassen. Etwas später kam dann die Nachricht, dass Gubarev den Neurussen Panzer versprochen hatte, und ein-zwei Tage später fuhren die Panzer eifrig rum und wurden gefilmt. In Makeevka, wo die am ehesten vor Artillerie sicher sein dürften.

          Die Neurussen werden wohl mit ihrem Gebrauch vorsichtig sein, werden die wohl verstecken und bei Bedarf hervorholen.

  • urkeramik

    „The neo-Nazi junta in Kiev dramatically increases its efforts to provoke Russian into an intervention“
    http://vineyardsaker.blogspot.de/2014/06/the-neo-nazi-junta-in-kiev-dramatically.html

    • TomGard

      Ich sehe ein, wie ich finde, ganz durchsichtiges Spiel. Während Saker und andere behaupten, Sloviansk sei „dem Erdboden gleichgemacht“, Kramatorsk in der Mache und Lugansk würden folgen, stellen die Artillerie- und Luftwaffenangriffe tatsächlich eine dosierte „kinetische“ Vertreibung dar. Auch madurskli gibt uns keine Bilder eines zerstörten Slaviansk. Anna News bringt Interviews, keine Originalbilder. Tass und RT berichten von vereinzelten Todesopfern, die Zahl der Verletzten dürfte höher sein, als berichtet, und ich will mit diesen Worten keineswegs die Brutalität dieser Angriffe herunter spielen, aber sie haben hauptsächlich zwei Auswirkungen: Sie binden die Masse der ohnehin kleinen „Volkswehr“ und die Infrastruktur für ein Überdauern der Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten wird zerstört.

      Die Massaker finden außerhalb dieser Zentren statt, das glaube ich Strelkov-Girkin gern, weil ein langsames Vorrücken der „Nationalgarde“ unter Zurücklassung von Leichenhäufchen in der Provinz die Entsprechung dieser Vertreibungsstrategie darstellt.

      Dem „Feindsender“ http://ukraine-nachrichten.de/ ist zu entnehmen, die „westliche“ Elite in Kiev will die „Lumpen“ (in der Diktion Jatseniuks „Untermenschen“) im Donbass los werden, und Parubiy hat das Tass zufolge gestern zur offiziellen Sprachregelung gemacht:

      But I stress that at first we will do everything we can to suggest to the armed side which is using weapons against Ukrainian citizens, against the state of Ukraine, that it lay down its arms and leave the state of Ukraine,

      Die russische Regierung spielt mit. Borodai hat Puschilin entmachtet, Strelkov-Girkin Ponnomarjow beiseite geschoben, Tsarnev ist weg vom Fenster, nur noch „Russen“ sind in der „Führung“ der Aufständischen, keine Ukrainer. So werden die „Ansprechpartner“ der von Russland und EU gebetsmühlenartig angemahnten „Gespräche“ entschärft! Wer bleibt am Schluß übrig, nachdem Strelkow den angekündigten „Märtyrertod“ gestorben und der russische Kosak, über den Strelkov herzieht (hab seinen Namen vergessen), „geflüchtet“ ist?
      Ein Beauftragter Achmetows, kannste wetten!
      Der kann dann auch Borodai heißen – das gibt gewisse Sicherheiten.

      • Ja – der gestrige massive Artillerieangriff auf Kramatorsk spricht genau diese Sprache. Es wurden keine Stellungen der Volkswehr, sondern – wie es scheint – gezielt Wohnhäuser und Infrastruktur zerbombt. Vorläufig meldete man wohl ein Dutzend Toter Zivilisten, und keinerlei Verluste bei den Milizen.

        Falls Du Aufnahmen von vor Ort willst, folgst Du am besten Dmitrij Steschin von KP.ru (Twitter: @kp_steshin). Der hat sich wieder dahin durchgeschlagen und bringt eigentlich täglich ein paar Aufnahmen. ANNA-News macht größtenteils Interviews mit irgendwelchen Leuten, aber die haben auch eine Reihe an dann und wann funktionierenden Livestreams aus der Gegend: z.B. http://www.ustream.tv/channel/newsfront2, und falls diese nicht online sind, hat man in der Regel ein paar Clips vom Tage zur Auswahl. Das ist aber vollkommen ungefilterte Information, zu Deutsch: viel Nichtssagendes dabei.

        • urkeramik

          Warum ist mein Kommentar weg?

    • TomGard

      Tsarov, nicht Tsarnev, sorry

  • Peter Pan

    Die Russen sollen endlich tabula rasa machen und in der Ostukraine intervenieren. Der Westwn lügt sowieso, egal was die Russen machen. Davon abgesehen geht es der NATO einen Dreck an was die Russen auf ihrem Territorium machen. Der Westen versteht nur die Sprache der Härte. Hat die Sowjetära genügend bewiesen. Was soll dieses rumgeeiere. Je länger die Hirnwäsche in der UA dauert, desto schwieriger wird es. Diese Idioten gehen doch schon auf die russische Botschaft los. Spätestens im Winter bin ich gespannt was der Westen machen wird, wenn die Ukrainer nichts zum Essen haben und frieren werden.

    • Spion Stirlitz

      Exakt, wir haben fast die gleiche Sichtweise die ich hier schon zwischendurch geposted habe.
      Nur Härte, sonst nix. Force, brutal Force – if it doesn´t work, you are not using enough!
      Der Westen hat z.Zt. noch das Lügenmonopol, von daher ist es völlig unerheblich, ob Putin diplomatische Zurückhaltung übt, Appeasement betreibt oder sonstwas. Es wird nix nutzen, die Yankees werden immer weiter machen, bis Russland den jugoslawischen Weg gegangen ist. Brzezinski ist da explizit, und derzeit wird dessen Agenda umgesetzt.
      Wenn es sein muss, dann wird eben ein heißer Krieg geführt werden müssen. Angst hilft nicht weiter. Der Tod auf Raten ist nicht besser. Auch die Analyse von manipulierten Satellitenbildern der NA(h)TO(d) ist unerheblich. Wer mitdenkt weiß es schon längst. Niemand glaubt denen, selbst die eigene Anhängerschaft ist schon längst nicht mehr so euphorisch, weil man genau weiß, das gelogen wird. Die haben ihr Lügenkonto dermaßen schon überzogen, die sind schon lange Knietief im Dispo. Es nutzt nix. Leider sind die Spielregeln nicht fair. Dieses Spiel braucht man nicht weiter machen. Fakten schaffen und gut ist.
      Den Medienkrieg gegen den Westen wird Russland niemals gewinnen können, deswegen ist es Zeit für die Krim 2.0. Leider lässt Pornoschenko Russland keine andere Wahl. Verhandeln ist nicht mehr.

  • Jörg

    „Hinter der Fichte“ kommentiert die Lügen, die aus der BRD kommen: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/

  • ISKANDER1

    Schöner Artikel, Roman! Danke.

  • Höhlenbewohner

    Eindrücke aus der Höhle:

    Die Menschen werden immer dümmer, die meisten jedenfalls. Trotz Internet und täglicher Rund-um-Beschallung mit TV und Spam. Oder gerade deswegen?

    Prima, gut gelaufen für die Menschheit, wieder mal. Jedenfalls verstehe ich immer besser, warum sich Stefan Zweig 1942 im Basilianischen Exil das Leben nahm…

    Lest richtige Bücher, was anderes könnt Ihr alle hier sowieso nicht.

    Lest Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen
    Lest Erwin Chargaff’s letzte Aufzeichnungen nach dem 11.9.2001 in N.Y., mit Blick
    aus seinem Fenster auf die WTC-Tower verfasst….
    Lest die Russichen und Deutschen Klassiker und

    Heiner Müller, Peter Handke, Uwe Johnson, Hans Mayer, Alexander Kluge, Thomas Bernhard,…

    dann bekommt Ihr vielleicht eine Ahnung davon, was wir bereits alles verloren haben und immer weiter verlieren.

    Das es keine Rettung und kein Umkehr geben wird. Dass Eure Kommentare hier alles nur Ausdruck Eurer Ohnmacht sind, Produkt Eurer Ersatzhandlungen….

    Seit dem Ende der Zivilisation in der Höhle.

    • TomGard

      „Die Menschen werden immer dümmer, die meisten jedenfalls.“

      Weil’s grad so deutlich wird, nicht um Dich zu ärgern:

      Wenn Dich Deine Lektüren nicht gelehrt haben, die saublöde Abstraktion „Menschheit“ fallen zu lassen, wenn sie Dir nur bestätigten, was jeder Knecht zu wissen glaubt, nämlich daß Ohnmacht die größte Sünde sei und zur Demut verpflichte, weil Macht am End das sei, was zählt – naja, dann sprichst Du immerhin für Dich selbst.

      Aber gewiß nicht für Kluge, Bernhard, Handke und Müller – was jetzt nicht zwingend als Empfehlung aufgefasst werden soll …
      (die anderen kenne ich nicht)

  • TomGard

    Poroschenko verlangt ultimativ die Legalisierung der Todesschwadrone

    Poroshenko gives government five days to designate ATO soldiers combatants

    Hintergrund sind gewiß mögliche rechtliche Einreden bei den Sponsoren, bei der EU, dem IWF und auch im amerikanischen Kongress: Der Söldner-Status zahlreicher Abteilungen der „Nationalgarde“, insbesondere der von Kolomoijski aufgestellten bzw. bezahlten Azov und Dnepr-Brigaden, qualifizieren die „Anti Terror Operation“ zum Bürgerkrieg, sodaß technisch gesehen jeder an den einschlägigen Gerichtshöfen zugelassene Anwalt die Zahlungen und Hilfen der genannten Institutionen per einstweiliger Verfügung stoppen könnte.

    Die Alternative wäre natürlich die Auflösung der fraglichen Brigaden. Daß Poroschenko die nicht anordnet, spricht m.E. für seine Ohnmacht gegenüber dem Bündnis Kolomoijkis und Tymoschenkos mit den Faschisten, nicht für seine Beteiligung daran. Unter anderem deshalb, weil er am selben Tag nicht anstand, das milizionäre Bandenwesen scharf zu denunzieren:

    „When the Go order is given we try to do our reconnaissance well and to properly equip our fighters so that we avoid civilian and army casualties. When they try to move on without an order, we see what we saw last night. No one is going to tolerate Makhnovism in the Ukrainian army,“ the president said.

    „It is important to assign trained, well equipped and well armed fighters on combat missions, Now we need not just heroism [although we need it very much], not only patriotism but also strict military discipline and cohesion with other units of the Armed Forces … and clearly defined tasks“ Quelle)

    Diese Veröffentlichung enthält allemal die Drohung an die o.a. Adressaten: ‚Ich kann auch anders!‘

    Mich interessiert, warum Poroschenko ein Ultimatum stellt, noch dazu eines mit derart langer Laufzeit. Welche Widerstände gibt es gegen die Überführung des faschistischen Terrors in legalen Staatsterror?
    Vielleicht mag das einer der russischsprachigen Leser oder Roman mal recherchieren?

  • madurskli

    ich schäme mich soo mitglied der westlichen werteundgemeinesschaffende zu sein: