Lugansk, 14.07.2014 (18+)

Die Großstadt Lugansk wird nach kurzer Pause wieder unter heftiges Artilleriefeuer der Kiewer Strafkorps genommen. Zerballert werden Stadtgebiete und Vororte, in denen es weit und breit keine Präsenz der Volkswehr gibt.

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Anm.: Der Säugling im Kinderwagen soll überlebt haben. Das Blut stammt von seinem 21-jährigen Vater (tot im Hintergrund), der sich schützend über den Kinderwagen beugte.

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(Alle Bilder via Twitter.)

Die Kiewer Faschisten melden natürlich sogleich, dass die Aufständischen selbst diese Zerstörungen anrichten. Hier die Meldung des Sprachrohrs der „Anti-Terror-Operation“, Vladislav Seleznev:

2014-07-14 21-13-44 Vladislav Seleznev

„Um die Kräfte der Anti-Terror-Operation in Mißkredit zu bringen, haben die Rebellen zum wiederholten Male ihre Mehrfachraketenwerfer gedreht und das Feuer auf Wohngebiete der Stadt Lugansk (Stadtgebiete Mirnyj, Stepnoj und Olchowskij) eröffnet. Quellen berichten von Opfern unter der Zivilbevölkerung.

Die Quellen stellen ebenso fest, dass sofort nach diesen Zwischenfällen russische Journalisten vor Ort sind.“

Solche Meldungen sind sicher nur für Kretins gedacht, erschreckend ist aber, dass es in der ehemaligen Ukraine offenbar doch so viele Kretins zu geben scheint, die das für bare Münze nehmen. Genau das gleiche schrieben die Junta-Propagandisten ja bereits zum Luftangriff auf das Zentrum von Lugansk vom 02.06., als es hieß, die „Separatisten“ selbst hätten mit einem MANPAD eine „heiße Klimaanlage“ des Verwaltungsgebäudes getroffen. Gleiches las und liest man zum weitgehend zerstörten Slawjansk, indem behauptetet wird, die „Rebellen“ hätten die halbe Stadt mit ihrer einen „Nona“ in Schutt und Asche gelegt. Was dazumal bereits karikiert wurde:

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Anm.: Auf dem Berg Karatschun hockten die Artilleristen der Kiewer Strafkorps, im Perimeter abgesichert durch polnische Söldnertruppen (die allerdings nur defensiv agierten).

In der momentanen Lage sind Analysen kaum möglich bzw. für die Katz. Klar ist soweit nur, dass eine der Kreml-Parteien – nennen wir sie mal spaßeshalber „Oligarchen“ – derzeit darum bemüht ist, insbesondere Strelkow zu diffamieren, ganz offenbar mit dem Ziel, mit ihm zusammen die Volkswehr zu demontieren. Anders, als dass der Kreml mit Oligarchen paktiert und mutmaßlich auf Achmetow setzt oder setzte – denn durch den „Ausbruch“ Strelkows aus Slawjansk, wo für ihn der Heldentod vorgesehen war, sind diese Pläne offensichtlich über den Haufen geworfen worden – kann man die Sache eigentlich fast nicht mehr sehen. Was alles in allem von den derzeitigen Kräfteverhältnissen in diesem Kreml zeugt. Nun heißt das nicht zwingend, „Putin steckt mit drin“. Aber es heißt zumindest, dass er nicht Stalin genug ist, um seinen (und nur seinen) Willen – so vorhanden – durchzusetzen.

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Trackback von deiner Website.

  • ISKANDER1

    Politik ist eine Hure – sagt der Volksmund. Viele – und da schließe ich mich nicht aus – setzten am Anfang auf Putin und die RF, im Glauben an die Polarität der Welt.
    Der eine merkte es früher, der andere später und manche Zeitgenossen heute noch immer nicht, das auch diese Rechnung nicht funktionieren kann.
    Mein Verdacht auf die „geistige Brüderlichkeit“ im Wesen der großen Player begann mit der Zeit des Abtauchens des Kremls nach Putins großer Showgeste (Einmarschermächtigung)
    Das ganze Gedöns von Faschismus, von beiden Seiten bis zum Erbrechen zelebriert, lässt den nächsten, folgerichtigen Verdacht aufkommen;
    Wird hier unter False Flag gekocht??
    Was ist Faschismus eigentlich? Braucht es dazu nicht immer die Deutschen? Wo sind die Deutschen? Wieso kann es dann Faschismus in der Ukraine geben? Ohne Deutsche?
    Wieso wird die Rolle der zionistischen Oligarchen die gerade in der Ukraine – überproportional seit khasarischen Zeiten präsent sind, mit „faschistischen Terror“ aus der Schußlinie (Aufmerksamkeit) gebracht?
    Ich denke, das die Situation in der Ukraine mitnichten vergleichbar ist mit historischen Bezügen des WK II. Hier wird ein globales Süppchen gekocht was sich einfach besser durchwinken lässt wenn man ihm das Label „Faschismus“ aufklebt.
    Nichtsdestotrotz ist die Brutalität der Situation untragbar menschenverachtend und verdient die Empörung der Weltöffentlichkeit. Nur – nennen wir Ross und Reiter gemeinsam, nur so kommen wir an die Wurzeln….
    Ich wünsche mir, das die Leser dieses Blogs am 19. Juli zur zentralen Demo/Friedenswache nach Berlin kommen. Denkt daran, palavern und rhetorische Keulen schwingen ist vom Sofa aus leicht, physisch in Berlin auf dem Platz stehen gegen das stumpfe Gebrüll von Antifa Kriegsbefürwortern ist die hohe Schule!
    Halten wir uns das unermeßliche Leid der Menschen in der Ostukraine vor Augen und nehmen wir die Verantwortung der Bewußtseinserweiterung an, Schluß mit Spaltertum und Brot & Spielepolitik, wir sind souverän.

    • sina

      Logisch ist bei dir gar nix, und für jemanden, der sich „iskander“ schimpft, und dabei die russische Staatspolitik nicht mal in Ansetzen begreift, bist du nur noch lustig, und den Rest deiner Pharsen, wo wohl die fette „False Flag“ sei, ist mehr als nur billig, aber hier den großen Strategen hinbaumeln lassen. Wirklich lachhaft.

      • Günni

        Dem kann ich mich nur anschliessen. Danke

        • Klaus-Peter Kurch

          ich auch

      • ISKANDER1

        Sina – dein Weltbild ist zu eng um Zusammenhänge ohne Hass und Pöbelei zu begreifen. Es ist einfach ein Bildungsmanko und damit stehst du in einer Reihe mit dem Maidanpöbel. Dein Denken schafft erst den Raum zu solcherart Entwicklungen wie in der Ukraine und Syrien etc. Denk mal drüber nach….
        Statt hier die Antifakeule zu schwingen, schlage ich auch dir vor, am 19.07. in Berlin den Friedenskonsens zu suchen. Weißt du wie Frieden geht?
        Erst mal Klappe halten, Luft holen, nachdenken und den gemeinsamen Nenner suchen. Dann den respektvollen Disput führen und versuchen, den Bildungserlebnishorizont zu erweitern. Kadergehorsam, eingetrichterte Feindbilder sind da fehl am Platze.
        Und flugs – du wirst sehen – erkennst du, das deine (das meine ich ernst) Friedensseele Verbündete findet. Du lernst, die Hand zu reichen, Rosa Luxemburg würde dir auf die Schulter klopfen.
        Doch mit bellender Rhetorik und Nachplappern von ideologischem Halbwissen leistest du keinen Beitrag für den geschundenen Frieden. Willst du das wirklich?

        • sina

          Der Einzige, der Rußland weder im Heute noch im Gestern kennt, bist Du. Der Einzige, der die russische Sprache nicht spricht, bist Du. Der Einzige, der in Rußland nicht gelebt hat, bist Du und du bist der Einzige Spaltpilz, der hier immer wieder auftaucht, und den Widerstand im Osten der Ukraine verächtlich macht, und bösartig in Frage stellt, bist Du.

          Was glaubst du wohl, würde Einer oder Eine von von jenen tun, die dort mit der Waffe täglich gegen die Todesschwadronen aus Kiev kämpfen, wenn Sie deinen Unsinn lesen müssten? Was wohl – ich kann Dir genau sagen, wo du mit deinen bösartigen Pharsen landen würdest.

          Deinen Dreck musst mal einem der dort Kämpfenden mal ins Gesicht sagen: Dir billigen Kopie würde man ganz schnell den Kopf abreissen.

          Du bist richtig dumm, und das schönste daran ist, du stellst das hier auch noch zur Schau.

        • Walter Mandl

          Sina, du schießt mit Kanonen auf „Iskander1“ als wäre er der Leibhaftige selbst. Iskander1 macht nicht den Widerstand in der Ukraine verächtlich sondern sieht im Ausbleiben stärkerer Unterstützung für die Aufständischen ein möglicherweise akkordiertes (RF-EU-USA) Verharren Russlands. Verdachtsmomente für die Äußerung solcher Meinungen gibt es unzweifelhaft. Sie müssen, dürfen und sollen hier vorgebracht werden ohne dass deswegen eine Gesinnungs-Gestapo aktiv wird. Ich war auch noch nie in Russland und verstehe (sehr zu meinem Bedauern) auch kein Russisch. Bewahre dir deine emotionale Energie für jene Momente, in denen sie noch von Nöten sein könnten.

    • Mathew Miller

      Volle Zustimmung.
      Habe diese These hier schon vor langer Zeit vertreten und auch begründet.
      Hat mir den Ruf ein Faschist zu sein eingebracht.
      Von solchen Menschen als das bezeichnet zu werden was sie selbst sind tendiert mich eher peripher.
      Viel Feind viel Ehr(e).
      Menschen mit mehr als einer Identität in einem Kommentarbereich unterwegs….multiple Persönlichkeiten..?…gibt es auch hier.
      Wenn solche Leute eine normale Diskussion nicht führen können oder wollen dann ist eine negative Ansprache von diesen mir durchaus lieber als eine positive.

      Bei der Demo in Berlin bin ich wie die letzte Zeit häufig wieder mit dabei.
      Auch in anderen Städten, ich kann es für Stuttgart bestätigen gibt es wenn auch eher kleine Veranstaltungen bei denen man sich einbringen kann.

      Raus aus der Wohlfühlecke…rein ins selbstbestimmte Leben.
      Sagt eure Meinung und steht dazu.
      Auch und gerade wenn es Wiederstand gibt.
      Das ist doch die beste Bestätigung dafür das es richtig ist.

    • Jones Bones

      Richtig Iskander:
      Politik ist eine Hure, und das hat Realpolitik auch zu sein.
      Wer mehr Skrupel hat als sein Gegner, ist diesem gegenüber oft im Nachteil.
      Desweiteren hat es von Anfang an Machtkämpfe innerhalb der Milizen gegeben, und das ist ebenfalls nicht verwunderlich.
      Neben den hehren Zielen sind auch strategische Interessen und Geld im Spiel, und dies muss man auch beachten.
      Da ist Politik so rücksichtslos wie die Natur, manchmal ruhig, aber genauso oft auch erbarmungslos und tödlich. Es passiert was passieren muss.

      Desweiteren mag man an einen Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen glauben, doch wird auch beispielsweise China nicht besser dadurch, dass sie gegen die USA stehen.
      Als Privatmensch hat man dem Land treu zu sein, den Politikern gegenüber genauso zu sein, wie die es sind, nämlich opportunistisch. Unterstützend, wenn es dir und dem Land dient, ablehnend, wo sie euch schaden. Und kein Politiker wird sich jemals auf eine dieser Möglichkeiten beschränken.

  • Ruth

    • habkind

      der Beitrag ist gut und richtig. Ich hielt und halte den Einmarsch Russland für grundlegend falsch. Die Ukraine ist eine Falle, in die Russland fallen soll. Die Hoffnung des Westens, Russland wird vor seiner Haustür keine Natomacht dulden und wird deswegen unweigerlich in die Ukraine einmarschieren, hat sich bis jetzt nicht erfüllt.
      Und Russland tut gut daran, sein Handeln sich nicht vorschreiben zu lassen.
      Durch ein Einmarsch der Russen in die Ukraine wird sich keines der Probleme lösen – weder die des Abschlachtens noch die der Wirtschaft,das Gegenteil ist der Fall.
      Putin hat meiner Meinung nach bis jetzt sehr klug reagiert.

      • jowi

        @Ruth
        Etwas überspitzt der Beitrag, aber pädagogisch wertvoll ;-).
        Wann werden, in West wie Ost, endlich die Waffen gmeinsam gegen die eigentlichen Feinde gewendet, gegen die Feudalherren des Kapitals, die mal wieder Bauernlegen spielen?

    • jow

      Falls noch nicht bekannt, hier 2 lesenswerte relativ aktuelle Artikel zum großen Geostrategiespiel um die Dominanz auf unserem blauen Planeten und der (traurigen) Rolle, die Deutschland dabei einnimmt:

      1) „Deutschland ist ein besetztes Land“, http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/14/nato-experte-aus-sicht-der-usa-ist-deutschland-ein-besetztes-land/ Von Daniele Ganser, einem Historiker der in der Schweiz lebt und deshalb Klartext reden kann.

      2) „Alarmstufe Rot“ , http://www.nachdenkseiten.de/?p=22379 , von Willi Wimmer, einem deutschen Politiker, der im Ruhestand ist und deshalb Klartext schreiben kann.

      • ’n Leser

        Guten Tag!

        Die angestrengte Suche nach deutschsprachigen Informationen (nicht Meinungen!) zum ukrainischen Bürgerkrieg läßt mich gelegentlich auch hier blättern. Danke dafür in der Runde! Ich hoffe weiter auf Nachrichten, Videos, konkrete Tatsachen und sachliche Einschätzungen – die Ansichten über die Welt als ganzes oder den Kapitalismus im besonderen bilde ich mir dann gerne selber. :-)

        mfG

      • Ruth

        Danke, Wimmer ist mir bekannt und ich verfolge so einiges von ihm. Deutschland selbst interessiert mich kaum noch, da ich nicht mehr dort lebe. Die Nachdenkseiten gehören aber zu meiner häufigen Lektüre.

  • Walter Mandl

    Die in der Ukraine vorgenommenen Handlungen richten sich primär gegen die RF. Nachdem es dabei nicht einfach um eine Schwächung der Ökonomie Russlands geht, sondern vielmehr um einen ernsthaften Versuch, die RF als Kriegspartei zu „gewinnen“, handelt es sich um Aktivitäten von militärischen Feinden und nicht bloßen Geschäftskonkurrenten. Die ökonomisch-soziale Situation der Ukraine war schon vor den Unruhen desaströs und wird mit den Kampfhandlungen im Osten innerhalb kürzester Zeit mit Vollgas in Richtung Katastrophe gefahren. Geplante Katastrophen benötigen dringend zweier Folgekomponenten: Es braucht einen Verursacher (Schuldigen) und in Folge dessen eines haftpflichtigen „Zahlers“. Es versteht sich von selbst, wem diese Rollen in dem geopolitischen Ökonomie-Schach zugedacht sind. Die (unmittelbare) Katastrophe in der Ukraine ist auf Schiene gebracht und lässt sich nicht mehr verhindern. Wenn zum Zeitpunkt des offenkundigen Zusammenbruchs der staatlichen Systeme noch immer keine russischen Divisionen in der Ukraine zu sehen sind, wird es der Westen verdammt schwer haben, den ausersehenen Schuldner an die Kette zu hängen.
    Russland kann den Separatisten mehr oder weniger Unterstützung angedeihen lassen, je nach Gangart der politischen Erfordernisse, nur ja keine Truppen entsenden. Bei Fortgang der Zerstörung der Ostukraine wird Russland in Bälde das Hauptkontigent ukrainischer Flüchtlinge beherbergen. Und damit wandert der ausgestellte Blankoscheck für die Kosten der Zersetzung in der gesamten Ukraine zu den Ausstellern nach Brüssel und Washington zurück! Dieses Szenario ist derart klar und zeitnah, dass selbst wüsteste Provokationen Russland nicht davon abbringen werden, den eingeschlagenen Weg in den nächsten 12 Monaten beizubehalten. In der Zwischenzeit wird sich die Stimmung zwischen Brüssel und Washington zunehmend verschlechtern. Beide Seiten fürchten die Übernahme der Zersetzungskosten. „Dealen“ mit beiden oder nur einer Seite kann nur Russland (solange es keine Truppen entsendet). Hundertprozentige Verlierer sind die Menschen in der Ukraine bereits jetzt. Ob zu ihnen noch die EU oder die USA hinzukommen, liegt in der Geschicklichkeit Moskaus.

    • Nobilitatis

      Die Unterstellung ist, dass jemand anderes als das zerstörte Land die Kosten des Wiederaufbaus übernehmen müsste. Aus moralischen Gründen? Die Erfahrung zeigt aber, dass meist die zerstörten Länder auf den Kosten sitzen bleiben bzw. kein Wiederaufbau stattfindet. Und außerdem können separatistische Konflikte jederzeit wieder aufflammen.
      Wirtschaftlich hingegen hat die Ukraine als Ganzes ein unglaubliches Entwicklungspotential. Und zwar gerade deswegen, weil sie so am Boden liegt. Man müsste die Wirtschaft einfach nur auf tragfähige Beine stellen. Dazu gehören notwendigerweise verantwortungsvolle Politiker. Die hat die Ukraine derzeit nicht.

      • Walter Mandl

        Ich dachte natürlich nicht an die Kosten eines Wiederaufbaus. Mir ist kein militärischer Sieger in der jüngsten Menschheitsgeschichte bekannt, der zerstörte Werke auf eigene Kosten wieder hergestellt hätte. Aber die Kosten einer russischen Invasion wären dennoch gigantisch: militärisch, politisch, wirtschaftlich, und diplomatisch. Was die Ukraine betrifft: Die bisher zerstörte Infrastruktur ist zu vernachlässigen im Verhältnis zu den erforderlichen Stabilisierungskosten allein im Sozialbereich. Weder Europa noch die USA (und natürlich auch nicht die RF) wären in der Lage, diese dringend notwendigen Kosten zu stemmen. Das Vermögen sämtlicher Oligarchen müsste dazu konfisziert und der Bevölkerung zugeführt werden. Und wie wir wissen, geht der liberale Wirtschaftsweg des „demokratischen Westens“ genau in die andere Richtung der Vermögensverteilung. Die Ukraine wird damit zu einem Pulverfass, vergleichbar in der Größenordnung mit Ägypten. Nur gibt es zwischen diesem Pulverfass und Europa (Russland) kein Mittelmeer. Die zahlreichen sozialen Sollbruchstellen Rund um Kerneuropa (Portugal, Spanien, Griechenland, Ägypten und nun Ukraine) werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Das 21. Jahrhundert werden die Völker am kleinen Kontinent Europa weder in Frieden noch Wohlstand geschweige denn mit prosperierender Entwicklung verleben. Europas Rolle darf nur die eines transatlantischen Brückenkopfs für unsere „Freunde“, Aufmarschgebiet für militärische Infrastruktur und natürlich Absatzgebiet für deren Konsumgüter sein.

  • TomGard

    Daß es in den Reihen des „russischen Luftlandebatallions“ (Bezeichnung des aus der Ukraine stammenden Sprechers der „Volksrepublik“ Donetsk Andrij Purgin für seine russischen Vorgesetzten) Zyniker geben mag, die sehr wohl imstande wären, die Grad-Werfer zugunsten eines ordentlichen Propagandaeffektes umzudrehen, erkennen wir ja an den blutrünstigen (mehr oder minder) Phantasien gewisser Leute, die von dem Wunsch nach einem russischen Einmarsch in der Ukraine nicht lassen wollen, obwohl sie auf der anderen Seite ihrer Enttäuschung darüber Luft machen, wie wenig Widerstand gegen den Vertreibungskrieg sich in der Ukraine regt und wie breit gestreut der Teil der Bevölkerung ist, der den Faschisten berechnend Gefolgschaft leistet. Vielleicht denken diese Leut ja wirklich nicht so weit, aber dann nenne ich es bösartige Ignoranz, wenn sie nicht bedenken, daß ein russischer Einmarsch unter solchen Umständen nicht ohne die Zielsetzung zu haben ist, 30 Mio Zentral- und Westukrainer mit Bombardements im „libyschen“ Stil in die Unterwerfung zu schlachten und die Überlebenden in einem NATO-Guerillakrieg verschleißen zu lassen. Rassismus vom Feinsten wäre das. Und einer der Gründe – nachweislich! – für den Verzicht der am End entscheidenden Figuren in der US-Administration auf eine direkte Intervention in Syrien war nahezu exakt dieselbe Lage!

    Aber unglücklicherweise haben die russischen Faschisten unter den Aufständischen nicht nötig, false flag Operationen gegen die „eigene“ Zivilbevölkerung zu unternehmen, die Kollegen auf der Gegenseite nehmen ihnen die Entscheidung ab. Im Übrigen dürfte auch der letzte Idiot in der Ukraine in den kommenden Tagen bemerken, daß es keinen Einmarsch geben wird – unter keinen Umständen. Die Aufständischen können sich also darauf konzentrieren, die Evakuierung der Bevölkerung nach besten Kräften zu decken und just zu diesem Zweck haben sie (Angaben des Weißen Hauses zufolge, die ich aus verschiedenen Gründen ausnahmsweise für korrekt halte) einen weiteren Schub vergleichsweise moderner MANPADS und panzerbrechender Waffen erhalten.

    Zur (scheinbaren?) Wende in der russischen Positionierung gegenüber dem NATO-Angriff vgl. meinen heutigen Blogeintrag .

    • Ruth
    • Ruth
      • Jowi

        Die Argumentation des Artikels ist in sich schlüssig.
        Strategisch scheint Putin das mal wieder durchschaut zu haben, er schmiedet Allianzen um die USA dort anzugreifen, wo sie am verletzlichsten ist: bei ihrem Dollarimperialismus. Siehe dazu auch den Artikel von Pepe Escobar: http://www.atimes.com/atimes/World/WOR-01-150714.html

        Mit rücksichtslosen Casino-Kapitalismus-Spielchen, wie gerade z.B. in Argentinien, treibt die USA immer mehr Länder in die Arme einer Gegenallianz, die freilich noch sehr brüchig ist und nur durch den übermächtigen und aggressiven Gegner zusammen hält.

      • TomGard

        Folgende Darstellung ist gelogen:

        „Der IWF hatte jedoch eine Bedingung an seine Unterstützung geknüpft. Die Ostukraine muss zuvor von der ukrainischen Armee zurückerobert werden. Am besten gemeinsam mit der Krim.“

        „Am besten … mit der Krim“ ist schlicht gelogen. Irreführend ist: „zurück erobert“. Das IWF Programm wurde am 30. April verkündet:

        http://www.imf.org/external/np/sec/pr/2014/pr14189.htm

        Es hatte die ausdrückliche Zustimmung Russlands:

        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/iwf-billigt-milliardenkredit-fuer-ukraine-12918529-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

        Das Referendum in der Ostukraine, von dem Putin ausdrücklich abriet, fand am 11. Mai statt, die Ausrufung der „Republiken“ einen Tag später. Dem IWF-Programm war damit vorbehaltlich einer „Wiederherstellung der staatlichen Autorität“ des Empfängers in dem Wirtschaftsgebiet, auf das es berechnet war (d.h. exclusive Krim) der Gegenstand entzogen. Das heißt selbstverständlich nicht, daß es kein IWF-Programm für die Restukraine geben werde oder könne, sollte man in Kiev etwa beschließen, die östlichen Oblaste in die „Unabhängigkeit“ zu entlassen. Ergo: Der Beschluß zum Bürgerkrieg hat mit der im April beschlossenen IWF-Kreditlinie NICHTS zu tun – auf keiner Seite der Front.

        Eine Halbwahrheit der Behauptung liegt höchst wahrscheinlich darin, daß die gesonderten Motive zur Eskalation, die im Wirken einiger Oligarchen zutage treten, mit den Aussichten auf IWF-Kredite sehr wohl etwas zu tun haben. Ein beträchtlicher Teil der ersten Tranche soll bereits in Kolomoijskihs Eigentum übergegangen sein (überprüfen kann ich diese Info nicht) und er wird zu seinen Bedingungen mit u.a. Tymoschenko geteilt haben. Insofern kann man sogar behaupten, der IWF finanziere die übelsten Schlächtereien in der Ostukraine. Aber dies mittelbare Resultat ist paradox! Denn, wie ich wohl kaum zu begründen brauche, lag und liegt es nicht in den Absichten und Zwecken des IWF-Regimes, die östlichen Landesteile der Ukraine unregierbar und ökonomisch zur Einöde zu machen.

    • Robert Ketelhohn

      Vielleicht können die Betreuer mal dafür sorgen, daß solche Psychopathen nicht immer wieder unbeobachtet an die Anstaltsrechner gelangen?

    • Als jemand vom „Luftlandebataillon“ (десантник) wird man ein Leben lang bezeichnet, auch, wenn die aktive Dienstzeit längst vorüber ist. Im weiteren Sinne wäre „Veteranen“ eine passende Bezeichnung.

      TGs Argumentation hat einige Formfehler („berechnende“ Gefolgschaft eines Teils der ukr. Bevölkerung z.B.) und strotzt wie immer von brachialen – und damit besonders deutlich daneben gehenden – Begriffen, ist aber wie immer irgendwie interessant.
      Nach den Vorgängen der letzten Wochen würde ich ganz gern eine Lanze für Strelkow (und mit ihm Borodaj, Besler…) brechen, denn die haben sich interessanterweise bis jetzt als ziemlich unabhängig erwiesen – wenn sie auch sicher „im Dunkeln“ mißbraucht werden könnten. Aber dass sie **dem Kreml** (oder einem Teil dessen) ein Ärgernis sind, ist relativ deutlich geworden. Auf jeden Fall geht „russische Faschisten“ ganz und gar daneben. Hat jemand mal das „Manifest“ der Konferenz der „Volksfront zur Befreiung der Ukraine“ (Jalta, 7. Juli) gelesen? Das ist im Grunde eine Kampfansage an das komplette Oligarchat.

      • TomGard

        Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung in der Ostukraine hatte den politischen Aktivisten für eine Unabhängigkeit von Kiev ein Mandat erteilt, ihre Interessen gegenüber Kiev und, wenn das möglich wäre, auch in Moskau zu vertreten.

        Wir wissen nicht, wie hoch dieser Bevölkerungsanteil war, aber es gibt hinreichend Gründe zu sagen: Er war schlechterdings nicht zu ignorieren. Sein Anliegen war auf irgend eine mögliche Weise zu befrieden.

        Nachdem Putin geraten hatte, das Referendum zu verschieben, stand die Vertretung in Moskau schon auf tönernen Füßen. Die Ausrufung der Unabhängigkeit auf der Basis eines Votums, das formellen (juristischen) Maßstäben umständehalber nicht genügen konnte PLUS der deutlichen Ablehnung von Seiten der unverzichtbaren Garantiemacht VERBOT es, die „Volksrepubliken“ auszurufen, ES SEI DENN mit dem Plan, die RF zum Krieg und zur Besatzung mindestens der Ostukraine zu NÖTIGEN.

        Von diesem KRISTALLKLAREN Sachverhalt sind nicht deshalb Abstriche zu machen, weil es auf der Gegenseite Kräfte gab, die diese Herausforderung BLUTIG anheizten und damit einem Teil der zu Aufständischen erklärten Föderalisten, Separatisten und russischen Nationalisten den Griff zu den Waffen zur Existenzfrage machten.

        NACHDEM dies aber geschehen war, kam es darauf an, welche Unterstützung die Aufständischen für den bewaffneten Kampf finden würden. Und wir wissen alle, u.a. aus dem Mund der RUSSISCHEN „Generäle“ der Aufständischen, die zwischezeitlich ihre ukrainischen Kollegen teilweise mit Waffengewalt verdrängt hatten, daß diese Unterstützung im erforderlichen Maße ausblieb.

        Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Einschwenken auf den Refeudalisierungskompromiss zugunsten Achmetows nicht nur gangbar, sondern existentiell notwendig, es sei denn, es hätte eine Bevölkerungsmehrheit für eine antikapitalistische Revolution gegeben. Selbst diese Bedingung taugt nur theoretisch: Praktisch wäre eine „Sozialistische Volksrepublik Novorossija“ nicht lebensfähig.

        ——————

        Wie eine „Kampfansage an das komplette Oligarchat“ einem faschistischen Staats- und Gesellschaftsprogramm nicht ent-, sondern widersprechen soll, wird auf ewig Romans Geheimnis bleiben … hoffe ich. Ansonsten ist mir die Bezeichnung nicht wichtig – mir kam es auf die Kollusion der Extremisten auf beiden Seiten der Front an.

        • Robert Ketelhohn

          Ich muß doch bitten. Hinter jedes Wort in Majuskeln gehört mindestens ein Dutzend Ausrufungszeichen.

  • Ben

    Das, ist Europa für euch, für euch alle die ihr an das gute Glaubt und alle die noch nicht verstanden haben was Europa ist. Europa ist ein Ausbeutungsorganismus, geschaffen um Gewalt, Armut, Unterdrückung, Entrechtung, Zwietracht und Ausbeutung zu sähen und gegen die eigenen Bürger vorzugehen sollten die sich dagegen wehren wollen.
    .
    Lässt sich alles in den alten MAI Verträgen (Multilateral Agreement on Investments) nachlesen. Das MAI ist der Vorläufer der heutigen WTO die sich maximal undemokratisch in allen erdenklichen Nationen ausgebreitet hat.
    .
    Das was in der Ukraine getan wird, das alles würden die auch hier tun, gegen uns alle diw wir uns gegen die Ungerechtigkeiten, die Ausbeutung, die Plünderungen wehren.
    .
    Warum wohl besitzen groteske 85 Individuen gleichviel wie die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung. Immerhin 3.5 Milliarden gegen die lächerlichen 85 die alles an sich raffenwas zu kriegen ist wärend die anderen ihr Leben lang in bitterster Armut, Gewalt und Unterdückung leben. Wegen diesen 85… diese 85 interessieren sich auch nicht für demokratische Wahlen und Abstimmungen die auch im Osten der Ukraine gegen eben diese Oligarchie geäussert wurden.

    Laut Angaben der Statistikbehörde EUROstat leben mehr als 120 Mio. Europäer unter der definierten Armutsschwelle und in den nächsten Jahren werden geschätzte 25 Mio. dazu kommen, 25% der Europäischen Bevölkerung… wahrlich ein vorzeigbares Erfolgsmodell, für die 85.

  • Ruth

    Hier noch mal die Seite mit tgl. Beschreibung der Lage in der Ostukraine (wurde früher schon mal gepostet) ohne Kommentierung des Seitenbetreibers aus russischen Quellen (schwarz), ukrainischen (blau) und Quellen der DVR (rot) http://alternativepresseschau.wordpress.com/
    Gut geeignet für Leute, die auf dem aktuellen Stand bleiben wollen, aber wenig Zeit haben.

  • Ruth

    Auf Awakow wurde ein Attentat verübt. War wohl einer der gestrigen 585 entlassenen Polizisten sauer…
    http://www.ukrinform.ua/ukr/news/avakova_taki_hotili_vbiti_pidozryuvani_zatrimani___zmi_1955466

    • Robert Ketelhohn

      Ach, vielleicht hat auch ein Stricher nicht seinen vereinbarten Lohn bekommen.

      • Ruth

        War das nicht Ljaschko? ;-)

        • Robert Ketelhohn

          Der dient doch jetzt dem Kolon – äh … Kolomojskij.

    • Die Meldung ist bekannt, nur hat er gegen 17 Uhr im für ihn gewohnten Facebook-Milieu eine Meldung abgesetzt, in der keinerlei Attentat verübt wurde.

      Es fiel jedoch auf, dass diese Meldung nach 1-2 Sätzen in russischer Sprache plötzlich zum Ukrainischen wechselte. Das habe ich bei ihm vorher noch nicht beobachtet.

      • Ruth

        Ich schätze mal, daß er schwerverletzt ist mit noch fraglicher Prognose. Sonst würde das Ganze m.E. heftiger dementiert. Pressesprecher sagte mittags auf Anfrage von kiewtreuer Ukrinform, daß ihm diese Meldung nicht bekannt sei. Jatzenjuk ist nach Slawjansk gereist (dort soll es passiert sein). Für heute angesetzte Ministerratssitzung wurde ohne Angabe von Gründen auf Donnerstag verlegt (alle Infos aus Ukrinform)…vamos a ver. Ein Fascho mehr oder weniger macht das Kraut auch nichrt fett.

        • Ruth

          Wenn es keine Ente ist, würde dieser Artikel evt. meine Vermutung bestätigen
          http://de.ria.ru/politics/20140716/269021552.html

        • Heute am Morgen kam von ihm wieder eine Meldung, in, wie ich meine, seinem „normalen“ Stil. (Mal abgesehen von aller Propaganda und den Zerrbildern der Realität, halte ich Awakow, an seinen Äußerungen gemessen, für ziemlich „adäquat“.)

  • Walter Mandl

    Sie sind ein hoffnungsloser Fall. Die lächerlichen Pakete der Amis, welche zum größten Teil Briten und Franzosen bekamen, haben mit dem Wiederaufbau Deutschlands absolut nichts zu tun. 1948 – nach Millionen Hunger- und Winteropfern in Deutschland (ab 1945) war es aus amerikanischer Sicht notwendig, etwas gegen die Katastrophe und fürs eigene Image zu tun. Der Marschallplan war doch nur ein politischer Gag, den ihre Vorfahren übrigens mit Zins und Zineszins zu bezahlen hatten.

  • Lurker

    Nobi, bitte sieh Dir mal den Film „confessions of an economic hit man“ an. Da wird einem erklärt wie das doch funktioniert.

  • soja kosmos

    Eine weitere, dramatische Eskalationsstufe:
    Ein malayisches Passagierflugzeug wurde über Tores (westlich von Donezk) abgeschossen – alle Insassen sind tot, fast 300 Personen. Es flog in 10.000m Höhe, unerreichbar für die Volkswehr. Kiew meldet, es wurde von einer Buk abgeschossen. Woher sie das wissen ist unklar. Kiew hat gestern oder vorgestern Buk-Systeme bei Donezk stationiert. Aber sie werden sagen, „der Russe war’s“.
    Nun werden Untersuchungsbehörden in die Gegend müssen. Ukrainische, amerikanische … sicher keine russischen.
    „Der Russe“ will nicht schießen, dann müssen wir ihm eben ein Ei legen. Es ist zum Heulen, die Aasbande schreckt vor nichts zurück.

    • jowi

      Wer immer es war, nun sollte jedem klar sein, dass wir einen blutigen Krieg auf europäischem Boden haben. Aber egal, Fußball ist wichtiger.

      Schon werden Vergleiche mit dem Abschuss der koreanischen Maschine über Sachalin gezogen, welche auch eine Folge massiver vorangegangener Luftraumverletzungen von NATO-Kräften im Rahmen eines Manövers gewesen waren. Ronald Reagan zog dann die theatralische Show vom Reich des Bösen ab. Man wird nun eine Wiederholung dieser Diabolisierung und internationalen Diffamierung versuchen, erste Anzeichen sieht man bei CNN in den Kommentaren.

    • soja kosmos

      Ich hoffe, ich habe mich nicht zu früh aus dem Fenster gehangen. Es gibt Meldungen, Strelkow hätte heute auf seiner fb(vk)-Seite den Abschuß einer Militärmaschine vermeldet, diese Meldung sei dann wieder gelöscht worden (kann das hier jemand bestätigen/dementieren?). Das ukrainische Militär sagt, es hätte zu der Zeit keine Maschinen vor Ort gehabt und habe heute auch keine Maschine „verloren“. Man habe aber ein Gespräch abgehört, da hätten sich Volkswehr-Leute verständigt – einer („eine bekannte Stimme“, so Gulineh Aiteh(!) aus Moskau) habe gesagt, „wir haben eine Passagiermaschine abgeschossen“. Die Person, die das sagte, hätte sich zum Zeitpunkt des Gespräches am Absturzort befunden.
      Die Volkswehr soll vor einiger Zeit ein Buk-System erbeutet haben, das sei zweifelsfrei, habe ich mir sagen lassen.
      Sollten es die Amiukrainer gewesen sein, dann werden sie sich Mühe geben und ihre Legende sicher einigermaßen schlüssig spinnen.
      Der Flugschreiber soll von der Volkswehr gefunden worden und nach Russland geschickt werden/worden sein.

      Da muss man wohl erst einmal die Füße still halten und weitere Informationen abwarten. Möglich ist alles. Die Frage „wem nützt es“ darf man trotzdem stellen.
      Um die fast 300 Toten tut es mir Leid. Den Amerikanern hat es jedenfalls noch nie Kopfschmerzen bereitet, unschuldige Passagiere für ein politisches/militärisches Ziel bewusst zu opfern (ich weiß, nicht nur den Amerikanern …), aber hier geht es um Vorsatz oder Versehen. Die Russen dahinter zu vermuten wäre hier jedoch völliger Blödsinn.

      Die Russen verbreiten übrigens, dass sich Putins Rückkehr-Fluglinie aus Lateinamerika genau an der Abschußstelle mit dem Kurs der Linienflugmaschine schneidet und die Maschinen die Stelle mit einem zeitlichen Abstand von ca. 20 bis 30 min (genau hab ich es mir nicht gemerkt) passiert haben. Gulineh Aiteh nannte dieses Argument völligen Blödsinn, aber das sollte sich ja nachweisen lassen – Putins Maschine flog zweifellos kontrolliert und mit genauem Flugplan, mit eindeutigem Transponder-Code.

      • soko

        Ich muss mich korrigierten: Die beiden Flugrouten kreuzten sich in der Nähe Warschaus, nicht am Unglücksort.

        Ansonsten: Substanziellere Infos im neuen Beitrag von apxwn.