Kommunisten an den Galgen

“Der Faschismus an der Macht… ist… die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals… Der Faschismus ist die Macht des Finanzkapitals selbst.” (Georgi Dimitrow, 1935 – Quelle)

Georgi Dimitroff - der Richter, der GerichteteDie Rada-Fraktion der Kommunistischen Partei der Ukraine wurde heute aufgelöst. Die Kiewer Junta strebt ein Verbot der Partei an und wird damit voraussichtlich Erfolg haben.

Demokratie ist ja nun nicht etwa eine Gesellschaftsform, in der alles erlaubt wäre. Im Gegenteil: ein Volk, ein Reich, ein Führer.

Eines der Elemente der Mobilisierung der Massen ist die Schaffung von Feindbildern, von inneren und äußeren. “Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten Form, der einen tierischen Haß gegen die anderen Völker kultiviert (Dimitrow ebd.).

Zum derzeit in der ehemaligen Ukraine kultivierten äußeren Feind braucht man sich nicht weiter auszulassen. Was den inneren Feind betrifft, so besteht in den Gebieten, in denen die “Separatisten” und “Kolorados” erfolgreich unterdrückt werden konnten, weiterhin Bedarf nach einem Feindbild. Die Kommunisten eignen sich als Partei mit einer recht zahlreichen, dabei aber ziemlich überalterten und deshalb harmlosen Gefolgschaft recht gut dazu. Gefahr geht von ihnen nicht aus, aber nach dem Verbot kann man bequem jeden, der mit der Junta irgendwie nicht einverstanden ist, als Kommunisten-Sympathisanten verfolgen.

In der inzwischen EU-assoziierten Ukraine läuft mit der Bevölkerung derzeit de facto die selbe psychologische Bearbeitung, wie sie mit Selbstmordattentätern bei den Dschihadisten unternommen wird. Nur weit massiver und größer in ihrem Ausmaß. Nur so kann man mobilisieren. Es hat deswegen wenig Sinn, die Stimmung in der zombisierten Bevölkerung vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes zu bewerten. Ein Großteil der Bevölkerung des Landes ist derzeit ziemlich genau so drauf, wie man sie im Verlauf der vergangenen 4-5 Monate gepolt hat.

Tags:

Trackback von deiner Website.

  • Fritz Bauer

    1. Erklärungsversuch. Wie konnte es soweit kommen?. Warum werden die Europäische Grundrechtecharta und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Rechtstaaten Europas und ihren Vertretern in der Politischen Klasse nicht eingefordert?

    Ist der tägliche Kampf um die allgemeine Gewährleistung der Grund-und Menschenrechte in Europa zu mühsam für das politisch-mediale Establishment?

    Die organisierten Mainstream-”Linken” in und außerhalb der europäischen Parlamente haben versagt. Die “Linke” hat den historischen Antifaschismus verraten, die Kämpfe des 20. Jahrhunderts als erledigt abhaken wollen; versagt in der Theorie&Praxis der heutigen Machttechniken der Eliten. Auf die Frage: WER führt die modernen Kriege, haben die heutigen “Friedensparteien” Europas KEINE Antworten.

    -wird fortgesetzt-

    - – - – - – - – -

    (Fritz Bauer war Hessischer Generalstaatsanwalt, seiner Arbeit war es zu verdanken, dass die sog. Auschwitzprozesse in den 1960 Jahren durchgeführt wurden, er starb unter merkwürdigen ungeklärten Umständen.)

  • soja kosmos

    Na wunderbar, auf in die EU! Der Sozialdemokrat Steinmeier wird wohl nicht einmal “Dudu!” machen (höchstens ein klein wenig). Und die grünschwarze Suppe – Beck, Harms, Göring-Eckard und das ganze verkommene Pack? Werden darüber hinweg gehen. Auf dem Maidan haben ihre Freunde schließlich Dähmogradie! erkämpft und ganz dämokratisch mit dem Oligarchen Poroschenko das Oligarchensystem abgewählt und Neonazis gibt es nur ganz vereinzelt, keine Sorge. Gottseidank gibt es den bösen Russen – auf ihn, mit Gebrüll! Und die paar alten Kommunisten … zu vernachlässigen, die konnte noch nie jemand leiden …
    Nix neues im Westen. Geht alles seinen Gang.
    Man sollte sich warm anziehen, trotz der Außentemperaturen.

  • TomGard

    Der RiaN-Artikel, auf den Du Dich sachlich stützt, Roman, ist indiskutabel. Er vermengt Ankündigungen und Maßnahmen, die auf ein Verbot der Partei zielen, mit dem Ausschluß der Fraktion aus der Rada. Wenn ein formales Kriterium geschaffen wurde, um die Fraktion aufzulösen (Fraktion zu klein), kann es keinen Richterspruch gegeben haben, von dem der Artikel redet. Eine strafrechtliche Ermittlung gegen alle oder einen Großteil der Fraktionsmitglieder ist offenbar auch nicht zum Grund für die Fraktionsauflösung gemacht worden. Was war es also bitte konkret?

    Irgend jemand im Netz schrieb: “wegen unukrainischer Umtriebe”. Was ist da ‘dran?
    Die Dimitrov-Definitionen sind irreführend bis grob falsch, und selbst wenn sie es nicht wären, passen sie zur ukrainischen Szenerie ungefähr wie eine Bank in ein Kraldorf. Ihr Allgemeinheits- und Abstraktionsgrad taugt für keinen journalistischen Darstellungszweck.

    • Der RIAN-Artikel war einfach nur die erste mir untergekommene Meldung in deutscher Sprache.

      Der Grund für das Verbot ist rein juristisch insgesamt 308 Anzeigen (des SBU) gegen KPU-Mitglieder, in denen diesen in diesem oder jenem Maße eine Unterstützung der “Annexion der Krim” bzw. “der Separatisten” vorgeworfen wird. Mit “Unterstützung” ist hier Meinungsäußerung im weiteren Sinne gemeint, nicht etwa “tätliche” Unterstützung.

  • Mathew Miller

    Und ich höre immer noch die Stimmen einiger Leute hier im Forum….wenn erst mal demokratische Wahlen in der Ukraine stattfinden….ja so läuft das.
    Wobei…demokratische Wahlen gab es ja nicht.
    :-)
    So geht das.
    Ich habe hier schon im Februar darauf hingewiesen das die Parteizentrale der Kommunisten in Kiew das Hauptquartier des rechten Sektors wurde.
    Meint denn jemand das sich an der Lage dort etwas verändert hat.
    Ich meine zu positiven?
    Für alle.
    Nein sicher nicht nur interessiert es kaum jemand solange es einen selbst nicht betrifft.
    Nicht das ich jetzt mit Kommunisten und dann auch noch in der Ukraine besonderes politisches Interesse hätte…jedoch gelten in meinem Verständnis von Demokratie die Regeln für alle.

    Aus dem Grund gehören alle die jetzt in Kiew an der Macht sind vor ein internationales Gericht.
    Mit ihren Auftraggebern.

    Da das nicht passieren wird läuft der Konflikt so weiter wie bisher.
    Und am Ende hat wieder mal keiner etwas gewusst und keiner ist dafür verantwortlich.

    • Es geht wirklich weniger um ein Interesse an irgendwelchen Kommunisten, sondern darum, dass Faschisten an der Macht nicht gleich den Schein der parlamentarischen Demokratie auflösen, sich aber erst einmal die Kommunisten krallen. Und sie waren in der Rada nach dem “Euromaidan” die halbwegs einzige oppositionelle Stimme.

      • Mathew Miller

        Ich kann dir da in vollem Umfang folgen.
        Lese deinen Blog jetzt schon länger.
        Den Ausschlag auch zu kommentieren gaben mir die Ereignisse in Kiew Anfang diesen Jahres.
        Gerade mit den aktuellen Entwicklungen halte ich es für extrem wichtig das jeder seine Meinung mit einbringt.
        Egal welche politische Meinung man vertritt solange ein gewisses Maß an zivilisiertem Miteinander daraus entsteht….besser als sich verbal die Schädel einzuschlagen und dazu manipuliert zu werden es im zivilen Leben auch so zu halten.
        Halte deinen Blog für einen auf sehr hohem Level angesiedelten.
        Meinen Respekt für derart viel Aufwand und Arbeit die damit verbunden sein dürften.
        Im deutschen Sprachraum gibt es wenn überhaupt imho nur eine Hand voll derart ausgewogene und unabhängige Informationsquellen….danke für deine.
        Sehr gute und wie ich finde wichtige Leistung.
        Weiter so.

    • Nobilitatis

      Ich bitte, bei diesem Einwurf zu beachten:
      Erstens gibt es Kriterien für DEMOKRATISCHE Wahlen. Wenn diese nicht eingehalten werden, sind die Wahlen nicht demokratisch. Das gilt genauso für ukrainische Parlamentswahlen wie für diverse Referenden.
      Zweitens ist die Feststellung, dass dort jetzt höchstwahrscheinlich nichtdemokratische Wahlen stattfinden werden, kein Argument zur Abschaffung von Wahlen. Oder kein Aufruf zu bewaffneter Machtübernahme als demokratische Alternative. Um diese Alternative ging es ja bei den “Stimmen einiger Leute hier im Forum”.
      Drittens gibt es auch in demokratischen Staaten Parteienverbote. Dort werden dann neue Parteien gegründet. Ich gehe davon aus, dass das Kriterium hier im Forum eine Vertretung der Interessen von Russischsprachigen und/ oder ostukrainischen Bürgern wäre. Nicht das Vorhandensein von einer kommunistischen Partei.
      Viertens wird es bei diesen Wahlen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Teilnahme einer separatistischen Partei geben und wahrscheinlich auch keine uneingeschränkte Teilnahme von Donezkern und Luganskern. Was sehr schade ist, weil die Teilnahme am politischen Prozess nachweisen würde, wen die Bevölkerung unterstützt. Ich persönlich wäre für die Aufstellung einer Novorossia-Partei. Der rechte Sektor nimmt ja vermutlich auch teil.

      • Mathew Miller

        Ehe ich etwas poste mache ich mir immer Gedanken zum Thema.
        Das was beim “Bedenken” als Ansatz für eine sachliche Diskussion übrig bleibt nutze ich gerne mal um meine Meinung zu äußern.
        Keine Angst ich kann auch anders.
        :-)
        Zu Punkt 1… Volle Zustimmung.
        Zu diesen Kriterien gehört eindeutig der Umstand das alle frei und ohne Einschränkungen an diesen Wahlen teilnehmen können.
        War das in der Situation in der Ukraine der Fall.
        Nein.
        Die Gründe interessieren hier erst mal nicht.
        Tatsache ist das nicht in allen Regionen jeder frei sein Wahlrecht ausüben konnte.
        Und das betraf nicht nur den Donbass.
        Also keine demokratischen Wahlen.
        Diese wären möglich gewesen wenn der mit Janukowitsch ausgehandelte Übergangsprozess mit vorgezogenen Neuwahlen nicht schon wenige Stunden nach Vertragsunterzeichnung von einer Seite gebrochen wurde.
        So funktioniert nicht mal pseudo-Demokratie
        Zu Punkt 2

        • Jones Bones

          Mat,
          mit Nob haben es schon viele versucht und ich leider auch.

          Kannst es ja auch weiter tun aber zumindest mir ist es um die verlorene Zeit schade.

  • Fritz Bauer

    Dimitroff sagt in seiner historischen Rede in Moskau 1935 auch noch anderes was heute von Bedeutung ist:

    Kuusinen: Ich eröffne die Sitzung. Wir kommen zum 2. Punkt der Tagesordnung: »Die Offensive
    des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale im Kampfe für die Einheit
    der Arbeiterklasse gegen den Faschismus.« Das Wort hat Genosse Dimitroff. (Als Genosse
    Dimitroff die Rednertribüne betritt, wird er mit einem Beifallssturm begrüßt. Die Delegierten
    erheben sich von den Plätzen und bereiten dem Redner enthusiastische Ovationen. Grüße und
    Zurufe in vielen Sprachen: »Rot Front«, »Hurra«, »Bansai« Aus dem Saale Stimmen: »Es lebe
    Dimitroff«, »Hoch Dimitroff, der mutige revolutionäre Kämpfer«. Erneute Hochrufe und nicht
    endenwollende Ovationen. Alle singen die »Internationale«.) [4]
    I. DER FASCHISMUS UND DIE ARBEITERKLASSE
    ….
    “Der Faschismus handelt im Interesse der extremen Imperialisten, aber vor den Massen tritt er unter der Maske des Beschützers der beleidigten Nation auf und appelliert an das gekränkte
    Nationalgefühl, wie z.B. der deutsche Faschismus, der die Massen mit der Losung »Gegen
    Versailles!« mit sich riß.
    Der Faschismus erstrebt die zügelloseste Ausbeutung [10] der Massen, tritt aber mit einer
    raffinierten antikapitalistischen Demagogie an sie heran, macht sich den tiefen Haß der Werktätigen gegen die räuberische Bourgeoisie, gegen die Banken, die Trusts und die Finanzmagnaten zunutze und stellt Losungen auf, die im gegebenen Moment für die politisch unreifen Massen die verlockendsten sind: in Deutschland – »Gemeinnutz geht vor Eigennutz«; in Italien – »Unser Staat ist kein kapitalistischer, sondern ein Korporativstaat«; in Japan – »Für ein Japan ohne Ausbeutung«; in den Vereinigten Staaten – »Für die Aufteilung der Reichtümer« usw.
    Der Faschismus liefert das Volk den korruptesten, käuflichsten Elementen zur Ausplünderung aus, tritt aber vor dem Volk mit der Forderung einer »ehrlichen und unbestechlichen Regierung« auf.
    Der Faschismus fängt im Interesse der reaktionärsten Kreise der Bourgeoisie die enttäuschten
    Massen ein, die sich von den alten bürgerlichen Parteien abkehren. Aber er imponiert diesen
    Massen durch die Heftigkeit seiner Angriffe gegen die bürgerlichen Regierungen, durch seine
    Unversöhnlichkeit gegenüber den alten Parteien der Bourgeoisie.
    Durch seinen Zynismus und seine Verlogenheit alle anderen Spielarten der bürgerlichen Reaktion in den Schatten stellend, paßt der Faschismus seine Demagogie den nationalen Besonderheiten jedes Landes an, sogar den Besonderheiten der verschiedenen sozialen Schichten in ein und demselben Lande. Und die Massen des Kleinbürgertums, selbst ein Teil der Arbeiter, durch die Not, die Arbeitslosigkeit und die Unsicherheit ihrer Existenz [11] zur Verzweiflung getrieben, werden zu Opfern der sozialen und chauvinistischen Demagogie des Faschismus.
    …..
    Aber welche Maske der Faschismus auch aufsetzen mag, in welchen Formen er auch auftreten mag, auf welchem Wege er immer auch zur Macht gelangen mag -
    Der Faschismus ist die wütendste Offensive des Kapitals gegen die werktätigen Massen.
    Der Faschismus ist zügellosester Chauvinismus und Raubkrieg.
    Der Faschismus ist wütende Reaktion und Konterrevolution.
    Der Faschismus ist der schlimmste Feind der Arbeiterklasse und aller Werktätigen.

    Der Faschismus siegte auch, weil es ihm gelang, in die Reihen der Jugend einzudringen, während die Sozialdemokratie die Arbeiterjugend vom Klassenkampf ablenkte, das revolutionäre Proletariat aber unter der Jugend nicht die notwendige Erziehungsarbeit entfaltete und dem Kampf für ihre besonderen Interessen und Forderungen nicht die genügende Aufmerksamkeit zuwandte. Der Faschismus packte bei dem unter der Jugend besonders scharf ausgeprägten Drang nach Kampfaktvität an und zog einen großen Teil der Jugend in seine Kampftrupps. Die neue Generation der männlichen und weiblichen Jugend [21]* hat nicht die Schrecken des Krieges durchgemacht.
    Sie kostet am eigenen Leibe die ganze Schwere der Wirtschaftskrise, der Arbeitslosigkeit und des Zerfalls der bürgerlichen Demokratie aus. Da bedeutende Teile der Jugend keine Perspektiven für die Zukunft sahen, so waren sie besonders empfänglich für die faschistische Demagogie, die ihnen eine verlockende Zukunft ausmalte, wenn der Faschismus siegte.
    In diesem Zusammenhang können wir auch nicht an einer Reihe von”

    ————————————————————————————

    Über einige Gesellschaftliche Randbedingungen und Funktionszusammenhänge

    1. Evolutionsgeschichtlich überragt im menschlichen Zusammenleben die Kooperation den
    Wettbewerb.
    ….
    Ist das gesicherte Erkenntnis?
    Ich denke ja. E. O. Wilson, der Mann, der die Soziobiologie neu erfunden hat, legte
    2012 eine „biologische Geschichte des Menschen” vor und nannte sein Werk
    bezeichnender Weise „Die soziale Eroberung der Erde”. Wilson stützt sich stark
    auf Michael Tomasello, der als Direktor des Leipziger Max-Planck-Instituts für
    Evolutionäre Anthropologie eine Serie vorzüglicher empirischer Studien
    unternahm, die eines sicher belegen: Die Menschen sind die bestimmende Gattung
    auf diesem Planeten nicht geworden, weil sie allzeit als egoistische Triebtäter
    gegeneinander ihr Glück gesucht hätten.

    Und worüber wird gestritten?
    Vornehmlich über die evolutionären Mechanismen, die zum Vorrang der Zusammenarbeit in
    eusozialen Systemen — das menschliche Zusammenleben ist ein eusoziales System —
    führen.

    Ich vermute, das würde uns jetzt zu weit führen. Darum kurz gefragt: Was
    lehren uns diese Wissenschaften mit ihren neueren Erkenntnissen, vorausgesetzt,
    diese erweitern tatsächlich das Verständnis der Welt?
    Sie lehren uns, dass der „Homo oeconomicus” eine Kopfgeburt des triumphierenden
    Kapitalismus ist und nicht das Ergebnis der Evolution. Sie sagen das Gleiche vom
    „egoistischen Gen”, zumindest wenn es um die Menschen in ihrer
    Vergesellschaftung geht. Sie legen dar, dass der Kapitalismus, als Lebensform
    verwirklicht, eine Überreizung der menschlichen Natur erzeugt. Der
    traditionelle Sozialdarwinismus ist erledigt.

    Vorrang der Zusammenarbeit bedeutet aber doch nicht Verneinung der Konkurrenz?
    Natürlich nicht, Individuen tun mal dies, mal das, aber nie ein Leben lang nur
    dies oder das. Und mm nehmen Sie die demokratische Ordnung. Demokratie ist
    durchaus dem Menschen, wie er evolutionär geworden ist, gemäß. Sie kann nicht
    gelebt werden ohne einen kooperativen Rahmen, also ohne ein organisiertes
    Gemeinwesen mit Rechtsordnung, das Leib und Leben der Bürger schützt. Innerhalb
    dieses Kooperationsrahmens entfaltet sich die Demokratie als politischer und
    geistiger Wettbewerb von Parteien, Verbänden und selbstverständlich auch
    Individuen.

    Die Verkehrung der Welt…. http://www.nachdenkseiten.de/?p=22398

    2. Das Geldsystem im Nebel
    “Das Vorrecht, das staatliche Zahlungsmittel auszugeben, trat der Kongress an die Federal Reserve ab. Und wie Geld letztlich heute in die Existenz kommt, darüber liegt nicht
    selten ein „Schleier der Täuschung“, wie sich der Ökonom Norbert Häring
    ausdrückt. (133) Er argumentiert, dass einige klar spezifizierte Interessen am
    Werke sind, die die Absicht hegen, dass so wenige Menschen wie möglich unser
    Finanzsystem verstehen. Ich fragte ihn, warum das so sei; vielleicht, weil es
    am Ende eine besondere Art von Schneeballsystem ist?

    Norbert Häring:
    Ja, man könnte es ein Schneeballsystem nennen. Banken geben den Menschen und
    Unternehmen, die von ihnen Kredit nehmen, neues Buchgeld, das jeder benutzt, um
    Rechnungen und Steuern zu zahlen, als ob es so gut wie Bargeld wäre. Das
    zusätzliche Geld befeuert die Wirtschaft und erhöht die Nachfrage nach
    Krediten. Geld wird immer schneller geschöpft. Sobald man aber, genau wie in
    einem Schneeballsystem, nicht mehr genug Kreditnehmer zur weiteren Erhöhung der
    Geschwindigkeit findet, mit der Geld und Schulden geschöpft werden, bricht das
    System zusammen, und wir haben eine Krise. Dann lernt jeder, dass Bankeinlagen
    doch nicht so gut wie Bargeld sind, da Banken nur einen Bruchteil dieser
    Einlagen gegen Bargeld zu tauschen vermögen.

    LS: Bitte
    erläutern Sie, wie das Geld tatsächlich in unserem modernen Geld-System
    erstellt wird, beginnend mit den Zentralbanken.

    NH: Es beginnt
    nicht mit den Zentralbanken. Das ist nur das, was man uns glauben macht. Wir
    sollen glauben, dass Zentralbanken den Prozess beginnen und steuern. Es hat
    Systeme ganz ohne eine Zentralbank gegeben. Es beginnt damit, dass mir eine
    Bank € 100.000 als Hypothek gibt, damit ich mir ein Haus kaufen kann. Der
    Bankangestellte tätigt ein paar Tastenanschläge, erstellt ein Konto für mich
    und legt eine Einlage in Höhe von € 100.000 hinein. Dies ist neues Geld. Die
    Zentralbank kommt erst später ins Spiel, um sicherzustellen, dass die Einlagen,
    die von den einzelnen Banken geschaffen wurden, gleichmäßig durch das System
    verteilt werden. Die Zentralbank fordert des Weiteren eine so genannte
    Mindestreserve in Form von Bargeld oder Einlagen bei der Zentralbank. Die
    Banken müssen sich diese Reserven bei der Zentralbank leihen. Aber die
    Zentralbank wird die Darlehen, die das Bankensystem benötigt, stets zur
    Verfügung stellen. Ansonsten würde das eine Liquiditätskrise verursachen.

    LS: Und was ist falsch daran?

    NH: Es gibt eine Reihe von Dingen, die daran falsch sind. Der Staat gibt ein wertvolles Privileg
    an die Banken ab, indem er die Einlagen, die sie erschaffen, effektiv zum
    gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Sie können Ihre Steuern mit Geld bezahlen,
    das die Banken geschaffen haben. Von jedem wird gefordert, diese Einlagen zur
    Zahlung zu akzeptieren. Die Banken machen eine Menge Geld mit der Geldschöpfung
    aus dem Nichts. Dies ist ein Gewinn, von dem ich denke, dass der Staat ihn
    bekommen sollte. Die Steuern könnten viel niedriger sein, wenn der Staat dieses
    sehr wertvolle Privileg nicht kostenlos abgegeben hätte. Und, was vielleicht
    noch schlimmer ist, die Geschäftsbanken haben eine Tendenz, Schulden-Blasen
    aufzublähen, die später platzen und Finanzkrisen verursachen.

    LS: Was muss also
    aus Ihrer Sicht über die berühmte “Unabhängigkeit” der Zentralbanken gesagt
    werden, von der wir immerzu zu hören bekommen?

    NH: (I)n Ländern,
    die ein großes Finanzsystem haben, (werden) die Rufe nach der Unabhängigkeit
    der Zentralbanken von der Regierung als erste und am lautesten gehört. Die
    Unabhängigkeit von der Regierung geht einher mit dem Verbot, die
    Staatsverschuldung zu finanzieren, und dies bedeutet, dass die Banken den
    meisten Nutzen aus der Geldschöpfung ziehen.

    LS: Hinsichtlich
    einer Gruppe von Bankenkunden, den Sparern, gibt es etwas, worüber nur sehr
    wenige Menschen wirklich Bescheid wissen – wenn ich mein Geld zu den Banken
    bringe, um eine Bankeinlage zu haben, bin ich ein Gläubiger der Banken, selbst
    wenn ich ihnen kein Geld leihen will. Können Sie das weiter ausführen, bitte?

    NH: Das ist der
    Kern des Problems unseres Finanzsystems, dass wir kein sicheres Zahlungssystem
    haben, das unabhängig von der Solvenz der Banken ist. Dies ist der Grund, warum
    wir immer die großen Banken zu retten haben, wenn sie es vermasseln. Wenn sie
    untergehen, geht unser Zahlungssystem unter, und die Leute verlieren ihr Geld.
    Das Geld, das die Menschen in Konten halten, um ihre Rechnungen zu bezahlen,
    sollte anders als das Geld behandelt werden, das sie investieren wollen. Wenn
    Sie lediglich die Dienste der Banken nutzen, wollen um Ihre Rechnung auf
    bequeme Weise zu bezahlen, sollten Sie der Bank keinen Kredit geben müssen. Das
    Geld sollte in Ihrem Besitz verbleiben, genauso wie Geld, das Sie in einem
    Geldmarktfonds oder in Aktien haben. Wenn dies der Fall wäre, würden wir nicht
    mehr länger alle zusammen die Banken zu retten haben, und sie könnten nicht
    mehr zu viel Geld schöpfen.

    LS: Mit welcher
    Art von Widerstand gegen grundlegende Reformen und neue Richtungen ist zu
    rechnen, der von interessierter Seite kommt?

    NH: Das Recht, das
    gesetzliche Zahlungsmittel aus dem Nichts zu schöpfen, ist fast so gut wie die
    Fähigkeit, Gold aus Sand zu machen. Die Banker werden mit allen Mitteln darum
    kämpfen, dieses Privileg zu bewahren. Sie werden weiterhin versuchen,
    diejenigen, die für eine grundlegende Reform streiten, als verrückte Spinner
    darzustellen, die Geld und Ökonomie nicht verstehen. (134)”

    Lars Schall: Wem gehört und dient die Fed?,
    larsschall.com

    3. Totalüberwachung vs. Grund-und Menschenrechte:
    Hans-Christian Ströbele, Bündnis 90/Die Grünen, im NSA-Ausschuss zu
    den Gutachtern (Verfassungsrichter) Hoffman-Riem, Bäcker, Papier:
    „Ihnen ist klar, dass Sie einvernehmlich eine Grundtätigkeit des BND als
    verfassungswidrig erklärt haben. Muss man nicht völlig umdenken? Während wir
    hier sitzen, arbeiten ja alle genauso weiter.“
    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/ua/1untersuchungsausschuss/-/280848

    4. Fälschungen und Betrug als faschistische Machttechnik:
    Der Fraktionsvorsitzende der Partei der Regionen in der Kiewer Rada und
    frühere Gouverneur von Lugansk, Aleksandr
    Yefremov, legte am Montag 12.11. nach den Referenden in Donezk und Lugansk
    Putschistenführer Oleksandr Valentynovych Turchinov bei einer Audienz, die
    offiziell “Sitzung des Vermittlungsrates der Ukraine” genannt wird, erstmals
    seit mehreren Wochen seine Sichtweise zu den jüngsten Ereignissen in der
    Ukraine dar. Die Arbeit des Parlaments schätzt er u.a. so ein:
    „Wenn eine kleine Gruppe hinter verschlossenen Türen ein Gesetz macht, und
    sogar ohne die Anwesenheit der Presse, das dann als Entscheidung des
    Parlamentes ausgegeben wird, und die Abgeordneten mit der Zuständigkeit der
    Übergangsstaatsanwaltes eingeschüchtert werden, wenn die Entscheidungen
    getroffen werden, wenn zahlreiche Leute nicht daran teilnehmen können, 30% sind
    nicht mal in Kiew, analysieren Sie die Situation, dann ist das was? Das ist von
    ihrer Seite ein Gesetzesverstoß, nämlich dessen, das bei uns insbesondere die
    Arbeit des Parlamentes regelt. Und, Sie Alle, Sie Alle hier, haben vor drei
    Monaten noch an uns herumgemosert, och, was wir nicht schlimm sind, wenn nur
    mal jemand ein Knöpfchen für einen Anderen gedrückt hat. Aber Sie drücken
    heutzutage massenweise Knöpfe, das, was Sie da machen, ist, dass Sie mit
    Fälschungen beschäftigt sind.“
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2014/05/13/von-zionisten-usa-und-eu-gestutzte-kiewer-nazi-junta-wird-nervos/

  • UPDATE. Soeben sind Klitschkos “UDAR” und die faschistische “Swoboda” aus der “revolutionären” Koalition ausgetreten. Das heißt: innerhalb eines Monats muss eine neue zustandekommen oder das Parlament wird aufgelöst und es gibt vorgezogene Parlamentsneuwahlen.

    Auf Deutsch heißt das: die Oligarchen werden sich jetzt seehr intensiv in die Haare kriegen. Poroschenkos Chance zu bestehen wäre es, den “Anti-Terror-Einsatz” im Osten innerhalb kürzester Zeit siegreich (d.h. durch die Einnahme von Donezk und Lugansk) abzuschließen. Keine Frage, dass dem einige Bonzen zuwiderhandeln werden. M.a.W., jetzt wird – passend zur dritten Runde der Mobilisierung – wirklich alles an die Front geworfen, was noch aufzutreiben ist.

    • soja kosmos
      • Tja, sieht so aus, als wolle die “Vaterlandspartei” auf Abstand zu einigen Dingen gehen, die da unvermeidlich kommen. Als da wären: die horrenden Sozialeinschnitte und vor allem, denke ich, die Veröffentlichung (oder das Durchsickern) der realen Kosten (an Opfern, Material und Mitteln) des Kriegs im Osten.

        Das soll alles schön Poroschenko tragen und verantworten. Mal sehen, wie er damit zurechtkommt.

        Für die auswärtigen Stakeholder ist das kein Problem, die haben weitere Personalien im Rennen.

        • Mathew Miller

          Mit anderen Worten die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
          An der Reling stehen sie schon mal.
          Alles schaut gespannt auf den Kapitän und die Kommandobrücke.
          Und ich vermute stark das der Schiffszwieback madig und das Süßwasser an Bord verfault ist…und der Proviant zu Ende geht.
          So ein Schiff lassen Reeder deren mal auf Grund laufen.
          Egal wer auch immer da jetzt das Ruder in die Hand gedrückt bekommt..der Kahn ist ein Geisterschiff.
          Die Ukraine wurde planmäßig zerlegt…die Menschen verarscht und verheizt.
          Alles nach Plan würde ich sagen.
          Wenn jetzt dieser Abschaum in Kiew auch noch einen auf Opposition macht dann wird es wirklich Zeit mal über grundlegende Veränderungen nachzudenken.
          Klitschtimoschenkjazenkolomojsporoschenko….was auch immer….jedoch weg damit.

        • Jones Bones

          Nope.
          Die verlassen nicht das Schiff, sondern nutzen die Stunde.
          In dem Wirrwarr, wo die PdR keine wählbare Partei mehr darstellen und die Kommunisten verboten sind, gibt es für sie keine Gegner und sie können sich des Reliktes der zivilisierteren Zeit endgültig entledigen.
          Die Gegnerschaft zur Öffnung des Gasleitungsnetzes für ausländische “Investoren” ist nur vorgeschoben, der Ausverkauf wird wenig später trotzdem stattfinden.

        • Robert Ketelhohn

          Das ist plausibel, so ungefähr habe ich das gestern auch schon vermutet. Wobei ich in beiden Motiven keinen notwendigen Widerspruch sehe.

        • Robert Ketelhohn

          Mir schien, gerade Jajzko wollte die „Sozialeinschnitte“ sowie das Verschleudern von Bodenschätzen und zugehöriger Infrastruktur auftragsgemäß durchboxen, komme, was da wolle, und Tjagnibok und Klitschko hätten sich quergelegt. Wobei’s mich bei Klitsche überrascht, der tut doch nichts von alleine. Vielleicht sind bei Jajzkos Ausverkaufsplänen deutsche und französische Energieunternehmen nicht hinreichend berücksichtigt gewesen.

  • Ruth

    Wieviel Tage wird es noch dauern, bis die ultimative Provokation angezettelt wird? Mit dem Flieger hats ja leider nicht so richtig geklappt…
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/24/nato-fuerchtet-russischen-ueberfall-auf-die-ukraine/comment-page-1/#comments

  • Ruth

    EU-Länder-hier Frankreich-rüsten auch schon mal gegen das kritische Fußvolk auf…
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Franzoesische-Regierung-will-neue-Anti-Terror-Befugnisse-im-Eilverfahren-2265943.html

  • soja kosmos

    Upps! Nicht “der Russe”, nicht die Aufständischen?
    “Fehler bei Fla-Übung in Ukraine als Ursache des Boeing-Unglücks?”

    Da plaudert einer und hat mit “hätte” und “könnte” relativ konkrete Vorstellungen, was in etwa vorgefallen sein könnte.

    Vom Flugschreiber hat man nichts mehr gehört, nur das er heil war und die Engländer die Daten runtergezogen haben. Ansonsten großes Schweigen. Komisch, oder? Ein Luftfahrtexperte ließ die ARD-Zuschauer auch schon wissen, das die Daten von der Blackbox ja eigentlich für die Klärung der Vorgänge völlig uninteressant sei – wunderbar!

    Sollte die Scheiße wirklich auffliegen? Ich hab schon nicht mehr daran geglaubt.

    Na warten wir mal weiter …

    http://de.ria.ru/politics/20140725/269105594.html

    • Das mit der Fla-Übung ist die Reserveversion, falls da etwas durchsickert. Offenbar hat weder Kiew noch Washington die volle Kontrolle über die Fakten.

      • soja kosmos

        Reserveversion – ja, da bin ich sicher, dass das nicht die reine Wahrheit ist, aber immerhin.
        Ich denke schon, dass der Abschuss Vorsatz war und wenn man dem russischen Ex-Flieger glauben kann, dann schoss erst die SU und die Buk wurde hinterhergejagt, um sicher zu gehen, dass der Flieger auch wirklich vom Himmel fällt und nicht vielleicht notlandet, denn MH17 soll ja nach dieser Version nach dem Beschuss noch manövrierfähig gewesen und in eine Kurve eingedreht sein. Deshalb wären die Daten der Blackbox so aufschlussreich – und deshalb das lautstarke Schweigen der Engländer, keine Untersuchung durch die IACO und die Vergatterung der Flugaufsicht von Dnjepopetrowsk durch den SBU.
        Mal sehen, ob die Russen irgendwann mit ihren Daten herausrücken – sie haben ja vermutlich auch Mitschnitte des Sprechfunks der Ukrainer und andere “leckere” Details. Bis jetzt benutzen sie es offenbar nur als Druckmittel, damit der Westen von seinen Legenden abweicht. Vielleicht bleibt es dabei. Mal sehen.

      • soja kosmos

        Wer weiß, in ein paar Jahren oder auch schon bald werden vielleicht einige Leute plötzlich gestorben sein, von der Flugaufsicht, von der Besatzung des Buk-Systems, der eine oder andere Flieger … man kennt das ja – plötzliche Unfälle, Überdruss am Leben undsoweiter …

        • Die Holländer wollen “40 unbewaffnete Polizisten” (sprich eine Sondereinheit) zur “Sicherung der Crash-Stelle” entsenden. Gut möglich, dass die dort jemanden vom Militärkommando der VRD ins Visier nehmen.

        • soja kosmos

          Das hatte ich gelesen, mich etwas gewundert, in die Richtung aber noch gar nicht gedacht.
          Aber eigentlich interessanter sind doch wirklich die ukrainischen Beteiligten an der Aktion. Die sollten sehen, dass sie Land gewinnen …

        • Ruth

          Australien hat 90 Polizisten nach Europa verlegt, 100 weitere Sicherheitskräfte (Soldaten) sollen folgen. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/MH17Wrackteile-wie-aus-dem-Nichts-aufgetaucht/story/26322899
          Bringt mich auf den Gedanken aus dem Kommunisten-Beitrag: Soll der ultimative Zwischenfall konstruiert werden? http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/24/nato-fuerchtet-russischen-ueberfall-auf-die-ukraine/comment-page-1/#comments

        • soja kosmos

          Was die Schweinebacken da wohl zusammenkochen … ???
          Wie kann man nur ernsthaft erwägen, ausländische Bewaffnete in die Gegend zu schicken? Was sollen die dort? Ohne Ortskenntnis, vermutlich ohne Sprachkenntnis. Zum Bergen der Toten braucht es keine bewaffneten Australier.
          Unglaublich. Das stinkt kilometerweit gegen den Wind.

        • soja kosmos

          Inzwischen sind die Holländer von ihrem unbewaffneten Einsatz abgerückt, wollen einen bewaffneten Militäreinsatz im Verbund mit Australien (was haben ausgerechnet die Australier für Argumente, an diesem Ort der Erde mit Waffen aufzutauchen???):
          »Niederlande planen Einsatz von Militär«
          »… Derweil schließen die Niederlande den Einsatz einer bewaffneten Militäreinheit an der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine vorbehaltlich der Zustimmung der Konfliktparteien nicht aus. Darüber werde am Wochenende von der Regierung entschieden, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag im Parlament in Den Haag mit. Auch Australien will sich am Schutz für die internationalen Experten am Absturzort beteiligen.
          Nach Angaben von Rutte führen die Niederlande darüber zur Zeit Gespräche mit den Vereinten Nationen und der Ukraine. Ein Militär- oder Polizeieinsatz hänge ab von politischen Fragen, dem völkerrechtlichen Mandat und der Mitarbeit der Ukraine und Russlands, betonte Rutte. „Die Risiken sind aber groß“, sagte er. Prorussische Rebellen könnten das als Provokation auffassen.” …«

          http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/wladimir-groisman-uebernimmt-regierung-der-ukraine-13064062.html

      • soja kosmos

        “Russland übergibt Daten zu Boeing-Absturz der EU”

        Was werden sie den Europäern gegeben haben? Das, was die beiden Generäle der russischen Luftverteidigung auf ihrer Presseinformationsveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert haben oder mehr?
        http://german.ruvr.ru/news/2014_07_25/Russland-ubergibt-Daten-zu-Boeing-Absturz-der-EU-9679/

      • Robert Ketelhohn

        Es bliebe auch noch der ultimative Diskussions- und Nachforschungsblocker: einfach zu erklären, bei jenem Abschuß seien 6. Mio. Passagiere ums Leben gekommen.

  • Hans-H.

    Das Interesse der ICAO an einer Aufklärung durch Inspektion der Absturzstelle hält sich in Grenzen:

    http://de.ria.ru/society/20140724/269100163.html

    Wahrscheinlich sind andere Methoden der Wahrheitsverschleierung ergiebiger!

  • urkeramik

    nebenbei noch ein Grund warum Kiew nervös wird (http://slavyangrad.wordpress.com/2014/07/25/catastrophic-desertions-and-losses-july-19-2014/):

    vom 9.-15. Juli

    Ukrainische Verluste
    getötet 1600
    verletzt 4723
    Panzer 35
    Panzerfahrzeuge 96
    Artellerie 38
    Flugzeuge 7
    Hubschrauber 2
    Kfz 104

    Verluste der Milizen
    Tote 48
    Verletzte 64
    Panzer 2
    Panzerfahrzeuge 0
    Artellerie 5
    Kfz 8

    Zivilisten
    Tote 496
    Verletzte 762

    Vom 14. zum 19. Juli

    3473 Desertationen (Vorwoche : 1847
    sonstige Vermißte: 1344 (Vorwoche 344)

    • Mathew Miller

      Habe da seit längerer Zeit vermutet das Kiew bei seinen Verlustzahlen manipuliert.
      Habe mich dann mal eingehend mit den Zahlen beschäftigt.
      Kommt in etwa auf das von dir hier eingestellte raus.
      Wer wie Kiew tote Gegner zu Zählstellen verbringt und sie dort aufgeschichtet seinen Truppen vorführt hat definitiv einen schlechten Lauf.
      Das alltägliche im Krieg wird zum besonderen….so verhalten sich keine vom Krieg ernüchterten Soldaten….so gehen Sondereinheiten und Einpeitscher vor die von der Front nur die hintersten Linien kennen.
      Und das deckt sich dann auch mit den Opferzahlen unter den ukrainischen Wehrpflichtigeneinheiten.
      Nicht ohne Grund steht die Strafe für nicht zur Einberufung erscheinen und verweigern jetzt bei 7Jahren Gefängnis.
      Nicht ohne Grund wurde die Wehrpflicht schon im Februar wieder eingeführt.
      Was ein Menschenleben dieser Regierung wert ist ist auf den Cent genau zu beziffern….500 Dollar….kostet das sich freikaufen von der Wehrpflicht.
      Schade um jeden Toten auf beiden Seiten.
      Schade auch das nicht mehr von den Sondereinheiten und den Privatarmeen der Oligarchen durch den “Wind” gehen.
      Dazu gibt es jedoch bald die Möglichkeit.

      • urkeramik

        ermutigend finde ich die Zahl der Deserteure, 3500 in einer Woche, da hauen wohl ganze Kompanien ab, wenn der Chef auf Klo geht. Ich finds gut! Die werden wohl in der Masse nach Russland flüchten, denn zu Hause werden sie ja wieder eingefangen.

        • Jones Bones

          Für jeden getöteten Milizionär 33 getötete ukr. Kräfte?!? Bei deren Ari & Luftüberlegenheit?
          Daran glaubt ihr doch hoffentlich nicht wirklich, oder?
          Und was mit den Gefangenen?

        • Mathew Miller

          Leider werden es nicht alle schaffen.
          Die Zahl der von den Terroristen getöteten dürfte weit unter dem liegen was durch Strafaktionen der eigenen Sondereinheiten aufläuft.
          Vergleicht man die Zahlen der von den Verteidigungskräften angegebenen bei Gefechten getöteten ukrainischen Armeeangehörigen dann dürften 2/3 auf das Konto von Kiew gehen.
          Als Anhaltspunkt können die bei Gefangenenaustausch ebenfalls überstellten getöteten Gegner jeder Seite herangezogen werden.
          Man kann vieles lange Zeit verbergen und manipulieren.
          Jedoch kann man nicht alles und immer unter Kontrolle halten.
          Irgendwann treten Unstimmigkeiten in einzelnen Bereichen auf.
          Genau das ist es was derzeit passiert.
          Kiew hat die Zahlen nicht mehr unter Kontrolle.
          Weder den finanziellen Teil noch das Personal.
          Das Ergebnis sehen wir gerade.
          Game over.

  • Hans-H.

    Auch Strelkows gestriger Bericht hört sich vorsichtig-positiv an:
    http://donbassfront.livejournal.com/4461.html

  • Mathew Miller
  • annon

    ITAR-TASS: Interpol hat den Führer des „Rechten Sektors“ Dmitrij Jarosch zur internationalen Fahndung ausgeschrieben.

    http://itar-tass.com/mezhdunarodnaya-panorama/1341949

    Ukraine hat bereit vermeldet, dass sie Jarosch auf die russische Anfrage nicht ausliefern werden…

    Diese Meldungen waren wir neu, wenn bereits bekannt dann sorry

  • Rudi

    Sehr geehrte unberangepasste “Linke”,

    interessiert Sie das Schicksal der Millionen Ostukrainer, die weder den Putsch am 20. 2. noch die danach illegale Assozierung der Ukraine mit der EU unterstützen?

    Haben diese Menschen kein Recht auf Selbstbestimmung und Widerstand?

    Möchten Sie dieses Recht auf Widerstand mit den Hinweis auf angebliche ideologische Anrüchigkeit einiger Führungsfiguren negieren.

    Zehntausende Ukrainer der Donbass-Region kämpfen um Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von oligarischen und EU/Nato-Einflüssen. Ist dass schon Ihr Problem, Herr Berger, dass Menschen noch in der Lage und Willens sind sich wirklich gegen ein unterdrückerisches System zu wehren. Also etwas, was die Menschen in Europa nicht mehr können, deswegen ja auch so leiden, wie die neueste Statistik der psychischen Erkrankungen zeigt.

    Dass Menschen tatsächlich heute in einem Land der ehm. Sowjetunion (Menschen, die also genau wissen, was sie in den letzten 20 Jahren verloren und bekommen haben) mit ihrem Leben aufstehen, was Sie als überangepasste Linke so hinterhältig und boshaft um sich schlagen lässt.

    • Mathew Miller

      Unangepasste “Linke”.
      Ein Wiederspruch per se.
      Aus rot wird braun noch ehe jemand bis 3 gezählt hat.
      Ich sag nur NationalSozialistischeDeutscheArbeiterPartei.
      Linkes Gedankengut gemischt mit nationalen Parolen um dem dummen Michel genau das Gegenteil zu verkaufen.
      Wer hat uns verraten….Sozialdemokraten.
      Daran hat sich nichts geändert.
      Eine Organisation ohne finanzielle Basis ist immer voll und ganz jenen verpflichtet die sie finanzieren.
      Daher war jegliches linkes politisches Experiment immer weitaus übler als der vom bürgerlichen konservativen Lager maximal akzeptierte Mindestkonsens.
      Denn die Linken hatten und haben nichts zu verlieren….außer dem Allgemeingut ….wobei sie alles gewinnen wollen und stets alles verspielen.
      Das bürgerlich konservative Lager hat durchaus immer etwas zu verlieren und das durchaus auch heutet noch ….national ….gesehen.
      Dem Großkapital war schon immer die Linke der weitaus einfachere Partner.

  • urkeramik
    • Jones Bones

      Ich nenne das Alltag:

  • Jones Bones
    • Ruth

      Das wird auch ein (wahrscheinlich nicht unerheblicher) Grund sein, warum die Ratten in Kiew das sinkende Schiff verließen.

    • Mathew Miller

      Russische Propaganda.
      Oder doch recht realistisch.
      Immer noch der Meinung das die Zahlen aus Kiew richtig sind?
      Ich stelle nochmals eine Quelle die recht gut verdeutlicht wie Propaganda abläuft.
      Auf allen Seiten.
      Allerdings lässt sich durch die Infos recht gut absehen was schief läuft.
      Mal das Video auch wenn es bitter ist bis zum Ende anschauen.
      Da ist gut zu erkennen wie sich die Propaganda unterscheidet.
      Mir ist kein Material bekannt auf dem die “Terroristen” Leichen getöteter Gegner auf zentrale Sammelstellen verbringen und ihren Truppen vorführen.
      Entweder sind die Nazis nicht ausgelastet….oder und das ist der viel schlimmere Punkt sie haben genau dazu den Auftrag….und Spaß daran.
      So handeln keine Frontkämpfer.
      Die sehen das jeden Tag bis zu ihrem Tod und haben überhaupt keine Sicht für sowas.
      Das ist Propaganda der übelsten Sorte.
      Abschaum.
      Rechtes Pack.

  • Mathew Miller
  • Mathew Miller

    https://m.vk.com/album-69838054_198072706

    So sehen Gebiete aus die von der ukrainischen “Luftwaffe” befriedet wurden.
    Um jedes Militärflugzeug das unter Kommando Kiews dort unterwegs ist und nicht abgeschossen wird….ist es Schade.
    Und um jeden Piloten der sich noch mit seinem Schleudersitz versucht zu retten….und ev. einer rechtsstaatlichen Gerichtsverhandlung entgeht.
    :-)

  • Mathew Miller

    Dieser Kinderfasching ist doch nur noch zu kotzen.
    Zitat:
    Krise in der Ukraine
    Jazenjuk könnte sein Amt wieder aufnehmen
    Das ukrainische Parlament will in einer Sondersitzung über eine Rückkehr des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk in das Amt beraten. Zur Debatte steht auch eine Kriegssteuer.
    26.07.2014
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/krise-in-der-ukraine-jazenjuk-koennte-sein-amt-wieder-aufnehmen-13065766.html

    Kriegssteuer…wenn ich das schon höre.
    Ein Volk ein Krieg….gegen wen?
    Gegen sich selbst.
    Soll doch die Ukraine der RF den Krieg erklären wenn sie in dieser den Gegner sieht.
    Bisher herrscht ja noch nicht einmal Krieg in der Ukraine.
    Kann mich nicht entsinnen das das Kriegsrecht ausgerufen wurde.
    Der IWF zahlt ja auch nicht an Länder im Kriegszustand.
    Was noch fehlt ist das die EU eine derartige Steuer zur Unterstützung dieses Systems eintreibt.
    Mittlerweile halte ich alles für möglich.

    • Petra Moser

      «Jazenjuk hatte beklagt, dass das Geld bisher nicht einmal zum Betanken der Panzer reiche.» Wenn die ukrainische Regierung nicht will, dass sich ein Oligarch am Verkauf
      von Treibstoff an die Armee bereichert (Kriegsgewinnler), so soll sie die Erdölförderanlagen verstaatlichen.

      • Mathew Miller

        Da passt es doch auch das Benny Kolomojski demnächst das Tankstellen- Netz de fakto als Monopolist sein eigen nennt.
        Katzenjuck und Kolomojski in Personalunion vereint beim Raubzug durch die Ukraine.

  • Ruth

    Berichte über Schicksale bzgl. der ukrain.Mobilmachung
    http://donbassfront.livejournal.com/5782.html

  • Ruth

    Rußland wird deshalb nicht darauf reagieren, da beide Meldungen (Putin-Flieger und Erdogan) Nonsens sind. Woher Wimmer seine Weisheit bzgl. Putin-Flieger hat, ist unklar. Schon am Absturztag oder am Tag danach (weiß nicht mehr genau) meldete RiaNovosti, daß Putins Flugroute schon seit Beginn der Auseinandersetzungen nicht mehr über die Ukraine geht. Die genaue Flugroute haben sie natürlich nicht verraten.
    Und wie erklärt sich die Annäherung Erdogan-Putin, wenn er diese Aussage gemacht haben sollte? http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/26/gegen-den-dollar-erdogan-will-eine-allianz-mit-putin-schliessen/
    Für meine Begriffe beides (Zeitungs)Enten.

  • Ruth

    Wieso tut Putin NICHTS? Haben Sie seine Lateinamerika-Reise(-Tätigkeiten) nicht verfolgt? Den Ausstieg bei der Vernichtung der syrischen Giftgasbestände und den internat. Terrorbekämpfungsmaßnahmen? Seine beginnenden Sanktionen gegen Amis? Und wie schon oben-Annäherung Rußland-Tärkei? Das wird sowieso noch spannend, da Türkei ja bisher ein geschätzter Nato-Partner ist…

    • Jörg

      @Ruth
      Mein “Und Putin tut nichts” bezog sich auf die von mir angesprochenen Punkte.
      Im übrigen tut Putin natürlich genauso viel wie Merkel-Steinmeier, Cameron, Hoillande, Netanyahu. Und die tun ja ständig was. Merkel-Steinmeier betreibt z. B. die Auslieferung der BRD an die Brüsseler EU. Dies zum Zweck a) der Zerstörung des Nationalstaates und b) zur neoliberalen Zerstörung des Prinzips “Staat” an sich.
      Putin macht dasselbe mit Rußland. Logischer Weise allerdings nicht für die Brüsseler EU, sondern für die NWO (“New World Order”). Denn die NWO ist auf Ebene der UNO-Staaten nur dasselbe, was die EU für deren Mitgliedsstaaten ist.

      Was Putin-Medwedew hätten tun müssen, hatte ich schon mehrfach aufgeführt. Schon das tatenlose Zusehen als die US-Diktatur für Juschtschenko die “orangene Revolution” organisierte. Dann das tatenlose Zusehen als (mit viel Glück!) Janukowitsch Juschtschenko wieder verdrängt hatte und nun die US-Diktatur über Jahre(!) hinweg und mit viel, viel Geld die ‘Maidan-Revolution’ aufbaute. Das kann doch Putin nicht entgangen sein! Und wie steuerte er – vor seiner eigenen ‘Haustür’! – entgegne? Überhaupt nicht!

      Und jetzt eben das völlig impotente Reaktion auf die ungeheuerliche Hetze. Die von erheblichen Teilen der Bevölkerungen der Nato-Staaten (zu Recht) für völlig absurd gehaltende Hetzkampagne (https://pbs.twimg.com/media/BtitNrHCYAIO8Qd.jpg:large ) bietet doch echte Chancen, die Betreiber der Hetze dafür ‘zahlen’ zu lassen und die kontraproduktive Schwäche dieser Hetze gegen die Betreiber selbst zu wenden (Judo-Prinzip). Oben hatte ich schon ein paar Punkte aufgeführt, an die man denken könnte.

      Sanktionen: Ihr Vorschlag von Gegensanktionen (“Seine beginnenden Sanktionen gegen Amis“), Ruth, schadet doch wirtschaftlich und anders nur noch mehr. Wie vorzugehen wäre – und zwar damit, Sanktionen aufzuheben, hatte ich doch schon oben geschildert: Siehe http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/07/24/kommunisten-an-den-galgen/#comment-1506399686 .

      Zur “Annäherung” an die Türkei: Eine “Annäherung”, nach welcher der türkische Ministerpräsident sich nicht scheut, wegen eines minimalen wahltaktischen Vorteils die RF und Putin – wider besseren Wissens! – auf das Übelste zu verleumden ( http://german.ruvr.ru/2014_07_24/Erdo-an-Boeing-durch-Russland-abgeschossen-2779/ ) muß als gescheitert gelten. So wird man als Partner nicht ernst genommen.

      Übrigens: Wieso auch gerade eine Annäherung an die Türkei (während diese den alten Freund der RF, den Staat Syrien, plattmacht)? Da gibt es für die RF wichtigere Länder: VR China, Iran, Syrien, Irak, Afghanistan. Und wieso soll Putin gerade für “Annäherung” stehen (wenn es sich nicht gerade um die fruchtlosen Anbiederungsversuche bei Israel und den USA und deren Vasallen, z. B. BRD, handelt). Putins Politk zeigt sich doch nicht durch “Annäherung” aus, sondern stets durch das Abschneiden aller bisherigen ‘nahen Beziehungen’ aus: Die vormals guten Beziehungen zum Irak, zu Libyen, zu Syrien, zu Ägypten, (auch zu den Palästinensern) , zu Zypen wurden von Putin-Medwedew doch alle kaputt gemacht. Und neue Partner hat Rußland seit 20 Jahren nie gefunden. Sogar Serbien muß sich der EU anschließen (wenn die RF den leidenden Serben für die Jahrhundert-Flutkatastrophe Hilfe leistet, dann sicherlich nur auf dem Niveau der Hilfe für den angegriffenen Irak: Der erhält von Putin ein paar ein halbes Jahrhundert alte Düsenjäger aus den 1960er Jahren. Wie soll Nuri al-Maliki denn mit denen die von der ISIS eroberten Ölquellen und Regionen wiederholen?

      Putin tut immer nur das, was auch das US-Püppchen Merkel-Steinmeier getan hätte, wenn sie selbst Präsidentin der RF, statt der BRD, gewesen wäre. Auch eine RF-Präsidentin Merkel hätte eine Südamerika-Tour gemacht. Und bei ihr wäre genauso wenig dabei herausgekommen wie bei Putin. Eine echter strategischer Zug ist doch nicht zu erkennen!
      Argentinien und Brasilein werden vom US-Imperium derzeit gewaltig in die Mangel genommen. Was ist Putins Antwort darauf? ‘Schweigen im Walde’ – sonst nix!

      Der seit 20 Jahren laufenden ständigen Treibjagd gegen die RF (und ihrer ehemaligen ‘Freunde’) hat die Regierung Putin-Medwedew nie ein schlüssiges Konzept entgegengestellt. Nach 15 Jahren Treibjagt erschien dann Scholl-Latours “Russland im Zangengriff” – aber das ist auch schon wieder beinahe 10 Jahre her!

      • Spion Stirlitz

        Sie sprechen mir aus der Seele!
        Ich wundere mich auch über das ohrenbetäubende Schweigen gegen diese ungeheuerliche und mit geradezu fanatischem Eifer vorgetragenen Hetzkampagnen der USA und Ihrer Vasallen EU, zuvorderst natürlich wiedermal der “treue deutsche Soldat” mit seiner Hurenjournallie. Wobei Huren eigentlich dagegen ehrenhafte Personen sind, die eine echte Arbeit liefern, bei der es im besten Falle allen hilft (Geld gegen Dienstleistung).
        Genau wie Sie sagen, eine echte strategische Linie Putins sehe ich auch nicht, auch keinen echten Gegenschlag oder subversive Aktionen. Einfach nur peinlich leise, geradezu verstört und eingeschüchtert. Im Grunde sterben die Russen auf Raten. Und der Tod kommt dann so oder so. Wie Churchill sagte: Wer zwischen Krieg und Demütigung die Demütigung wählt, wird am Ende beides bekommen.
        Ich habe die Hoffnung aufgegeben. Lese nur noch sporadisch hier, weil es mich frustriert. Kommentiere ebenfalls nur noch spärrlich.
        Wiederholung die 10. te: Ohne eine gewaltige Gegenreaktion Russlands die am Ende alle verschreckt (sogar die Clowns auf dem Spiegelcover ;) ) wird es für das US-Empire kein Halten geben. Der Haifisch von der Wallstreet fühlt sich dadurch nur in der Vorgehensweise bestärkt. Der Preis für den Aggressor ist einfach zu niedrig, deshalb macht er es ja, weil er im Grunde damit rechnet das die Russen wieder nach 1-3 Jahren wie die UdSSR einfach wirtschaftlich in die Knie gehen werden. Und bei der Dynamik der US-geführten Eskalation dürften die Pentagon Planer sogar Recht behalten. Aus Angst sich zu wehren, lässt sich Putin “nicht provozieren”. Auf dem Schulhof nannte man das Feigheit! Am Ende musste der sich nicht provozieren lassende “klügere” aber Handy, Geld und Pausenbrot abliefern. Super! Dafür war dann halt aber immer schön Frieden, gell? Frieden ohne Gerechtigkeit und Fairness ist ein fauler Frieden.
        Entweder Russland beginnt das ganz große Kino mit allem was dazugehört (Generalmobilmachung, strategische Bomber in die Luft, Truppen an die Westgrenze…) oder Tod in Etappen nach bald einsetzenden Unruhen in Russland mit der jugoslawischen Methode. Dann besser die erstere Variante. Alle eingehalteten UN-Embargos gegen Iran, Syrien, N-Korea werden sofort ausgesetz und sofort geliefert was benötigt wird, als erstes Zeichen und “Gegensanktion”…
        Und zu guter Letzt ein Rat meineseits: Auf China brauchen wir nicht zu hoffen, die wollen nur spielen (Geld verdienen) der Rest interessiert die nicht. Im Zweifel wollen die doch lieber den Hegemon mit Billigzeug (Spielzeug, Elektromüll, …) beliefern, natürlich gegen die unersetzbaren und überlebenswichtigen grünen Papierschnipsel, klar. Die beten doch schon lange den blutigen grünen Baal an.
        Es ist heute der 21.06.1941 für Russland!
        Der heutige Aggressor dürfte erheblich besser vorbereitet sein als seinerzeit das OKW und der Gröfaz. Väterchen Frost hilft nicht noch einmal aus der Patsche. Ich würde mich nicht darauf verlassen.

        • ISKANDER1

          Auch ich habe diese Sicht und schon mehrfach hier geäußert.
          Möchte jedoch im Kontrast zu Jörg ergänzen, das “Russland” versus Putin gar nicht mehr handlungsfähig ist.
          Das hängt mit den im Forum richtigerweise mehrfach angesprochenen Gravitationskräften innerhalb der westlich infizierten Machteliten zusammenen.
          In Russland ist der Krieg ebenso im Gange, allerdings “noch” hinter den Kulissen der Macht.
          Welcher ernstzunehmender Großmachtführer lässt sich solch eine Blamage zu, wie Putins lautstarker Kehrtwendung zur: “Einmarschermächtigung”? (Die er sich mit viel Tam Tam “abnehmen” ließ.

          Das ist doch vielsagend.
          Der Völkermord in der Ostukraine ist im vollen Gange, der Eingriff Russlands überfällig. Wie du schon schriebst, nicht einmal auf diplomatisch – wirtschaftlicher Ebene wird zurück geschossen.
          In Syrien geht der Ostteil des Landes in großen Schritten verloren, mit ihm die Kraft des Landes, die Menschen dort äquivalent zu unterstützen wie es der Ami mit seinen Destabilisatoren rotzfrech tut – Fehlanzeige!
          Am südlichen Bauch Russlands bereitet der Ami schon die nächste Front. Es ist Krieg, nichts weniger.

          Aufwachen Russland.
          Putin ist kein Messias, er ist ein Mensch gefangen inmitten eines Sumpfes von Oligarchen.
          Aufwachen Russen.
          Ihr selbst müsst das Heft in die Hand nehmen, das könnt ihr doch.

        • Spion Stirlitz

          Werter Iskander 1, auch Ihre Beiträge gehen in die selbe Richtung wie mein Posting und das von Jörg.

          Viele hier schreiben, daß alles bestens geplant ist, wie sich Putin, Lawrow und Co. hier verhalten. Ich bin da skeptisch, denn im Resultat fehlt jegliche Initiative um andere Fronten aufzumachen. Der Gegner rückt jetzt mit der Ukraine auf 300 km an die Stadtgrenzen Moskaus heran. Was muss noch passieren um Alarmstufe Rot auszulösen? Aber alle meinen, die Politik der “ruhigen Hand” wie G. Schröder seinerzeit sprach, wäre ein probates Rezept. Das Resultat sieht eher dramatisch aus denke ich. Alle potentiellen Allierten sind längst schon beim Imperium unter dem Stiefel oder kurz davor. Die politische Landkarte von 1990 im Vergleich zu 2014 zeigt doch die Dramatik der Lage. Was reden hier alle von …”Putin machts richtig”, ….”Russland wartet”, …worauf wartet Russland? Das bald Georgien auch noch in der NATO ist? Worauf? Ich wiederhole es 1000 x – Feigheit!! Die Russen haben einen Ami-Komplex und die Hosen gestrichen voll. Das ist die bittere Wahrheit.

          BTW, was läuft eigentlich in Syrien? Hier hört man nix mehr.

        • Walter Mandl

          Mein geschätzter Freund Stirlitz, schön dich wieder zu hören! Du sprichst mit der unerschrockenen Seele eines durch und durch erprobten Frontkommandeurs. Das gefällt mir an dir. Und wenn ich jemals im “Felde” stehen sollt’, werden deine Vorstellungen mich begleiten. Aber noch ist es (zum Glück!) nicht soweit. Putin kann und darf nicht agieren wie ein im Felde stehender Militarist. Seine Rolle in dem ganzen Spektakel der gegenseitigen Abtastung muss sein, zuerst den Krieg zu verhindern jedoch gleichzeitig eine maximale Vorbereitung für den Ernstfall zu sichern. Diese Optionen haben seine Kontrahenten nicht. Sie brauchen den Krieg, die große Auseinandersetzung, in der sie hoffen, ihre Schuldtitel verbrennen zu können. Und gab es da nicht eine vergleichbare Situation nach der großen Depression Ende der Zwanzigerjahre? Ich denke schon. Und wer bereits zweimal mit dieser Defensiv-Strategie der aktiven Vorbereitung Katastrophen “überstand” hat allen Grund, daran fest zu halten. Ich kann nicht beurteilen, welche Auswirkungen die Sanktionen konkret auf die RF haben oder in welchem Kraftverhältnis sich die RF gegenüber ihrer Kontrahenten befindet. Mein Eindruck zu den Kontrahenten der RF ist jedoch der, dass sie nicht an Kraft gewinnen sondern im Gegenteil, mit Fortdauer der Konfrontation an “Geschlossenheit” und wirtschaftlicher Power verlieren. Das Schwert wird gezogen, wenn der Gegner es erfordert. Bis zu diesem Moment wird mit den “Partnern” gesprochen, auch wenn es nicht auf allseitiges Verständnis stößt. LG

        • Spion Stirlitz

          Lieber Freund Walter, danke für Deine Worte. Allerdings sehe ich mich nicht in der Rolle eines erprobten Frontkommandeurs. Gott sei Dank ist so etwas uns allen hier bisher erspart geblieben. Ob ich ein unerschrockener Frontkommandeur wäre? Keine Ahnung, vielleicht schon. Wir wissen so etwas nur wenn es soweit ist. Wo Du aber sicher richtig liegst ist meine Einstellung, die ich in allen Lebenbereichen so handhabe. Keine faulen Kompromisse. Eine offene Konfrontation ist mir 1000 mal lieber als ein fauler Frieden zu meinen Lasten. Dann wähle ich den Kampf. Immer! Der hier angesprochene große Krieg soll nicht von Russland begonnen werden, aber die jetzige Passivität provoziert diesen geradezu herauf, da das Stillhalten Putins als Duldsamkeit und Furcht von den Planern des Dollar-Imperiums interpretiert wird. Auch wenn hier viele gegen Jörg poltern und er in einigen Punkten emotional reagiert (wir hier ja teilweise auch) unrecht hat er nicht. Wo sind denn bitteschön die die nicht militärischen Antworten Russlands? Wieso hält sich Russland an internationale Abkommen (UN-Sanktionen gegen ehemalige Verbündete und potentielle Partner z.B.) wenn die “internationale Staatengemeinschaft” – (Neusprech für die versammelte internationale Finanzplutokratie) sich selbst an eigene Regeln nicht hält? Appeasement von Lawrow und Putin wird nicht helfen!! Der Krieg wird kommen, weil das US-Geschäftsmodell so funktioniert. Die Demütigung zu akzeptieren wird nicht zum Frieden führen – sondern nur zur Einladung den Krieg immer weiter fortzuführen. Die Vampire der Wallstreet verstehen das als Schwäche.
          LG

      • S. Matt (triangolum)

        Russland wusste schon vor den Handlungen im Februar was kommen könnte. Viele wussten schon Monate oder auch Jahre, siehe dazu Romane aus der Ukraine und Russland, das es einen Konflikt geben wird. Auch ein Beispiel welche Truppen auf der Krim wie handelten und besonders wie nicht.

        Noch will der Westen keinen Krieg. Noch geht es um Reihen und Feld schließen und Abstecken.

        Ich bin sicher das MH17 in Europa noch öfter inszeniert wird um das dumme Volk auf Linie zu bekommen und die System Kritiker zum Schweigen zu bringen oder zu isolieren. Dieser Kampf ist noch offen. Siehe ARD, Spiegel Reaktionen.

        Macht Putin das was der Westen ja will, eine Intervention, ist er der Böse und dann auch Schwarz auf Weiß nach dem Denken unserer Politiker und Medien.

        Er versucht wie jedes Jahr seit 1999 Zeit zu gewinnen. Zeit um den Tag X hinaus zu zögern. Und der Tag wird kommen. Putin wird an einem bestimmten Punkt nicht mehr die Wölfe zurück halten können. Wenn er weiter versucht es auf seine Art zu lösen läuft er Gefahr selbst zu fallen. Entweder durch einen Putsch gesteuert von Außen ala der Versuch in Syrien oder durch einen Putsch im inneren wo radikale dann übernehmen.

        Natürlich ist es manchmal unbegreiflich warum Russland nun nicht Syrien voll pumpt mit Waffen und Militärberatern. Ja, warum es kein Militärbündnis Versuch gibt mit dem Iran. Mal davon abgesehen das der Iran das kaum machen wird so muss Russland doch die Annäherung an die USA verhindern welche gerade mit der korrupten neuen iranischen Regierung versucht wird.

        Ich bin auch sicher das in Syrien und dem Iran bald Veränderungen in Russlands Wirken hier passieren wird. Das muss einfach passieren.
        Russland brauch eine stabile sichere Süd Achse. Zur Not mit einer Öl und Gas Verbindung zu den Häfen des Irans und anderem.

        Und natürlich ist auch in der Ost-Ukraine ein Handeln von Russland zu spüren. Nur ganz vorsichtig damit nicht zusätzlich der russische Bär bezichtigt werden kann. Ob das jedoch noch so auf Sparflamme weiter gehen kann? Ich bezweifle es. Und der Machthaber in Minsk sollte es auch. Er wäre danach dran!

        Vor einigen Monaten hätte der damalige legitime Präsident der Ukraine zum Banner rufen können. Er hätte die Armee aufrufen können in den Osten des Landes überzulaufen welchen Macht seiner Befugnisse die wirkliche Ukraine vertreten hätte. Da hätte selbst Russland noch legale Wege dann für offen Unterstützung finden können. Aber ob da der Medwedew seine Finger drin hatte das dies nicht passierte?

        Was uns zum letzten Punkt bringt. Das säubern der eigenen Reihen in Moskau. Auch hier wird der Tag kommen wo Putin sich Entscheiden muss und einen Flügel wirklich kalt stellen muss. Jene welche sich dem Westen ergeben wollen oder es zumindest softer sagen…

        Auch dieser Tag naht schon gewaltig.

        Putin ist ein fähiger Mann des Geheimdienstes. Aber ist er auch ein Mann der wirklich die Entscheidungen treffen wird welche da auch schon mal in Teilen Stalins gleich kommen? Wird er sich einem Flügel entledigen?

        Und hat er dafür überhaupt die Macht? Die Unterstützung?
        Das Land ist sehr sehr groß. Er müsste Sorge tragen das im ganzen Land er seine Entscheidung dann durchziehen kann ohne das einer die Tür aufmacht wie damals den Mongolen nach Peking.

        Moskau wird wissen das es erdrückt und zerstört werden soll. Es gibt genug Niederschriften und Handlungen die das Aufzeigen. Es muss handeln und es wird handeln.

        Und unsere Politiker, unsere Medien werden weiter so agieren und noch schlimmer. Ich hätte nie gedacht das ich das mal wirklich so Live erlebe das 90& aller Bürger sehen können wie gelogen und gestohlen wird. Unfassbar und die machen auch noch weiter und sagen das wäre alles rechtens und demokratisch.

        Der Schwarze Kanal hatte damals wirklich Recht. Zumindest heute hätte er es und es ist noch viel schlimmer.

        • Dike

          Es hat doch bei der Krim wunderbar funktioniert. Zack war die Krim im Sack. Es sei denn, die Abmachung war, Ihr bekommt die Krim, wir empören uns für ein Weilchen, aber dann müsst Ihr unsere Faschisten Junta in Kiew anerkennen. Wenn das so war, dann ist auch Russland in eine Falle getappt, oder die Krim war erst einmal wichtiger und um das Problem Ukraine wollte man sich in Russland später kümmern. Immer ein Schritt nach dem anderen. Aber wurde hier nicht auch von Schach gesprochen? Muss man da nicht mehrere Schritte voraus denken? Ich kann nur hoffen, dass Russland das tut. Ich war sehr lange immer der Meinung, dass Russland alles richtig macht. Aber wie Spion, Walter, Iskander und andere hier (die ehrlich und mit viel Herzblut und Leidenschaft schreiben) finde ich die russische appeasement Politik (dieses unerträglich freundliche Entgegenkommen) immer mehr verheerend, auch wenn die Vorsicht Russlands natürlich auch ein gewisses Mass an Verantwortungsbewusstsein zeigt, dass Russland die Menschheit nicht in einen neuen Krieg treiben möchte. Diese Politik hat aber leider auch im Nahen Osten zu Fehlern geführt, die schwer wieder gutzumachen sind. Die Palästinensische Autonomiebehörde macht seit 20 Jahren alle möglichen Zugeständnisse an Israel, die zu gar nichts geführt haben. In der Zwischenzeit hätte alles getan werden müssen, die Spaltung der Palästinenser aufzuheben. Syrien hat leider in der Vergangenheit auch diesen Fehler begangen und geglaubt, zu den USA und Türkei gut Beziehungen aufbauen zu können. Es hat sich ja leider herausgestellt, dass alles nur Theater war und Syrien in die Falle getappt war. So ein Fehler darf nur einmal passieren. Wie oft muss man auf die Nase fallen, bis man begreift, dass man USA, Nato, EU nicht trauen kann? Die verstehen nur die Sprache des Stärkeren, nur wenn es ihnen auch wehtut, sind sie zu Kompromissen bereit. Leider werden die pro russischen Medien nicht gehört und die Bevölkerungen im Westen sind hirngewaschen und hören nur die üblichen anti russischen Schlagzeilen. Deshalb ist eine aggressivere Gangart bei Pressekonferenzen, in der UN und bei allen offiziellen Gelegenheiten angebracht. Es ist die Verzweiflung die viele von uns hier antreibt. Die Verzweiflung, dass so viele Menschen in Europa glauben, dass der Krieg in der Ukraine oder in Gaza weit weg ist und sie nicht betreffen wird, nicht ahnend, dass all dies Auswirkungen auf ihr Leben haben wird und möglicherweise das Ende bedeuten kann.

        • Reisender

          Es gibt als Regierung eines Staates, sehr vereinfacht, doch immer drei Richtungen, auf welche man schauen muss. Was machen die anderen Staaten, was die andere politische Akteure und wie geht es um die eigene Bevölkerung. Jegliche Außenpolitik muss doch von der eigenen Bevölkerung mitgetragen werden. Es wird eine Politik der gleichen Standards gefordert. Dann muss diese auch selbst gelebt werden. Die Behandlung von Seperatisten im Ausland und im eigenen Land muss doch nach den gleichen Maßstäben getragen sein. Dann sind Handelskriege immer ein zweischneidiges Schwert. Sie schaden dem anderen, jedoch auch sich selbst. Der Gasmarkt z. B. kann nur einmal aufgeteilt werden. Falls jetzt die RF sich hier zurück zieht sind sie draußen. Die Pipelines nach China müssen erst (aus-)gebaut werden. Sicherlich ist die RF technisch in der Lage alles alleine zu bauen. Bzw. aus anderen BRICS-Staaten zu beziehen. Doch die Kapazitäten müssen erst aufgebaut werden. Das dauert alles seine Zeit. Es bedarf die Ausbildung der Menschen wie der Aufbau der Industrien. Im Bereich der Elektronik wird das recht viel Zeit brauchen. RF möchte halt nicht wie Cuba enden. Da würde die eigene Bevölkerung wohl nicht mitspielen. Ein Krimszenario ist nicht so einfach wiederholbar in den endlosen Steppen der Ukraine. Die grüne Grenze funktioniert einfach in beide Richtungen. Die Ostukraine soll ja nicht ein zweites Afghanistan für die RF werden.

      • Jones Bones

        luuuuuuuuuuuuuulz! :D
        RUSSLAND, nein, schlimmer noch: PUTIN, PUTIIIIN!!! ist schuld an der argentinischen Staatspleite, weil Russland, entschuldigung, PUTIIIIIIIIIN!!!!! auf deren Erpressung nicht eingeht. Das ist ein geistiger Höhepunkt der Jörglogik.

        Dass es argentinische Banken gibt, die das auch selbst machen können, ist dir nicht bekannt?
        Dass ebendiese Geldinstitute es auch versucht haben, aber die amerikanischen Hedgefonds dieses Angebot partout abgelehnt haben, auch nicht?

        Aber nehmen wir mal einfach die Logik weiter.
        Ich könnte jetzt schon in meinem Lamborghini rumfahren, aber PUTIN lässt das Geld nicht locker! PUTIN ist außerdem für jedes getötete Entführungsopfer verantwortlich, wenn der Mord Folge einer nicht bezahlten Erpressung war. Denn Putin, PUTIIIN (!) hätte ja für die zahlen können!
        Das Monster “Putin-Medvedev” ist auch schuld daran dass der Welthunger noch nicht vorbei ist, und dass 50 Millionen Amerikaner unterhalb der Armutsgrenze leben!

        Putin-Medvedev, was bist du nur für ein Monster!

        Muss ich dich darüber aufklären was der Juschtschenko in seiner Heimat für ein Ansehen hat? Dass er stattdessen ein Held oder aber ein Märtyrer für die Nazis geworden wäre, hätte das Doppelkopf-Monster Putin-Medvedev zugeschlagen, dafür fehlt es dir auch an Synapsen?

        Putin-Medvedev, so ein Monster ey. Wir ham’s kapiert. Kannst du jetzt das Spammen einstellen und was anderes erzählen oder einfach still sein?

  • Jones Bones

    Tja Jörg,
    schade dass die Welt von Amateuren regiert wird, die von ihrem Job, den sie mit dutzenden und hunderten Beratern über Jahre machen, keine Ahnung haben und nicht von Leuten wie dir die wissen wie einfach der doch eigentlich ist, ohne (wie ich vermute) jemals im Leben eine Führungsposition innegehabt zu haben.

    • annon

      Mal den Teufel nicht an die Wand! Wäre der Weise Jörg am Ruder dann wären wir schon längst im atomaren Winter. Vielleicht ist es ja das was er will, nur so kann er die NWO ausmerzen…

  • Ruth

    Novorosinform.org: Der Sekretär der
    Grundorganisation der KPU im Dorf Glinki (Donezker Gebiet) und
    stellvertretender Gemeinderat Wjatscheslaw Michailowitsch Kovshun wurde
    an einer Straßensperre von der Nationalgarde zu Tode gefoltert. Die
    Telefonverbindung zu ihm brach in der Nacht zum 22. Juli ab. Gestern
    wurde seine verstümmelte Leiche gefunden, Wjatscheslaw Michailowitsch
    hatte wiederholt Drohungen erhalten, jedoch nicht geglaubt, dass er für
    seine Überzeugungen ermordet werden könnte. Ihn zeichneten nicht nur der
    Glaube und die Hingabe an die kommunistischen Ideale aus, sondern auch
    eine aktive Lebenshaltung und hohe menschliche Qualitäten. Er genoss
    großen Respekt unter seinen Genossen und den Dorfbewohnern, die ihm im
    Gemeinderat vertrauten. Das Donezker Regionalkomitee der KPU drückt den
    Angehörigen des Toten, der Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, tiefstes
    Mitgefühl aus und fordert die Strafverfolgungsbehörden auf, ein
    Strafverfahren gegen die Mörder einzuleiten, denn niemand von ihnen
    wurde bisher zur Verantwortung gezogen.
    Quelle: http://alternativepresseschau.wordpress.com/ v. 24.Juli 2014

  • annon

    Der selbe Strelkow selbst beklagt sich über zu wenige Freiwille für den Kampf aus der Ostukraine. Von 7 Millionen Einwohnern gibt es gerade mal 5 tausend freiwillige. Strelkow sagte wenn es wenigsten 15 tausend währen dann könnten sie den Kampf ohne weitere gegen die Junta aufnehmen. Ich verstehe nicht warum die Russen nun diese Lücke von 15 tausend füllen sollen…

  • habkind

    Genau richtig, Annon. Auch wenn einem die Ruhe Russlands manchmal gegen den Strich geht, so macht es genau die richtigen Schritte.
    Auch Kohl saß alle Anschuldigungen aus – ohne Medien zu beanspruchen oder Drohungen auszusprechen.
    Russland ist militärisch noch nicht in der Lage, einen offenen Krieg gegen den Westen zu führen, wenn es nicht sicher ist, dass seine Alliierten ihm zur Seite stehen werden oder können. Und jedes mal mit der Atombombe zu drohen, ist sehr gefährlich – die USA würden glatt eine befreundete Nation opfern.

  • Ruth

    Große Bitte an alle Foristen und Mitlesenden hier: den folgenden Link bitte weit verbreiten.
    “Amerikaner wollen Fracking in der Ost-Ukraine unter ihre Kontrolle bringen”
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/28/amerikaner-wollen-fracking-in-der-ost-ukraine-unter-ihre-kontrolle-bringen/comment-page-1/#comments

  • annon

    Damit das allen nach dem letzten ISIS Invasion wieder flöten geht… ich denke die UdSSR hatte schon viel zu viel in den Sand gesetzt…

  • berlinathen

    Lieber annon: Sie schreiben “Wenn aber der Russe angreift dann ist wie immer der Russe an allem schuld”. Leben Sie in Deutschland und lesen Sie Zeitung, gucken fern, dann ist es schwer vorstellbar, dass Sie nicht mitbekommen haben, dass der Russe an allem schuld ist. Und weil es so ist, dass der Russe mehr als schuld an allem ist, bleibt diesem Russen nichts anders übrig, will er wirklich überleben, so zu agieren, wie Spion Stirlitz weiter oben geschrieben hat

    • Spion Stirlitz

      Werter berlinathen (..auf Wiedersehen? ;)), dem ist nichts hinzuzufügen. “Der Russe” wie man hier zu sagen pflegt, kann sich nicht gefällig verhalten, egal was er macht. Daher ist das alles vertane, wertvolle Zeit. Nur Härte und nochmals Härte gegen alle Maßnahmen des Westens. Militärisch, wirtschaftlich, politisch. Unter der Führung eines Stalin hätte sich das heutige West-Theater keiner mit Russland erlaubt. Da wüsste man gleich – Ruck-Zuck, Fresse dick! Mit der schwulen Appeasement- und Ost-West-Partner-Scheiße lädt man die Raubritter aus trans-Atlantis geradezu ein. Noch können die Russen den kompletten Laden abfackeln – wenn es sein muss, müssen die Start-Silos der ICMBs eben den Deckel aufmachen. Das wird man hier verstehen, ganz sicher. Da braucht man kein russisch sprechen können. Russland wird erst dann in Ruhe gelassen, wenn es aufhört zu existieren. Mal etwas einfach formuliert.
      Da wir ohnehin alle sterben müssen, frage ich mich, ob wir ein Leben als Sklave der NWO zur Mehrwertgenerierung der Plutokraten einem ehrenhaften Kampf und wenn es sein muss bis zum Tod vorziehen wollen. Ehrenhafter Tod ist besser als ein unehrenhaftes Leben.
      “Wer die Demütigung dem Krieg vorzieht, wird am Ende beides bekommen” – W. Churchill
      Worauf warten die Russen noch? Das der Westen sie plötzlich wieder lieb hat? Der slawische Untermensch hat gefälligst von diesem Planeten zu verschwinden, oder höchstens als Zirkusattraktion ein Dhimmi dasein zu fristen. Das ist die subcorticale Denkweise der “westlichen Wertegemeinschaft”. Machen wir uns nichts vor.

  • Walter Mandl

    Kein Mensch mit normalem Verstand ist für einen Krieg. Krieg ist ein Geschäftsfeld für all jene, die davon profitieren. Also üblicherweise Leuten aus den Bereichen Hochfinanz, Militärindustrie und deren Puppen in der Politik. Davon habe ich hier im Blog noch keine Abkömmlinge getroffen. Aber auch Anhänger einer vermeintlich “guten Seite” (Putin) kommen zum Schluss, dass eine große Auseinandersetzung vermieden werden könnte, wenn bestimmte Reaktionen im Vorfeld der großen Auseinandersetzung zumindest in jenem Maße erfolgen würden, die einen potentiellen Aggressor davon zurückschrecken lassen.
    Ein solcher Aktion-Reaktions-Mechanismus funktioniert tatsächlich im realen Leben!
    Aber nur zwischen Individuen und auch nur solange, als die Beteiligten infolge zu erwartender Gegenreaktionen Auswirkungen auf die eigene Gesundheit zu fürchten haben.
    Kriegsparteien, und ich spreche hier von jenen (elitären) Gruppen, die den Angriff oder die Verteidigung (nicht nur militärisch) planen und organisieren, interagieren nicht nach dem Verhaltensmuster von sich gegenüberstehenden Kontrahenten auf der Gasse! Aus dem einfachen Grund, weil sie in der Regel niemals um ihre reale Existenz fürchten müssen. Wer also meint, einen großen Krieg durch einen beherzten kleinen Krieg im Vorfeld der großen Auseinandersetzung vermeiden zu können, könnte einem folgenschweren Irrtum unterliegen.
    Gewollte Kriege können nur gewonnen oder verloren aber nicht wirklich vermieden werden! Für eine nachhaltige Vermeidung gewollter “Auseinandersetzungen” sind die internationalen Mechanismen (UN) absolut ungeeignet. Die große Auseinandersetzung der sich rivalisierenden (elitären) Gruppen ist doch längst im vollem Gange. Die Intention der Kontrahenten ist daher, die jeweilige “Gegnerschaft” – vor dem unausweichlichen Finalkampf (das ist immer die letzte Runde) – möglichst zu schwächen.
    Der gesellschaftlich-mediale Wagon “Vernunft und Einsicht” mit dem Hauptmenü “Frieden-Sicherheit-Ausgleich” hat den Bahnhof längst verlassen. Vielleicht stand er irgendwann um 1945 herum tatsächlich bereit zum Besteigen. Was uns nun auffällt, ist nur die erhöhte Geschwindigkeit mit der dieses Wägelchen in Richtung Prellbock “geschoben” wird. Wäre es ein Boxkampf zwischen Schwergewichtlern, befänden wir uns in der Betrachtung wahrscheinlich um der zehnten Runde. Im Boxkampf gibt es verschiedenste Kampfstile, von brachial bis möglichst elastisch. Ich sehe mehrere Kämpfer die den brachialen Stil vermehrt bemühen (müssen?) und zwei auffallende, die mit ihrer Elastizität zwar keine aufsehenerregenden KO-Siege feiern jedoch m.o.w. bei guter Vitalität die Brachialfraktionisten ordentlich zum Schwitzen gebracht haben. Und anders als im Boxsport üblich, sehe ich keine Ringrichter und auch kein Reglement, das die Kampfrunden limitieren würde. Die Regel hier lautet ganz einfach, “Kampf bis zur letzten Runde”! Aus dieser Perspektive erscheinen mir meine “Favoriten” zwar immer gefährdet aber keinesfalls aussichtslos. In diesem Sinne wünsch ich den Verzagten im Glauben an eine “bessere Welt” doch ein wenig Hoffnung und Zuversicht.

  • urkeramik

    @apxwn:disqus: es verschwinden immer mal wieder Kommentare im irgendwo/nirgendwo. Gibt es irgendwelche Wörter, die man nicht benutzen sollte oder woran liegt das?

  • soja kosmos

    Ich halte das für eine Ente: Stimme Russlands meldet, dass der ukrainische Pilot der SU25, der MH17 abgeschossen haben soll, das gegenüber einer Seite “Wahrheit für Deutschland” “zugegeben” haben soll, natürlich ohne seinen Namen zu nennen.
    Der Link zur Seite funktioniert nicht, auf die Schnelle hab ich zwei Seiten gleichen Namens gefunden, auf keiner jedoch die Meldung und ich hab auch keine Zeit, mich mit den Seiten zu beschäftigen.
    Ich nehme an, die Meldung dient nur dazu, dem Lügensalat des Westens eine anders geartete Zutat beizumengen, um alles unglaubwürdig zu machen.
    http://german.ruvr.ru/news/2014_07_29/Ukrainischer-Pilot-der-Su-25-behauptet-die-Boeing-abgeschossen-zu-haben-5917/

    • urkeramik

      bei mir geht der Link. Allerdings gibt es keine Quelle für das angebliche Pilotengeständnis. Und der Schreiber schein entweder leicht verwirrt oder ein verkappter Satiriker zu sein: “Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Demokratie leben wollen, mit Meinungsfreiheit, Vielfalt und Kreativität oder in einer Diktatur, wo uns die Enge der Fakten zu erdrosseln droht!” ( http://wahrheitfuerdeutschland.de/?p=3622)

      • soko

        Danke! Hab den Beitrag mal überflogen – gequirlter Unsinn… Dass ist Stimme Ru sicher auch klar, RIAN hat die “Meldung” bis jetzt nicht gebracht. Stimme RU macht sich hier wohl einen “Spaß”, um den Lügensalat bunter zu machen …

  • Höhlenbewohner

    Walter, Iskander, Spion, etc.

    Welches Grundproblem wird hier generell auch in der Friedensmahnwachen-Truther-Szene nicht erkannt oder ausgeblendet? Das Ding an sich hat den Namen Politik, so blöd wie das klingt.
    Wir fragen nach den Fakten, nach der Wahrheit, nach Kriegsgründen, analysieren, recherchieren,… aber das Politische an sich wird ausgeklammert: Wie funktioiniert Außenpolitik? Wer sind die Akteure, auf welchen Rechtsgrundlagen -oder evtl. ohne Berücksichtigung von Grund- und Menschenrechten- wird gehandelt?

    Fakt ist jedenfalls:
    Das System der Außenpolitik in Theorie und Praxis kommt bisher ohne die Zustimmung und Beteiligung der Staatsbürger aus.

    Kein Bürger kann eine wahrheitsgemäße Information über die Handlungsweisen und weltweiten Aktivitätten des Außwärtigen Amtes und verschiedener Stiftungen wie (Bertelsmann) einklagen oder einfordern. Haben die Bürger der BRD ein Recht darauf zu erfahren, wie Außenpolitik in Praxis passiert und wer mit wem was wie lange vorher vorbereitet, aushandelt, welche Akteure noch einbezogen sind, usw. usf. …All das ist dem Bürger, also uns allen, vorenthalten, verschwiegen. Über die wirklichen Absichten und Motivationen der Akteure wird nirgendwo informiert und der Bürger hat keinen Rechtsanspruch auf dieses Wissen und auf die Wirklichkeit hinter der Fassade.

    Ein Abgrundtiefes Schwarzes LOCH in der realexistierenden parlamentarischen Demokratie wie auch eine Fehlstelle in der Demokratie- und Staatstheorie.

    Wir brauchen hier gar nicht weiter spekulieren und hypothetisieren. Professionelle Auswerter in den Geheimdiensten und bei diversen Zuarbeitern haben heute Zugriff auf die Sozialprofile und verhaltenspsychologische Muster und Gewohnheiten der Mediennutzer wie wir es uns nicht vorstellen können. Auch das ist Politik. Ein bestimmte Vorstellung, ein Konzept von Gesellschaft wird von gesellschaftlichen Kräften (die wir nicht kennen) angestrebt, mittels bestimmter Herrschaftstechniken der Bewusstseins- und Verhaltenssteuerung umgesetzt, d.h. realisiert.

    Diese real existierende Hintergrund-Politik mit allgemein menschliche Formen und Ausdrucksweisen zu begegnen, wird die Aufgabe der Zukunft bleiben.

    Denn Fakt ist: Alles was nicht rein persönlich oder familiär ist, ist Politik. jeder Gedanke und jeder Fuß vor die Haustür, der mit öffentlichen allgemeinen Belangen konfrontiert wird, bewegt sich im Politischen Raum.

    • Walter Mandl

      Demokratie im schulmäßigem Verständnis gibt es (leider) in keinem Staat der EU und schon gar nicht in den VSA. Demokratische Strukturen die diesen Begriff verdienen höchstens auf der Kommunal- bzw. Landesebene. Allerdings haben die auf diesen Ebenen agierenden Politiker mehrheitlich Verwaltungsaufgaben. Sobald es ums Eingemachte wie Finanzen, Sicherheit, Wirtschaft usw. geht, gibt es nur mehr Macht- und Klientelpolitik und “die” kann es sich nicht leisten, vom bestimmenden zum ausführenden Organ des Volkes zu werden. Ich mach mir da seit geraumer Zeit keine Illusionen mehr.

  • Ruth

    Die nächste Ami-Kiew-Lüge wurde widerlegt(angebliche Strelkow-Aussagen in soz. Netzwerken)
    http://einseitigemedien.wordpress.com/2014/07/29/mh17-widerlegt-der-ominose-post-von-stelkov-eine-analyse/

  • Ruth

    Frauen in der Ukraine verbrennen Einberufungsbefehle im Zuge der Generalmobilmachung

    • War eine starke Aktion, weiß wer wo das genau war?

  • Dem US Kongress liegt ein Gesetzesentwurf vor, wonach der Ukraine der Status eines “Hauptalliierten” einräumen soll. Was der Ukraine den “Rang” eines Nato-Alliierten ohne Beitritt zur Organisation einräumen würde. Ähnliche wurde wohl auch mit Moldawien veranstaltet.

  • Mathew Miller

    Wie schon öfter sind unsere Meinungen weit auseinander und dennoch am Zielpunkt dicht beieinander.
    Gegen demokratische Wahlen habe ich nie was einzuwenden.
    Die Ergebnisse sind dann mehr oder weniger das Abbild dessen was die noch an Politik und Politiker im allgemeinen glaubenden Menschen dieses Landes als Konsens akzeptieren.
    So sollte es bestenfalls sein.
    Mehr oder weniger bezieht sich dabei aber nicht auf mehr oder weniger Regionen oder Menschen eines als einheitlich interpretierten Landes.
    Die Führung die den Anspruch erhebt über alle Menschen eines Landes regieren zu wollen muss auch sicherstellen das alle Regionen und Menschen diese Landes an der Wahl teilnehmen und frei ihren Willen äußern können.
    Das war in der Ukraine das letzte mal der Fall als Janukowitsch zum Präsidenten gewählt wurde.
    In allen Regionen konnten alle Menschen darüber abstimmen.
    Genau so wie sie vorher Juschenko in dieses Amt wählten.
    Fakt.
    Genau so wie das Parlament durch Mehrheiten zusammensetzte welche vorher in den Regionen von den jeweiligen Einwohnern gewählt waren.

    • Nobilitatis

      Ich wiederhole mich, wenn ich darauf verweise, dass auch ich familiäre Beziehungen zu Rußland hatte. Putin erschien mir im Vergleich zu vorher ein Segen für das Land.
      Das Problem der Wahlen ist (neben zusätzlichen Problemen mit undemokratischen Tendenzen) der geringe Grad an Aufklärung. Und das ist durchaus ein gravierendes Problem auch in “unseren” “entwickelten” Ländern. Dieses Problem scheint sich zunehmend zu verschärfen. Es gibt zunehmend nur noch Kampagnenjournalismus, die Rezipienten werden immer öfter belogen. Da kann man dann in Wahlen tendenziell auch keine vernünftige Entscheidung mehr treffen. Aber es ist kein Alleinstellungsmerkmal der “westlichen” Medien. Und hier ecke ich mit dieser Einschätzung bei der Masse der Kommentatoren hier an. Da wird einfach der westlichen Agenda die russische entgegengesetzt. Die Wahrheit ist dann das Opfer beider Seiten.

  • ISKANDER1

    Vergiß das Märchen von “ordentlichen Gerichten”, “Demokratie” etc. in dem Konstrukt B.R.D.
    Es gibt ne Menge Traumtänzer die ihr Geld regelrecht naiv verklagen um beim Richter Wolf den Hühnerdieb Fuchs anzukreiden. Dieses System ist einfach nur noch kriminell.
    Wer das verändern will, darf die obskuren Spielregeln nur noch ignorieren (siehe Mütter von Kiev) und auf die Strasse gehen.
    Ich kann nur davor warnen, sich im Palaver zu erschöpfen.
    Gewaltfreier Widerstand und ziviler Ungehorsam tuen not – auch und gerade hier im beschaulichen Westen. Es gibt Tausend Möglichkeiten um mit Nadelstichen seinen Beitrag zu bringen.
    Diesem System die Energie – sprich das Geld + Schöpferkraft zu entziehen, ist hochprobat. Und legitim.

  • ISKANDER1

    annon- keiner steht hier “für” Krieg. Geh tiefer in die Materie und die Psychogramme der Blogger. Die, welche Krieg wollen, findest du im Kanzleramt, im Spiegel, bei der Zeit, im Weißen Haus und überall dort wo Geld der Gott ist.
    Wenn wir – oder einige – hier Reaktionen Russlands anmahnen, ist genau dies Friedenssicherung. Einen aufgezwungenen Krieg von einem tollwütigen Hund zu verhindern kann man nämlich nur durch Augenhöhe.
    Das ist im kleinen Leben nicht anders wie in der großen Politik.
    Nur wer klare Grenzen setzt darf auf Respekt hoffen.
    Russland versäumt dies zunehmend.
    Wenn dein Nachbar annon, Steine auf deinen Hund im Hof wirft, wirst du ihn dann zu verstehen suchen – oder ihn auffordern das zu unterlassen?
    Und wenn er weiter wirft?
    Dann hat er im Gespür das du nicht ernst zu nehmen bist.
    So einfach ist der Homo sapiens gestrickt, blöd wie Atze wenn es um Zukunft und geistige Dinge geht aber munter im Gespür was er sich wo intutiv leisten kann.

  • soja kosmos

    Interview mit einem Kommandeur der Selbstverteidigung. Neben anderem ein deutlicher Hinweis auf die Tätigkeit der OSZE-”Beobachter” in der Ostukraine. Wo sie aufgetaucht waren, wurden die Selbstverteidiger hinterher beschossen – bei Wiederbegegnungen mit den Ausgespähten wunderten sich die OSZE-Beobachter, dass diese noch leben(!). Kann mich an ein Interview mit W. Wimmer erinnern, der auch deutlich sagte (nicht im Zusammenhang mit der Ukraine), dass die Beobachter der OSZE Spionage betreiben. Gut, das wieder einmal so deutlich bestätigt zu bekommen.
    http://donbassfront.livejournal.com/6741.html

  • Kiews 3. Mobilmachung “mobilisiert” ein weiteres Regiment der Mütter!

  • Jones Bones

    Dir sollte klar sein, dass Amerika um diesen Kinnhaken, der nicht einmal gegen sie direkt gerichtet wäre sondern gegen die Ukraine, geradezu bettelt.
    Der Vergleich zu 1979 ist überdeutlich.

  • soja kosmos

    180 (weitere?) amerikanische Militärberater sollen kürzlich in der Ukraine eingetroffen sein, zehn davon wurden inzwischen in der Ostukraine getötet. General Randy Kee (Leiter der Antiterror-Operation) soll verletzt worden sein. Man spricht inzwischen vom Partisanenkrieg – darauf wird es wohl in Zukunft hinauslaufen.

    http://donbassfront.livejournal.com/7451.html

  • kaumi

    Ich weiß gerade nicht, wie es dazu kommt, aber mich beschleicht ein sehr unruhiges Gefühl gepaart mit informellen Quereinschüßen, dass es in Europa tatsächlich zum Supergau, sprich einem ausgedehnterem Krieg, kommen wird.

    Das Yukos-Urteil scheinen die Russen eher gleichgültig registriert zu haben. So, als wüßten sie bereits, dass das angesichts der weiteren Ereignisse eher eine Randnotiz dartsellen könnte.

    Ich habe auch keine Ahnung, wie nah die Gerüchte über geheime Verhandlungen zwischen Teilen der EU (D/FR) und Russland an der Wahrheit wirklich sind, aber sie machen im Endeffekt nur dann Sinn, wenn auch Merkel/Holland Europa am Abgrund sehen.

    Schlimm ist, dass alle Brandherde dieses Globus` wie kleine (oder große) Zahnrädchen in einander greifen. Chinesische Islamisten mischen im Nahen Osten mit und rotieren zusehends auch in ihrem Heimatland. Die Israelis scheinen auf eine Evakuierung des gesamten Gaza-Streifens hinzuarbeiten, um diesen endgültig “auszutrocknen”, die palästinenser müssten dann in die Sinai-Halbinsel oder nach Jordanien flüchten, was wiederum in beiden Ländern, in Jordanien noch viel stärker als in Ägypten, zu fulminanten Veränderungen der Machtstrukturen führen würde.
    Und ginge schließlich, und Gott möge das verhindern, in Europa tatsächlich der im Grunde unvorstellbare Krieg los, so hätte das zur Folge, dass vor allem die Amis an nichts weniger arbeiten würden als an den Sturz Putins. Erreichten die Imperialisten dieses Ziel, könnte die Tauphase mit dem Iran schon schnell wieder beendet sein und die Etablierung der BRICS-”Opposition” ebenso…

    Horrorvorstellung, einer momentanen Laune geschuldet, oder gültiges Vorzeichen?

    • S. Matt (triangolum)

      …bisher war die Sorge um einen Krieg Russland vs Ukraine ja noch gering. Allerdings ist das nur ein Brandherd. Was gerade im Gaza passiert ist nicht minder schlimmer. Zumal das ganze auch noch stark nach False Flag riecht. Auf Bestellung werden drei Israelische Jugendliche getötet. Unter diesem Vorwand mit dem Wissen das die drei Tod sind werden 2000 Palästinenser im Westjordan verhaftet, 5 gekillt. Dazu unzählige Hausdurchsuchungen und auch Hausübernahmen! Die Annäherung von PLO und Hamas ist wieder Mal Geschichte und und und. Und nun sieht das ganz so aus als wenn der ganze Gaza um 40% verkleinert wird und wenn kein Druck aufgebaut wird da abgelenkt wegen Russland Bashing und Ukraine Völkermord dann wird ganz Gaza platt gemacht und danach kommt die PLO dran.

      Dazu der ISIS Brandherd. Es ist Eindeutig wie US Gestützt diese ganze Waffenbeschaffungsmaßnahme bei Mosul lief. Die Luftbrücke der ISIS aus Jordanien war ja schon lange bekannt. Hatten wir auch mal zum Thema. Die Zerschlagung von dem Irak sowieso. Und ganz nebenbei auch das Abschneiden von Waffenlieferungen und Manpower über den irakischen Landweg von Iran nach Syrien und weiter westlich. Perfekt. Von Syrien selbst brauchen wir gerade nicht reden.

      Schauen wir uns die Medien an und die Proteste und die ungläubig schauen Menschen über so vielen Lügen und Propaganda welche ganz offen ist und selbst Kritik in noch nie dagewesenen Maß abprallt… kann das ganz schnell zum globalen Scharmützel werden.

      Das Endspiel hat begonnen und es schwer zu sagen wer überhaupt noch den Überblick behalten wird. Eines ist sicher. Noch nie hatten die Geheimdienste, die Militärs, die Faschisten in den westlichen Ländern so viel Macht und noch nie so wenig Widerstand.
      Wenn jetzt seitens der Bevölkerung nicht ein klares Zeichen zum Stopp kommt war es das. Dann wird mit allen Mitteln Klar Schiff gemacht im nahen Osten, in Russland, in Asien und auch bei uns selbst. Dann haben wir 1933-1945 überall und noch viel schlimmer. Dann wird es auch keine internen Kritiker mehr geben die Widerstand leisten können oder wollen dann wird es nur noch Mitläufer geben.

      Wenn wir jetzt nicht Anfangen die Kräfte im inneren dieser Machtzirkel zu Stärken welche das auch nicht wollen wie wir dann ist alles verloren. Schaut doch an wie die Polizei, die Befugnisse, die Kräfte, die Gesetze usw geschaffen werden um uns zu Unterdrücken.
      Jetzt Stopp. Nur noch jetzt ist es eventuell möglich das ganze wieder zu kippen.

      Wenn “Experten” sagen es könnte “Aus Versehen” zum großen Krieg kommen… also dann ist Alarm Rot. Der Krieg läuft bereits. Mali, Libyen, Syrien, Gaza, Irak, Afghanistan, Pakistan, Ukraine… vom Drohnen Krieg ganz zu Schweigen.

      Wir müssen jetzt handeln! Jetzt!

    • soja kosmos

      Ich verstehe deine Gefühle, ich habe ähnliche. Auf der einen Seite ist es außerhalb meiner Vorstellungskraft, Europa im Krieg zu sehen. Auf der anderen Seite zähle ich eins und eins zusammen, beobachte, was die Politik treibt (jedenfalls den Teil, der für mich sichtbar ist) und in der Konsequenz sehe ich die Möglichkeit eines Krieges. Die Amerikaner können gut damit leben – er fände wieder nicht auf ihrem Territorium statt. Die europäischen Politiker scheinen das amerikanische Spiel mitzuspielen. Sie “spielen” mit UNSEREM Leben, UNS wird es an den Kragen gehen. Und wir sind denen egal, bei manchen sind unsere Leichen sogar eingpreist. Ich vereinfache, aber das ist egal, wichtig ist die Konsequenz. Unter den Politikern gibt es Zyniker, Blinde, Käufliche, Abhängige. Sie spielen mit unserem Leben. 9/11 war möglich, MH17 und MH370 waren möglich, Libyen, Syrien, Afghanistan, Irak, in der Ukraine brennt es und den Jugoslawien-Krieg gab es auch – nichts ist unmöglich. NSU. Gaza – die Welt schaut zu.
      Die Amerikaner wollen Putin als Garanten eines selbstständigen Russland weg haben, die Europäer machen mit. Diese Haß- und Propagandawelle – wer hätte sie sich vor zwei Jahren vorstellen können? Was alles an Beziehungen – wirtschaftlichen und politischen – zwischen Russland und Europa/USA ist im letzten halben Jahr zerschlagen worden!? Was ist in den letzten Jahren aus den Medien geworden?
      Der 11. September 2001 war der Start des Großangriffs der USA auf den Rest der Welt. Seit dem zünden sie überall ihre kleinen Feuer und überall haben sie ihre kleinen Helfer. Wir lassen uns von Verbrechern regieren. Man muss es so sagen. Immer wieder kommt mir Max Frischs “Biedermann und die Brandstifter” in den Sinn.
      Und wir halten still.

    • TomGard

      Lieber Kaumi,

      weder Horrorvorstellung noch momentane Laune, sondern das Drohszenario, das die Kriegsfraktion der Bourgeoisie der Metropolen planmäßig aufgebaut hat.

      Einer der allgemeinsten “Knackpunkte”, um die Lage zu verstehen – und vielleicht sogar vom ohnmächtigen Standort eingreifen zu können – ist / wäre die Erkenntnis, daß der Imperialismus gewordene Kapitalismus keinen äußeren Feind mehr hat. Keinen. Der “russische Erzfeind” ist ein Pappkamerad, worauf die offizielle russische Diplomatie ja 12 x täglich hinweist. Auch China ist kein Feind, sondern eine in nachholender Entwicklung befindliche und von seiner Führung darin befangen gehaltene Großprovinz. Der Krieg gegen China – der ja auf verschiedenen Schauplätzen längst läuft – ist ein Vorgriff auf die Lage, die entstünde, wenn die aktuelle Statthalterkaste ihre künftige Überlebtheit weiterhin nicht einsehen mag – klassisches Containment.

      Obama hat das auf unnachahmlich simple Weise erkennen lassen und ausgedrückt, indem er in der Pressekonferenz mit Merkel vor einigen Monaten, anläßlich eines Treffens, bei dem es unmißverständlich um “Krieg und Frieden” ging, eine lange Vorrede voraus schickte, die sagte: Ich bin an Krieg nicht interessiert und will keine äußeren Feinde (kennen), ich kenne nur innere Feinde, nämlich die Arbeitslosigkeit und die schrumpfende Industrie in den USA.

      Imperialistische Standortpolitik ist halt Weltpolitik, “period”.

      Im engen und wörtlichen Sinne geht daher das Drohszenario des “Kriegs in Europa” von Russland aus! Die taktischen Mittel des in Europa begonnenen Krieges sind auf ein “Endspiel” berechnet, das die Führung der russischen Föderation (!) in eine Lage bringt, aus der heraus Goebbels einst rief: “Wollt ihr den totalen Krieg”. Das geschieht in der Erwartung, daß diese Frage nicht gestellt wird, aber unter Vorbereitungen, die für die Spitze der westlichen Eliten noch akzeptable Bedingungen aufrecht hält, in Falle eines Falles zu antworten: “Na gut”.

      Dazu zählt übrigens auch, daß das russische Militär im Falle solch eines Überganges gewärtig sein muß, sich chinesischer Infanterie und Wasserstoffbomben gegenüber zu sehen.
      http://tomgard2.blog.de/2014/07/30/russischen-sicht-ukrainekrieg-19000638/

      Dasselbe in eine andere Formel gefaßt: Der “Feind” ist stets und immer noch der Klassenfeind, und zwar der Klassenfeind der Eliten in buchstäblich jedem Staatswesen des Globus (vielleicht mit der einsamen Ausnahme Japans, dort scheint es sowas Weltliches nicht zu geben). Die verschiedenen Formationen der Sklaverei geben die Ansprüche der Herren nicht mehr her, die ihnen aus ihrem eignen Status erwachsen sind, ihre Feindschaften untereinander sind nur eine Erscheinungsform davon.

      Das macht eine sachgerechte Antwort der Sklaven auf die Kriegserklärung an sie zugleich kompliziert und furchtbar einfach. Sie lautet nämlich einfach: NEIN

      • Phineas

        “Im engen und wörtlichen Sinne geht daher das Drohszenario des
        “Kriegs in Europa” von Russland aus! Die taktischen Mittel des in Europa
        begonnenen Krieges sind auf ein “Endspiel” berechnet, das die Führung
        der russischen Föderation (!) in eine Lage bringt, aus der heraus
        Goebbels einst rief: “Wollt ihr den totalen Krieg”.”

        Kapier ich nicht.

  • soja kosmos

    Der MH17-Abschuss brachte bis jetzt nicht ganz den gewünschten Erfolg. Hier der nächste Plan: (Syrien lässt grüßen):
    Strelkow warnt vor Plänen Kiews, chemische Anlagen in Donezk und Gorlowka zu beschießen. In der Folge könnte tonnenweise Chlor-Gas und Ammoniak freigesetzt werden mit tödlichen Folgen für die Bevölkerung.
    Diese Aktion soll der Volkswehr in die Schuhe geschoben werden und am Ende dazu dienen, sie zur terroristischen Organisation zu erklären – und dann gibt es kein Halten mehr. Die hiesigen Medien dazu will ich mir gar nicht vorstellen.
    Lugansk und Donezk wollen mit der Veröffentlichung der Pläne diese Schweinerei verhindern.

    http://cooptv.wordpress.com/2014/07/31/kommandeure-der-volksrepubik-waren-vor-bevorstehenden-inszeniertem-terroranschlag-der-kiewer-machthaber/

  • Avarec

    Apropos, weil hier ja schon so lange immer mal wieder darüber gesprochen und gestritten
    wird, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen und dem Blog hier im Ganzen… (mehr Zusammenhänge zu erkennen) – es sollten genug von euch soweit russisch können, um die entsprechenden Passagen zu verstehen, weshalb ich mir die genaue Beschreibung spare – “Russland, Putin, 93, Verfassung…” (ab 6. Minute) und dass der
    Widerstandskämpfer fast wörtlich Fedorov zitiert – soll genügen.

  • S. Matt (triangolum)

    Analyse, Russland, Ukraine, USA: Das Undenkbare denken…!!!

    August 1, 2014 von lja Schmelzer

    Ich habe es lange vor mir her geschoben, zu diesem Thema zu schreiben. Tatsächlich habe ich einige Artikel verfasst, in denen ich versucht habe, die Binsenweisheit zu erklären, dass die US/NATO/EU in dem ukrainischen Krieg keine militärische Option haben. Zuerst habe ich in einem Artikel mit dem Titel Erinnerungen an die wichtigen Lektionen des Kalten Krieges zu erklären versucht, dass der kalte Krieg deshalb nicht zu einem heißen Krieg mit Schusswechseln wurde, weil beide Seiten verstanden, dass sie schlicht nicht gewinnen könnten, und dass jede Eskalation mit Schlägen und Gegenschlägen sehr schnell zu einem interkontinentalen Atomkrieg führen könnte, was keine der beiden Seiten riskieren wollte. In einem Text mit dem Titel Einen Sinn in Obamas Billionen-Dollar-Hammer finden versuchte ich aufzuzeigen, dass all das Geld, das die USA in die “Europäische Sicherheit” pumpen, nur eine grandiose Bestechung einiger europäischer Eliten darstellt und keine wirklichen Folgen hat. Einige Tage später postete ich einen Artikel “Warum das nukleare Gleichgewicht zwischen USA und Russland so solide ist wie je”, in dem ich den im Westen verbreiteten Mythos von dem angenommen erbärmlichen Zustand der russischen Streitkräfte im allgemeinen und der russischen Nuklearstreitkräfte im Besonderen zu zerstreuen suchte. Zuletzt versuchte ich unter dem Titel “Eine kurze Mahnung zu US- und russischen Nuklearwaffen” zu zeigen, dass es in Wirklichkeit die Nuklearstreitkräfte der USA sind, die sich in einem erbärmlichen Zustand befinden. Wieder und wieder habe ich, in vielen Kommentaren, versucht, die Gründe darzulegen, warum ich schlicht nicht glaube, dass die USA/NATO/EU es wagen würden, Russland anzugreifen. Zusammengefasst, will ich folgendes sagen: Die USA sind bei weitem nicht so mächtig, wie die US-Propaganda glauben machen will. Ohne in lange Debatten einzusteigen, was “Sieg” und “Niederlage” bedeuten, will ich nur sagen, dass die US-Streitkräfte meiner Meinung nach in Korea das letzte Mal gut gekämpft haben, und selbst dort mussten sie einen Gleichstand hinnehmen. Danach ging es nur abwärts. Das ist nicht die Schuld der US-Soldaten, nebenei, sondern liegt daran, dass das grosse Geld und die Politik so tief mit dem US-Militär verbunden sind, dass sie alles korrumpiert haben. Am sichtbarsten ist das bei der US Airforce, die immer noch hervorragende Piloten hat, die aber vor einer schrecklichen Wahl stehen: entweder sie fliegen gute, aber alte Maschinen, oder sie fliegen die neuen, schrecklichen (ich glaube, wenn sie wählen können, wählen die meisten erstere). Was die europäischen NATO-Verbündeten angeht, die sind so ein Witz, dass sie nicht der Erwähnung wert sind. Sie sehen selbst auf einer Parade schlecht aus.

    Eine militärische Option in der Ukraine scheint mir undenkbar nicht nur, weil ich, offen gesagt, kein einziges Militär im Westen sehe, dass im Stande wäre, sich dem russischen in einer ernsthaften Schlacht zu stellen, sondern auch, weil die Geografie einer solchen irren Idee deutlich im Wege steht (die selbe Geografie, die es Russland unmögliche machen würde, einen Einmarsch in West- oder auch nur Zentraleuropa zu versuchen).

    Und doch, irgendetwas an all diesen höchst logischen Überlegungen fühlte sich falsch an. Vor einigen Tagen hat es mir einen Schlag versetzt. Was mich beunruhigte, war

    Die amerikanische Ente

    Unter den vielen schönen und witzigen Ausdrücken und Redewendungen, die die Amerikaner gebrauchen, habe ich diese immer geliebt: Wenn es wie eine Ente aussieht, wie eine Ente schwimmt und quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente. Dieser “Ententest” ist lustig, aber gleichzeitig ein starkes logisches Instrument, das Tag für Tag an mir nagte. Hier war ich, sicher und gewiss, dass die USA/NATO/EU nie einen solch irrwitzigen Vorschlag in Erwägung ziehen würden wie den eines militärischen Angriffs auf Russland oder russische Streitkräfte. Aber ich hörte ständig die Stimme der amerikanischen Ente, die sagte: Schau, was sie tun, wie sieht es für Dich aus? Lass Deine Schlussfolgerungen bei Seite und sag mir einfach, was Du siehst? Sag mir, wenn sie entschieden hätten, es bis zu einer militärischen Konfrontation mit Russland aufzuschaukeln, würden sie dann etwas anders machen? Und vor einigen Tagen warf ich das Handtuch (nach der Ente, natürlich) und musste akzeptieren, dass es, auch wenn ich nicht weiss was sie dabei dachten oder was ihre wirklichen Absichten waren, für mich danach aussah, als hätten die westlichen Plutokraten beschlossen, die Krise so weit wie möglich zu eskalieren.

    Ich muss, der Wahrheit zu Liebe, zugeben, dass meine Lehrer, als ich in den Achtzigern die Theorie der Abschreckung lernte, immer darauf bestanden, dass diese Theorie der Abschreckung auf etwas beruhte, das sie einen “rationalen Spieler” nannten. Um es einfach zu sagen – wie schreckt man einen Irren ab? Oder einen Verzweifelten, der nichts zu verlieren hat? Oder eine Person, die wild zur wechselseitigen Zerstörung entschlossen ist? Die Wahrheit ist, das geht nicht. Abschreckung setzt einen rational Handelnden voraus, der logische Entscheidungen über nicht hinnehmbare Kosten trifft. So weit ich weiss, hat noch niemand eine Theorie der Abschreckung entwickelt, die sich auf Verrückte anwenden liesse. Als ich meine Texte, die erklärten, warum ich einen US/NATO/EU-Angriff für unmöglich hielt, ursprünglich schrieb, haben viele Leser Kommentare eingestellt, die besagten, selbst wenn das oberste Kommando der US Streitkräfte noch mehrheitlich mit vernünftigen Männern besetzt sei, so wären die imperialen US-Eliten schon vor langer Zeit irre geworden, und dass sie so in ihrer Überheblichkeit, ihrer imperialen Hybris, ihrem Wahn der Unbesiegbarkeit und ihrem reflexartigen und systematischen Gebrauch von Gewalt versunken seien, dass man sie nicht länger für rational halten könne. Zu jener Zeit habe ich geantwortet, ja, sicher, aber welchen Sinn macht es, jemand verrückten zu analysieren. Wie soll man bei selbstmörderischen Irren einen Sinn erkennen?

    Und doch will ich heute vorschlagen, genau das zu tun. Ich werde, so gut ich kann, versuchen, mich in das Denken dieser Wahnsinnigen zu versetzen und sehen, was sie vielleicht zu tun versuchen, und was die Konsequenzen dieses Tuns wären. Ich werde mehrere mögliche Pläne betrachten, die diese Verrückten haben könnten, vom Begrenztesten aus nach dem Grad des Irrsinns geordnet.

    …weiter lesen und weitere Informationen unter:
    http://www.vineyardsaker.de/

  • kaumi

    “…polemisch gesagt – wie jeder Bild- und Spiegelleser, der die Mitteilungen seiner Herren zur Kenntnis genommen hat:

    ‘Okay, ich weiß, Krieg is’. Aber’s könnt doch schlimmer kommen, nicht?’”

    Ach!! Habe ich das so gemeint (rein polemisch)?
    Wenn du mich fragen würdest, als Autor seiner eigenen Worte, müsste ich mit einem scharfen “Hä ??” antworten…

    • TomGard

      Kaumi, Deine Worte und Sätze gehören Dir nicht. Selbstverständlich hast Du Dir viel mehr gedacht, als ich kolportiert habe.

    • urkeramik

      Nicht du hast irgendwas polemisch gesagt, sondern Tomgard hat deine Aussage zum Zwecke der Polemik auf Bildzeitungsniveau übersetzt um deutlicher zu machen was er kritisieren will.
      <>

  • kaumi

    Die Akte “Ukraine” speist sich vor allem auch aus den Themen Snowden und Assad:
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58922
    … Die USA reagieren auf die erstarkte Bedeutung Russlands und handeln teilweise gegen die Meinung ihrer eigenen Berater.

  • soja kosmos

    Haben wir nun auch “Sanktionen” im Internet? Stimme Russlands und RIA Nowosti sind nicht zu erreichen. Ich geh mal davon aus, nur vorübergehend.

  • S. Matt (triangolum)

    Scheinbar kollabiert gerade der “Süd” Kessel der Junta. Auch sollen in diesem große Teile von Ausrüstung und Gerät vorhanden sein. Sollte dieser Kessel also ausgeräumt werden ist damit zu rechnen das die Volksmilizen den Spieß umdrehen werden können und so im Hinterland der Junta dann aktiv werden.

    Der “Westen” wird also alles dran setzen das die Lage weiter verschärft werden kann damit diese Kriegswendung nicht in einen Putsch im Kiew mündet bzw. das ganze zum Bumerang wird.
    Die NATO musste zumindest die “Manöver” in der Ukraine schon verschieben.

    Ich frage mich gerade was passieren wird wenn die östlichen neuen Republiken wirklich in die Offensive gehen ob dann weitere Landesteile sich dem Anschließen. Immerhin wäre das ziemlicher Auftrieb und bei den Verlusten der Junta könnte das schnell dort kippen.

    • Ruth

      Hoffentlich werden mehr Menschen zur Unterstützung der Volkswehr wachgerüttelt, wenn sie öfter solche Bilder sehen-das war ein kleiner Marktflecken in der Stadt Gorlowka, an dem Babuschkas Gemüse und Blumen aus dem eigenen Garten verkauften…

  • ISKANDER1

    Gemischte Neuigkeiten von der Ostfront:
    Die Behörden der Krim erweisen ihren kämpfenden Brüdern in Neurussland einen
    Bärendienst – der ewige Kriegsgewinnler & Oligarch mit israelischem Pass, R. Achmetow darf mit seiner Mobilfunksparte auf der Krim tätig werden.
    Seine Firma: ” Ukrtelekom” muss sich nur etwas vom Namen aufhübschen und agiert auf der Krim nun als: ” Naschtelekom”.
    Der regierende Oligarch gleicher Blutsherkunft und oft als “Schokoschwuchtel” böse geschmäht, plauderte aus, das der Krieg (gegen das eigene Volk) täglich 5,8 Millionen Dollar kostet.
    Wer bezahlt das eigentlich im Pleiteland? Die 1,5 % Kriegssteuer werden das wohl kaum stemmen können.
    (Quellen: Liveticker ruvr.ru, heute)
    Der Machthaber in Minsk – der nächste auf der Speisekarte der NATO/US/EU Allianz – möchte dem Juntachef Poroschenko mit “Ölprodukten” helfen, sprich Geld verdienen.
    Sieht so ein Aufbruch der russischen Völker aus???
    Andererseits ist das einfache Volk ganz nah am Gespür der Lage, über 400 Juntasoldaten flüchteten alleine gestern/heute nach Russland. Gut gemacht, realer Friedenbeitrag.
    ANNA NEWS wiederum sucht Dolmetscher für deutsch – russisch und englisch – russisch und weitere Sprachen.
    Wer Interesse hat hier einen Beitrag gegen die Desinformationspolitik in der EU zu bringen und somit – Friedensarbeit – zu leisten, darf sich dort bewerben!
    Also, es gibt auch hierzulande jede Menge Optionen nicht nur zu palavern und sich gegenseitig zu missionieren & belehren, sondern aktiv Persönlichkeit zu sein.
    (Quelle: ANNA NEWS heute)

    • soja kosmos

      Sicher alles richtig, aber zur Wahrheit gehört auch, dass von den ca. 400 Soldaten, die nach Russland flüchteten (vor Tod, Hunger und Durst) heute – von den Russen verpflegt – rund 180 wieder in die Ukraine zurück sind. Was werden sie wohl tun? Weiterkämpfen? Vermutlich. Irgendwie auch absurd.
      Heut nacht oder morgen wird vermutlich Donetzk massiv beschossen werden, Kiew will die Stadt einnehmen. Sie haben rundherum Raketenwerfer postiert. Irrsinn.

      • soja kosmos

        Wenn sie nicht abschalten, kann man hier immer mal schauen, ob es ruhig bleibt, oder das Gemetzel losgegangen ist:
        http://velton.ua/ru/webcams/Wide2HQ.shtml

      • ISKANDER1

        Ja leider, die 180 werden unverzüglich erneut kopfüber in Kanonenrohre gesteckt. Denke mal – die sind sehr naiv oder wollten nur raus aus dem Kessel auf diese Weise.
        Denoch – die Zahl der Deserteure und (leider) auch der menschl. Verluste ist in der Juntaarmee derart hoch, das die sich in Kürze selbst auflöst.
        Vielleicht ist das Ganze auch der teuflische Plan der Player: Beide Seiten ausbluten lassen und dann das ganze als Softversion neu präsentieren nach der Devise: “Ihr wollt doch alle Frieden – wir bringen ihn euch jetzt”.
        So wäre buchstäblich über Leichenberge eines Patt das Ziel der Kolonialisierung erreicht.
        Bleibt zu hoffen, das der Rest der Ukraine inzwischen munter wird….

    • Jones Bones

      1. Hast du zu ANNAnews Stellenanfrage einen Link und wäre die Arbeit bezahlt?

      2. Ein paar Korrekturen/Ergänzungen:
      Akhmetov ist alles Mögliche, gehört aber weder zu den Kriegsgewinnern noch ist er Jude, sondern Tartar. Poroshenko ist m.W. auch in der Unterzahl der nichtjüdischen Oligarchen zu verorten.
      Damit, dass Rinat A. auf der Krim Geschäfte macht, wird er der Junta weitere Angriffsfläche bieten. Mögliche Gedankenspiele wären daher, dass er entweder a) die Ukraine mehr oder weniger verloren gibt, oder b) von der RF ein Zuckerstückchen hingeworfen bekam. Ist nicht auszuschließen, dass er auch auf Seiten der Milizen mitmischt. Jedenfalls hat Novorossiya seine Enteignung angekündigt, gleiche Forderungen kamen von der Gegnerseite (Kholomoisky). Daher wie gesagt: Kriegsgewinner ist er nicht.
      Der Krieg des Pleitelandes wird schon lange vom Westen finanziert. Ein Teil (glaub 33 Millionen?) direkt und offiziell von Seiten der USA, aber weil weitere Kredite fließen, werden die auch so direkt übertragen. Außerdem wird auch direkt harte Ware geliefert.
      Von den 438 ukrainischen Soldaten, die vor der Gefangenschaft durch die Neurussen geflohen sind, wollten über 180 heimkehren und wurden wohl auch dorthin wieder geschickt. Das bedeutet wohl, dass ca. die Hälfte der geflohenen Leute, die eben erst umzingelt waren, bald wohl wieder kämpfen werden. Ähnliches gilt für viele andere, die das ukrainische Militär einfach mal so in russische Spitäler abschickt, und von denen ebenfalls so einige beabsichtigen, danach an die Front zurückzukehren.

      • ISKANDER1

        Jones: hier der Link: Logge dich bei anna.news ein und gehe 17 Artikel von Anfang Seite 1 runter….
        Oder alternativ: https://vk.com/front_tv anschreiben.
        Artikelverfasserin ist Polina Nanovskaja
        Ob es für Dolmetscherei Geld gibt – musst du selbst erkunden, verstehe aber, das ein armer Studiosi immer etwas Geld braucht :-)
        Bezüglich Deiner Korrektur Herkunft Achmetow: Ist korrekt – war mein Fehler. (Vermengt). Danke.

        Allerdings sehe ich in Rinat A. unverändert einen Kriegsgewinnler denn:
        Neurussland wird militärisch nicht durchhalten, selbst wenn es als halbautonome Region existieren darf – wird es viele Kröten schlucken müssen, darunter die Entschädigung der ganzen Kriegsgewinnlerbande in voller Breite.
        Kholomoisky dagegen sehe ich (da auch die Junta nicht durchhält) bald im Exil.
        Achmetow wird ein gutes Gespür haben und da er beide Seiten bedient(e): Kriegsgewinnler sein.
        Aber mal abgesehen von diesem Postulat:
        Ich finde es unglaublich schmutzig von der Krimführung, mit Rinat A. diese Art der Geschäftemacherei zu machen angesichts des Völkermordes einige Dörfer weiter.
        Wenn wir alle Zukunft wollen müssen wir weg von dieser Denke.
        Wer Krieg sät, wer im/am Kriege verdient, wer intrigiert und schachert, gehört von der Neugestaltung ausgeschlossen. Egal von welcher Seite.
        Das geht nur von unten – von “oben” wird bis zum Sankt Nimmerleins Tag dahingehend Null Iniative kommen.
        Ich persönlich glaube an die Kraft der Masse und auch, das diese Lawine global von wenigen Leuten ins Rollen gebracht werden kann.

        • Jones Bones

          Hier ist der Direktlink:
          http://www.anna-news.info/node/19484
          Scheint aber jetzt schon genügend Bewerber zu geben. Außerdem…
          “verstehe aber, das ein armer Studiosi immer etwas Geld braucht :-)”

          …du sagst es! Ich muss ohnehin nebenher noch jobben um was dazuzuverdienen zum Studium. Dann auch noch eine umfangreiche Übersetzertätigkeit auszuüben, von der ich nicht denke, dass die bezahlt wird, das glaube ich nicht hinkriegen zu können.

          Von den Sprachen her (engl.,deutsch, franz.) wäre es ansonsten perfekt gewesen.

          Was die 180+ Rückkehrer angeht: Zumindest der Lifenewsautor sprach davon, dass die versprochen hatten, nicht weiter zu kämpfen. Ob die Soldaten all die Wahrheit gesprochen haben und ob die Junta solche Entscheidungen respektieren würde, ist fraglich.

  • S. Matt (triangolum)

    ….Aktuelles:

    DVR

    Die Agonie des Südkessels merkt nur ein Blinder nicht mehr. Für das Kiewer Regime wird es Zeit … sich selbst zu retten. Denn nicht nur die Gesellschaft “kocht” schon (das ist noch nicht kritisch), sondern auch die Armee (http://yurasumy.livejournal.com/133690.html?view=22916410#t22916410) (und das kann böse enden). Genau deswegen hat die Junta ihre letzten Kräfte zur Rettung der “Kessel” eingesetzt, statt für die die strategischen “Umzingelungen”. Die Gruppierung, die in Debalzewo gesammelt wurde (25 Panzer und einige Kompanien motorisierter Infantrie) hat angegriffen um einen Korridor zu den Resten der 25. Brigade zu schaffen, wurde jedoch mit großen Verlusten zurückgeworfen. Im Süden wurde eine Umgruppierung durchgeführt und jetzt gerade versuchen die Strafaktionäre die Reste der 79. und 24. Brigede zu retten. (Die 72. Brigade zu retten ist es zu spät, darüber weiter unten.) Die Junta greift Donezk nicht mehr an (das was in den Medien geschrieben wird als Attacken zu bezeichnen fällt schwer. Das ist eher Gefechtsaufklärung). Nichts mehr da. Wobei die Miliz mit erstaunlicher Leichtigkeit Marinka und Krasnogorowka wiedereingenommen hat. Offenbar sind die Angriffskräfte abgezogen und in andere Richtungen verlegt worden. Mich interessier, wie schon früher, ganz besonders die Situation im Gebiet Starobeschowo. Dort ist noch alles ruhig (????). Die schweren Kämpfe in diesem Gebiet sind zu Ende. Das heißt, auch von dort wurden Kräfte nach Marinowka geworfen in der Hoffnung einen Korridor schaffen. Das ist ein Risiko für die Strafaktionäre. Und ein erhebliches.
    http://www.vineyardsaker.de/

    • S. Matt (triangolum)

      …so wie es sich darstellt wird die Junta ohne massive Hilfe aus dem Ausland nicht einmal mehr bis zum Winter kommen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sich die Nachbarregionen erheben. Ob um in Kiew eine Konterrevolution durchzuführen, einen Putsch oder sich den beiden Neurussland Republiken anzuschließen.

      …da ich davon ausgehe die USA/NATO irgendwas vorhaben wie in den letzten Jahren üblich wird es so einfach wohl nicht passieren.

      • Jones Bones

        Unterm Strich bleibt dennoch stehen, dass 1) die Juntatruppen im Kriegsgebiet 2-3 mal mehr Männer aufbieten, 2) einen praktisch unbegrenzten Nachschub haben, während die Milizen seit jeher mit Versorgungsengpässen zu kämpfen haben, 3) die Juntatruppen über eine Luftwaffe verfügen und sowohl Artillerie als auch Raketen (!) massivst einsetzt.

        Verlieren kann die Junta allenfalls ökonomisch, und zwar dadurch, dass der Militäreinsatz massivste Kosten verursacht. Aber auch hier sind ihnen westliche Kredite sicher, und es gibt hierfür noch immer genügend Sovieterbe, das verscherbelt werden kann und wird.

        Und da die Milizen immerhin schon 50% ihres Gebietes eingebüßt haben, außerdem die DNR von der LNR abgeschnitten, kann ich absolut nicht verstehen, wie die Junta vorm Abgrund stehen soll, auch wenn es für deren Truppen nicht leicht ist. Aber dann mobilisiert die halt frisches Kanonenfutter.

        Selbst die Leute in Charkow und Odessa sind des Krieges müde, obschon vor allem letztere auch sehr wütend sind. Aber ehe die revoltieren, muss es noch um einiges mehr bergab gehen, bzw. auch von Seiten der Junta um einiges heftiger mobilisiert werden.

        Das einzige für mich erkennbare Licht im Tunnel ist, dass durch das Zerquetschen der Kessel die Milizen einiges an Kräften freibekommen.

        • S. Matt (triangolum)

          …bisher sind alle Versuche gescheitert die Kessel zu entsetzen, aus der Luft zu versorgen und zudem die Volksmilizen selbst in Kessels zu zerstückeln. Ich sehe nicht wo da die Junta ihre Vorteile ausspielt. Im Gegenteil, ich sehe da eher vorsätzliches Versagen gepaart mit unwilligen Soldaten. Wenn ich mal vermuten würde dann kämpfen da nur Söldner und Faschisten ganz vorne und der Rest versucht gleich mal wieder zurück zu gehen.

          …nur die Zeit wird zeigen müssen wer hier Recht behält. Ich schätze das die Milizen ab dem 15.8. in die Offensive gehen werden und es dann zu massiven NATO Anstrengungen kommen muss damit die Junta sich halten kann.

        • Jones Bones

          Ich hoffe wirklich sehr dass du Recht hast. Bist du der Verfasser des von dir verlinkten Artikels?

        • S. Matt (triangolum)

          …nein, bin ich nicht.

        • urkeramik
  • Ruth

    Klitschko kriegt zunehmend Probleme mit den Geistern, die er rief…
    http://de.ria.ru/politics/20140805/269202831.html

  • Ruth

    Ein sehr guter Hintergrund-Artikel über den Donbass bzgl. politisch-wirtschaftlicher Entwicklung, Selbstverständnis der Menschen, Unverständnis Ost-West etc.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/ukraine-das-kranke-herz-13067177.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  • soja kosmos

    Augenzeuge in der Ukraine: „Eine Kulturschande für Europa, was sich hier abspielt“

    Lesenswerter Artikel zur aktuellen Situation in Donezk. DWN bezieht sich im Wesentlichen auf Aussagen des österreichischen Journalisten Christian Werschütz vom ORF, der vor Ort ist und berichtet, statt Propaganda zu machen.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/08/reporter-in-der-ost-ukraine-es-ist-eine-kulturschande-fuer-europa-was-sich-hier-abspielt/

    Außerdem empfiehlt DWN die Nachrichtensendungen des ORF:
    “… Der Österreichische Rundfunk berichtet wesentlich nüchterner und mit deutlich größerer journalistischer Distanz über die Entwicklung in der Ukraine. Die Nachrichtensendung ZIB2 um 22 Uhr empfiehlt sich als Alternative für die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF, die im Propaganda-Getümmel den Überblick verloren zu haben scheinen …”

  • Ruth

    “Obama, fürchte dich-die Russen kommen!” :-)))
    http://vk.com/video-67359347_169761984?hash=809f2fed520fabf2

    Und hier noch eine lesenswerte Seite mit tgl. ausführlichen Neuigkeiten (wer sie noch nicht kennt):
    http://vegchel.ru/

  • Ruth

    Dringender Aufruf eines russischen Freiwilligen zur Unterstützung der Volkswehr (im Video) nach morgendlichem Beschuß von Perwomaiskij mit 6 toten Zivilisten am 6.8.14-bitte lesen, ansehen und verbreiten.
    http://vegchel.ru/news/zhertvy_utrennego_obstrela_pervomajska_iz_minometov_ukrainskoj_armiej_18/2014-08-06-392

    • soja kosmos

      Auch wenn sicher viele die Seite kennen [http://kot-ivanov.livejournal.com| – hier findet man täglich aktualisiertes Kartenmaterial und kann die Entwicklung der Kämpfe verfolgen. Und man sieht: Kampfmoral hilft gegen Masse nur bedingt. Ich frage mich, woher einige hier ihren Optimismus nehmen.

      • S. Matt (triangolum)

        …Vergleiche mal bitte die Karte vom 22.7.-28.7 mit der Karte von gestern. Dort siehst du eine deutlich bessere Lage heute als am 22.7. für die Volksmiliz. Es mag an den westlichen und nördlichen Positionen Geländeverluste geben aber dafür is der Osten und der Süden deutlich besser und besonders ohne große Feindverbände mehr. Das bedeutet der Feind ist nicht mehr im “Rücken”. Die Grenze zu Russland nun durchgängig kontrolliert.

        …dir müsse auch Auffallen wie schlecht es der Junta gelingt überhaupt Vorstöße erfolgreich zu gestalten.

        …die Volksmiliz wird nun sich umgruppieren und verstärkt versuchen mit Gegenstößen und Operationen im Hinterland so viel Schaden wie möglich anzurichten.

        • soja kosmos

          Ich hatte ursprünglich etwas aufgeschrieben, dann wieder gelöscht. Es endete mit der Frage: Wohin soll unter den gegebenen Umständen dieser chancenlose Kampf führen? Was hilft denn das Zipfelchen zu Russland hin, wenn Donezk und Lugansk umzingelt sind, Hilfe nicht in Sicht ist und die Bevölkerung davonläuft? Es gibt nur eine politische Lösung. Die allerdings trau ich Kiew nicht zu, jedenfalls keine faire Lösung.
          Hier erst einmal ein Angebot der DVR (ob und wenn, warum als Alleingang, ohne die Lugansker, wird sich noch herausstellen).

          »… „Wir hoffen weiterhin, dass die Weltgemeinschaft die blutrünstigen
          Machtbehörden in Kiew beeinflussen wird. Wir sind bereit, die Kämpfe
          einzustellen, um eine weitere Ausdehnung der humanitären Katastrophe in Donbass zu verhindern“, heißt es in einer Erklärung Sachartschekos, die auf der Webseite des Pressezentrums der VRD veröffentlicht ist. …«
          Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_08_09/Ostukraine-Volksrepublik-Donezk-erklart-Bereitschaft-zu-Waffenstillstand-1690/

  • soja kosmos

    “novorossia.su:
    Gestern Abend führte die ukrainische Luftwaffe einen Angriff auf die
    Reste der 79. Brigade der Regierungstruppen aus, die von der
    Freiwilligenarmee von Novorossia eingekesselt sind. Nach Angaben des
    Stabes der Volksarmee der DVR bereiteten sich die Volksmilizen, als sie
    den Anflug ukrainischer Kampfbomber SY-24 bemerkten, auf einen
    Luftangriff vor, aber die Flugzeuge überflogen ihre Stellungen und
    fingen an, ihre eigenen Soldaten zu bombardieren. Die Annahme der
    Volksmiliz ist nun, dass dies ein zielgerichteter Angriff war, um ein
    weiteres Überlaufen dieser Gruppierungen nach Russland zu verhindern und
    mit dem Tod der Soldaten den wahren Stand der Dinge der Strafoperation
    zu verbergen.”

    Kann das jemand bestätigen bzw. hat an anderer Stelle davon gehört? Ich habe es hier gelesen:
    http://alternativepresseschau.wordpress.com/author/lieselottemayer/

    Ich trau den Verbrechern alles zu, bin aber auch vorsichtig, Propaganda allenthalben …

  • soja kosmos

    Realsatire:

    »Regierung [Steinmeiers AA] verlangt Aufdeckung aller Agenten in Deutschland«

    »… Konkret fordert eine bereits am Mittwoch versandte Verbalnote, dass alle
    Staaten, einschließlich der internationalen Partner, Listen mit den
    Namen aller aktiven Agenten vorlegen sollen. …«
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spionage-bundesregierung-aufdeckung-aller-agenten-in-deutschland-a-985199.html

    • Jowi

      Das ist wirklich Realsatire!
      Wie soll man unser Land noch ernst nehmen, wenn die Regierung so hilflos agiert/regiert?

      Weitere Vorschläge für Steini, den Heini:
      Man sollte die ausländischen Geheimdienste per Erlass zwingen, ihre elektronischen Maßnahmen deutlich kenntlich zu machen. Abhörwanzen sollten eine bestimmte Mindestgröße aufweisen DIN XYZ und mit einer Signalfarbe lackiert sein. Sie dürfen nicht verdeckt angebracht werden.
      Wird eine Telefonat abgehört, so muss am Anfang der deutliche Hinweis in deutscher Sprache erfolgen: “Achtung, Sie werden abgehört”. Aufklärungssatelliten dürfen ihre Fotos nur noch mit Blitzlicht machen, damit man die Fotos auch mitbekommt. Alle ausländischen Spione müssen Schlapphüte tragen und ein Namensschild mit ihrem Realnamen.

      Steini du Heini, welche ausländische Macht hat dich zur Sabotage ins Außenministerium geschleust?

  • soja kosmos

    Ein offener Brief an US-Präsident Barack Obama:
    »Amerikanische Exgeheimdienstler bezweifeln die Stichhaltigkeit angeblicher Beweise, die für eine Schuld Rußlands am Absturz der Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs 17 sprechen
    sollen …«
    Eine Dokumentation von Rainer Rupp in der empfehlenswerten »jungen Welt«
    http://www.jungewelt.de/2014/08-09/033.php

  • soja kosmos

    Heute morgen haben die ukrainischen Truppen Krasnij Lutsch eingenommen, wahrscheinlich sind sie vom Norden auch weiter vorgedrungen, Stimme RU meldet jedenfalls, Donezk und Gorlovka seien eingekesselt.
    In Charkow sollen in schneller Folge kanadische Militärtransporter mit schwerer Technik landen.
    http://german.ruvr.ru/news/2014_08_09/Donezk-ist-vollstandig-eingekesselt-8882/

    • soja kosmos

      Bei RIANowosti heißt es:
      »… Eine große Gruppe ukrainischer Militärs, die knapp einen Monat in voller Einkesselung im Süden des ostukrainischen Gebietes Lugansk befunden hatte, ist durchgebrochen und hat dabei große Mengen an Waffen zurückgelassen, wie RIA Novosti vom Volkswehr-Stab der „Volksrepublik Donezk“ (VRD) erfuhr.
      „Die meisten der eingekesselten Militärkräfte sind am 7. und 8. August im Raum der Städte Sneschnoje und Krasny Lutsch durchgebrochen. Sie hatten sich dabei einen Schlag der Armee aus der Richtung Artjomowsk und Debalzewo zunutze gemacht“, so ein Sprecher des VRD-Stabes. …«
      http://de.ria.ru/politics/20140809/269244722.html

  • ISKANDER1

    Die Volksrepublik Donezk steht vor der Kapitulation.
    Vor einigen Tagen verließ der Regierungschef das sinkende Schiff mit einem Rücktritt vom Amt. Dessen Nachfolger und Feldkommandeur bot nun einen “Waffenstillstand” an.
    Dies ist die gesichtswahrende Kapitulation.
    Eine absehbare Entwicklung für einen mutigen Aufbruch, der von Russland zunächst ermutigt wurde – letztlich aber im Regen der bestialischen Junta verloren stehen gelassen wurde.
    Der Keim des Schadens für die RF und Präsident Putin ist exorbitant gesät und wird die Ostukrainer auf Generationen verbittern.
    Es bleibt die Frage: Hat Putin sich überhoben mit seinem anfänglichen Trommelwirbel oder ging es nur darum den Donbass für die Junta unbrauchbar werden zu lassen?
    Was nach der Kapitulation kommen wird ist an 5 Fingern abzuzählen.
    Verhaftungen, Hinrichtungen, Orgien der Vernichtung und KZs,
    Und nicht zuletzt: Freigesetzte Kräfte der Junta, die nun den Rest der Ukraine “befrieden” können, sprich – auf EU/NATO Kurs bringen werden.
    Das nötige Kleingeld dazu wird wie gewohnt – von Deutschland erpresst.
    .

    • S. Matt (triangolum)

      …ich kann davon nichts ausmachen. Deine Vorfreude ist daher weit zu früh.

      • ISKANDER1

        Dein Wort in Gottes Ohr….
        Ich drücke der DVR von Herzen alle Daumen.

        • S. Matt (triangolum)

          …das Ziel ist jetzt erst einmal ein Einheitliches Kommando. Das ist bei zwei Republiken und diversen Volksmilizen immer schwierig. Das hat sich auch gerade jetzt wieder gezeigt.

          …danach die Stabilisierung der Gebiete und der Verteidigung an sich. Das muss nicht zwingen feste Grenzen haben aber die Situation so sein das die Junta schlicht nicht wirklich was bewirkt.

          …und danach muss es zwingend Handlungen geben die auch aus anderen Regionen kommen müssen um die Junta in Kiew zu stürzen und mit ihr alle westlichen Verbrecher aus dem Land zu vertreiben.

          Aber letzteres geht nur wenn diese andere den Mut schöpfen das es da den Zeitpunkt gibt selbst was zu unternehmen. Und schauen wir nach Kiew so ist da schon ordentlich was los.

          Genau genommen muss die Miliz nur noch bis Oktober durchhalten. Wenn die nicht geernteten Felder zum Mangel an Lebensmittel führen wird, die Heizung in den Städten kalt bleibt, die Wirtschaft vollends zusammen bricht, es schlicht keinen Lohn und Rente mehr gibt wird alle Faschistische Gewalt nichts mehr bringen.

          Und bis dahin muss Russland medial und diplomatisch eine Intervention zur Abwendung einer Humanitären Katastrophe vorbereitet haben um dann das Land zu “befrieden”. Dann wird Russland auch in den anderen Gebieten dort zumindest auf Menschen treffen welche zusammen Arbeiten wollen und die Gewalt lassen.

        • Ruth

          Hier erschien soeben eine interessante Analyse zur Donbass-Situation in dt.Übersetzung:
          http://donbassfront.livejournal.com/10085.html

        • soja kosmos

          Wirklich sehr informativ und interessant. Ich habe trotzdem die Befürchtung, dass sie dem Kräfteungleichgewicht objektiv nicht gewachsen sein werden. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.

        • habkind

          Danke für den Hinweis.
          Jetzt wird einiges verständlich.
          Hoffentlich haben sie Erfolg.

  • habkind

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42485/4.html
    Auf Heise.de ist eine Zusammenstellung der Abläufe auf dem Euromaidan seit der

    Verweigerung Janukowitschs, die Eu-Assozierung zu unterschreiben.

    Der Bericht stellt die Dinge, wie sie wirklich stattgefunden haben und nicht, wie sie uns

    die Politiker und die Medien zu verklären versuchen.

  • Mathew Miller

    Das neueste aus der Region Lughansk hörte ich heute morgen.
    Nicht nachzuprüfen aber warum sollten alte Menschen noch dazu wenn sie schon Luftangriffe in jüngsten Jahren als Kleinkinder erlebt haben bei sowas übertreiben.
    Angeblich sollen aktuell polnische Flugzeuge in der Region unterwegs sein.
    Ob direkt bei Luftangriffen oder “nur” im Transportbereich….es wird sich zeigen wenn hoffentlich bald die ersten Von diesen Wixern abgeschossen werden.
    Nach dem Abschuss der MIG 29 vor ein paar Tagen in der Region Donezk wird immer deutlicher das Kiew das Fluggerät zum terrorisieren der Zivilbevölkerung ausgeht.
    Das ist auch gut.
    Die MIG’s sind doch die kampfunfähig zurückgegebenen Krimflieger.
    Da hat Russland den Schrott doch zu ordentlich übergeben….ein Fehler von vielen den die RF gemacht hat.
    Mit Ersatzteilen aus dem Zigeunerlager….Uups hab ich das jetzt gesagt….bald NATO-Staat….Moldau und freundlicher Unterstützung dar NordAtlantischenTerrorOrganisation…bisher mit Geld und wie sich zeigt jetzt auch mit Gerätschaft.
    So wird es dann doch noch was mit dem Großen Krieg gegen das Böse.
    Hundert Jahre Anfang des ersten haben die Politwixer gerade erst “gefeiert”.
    Toll so kommt er wieder mal nach Europa….direkt vor die Haustür.
    Ich hör sie schon schreien…Bündnisfall.
    Wird Zeit das Transnistrien kampfbereit gemacht wird, sonst geht es da demnächst auch los.

  • soja kosmos

    Donezk scheint eingekesselt zu sein und offenbar gibt es nicht mehr nur an den Außenbezirken Artilleriebeschuß. Besorgniserregend ist auch, dass die Webcam von Velton Telecom, die in Donezk auf den Lenin-Platz gerichtet war/ist, heute morgen abgeschaltet wurde. Alle anderen Kameras – Odessa, Charkow, Poltawa – übertragen ihre Bilder weiter. (Der Lenin-Platz befindet sich in der Innenstadt und gehört entweder zum Kiewer (N) oder Leninski (S) Rayon, sie grenzen aneinander, aus beiden Stadtbezirken werden Einschläge gemeldet)

    Die DVR hat ihre Bereitschaft zur Waffenruhe und Verhandlungen heute erneut bekräftigt:
    »… Obgleich die unter OSZE-Vermittlung geführten Konsultationen über die Waffenruhe nichts gebracht haben, ist die Führung der Volksrepublik Donezk bereit, diese fortzusetzen, wird im
    Dokument betont.
    Am Vortag hatte der Premier der Donezker Volksrepublik, Alexander Sachartschenko, erklärt, dass die Volkswehr zum Waffenstillstand bereit ist, um eine Ausweitung der humanitären Katastrophe in der ostukrainischen Region Donbass zu verhindern.
    Dabei betont Donezk, dass der Waffenstillstand gegenseitig sein muss. Indessen setzt Kiew die Kampfhandlungen fort.
    „Da die ukrainische Seite, wie die Praxis zeigt, absolut nicht vereinbarungsfähig ist, erscheint die Diskussion über Bedingungen des Waffenstillstands gegenstandslos. Kiew setzt seine Strafexpedition fort, obgleich es bereits von der internationalen Gemeinschaft aufgerufen
    wird“, Kampfhandlungen einzustellen. …« (Stimme RU)

    Wer hier Hoffnungen hat, Donezk und Lugansk ließen sich durch ein paar übernommene Schützenpanzer, guten Willen und Kampfmoral retten, der ist nicht bereit, Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen. Es gibt nur eine politische Lösung, zu der Kiew gezwungen werden muss, von seinen westlichen “Partnern”. Dort sehe ich den Willen aber nicht. Humanität, Menschenrechte, Selbstbestimmung, Demokratie – danach schreien sie nur, wenns ins politische Konzept passt. Passt aber gerade nicht. Der überseeische Friedensnobelpreisträger hat seinem militärische Nachwuchs mit auf den Weg gegeben, das die USA als Weltpolizist sich über jedes Recht hinwegsetzen dürfen, wenn des Recht den Interessen der USA im Wege steht – na also!
    Heute im Presseclub meinte der Futzzi von der Süddeutschen allen Ernstes: Die Amerikaner haben keinerlei Interessen in der Ukraine. Meine Fresse, solche Scheiße läuft von früh bis spät über die Bildschirme. Blöd oder verkommen – am Ende ist es Wurscht, weg mit diesen geistigen Verbrechern! Die Notlösung: schmeißt die Glotzen aus den Fenstern.

    Wer russisch versteht (ich leider nur minimal, sonst würd ichs übersetzen:
    http://www.e-news.su/news/20898-svodki-ot-opolcheniya-novorossii-10082014.html

    • S. Matt (triangolum)

      …scheinbar gibt es hier Wölfe im Schafspelz. Egal, ich sehe nicht wo die Junta militärisch am Drücker ist so das eine Kapitulation bevor steht. Die Überlegenheit an Human Power und Material wie auch an der Versorgung durch das Ausland ist auf Seiten der Junta unwiderlegbar. Aber, die Junta ist eine zu tiefst feindliche und faschistische Machtgruppe und die Menschen in Neurussland wissen das und erwehren sich so wie es nun einmal möglich ist. Ein Aufgeben kommt der Selbstauslieferung zum Tod gleich.

      …es ist zudem Mühsam Informationen zusammen zu tragen allerdings gibt es die Seiten, man muss nur überall genau schauen. Auffallend ist jedoch das in Deutschland selbst in Themenforen schon andere Standpunkte und Meinungen nicht erst seit heute sondern seit Monaten und Jahren immer schwer werden und Zensur wie auch Beleidigungen und Respektlosigkeit vorherrschen. Heute jedoch auch hier schon Sichtbar ist das ein Eindruck des Verlassenseins und des Bezweifeln stark spürbar geworden ist.

      …noch einmal. Es gibt zur Zeit keinen Kessel. Der Ring um die Stadt wird enger, ja aber es gibt einen Korridor welcher offen ist. Was jedoch erst einmal hinten an steht. Schließlich geht es der Junta nur darum die Menschen dort zu vernichten und nicht um diese zu Befreien. Und genau deswegen sind die Verteidiger auch nicht mehr bereit zu Verhandeln. Es gibt auf der anderen Seite niemanden der dem würdig ist. Auch nicht im Westen.

      Hier mal eine weitere Quelle:
      Der Telepolis Forums User den ich hier zitiere hat seit März 2014 dort Beiträge verfasst. Darunter viele Quellen und Informationen die sich im Nachhinein als wahr und zutreffend erwiesen haben. Prüfbar bis heute wenn ihr seine Beiträge dort durchgeht.

      Wichtig ist zu wissen das nur die Menge an Informationen und Quellen und deren Verknüpfung es euch ermöglicht euren eigenen Standpunkt zu bilden.

      Und wichtig auch ist das wir sehen das es Menschen gibt welche nicht nur am PC für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen sondern dies jeden Tag mit ihrem Leben machen.

      Hier nun der Beitrag von heute vom besagten User:

      Cpt.Yesterday (365 Beiträge seit 27.03.14) nicht mehr folgen

      Während die Kiewer Junta weiterhin predigt im Donbas kämpfe man gegen
      Alkoholiker, Drongensüchtige und ausländische Söldner bis hin zu
      Islamisten, sieht die Wahrheit doch etwas anders aus.

      Die Kräfte der Junta desertieren zu tausenden. Mindestens 6000
      Soldaten sind bereits auf seiten der Junta gefallen. Eine unbekannte
      Zahl an “Kriegskrüppel” ohne jegliche Sozialabsicherung wird wie Müll
      auf die Straßen geworfen. Der Widerstand gegen die nun Dritte
      Mobilisierung wächst bis jeden Tag.

      Die Volkswehren sind dagegen bestens motiviert und dank der
      “Geschenke” der Kiewer Junta (Beute-Waffen und -Fahrzeuge) bestens
      ausgerüstet. Kämpften diese anfangs noch mit Pistolen und
      Jagdgewehren, verfügen Sie nun über Panzer-Einheiten, mechanisierte
      Infanterie, Artillerie und Aufklärungskräfte.

      Hier ein kurzes Video über ein Volkswehr-Artilleriestellung,
      inklusive begonnenem Stellungswechsel:

      > https://www.youtube.com/watch?v=DBso1_Mdqbk#t=198

      Eine kurze Aufzählung was alles in den Kessel im Süden hinein ging:

      – 1 Panzerbataillon der 72. Brigade
      – 3 mechanisierte Bataillone der 72. Brigade
      – 2 Luftlandebataillone der 79 Brigade
      – 1 Sondereinheiten Bataillon (bzw. Miliz-Bataillon)
      – Panzeraufklärungskräfte der 51., der 72., der 1. und der 79.
      Brigade
      – insgesamt 6 Artilleriebataillone der 24., der. 51., der 72 und der
      79 Brigade

      In Summe waren dies ca. 5000 Mann, 70 Panzer, 200 Schützenpanzer und
      gepanzerter Fahrzeuge, 130 Stück an Rohrartillerie und
      Raketen-Artillerie. Des Weiteren eine unbekannte Anzahl an LWK und
      PKW sowie Fahrzeugen der Pioniereinheiten wie auch des Nachschubs.

      Die Kiewer Junta benötigte rund 2 Wochen von Beginn der ersten
      Versuche um vor zu dringen bis man schließlich den Kessel
      “aufbrechen” konnte. Über eine Woche lang gab es nicht den Ansatz
      eines Versuchs in Richtung des Kesses vor zu Rücken. In den letzten
      Tagen der Durchbruchskämpfe erlitt die Junta einen Verlust von ca.
      30-50 Panzern und Schützenpanzern. Als der Durchbruch gelang war es
      kein “Ausrücken” sondern eine Flucht aus dem Gebiet unter feindlichen
      Artillerie-Feuer. Nur ca. 1000 Mann und rund hundert Fahrzeuge (der
      Größte Teil bestand aus LKW und PKW) verließen den Kessel. Ein Teil
      der Ausrückenden geriet wieder in einen kleineren Kessel und wurde
      aufgerieben.

      Die Beute der Volkswehr besteht aus Tausenden Handfeuerwaffen und in
      der Summe an die 100 Einheiten schwerer Technik (Panzer,
      Schützenpanzer und Artillerie). bis zu 50 Fahrzeuge wurden
      unbeschadet übernommen und werden auf die bestehenden Einheiten
      umverteilt.

      Hier einpaar “Eindrücke” von aufgerieben Stellungen im Kessel und
      Versuchen der Junta durch zu brechen:

      > http://www.militaryphotos.net/forums/attachment.php?attachmentid=223494&d=1407681373

      > http://www.militaryphotos.net/forums/attachment.php?attachmentid=223497&d=1407681530

      > http://sf.uploads.ru/UJTox.jpg

      > http://sf.uploads.ru/QBe4L.jpg

      > http://i.imgur.com/MCKnJ0m.jpg

      > http://i.imgur.com/MmDLhgu.jpg

      > http://i.imgur.com/tkbFOka.jpg

      > http://ic.pics.livejournal.com/bmpd/38024980/1194723/1194723_original.jpg

      > http://s7.hostingkartinok.com/uploads/images/2014/08/f7f566ef91329031218b79f91333d49b.png

      > http://s7.hostingkartinok.com/uploads/images/2014/08/f7f566ef91329031218b79f91333d49b.png

      .

      Einige der Beutestücke aus dem Kessel:

      > http://www.militaryphotos.net/forums/attachment.php?attachmentid=223411&d=1407504791

      > http://www.militaryphotos.net/forums/attachment.php?attachmentid=223407&d=1407504728

      > http://www.militaryphotos.net/forums/attachment.php?attachmentid=223414&d=1407504834

      http://www.militaryphotos.net/forums/attachment.php?attachmentid=2234
      09&d=1407504755

      Ein “Legende” kehrt wieder an die Front zurück:
      > http://cs616531.vk.me/v616531922/18cff/qFBwXrxCWMo.jpg

      Überreste der am Freitag abgeschossenen MIG-29:
      > https://www.youtube.com/watch?v=FXXEKZvFR54&list=UUYhnaZG7onWG7Umc7xP-maQ

      Verlegung der erbeuteten Artillerie in das Gebiet Donezk:
      > https://www.youtube.com/watch?v=pDqsOTwqbIc&list=UUd8rLK2xCItdoDOY3fj2lew

      • soja kosmos

        Es klingt so, als zähltest du mich zu den “Wölfen im Schafspelz”. Warum eigentlich? Weil ich versuche, die Kräfteverhältnisse einigermaßen realistisch zu sehen? Das hat doch nichts mit meinen Sympathien zu tun.
        Ich halte die Situation der Leute im Donbass für ausgesprochen tragisch.
        Ich maße mir kein abschließendes Urteil über das Verhalten Russlands oder Putins an, dazu habe ich einfach zu wenig Hintergrundwissen. Als Putin sich von der Duma die Freigabe zum militärischen Eingreifen in der Ostukraine geben ließ und damit natürlich auch Hoffnungen bei der ostukrainischen Bevölkerung weckte, war (für mich) die massive Reaktion des Westens noch nicht absehbar. Möglich, dass Putin sich und Russland (u.a. nach der erfolgreichen Krim-Aktion) überschätzt und den unbedingten Willen der USA, in der Ukraine Nägel mit Köpfen zu machen, unterschätzt hat. Noch mehr glaube ich, dass er die europäischen Politiker überschätzt, ihnen so viel Feigheit nicht zugetraut hat, nicht glaubte, dass sie sich zu so jämmerlichen Schoßhündchen der USA machen lassen und die nationalen Interessen ihrer Länder gnadenlos verraten. Auf so eine Idee käme Putin nicht.
        Jeder weiß doch, in welchem Dilemma Russland/Putin sich derzeit befindet. Die Verweigerung der Hilfe für Neurussland bringt die russischen Nationalisten zum Schäumen. Die Ostukrainer fühlen sich verraten. Und Russland hat noch so viele andere Probleme. Der Westen hat Russland den Krieg erklärt. Und wir können – glaube ich – alle froh sein, dass die Russen sich nicht für eine militärische “Lösung” entschieden haben. Bis jetzt machen die Russen doch eine kluge und unaufgeregte Politik.
        Die Entwicklung in der Ostukraine hin zu einer militärischen Komponente kann man nicht Putin anlasten. Ich erinnere mich an die Bilder, als die Bevölkerung friedlich versuchte, die Fahrzeuge der ukrainischen Armee aufzuhalten. Dann gab es die ersten Schüsse und Toten, Odessa, das Massaker im Gewerkschaftshaus usw. Damals kursierten die ersten Videos von vermummten Leuten aus Odessa(?), die von einer zigtausend zählenden Partisanenarmee im Raum Odessa faselten. Undsoweiter undsoweiter … Ich wollte eigentlich nur sagen, dass die militärische Komponente in der Ostukraine sich aus sich selbst entwickelt hat, aus den Ereignissen heraus. Aber in Charkow blieb es ruhig, in Odessa undsoweiter. Das Projekt Neurussland beschränkte sich praktisch immer nur auf Teile von Donezk und Lugansk, mehr nicht. Und auch dort sind sich die Leute nicht wirklich einig, was das nun genau sein soll – da sind von russische Ultranationalisten bis hin zu Linken alle möglichen Vorstellungen unterwegs, die einen wollen eine Abspaltung, die anderen eine Autonomie innerhalb der Ukraine (die vernünftigsten Sachen macht m.M. nach nach wie vor Oleg Zarjow – Voksfront Südost, praktische Hilfe organisieren und alle politischen Kräfte bündeln). Man schaue sich die Schwierigkeiten bei der Formulierung des Abschlussdokumentes von Jalta im Juli des Jahres an. Am Ende wäre eine demokratische Gesamtukraine selbstverständlich besser als dieses Hilfskonstrukt Neurussland, dass ja im Wesentlichen eine Reaktion auf die Einmischung des Westens in der Ukraine und dessen hoffähig machen von Neonazis und Ultranationalsten (u.a. durch den Sozialdemokraten Steinmeier) und die jahrelange Ausplünderung des Landes durch die Oligarchen ist.
        Im Herbst, Winter, teilweise schon jetzt, wird sich auch in der Westukraine die Unzufriedenheit wieder bemerkbar machen. Leider ist abzusehen, dass die Benachteiligten und Ausgeplünderten in Ost und West auch dann nicht zusammenfinden werden, die Westukrainer sind einer so schrecklichen Gehirnwäsche ausgesetzt, dieser ukrainische Nationalismus ist wirklich zum Fürchten.

        Langer Rede kurzer Sinn: Natürlich haben die Leute in der Ostukraine das Recht, sich zu wehren. Aber das Projekt Neurussland ist aus verschiedenen Gründen nie zu dem geworden, was es im Namen trägt – nur Teile der Oblaste Donezk und Lugansk haben sich daran beteiligt und stehen ukrainischen Truppen gegenüber, die zwar unzufrieden und schlecht versorgt sind, an ihrer Seite aber motivierte Nationalgarde haben und die Rückendeckung und Unterstützung des Westens, viel mehr Technik und eine Luftwaffe.
        Die Ostukrainer sind ganz allein – sie haben keinerlei Unterstützung, außer von der russischen Bevölkerung, Kadyrow und der internationalen Mini-Brigade (Achmetow wird inzwischen vielleicht auch das eine oder andere finanzieren).
        Politisch geht es dem Westen in der Ukraine um Russland bzw. gegen Russland. Es ist also davon auszugehen, dass es für Frieden in der Ostukraine keine politische Lösung geben wird, aber nur durch eine politische Lösung könnte man Frieden herstellen.
        Das militärische Kräfteverhältnis ist eindeutig, vermutlich wird die Sache in einen Partisanenkampf münden.
        Die Zivilbevölkerung, so sie nicht nach Russland flüchtet, wird schrecklich leiden. Ich will mir das gar nicht ausmalen.

        Noch vor einem halben Jahr hätte ich mir diese Entwicklung nicht vorstellen können, hätte nicht geglaubt, das auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, den Schlachtfeldern des zweiten Weltkrieges, in den Städten, Menschen von Waffen zerfetzt werden, Häuser zerbombt werden. Es ist einfach nicht zu fassen. Und das dort Leute unbehelligt mit SS-Uniformen herumlaufen können (Das konnten sie schon vor den jetzigen Ereignissen, aber mir war das nicht klar, muss ich zugeben).
        Von dieser SPD und diesem deutschen Aussenminister will ich gar nicht reden, diesem schwarzgrünen Pack und dieser jämmerlichen Linken.
        Es ist zum Verzweifeln.

        • soja kosmos

          Nach dem Lesen des sehr informativen Beitrages, den Ruth hier verlinkt hat (Donbassfront) sehe ich manches differenzierter, vielleicht mit ein wenig mehr Hoffnung.

        • Ruth

          Eine kleine Korrektur, Soja, die Erlaubnis der Duma zur militärischen Intervention hatte sich Putin kurz vor dem Krim-Referendum geben lassen. Und als die Sache im Osten begann zu eskalieren (nach Beginn der s.g. ATO), hat er sie sich wieder entziehen lassen. Das war meiner Meinung nach (wie so vieles von ihm) aber auch lediglich ein kluger Schachzug. Irgendwann habe ich mal gelesen, daß es dieser Genehmigung gar nicht bedürfte, da diese Möglichkeit sowieso in irgendeiner Form in der Verfassung(?), militärischen Strategiepapier(?) verankert ist. Die “richtigen” Rußlandkenner hier wissen da evt. besser darüber Bescheid.

        • soja kosmos

          Danke für die Korrektur, hatte ich falsch in Erinnerung …

      • Mathew Miller

        Es gibt Berichte wonach die ukrainische Luftwaffe die eingeschlossenen Einheiten aus der Luft mit Bomben versorgt…..bis zum verrecken.
        Die 72 sitzt zu ihrem Unglück mit zu viel noch funktionsfähigem Gerät allerdings ohne Munition fest.
        Die 180 der über 400 nach Russland geflüchteten Soldaten welche in die Ukraine zurückgekehrt waren dürften mittlerweile mit allen im Kessel verbliebenen ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben.
        Das Problem von Panzerbrigaden und mechanisierten Bataillonen ist das ihr Kampfgerät mehr als das Leben der Bedienmanschafften Wert ist.
        Wenn es nicht geborgen werden kann und auch nicht wirklich unbrauchbar gemacht wurde…dann ist das Leben aller die in der Nähe dieser Gerätschaften ausharren weniger als nichts wert.
        Kiew nimmt wieder einmal die eigenen Soldaten unter Feuer.
        Das Kampfgerät darf nicht in die “falschen Hände” geraten…..ja ja Russland rüstet den Osten der Ukraine auf….Märchenstunde.
        Der verfickte Kupferstecher Pottsauschenko bückt sich noch etwas tiefer und macht was er am besten kann.
        Schokoschwuchtel mit “Sahne”Füllung.
        Und der Mongo von Katzenjuck dreht die Transitleitungen nach Europa zu.
        Gas und Öl…ja ja.
        Damit wird die RF zu Boden geworfen.
        Sicher.
        Nicht slawa Ukraine …slaba Ukraina.
        Ukraine einfach nur noch lächerlich.
        Wenn es für die Menschen nicht derart traurig und bitter ausgehen würde.
        Tja so ist es wenn Päderasten und ihre Lustknaben das Zepter der Macht ganz tief eingeführt bekommen haben.
        :-)

  • soja kosmos

    Wat zum Lachen: »Mutti« spricht zu uns!

  • S. Matt (triangolum)

    …hier eine Aktuelle Karte:
    http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/14445/14445_original.jpg
    …wie zu sehen versucht die Junta das Gebiet in zwei Teile zu spalten was jedoch schon seit ca. 10 Tagen versucht wird. Aber, es wird ihr so einfach nicht gelingen. Das zeigen bereits heute wieder Berichte von sehr hohen Verlusten der Junta Truppen.

    • ISKANDER1

      Ich kann hier aber keine vorteilhaften Optionen für die ostukrainischen Rebellen erkennen. Was nicht heißen soll – ich wäre gegen ihren Erfolg, im Gegenteil.
      Aber Realismus sieht anders aus.
      Wenn dieser Trend sich fortsetzt – was wohl angesichts der monströsen und unerschöpflichen Waffenlieferungen der USA/NATO via Charkow Airport nicht von der Hand zu weisen ist – kann die bedrängten Rebellen nur noch ein landesweiter ukrainischer Aufstand retten. Die Russen jedenfalls werdens sicher nicht tun.
      Es werden/wurden so ziemlich alle Kardinalfehler gemacht, die es gibt:
      1) Rückgabe des auf der Krim beschlagnahmten Kriegsgerätes an die Junta durch die RF – Glückwunsch!
      2.) Verzicht auf Internierung von gefangenen Juntasoldaten (Kriegsgefangenenlager)
      3.) Verzicht auf Rüstungslieferungen an die Rebellen (USA – in Syrien geht es doch auch)
      4.) Verzicht auf äquivalente demonstrative Rüstungslieferungen + Berater nach Syrien als Gegengewicht
      5.) Weiterbelieferung der EU mit Gas

      Wir haben Anfang August. Bis zum Januar ist die Zeit zulange um auf einen “Aufstand” der hungernden und frierenden Restukrainer zu warten. Zumal die EU alles liefern wird was nötig ist um die neue Allianz nicht platzen zu lassen.
      Also Vorsicht vor zu großem Wunschdenken, so sehr ich es selbst nachvollziehen kann.

      • Petra Moser

        Sind Sie von Haus aus Pessimist?

      • S. Matt (triangolum)

        …ich Antworte mal mit dem neusten Artikel von “der Saker”
        http://www.vineyardsaker.de/ukraine/nicht-das-schlimmste-nicht-das-beste-aber-novorossia-laeuft-die-zeit-davon/

        …sei nicht so Pessimistisch. Wir können das einfach nicht uns erlauben wenn wir an die Zukunft denken so müssen wir Zuversichtlich sein diesen Faschismus zu stoppen.

        ……………………………………………………………………………………………
        Nicht das Schlimmste, nicht das Beste, aber Novorossia läuft die Zeit davon
        August 11, 2014
        Ilja Schmelzer
        Hinterlasse einen Kommentar

        Sie flattern dir nach, deine möglichen Vergangenheiten
        helläugig und irre die einen, andere furchtsam und verloren
        Eine Warnung für jeden, der noch das Kommando hat
        sich um die mögliche Zukunft zu sorgen
        Roger Waters

        Am 1.Juli schrieb ich einen kurzen Text mit dem Titel “Novorossia – Hoffe das Beste, bereite Dich auf das Schlimmste vor, und erwarte irgend etwas in der Mitte”, in dem ich verschiedene mögliche Ergebnisse von dem ausführte, was ein unmittelbar bevorstehender, massiver Angriff der Ukies auf Novorossia zu sein schien. Ich glaube, jetzt ist ein guter Zeitpunkt, zurückzublicken auf das, was in den vergangenen 40 Tagen geschehen ist, und es mit den möglichen Ergebnissen zu vergleichen.

        Das Leben irgendwo dazwischen

        Zuerst, das beste mögliche Ergebnis, das ich wie folgt zusammenfasste: Die Hoffnung für das Beste ist einfach: der Widerstand Novorossias schlägt die Nazitruppen zurück. Das ist offensichtlich nicht geschehen, und, offen gesagt, das war auch unwahrscheinlich. Ich muss hier jedoch anmerken, dass die Zerstörung des “Südlichen Kessels” ein ungeheurer Erfolg für den Widerstand darstellt, der die meisten, glaube ich, überrascht hat.

        Hier nun, wie ich das schlimmste mögliche Ergebnis beschrieben habe:

        Aber was ist das Schlimmste, das geschehen kann?

        Das Schlimmste, das geschehen kann, ist, dass eine Menge von Novorossias Verteidigern getötet werden, dass die Städte Slawjansk, Kramatorsk, Krasnij Liman und andere regelrecht dem Erdboden gleichgemacht und die meisten der Einwohner umgebracht werden, dass die Straße zwischen Donezk und Lugansk von den Ukies abgeschnitten wird und die Ukie-Truppen tief in diese beiden Städte eindringen. Wenn ich ehrlich bin, es gibt eine ziemlich gute Chance, dass all das oben erwähnte in den nächsten 24 Stunden geschieht.

        Es mag oberflächlich so aussehen, als wäre das nahe an dem, was tatsächlich geschehen ist. Natürlich abgesehen davon, dass es nicht in 24 Stunden geschah, sondern die Ukies 40 Tage brauchten, um dieses Ergebnis zu erzielen. Man sollte aber folgende “Details” betrachten:

        1. Die Straße zwischen Donezk und Lugansk ist noch nicht unterbrochen, aber sie ist bedroht, daran besteht kein Zweifel. Aber die Ukies fürchten, in eine Falle zu geraten und zum Aufgeben gezwungen zu werden. Daher mussten sie sich, obwohl ihre Kräfte in einige Städte auf dieser Achse eingedrungen sind, sich auf ihre Stellungen zurückziehen.

        2. Alle Kämpfe finden in den Vorstädten dieser Städte statt und keine Truppen der Ukies sind in Lugansk oder Donezk selbst eingedrungen. Ja, diese Städte werden erbarmungslos beschossen, aber das geschieht aus Frustration, weil es ihnen offenbar unmöglich ist, tatsächlich die Verteidigungslinien des Widerstands zu durchbrechen.

        3. Die Zerstörung des südlichen Kessels hat 165 km der Grenze zwischen Novorossia und Russland geöffnet und das heisst, dass die Junta, weit davon entfernt, den Widerstand von Russland abschneiden zu können, jetzt weniger der wichtigen Grenzübergänge kontrolliert als zuvor.

        Tatsächlich sind das nicht Details, sondern entscheidende Elemente des strategischen Gesamtbilds. Natürlich, die Zivilbevölkerung zahlt einen furchtbaren Preis für das Fehlen wirklicher militärischer Erfolge auf Seiten der Junta, und dieser Schrecken wird sich so lange fortsetzen, wie der Westen völlig hinter Poroschenkos Krieg steht. Die Ukies haben willkürlich Gebäude, Kindergärten, Kirchen und sogar Krankenhäuser mit Granaten beschossen. Traurigerweise entspricht das dem üblichen Verfahren, das ist, was die USA in Serbien und Montenegro gemacht haben, das machten die Israelis 2006 mit dem Libanon und genau das machen sie jetzt mit Gaza. Dennoch, so schrecklich diese Schandtaten sind, wir sollten sie nicht für irgeneinen militärischen Erfolg der Junta halten, ganz im Gegenteil.

        Im Juli befasste ich mich auch mit der sehr realen Möglichkeit, dass die Todesschwadronen der Junta tatsächlich nach Donezk und Lugansk eindringen. Ich schrieb:

        Selbst wenn Poroschenko verkündet, Donezk und Lugansk seien “gefallen”, so ist dies nur eine leere Behauptung, vergleichbar mit Dubyas “Mission erfüllt”. Was “wirklich” geschehen wird, ist, dass sich die Art der Kriegsführung ändert. Sie wird sich nicht nur ändern, sondern die neue (städtische) Art der Kriegsführung wird die gegenwärtigen enormen Vorteile der Ukies in der Luft, bei Artillerie und Rüstung fast völlig aufheben. Also, sollten diese Städte “fallen” – bitte verzweifelt nicht.

        Offensichtlich musste der Widerstand die Verteidigung in dem, was das Militär “gemischtes Gelände” nennt (Bewuchs, kleine Orte, natürliche Hindernisse), nicht aufgeben, noch musste er sich tief in die städtischen Gebiete zurückziehen, um die enormen Vorteile der Junta an Gerät und Truppenstärke zu negieren. Also selbst wenn diese Art von “das Schlimmste ist nicht geschehen” nicht wirklich gute Schlagzeilen hergibt, ist es sehr wichtig, insbesondere, wenn wir das größere Bild betrachten.

        Der Wettlauf mit der Zeit

        Der Krieg in der Ukraine hat sich nun in einen reinen Wettlauf mit der Zeit verwandelt. Wenn wir annehmen, dass die Junta unbegrenzte Zeit zur Verfügung hat, um den Widerstand zu zerschlagen, dann können wir nur zu dem Schluss kommen, dass der Widerstand vollständig ausgelöscht werden wird. Gleichgültig, wie viel verdeckte Hilfe aus Russland kommt, die Junta sitzt auf einem enormen Lager von alten, aber noch verwendbaren, Waffensystemen. Die Junta hat ebenfalls ein ungeheures Truppenreservoir. Also gleich, wie heldenhaft und geschickt der Widerstand kämpft, kann er auf lange Sicht einfach nicht gewinnen. Selbst wenn wir annehmen, dass die Ukie-Truppen im Donbass durch den Widerstand völlig zum Stehen gebracht werden, ist es eine Sache, sich gegen einen Angreifer zu verteidigen, und eine völlig andere, eine erfolgreiche Offensive einzuleiten. Selbst wenn die Ukies um Donezk zurückgeschlagen werden, heisst das daher noch lange nicht, dass Strelkow einen Gegenangriff auf Kiew starten kann. Gleich, wie man es aufteilt, auf lange Sicht gewinnen die Ukies.

        Mehr noch, viele Quellen legen nahe, dass die Ukies zu kämpfen gelernt haben, selbst wenn sie dafür einen hohen Preis an Menschenleben bezahlt haben. Vor einem oder zwei Monaten sahen wir einen Krieg ahnungsloser Eingezogener gegen ältere, aber kampferfahrene Truppen des Widerstands. Das ist nun anders. Natürlich haben die Ukies schreckliche Verluste erlitten, und tun es noch, aber die Zeichen nehmen zu, dass die, die überlebt haben, ihre Lektion auf die harte Art gelernt haben und nun viel schwerer zu schlagen sind als in der Vergangenheit.

        Dennoch gibt es viele Gründe, warum die Ukies nicht so viel Zeit haben.

        Die erste winterliche Kälte wird in einem Monat oder so eintreffen, gefolgt vom Winter selbst.

        Die Wirtschaft der Ukies nähert sich dem völligen Stillstand (zu erwarten zwischen September und Oktober)

        Die EU hat gerade bemerkt, dass die Gegensanktionen, die Russland verhängt hat, sowohl extrem teuer als auch politisch spaltend sind

        Die wahre Geschichte der MH17 wird weiter auf die eine oder andere Art aus den Ritzen fliessen

        Die Ukie-Eliten kämpfen schon ziemlich offen miteinander

        Die fortgesetzten Massaker durch die Ukie-Todesschwadronen sind immer schwerer zu verbergen

        Aus all diesen Gründen brauchen Poroschenko und seine Sponsoren dringend einen schnellen Sieg, etwas, um zu zeigen, dass das Regime nicht ahnungslos ist und dass der Wille Onkel Sams “im Himmel wie auf Erden” geschieht. Im Gegenzug macht jeder verstreichende Tag ein (unwahrscheinliches, aber immer mögliches) militärisches Eingreifen Russlands politisch weniger teuer. Die Quintessenz daraus: die Zeit ist auf der Seite Russlands, aber nicht auf der von Novorossia. Für dessen Einwohner ist die Krise schwer, der Schrecken ein Teil des täglichen Lebens, und die Not drückender und drückender. Doch der Widerstand Novorossias hat sich besser, sogar viel besser gehalten, als ich gefürchtet hatte, und das muss man anerkennen.

        Russlands Optionen unterhalb eines militärischen Eingreifens

        Da wir nicht wissen wie nah hier jede der Seiten daran ist, zu zerbrechen, scheint die Lage dennoch sehr wechselhaft, sehr instabil und sehr gefährlich zu sein. Ich denke noch immer, dass Russland mehr tun muss um sicherzustellen, dass die Novorossier nicht überrannt werden (besonders angesichts ihres Mangels an Tiefe im Raum könnte dies, wörtlich, innerhalb von 24 Stunden geschehen).

        Zuerst sollte Russland seine verdeckte militärische, finanzielle und technische Hilfe erhöhen, und es sollte vermutlich auch seine offizielle Haltung von “erklärter Nichteinmischung” auf “begrenztes Eingreifen aus humanitären Gründen” umstellen. Zumindest sollte Russland, wenn die USA und ihre Kolonien eine Konferenz sogenannter “Freunde Syriens” versammeln konnten, politische Schritte erwägen, um den Druck auf Novorossia zu vermindern. Die BRICS-Länder und die Mitglieder der SCO könnten einen Notfall auf Grund der humanitären Lage in der Region Rostow erklären. Und wenn die USA eine humanitäre Mission als “Intervention” betrachten wollen, dann sei es so! Wen kümmert, was die USA sagen würden? Mittlerweile haben die USA alles schon gesagt und vorzugeben, dass eine nächste Äußerung von den “Irren” irgend etwas in der wirklichen Welt ändern würde, ist sinnlos, meine ich.

        Zweitens sollte Russland, nun, da es wirtschaftliche Sanktionen gegen die EU verhängt hat, den “Partnern aus der EU” gegenüber klar aussprechen, dass diese Sanktionen so lange in Kraft bleiben, wie sich die EU als “Onkel Sams Hure” verhält. Während offiziell diese Sanktionen eine Erwiderung auf die US/EU-Sanktionen sind, bin ich davon überzeugt, dass ihr wirkliches Ziel nicht in einer Antwort auf die eher lahmen US/EU-Sanktionen besteht, sondern die EU strafen sollen und genutzt werden, um die völlige Unterwürfigkeit der EU den USA gegenüber zu brechen. Darum hat Russland Teilsanktionen gewählt, Sanktionen, die ziemlich genau die unterwürfigsten US-Kolonien (Polen und Litauen) und gleichzeitig die rebellischsten (Griechenland, Frankreich, Spanien) treffen. Des weiteren wird Russland jetzt Milliarden seiner Dollar/Rubel von jenen Ländern, die Onkel Sam unterstützen, in jene umlenken, die es nicht tun. Argentinien, Brasilien, China und andere feiern nun offen die Unterzeichnung riesiger Verträge mit Russland. Das wird im Gegenzug bedeuten, dass diese Länder schrittweise ein immer größeres eigenes Interesse an der Aufrechterhaltung bester Beziehungen mit Russland haben, was wiederum Russland eine zunehmend größere politische Schlagkraft verleiht. Die BBC hat heute berichtet, dass “der Vorsitzende der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, Russlands Wladimir Putin ermahnte, unter keinem Vorwand eine einseitige militärische Aktion in der Ostukraine durchzuführen”. Das ist ein perfektes Beispiel für das, was Nikolai Starikow eine “rüpelhafte Haltung Russland gegenüber, als sei es ein schuldiges Kind, das bestraft und erzogen werden müsse” genannt hat. Wer zum Teufel glaubt Barroso zu sein? Dort gibt es einen ausgewachsenen Krieg und eine massive humanitäre Katastrophe, gleich auf Russlands Schwelle, und dieser portugiesische Bürokrat glaubt, er kann Russland erklären, was es tun könne und was nicht?! Die russischen Sanktionen müssen Barroso und seinesgleichen eine gute, schmerzhafte Lektion erteilen, damit sie verstehen, dass ein kleiner Köter wie sie besser keinen Bären anbellt. Der EU müssen grundlegendste Manieren beigebracht werden, und das ist, da bin ich mir sicher, ein zentrales Element der russischen Sanktionspolitik.

        Die nächsten entscheidenden Monate

        In den nächsten Monaten wird sich also das alles entscheiden. Zuerst muss Novorossia unbedingt halten. Weder Donezk noch Lugansk darf fallen. Wenn das erreicht ist, dann beginnt die “Jahreszeit des Schmerzes” ernsthaft für Banderastan und die EU, und keiner von beiden kann sich leisten, was auf sie zukommt. Sobald dieser Prozess beginnt, kann sich Russland zurücklehnen und zuschauen, wie die Exkremente von Wiederkäuern den sprichwörtlichen Ventilator treffen, in Kiew und Brüssel. Dann werden wir sehen, woraus diese Europatrioten wirklich gemacht sind.

        Aber zuerst, und vor allem, muss Novorossia sich halten.

        Der Saker

      • Mathew Miller

        Richtig geht der Tanz erst los wenn die VR”s fallen sollten.
        Die Ukraine ist verloren.
        War sie schon immer…nur jetzt wird sie zerlegt.
        Stück für Stück.

        • Petra Moser

          Ehrlich gesagt, mit Ihrer Terminologie/Wortwahl
          habe ich etwas Mühe, z. Bsp. wenn Sie schreiben «Die Ukraine ist verloren.»
          Offenbar gefällt Ihnen diese Prognose. Sie könnten also ein Jünger Lenins sein,
          der „das Absterben des Staates“ voraussagte.

    • S. Matt (triangolum)

      …sollte sich die Aussage einer Offensive der Volksmiliz nicht als Ablenkung heraus stellen so ist wohl mit einer größeren Operation zu rechnen welche zumindest den Druck von Donezk abmildern sollte. Anhand der Karte sollte es offensichtlich sein wo diese Operation statt findet. Vermutlich im Süden nahe der russischen grenze um den erneuten Vorstoß der Junta von Süden ins Zentrum abzuschneiden und erneut einen Kessel zu bilden. Natürlich ist es auch immer eine Frage ob das wenige Großgerät nicht besser zur Verteidigung dienen sollte als in eine Offensiv “verheizt” zu werden. Jedoch, ob nun 5 Panzer da und 5 da macht in der Verteidigung nur begrenzt positive Wirkung. Durch eine möglichst Erfolgreiche Kesselung wären jedoch wichtige Feindverbände erneut der Vernichtung Preis gegeben und eventuell der Verlust an Material durch neue Erbeutung im neuen Kessel fast wieder Ausgeglichen. Und die Wirkung auf den Feind wäre eine noch größere wenn diese gelingt. Von der Demoralisierung mal abgesehen. Auch die Zeit wäre ein Gewinn. Zeit welche die Junta benötigt um das wieder Aufzufüllen. Ganz zu Schweigen von dem ganzen Aufwand solch ein neuen Kessel wieder aufzubrechen und den daraus abgezogenen Druck und Material von anderen Fronten welches benötigt wird um das zu erreichen. Der zerschlagene Süd Kessel dient als Schablone dieser Operation.

    • S. Matt (triangolum)

      Aktuelle Karte vom 12.8.
      http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/16400/16400_original.jpg

      Wie vermutet fand ein Vorstoß im Süden statt um einen weiteren Kessel zu bilden.
      Es wird sich heute im Laufe des Tages wohl zeigen ob das wiederum gelingt. Dann wären wieder starke feindliche Kräfte abgeschnitten.

      • S. Matt (triangolum)

        …im Süden wurden gestern schwere Junta Verbände aufgerieben und zudem zur Grenze Russlands festgesetzt (Kessel). Der Junta Vorstoß von Nord West läuft dagegen “besser”. Allerdings wird dieser zur Zeit wohl nicht so viel beachtet da erst die feindlichen Kräfte von Süden zum Zentrum her zerschlagen werden sollen.

        Hier mal eine Karte für schnelle Rechner welche fast Stündlich Aktuell gehalten wird anhand von Twitter / Co.
        http://militarymaps.info/

        Sollte die Junta im Süden wirklich aufgerieben werden könnte dies Kräfte frei geben um auch im Norden verstärkt wieder Boden zu gewinnen und zudem auch durch die Mannstein Taktik von 1943 (welche zur Zeit schon praktiziert wird in der Verteidigung) Offensiv zu werden.

        Es hängt jetzt alles davon ab was es kostet und kosten wird den Süden (und Mitte) “Aufzuräumen”.

        • Ruth

          Das dürfte sich im Süden um die die Nazis vom Asow-Bataillon handeln. Irgendwo las ich heute, daß die 60 Verluste haben sollen.

      • S. Matt (triangolum)

        Wie erwartet wurde die Junta im Süden abermals eingekesselt. Es wurden zwei kleine in der Mitte gebildet welche bereits fast aufgerieben wurden und damit weiteres Kriegsmaterial erbeutet wurde. Die Zerschlagung sollte bis Morgen abgeschlossen sein. Der Größere Kessel an der grenze zu Russland wird könnte das lohnende Ziel sein… -> unter der Karte geht es weiter.
        http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/17689/17689_original.jpg

        Allerdings ist damit zu rechnen das dieser entsetzt oder die Verbindung durch die Junta wieder hergestellt wird. Da jedoch dort kaum noch Junta Einheiten vorhanden sein dürften könnte hier auch eine Offensive der Volksmiliz erfolgen welches im Süden Richtung Westen hinein stößt um so ein Entsetzen unmöglich macht und zudem die Erschöpfung der Junta nutzt um hier weiter Raum einzunehmen. Dieser würde kaum mehr Einheiten erfordern da die Russische Grenze im Hinterland liege und damit eine Überdehnung der wenigen Einheiten nicht zu erwarten wäre.

        PS: Ich möchte anmerken das in den erneuten Kessel die erfahrensten Junta Kräfte sich befinden und auch vormals die Reste von Polnischen und West Söldnern aus dem ersten Kessel sich wiederum befinden.

        Die Junta verfolgt die Devise den Feind nicht zu Ruhe kommen zu lassen. Die Volksmiliz verfolgt die Strategie des “Schlagens aus der Nachhand” von Mannstein. Sollte diese es weiter genau so machen und Strelkov nun aktiver das ganze zentral führen und die Milizen zu einer Einheit zusammen bauen wird es der Junta so nicht gelingen zu gewinnen.

        • S. Matt (triangolum)

          Übersicht über die Situation an den Fronten des Südostens für 10:00 (Kiew) am 15. August. Hier auch ein Artikel dazu:
          http://www.vineyardsaker.de/ukraine/uebersicht-ueber-die-situation-an-den-fronten-des-suedostens-fuer-1000-kiew-am-15-august/

        • S. Matt (triangolum)

          Aktuelle noch keine Karte aber die wird Morgen früh folgen. Zur Zeit ist das eingetreten was ich geschrieben habe. Die Junta ist praktisch allen operativen Truppen beraubt und der Südkessel 2.0 vor der Zerschlagung.

          Im Grunde genommen müsste jetzt die Operationen gegen die Logistischen Truppen der Junta erfolgen. Da wo die Wehrdienstleistenden für das ganze im Hinterland sorgen damit “vorne” die Söldner” kämpfen können.

          Hier ein kleiner Bericht von heute:
          (PS: Die Seite liefert seit Wochen Bericht welche zumeist sich als wahr heraus stellten)

          Die Situation an den Fronten des Südostens vom 16. August 22:00 (Kiew)
          August 17, 2014
          Ilja Schmelzer

          Übersetzung von Обстановка на фронтах Юго-Востока на 22.00 (по Киеву) 16 августа von yurasumy.

          Ich möchte gleich klarstellen: Einige Informationen sind noch nicht bestätigt. Also, wenn was nicht stimmt nicht böse sein, ich halte es für nötig für ein vollständiges Bild.

          Die Form ist auch nicht nach Standard.

          Gegenoffensive der Milizen in der DVR. Zum Abend begann sich die Situation mit der Gegenoffensive von Truppen der DVR zu klären (einige Daten sind noch nicht bestätigt). Also. Der Angriff hat begonnen. Aber nicht von der Seite von Ilowaisk. Eine Kolonne greift von Tores in Richtung Blagodatnoje an. Es gibt noch keine Informationen wer das Dorf kontrolliert, aber die Teile der Junta nördlich von Saur sind im Dorf Petrowskoe abgeschnitten. Vor gerade einer halben Stunde meldet die Miliz die Einnahme des Grenzkontrollpunktes “Uspenka”. Eine zweite Kolonne war am Morgen entlang der Grenze zu diesem Kontrollpunkt vorgestoßen und hat ihn zum Abend eingenommen. Es wurden außerdem Positionen der Junta im Gebiet Kutejnikowo mit Artillerie beschossen. Diversantengruppen der Miliz sind im Gebiet Starobeschewo aktiv.

          Südkessel 2.0 Kozhewnja ist eingenommen. Im Gebiet Miusinsk – Krasny Lutsch wurden Kräfte der ukrainischen Armee teilweise vernichtet, teilweise gefangengenommen. Es bleiben einzelne isolierte Widerstandsnester. Aufgrund der begonnenen Offensive der DVR haben sie keine Hilfe zu erwarten, daher haben 17 Soldaten heute die Grenze zu Russland überquert (25. Brigade) und die Milizen berichten darüber, dass sich die Soldaten massenweise ergeben. (auch 25. Brigade).

          Nördlich von Donezk. Der einzige Ort, wo der Angriff der Junta noch nicht aufgehört hat. Heute gab es einen Angriff auf Shdanowka, Nishnaja Krynka. Dort finden Kämpfe statt. Es gab eine Attacke auf Jasinowata, Ergebnisse liegen noch nicht vor. Augenblicklich kann man annehmen, dass Gorlowka in operativer Umzingelung ist. Wie “ernsthaft” das ist wird der Morgen zeigen. Der “Angriff” sieht aufgrund des Fehlens von Kräften für einen Sturm von Gorlowka wie ein Versuch aus, Kräfte der Miliz von der zerfallenden Südfront abzulenken.

          Gegenoffensive in der LVR. Die zweite Gegenoffensive läuft schon den zweiten Tag westlich und nördlich von Lugansk. Gestern wurden Simogorje und Rodakowo eingenommen. Heute Sabowka. Damit befindet sich die Junta-Gruppierung von Lutuginsk in operativer Umzingelung. Außerdem ist sie unter Druck von der Seite von Uspenka. Auch zum Abend kam eine Mitteilung über Vernichtung von Kräften der Strafeinheiten im Gebiet Chrjaschtschewataja und großen Verlusten im Gebiet von Nowoswetlowka. Es sieht danach aus, dass morgen die Trasse nach Iswarino wieder frei wird. Damit zeigt sich der operative Sinn des Angriffs: Die völlige Entblockierung von Lugansk.

          Lugansk. Heute gab es unwesentliche Gefechte in den nördlichen Vororten von Lugansk, aber einen Sturm gab es scheinbar nicht. Zum Abend flauten die Kämpfe ab. Ukrainische Kräfte gibt es in der Stadt nicht.

          Schlussfolgerungen. Der Angriff der Junta ist fast erschöpft. Die Teile im Südkessel sind unter recht starkem Druck, das heißt die Kräfte sind für eine Liquidierung ausreichend und einen langen Epos muss man nicht erwarten. Umso mehr, als der begonnene Angriff auf Amwrosijewka sich erfolgreich entwickelt. Man merkt die Erscheinung eines einheitlichen Kommandos. Das ist besonders am Beispiel der LVR sichtbar. Die Angriffe der Milizen sind sinnvoll und abgestimmt. Das Ergebnis: die durch Verlegungen eines Teils der Kräfte in das Gebiet Donezk geschwächten Gruppierungen der Junta ziehen sich unter Verlusten zurück. Sie werden gleich aus mehreren Richtungen attackiert und die Kräfte reichen offensichtlich nicht um eine ausgedehnte Frontlinie zu halten. Wenn sich die Gruppierung um Lutuginsk nicht in ein-zwei Tagen nach Norden abgezogen wird, droht ihr das Schicksal des Südkessels, und der Nordfront der Strafaktion, aufgrund des Fehlens von Reserven, der Rückzug hinter die Linie des Nördlichen Donez (von welcher aus der Angriff Anfang Juni begann). Die Zahl der kampffähigen Truppen an der Front in den Reihen der ukrainischen Armee hat sich deutlich verringert. Die “Löcher” müssen mit Bataillonen der Territorialverteidigung gestopft werden, die keineswegs als kampffähige Einheiten zählen können wegen des Fehlens der nötigen Ausbildung und schwerer Waffen. Zumindest die Südfront der Junta “schwimmt” schon. Die Front nördlich von Lugansk kann schon in der nächsten Woche zu “schwimmen” beginnen (wenn die Junta rigoros an Lutugino festkrallt). Nördlich von Donezk ist die Situation kompliziert, aber im Ganzen kontrollierbar.
          http://www.vineyardsaker.de/ukraine/die-situation-an-den-fronten-des-suedostens-vom-16-august-2200-kiew/

        • S. Matt (triangolum)

          …hier nun die Karte von heute der letzten beiden Tage. Im Norden erneut ein Kessel und Geländegewinne für die Volksarmee. Selbst im Westen laufen nun die Gegenstöße gut. Im Süden Ausweitung des Korridors entlang der Russischen Grenze. Ganz wie schon vermutet von mir. Mit einem Schwenk nach Westen nun sollte die gesamte Süd Front der Junta zusammen brechen da dort keine erfahrenen oder gut Ausgestattete Junta Kräfte mehr liegen und nur noch Logistische Einheiten vor Ort sind.
          http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/18147/18147_original.jpg

          Ich würde sogar soweit gehen und sagen das ein großer neuer Kessel dort entstehen kann. Von der Position “8″ , “2″ und der Postion “14″ aus sollten zwei Durchbrüche angestrebt werden um diesen großen Kessel bilden zu können.

          …es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Front der Junta zusammen bricht. Ohne massive EU/NATO Hilfe wird der Zerfall des Junta-Landes damit noch die Woche rapide zunehmen.

        • S. Matt (triangolum)

          Der Absturz bzw. Abschuss vom 17.8. einer Mig-29 legt nahe das es sich um eine Aufklärungsmission gehandelt hat. Der Ort und der Angriffspunkt galten wohl dem neuen Einheitlichen Kommando der Volksmiliz.

          Hier ein Aktuelles Lagebild.
          http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/19279/19279_original.jpg

  • Ruth

    Inmitten des Kriegsgeschehen-die VDR bereitet das neue Schuljahr vor:
    http://novorossia.su/ru/node/5070
    Ich wünsche allen Kindern der Ostukraine, daß sie niemals nach/aus Geschichtsbüchern der Kiewer Junta lernen müssen.

    • Ruth

      VRD…natürlich

  • soja kosmos

    »Der Partisanenkampf im Osten der Ukraine hat begonnen

    Die Milizen aus Donezk haben den Partisanenkampf im Rücken der ukrainischen Truppen begonnen.
    Außerhalb des Territoriums, welches die Milizen im Osten der Ukraine kontrollieren, wurde der Partisanenkampf eingeleitet. Wie die Agentur „Nowo Rossia“ meldet, haben Aufklärungs- und Diversionstrupps 23 Mal Posten im Verlaufe eines Tages ukrainische Posten im Hinterland im
    Bereich von Slawjansk angegriffen. Die ukrainischen Truppen verloren einige dutzend Soldaten an Toten und Verwundeten.
    An einem anderen Ort in der Nähe von Charkow vernichteten die Partisanen eine Versorgungskolonne mit Munition, die für die Sicherstellung einer Panzerbrigade bestimmt war. Es wurden vier Fahrzeuge mit Munition vernichtet. Auf dem fünften LKW fanden die
    Partisanen amerikanische Panzerabwehrraketen FGM-148 Javelin vor.
    In der Nähe der Siedlung Malinowka im Gebiet Saporosch gerieten Angehörige der Nationalgarde in einen Hinterhalt. Diese Gruppe wurde von amerikanischen Instrukteuren begleitet.«
    http://kaliningrad-domizil.ru/portal/information/politik-and-gesellschaft/der-partisanenkampf-im-osten-der-ukraine-hat-begonnen/

    • habkind

      Wenn die Angaben in RiaNovosti stimmen, dann haben die Ukrainische Streitkräfte
      allein am Montag mehr als 500 Soldaten verloren. http://de.ria.ru/security_and_military/20140811/269262130.html
      Und gemäß den Angaben eines Mitarbeiters des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind die 3500 Soldaten, die zwischen Donezk und der Grenze zu Russland eingekesselten Soldaten “als vermisst zu gelten und sind wahrscheinlich tot.”
      Wenn diese Zahlen stimmen, dann frage ich mich wirklich, woher die ukrainische Seit ihre Zuversicht herhat, die Milizen schlagen zu können.
      http://de.ria.ru/politics/20140809/269246606.html

      • soja kosmos

        Die neue Militärkarte (kot_ivanov 03-13) lässt annehmen, dass eventuell die nächsten Kessel für die ukrainische Armee aufgebaut werden – also alles im Konjunktiv und fast unglaublich …

  • Ruth

    Bewegende Dokumentation über Slawjansk mit dt.Untertiteln
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/abschied-von-slawjansk-von-alexander-kots-und-dmitry-steshin/
    In Berlin (Redaktionsräume der Jungen Welt), London und Madrid wurde eine Fotoausstellung zum Massaker vom 2.Mai in Odessa mit Fotos von Augenzeugen eröffnet.

  • Ruth

    Berichte von der Front-”Hasenjagd auf Panzer”, “Mit Kettensäge gegen Schützenpanzer”, “Schutzweste mit Hochtechnologie” http://donbassfront.livejournal.com/10950.html
    Es tut so gut, daß den Jungs dort der Humor noch nicht ganz abhanden gekommen ist und sie auch über solche Sachen berichten.

  • Hans-H.
  • soja kosmos

    Strelkow zurückgetreten, zurückgetreten worden oder verletzt?
    »„Der Ministerrat hat in der heutigen Sitzung dem Antrag von Oberst Igor Strelkow auf Entlassung aus dem Amt des Verteidigungsministers der VRD im Zusammenhang mit der Übernahme einer anderen Tätigkeit stattgegeben“, heißt es.« [RIAN]
    Strelkow wird von Wladimir Kononow abgelöst, der voraussichtlich am Freitag in Amt des Verteidigungsministers bestätigt wird.

    Kann ein Russischsprachler eine kurze Inhaltsangabe machen zu dem Interviewvideo mit dem ebenfalls zurückgetretenen Borodai? Wo befindet der sich gerade? In Moskau? Wie soll man seine Mimik interpretieren?
    Hat jemand eine Ahnung, was da im Hintergrund gerade abläuft?

    • sina

      das dürfte einige Antworten auf die Veränderungen geben..

      http://www.vineyardsaker.de/ukraine/metamorphosen/

      • soja kosmos

        Den Beitrag kenne ich. Ich kann auch nachvollziehen, dass man keine russischen Repräsentanten in vorderster “Front” haben möchte.
        Der Beitrag gibt mir zwar ein Gefühl dafür, das da im Hintergrund unterschiedliche Interessengruppen ihre Kämpfe ausfechten, aber wie nah an der Wahrheit der Beitrag ist, kann ich nicht einschätzen. Und auch nicht, was es nun am Ende bedeutet, was die Folgen sein werden.
        Ich weiß relativ wenig und hab keine Ader für politische Ränke und Verschwörungen, ich hab nur meinen gesunden Menschenverstand. Auf jeden Fall läuft da etwas nicht sauber, denn sonst könnte man offener mit Umstrukturierungen umgehen, müsste nicht erst irgendwelche Falschmeldungen lancieren (Verwundung), die sich demoralisierend auf die Kämpfer auswirken. Also was soll am Ende dabei herauskommen? Die militärische Lage gibt nicht eben Anlass zum Optimismus, auch wenn das Mancher hier anders sieht. Mit Kiew und den Amerikanern ist nicht zu reden und nichts auszuhandeln, keine politische Lösung zu finden, weil sie keine wollen. Die militärische endet in einem fortgesetzten Blutbad und Zerstörung, das kann man auch nicht wollen. Die Hoffnungen auf den Herbst und Winter, auf soziale Unruhen in der Westukraine, Unregierbarkeit, Revolten im Militär – ich weiß nicht, zuerst und am stärksten leiden die Menschen in der Ostukraine. Man führe sich vor Augen, wie entvölkert Land und Städte schon sind, die Infrastruktur zerstört. Andererseits: ließe man Kiew gewähren, gäbe es keinen Widerstand, kapitulierte man – wäre das eine “Lösung”? Ich weiß es nicht. Ohne einen politischen Rahmen – Schutz der Bevölkerung, Wiederaufbau der Infrastruktur – und das unter internationaler Kontrolle – ist auch das nicht vorstellbar.

        Ich habe keine Antwort, nur Fragen.

        Und was ist nun mit Strelkow? Wird er weitermachen als Feldkommandeur? Es sieht ja nicht so aus, als hätte man die Regelung MIT ihm getroffen.

        Welche Rolle spielt der gigantische russische Hilfskonvoi, der inzwischen im Gebiet Rostow steht? Wie kommen die Sachen nach Lugansk und Donezk? In das Gebiet wird sich kein Mitarbeiter des roten Kreuzes oder der OSZE begeben. Also wird man auf die Zustimmung von Kiew verzichten und eventuell die Laster an Fahrer der Bürgerwehr übergeben? So viele Leute haben die doch gar nicht frei, oder? Und dann?
        Wenn Kiew nicht zustimmt – sie werden es sofort als russische Invasion verkaufen. Wäre das eine Überlegung, auf diese Weise Kiew “vorzuführen”? “Kiew beschießt Transport von Hilfsgütern”? Daraus würde Kiew sich doch nichts machen, die behaupten, in den Lastern seinen Waffen und kleine grüne Männchen versteckt, damit haben die kein Problem. Und AeRDe und Gulineh auch nicht. Undsoweiter …

        • Ruth

          Hola Soja, Ihre Emotionalität in allen Ehren, aber wie kommen Sie darauf, daß die Falschmeldung über Strelkows angeblicher Verwundung von Seiten Novorossijas lanciert wurde? Genauso wie die über Medwedews Rücktritt auch nicht von ihm selbst kam…
          Bzgl.Strelkow fragt Borodai, woher sie (die Interviewerin) diese Aussage (Rücktritt) hätte…daß er weiß, daß mit Strelkow alles in Ordnung sei. Auf sich bezogen, daß seine Aufgabe erfüllt sei und er einen würdigen Nachfolger hat…daß er nach Moskau zurückkehrt, aber immer in und mit Novorossia bleiben werde…also Aussage so gut wie keine.
          Ich persönlich denke, daß Strelkow sich von den administrativen Aufgaben als Verteidigungsminister hat entbinden lassen, um direkter ins Kampfgeschehen eingreifen zu können…koordinierende Aufgaben an der Front? So lese ich das auch eher aus der Bekanntgabe von Novorossia selbst heraus.
          Wo sind eigentlich unsere Herren Rußlandkenner abgeblieben? Gibt es irgendwo ein anderes spannendes Novorossiaforum?
          Weiß jemand etwas darüber, daß die Ukris die Straße zwischen Grenze und Lugansk erobert hätten?

        • soja kosmos

          Ich hatte beim Suchen eine russischsprachige Seite gefunden, die ich allerdings vorher nicht kannte, die sich Noworossia nannte und die das groß + mit Foto meldete. Allerdings entsprach sie vom Layout nicht dem gewohnten – vielleicht eine Desinformationsseite. Finde sie jetzt auch nicht wieder, weil ich nicht mehr weiß, wie ich dahin gelangte …
          Ich wäre sehr froh, wurde apxyz…/Roman oder ein anderer “Wissender” hier mal wieder einen Beitrag mit Hintergrundinfos und Analysen liefern. Dann blieben Ihnen meine jämmerlichen Elaborate sicher erspart. ;-)

        • Ruth

          War nicht böse gemeint ;-). Mein Herz blutet ja auch…Hier die Seite von Novorossija (ist echt).
          http://novorossia.su/
          Letze Meldung heute: eine der Stellungen, von denen aus Donezk beschossen wurde, konnte vernichtet werden.

        • soja kosmos

          Gar nicht, ich nehm nicht übel. Gestern hatte ich wirklich leichte Panik. Danke für den Link, ich war immer nur auf den sehr jämmerlichen fb/vk-Seiten (nur gestern nicht). Und eigentlich ist mein Russisch zu schlecht, sitze dann mit Wörterbuch und dem Kauderwelsch der automatischen Übersetzung … Oder belästige einen Freund. Mein Vokabelwissen stammt aus der Kindheit und ist auch noch zur Hälfte verschüttet …

        • @soja kosmos: Also was soll am Ende dabei herauskommen?

          Verhandlungsbereitschaft. Und um die entsprechenden Positionen dafür zu sichern, die solche Verhandlungen – zumindest medial – nicht wie Kapitulationsverhandlungen aussehen lassen, gibt’s, wie mir scheint, in den kommenden Tagen irgendwo lokal “Katze aus dem Sack” gegen die Strafkorps. Sachartschenko – und andere – erwähnten xyz Einheiten an “neuen” Panzerfahrzeugen und angeblich 1.200 “in Russland ausgebildete Kämpfer”.

          Ansonsten ist das Verschwinden Strelkows m.E. nicht anders zu werten als Niedergang der Idealisten und “Sieg” der Oligarchen (selbst, wenn man annimmt, dass hinter Strelkow auch ein solcher – Konstantin Malofejew – steckt). “In einem Monat” soll er angeblich die “Armee von Neurussland” aufbauen. In einem Monat wird alles ganz anders aussehen, mutmaße ich mal.

          Auf der anderen Seite beißen sich gerade Poroschenko und Kolomojskij (u.a. um Odessa und andere “Leckerbissen”). Das heißt, das tun sie schon die ganze Zeit, aber gerade jetzt verschärft sich die Lage – siehe das heutige “Ultimatum” des “Rechten Sektor”, das sich im Grunde gegen die Poroschenko-Rige richtet.

          Wie dem auch sei, in den kommenden Tagen wird sich eine Menge tun.

        • soja kosmos

          Danke für die Zwischenmeldung. Warten wir es ab, etwas anderes bleibt ja nicht übrig. Man muss lernen, mit dem ganzen Dreck zu leben, ohne verrückt zu werden.

      • soja kosmos

        Vielleicht sollte man auch nicht immer gleich dramatisieren: auf ANNA-News war zu lesen, das Strelkow jetzt eine Art Kader- bzw. Berufsarmee aufbauen wird, denn die kleinen Kampfverbände aus Freiwilligen machen es teilweise schwer, militärische Disziplin und Befehlsstrukturen wie in einer Armee durchzusetzen. Das leuchtet mir ein. Ein weiterer Aspekt sei wohl gewesen, ihn aus dem direkten aktuellen Kampfgeschehen mit der Verantwortung, die er seit Monaten trug, herauszunehmen, damit er sich von der Dauerbelastung etwas erholen kann.

        Zarjow soll etwas zu Bolotow geschrieben haben, sinngemäß: Er habe seine Verletzung nicht ordentlich ausgeheilt, das ging auf Kosten der Kräfte und muss jetzt nachgeholt werden. Es fehle der Volksrepublik nicht an Fürungspersonal und somit sei der Wechsel kein Problem.

        Fsjo w porjadke, fsjo normalno.

  • soja kosmos

    Die letzten Beiträge hier sind sehr lesenswert:
    http://www.vineyardsaker.de/

  • soja kosmos

    Brief aus Russland:

    EINDRÜCKE VON DER ANDEREN SEITE

    von Kai Ehlers, der sich gerade in Russland aufhält, veröffentlicht bei russland.RU
    http://www.russland.ru/brief-aus-russland-eindruecke-von-der-anderen-seite/

    Liebe Freunde zu Hause in Deutschland, liebe Freundinnen,

    erlaubt mir heute bitte ein paar persönliche Worte zur gegenwärtigen Lage aus Russland, wo ich mich zurzeit aufhalte.

    Weit entfernt von den Redaktionen, aus denen gegenwärtig der Welt mitgeteilt wird, was Russland alles zu tun hat, um nicht als Aggressor zu gelten, erlebe ich hier zur Zeit einen bemerkenswert ruhigen Alltag.

    Bemerkenswert deswegen, weil ja die Atmosphäre von Eskalationselementen nur so schwirrt, die uns zurzeit aus jeder Ecke der Welt entgegenkommen: Die Europäische Union will sich jetzt die Südamerikaner vorknöpfen. Mit erhobenem Zeigefinger werden sie vermahnt, die durch die westlichen Sanktionen gegenüber Russland entstandene Situation „nicht auszunutzen“! Litauen erwägt, die Grenzen zu Kaliningrad mit Embargos zu belegen, nachdem Russland Sanktionen mit Gegensanktionen beantwortet hat. Die Ukrainische Regierung ist drauf und dran in geradezu selbstmörderischer Idiotie ihre Gas-Transitverbindungen zwischen Russland und Europa zu kappen. Die deutsche Bundeskanzlerin erklärt, sie gebe sich alle Mühe mit Wladimir Putin zu sprechen, aber Sanktionen müssten nun einmal sein. Wer sich nicht hören will, muss eben fühlen. Russlands Bereitschaft zur humanitären Hilfe wird in perverser Verkehrung als Aggression hingestellt und mit neuerlichen Sanktionen bedroht.

    Dies alles eskaliert wild vor sich hin. Die viel gepriesene Globalisierung verwandelt sich vor unseren Augen in eine grassierende Fragmentierung der Welt, während in der Ukraine selbst die Kämpfe um Donezk auf Tage der Entscheidung zulaufen. Aus den Reihen der Donezker
    Kämpfer, die sich in die Enge getrieben sehen, werden die Stimmen lauter, die der russischen Führung, namentlich Putin vorwerfen, die russische Bevölkerung in der Ukraine im Stich zu lassen. Orthodoxe Russische Nationalisten wie Alexander Dugin, Alexander Prochanow, Sergei Kurgenjan, im Westen inzwischen gut bekannt als diejenigen, die ein Eingreifen Russlands im Sinne der Wiederherstellung russisch-imperialer Größe fordern, reden gar von Verrat.

    Westliche Analytiker, selbst besonnene, sehen Putin inzwischen hilflos in die Klemme eines fatalen Entweder-Oder taumeln: Entweder Einmarsch zur Rettung der Donbass-Kämpfer, der einen Weltbrand auslösen könnte, oder Enthaltung mit dem Ergebnis der Vernichtung der
    Autonomie-Bewegung und der Unterdrückung der russischen Bevölkerung im Donbass, was zu scharfer Kritik an Putin und zu Unruhen in Russland selbst führen könne.

    Es scheint als gäbe es keinen Ausweg. Politischer Alarmismus droht selbst in die besonnensten Köpfe einzuziehen.

    Aber liebe, Freunde, liebe Freundinnen, was erlebe ich hier? Stimmt: Jeden Abend Berichte aus den umkämpften Gebieten. Jeden Abend Berichte über Flüchtlinge. Jeden Abend lange Listen der Preise, die es nach dem Übergang von ausländischen auf einheimische Produkte geben wird. Jeden Abend neue Nachrichten über neue Sanktionen. In allen Orten, die ich in
    den letzten Wochen berührt habe, Flüchtlinge. Heute kamen die ersten Flüchtlinge aus Lugansk mit einem Sonderzug im sibirischen Nowosibirsk an. Junge Männer lassen sich als Freiwillige unter „Kontrakt“ nehmen, um im Donbass zu kämpfen.

    Man sollte denken, dass die Menschen alarmiert seien, hysterisch, aggressiv. Nichts dergleichen. Sanktionen? Was soll schon sein? Man ist sicher, dass das, was in der Vergangenheit gelungen ist, zuletzt in der Krise 2008, auch für die Zukunft gilt: Wer Russland angreift, fordert seine Selbstbesinnung heraus. Wer Putin schwächen wollte, hat das Gegenteil erreicht. Man lobt Putin dafür, den beständigen Provokationen des Westens mit Ruhe zu begegnen. Solche Positionen kommen selbst von Kritikern Putins. Aber nationalistische Überhöhungen des Präsidenten sind im Alltag nicht zu hören. Stattdessen viele Fragen: Warum das Ganze? Was hat die Europäische Union davon? Warum läuft sie hinter den Amerikanern her? Was könnte der Ausweg sein, der aus der Eskalation herausführt? Was könnte Russland dazu tun?

    Eine Antwort schält sich aus all dem heraus: Sie liegt nicht im Entweder-Oder von Einmarsch oder Nicht-Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine, nicht in der Eskalation der bewaffneten Kämpfe durch russisches Militär, sondern in der weiteren Öffnung und Ebnung des humanitären Korridors für die in der Ukraine in ihrer Existenz bedrohten Menschen. Angebot eines friedliches Ausweges statt militärischer Aggressionen. Alle Hoffnungen der Menschen hier richten sich darauf, dass ihre Regierung es schafft, diese Richtung zu halten und sich auch in Zukunft nicht zu militärischem Eingreifen provozieren zu lassen.

    Selbst wenn die Flüchtlinge auf Dauer hier blieben, heißt es, könne das nicht das Problem sein. Nicht nur Äpfel und Kartoffeln, wie von mir schon mehrfach benennt, auch Arbeitsplätze habe Russland mehr als genug.

    Kai Ehlers, http://www.kai-ehlers.de

  • S. Matt (triangolum)

    Faschisten an den Galgen…

    Wir können nunmehr feststellen das es ab gestern früh zwei entscheidende Fakten passierten. 1: Die Junta in Kiew hat trotz aller Unterstützung aus dem Westen und vielen Söldnern die militärische operative Übermacht verloren und 2: Neurussland ist nicht mehr Neurussland für zwei Provinzen sondern es versteht sich nun als legitimen Vertreter des Ukrainischen Staatsgebietes.

    Zu 1: Nach den erneuten Einschließen von operativen starken Kräften der Junta, welche das Ziel hatten von Süden erneut nicht nur die Reste der Junta und Söldner aus dem Süd Kessel 1 zu entsetzen sondern Neurussland in zwei Teile zu spalten durch den Vorstoß zur Mitte, hat diese keinerlei operative Kräfte mehr zur offensiven Kriegsführung. Selbst wenn die faschistische Junta es auf biegen und brechen versucht, wie der Entsatz Versuch gestern zeigte, mit unerfahrenen Kräften Offensiv zu werden ist das Scheitern gegen die neue “Volksarmee” am Ende vorprogrammiert. Mehr noch, diese Einheiten werden entweder völlig aufgerieben oder desertieren massenhaft.

    An den Handlungen der letzten beiden tage, heute und gestern, können wir sehen das auf Seiten der Junta keinerlei Qualität in der Vorbereitung und Durchführung zu erkennen ist und nur mit Masse an gepanzerten Einheiten versucht wird Boden zu gewinnen. Da dies wegen dem Gegner, seiner Motivation, seiner Ausbildung, seiner Führung nicht gelingt und nicht gelingen wird ist das schlicht nur das sinnlose verheizen von Menschen.

    Anhand von Bildern, Videos und Berichten werden solche Angriffe auch nur noch mit altem oder schlechtem Gerät geführt und die Erfahrungen dieser “Reserven” ist gleich null.

    Es ist davon auszugehen das in den kommenden Tagen die Junta alles versuchen wird um nicht mehr selbst eingeschlossen zu werden. Was jedoch auf Grund der Moral und der schlechten Führung auf unter und mittlerer Ebene kaum gelingen wird. Sollte die Junta trotz allem an diesem Sinnlosen Angriffen festhalten wird das immer mehr zu einem Schlachtfest für die Volksarmee.
    Das zeigen die letzte 12 Tage klar auf.

    Zu 2: Es wurden nun politisch wie Militärisch Fakten geschaffen. Fakten welche es ermöglichen jeden Ukrainer egal wo zu einem Anschluss an die neue Volksarmee und damit der neuen Republik Neurussland auf dem Gebiet der Ukraine zu schaffen. Die Führung beider Lager ist nun endgültig so gestaltet das eine Identifizierung mit dieser statt finden kann.

    Als ich vor Monaten schrieb der alte Präsident sollte doch bitte in eine der beiden Abtrünnigen Provinzen reisen, dort diese zur legitimen Vertreter der Ukraine erklären und damit zum Banner rufen wurde das leider nicht gemacht. Nun aber kann genau das gemacht werden und dies mit Menschen welche zeigten das diese Ukrainer sind, ihr Leben bereit sind dafür zu opfern und damit auch Glaubwürdig sind. Mehr noch, durch diesen Kampf der letzten Tage und Wochen haben auch andere gebiete in der Ukraine gesehen das Widerstand nicht Zwecklos ist. Und sie haben gesehen das die da im Osten fähig sind. Im Militärischen wie auch in der Politik mit Kompromisse und Taten statt Kämpfen gegeneinander etwas zu erschaffen und auch zu ordnen!

    Es ist nur noch eine frage der Zeit bis sich andere diesen Anschließen und unterordnen werden. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Moskau defakto dieses Neurussland als legalen Vertreter der Ukraine anerkennt. Dafür wird auch dieser humanitäre Konvoi und alles um diesen sorgen. Wer den Kurden im Irak hilft kann anderen nicht die selbe Hilfe verwehren. Und genau das wird Kiew und die Junta dort den Rest geben. Die einfachen Menschen werden das endgültig zum Anlass nehmen um die “Seiten” zu wechseln.

    Die Linie bis hier hin und nicht weiter ist gezogen und nun beginnt der Kampf. Und es ist nicht nur die faschistische Junta in Kiew welcher der Gegner sein wird. Die Faschisten in den baltischen Staaten scharren auch schon für “Säuberungen” von “Russen” mit den Hufen. Das End Game steht wirklich bald bevor. So unfassbar das klingt.

    • ISKANDER1

      Erstmal vielen Dank für deine wertvolle Info – Arbeit und damit Treue für die Aufständischen und alle hier auf Informationen Wartenden.
      Ich sehe zwar nicht diesen Optimismus aber vielleicht belehrt uns die Entwicklung eines Besseren?
      Die USA + NATO wird demnächst notfalls selber “reingehen” um den ach – “legitimen” “Präsidenten” und seine Kamarilla zu sichern, diese kranken Pitbulls lassen niemals locker.
      Damit stimme ich deiner Prophezeiung des “End Game” zu.
      Bezüglich des alten (und rechtmäßigen) Präsidenten Janukowitsch, halte ich es für besser der geht in Rente denn letztlich war das eine genauso skurille Figur wie seine Nachfolger. Aber – mit folgender Einschränkung: Er sollte schon einreisen und feierlich zugunsten der Neurusslandführung abdanken und wieder ausreisen. Praktisch die Macht provisorisch (mangels Wahlen) an die erwähnte Führung übertragen. Gut wären auch einige Worte der Entschuldigung für seine miserables Managment und zugleich der Aufruf an die ganzen Ukrainos sich nun gegen die Junta zu erheben.
      So wird ein Schuh draus aber Januko wird diese Power nicht besitzen.
      Die Aufständischen sind im Moment damit beschäftigt selbst zu überleben, Pläne zum Marsch auf Kiew oder Lemberg sind blanke Illusion.
      Ich möchte auf eine globale Nebenentwicklung verweisen:
      Die USA und die EU haben sich selbst mächtig ins Knie geschossen (O-Ton Premier V. Orban, Ungarn). Die wirtschaftlichen Bummerangeffekte (Handelsstromunterbrechung = Währungszusamenbruch) wiegen schwerer – weil die Achillesferse des westlichen Schattenreiches der 300 mächtigen Familien.
      Bleibt die RF jetzt konsequent und die Sanktionen noch schön lange in Kraft, muss Soros seinen nächsten Spieler setzen.
      Blubberte er nicht mal was von “Polen, Deutschland und Italien”??

      Sind doch eh nur unnütze Bauern…. (…im Spiel)

      Wir sollten alle wissen, das eine Ideologie, die als Rückrat die Teile und Herrsche Politik (Das Spaltende) verinnerlicht hat, bis zum bitteren Ende dieses Spiel ausspielen wird und aufgrund der geistigen Entartung dieser Spieler werden die nicht scheuen, auch die eigenen engsten Kreise zu opfern. Ja selbst einen Bürgerkrieg in den USA halte ich für greifbar in den nächsten 10 Jahren. Dito die vom Westen selbst organisierte Einschleusung von bewaffneten Islamisten in Größenordnungen in deutsche Großstädte mit allen Folgen.

      Habt ihr bemerkt, wie entlarvend aufmerksam und zeitbeseelt einige der hier gewesenen, mitschreibenden “Mitarbeiter” bis zu einem gewissen Punkt ihre Psychogrammlisten aufgefüllt haben?

      Seltsamerweise sind sie wie auf Kommando auf einen exakten Punkt hier verschwunden. Und zwar nicht nur Einer.
      Man scheint sich also in den “Organen” einem neuen Schwerpunkt zu widmen nachdem die Beobachtung der Stimmungsentwicklung in diesem Falle UA nicht mehr notwendig ist.

  • Ruth

    3 aktuelle Beiträge zu Strelkow und Metamorphosen in Novorossija
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/fortsetzung-metamorphosen/
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/metamorphosen-vorlaeufige-ergebnisse/
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/kurz-zu-strelkow/
    Wobei die Ansichten von yurasumy und Colonel Cassad zu Strelkow ziemlich auseinandergehen. Aber interessante Analysen.

  • soja kosmos

    TV Swesda meldet: Ukrainisches Militär versucht Lugansk zu stürmen. Die ganze Nacht schwerer Beschuß. Ukrainisches Militär soll bis in die Innenstadt von Lugansk eingedrungen sein. Augenzeugen sprechen von Straßenkämpfen.

    http://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201408160941-uz49.htm

  • Mathew Miller

    Die Kiewer Putschisten haben den Kontakt zur Realität nun komplett verloren.
    Wenn die Terrorbrigaden vom “rechten Sektor” schon bei der Fahrt in die Ostukraine sterben ganze Einheiten der Nationalgarde eingekesselt werden, reguläre Truppen der ukrainischen Armee sich nach Russland absetzen dann sind das gute Zeichen für die Lage in der Region.
    Meine Empathie für paramilitärischer Einheiten und Söldner welche in diesen Kesseln verbleiben und aufgerieben werden tendiert gegen Null.
    Das Kiew die Truppen ausgehen steht außer Frage.
    Nicht ohne Grund wird jetzt alles zusammengezogen was zu bekommen ist.
    http://german.ruvr.ru/news/2014_08_16/Ukraine-verlegt-Soldaten-aus-Kosovo-nach-Donbass-9369/
    Ob allerdings Truppen welche im Kosovo zur Friedenssicherung stationiert waren sich als Kanonenfutter in einem Bürgerkrieg und gegen das eigene Volk verheizen lassen ???
    Da stehen für mich doch einige sehr große Fragezeichen dahinter.
    Gerade in Betracht der Situation dieser Truppen welche aufgrund ihres Mandats im Kosovo auch mit russischen Militärs Kontakt hatten halte ich einen Putsch von Teilen der ukrainischen Armee durchaus für möglich.
    Kiew vertritt nicht die Ukraine und das nicht nur im Osten des Landes.

    • S. Matt (triangolum)

      …wenn die Volksarmee nun mit Nadelstichen sich die kommenden Tage die Logistik der Junta vornimmt und damit die Front zu Fall bringen wird und sich auflösende Wehrpflichtige nach Hause sich absetzen wird das durch das Land wie eine Kettenreaktion schwappen.

      …und damit wird es wieder einen Keeping Point geben. Entweder wir die NATO und EU weiter an der Schraube zum großen Knall drehen oder aber viele andere Regionen werden sich Neurussland anschließen und dieses als die legale Vertretung der Ukraine anerkennen.

      …auch wird die Frage sein ob sich die Reste der Rechten in der Westukraine selbst ihr “Flecken” bewahren wollen und damit sich zurück ziehen wenn sie merken das nichts mehr zu halten sein wird.

      …egal was auch passiert aber es wird so oder so nun Kippen. Der Krieg ist für Kiew verloren. Alles was jetzt kommt bestimmen andere.

  • Jones Bones

    JBPA – In einer gemeinsamen Presseerklärung haben die
    Außenminister Frankreichs, Deutschlands und Großbritannien das Vorgehen Putins
    im Bundesstaat Missouri verurteilt und den USA ihre Unterstützung zugesagt. „Russland
    muss die Unterstützung der afroamerikanischen Separatisten beenden und diese
    zum Gewaltverzicht zwingen.“

    Zuvor hatte das State Department verlautbart, man habe
    Beweise für die russische Involvierung in die Straßenschlachten der Kleinstadt
    Ferguson. So seien die zumeist afroamerikanischen Demonstranten in Wahrheit
    Russen, die Steine seien von Russland geliefert, außerdem sei das auf seiner
    Facebookseite aufgetauchte Geständnis des russischen Präsidenten Beweis genug.

    Präsident Obama kündigte indes an, den Aufstand der Terroristen
    mit aller Härte niederschlagen zu wollen, und forderte die Terroristen zum
    Gewaltverzicht auf, während Vizepräsident Biden auf seiner Website erklären
    ließ, die über die russisch-amerikanische Grenze einströmenden „subhumans“
    auslöschen zu wollen.

    Während der republikanische Senator John McCain schon laut
    über den Einsatz von Atomwaffen zur Niederschlagung des Aufstandes nachdachte,
    erklärte Außenminister Kerry: „Russlands Vorgehen ist nicht das eines
    demokratischen Staates im 21. Jahrhundert. Diese Wilden müssen schleunigst
    lernen, nicht mehr ihre Probleme mit Gewalt zu lösen.“

    NATO-Generalsekretär Rasmussen verurteilte das russische
    Vorgehen ebenfalls mit harten Worten. Russland solle die Souveränität der USA
    respektieren und sich nicht länger in die Angelegenheiten fremder Staaten
    einmischen. Desweiteren sprach er sich für die Belieferung nationalistischer
    Gruppierungen in der Ukraine und der Freien Syrischen Armee mit nonlethalen Raketen
    aus.

    • Jones Bones

      Der Satellitenbeweis:

      • Dann wissen jetzt ja alle was Strelkow seine “neuen Aufgaben” waren.

        Sekunde 7 mal das Video anhalten :)

        • Mathew Miller

          Dann ist er aber irgendwo durch eine Lücke im Zaun der Mexikanischen Grenze in die Staaten eingereist.
          :-)

        • Jones Bones

          Auch lustig dass es wirklich leute gibt die darauf reinfallen :D

  • soja kosmos

    »Was geht vor unter den Aufständischen in der Ost-Ukraine?

    Ulrich Heyden

    18.08.2014

    … Drängten konservative Kreise im Kreml den
    Militärchef der Donezk-Armee zum Rücktritt?«
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42549/1.html

    Ganz interessant. Natürlich mehr oder weniger spekulativ. Kargalitzki meint (ich habs mir gob übersetzen lassen), dass die Kremelkreise, die Strelkow zum Rücktritt zwangen, um im Hintergrund Achmetow ins Spiel bringen zu können, einigermassen auf die Nase gefallen sind, weil die neue Führung nun deutlich links sei und auf keinen Fall Oligarchen zum Zug kommen lassen will.
    Nun ja, viel Spekulation. Wir werden sehen.

    Ich muss zugeben, dass ich nicht für möglich hielt, dass die Selbstverteidigungskräfte sich so lange halten und teilweise sogar stabilisieren würden – unter der Voraussetzung, dass sie keine Unterstützung von Russland erhielten. Die scheint es aber doch in gewissem Umfang zu geben, ebenso gewisse »Konsultationen« mit Leuten aus dem Kremel.

    • soja kosmos

      ???
      »Die nächsten zwei Wochen werden für den
      Ausstieg der Ukraine aus dem Krieg bestimmend sein. Kiew hofft auf eine
      diplomatische Regulierung, erklärte der Stellvertreter des Leiters der
      Administration des Präsidenten der Ukraine, Valeri Tschalyj, auf einem
      Briefing am Dienstag.«

      Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_08_19/Tschalyj-Die-beiden-Wochen-werden-fur-den-Ausstieg-der-Ukraine-aus-dem-Krieg-bestimmend-sein-8892/

      • S. Matt (triangolum)

        …der Junta in Kiew geht schlicht das Militär aus. Dazu die Wirtschaft, die Lebensmittel, die Energie und besonders auch brechen immer mehr Kommunen und Regionen weg. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Volksmiliz ihrerseits nach “vorn” geht. Und damit werden sich solche Ultimaten vom rechten Sektor häufen oder gleich einen Putsch machen und und und.

        …es gibt viele Ähnlichkeiten mit dem August 1941. Genau in den selben Tagen war dem Generalsstab und obersten Führung klar das der Krieg gegen die UDSSR verloren war. Alles was ab dem späten August 41 kam war nur noch Schadensbegrenzung und der Versuch am grünen Tisch zu gewinnen. Militärisch war schon im August klar das es nicht mehr zu gewinnen ist.

        …die Lage der Junta in Kiew jedoch ist noch schlimmer. Die haben nicht einmal das Land und die Menschen hinter sich und der Winter und die ersten kalten Nächte kommen und zwar nicht erst im Oktober.

  • Jones Bones

    1. Verluste der ukrainischen Armee.
    2. Momentane militärische Situation.

    1. Ich muss gestehen, dass ich bisher an die hohen Verluste der Ukryi*, wie sie von den Milizen verbreitet wurden, nicht habe glauben können.
    Zu hanebüchen wirkte mir die Vorstellung, dass die Ukraine tatsächlich versuchen würde, im größeren Stil solche Dinge geheimzuhalten, dass es tausende (!) getötete Ukren gibt und nur wenige hundert eingestanden.
    Und Schlachten sind in der heutigen Zeit doch eigentlich nicht so todbringend wie früher.

    Dann fiel mir auf, dass es mehrere Schlachten und Ereignisse gab, bsw. den Südkessel 1.0, wo die Verlustzahlen dann dennoch nur unwesentlich stiegen, was kaum sein konnte. Und da dachte ich mir, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen musste.

    Erst die Propagandaschau der letzten Tage gab mir den Rest.
    Wenn solche Schreibtischtäter wie erst die Golineh Atai, und heute der Lielischkies so nebenbei und vorsichtig ausdrücken, dass die offiziellen Verlustzahlen angezweifelt werden könnten, dann muss das wirklich derbe sein.

    2. Nichtsdestotrotz. Rosig ist die Lage für die Milizen nicht, und kann das auch kaum sein.
    Eine Offensive, so sehr sie auch angestrebt wird, ist so mir nichts dir nichts und ohne ein einheitliches (!) militärisches Kommando nicht möglich. Vor allem das Gefassel von den erwarteten Aufständen im Westen und im Zentrum der Ukraine wirkt auf mich unglaubwürdig. Einen Großteil der Ukrainer, so scheint mir, kann man getrost als Zombies abtun, die der eigenen Propaganda trotz gesunder Skepsis vor Politikern hoffnungslos verfallen ist.
    Die Situation ist schwer für Otto “Normal”ukrainer, noch schwerer ist sie für die Leute im Donbass und Lugansk. Dort kämpfen zwar viele Leute, aber bei weitem nicht so viele, wie man eigentlich erwarten sollte.

    Momentan gibt es einen positiven, 3 problematische und 2 direkt gefährliche Kampfschauplätze.

    Der positive Schauplatz ist der zweite Südkessel, der entstanden ist. Der Keil, den die Milizen zwischen die ukrainischen Truppen getrieben haben, haben die wider meines Erwartens sogar vergrößert. Ich hatte beim ersten Blick nicht einmal erwartet, dass der sonderlich lange halten würde, beim Blick auf die dort ereigneten heftigen Verluste der Ukren an Mensch und Material hat sich das in vorsichtiges Hoffen umgeschlagen, das sich die letzten Tage bislang bestätigt hat.

    Die problematischen Schauplätze sind die, wo die ukrainische Armee Angriffe unternimmt, die gefährlich, aber zum Glück bislang allenfalls mäßig erfolgreich sind.
    Zur Zeit sind das Donezk, das aus dem Westen direkt angegriffen wird, Lugansk, das aus dem Süden & Norden angegriffen wird, und Isvarino, das die Juntatruppen momentan unter Aufbietung aller dort vorhandenen Kräfte heftig angreifen, nachdem die Angriffe der letzten Tage sehr ruhmlos noch vor der Stadt gescheitert sind. Heute ist es immerhin in Straßenschlachten ausgeartet, und obschon die ukrainischen Truppen da bislang keinen Erfolg hatten, ist die Situation gefährlich. Eine Einnahme würde die Wege der Milizen weiter gefährden und verlängern, und die Front wäre verlängert. Die Ukren hätten von Isvarino aus die Freiheit der Wahl, in mehrere Richtungen hin Vorstöße zu übernehmen.
    In Donezk, das aus dem Westen direkt angegriffen wird, gibt es dementsprechend Häuserkämpfe. Wirklich weit kommen kann man mit so etwas nicht, und von einem Tag auf den anderen so Erfolg haben erst Recht nicht.
    In Lugansk ist die Situation ebenfalls gemischt. Für die Angriffe aus dem Norden ist die Situation die gleiche wie in Donezk. Häuserkämpfe. Für die Angreifer (Batallion Aidar) aus dem Süden ist die Situation paradox. Sie versuchen Lugansk einzukesseln, und sind selbst in der Gefahr, durch Einkesselung aufgerieben zu werden.
    Immerhin hier haben die Ukrainer recht heftige Verluste eingestanden.
    Der Angriff, den diese Leute Richtung Nordosten ausgeführt haben, hat wohl die Störung der Verbindungswege der Milizen zum Ziel, möglicherweise wurde der Angriff deshalb ausgeführt, um den russischen Hilfskonvoi mit allen Mitteln zu stoppen.

    Wirklich, wirklich, wirklich (!) ernst ist die Lage südlich von Gorlovka. Da führen die Ukren vom Westen (nördlich von Donezk), sowie von Osten (von Debaltsevo aus) Angriffe aus, die die Einnahme von Enakievo zum Ziel hat, und somit wäre Gorlovka eingeschlossen.
    Der Kessel um Debaltsevo ist leider so breit, den wird man wohl kaum einfach abschnüren können. Zumindest für den Moment tun die Milizen den Norden etwas vernachlässigen, um im Süden große Erfolge einzufahren.

    Es gibt eine sehr schwache, Chance, dass ein Zerschlagen der südlichen ukrainischen Verbände so katastrophale Auswirkungen für die Ukren hat, dass sie die nicht ersetzen können. Obschon sie theoretisch gesehen fast unendliche Reserven hat, sowohl an Personal (durch Zwangsmobilisierungen), als auch an Militärgerät.
    Hier sieht man wieder die enormen Verluste, die die Briganden einfahren, auch wieder daran, dass die ukrainischen Militärfahrzeugreserven freigegeben werden. Aber das sind auch wieder 900 Fahrzeuge. Und danach gibt es einen theoretischen fast unendlichen Strom an Waffen aus den OstNATO-Staaten.

    Eine weitere schwache Hoffnung ist der wirtschaftliche Zusammenbruch der Ukraine, noch bevor diese den Krieg gewinnen können. Aber mal ehrlich: Es gibt für die Ukraine da eh keine Hoffnungen mehr. Und der Westen wird da wohl auch zumindest Teile des Staates auch lange genug am Leben erhalten wollen. Wer Geld von imaginärem Wert druckt, dem ist es um deren Verschwendung nicht all zu schade.
    Dennoch. Die unglaublich hohen Verluste, die die Ukren einfahren, die werden wohl darauf zurückzuführen sein, dass die Junta unter Zeitdruck arbeitet. Erstens wegen dem drohenden Herbst (Rasputitsa) und Winter, und zweitens, weil jeder Tag Krieg unglaubliche Summen verschlingt. 100 Millionen Dollar pro Monat für Kiew. Und das ist wieder mal nur das, was “on the books” ist, und die verlorenen Steuereinnahmen und ähnliches in diese Berechnungen nicht eingeschlossen sind.

    Den Optimismus, den S.Matt bringt, sehe ich dennoch nicht als gerechtfertigt an. Dafür ist die Übermacht der Ukren für mich dann noch zu groß.

    ~~~
    *Ukryi: Der Begriff kommt daher, dass die ukrainischen Nazis mitunter sich ihre eigene Geschichte basteln. Nein, ein Reich der Rus hat es natürlich nie gegeben. Stattdessen ein Volk und Reich der Ukryi, das weit in die Nachbarländer geragt hat. Natürlich greift das manch russischer Blogger das desöfteren spöttisch auf.

    Es gibt auch sonst viele Ungereimtheiten in der ukrainischen Geschichtsumschreibung.
    So sieht man sich als stolze Kosakennation (in der Tradition eines Mazepa & Sagaidatshy), aber so ziemlich jeder Kosakenatamane auf dem Gebiet der Ukraine (und somit die ukrainischen Kosaken als Gesamtheit) stellt sich auf die Seite Russlands.

    Wollt ihr weiteren Schmarrn sehen, den ukrainischer Nationalismus verzapft, so schaut euch das hier an:

    Titel: “Durch Schmerz gestärkt”
    Dass Weltanschauungen idiotisch sind, kennt man ja. Wenn das zur Selbstverstümmelung anregt… Dann mal Prost.

    Und als Vergleich dazu ein erfrischendes Gegenbeispiel:

    Er will diese Parasiten an der Staatsspitze mit viel Liebe töten. Ich wünsche ihm persönlich viel Glück dabei. Deren Kanonenfutter entmenschlichen tut er dabei aber nicht.

    • soja kosmos

      Ergänzend dazu dieser Beitrag zur aktuellen Lage.
      Es wird erwähnt (das war mir nicht klar), dass man ernsthaft daran dachte, Donezk aufzugeben, was durch Strelkows Aufgabe von Slawjansk und seinen Gang nach Donezk verhindert wurde.
      Auf jeden Fall ist die Lage sehr ernst. Die Karten mit den von der Bürgerwehr “kontrollierten” Flächen und den Kesseln täuschen darüber hinweg, dass das ukrainische Militär auch auf den “kontrollierten” Flächen mit nicht unerheblichen Kräften unterwegs ist.
      http://www.vineyardsaker.de/ukraine/die-situation-im-donbass-zum-19-august/

      • Jones Bones

        Nein, daran wurde nicht gedacht.
        Es war die Hysterie eines Kurginiyan, die so etwas behauptet hat.
        Donezk wird und hätte man niemals aufgegeben.

        • so ko

          Hat mich auch gewundert …

    • S. Matt (triangolum)

      …Süd Kessel 1.0 und 2.0 sind doch schon erledigt. Was noch an Kesseln dort vorhanden ist bindet wenig Kräfte. Und besonders ist die Süd Front völlig ruhig. Mehr noch, dort wird gerade gesammelt um das ganze mal “breiter” zu machen.

      …im Norden bei Lugansk findet gerade das interessante statt. Geländegewinne ohne Ende, und der Kessel welcher dort von Süden versuchte durch die Stadt sich zu kämpfen soll nun erst einmal bereinigt werden und die Front nach Norden hin verschoben werden.

      …wenn ihr mal die Vorstoße der Junta pro Tag Euch anschaut so fällt auf das diese von 3 oder 4 am Tag an verschiedenen Fronten nur noch auf max. einen am Tag sank.

      …das Kräfte Verhältnis von Anfang Juni war 10:1 bei ManPower für die Junta und 15 oder 20:1 und mehr bei Material. Das ist nun auf 3:1 oder gar nur noch 2:1 bei Manpower und 5:1 oder 7:1 beim Material abgesunken.

      …natürlich ist das immer auch die Frage des Aufnehmens der Zahlen und der Dinge die ich hier schrieb. Aber: Schaut Euch mal an was die Junta ab Ende Juli versuchte und das wo und wann. Und schaut Euch mal an das trotz dieser massiven gleichzeitigen Angriffe die Volksmiliz es trotzdem gehalten hat. Und dann schaut euch mal an was die Junta alles verloren hat alleine in den Kesseln. Nicht nur in den Süd Kesseln.

      …bei der Wehrmacht war das Verhältnis 1 Kämpfender Soldat an der Front zu 5 hinter der Front. Manche sagen auch 1:9. Nehmen wir mal bei der Junta das Verhältnis von 1:4 an und 80.000 Mann welche sie max. zusammen ziehen konnte und davon 40.000 Mann für den Kampf im Osten und davon kämpften 10.000 Mann nun operativ. Von den 10.000 Mann ist praktisch keiner mehr übrig. Selbst bei den 4000 Söldner sind es max. noch 2000 und davon sind 1000 wirklich “nutzbar”.

      …alles was die Junta noch hat sind wenige erfahrene Rekruten, ein paar Söldner und viele Mann hinter der Front die nun zur Front kommen. Von Leuten die Panzer fahren können oder Stoßtrupps bilden können brauchen wir kaum mehr zu reden.

      …alles in allem hat die Junta nur noch für einen Frontabschnitt wirklich Kräfte wo sie operativ erfahren tätig werden kann. Die Taten der letzten 10 Tage sprechen jedoch bei der Volksmiliz eine ganz andere Sprache. Da wird mit kleinen Gegenstößen schnell Raumgewinn erzielt um die an der Front klebenden Junta Kräfte abzuschneiden. Denn das ist das selbe von Mannstein nur halt Offensiv. Schlagen aus der Nachhand geht auch offensiv.

      …hier eine Aktuelle Karte:
      http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/21150/21150_original.jpg

      • Jones Bones

        Moin S. Matt,
        also erstens stimmt deine Zahlenspielerei nicht so ganz.
        Dass die Junta mit Minussoldaten kämpft, kann natürlich nicht der Fall sein.
        Die genannten 50.000 sind genau die, die an den Kämpfen beteiligt gibt. Und natürlich haben die Ukraine noch mehr Leute hinter der Front. Allein die ukr. Armee hat theoretisch hunderttausende Mann.

        Was die Verschiebung der Kräfteverhältnisse angeht, so hast du selbstverständlich recht. Es bessert sich. Aber “nur 2:1″ klingt für mich etwas leichtfertig gesagt.

        Wieder stimmt es nicht ganz, dass die Junta nur 1 Vorstoß am Tag machen würden. Angriffe laufen an der gesamten Front und auch im Süden sind die alles andere als ruhig. Siehe vor allem Isvarino, wo die stattfindenden Kämpfe doch sehr heftig sind. Vor allem bei Gorlovka, aber auch andernorts, ist Neurussland sehr bedroht.

        Geländegewinne ohne Ende kann ich zugegebenermaßen nicht erkennen, auch wenn es im Raum Pervomaisk, Stakhanov & Alchevsk Gebietsgewinne gemacht haben. Dem gegenüber stehen andere Gebietsverluste.

        Desweiteren sind Karten immer mit einer gehörigen Prise Skepsis zu nehmen. Es ist zum Glück kaum der Fall, dass gelogen wird. Allerdings gibt es so einiges an umstrittenen Gebieten, die in dem Fall meistens als von den Milizen kontrolliert gezeigt werden und von den ukrainern umgekehrt (wobei die lügen) als ukrainisch kontrolliert. Oft ist es so, dass beispielsweise Straßen dadurch Niemandsland sind, dass sie in der Reichweite von Artillerie beider Seiten sind, die sich gegenseitig die Verwendung unmöglich machen.

        Beispiel der Vorstoß der Kiewer Truppen Richtung Debalzevo, die dann auf dem Kartenmaterial als eingekesselt dargestellt wurden, obwohl es realiter ein Keil war, den sie gehörig verbreitert haben. Um diesen Keil zum Kessel zu machen, müssten wirklich heftige Geländegewinne her, die auf Popasnaya, Semigoriye und Artemovsk abzielen müssten, und bis nach Gorlovka durchstoßen.

        Anderes Beispiel die Südkessel, die doch sehr viel schneller als Besitz angezeigt werden, als es realiter der Fall sein dürfte.

        All das bedeutet nicht, dass ich die Lage als hoffnungslos ansehe, aber sie ist doch sehr brenzlig.

        Auf einer selbstkritischen Note gebe ich zu, dass ich vielleicht etwas zu vorsichtig bin. Dass 2.0 so schnell bereinigt wird, habe ich zugegebenermaßen nicht erwartet.

        • S. Matt (triangolum)

          …was eine Armee theoretisch zur Verfügung hat und was diese praktisch an die Front fährt sind zwei paar Schuhe.

          …Vorstöße sind keine Gegenstöße um die Front zu halten oder einen Entsatz eingeschlossener zu machen. Ich meine Vorstöße um Orte einzunehmen, zu halten und selbst den Feind zu Kesseln. Der Junta gelang nicht ein Kessel. Der Volksmiliz zwei große, seit heute sind es praktisch drei große, und sehr viele kleinere.

          …In den letzten 10 Tagen gibt es keine Junta Vorstöße mehr an allen Fronten sondern nur noch einen am Tag. Statt zu sammeln und zwei große Angriffskeile zu bilden machen die viele kleine oder hatten es gemacht. Im Sinne eines Terrorkrieges und im Sinne den Gegner mit der Überlegenheit zu zerschlagen ohne das dieser Ruhe findet. Von der ganzen Unfähigkeit mal abgesehen welche Truppen ohne Aufklärung und Unterstützung zum Angriff schickten war die Volksmiliz stets immer besser dran was Aufklärung und Taktik anging.

          …die Schätzungen an Verlusten und verfügbarem Material sind noch bei weitem untertrieben wenn wir uns vergewissern das die Volksmiliz Aktuell an vielen Fronten vorstoßen und Kessel direkt an der Frontlinie bilden kann. Also nicht die Junta kommen lassen und Abschnüren sondern selbst gehen und den Feind einschnüren. Und das an drei Stellen. Norden, Westen und Süden.

          …mag sein das du es für Übertrieben hältst nur das ist ja dein legitimer Standpunkt. Das selbe mit dem Vertrauen in Karten. Ändert nichts daran das seit 20 Tagen die Volksmiliz militärisch und politisch am gewinnen ist und das so klar und deutlich das die Junta der Arsch auf Grundeis wandert.

          …natürlich wird es jetzt diplomatischen Druck geben das ganze zu einem Frieden am grünen Tisch zu bewegen. Diese Forderungen kommen ja selbst schon aus Kiew. Allerdings gibt es dabei eine Gefahr. Das die Junta Zeit gewinnt, sich neu ordnet, sich Auffüllt, ja Auffüllen lässt um dann spätestens im Frühling bei gutem Boden das ganze zu Ende bringt und alles umsonst war.

          …ja, weiterer Krieg bedeutet weiter Tote und Greul. Und es ist nicht mein Leben. Daher habe ich gut reden. Aber wenn ein Diktatfrieden kommt wird diese nur solange halten bis die Junta wieder bereit ist. Hinter dieser stehen EU und NATO und damit Verbrecher die ganz andere Interessen haben und die Ukrainer wie auch alles andere Scheiß egal ist. Die wollen den Krieg eh nur in Moskau beenden und wenn möglich blutig. Daher kein Friede sondern jetzt das ganze Land befreien und sich zur legalen Vertretung der Ukraine erklären. Völlig Schnuppe ob die Anerkannt werden oder nicht. Der Handel geht eh nach Russland. Zumindest das was noch übrig blieb.

        • Jones Bones

          Ja, klar sind theoretische Zahlen und das de facto aufgefahrene zwei Paar Schuhe. Deshalb 52000 statt ~200000.
          Und ich bin für deinen Optimismus bei den Lageberichten auch sehr dankbar.
          Aber so oder so ist die Situation nicht so gut wie du sagst.
          Du kannst ja mal hier reinschauen:
          http://cassad.net/?do=warmarker
          Dann fällt dir auf, dass es ‘ne Menge umstrittenes Terrain gibt.

          Dritter Kessel?

        • Ruth

          Vielen Dank S.Matt und JB für euren fruchtbaren Disput und die vielen Fakten. Hier ein übersetzter Bericht aus einer ukrain. Quelle bzgl. der Zerschlagung der 30.Brigade. Da sieht man auch, wie hirnlos die Junta bzw. ihre Erfüllungsgehilfen vorgeht. Die Sache mit den T90 und russischer Kompanie bezweifle ich allerdings…Das soll wohl eher verschleiern, wie jämmerlich die Junta trotz zahlen-und technikmäßiger Überlegenheit, versagt. Und natürlich Propaganda…Aber auch hier massive Verlustzahlen angegeben, so daß man sicherlich von insgesamt weit über 10.000 ausgehen kann.
          http://donbassfront.livejournal.com/12346.html

        • Jones Bones

          Jupp, den Text habe ich gestern auf russisch gelesen.

          Mein Eindruck:
          Eine furchtbare Niederlage soll erklärt werden. Also diese Nebengeschichte, die vor Logikfehlern nur so strotzt.

          Ein Typ wurde eben ins Heer eingezogen, da will er schon Panzer unterscheiden können? Und einen T90 erkennen, den er bestenfalls aus Bildern kennt? Und T90 von T72 unterscheiden können?

          Zumal T90 nichts anderes ist als eine modernisierte Version des T72, die für den internationalen Markt neubenannt wurden, weil die primitiv nachgebauten Löwen von Babylon so erbärmlichst verreckt sind.

          Ich sage ganz ehrlich, dass ich selbst kaum in der Lage bin, einen T72 von einem T64 von einem T72 zu unterscheiden. Die Tropfenform des Turms ist ca. gleichgeblieben. Die Wanne mehr oder weniger auch, weil es schon seit den 50ern eine konstante weiterentwicklung gegeben hat.

          Kann man sich weitere Dinge fragen. Der Typ geht abends los, ist es dann noch hell oder schon dunkel, wo er die Panzer beobachtet? Und wie kommt es, dass eine Kolonne sich einfach in Schussreichweite von der ukr. Artillerie stellt, deren Stellung ihnen bekannt sind? Und auf so jämmerlich nahe Entfernung? Und 2 h wartet?

          Zumal die Russen 1) eh keine Leute schickt, sonst würde man das anders machen, 2) wenn überhaupt, dann T72er und nicht T90er einsetzen würde, 3) eh keine russischen Panzer und anderes Militärgerät über die Grenze liefert, ausgenommen vielleicht solches, welches man ansonsten verschrotten würde. Tun die Russen eher selten, stattdessen mottet man das ein, genauso wie die Ukrainer das tun, und eines ihrer Lager ist eben seinerzeit von den Milizen eingenommen worden.

          Da ist die Antwort ganz klar: Ne.
          Das mit der stationären Artillerie, die nie verlegt wird, glaube ich hingegen gerne. Die ukrainische Armeeführung erweist sich immer wieder als inkompetent.

        • Ruth

          Hier ein Video vom T90 in Aktion (ab min.1.00) mit diversen Details. Aber für mich ist Panzer sowieso gleich Panzer ;-). Ansonsten sehe ich die Geschichte genauso. Nachdem nun schon Amis und OSZE und werweißnoch keine Russenlieferungen bestätigen können, muß die Junta eben auf solche Geschichten zurückgreifen, um ihr Kanonenfutter bei Laune zu halten.

        • urkeramik

          Jones, wo bitte siehst du wesentliche Unterschiede zwischen den Karten von kot-ivanov und von cassad? ich sehe eigentlich nur einen, nämlich das bei cassad die möglichkeit der Einkesselung der Gruppierung um Amvrosievka deutlich sichtbar ist, bei kot nicht. Kot ist gerade wegen der markierung der Territorien “übersichtlicher” aber sonst sehe ich kaum unterschiede.

        • Jones Bones

          Genau, kot macht das ganze übersichtlicher, aber vereinfacht das ganze dadurch auch. Beispiel auch bei Lugansk, wo dieser Kessel real noch nicht gegeben ist.
          Sprich: Kot stellt umkämpftes Gebiet als von den Milizen kontrolliert da.

          ~~~

          Übrigens, gestern war wohl ein relativ guter Tag. Ilovaisk hat gehalten, und das, obwohl die Ukren deftig viel reingeworfen haben. :)

          Außerdem macht ein Gerücht die Runde (auf ANNA & auf cassad gesehen), dass die Ukren die Winterverteidigung entlang einer Linie von Slavyansk bis Mariupol planen.

  • Ruth

    Nach der Jagd auf Kommunisten präsentiert Kiew jetzt die erste Abschussliste mit Namen von Unterstützern der Volkswehr.
    “…Die Liste soll nun quasi als Verhaftungsgrundlage an den ukrainischen
    Inlandsgeheimdienst SBU weiter geleitet werden. Der Verkünder der Liste
    bemühte sich bei der Präsentation nicht gerade um die im Westen hoch
    geschätzte “political correctness” gerade bei juristischen
    Angelegenheiten und meinte wörtlich “all diese pro-russischen Bastarde
    sollen bestraft werden” – so dass uns die Bezeichnung einer
    “Abschussliste” nicht als polemisch, sondern einfach als treffender
    erschien, als eine Liste von Verdächtigen. “Jeder Drecksack, der den
    Terroristen geholfen hat, muss seine gerechte Strafe bekommen” so
    Pawlowski wörtlich weiter…”
    http://www.russland.ru/kiew-praesentiert-abschussliste-von-separatisten-unterstuetzern-mit-video/

  • soja kosmos

    DA SCHEINT SICH ETWAS ZU TUN:

    Stimme der Vernunft

    Ukrainischer General für Verständigung mit Donbass.
    Präsidialamt in
    Kiew spricht sich für diplomatische Lösung aus.
    Hintergrund: Stagnation
    der Kämpfe

    Von Reinhard Lauterbach

    junge Welt vom 21.08.2014

    Der ukrainische Beauftragte für den Austausch von Gefangenen im
    Bürgerkrieg, Generaloberst Wladimir Ruban, hat zu einem
    Verhandlungsfrieden aufgerufen. In einem langen Interview mit dem
    prowestlichen Internetportal Ukrainskaja Prawda sagte er, der Krieg
    werde im Interesse bestimmter Kreise in die Länge gezogen. Man solle
    aufhören, die Verteidiger der »Volksrepubliken« im Donbass als
    Untermenschen und Terroristen zu bezeichnen. Ihre Führer seien Offiziere
    wie er, auf deren Ehrenwort er sich in seinen Verhandlungen immer habe
    verlassen können. Die einfachen Anhänger des Aufstands bezeichnete Ruban
    als ukrainische Bürger, die ebenso wie die Bewohner im Westteil des
    Landes auf dem Maidan in Kiew gestanden hätten. Viele seien unzufrieden
    damit, daß sich die Veränderungen seit dem Februar auf die Entfernung
    von Wiktor Janukowitsch aus dem Präsidentenamt beschränkt hätten. Ruban
    bestritt gegenüber der erkennbar ungläubigen Interviewerin der
    Ukrainskaja Prawda, daß im Donbass auf seiten der Aufständischen Russen
    kämpften; es gebe allenfalls einige »Berater«, ebenso wie es solche aus
    der NATO auf seiten der Regierungsarmee gebe. Auf die entgeisterte Frage
    der Journalistin, ob nicht ein Terrorist sei, wer die Zivilbevölkerung
    bedrohe, erwiderte Ruban trocken: »Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß
    jede Armee dazu da ist, die Bevölkerung zu bedrohen? Offiziere, die die
    Militärakademie abgeschlossen haben, sind ausgebildete Mörder.«

    Das Interview Rubans erschien einen Tag, nachdem der Chef der Kiewer
    Präsidentenadministration, Waleri Tschali, erstmals vom Ziel eines
    militärischen Sieges der Kiewer Seite abgerückt war. Er hatte am
    Dienstag abend erklärt, die Ukraine strebe eine diplomatische Lösung des
    Konflikts an, und verwies auf ein in der kommenden Woche geplantes
    Treffen zwischen der EU und den Staaten der von Rußland angeführten
    Eurasischen Zollunion in der belarussischen Hauptstadt Minsk. An dem
    Treffen will auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko
    teilnehmen, obwohl die Ukraine formal weder dem einen noch dem anderen
    Zusammenschluß angehört.

    Tschali hatte weiter erklärt, die nächsten zwei Wochen seien dafür
    entscheidend, wie die Ukraine aus dem Krieg im Donbass herauskomme.
    Dabei ist jetzt schon absehbar, daß es zu der von Poroschenko
    angekündigten Siegesparade am ukrainischen Unabhängigkeitstag am
    kommenden Sonntag eher nicht kommen wird. Die Offensive der
    Regierungstruppen zur Umfassung von Donezk hat sich im Umland der
    Millionenstadt festgefressen. Seit mehreren Tagen liefern sich Kämpfer
    der Aufständischen und der Nationalgarde erbitterte Kämpfe um die Stadt
    Ilowajsk, 35 Kilometer östlich von Donezk. Beide Seiten erleiden
    offenbar erhebliche Verluste. Die Nationalgarde hielt es für nötig zu
    dementieren, daß sie ihre Kräfte aus dem Angriff herausgezogen hat.
    Kämpfern der Aufständischen gelang es nach eigenen Angaben, einen Teil
    der Autobahn von Donezk nach Osten zurückzuerobern. Die
    Regierungstruppen setzten unterdessen den Artilleriebeschuß von zivilen
    Zielen und Infrastruktureinrichtungen im Aufstandsgebiet fort. In der an
    Donezk angrenzenden Stadt Makijiwka wurden nach Angaben der Verwaltung
    seit Montag 15 Menschen getötet, darunter zehn Kinder, die in einem
    Kindergarten getroffen wurden.
    http://www.jungewelt.de/2014/08-21/045.php

    • Ruth

      Das klingt interessant. Entweder wird Ruban in den nächsten Tagen seines Amtes enthoben, oder es kommt zum “richtigen” Militärputsch. Ich kann mir vorstellen, daß er nicht der Einzige im militärischen Führungsbereich ist, der so denkt.

      @Roman-irgendwie gehen Kommentare verloren. Hatte gestern noch die Meldung über Rückzug der Junta-Truppen aus Ilowaisk eingestellt.

      • Es wäre sicher ein “bilderreiches Szenario”, die reguläre ukrainische Armee mit Truppen aus Neurussland auf den Weg nach Kiew. Aber für ein solches Drehbuch fehlt wohl die Besetzung. Die Hollywood Propaganda der letzten Monate hat dafür wohl kaum Platz gelassen. Poroschenko spielt wie immer sein doppeltes Spiel, wenn auf der einen Seite Begriffe wie Frieden und Verhandlungen kolportiert werden, läuft parallel eine weiter Stufe der Mobilmachung. In Kiew scheinen “OstNato” Gerätschaften für die “Unabhängigkeits Parade” eingetroffen zu sein, welche danach sich nur einen Weg kennen.

        http://de.ria.ru/politics/20140821/269358472.html

        • Ruth

          Mal ne dumme Frage von mir. Woran erkennst Du, daß das Nato-(oder Ost-Nato-)Gerätschaften sind?

        • Ich glaube es gab eine Meldung über eine Waffenlieferung aus Ungarn.
          Dann tragen diese Fahrzeuge rote Hoheitssymbole und eine andere Schriftart bei der Nummerierung. Sehen wie frisch aus der “Mottenkiste” aus. Es kann aber auch sein, das dieses Video gar nicht aus Kiew stammt.

  • soja kosmos

    MUSS MAN GELESEN HABEN! junge Welt vom 22. August 2014
    http://www.jungewelt.de/2014/08-22/024.php

    • habkind

      selten so klare Worte von einem Beteiligten gehört.
      Danke für den Tip

  • Ein Interview mit Mark Bartalmai, deutscher unabhängiger Reporter im Donbass.

  • urkeramik

    20274 Tote und Verwundete, 12010 Deserteure, 418 Gefangene vom 2.Mai bis zum 21.August.
    347 Panzer, 312 BTR, 288 BMP/BMD….
    Detailierte Liste der ukrainischen Verluste hier: http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/3957-poteri-ukrainskoy-hunty-prevysili-32-tysyachi-chelovek.html

    • S. Matt (triangolum)

      Beeindruckend was da an Verlusten vorliegt. Angenommen es wären nur 50% davon so wäre selbst das sehr viel.

      • Walter Mandl

        Beeindruckend wäre, wenn ukr. Militär die Junta in Kiev samt ausl. Satrappen meinetwegen gleich im Hinterhof der US-Botschaft entsorgen würde.
        Es könnte ein Startsignal für ähnliche “Säuberungen” in den meisten “West-Demokratien” sein, einschließlich der angeblich einzigen im Nahen Osten!!!

        Diese Welt heilt nicht durch aufgestapelte Leichenberge gefüllt mit Dummen, Verführten und Unschuldigen. Einige Wagons, auch ohne Kühlung, aber gefüllt mit den Auserlesenen, würden viel Übel und Schrecken beseitigen.

        • Jones Bones

          @triangolum:disqus , @urkeramik:
          Zugegeben, meine Rolle in der Konversation hier ist ja die des Vorsichtigen/Pessimisten (je nachdem wie man es sieht, wobei ich hoffe dass ich nicht all zu unnötig und nervig bin :D ), und ich muss ebenfalls zugeben, dass meine erste Reaktion auf die genannten Zahlen mit Zweifel noch sanft umschrieben wäre.
          Aber dann habe ich mich daran erinnert, dass selbst Wikipedia mit seinen hoffnungslos veralteten Propagandadaten von immerhin 20000 Desertierten spricht, und von offensichtlich untertriebenen, im hunderter und niedrigen Tausenderbereich angesiedelten Verlustzahlen durch Tod, Verletzung und Gefangennahme.
          Hier ist festzuhalten, dass Kiew’s Zahlen, die ja selbst durch die Märchenschau mittlerweile wiederholt angezweifelt wurden, erstens in der selben Größenordnung liegen und zweitens durch die Junta nachweislich und bewusst niedrig gehalten wird.
          Dies erstens deshalb, um Optimismus zu schüren, wo keiner angebracht ist, und zweitens, weil diese Pfeffersäcke den Hinterbliebenen keine Rente gönnen. Da werden Kriegsopfer als Deserteure oder, wie bei der vernichteten mobilen Brigade aus Lemberg (Lvov) der Fall, als Trainingsopfer ausgegeben.
          Dieser Zynismus hat es natürlich in sich, aber man kann also festhalten, dass selbst wenn einige der Verletzten und Desertierten wieder reaktiviert werden können, mindestens 25000 als Kanonenfutter für die Junta verloren/verbraucht sein dürften.

          Die verlorene-Technik-Zahlen gelten aber höchstens, wenn auch die von Depots, also abseits von größeren Kampfhandlungen, erbeuteten Waffen mitgezählt werden, sind dann aber wieder glaubhaft, wobei fraglich ist, ob nicht ein Teil dieser Waffen zurückerbeutet wurden.

          Die Meldung bekommt also das J2tB-Gütesiegel, auch wenn es absurd hoch scheint. :)

        • S. Matt (triangolum)

          …klar, von hier aus ziehe ich einen Strich und sage los nach Kiew. Da müssen aber viele Menschen ihr Leben lassen damit dieser Gegenpart gegen die finsteren Mächte überhaupt bestehen können. Wie in Syrien übrigens auch.
          …wenn du die Leistung bisher als nicht Beeindruckend empfindest kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Das ist kein Fußballspiel sondern da geben Menschen ihr Leben und mehr dafür das wir hier Hoffnung schöpfen auf eine Wende in der jüngeren Menschheit.

        • Walter Mandl

          Mein “Einwand” war nicht als Kritik an Deinem Post gedacht. Als Ergänzung dazu. Selbst wenn im Donbass 200 000 tote Junta-Soldaten zu zählen wären, das Elend hätte auch damit kein Ende. Im Gegenteil. Es wird erst ein Ende geben, wenn die Hetzer und Günstlinge des Krieges von den Schalthebeln der Barbarei vertrieben sind. Tod oder lebend, Ersteres wäre zur Gesundung der Nachwelt von Bedeutung. Wobei ich mir im Klaren bin, dass die Hetzer und Günstlinge nicht nur in Kiew zu finden sind!

  • S. Matt (triangolum)

    Lugansk Schlacht noch nicht entschieden aber die Volksmiliz mehr als am Drücker.

    Aktuell westlich der Stadt ein Kessel mit Junta Truppen, im Norden wichtige Höhe genommen und am vorrücken. Einzig der Kessel um den Flugplatz wo gestern auch noch 24 Tanks einen Vorstoß nach Westen und Südwesten entlang der Straße machten ist nicht so wirklich unter Kontrolle.
    http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/22860/22860_original.jpg

    Es sind kleine Schritte nach vorne aber fast überall ist die Junta am bröckeln und die Volksmiliz dabei die Front aufzurollen.

    • Jones Bones

      Möchte fragen:
      Ist das westlich von Lugansk der dritte Kessel, von dem du neulich gesprochen hast?
      Oder meintest du die 30.?

      Was den südlich von Lugansk gelegenen Flughafen-”Kessel” angeht: Noch ist es keiner. Die können in fast jede Richtung schalten und walten, wohin die wollen. Wahrscheinlich nutzen sie auch die Tatsache, dass die zur Umzingelung verwendeten Truppen weiter gestreut sein müssen als die Eingeschlossenen, und dass sie zum Halten an allen Fronten wohl zu schwach sind.

      • S. Matt (triangolum)

        …ja, in diesem sind zwei oder drei Brigaden mit Unterstützungskräften eingeschlossen. Zudem ist der Weg nach Norden abgeschnitten. Die sitzen da entweder fest oder die Panzer vom Flughafen drehen nach Norden und versuchen diese zu entsetzen. Vermutlich wird auch ein Versuch von Norden zum Entsatz erfolgen nur wird der nicht durch kommen werden dazu wenig Kräfte dafür vorhanden sind. Die Volksmiliz ist ja ihrer seits schon dabei schnell nach Norden vorzuschieben.

        PS: Die ersten LKWs aus Russland wurden entladen.
        http://www.vineyardsaker.de/

        Weiter unten auch zur Lage…

  • Walter Mandl

    Hinterbliebene und Überlebende drehen durch: von 4700 Soldaten nur 83 zurückgekehrt:

  • urkeramik

    http://lifenews.ru/news/138844
    “False Flag > MORGEN 24.8. !! Sicherheitsbeamte der Junta
    bereiten Angriffe in Kiew, Charkow und Dnjepropetrowsk vor !!
    Ein Offizier packte heute aus! + VIDEO 23.8.2014 >>
    Die Verantwortung für die Verbrechen soll der Volksmiliz
    Südosten in die Schuhe geschoben werden. Ehemaliger Kapitän
    des 47. Regiments des ukrainischen Innenministerium
    / Abt.Spezialeinheiten war auf der Krim stationiert. “Bei dem
    Übergang von der Krim nach Russland, habe ich beschlossen,
    in die Ukraine zu gehen ” – sagte der Ex-Kapitän, ein Spezialist
    in Sprengarbeiten. -” Als Ergebnis wurde ich losgeschickt, um
    in der Region Luhansk zu kämpfen. In der süd-östlichen Region
    war er für die Organisation von subversiven Gruppen
    verantwortlich, insbesondere das Strafbataillon “Aydar”. Seine
    Ziele waren eine Gruppe von Saboteuren zu entwickeln und
    explosionsfähige Geräte als Alltagsgegenstände getarnt zu
    erstellen: Säcke, Kisten, Flaschen, Dosen. Sie wurden gegen
    die Milizen eingesetzt. Danach hatte der Kapitän offenbar das
    Vertrauen der ukrainischen Führung gewonnen und erhielt einen Sonderauftrag.
    ” Im August wurde mir befohlen, eine der drei subversiven Gruppe von Kämpfern “Aydar” und “Donbass” dringend vorzubereiten, sie waren vorbereitet worden mit Sprengstoff in Taschen als Flüchtlinge getarnt zu agieren. Mir wurde gesagt, sie müssten in ihre Heimat zurückzukehren und eine Reihe von Terroranschlägen gegen die Führer der Miliz machen.”
    Später erkannte der Kapitän , dass die Produkte für ganz andere Zwecke verwendet werden sollen . Die Explosionen, die geplant sind, will man der Miliz in die Schuhe schieben, am Vorabend des Independence Day, oder direkt während der Feier in Kiew, Charkow, Dnjepropetrowsk
    - Nach den Anschlägen wird man fordern > “die Militäraktionen müssen verstärkt werden, intensiviert werden, weil sie jetzt weder gut noch schlecht sind. Soldaten streuen auseinander, hauen ab, dienen nur widerwillig” -, räumte der Offizier ein.
    Der Kapitän wollte nicht in derartige Verbrechen verwickelt werden. Er fürchtete, dass es später als unerwünschte Zeugen eliminiert wird. Er verließ den Ort der Dienstleistung, kehrte nach Hause zurück und wird nun das bezeugen beim russischen Geheimdienst.”

  • Andreas Haas

    “In der Nacht vom 20. zum 21. Februar 2014 hielten bewaffnete Aktivisten des Euromaidan in der Nähe der Stadt Korsun-Schewtschenkowskiy Busse an, in denen einige hundert Gegner des Euromaidan aus Kiew auf die Krim zurückkehrten. Die Busse wurden in die Gewalt der Bewaffneten genommen und angezündet. Auf alle sich darin befindlichen Menschen (ungefähr 350 Menschen), einschließlich Frauen und Jugendliche, warteten grausame Prügel und Schikanen.”

    Es ist wichtig von diesem Pogrom zu wissen, weil es sicherlich ganz entscheidend mit dazu beitrug, dass man sich auf der Krim für die Unabhängigkeit von der Ukraine entschloss.

    Zu diesem Pogrom gibt es ein Video mit deutschen Untertiteln:

    http://slavyangrad.de/2014/08/20/teil-3-als-der-antimaidan-vernichtet-wurde-bin-ich-mit-einem-zug-weggefahren/

    Der Blog ist übrigens sehr empfehlenswert.

    • Walter Mandl

      Danke, das ist eine erstklassige Adresse und das Video ist eine Dokumentationswaffe gegenüber Vorhaltungen, das Wahlergebnis auf der Krim sei unglaubwürdig weil typisch “russisch”!

  • urkeramik

    Der sich abzeichnende dritte “Südkessel” ist wohl geschlossen, Amwrosiewka mit dem Hauptquartier des 8.Armeecorps, der 28. und der 30.mot.Brigade sowie der 95. Luftbewegl Brigade damit eingeshlossen. http://rusvesna.su/news/1408869551

    • urkeramik

      Kleine Korrektur, Amwrosievka liegt nicht im neuen Kessel, der befindet sich ostlich der Linie Kutenikivo, Blagodatnoje, Uspenska.
      Zusätzlich gibt es Südlich von Donezk einen Durchbruch der ukr.Stellungen, bei dem in der Nähe von Olenovskoje das Azov und Dnjepr Battallion angegriffen (zerstört) werden. http://itar-tass.com/mezhdunarodnaya-panorama/1396634

      • S. Matt (triangolum)

        …schön geschrieben. Die ganze Süd Front der Junta ist erwartungsgemäß zusammen gebrochen. Die Volksarmee (nun auch offiziell im Namen) steht nach Süden hin vor der Küste. Alles was sich seit 10 Tagen anbahnt kam genau so. Im Süden wie im Norden, das Abklappern der gesamten Front, das Stören im Hinterland, der Vorstoß tief durch die Front und Zack zu die Kessel.

        …wenn die Volksarmee das erst einmal verdaut hat und die eingeschlossenen Junta Truppen auch nur zur Hälfte aufreiben kann wird es das gewesen sein. Jegliche weitere Offensive oder Angriff mit einem anderen Ziel als eingeschlossene Truppen zu entsetzen wäre die Aufgabe aller Möglichkeiten zu einer erfolgreichen Verteidigung welche bereits jetzt kaum mehr gegeben ist.

        …die Front ist bereits so lang das es keinen Punkt mehr gibt an dieser wo die Junta einen Schwerpunkt setzen könnte wo ein Sieg aus noch möglich wäre. Dafür hat diese weder operative erfahrene Kräfte noch die Reserven im Hinterland.

        …um überhaupt noch einmal eine geschlossene Front hinzubekommen müsste die Junta einen Rückzug erwägen auf der Linie Melitopol – Kharkiv. Das es hier ja Streuung gab vor 5 Tagen das die eine “Winterlinie” wäre welche Kiew erwägt lass ich mal weg. Aber Stand heute wäre alles andere schlicht freiwillige Abgabe von Truppen und Material. Das liegt schlicht daran das die Junta es schon jetzt nicht mehr schafft überhaupt eine Front zu halten.

        …die Politischen Auswirkungen werden enorm sein. Entweder wird es so starken Politischen Druck in Minsk geben das beide Seiten den Krieg beenden müssen oder aber andere Landesteile werden übertreten. Militär für eine Niederschlagung woanders besteht ohnehin nicht mehr.

        …die Frage ist nun ob andere so Mutig sind, ob dort die Beamten und Polizei und Sicherheitskräfte nun überlaufen oder nicht. Die neuen politischen wie Militärischen Strukturen in Neurussland sind jedoch geeignet die Tür dafür offen zu haben.

        …der Westen, EU und NATO werden wohl nun versuchen erst einmal einen Frieden zu bekommen um später das “zu ändern” wie gewünscht. Bleiben die bei dem sturen Krieg wie Kiew ihn gerade führt bekommen diese sicher ein weitere gefallenes Land was jedoch nicht lange so bleiben wird und durch die nähe zu Russland auch schnell wieder ins andere Lager hopst.

        …egal wie es jetzt Poltisch weiter geht, militärisch ist der Krieg für die Junta in Kiew nicht mehr zu gewinnen und selbst eine vollständige Niederlage ist nicht mehr all zu unrealistisch. Die Volksarmee ist motivierter, entschlossener und hat nun auch ein deutliches Übergewicht an erfahrenen schlagkräftigen Einheiten. Game Over Junta!

        • urkeramik

          Noch ist es zu früh für “Game over”. Die USA werden ihr Projekt einer antirussischen Ukraine nicht so schnell aufgeben. Außerdem wird auch Neurußland mit dem Winter zu kämpfen haben. Aber die neurussischen Verhandlungsposition hat sich extrem verbessert, im Falle Poroschenko läßt sich überhaupt drauf ein (bzw. bekommt die Erlaubnis von seinen Herren). Putin wird in Minsk auf Verhandlungen drängen, die Volksmiliz ihre Positionen derweil kräftig bessern. Wir werden sehen, was die Berater der Junta noch so aus dem Ärmel ziehen an Tricks und Schweinereien. Mein Gefühl ist aber, das die Positionen des Westens schwächer werden je länger sich das Ganze hinzieht und je stärker Neurussland wird. Möglicherweise kippt es irgendwann – mehr ukrainisches Militär läuft über, Charkov wechselt die Fahne, wer weiß.

        • urkeramik

          Hier gibt es eine Karte vom Kessel3.0:

          https://pbs.twimg.com/media/BvymYC7CMAA9FGW.jpg:large

        • S. Matt (triangolum)
        • S. Matt (triangolum)

          …möglich wurde dies wegen der Bildung regulärer Einheiten, operativ einsetzbare mobile schwere Verbände. Alles was wir hier im Blog seit 30 Tagen bereits vorweg genommen haben in der Diskussion und unseren Beiträgen.

          …im Süden ist es nicht die ersten Offensive Aktion mit Schlagen aus der Nachhand. Die fand bereits im Norden statt vor paar Tagen als dort der westliche kleine Kessel gebildet wurde in dem aber wichtige Junta Kräfte liegen.

        • Walter Mandl

          Wir hatten im Süden Österreichs einen extrem verregneten Sommer, diese Schilderungen aber erwecken in mir einen starken Heißhunger nach Schleckeis! Das geb ich mir doch glatt.

  • Ruth

    Eine mutige Frau-hoffentlich überlebt sie das

  • Ruth

    Hier das Video vom Perwij Republikanskij Kanal zum Antifaschistischen Meeting in Donezk am gestrigen Sonntag

  • Ruth

    Oligarchenkrieg…vllt. legen sie sich ja gegenseitig um. Wäre ein Segen für die Ukraine…
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/3858669/Ukraine_Vom-Krieg-hinter-dem-Krieg?offset=25&page=2#kommentar0

  • S. Matt (triangolum)

    Domino Day….

    …das geht ja noch schneller als ich es selbst angenommen habe. Nicht das es klar war wie schwach das Hinterland der Junta an der Süd Front war, das hatte ich schon vor früh geschrieben. Aber das Neurussland so zielstrebig vorstößt. Wow.

    …ein Gegenangriff westlich von Donezk der Junta nach Süd Osten um den Kessel zu entsetzen ist kaum mehr möglich. Dazu ist hier die Front bereits vollständig zerfallen und die Truppen von Neurussland dabei eher nach Westen vorzustoßen. Das die eingeschlossenen Junta Einheiten einen Ausbruch machen ist nahezu ausgeschlossen. Diese müssten dann schon 50 km und mehr an Strecke zurück legen. Nahezu mit Gerät unmöglich und zu Fuß Selbstmord.

    …mehr noch, im Süden steht Neurussland seit Mitternacht am schwarzen Meer. Ab Donezk kontrollieren die Truppen von Neurussland die Autobahn H20 schon fast zur Hälfte nach Süden bis Mariupol. Es gibt berichte wonach die Junta bereits die Stadt am Aufgeben ist. Kein Wunder, bei diesem Vorstoß Tempo wäre die Stadt bis heute Abend wohl von Norden und Osten stark unter Druck und ein Einschluss nicht unmöglich.

    …da die Angriffe im Norden auch voran kommen und es kaum mehr Kräfte gibt was eine Stabilisierung der Front durch die Junta ermöglichen könnte ist entweder davon Auszugehen das Panik aufkommt und es einen ungewollten Rückzug gibt oder der Rückzugbefehl kommen muss.
    Manche können jetzt meinen das im Westen und Norden noch alles möglich sei nur die Gefahr das auch da die Reste umfasst und eingeschlossen werden ist einfach zu groß für die Junta. Wobei ja nicht nur ich das schon voraus sagten und die Junta trotzdem meinte weiter mit abgekämpften und dem letzten Kräften aus der dritten und vierten Reihe anzugreifen.

    …im Nord Osten bietet sich für Neurussland die weitere Möglichkeit an einen Kessel zu machen und damit ein für alle Mal die Lage dort zu klären. Spätestens wenn der Widerstand in den Kesseln im Süden es zu lässt und dafür mobile Truppen frei werden wird das passieren wenn die Junta diese Gefahr nicht durch Rückzug entgeht.

    …kurz, es fehlt nicht mehr viel und bei den Junta Verbänden könnte der Domino Day ausbrechen. Nämlich dann wenn Neurussland einfach überall da wo es geht hinter dem Feind auftaucht und weit ins Junta Land vorschiebt. In der jetzigen Front Lage mit den jetzigen demoralisierten abgekämpften Resten im Norden und Westen wäre das die logische Folge. Ich bezweifle das es bei der Junta welche gibt die sagen…”Ruhe bewahren das sind nur welche mit Jeeps die Panik verbreiten wollen”. Wer sich so oft hat Kesseln lassen und gerade dabei ist die gesamten Truppen der Süd Front abzugeben kann dann nur in Panik geraten. Zudem die Aufklärung der Junta seit Wochen jämmerlich versagt und der einfache Soldat der Junta eh nie was weiß was Sache ist. Panik ist da vorprogrammiert.

    …und das muss das Ziel von Neurussland sein damit die Junta Truppen in Panik alles Gerät und Material stehen und liegen lassen. Und zudem ohne Sprit läuft eh nichts mehr davon.

    …es wird sehr interessant zu sehen sein wer zu erst an der Linie Melitopol – Kharkiv stehen wird. Die Junta oder Neurussland und ich würde nicht auf die Junta wetten.

    • S. Matt (triangolum)

      PS: Stellt Euch mal vor Neurussland würde mit 200 Toyotas und Flak drauf ca. 20x10er Gruppen Bilden und nun überall im Hinterland bis zu dieser Linie auftauchen. Ala ISIS. Selbst wenn da irgendwo noch Sicherungseinheiten oder gar eine Panzergruppe liegen würde wäre die so beweglich wie eine Schildkröte dagegen. Der gesamte Nachschub für die Frontlinie ab Donezk Aufwärts wäre vollständig abgeschnitten und das Chaos sowie die Panik bei der Junta wäre enorm. Mit so schlagkräftig wie mobilen als auch weit reichenden Pickup Gruppen wäre das ganze eine Moorhuhnjagd und würde den Feind so lange binden bis Logistik und anderes nachgeführt werden kann. Vom Aufbau einer Frontlinie Abseits der von mir genannten Linie auch nur zu denken von der Junta wäre blanker Selbstmord.

      • Walter Mandl

        Ich würde weiß Gott was dafür geben, “nur” die aktuell rasenden Depeschen mitlesen zu dürfen, die nach Minsk unterwegs sind.

      • S. Matt (triangolum)
      • Mathew Miller

        Das würde passieren wenn dieser Konflikt strategisch offensiv geführt würde.
        Wird er aber nicht.
        Nur Kiew ist offensiv ….äähm nein ….war offensiv unterwegs.
        :-)
        Langsam wird es für die Faschotruppen Kiew”s schwer angeblich “komplett” eingekesselte Terroristen in Städten wie Lugansk oder Donezk zu bombardieren.
        Gut für die Zivilbevölkerung in diesen Gebieten….das Sterben der Unschuldigen lässt nach…in dieser Region und zum jetzigen Zeitpunkt.
        Die Zeit des Kiewer Oligarchenstadels ist vorbei.
        Alles was es zu erreichen gab ist durchgesetzt.
        Was bleiben wird sind die Nazis.
        Sie werden noch gebraucht.

    • S. Matt (triangolum)

      Ukraine: Milizen beginnen Offensive gegen Regierungsarmee vor Lugansk
      Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_08_28/Ukraine-Milizen-beginnen-Offensive-gegen-Regierungsarmee-vor-Lugansk-3016/

      „Die Volkswehr greift in Krasny Jar und Wergunka den Feind an“, teilte das Presseamt der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ am Donnerstag mit. Der Mitteilung zufolge stehen die Ortschaften Slawjanoserbsk, Krymskoje und Kirowsk im Gebiet Lugansk bereits unter Kontrolle der Volkswehr. Zudem haben die Milizen nach eigenen Angaben die Autostraße zwischen Mangusch und Ossipenko blockiert und versuchen, die ukrainischen Truppen im Raum Mariupol einzuschließen.

      …ich hoffe das die LVR/DVR Armee auch eine weiträumige Umfassung versuchen um so alle dort vorhandenen Junta Einheiten Abzuschneiden und Aufzureiben. Damit wäre auch hier wie oben von mir schon Vorhergesagt Schicht im Schacht.

  • Mathew Miller

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-poroschenko-loest-parlament-auf-neuwahlen-im-oktober-a-988028.html

    Das war der politische Teil der Ukrainischen Tragödige.
    Wie gesagt die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

  • Walter Mandl

    Mein Gefühl sagt mir, dass das Fernbleiben von Roman damit zusammenhängt, weil der gute Mann genau am rechten Platz ist und anderes bewerkstelligen muss, als hier zu orchestrieren. Ist ein gutes Gefühl, nicht mit einem Sofa/Couch-Idealisten verbunden zu sein.
    Und nachdem der Nato-Putsch sich gerade in einen “Sommertraum 2014″ verflüchtigt und stattdessen den Imperialisten erstmalig die Roten Linien Moskaus aufgezeigt werden, bring ich zur Erinnerung deren Versuch, Linien zu zeichnen:
    LG

    • Jones Bones

      Macht euch um Roman bitte keine Sorgen.
      Erstens gehen 50% der Credits für den Artikel “Eine Geste für die Soldaten” an Roman. Er war es nämlich, der auf den Titel, der mit Ironie das Zitat von Lysenko aufs Korn nimmt, gekommen ist, er hat das mit der Formatierung geleistet und die Bilderserie am Anfang mit den Soldaten hat er ebenfalls zusammengesucht. Wäre mir so gut nie gelungen.
      Zweitens betätigt Roman sich traditionell nur in einem geringen Umfang in den Kommentaren, jetzt halt noch mal ein bisschen weniger, weil die Zeit fehlt. Und Artikel, das habe ich jetzt selber auch gelernt, stellen ebenfalls einen mehrstündigen Aufwand dar.

  • S. Matt (triangolum)

    …Aktuell scheinen sich die Gerüchte zu bestätigen das weiter westlich von Mariupol gekämpft wird. Sollte die Meldungen zudem stimmen bedeutet dies de facto eine Umschließung. Wie eng diese ist wird sich zeigen. Das jedoch eine Frontlinie im Süden auszumachen ist kann widersprochen werden. Es gibt praktisch immer noch keine Linie sondern nur lokalen Widerstand der Junta.

    …daher ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Neurussland vor Melitopol und Zaporizihia stehen wird. Jede Verlegung von irgend welchen schnell zusammen gestellten Verbänden der Junta weiter “rein” wäre blankes Verheizen.

    …da im Hinterland sowieso nur noch einzelne Junta Verbände wirken und diese schnell umfasst und vom Nachschub abgebunden werden können wäre der Weg entlang des großen Flusses nach Norden weit offen und genug Kräfte auch dafür vorhanden. Ein Rückzug von der Mittleren und nördlichen Front hätte sowieso schon erfolgen müssen. Spätestens dann aber ein muss und bei der Panik wäre wohl 90% alles Gerät verloren und von den Truppen wohl kaum etwas zu retten.

    …praktisch rollt Neurussland ohne koordinierten Widerstand durch den Süden und kann nach Norden hin alles in Ruhe aufrollen und damit alles was noch weiter östlich steht einsacken. Das käme einem Game Over dann schlicht und einfach gleich. Was es eh jetzt schon ist aber dann auch Faktisch.

    …wie Neurussland mit dem Waffeneinsatz in anderen Oblasten nun vorgeht und wirken möchte, besonders im Städte Kampf wird sich zeigen. Hier muss ja ziviles leid besonders vermieden werden. Das eh PR aus Kiew kommt das Barbaren im Osten Massaker machen wird klar sein. Daher wird es um so wichtiger sein die anderen in Neurussland zu versuchen einzugliedern. Das schon auch deshalb wegen der Aufrechterhaltung des neuen Anspruchs der legale Vertreter der Ukraine zu sein.

    Karte:
    http://ic.pics.livejournal.com/kot_ivanov/71733898/26423/26423_original.jpg

  • Herry Luis

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich stimme auf jeden Fall mit Ihrem schönen und sinnvollen Blog.

    Abhörgeräte Shop