Eine Geste für die Soldaten

Die Ereignisse haben sich in Novorossiya und der Ukraine in den letzten Tagen überschlagen, vor allem, was die militärische Perspektive angeht. Fangen wir mit einem Ereignis an, das den meisten Lesern hier durch Märchenschau und Konsorten ohnehin schon bekannt ist, nur vielleicht die Bedeutungsschwere nicht.

Am Sonntag den 24. beging die Ukraine ihren („Un“)abhängigkeitstag mit zwei Paraden.

Die eine fand in Kiev statt, wo mit überbordenden Kosten zu rechnen ist, die sich aber für die Junta nicht zuletzt mit Hinblick auf das eben aufgelöste Parlament und den baldigen Neuwahlen rechnet, denn Patriotismus wird durch solche Gesten etwas länger getragen. Für den Staatshaushalt hingegen spielt das ganze wiederum ebenfalls keine Rolle, denn früher oder später wird es ohnehin zum Bankrott kommen.

Kritik wurde von der Statthalterschaft damit widerlegt, dass diese Parade keine Parade sei, sondern eine Geste für die Soldaten, und dass die Fahrzeuge, so Poroshenko, danach die Straßen direkt weiter runter bis zum Bürgerkriegsgebiet fahren würden. Müssen sie auch, sofern die Quellen stimmen, die davon erzählen, dass diese dringend benötigte Militärtechnik vorher von der Front abgezogen worden war.

Die zweite Parade ukrainischer Truppen fand in Donezk statt, und obschon sie in einem bescheideneren Rahmen stattfand, hat es geschafft die Demonstration von Stärke in Kiev gehörig zu vermasseln, indem Soldaten, Nazigardisten und sonstige Paramilitärs gefesselt durch die Straßen geführt wurden, gefolgt von Waschfahrzeugen, die danach die Straßen in Anspielung auf die Moskauer Juliparade 1944 säuberten.

Bei einer derart humorvollen Aktion kommen einem da viele Witze in den Sinn. So scheint es das erste Mal zu sein, wo Poroschenko Wort gehalten hat, und das ausgerechnet mit freundlicher Unterstützung durch die sog. „Separatisten“. Er hatte nämlich vor einigen Wochen angekündigt, in Donezk eine Parade zum Unabhängigkeitstag abhalten zu wollen.

Medienreaktion auf Gefangenenparade in DonezkMan könnte auch damit argumentieren, dass die Bestrafer für all ihre geleisteten Mühen, die Stadt zu erreichen, doch zumindest eine Stadttour verdient hätten. Und die Milizen so nett gewesen sind, diese mit Wegführung zu leisten.

Westliche Medien jedoch haben erwartungsgemäß weitaus strenger reagiert, denn die Zurschaustellung der Kriegsgefangenen, so das einstimmige Urteil aller Massenmedien von Welt über FAZ bis Spiegel, ist ein Verstoß gegen die Genfer Konvention. Dass keine der beiden Volksrepubliken bisher diese Deklaration unterzeichnet haben, wird dabei übersehen, und ironischerweise finden sich in den gleichen Artikeln sehr unaufgeregte Meldungen über die zeitgleiche Bombardierung von Donezk (einschließlich eines Krankenhauses), ohne auf den offensichtlichen, weitaus schwerwiegenderen Verstoß gegen die Genfer Konvention zu verweisen, denn Bevölkerung (Zusatzprotokoll I.) und Krankenhäuser (Genfer Abkommen I.) stehen unter besonderem Schutz und die Terrorisierung und Ermordung dieser sind Verbrechen wider Moral und Menschlichkeit.

Die militärische Situation

militärische Lage Neurussland / Ukraine 26.08.2014

Die Lage in Neurussland zum 26.08.2014. Quelle: kot_ivanov.livejournal.com

Manch einer unter uns sah es schon kommen, ein anderer eher weniger.

Die Straßenreinigung ist jedenfalls nicht die einzige Parallele zwischen der „antifaschistischen Kundgebung“ in Donezk und der Juliparade 1944, sondern auch die militärischen Hintergründe ähneln sich.

Damals hatte die Sowjetunion eine (in den Planungen eher begrenzt ausgelegte) Operation Bagration zur Befreiung von Minsk gestartet. Die deutsche Heeresgruppe Mitte, von früheren Gefechten geschwächt und ausgelaugt, brach jedoch unversehens zusammen. Die Offensive führte die rote Armee bis zur deutschen Reichsgrenze.

Analog ist in den letzten Tagen eine großangelegte Offensive der neurussischen Kräfte an fast allen Fronten angelaufen, die, obschon von den westlichen Medien bis auf die Kämpfe bei Mariupol fast komplett totgeschwiegen, doch enorme Erfolge und Geländegewinne vor allem im Süden verbucht hat. Hier sind die Milizen von Uspenka aus entlang der Grenze über 90 km weit bis ans Meer vorgestoßen.

Zwar ist aus prinzipiellen Gründen weiterhin Vorsicht angebracht, denn die Neurussen könnten sich überdehnen und vor allem am Meer eingekesselt werden, doch diese Chance scheint für Kiew ebenfalls verspielt und die Juntakräfte zu schwach. Der anfänglich durchschnittlich ca. 10-15 km breite Streifen entlang der Grenze ist beträchtlich vergrößert worden und dies zeugt von einer sehr großen Bewegungsfreiheit in einem Gebiet, das die Junta noch vor wenigen Tagen für ihr Hinterland hielt, während die Juntatruppen an der Südfront weitgehend eingekesselt worden sind und weiter eingekesselt werden. Ein Vorstoß Richtung Westen aus dem Grenzstreifen heraus, der bislang schon bis Andreevka gekommen ist, kann sich schon bald mit den Kräften vereinigen, die die Nationalstraße H20 von Donezk Richtung Mariupol vordringen und schon Volnovakha (und somit ca. 50 km, die Hälfte des Weges nach Mariupol) erreicht haben.

Mahnmal auf Saur-Mogila, früher und heute

Mahnmal auf Saur-Mogila, früher und heute

Rechnet man den „Südkessel 2.0“ mit der 24. Luftmobilen Brigade, der von den Milizen zurzeit gestürmt wird, nicht ein, so wäre die Serie an neuen Kesseln dennoch um die 70 Kilometer lang. Allein in 3 von zahlreichen Kesseln (bei Stepanovka, südlich von Ilovaisk und in Lutugino südlich von Donezk) sind 7000 Soldaten eingeschlossen, mit deren Zusammenbruch innerhalb von Stunden oder Tagen zu rechnen ist. So ist der Berg Saur-Mogyla, der aufgrund seiner vieles überblickenden Lage schon im zweiten Weltkrieg hart umkämpft war, gestern Abend von den Neurussen zurückerobert worden.

Am Meer wird momentan Novoazovsk gestürmt, das bereits umzingelt wurde. 10 km westlich davon ist bereits das Dorf Besimenyi („Namenlos“) unter Kontrolle der Milizen. Die Front ist somit nur noch 20 Kilometer von Mariupol entfernt, wo sich gerade eine Massenflucht anbahnt.

Im Norden ist die Situation ähnlich unübersichtlich wie im Süden. Die Milizen erweisen sich beim Vorstoß flexibel, umgehen und umzingeln größere feindliche Gruppierungen und Befestigungen bei ihrem Vorstoß nach Norden. So sind Metallist und Shchastye nördlich von Lugansk noch unter der Kontrolle der Junta, sind jedoch in diesen von den Neurussen umzingelt oder zumindest sehr bedroht. 2 größere Städte, nämlich Lisychansk und Sjewerodonezk sind das Ziel des nördlichsten Vorstoßes der Milizen.

Die Gefahr einer Umzingelung von Gorlovka scheint abgewendet, und der Keil um Debalzevo wird stetig kleiner. Nur an wenigen Schauplätzen sind die ukrainischen Kräfte zum Halten der Front in der Lage, Offensiven führt sie keine mehr.

Fazit

Es ist festzuhalten, dass der Bürgerkrieg in den letzten Tagen (am 24. offiziell verkündet) seine vierte Phase getreten ist, wo die Milizen sich nicht mehr auf taktische Unternehmungen beschränken, sondern auch strategische größere Operationen durchführen.

Hierbei sind ihnen in den letzten Tagen Gebietsgewinne im zweistelligen Prozentbereich gelungen. Donezk ist bis auf den Flughafen größtenteils befreit und von einer Einschließung weit entfernt, ebenso wie Gorlovka, während die südlich, westlich und nördlich von Lugansk befindlichen Feindeinheiten stark bedrängt, aber noch nicht vernichtet sind.

Die Rolle der russländischen Föderation, ebenso der Oligarchen, scheint in diesem Konflikt recht schwer einzuschätzen. Der Rücktritt Strelkows wird aber wohl vor allem auf diese zurückzuführen sein. Wenn er aber zum Rücktritt überredet werden konnte, so muss es eine Gegenleistung gegeben haben. Die Äußerung des neuen Premiers Alexander Sachartschenkos vor mehreren Tagen, wonach 1200 in Russland ausgebildete Männer dazugestoßen seien, deckt sich hiermit.

Auf der ukrainischen Seite zeichnet sich immer mehr eine Agonie ab, wie dramatische Szenen Überlebender und verzweifelter Angehöriger beispielsweise in Novograd-Volynskij (gekürzte Version mit dt. Untertiteln hier) und in Ivano-Frankovsk zeigen.

Diese Ereignisse zeugen von manglender Führung und von fürchterlichen Zuständen in den Kesseln, und es scheint zweifelhaft, dass das heldenhafte Volk der Ukren sich schnell erholen und zu einer Gegenoffensive ausholen kann. Vielmehr scheint es möglich, dass auch die Vorstöße im Norden sich beschleunigen werden, sobald die ukrainische Führung von dort Kräfte zur Stabilisierung in den Süden verlegen muss.

Auf dem heutigen Treffen in Minsk wirkte Putin auffällig entspannt und gewitzt, doch es kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass es an dieser diplomatischen Front zu einer baldigen Einigung kommt, denn selbst wenn die RF über eine vollständige Kontrolle über die Volksrepubliken verfügen würde, was äußerst unwahrscheinlich ist, so würde sie dennoch auf deren Beteiligung an Friedensgesprächen pochen.

Derweil droht der ukrainischen Junta nach der Donezker Parade schon der nächste Imageverlust, denn aus der provisorischen Hauptstadt des Donezker Oblastes, nämlich Mariupol, gibt es eine Massenflucht. Sollte der Gouverneur und Oligarch Taruta aufgrund herannahender Kämpfe ebenfalls aus dieser fliehen oder die Stadt gar erobert werden, so wären sowohl die westlichen und ukrainischen Medien als auch die ukrainische Regierung in Erklärungsnot, die der bei der Schlacht um Hue im Vietnamkrieg ähnlich wäre. Viel zu lange nämlich wurde die militärische Situation verherrlicht, als dass man diese Neuigkeiten ohne Glaubwürdigkeitseinbußen überstehen wird.

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Trackback von deiner Website.

  • Beinstuhl

    Willkommen zurück!
    War eine ziemliche Durststrecke ;-)

  • habkind

    Es freut mich Jones, dass du dich an den Artikeln beteiligst und Roman

    unterstützt.
    Danke übrigens an alle, die mit Informationen nicht zurückhalten und uns

    die wahren Ereignisse vermitteln.

  • urkeramik

    Heute hat die DVR gefordert, nicht mehr die Gefangenen im Fünferpack auszutauschen, sondern Alle gegen Alle. Dafür dürfte der Gefangenenmarsch auch als Vorbereitung gedient haben, da nun nicht mehr länger geleugnet werden kann, daß sich eine beträchtliche Anzahl Ukrainischer Soldaten in Gefangenschaft befindet. Insofern könnte der Marsch sogar mit Einverständnis der Gefangenen erfolgt sein, die ja ein Interesse haben sollten, das ihre Führung sich zu ihnen bekennt und sie da wieder raus holt. Insofern scheint mir das ein gelungener Medien-Cup zu sein, der das Propagandagetöse der ukr. Medien zumindest kurzzeitig durchbrochen hat.

  • Andreas Haas

    Pressekonferenz am Sonntag in Donezk:

    (mit deutschen Untertiteln)

  • Ruth

    Aufruf Sachartschenkos an die eingeschlossenen Soldaten und Offiziere der ukrain. Armee:
    http://donbassfront.livejournal.com/14571.html
    „Ihr habt die Wahl zwischen Leben und Tod“

  • Jones Bones

    Vielleicht noch als Post scriptum von mir: Schon gestern, während ich den Text geschrieben habe, haben sich die militärischen Ereignisse weiterentwickelt.
    Der Kessel, von dessen Entstehungsmöglichkeit ich früher schrieb, ist dies mittlerweile geworden und als solcher auch bereits stark geschrumpft, und ich habe heute die Ehre zu vermelden, dass die neurussischen Kräfte mit Rosovka auch schon auf das benachbarte Oblast Saporozhie vorgedrungen sind, dieser Vorstoß nach Südwesten beträgt immerhin weitere 50km von Donskoe aus, während Granitnoye, nördlich von Mariupol an der Hauptstraße gelegen, mittlerweile umkämpft ist. Der Vorstoß nach Westen fällt äußerst groß aus, und es scheint auf eine Umzingelung von Mariupol hinauszulaufen, beziehungsweise auf einen Versuch, die Junta zu einem taktischen Rückzug zur Vermeidung einer Einkesselung zu bewegen.
    Was mir anfänglich ein Ablenkungsmanöver schien, hat sich also schon längst zu etwas größerem entwickelt, was den Nazis auch vollauf bewusst ist.
    Gefahr droht, was die weiteren Kräfte angeht, die die Junta in den Kampf werfen will, nämlich weitere Nazigarde-brigaden, von denen eines heute unterwegs ist und 2 weitere später nachkommen sollen.
    Diese Kräfte können einen beträchtlichen Unterschied machen, wenn man von 10.000 bis 15.000 Mann in den 3 Brigaden ausgeht, ihr Training aber dürfte dürftig ausgefallen sein und ihre Technik aus vormals eingemotteten Fahrzeugen bestehen, die man aus der Reserve geholt hat.

    Desweiteren empfehle ich euch einen lesenswerten Artikel ausgerechnet von Foreign policy!

  • urkeramik
  • Jones Bones

    Mariupol ist wohl de facto jetzt oder bald umzingelt, denn derzeit wird um Mangush gekämpft. Mangush ist ein Dorf/eine Kleinstadt an der Autobahn M14, von Mariupol aus das erste, und ca. 15 km von der Stadtgrenze entfernt. Das ist die Straße, die die Juntatruppen eigentlich nehmen müssten, wenn sie sich aus Mariupol zurückziehen oder dorthin Verstärkung bringen wollten. Das Dorf scheint noch unter Kontrolle der Bestrafer zu sein, die Opoltshenzyi greifen das Dorf jedoch aus dem WESTEN an. Damit ist die Autobahn für die Junta nicht länger benutzbar.
    Ebenfalls Ziel des Vorstoßes ist das immerhin 30-40 km südwestlich von Mariupol am Meer gelegene Ursuf, womit die Stadt komplett umzingelt ist. Die Westfront der Neurussen ist immerhin 50 Kilometer von Mariupol entfernt und liegen in der Saporoger Oblast hinter den Dörfern Berestovoe und Nikolaevka, während das südlich davon gelegene Osipenko gestürmt wird.
    Es zeigt sich damit, dass die Milizen die provisorische Gouverneursstadt großflächig umzingeln. Hier im Süden beträgt der Abstand zwischen Westfront und russischer Grenze immerhin weit über 100 Kilometer Luftlinie.
    Es ist JETZT der kritische Moment für Kiew gekommen, wo sie entweder mit allen Reserven den Vorstoß der Neurussen stoppen und umkehren oder aber eine schnellstmögliche Verhandlungslösung bzw. einen Waffenstillstand erreichen müssen, wenn sie den Krieg nicht endgültig verlieren müssen.
    NOCH bin ich ein bisschen besorgt, ob die Milizen angesichts ihrer zahlenmäßig doch sehr schwachen Kräfte so große und so schnelle Gebietsgewinne halten können, wenn die Junta ihre Reserven reinschmeißt, ob sie sich da nicht etwas übernehmen und überdehnen.

    Mariupol erinnert dieser Tage echt an Saigon. :-))))

    • Walter Mandl

      Ich weiß zwar welche Seite Du meinst, wüsste aber zu gern die Bedeutung von „Opoltshenzyi“.

    • S. Matt (triangolum)

      …so wie es aussieht sind es nur leichte Truppen welche bei Mariupol die Einschließung angehen. Es kommt natürlich darauf an ob die Hafenstadt auch als Seehafen benutzt wird in Zukunft um Material aus Abchasien anzulanden. Diese nicht Anerkannte Republik hat ja Neurrusland bereits Anerkannt und soll bereit sein Kriegsmaterial und anderes nach Neurussland zu überstellen. Sollte dem wirklich so sein könnten über Frachtschiffe (mit Beflaggung Russlands? und allen Konsequenzen daraus wie direkte Angriffe auf diese Schiffe) sehr viel militärisches Material liefern was sofort sich Auswirken würde.

      …bis jetzt sind die Kessel noch nicht aufgerieben. Das betrifft die Kessel sowohl im Süden als auch im Norden. Zudem ja Südlich von Donesk entlang der H20 auch schon Neurrussland steht und der Raum zwischen russischer Grenze und der H20 ja auch viele logistische Einheiten und kleine Reserven der Junta enthält welche zur Zeit auch Aufgerieben werden oder versuchen sich nach Westen abzusetzen.

      …ich gehe jedoch davon aus das Mariupol eingeschlossen werden soll oder zumindest so umfasst wird das Nachschub darein schwer wird. Allerdings geht es über den Seeweg ja noch. Und dies kann schon zu einer längeren Belagerung führen wenn die Stadt doch verteidigt wird. Dazu muss aber auch Unterstützung vor Ort durch die Bevölkerung erfolgen, wovon ich nicht ausgehe und es auch Truppen geben die das können. Bei beiden steht klar ein Nein. Allerdings darf die Einnahme dann auch nicht sehr lange dauern damit die Junta sich erst erholt vom Schock und da eventuell gar eine Art Söldnerstadt daraus macht.

      …das wichtige ist zur Zeit der Norden. Hier sollte Neurussland eine große Umfassung machen um die dortigen Junta Einheiten Ab zuschnüren. Gemessen am Zeitraum der Verlegung der mobilen schweren Einheiten vom Süden in den norden und der Auffüllung sollte es entweder heute Abend oder Morgen früh, spätestens aber Übermorgen hier eine größere Offensive geben.

      …verliert die Junta auch noch diese Truppen im Norden braucht diese erst einmal nicht mehr an den Winter denken. Alles andere als sich ganz weit hinten dann mit Unerfahrenen Wehrpflichtigen einzuziehen ist illusorisch. Gar von einer neuen Offensive noch zu träumen wäre nur Wahnwitzig. Selbst das festhalten heute an den bestehenden Fronten zeigt auf wie dumm diese Junta ist.
      Sie weiß welche Einheiten im Süden eingeschlossen wurden und wie einfach es war für Neurussland dies zu machen. Und sie riskiert weiterhin ein ähnliches Fiasko im Norden in der Hoffnung das die aus dem Süden nicht nach dem Norden kommen um da eine große Umfassung zu machen. Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln und das mit Freude.

      • Jones Bones

        Meh…
        Also erstmal haben die Kiewer Truppen zurückgeschlagen, Fallschirmjäger hinter der Front an 2 Stellen abgesetzt und dadurch ein paar der von mir genannten Dörfer wiedererobert. Nur Rosivka aus der Saporoger Oblast ist noch unter neurussischer Kontrolle.
        Da will ich auch schwer hoffen dass bei den weitesten Vorstößen bislang nur leichte Truppen eingesetzt wurden. Dieser kleine Rückschlag, so denke ich, macht aber auch recht wenig aus. Ob Widerstand oder nicht, die Neurussen hätten eh bremsen müssen, denn es gibt eine Grenze dessen, was mit höchstens 23000 Mann erreicht werden kann. Deshalb glaube ich auch kaum, dass man Mariupol weiter als eingeschlossen bezeichnen kann, obschon eine größere Flüchtlingskolonne den Weg aus der Stadt raus zu blockieren scheint Aber in dem Fall stellt man halt den Verkehr um und fährt als Militärkolonne auf der entgegengesetzten Spur.

        Bei Rosivka, so heißt es zumindest auf der Cassad-map, sind es aber eh Partisanen gewesen, die eine Kolonne zerstört haben.

        Alles in allem hat sich mir persönlich die Frage nach der Einnahme von Mariupol bislang noch nicht gestellt. Man rückt zwar heran, einnehmen ist aber was anderes.

        Im Norden wird ein weiteres Umzingeln schwer fallen. Beim Donezker Flughafen könnte das noch gelingen, aber weil da starke Kräfte in Kombination mit großen Befestigungsanlagen in Gebrauch sind, wäre das sehr schwer und langwierig.

        • S. Matt (triangolum)

          …also du hast geschrieben das Mariupol bald eingeschlossen und umzingelt ist. Ich dagegen habe geschrieben Druck von Osten und Norden oder eine Umfassung welche zumindest den Nachschub rein unterbindet. Nicht von kesseln.

          …schön das die Ukraine Fallschirmjäger einsetzt. Ich bin sicher das dies nicht nur eigene sind. Zudem Aktuell wohl die einzigen verfügbaren mobilen reserven und es dazu überhaupt nichts ändern wird. Leicht bewaffnet, keine logistische Unterstützung und und und.

          …das gilt im übrigen auch für Neurussland. Auch da habe ich geschrieben das die neue Strecke erst einmal logistisch Aufgebaut werden muss. Darum auch erst einmal alles bis H20 einnehmen, Sicherungseinheiten nachziehen usw. Genau das sollen im übrigen die Faschirmjäger stören damit der Vormarsch nicht so ungestört und weit voran geht.

          …Im Nord Osten ist es leichter eine Umfassung zu machen und zwar weitläufig. Damit meine ich von westlicher Position aus 10 bis 15 km oberhalb der Front eine Umfassung rüber zur russischen Grenze. Das bietet sich an und mich würde es wundern wenn das nicht passiert. Und wenn es nur leichte Einheiten wären, welche hier eine dünne Frontlinie machen um den Nachschub zu stören. Nachziehen kann man immer noch wenn der Widerstand hier angenommen schwach sein wird bis nicht vorhanden.

          wir müssen aber nicht streiten. Es ist immer gut wenn es andere Meinungen gibt welche die eigenen bereichern.

          PS: Aktuell scheint ja Neurussland weit westlich und Nördlich von Mariupol schon zu stehen. Zumindest mit den Spitzen. Die Panik muss schon groß sein bei der Junta.

        • S. Matt (triangolum)

          PS: Nach der Auswertung der Bilder ist deutlich zu sehen das der Vormarsch im Süden mit schwerem gerät erfolgt. Sowohl östlich als auch westlich von Mariupol setzt Neurussland schwere Panzer vom Typ T-72 ein. Vermutlich Beute aus dem damals eingenommenen Reserve Depot.

        • Jones Bones

          Jut, ich habe mit Mariupol das selbe gemeint, und es scheint trotz allem geglückt zu sein.
          Um Ursuf wird noch gekämpft, aber südwestlich davon ist am Meer das Dorf Novopetrovka durch die neurussischen Streitkräfte erobert worden.
          Die Junta hat indes die eine Brücke in Mariupol miniert, vermutlich sieht sie aus dem Osten die größte Gefahr.

          Jedenfalls lässt sich nach meinem Eindruck der Vorstoß der Neurussen in mehrere Arten einteilen:

          Es gibt erstens das eindeutig von den Neurussen gesicherte Gebiet, das kot-ivanov auch so farblich markiert hat. Das ist das Grenzgebiet bis Novoazovsk.
          Es gibt die ganz große Landschaft östlich und einschließlich der N20, die von den Neurussen mindestens bis Granitnoye ebenfalls kontrolliert wird, und das über Lebedinskoye in der Nähe von Mariupol bis ans Meer reicht. Das Gebiet ist groß und deshalb nicht völlig gesichert, und vor allem deshalb wird kot-ivanov das farblich deshalb nicht markiert haben.
          Und während die Vorstöße von Novoazovsk und aus dem Norden die N20 entlang noch mit schwerer Technik ausgeführt wird, ebenso wie vermutlich auch der Umzingelungsversuch im Westen, so gibt es ein großes Gebiet im Westen und über Oblastgrenzen hinweg, wo sog. ДРГ der neurussischen Streitkräfte operieren, also Partisanengruppen, die Ablenkungsmanöver, Hinterhalte und Aufklärungsangriffe durchführen. So sollen diese bei Rosovka eine ukrainische Autokolonne zerschlagen haben.

          So machen die weit nach Westen reichenden Vorstöße der neurussischen Streitkräfte tatsächlich Sinn und sichern die Westfront ab, anstatt dass es eine Überdehnung gibt.
          Diese leichten Truppen wären auch ohne weiteres dazu fähig, sich Kesseln zu entziehen, vernichten allein durch ihre Anwesenheit jede ukrainische Hoffnung auf einen Überraschungsschlag und bringen jede ukrainische Kolonne, die sie ignoriert, in die Gefahr der Einkesselung.
          Jedenfalls liefere ich die aktuelle kot-Karte mit, die aber sehr konservativ ist, zumal die Vorstöße 6 und 9 längst schon vereinigt haben.

        • S. Matt (triangolum)

          …ich sehe jetzt erst das der Artikel von dir ist… lol, ich habe mich schon gewundert warum so viele Elemente aus den Kommentaren dabei sind. ;)

  • S. Matt (triangolum)

    …es freut mich das du die letzten 4 Wochen in deinem Blog noch einmal so schön Zusammen gefasst hast. ;)

  • Mathew Miller

    http://www.russland.ru/faellt-mariupol-wieder-an-die-rebellen-mit-videos/

    Zitat:Allerdings berichtet ebenfalls Mariupol Schisn, dass der von
    Kiew eingesetzte Gouverneur Taruta aus der Stadt geflohen sein soll. Am
    Stadtrand würden LKW weiter mit Truppen beladen, die die Stadt auf einem
    Rückzug westwärts verlassen. Die Zeitung war bereits äußerst
    zuverlässig bei Berichten über Ausschreitungen, die im Frühjahr in der
    Stadt zahlreiche Tote forderte.

    Absetzungsbewegungen westwärts.

    Tja jetzt gehts ans Eingemachte.

    Ob Taruta beim Schalomsky in Dneperpetrowsk untekommt.

    Unterkommt…Hhm irgendwie passend.

    :-)

    Es ist wie bei der Reise nach Jerusalem(Spiel) …die Plätze reichen nicht für alle wenn die Musik aufhört zu spielen.

    Die Ukraine gibt es nicht mehr…!

    Es entscheidet sich gerade welche Regionen nicht mit diesem Unstaat untergehen werden.

    Ich tippe mal auf alle die wirtschaftlich von Gewicht und Bedeutung sind.

    Alles nach Plan.

    Odessa und die Gebiete bis Transnistrien als auch Charkiw stehen sicher ganz oben auf der Agenda.

    Dneperpetrowsk…Saporischschja alles nicht ohne Wert.
    Auch wenn das dann schon Gebiete sind an denen die russische „Seele“ nicht wirklich hängt.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/atomkraftwerke-in-der-ukraine-strahlende-risiken-1.2104214
    Man wird sehen.

  • Ruth

    Petition an die UNO mit dem Appell, die Volksrepubliken Lugansk und Donezk anzuerkennen. Aktuell haben schon über 35.000 unterschrieben (ich auch). Und Ihr?
    https://secure.avaaz.org/ru/petition/Obrashchenie_v_OON_O_priznanii_nezavisimosti_Luganskoy_i_Doneckoy_respublik/?aVyIkib

    Artikel v. 13.August
    http://german.ruvr.ru/news/2014_08_13/Petition-an-Uno-uber-die-Unabhangigkeit-von-VRD-und-VRL-sammelt-uber-14-000-Unterschriften-0542/

  • Ruth
  • Jones Bones

    @MBA:
    Nein, es wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um eine bewusste Aufgabe und Zurückhaltung seitens der Kiewer Junta zu handeln.
    Erstens scheinen sie selbst jetzt allenfalls im Ansatz eine Gesprächsbereitschaft zu zeigen, zweitens hat es bislang kaum Rückzüge der Kiewer Truppen gegeben. Dies würde zwar bei den paramilitärischen Battalionen wie Azov und Donbass Sinn machen, aber dieses Problem betrifft die gesamte ukrainische Armee, die in einer Kesselschlacht nach der anderen fertig gemacht werden.
    Das neurussische Vorgehen entspricht dem, und sie lassen den ukrainischen Kräften kaum Raum für Rückzüge (und Nachschub), sondern führt wiederholte Umzingelungsmanöver aus.

    Was Minsk angeht, so hatte ich da bislang kaum Illusionen.

  • Mathew Miller

    Der „Finanzadel“ dreht der Welt gerade eine „krumme Nase“ und die neue Bank wird der alten wie aus dem Gesicht geschnitten ….gleichen.
    City of London, Wall Street…Geschichte.
    Was uns leider schon wieder auf die Ukraine bringt.
    Diese Konflikt ist eigentlich keiner sondern ein Katalysator um den Wandel zu beschleunigen, um ihn zu verschleiern….was ist da besser geeignet als Krieg, Zerstörung, Hass.
    Und die Ukraine ist nur die Initialzündung zur angedachten Transformation welche Europa über sich ergehen lassen wird.
    Geplant und bezahlt (mit Giralgeld welches gegen alle Völker der Welt exklusiv für eines arbeitet….jedenfalls für die Elite dieses) dürchgeführt von den neuen Vasallen.
    Dazu zählt die EU ebenso wie die RF.
    Die Ukraine ist in diesem Spiel einzig und allein das Spielfeld auf dem es ausgetragen wird.
    Traurig aber so ist es.
    Die USA und England….die anglo/amerikanische Hegemonie geht zu ENDE…eine Tatsache die nicht von der Hand zu weisen ist.
    Die RF dürfte wenn auch nur im Hintergrund die geplante neue Absicherungsmacht für dieses Finazoligarchat werden…oder ist es schon??
    Tatsache ist auch das in der Ukraine keine Hausmacht an Oligarchen verbleiben wird selbst „Sortenreine“ Schalomskys wie Benny Kolomojsky dürften bestenfalls für geleistete Dienste eine Entschädigung für entgangene Profite und verlorenen Einfluss einfahren.
    Beim Geld hört die „Freundschaft“ und das ganz besonders bei diesen Konsorten auf.
    Die Geschichte des östlichen Judentums zeigt überdeutlich wie die Gewichtung in diesen Kreisen ist.
    Leid und Tod waren schon immer die treuesten Begleiter von Macht und Profit.
    In der anglo/amerikanischen Variante dieses Franchising Geschäftsmodells unterlagen diese negativen Begleiterscheinungen in den letzten 50 Jahren einem weitreichenden Outsourcing.
    Alles was es nach Abzug der laufenden „Kosten“ an Profit zu generieren gab wurde in eben diesen Ländern als Wertschöpfung eingefahren….der Hohe Standard spricht Bände …wie erfolgreich dieses funktionierte.
    Selbst an der Perepherie dieser Hegemonie selbst in den Vasallenstaaten(dazu zähle ich unter anderem auch Deutschland) war ein gesichertes Auskommen garantiert.
    Die Kosten stiegen und stiegen, der Profit wurde immer schmaler…der hohe Standard verursacht nur noch Kosten.
    Die Perepherie ist schon längst abgekoppelt von der Entwicklung des Kerngebiets.
    Die Vasallen bekommen zu spüren was es bedeutet nicht eigenständig zu sein…jetzt allerdings finanziell.
    Das ist das Kernproblem der EU.
    Jetzt zieht die Macht alle Register um selbst nicht unterzugehen…den Standard kann es ohne hin schon länge nicht halten.
    Die Entscheidung ist imho schon vor mehr als 20 Jahren gefallen das eine Abwicklung des alten Franshising Partners angedacht wurde.
    Die EU ist die Sammelstelle auf dem „alten“ neuen Kontinent auf welchen das GELD zurückwechseln wird.
    Wenn auch nur als Zwischenstopp.
    Wohin die Reise geht wird sich zeigen.
    Welche Rolle die VR China letztendlich spielt ist mir noch nicht ganz klar.
    Alles und auch nichts…alles ist möglich.
    Entweder das Geschäftsmodell der „freien Welt“ bekommt neue Franchising Partner…oder es landet auf dem Müllhaufen der Geschichte…samt ihren Gründern dem Finanzadel.
    Chinesen sind nicht gerade dafür bekannt ohne Not irgend welche Zugeständnisse zu machen…..alles oder nichts….sie zocken auch recht gerne.
    Und von einer jüdischen Diaspora in diesem Teil Asiens habe ich auch noch nie gehört.
    Eigentlich nirgens in Asien.
    Wobei …Russland und dort nicht nur im europäischen Teil mehr als genug Erfahrung mit diesen hat und das selbst im Fernen Osten mit eigener Republik für diese „beliebten“ Mitmenschen.
    Von der „russischen“ Diaspora im Staat Israel will ich erst gar nicht anfangen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brighton_Beach
    Zitat:
    Die ersten Zugezogenen waren Flüchtlinge, die erfolgreich der Unterdrückung durch den Europäischen Faschismus in den 1930er und 1940er Jahren entkommen konnten. Die Gemeinde besteht allerdings mittlerweile zum größten Teil aus russischen, ukrainischen und jüdischen Immigranten, welche seit dem frühen 20. Jahrhundert aus Russland und später in den 1970er und 1980er Jahren aus der Sowjetunion
    in die USA einwanderten. Das Straßenbild in Brighton Beach wird heute
    vor allem durch die vielen russischen Restaurants und Lebensmittelläden
    geprägt, was dem Viertel zugleich den Beinamen Little Odessa einbrachte.
    Das Heimweh scheint viele gepackt zu haben.
    Zumindest ihr Geld.
    :-)
    Merke immer dort investieren wo der höchste Profit winkt.
    Das sind derzeit weder die USA noch England, noch die EU.

    • Petra Moser

      @Matthew Miller,
      was soll die Aussage Ihres Auftritts sein?

      • Mathew Miller

        Sie haben wie mir scheint gewisse Probleme (mit wie sie es vor gewisser Zeit schon einmal schrieben)

        Zitat:

        Petra Moser

        Mathew Miller

        vor 17 Tagen

        Ehrlich gesagt, mit Ihrer Terminologie/Wortwahl
        habe ich etwas Mühe, z. Bsp. wenn Sie schreiben «Die Ukraine ist verloren.»
        Offenbar gefällt Ihnen diese Prognose. Sie könnten also ein Jünger Lenins sein,
        der „das Absterben des Staates“ voraussagte.
        Zitat Ende…
        ….Zugang zur Konservation mit anderen Foristinnen/en zu erlangen.

        Das ist Schade, jedoch absolut kein Problem.

        Weder hatten sie bisher Fragen auf eine meiner Meinungsäußerungen hier welche nicht an andere sondern allgemein gehalten waren, noch las ich bisher substanzielles von ihnen.

        Ich würde sagen dabei belassen wir es doch einfach.
        Funktioniert doch ganz gut…gell.
        Bin hier schon rechts als auch jetzt von ihnen links „Einsortiert“ worden.
        Kein Problem…ich bin gerne für jeden das was er in mir sehen mag.
        Solange ich der bleiben kann der ich bin.
        Wenn sie das als „Auftritt“ empfinden dann bitte, passend zu ihrer „Abwesenheit“ ….so what.
        Jedem seine Meinung.

        • ISKANDER1

          Stimme ihnen zu – das hohe Gut der Meinungsfreiheit ist nicht verhandelbar und inquisitorisch auftretende Provokateure sollten spüren, das ein neues Selbstbewußtsein auch in diesem Lande nicht mehr aufzuhalten ist.

  • S. Matt (triangolum)
  • Andreas Haas

    Deutschlandfunk meldet die Einkesselung von rund 7.000 ukrainischen Soldaten bei Ilowajsk:
    http://www.deutschlandfunk.de/ilowajsk-ukrainischer-praesident-in-der-kritik.1773.de.html?dram%3Aarticle_id=295829

    7.000 Soldaten ist nicht gerade wenig. Die niederzukämpfen wird nicht einfach werden …

    • Mathew Miller

      Das übernimmt die ukrainische Führung selbst.
      Wer eingekesselt ist ist für Kiew Tod oder Fahnenflüchtig.
      Geht ohne Versorgung dann dem nationalsten aller Nationalisten der Kampfgeist ab dann gehts vermittelt von der OSZE über die Grenze nach Russland.
      Und nach Versorgung mit dem Bus wieder in die Ukraine.
      :-)
      Geschossener Kreislauf.
      Die Söldner gehen zu jenen über die am besten zahlen.
      Sterben werden in den Kesseln wieder einmal nur die armen Schweine….das Fußvolk, Rekruten, dumme junge Menschen.
      Ist schweres Gerät verloren werden diese Stellungen teilweise von der ukrainischen Luftwaffe platt gemacht, samt eigenen Soldaten.

  • Mathew Miller

    http://www.welt.de/politik/ausland/article131729849/Angst-im-Bollwerk-gegen-prorussischen-Separatismus.html
    Zitat:

    Der Gouverneur ist ein mächtiger Oligarch

    Dnepropetrowsk gilt als Bollwerk gegen prorussischen Separatismus:
    Anders als in den Regionen Donezk und Lugansk war es hier zu keinen
    Besetzungen von Verwaltungsgebäuden gekommen. Für viele ist das ein
    Verdienst von Ihor Kolomojski, der seit März Gouverneur der Region und
    zudem einer der mächtigsten Oligarchen der Ukraine ist.

    Ich kann das echt nicht mehr hören…jeder poplige ukrainische Oligarch ist einer der „mächtigsten“ Oligarchen der Ukraine.

    Wie es gerade gebraucht wird.

    Das Verwaltungsgebiet Ukraine(ein Staat war es nie) bekommt gerade neue „mächtigste“ Oligarchen.

    Das ist Benny Kolomojsky mehr als klar.

    Er hat sich abgesichert und wird sich ebenso wie Achmetow und auch jetzt gerade Taruta aus dem Staub machen wenn es brenzlig wird.

    Kackmolchsky wird mit seinem jüdischen Pass überall willkommen sein…eben nur nicht in der neuen Verwaltungszone NichtUKRAINE.

    Ok, ok Russland ist für ihn auch kein echtes Ziel…wobei er nur warten müsste…wenn er lange genug „überlebt“ ist er defakto in Dneperpetrowsk schon im gesegneten Land angekommen.

    Nicht die Seperatisten waren und sind sein Problem….seinesgleichen ist sein Problem.

    Und das sind keine verkackten „mächtigsten“ Oligarchen der UKRAINE….das sind auch keine Russen, das sind russische Oligarchen aus dem selben Stall wie dieser Wix..r.
    Zitat:
    Neben der größten ukrainischen Privatbank kontrolliert er auch weite Teile des Rohstoff- und Mediensektors.

    Nicht zu vergessen die beiden Fluglinien…ach ja ich vergas…die sind ja schon pleite und abgewickelt.

    Geld sah er keines.

    Achmetow hat auf der Krim wenigstens die „naschTelekom“ Mobilfunkgeschäfte als Bonus bekommen.

    Merke Russen machen selbst mit Tataren gute Geschäfte wenn diese sich an die neuen Regeln halten.

    Wie jedoch mit Konkurrenz aus dem eigenen Stall umgegangen wird selbst wenn diese russische Pässe hat zeigen diverse Kollegen von Benny Kolomojsky.

    Da ist von Exil, spontanen Freitod, Knast auch für Inhaber jüdischeräääh (israelischer) Pässe alles drin.

    :-)

    Alle anderen haben keine Wahl.

    Manche verstehen es schon andere werden es am eigenen Leib erleben müssen.

    Zitat:

    Mit der Unsicherheit wächst
    auch das Misstrauen gegen die neue Regierung in Kiew. „Natürlich haben
    wir Angst, und natürlich sind wir für die Einheit der Ukraine“, sagt
    Igor, ein Bankangestellter mit Bürstenhaarschnitt. „Aber zu welchem
    Preis? Die Beamten fahren in teuren Schlitten herum, und an der Front
    haben unsere Soldaten nicht einmal schusssichere Westen“, schimpft er
    weiter.

    Sein Freund
    mischt sich aufgeregt ins Gespräch. „Proukrainischer Patriotismus? Was
    soll das sein? Dass ich in den Krieg gehe, und meine Tochter dann ohne
    Vater aufwachsen muss?“ Zuletzt hatte es Berichte über
    Versorgungsschwierigkeiten an der Front gegeben.

    Die Human-Resources gehen dem Ende entgegen…nächste Musterungsrunde.

    Ukrain business as usual

    Alles wie gewohnt…jeder stirbt für sich allein.
    Zitat:
    Eine klare Botschaft
    sendete indes die Dnepropetrowsker Regionalverwaltung aus. „Wenn
    Russland Mariupol einnimmt oder weiter vorrückt, werden Tausende Cargo
    200-Lieferungen wieder zurück nach Russland gehen“, sagte Hennadi
    Korban, stellvertretender Leiter der Regionalverwaltung. „Cargo 200“ ist
    in der Militärsprache ein Code für den Rücktransport von im Krieg
    Gefallener.

    Die Dnepropetrowsker Regionalverwaltung hat zudem entschieden, ihre
    Verteidigungskräfte mit der südlichen Nachbarregion Saporischschja zu
    bündeln.

    Der FÜHRUNG der Ukraine ist klar wie sie untergeht….nimmt aber noch zig tausend Unschuldige mit.
    Von den Dummen rede ich lieber gar nicht erst.
    Das Land ist dort wo es hingehört…am Ende.
    Eine Tragödie für die Menschen.
    Für alle.

    • Petra Moser

      Frage: wird die NATO die Ukraine besetzen?

      • Mathew Miller

        Ein Beitritt der Ukraine zur NATO bleibt ebenso wie im Falle Moldawiens und Georgiens ausgeschlossen.
        Länder mit Terretorialkonflikten sind laut NATO-Statut nicht zum Beitritt berechtigt.
        Da die NATO aber in der Ukraine aktiv ist und Militärübungen und auch Beratung zum „parnerschaftlichen“ Umgang gehören frage ich zurück…wieso sollte die NATO die Ukraine besetzen?
        Es herrscht meines Wissens auch kein Krieg in der Ukraine.
        Der Kriegszustand wurde bisher nicht erklärt.
        Der Hintergrund dafür ist die Tatsache das der IWF nicht an Länder im Kriegszustand „liefert“….Worte von obersten SchokolaTier der Ukraine…Pottsauschenko.
        Habe schon mal dazu geschrieben.
        Das Land ist schon lange besetzt.
        Die Frage die sich stellt ist doch eher ob die NATO bereit und in der Lage ist seine Partner zu verteidigen.
        Damit meine ich jene die zum Bündnis gehören.
        Waffen aus diesen Ländern sind es doch die der ukrainischen Armee überhaupt noch Nachschub für diesen sinnlosen „Krieg“ Antiterroreinsatz garantieren.
        Irgend wann stehen jene blank da…woher kommt das Geld für die neue „nichtrussische“ Gerätschaft.
        :-)
        Giraldeld und FIAT-Währung schöpfen so und nicht anders ihren Mehrwert.
        Krieg und Zerstörung sind der Motor der Ökonomie.
        Nur hat da auch Russland ein Wörtchen mitzureden.
        Desshalb ist die Lage genau so.
        Alles läuft doch bestens für“s Geld.
        Und entsprechend übel für die Menschen.
        Für alle.
        Nur der Elite geht es blendend…Weltweit.

  • Walter Mandl

    20/08/2014:

    DPR Milizen drängen UA Truppen aus Ilovaysk

    • Mathew Miller

      http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-592.html

      Zitat:Russlands Präsident Wladimir Putin hat die pro-russischen Seperatisten
      in der Ostukraine aufgefordert, einen „humanitären Korridor“ für
      eingekesselte ukrainische Soldaten zu öffnen. Damit sollten „unnötige
      Opfer“ vermieden werden, erklärte Putin in der Nacht im Kreml. Nach der
      Einnahme des Grenzortes Nowoasowsk durch die Separatisten sollten die
      Regierungstruppen die Möglichkeit erhalten, sich durch den Korridor „aus
      der Kampfzone zurückzuziehen“. Einen Appell an die Separatisten, das
      Feuer einzustellen, enthält die Mitteilung nicht.

      Rebellenführer Alexander Sachartschenko begrüßte Putins Appell. Die
      „Volkswehr“ sei bereit, Regierungseinheiten abziehen zu lassen – aber
      ohne Waffen und Munition, sagte er dem russischen Staatsfernsehen.

      Aber einen Appell das Feuer einzustellen enthält die Mittelung nicht….nein.

      Im nächsten Leben verdinge ich mich bei der öffentlich rechtlichen Hetzpresse.

      Die Wochenschau der guten Menschen…geht mir sowas von auf die Eier.

      Dumme Menschen schreiben dumme Sachen.

      Verwirrte kleine Tintenklexer.

      Letzte Meldung.

      http://www.sueddeutsche.de/politik/krise-in-der-ukraine-briten-planen-angeblich-eingreiftruppe-fuer-osteuropa-1.2109991

      Separatisten lassen ukrainische Soldaten frei
      Zitat:

      Die prorussischen Separatisten haben in der Ostukraine Dutzende
      eingekesselte ukrainische Soldaten freigelassen. In Ilowaisk im
      umkämpften Gebiet Donezk seien die eingeschlossenen Einheiten über
      spezielle Korridore zu ihren Basislagern zurückgekehrt, teilte der
      ukrainische Innenminister Arsen Awakow mit. Demnach gab es mehrere
      Stellen, an denen ukrainische Truppen von militanten Aufständischen
      umzingelt waren. Die Separatisten berichteten von Hunderten betroffenen
      Soldaten. Der selbsternannte Verteidigungsminister der nicht anerkannten
      Volksrepublik Donezk, Wladimir Kononow, sagte, dass nur unbewaffnete
      Kämpfer die Orte ungehindert verlassen könnten. Weil mehrere
      Uniformierte versucht hätten, sich mit Panzertechnik und Waffen aus
      ihrer ausweglosen Lage zu befreien, sei es zu neuen Kämpfen mit Toten
      und Verletzten gekommen.

      Der Kommandeur des ukrainischen Bataillons Donbass, Semjon
      Semjontschenko, sagte, dass viele Soldaten in Gefangenschaft der
      Separatisten seien. Präsident Petro Poroschenko habe ihn darüber
      informiert, dass sie ausgetauscht würden gegen russische Soldaten, die
      in der Stadt Charkow festgehalten würden. Kremlchef Wladimir Putin hatte
      behauptet, die russischen Militärangehörigen seien versehentlich über
      die Grenze auf ukrainisches Gebiet gelangt.

  • Es gibt Meldungen über einen Anschlag auf Alexander Zakharchenko.
    Er soll überlebt haben, sein Fahrer ist wohl schwer verletzt.

    http://itar-tass.com/mezhdunarodnaya-panorama/1410690

  • Mathew Miller

    https://m.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=-wSMhGE_Mpk

    Die EU verliert den Medienkrieg.
    Jeden Tag etwas mehr.
    Steinmaier in Berlin Mutti in Dresden.
    Läuft nicht gut das mit dem Wahlvolk.
    :-)
    Schön zu sehen.
    Die Menschen denken anders als die Politiker….und machen den Mund auf.

    • Aber bei bei jeder Wahl sieht es gleich beschissen aus – oder wählen wir garnicht?

      • Walter Mandl

        Mit Wahlen werden wir das Pack nicht los. Zu mächtig und umfassend wirken Manipulation und Propaganda. Doch der eigentliche Todesstoß erfolgt durch Aufsplitterung und selektiver Ausschaltung jeder echten Opposition. Die Systeme brechen trotzdem, von innen, aus finanzmathematischen, ökonomischen und ökologischen Naturgesetzlichkeiten. Propaganda kann diese Bereiche schönreden aber um kein Haar verändern. Der Mensch mag dumm sein, die Natur bleibt erbarmungslos real und endend. Es gibt kein ewiges Wachstum, schon gar nicht exponentiell.

        • Ruth

          „Mit Wahlen werden wir das Pack nicht los“.
          Sehe ich genauso. Eine gewaltfreie s.g. Revolution hat keine Chance.
          Leider ist dafür das dumme Volk noch nicht reif…

        • Walter Mandl

          Etwas mehr Differenzierung und Verständnis für das „dumme Volk“ könnte weiterhelfen, sind doch auch „wir“ ein Teil dessen. Wäre es nicht so, wären wir bereits am Weg „uns“ als das bessere Volk zu verstehen! Diese Betrachtungs- und Herangehensweise gibt es seit Jahrhunderten. Das „dumme Volk“ hat besseres verdient!

          Wie die „dumme Kuh“ im Stall nimmt auch das Volk was im geboten, und gibt, was von ihr/ihm gefordert.
          Gilt die Kuh nun deshalb „dumm“ weil sie nicht verweigert und zeitlebens gibt? Oder erklären wir sie „dumm“ um bedingungslos und frei von jeder Empathie über ihr Schicksal verfügen zu können …….?

          Welche konkreten Alternativen hätte eine „nicht dumme“ Kuh?
          Welche Wege bieten sich einem Entblendeten in der Schar des „dummen Volkes“?
          Das Murren Einzelner Kühe/Menschen führt nicht zur Verbesserung. Ein Erheben der Murrenden über die Schweigenden auch nicht!
          Aber Kraft Geist und Sprache sind wir Menschen im Stande, uns zu solidarisieren.
          Die entfaltende Kraft liegt dabei im verantwortungsvollen und aufrechten Verbinden mit den „Dummen“. Wir haben Grund sie zu lieben und zu schätzen! Keineswegs zu verachten. Auch wenn die Versuchung dazu ob der Mühen und der Ungeduld jeden erfasst.

        • Ruth

          Nein, da stimme ich nicht mit Ihnen überein. Ich meine den Begriff so und nehme ihn auch nicht zurück. Und ich meine damit genau DEN großen Teil der Menschheit, der unhinterfragt konsumiert und im System mitläuft. Heutzutage ist JEDER in der Lage, sich politisch zu bilden. Das dumme Volk mache ich nicht am IQ oder am Inhalt der Brieftasche fest, sondern an geistiger und politischer Unbeweglichkeit und stumpfsinnigem (Über)Konsum. JEDER kann im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen die herrschende Klasse der Ausbeuter aufstehen und sei es „nur“ hier wie wir, die sich um Bildung und Aufklärung bemühen.
          Und noch einen weiteren Gedanken, den ich äußerte, meine ich wirklich so-die revolutiönäre Situation braucht eine Vorhut. Denn ich glaube nicht an eine alles regelnde Hand von „Oben“ oder sonstwo. Und auch an die grenzenlose Liebe, die das dumme Volk irgendwie aktivieren würde, glaube ich nicht. Nur mit Liebe wurde noch keine Revolution gewonnen. Wie man das gesellschaftliche Gebilde nach einer erfolgreichen Revolution dann benennt, ist erst mal zweitrangig. Daß aber des Leben einiger weniger Reicher auf Kosten der ausgebeuteten Masse nicht funktionieren kann, darüber sind wir uns m.E. einige.
          Und nebenbei-meine Kühe laufen auf der Weide und fressen nur soviel und diejenigen Pflanzen, die sie vertragen und brauchen. Sie sind also alles andere als dumm…

        • Walter Mandl

          Differenzen, insbesondere in Hinsicht in Umgang und (Weiter)Führung der breiten Masse sind vollkommen natürlich. Eine Rücknahme vom Gesagten ist in Ihrem Falle nicht erforderlich, ich habe es nicht erwartet oder gefordert. Wie käme ich auch dazu, bin ich doch auch nur eine „dumme Kuh“! Und im Wissen um die Haltung Ihrer Kühe freue ich mich für die und beneide Sie um Milch & Fleisch. Jetzt, da ich um Ihren Umgang mit Tier und Natur Einblick gewann, akzeptier‘ ich gerne Ihre schärfere Ausdrucksweise. LG

        • Ruth

          Nein, Sie sind KEINE „dumme Kuh“, denn Sie informieren sich abseits der MSM und tragen aktiv zur Aufklärung der dummen Massen in diesem und anderen Foren bei.
          Ein „schönes“ Beispiel von Dummheit und Mitläufertum gibts heute mal wieder bei SPON (wie schon so viele vorher). Leser dieses kriegshetzerischen Blatts waren früher mal angebliche s.g. Linksliberale…
          „Angebliche Putin-Drohung: „Wenn ich will, nehme ich Kiew in zwei Wochen ein“…mal einige Seiten der Kommentare lesen, wenn man nicht schon nach der ersten ko… muß. Und das sind noch Leute mit nem relativ hohen IQ…
          http://www.spiegel.de/politik/ausland/wladimir-putin-angebliche-drohung-gegenueber-barroso-a-989266.html

      • ISKANDER1

        Jeder kann für sich nachdenken wie er sich dem System entzieht und dieses damit schwächt. Alles funktioniert über den Blutkreislauf des Systems: DAS GELD. Geld wiederum ist KONSUM.
        Es gibt unzählige Optionen sich zu verweigern und damit ein ermunterndes Beispiel zu sein für viele Andere – die ohnmächtig im Zorn sind – zu geben, die aber keine Wege sehen.
        Niemand zwingt uns mehr als unbedingt notwendig zu konsumieren. Niemand zwingt uns, unser Geld auf Banken zu schaffen und es dort für fremde Interessen arbeiten zu lassen. Niemand zwingt uns mehr zu produzieren als unbedingt notwendig zum eigenen Erhalt. Niemand zwingt uns öffentlich unsere Meinung zu verbergen.
        Wenn sich etwas ändern wird, so wird es wie Walter unten schreibt – über den Zusammenbruch des Schneeballsystems – stattfinden.
        Doch dieser Prozess wird maßgeblich auch von der Abkehr vieler Bürger im oben beschriebenen Weg beschleunigt.
        Und nicht zu unterschätzen: Man koppele sich unbedingt von der Ideologie des Spaltertums ab: Dieses ist die Lebensversicherung jener Kräfte, die unsere Welt immer wieder neu in Kriege stürzen um ihres Profites wegen.
        Fällt diese Monstranz – öffnen sich Wege zu neuen Formen des globalen Miteinanders ohne Fremdsteuerung.