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Statement Strelkows am 11.09.2014 in Moskau

igor-iwanowitschIgor Strelkow, der “Schütze”, ist am 11.09.2014 nach Ablauf eines Monats seit seinem fast schon mysteriösen Verschwinden aus Donezk in Moskau mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit getreten, die überaus innenpolitischen Charakters ist. Abgesehen davon, dass darin eine Bewertung der Minsker Waffenstillstandsvereinbarungen vom Gesichtspunkt der “Ideen der Revolution” enthalten ist, kann sie als eine mögliche Antwort auf hier immer wieder auftretende Fragen wie “Wird RIA Novosti vom Kreml oder vom Weißen Haus kontrolliert?” dienen. Ich stelle den Text einmal weitgehend unkommentiert hier ein, mit dem Hinweis, dass er nicht unbedingt für alle interessant sein mag. Wer aber nach Erklärungen für das monatelange “Schweigen Putins” zum Genozid im Donbass sucht, kann hier eine mögliche Antwort aus Sicht eines der wichtigsten Beteiligten finden.

Die russischen Staatsmedien schweigen übrigens weitestgehend zu diesem Auftritt. Kann schon sein, dass er ihnen nicht wichtig genug vorkommt. Man muss sehen, was wirklich an Kraft dahinter steht; in wenigen Wochen hat Strelkow jedenfalls eine “richtige” Pressekonferenz versprochen, die dann etwas konkreter zu seinen Vorhaben Aufschluß geben könnte.

UPDATE. Wer’s konkreter mag, kann gleich zur Fragerunde vorspulen.


Genau ein Monat ist seit dem Zeitpunkt vergangen, an dem ich den Posten des Verteidigungsministers der VRD und Kommandeurs der Volkswehr verlassen musste. Diese Entscheidung ist mir ganz und gar nicht leicht gefallen. Schwierig waren auch die Umstände, unter denen diese Entscheidung getroffen werden musste. Donezk und die ganze Gruppierung der bewaffneten Kräfte der VRD befand sich in einer operativen Einkesselung und konnte die ständigen, von allen Seiten erfolgenden Angriffe der Strafkorps nur mit Mühe abwehren. Nur einzelne in der Führung der Republik wussten, dass in nur wenigen Tagen wichtige Änderungen eintreten würden und dem Feind eine entschiedene Niederlage zugefügt werden wird. Ich bin einer von diesen Wenigen, konnte aber meinen Untergebenen nicht einmal andeuten, dass wir alsbald zum Gegenangriff übergehen und die vom Feind besetzten Stellungen zurückholen würden. Noch schwieriger war es für mich, mir bewusst zu machen, dass nicht mehr ich das Kommando bei der Befreiung der von uns vorher (auch auf meinen eigenen Befehl hin) verlassenen Städte und Ortschaften des Donbass führen würde. Es fiel mir vom moralischen Gesichtspunkt schwer, meine Kameraden gewissermaßen in der “Stunde vor dem Morgengrauen” zu verlassen, in dem Moment, in dem die Dunkelheit am undurchdringlichsten ist und als der Untergang unserer gemeinsamen Sache vielen unausweichlich erschien. Ich will mich nicht mit den Umständen aufhalten, die mich zu meinem Rücktritt gezwungen haben. Nur soviel: diese Entscheidung hat sich schon allein dadurch ausgezahlt, dass am Vortag des Gegenangriffs die Leitung der bewaffneten Streitkräfte der VRD in eine Hand gelegt wurde und es so möglich war, eine Vielzahl von Konflikten zu vermeiden, die gleich einem Geschwür die Republik zerfraßen, gleichwie es so gelang, die Versorgung unserer Truppenteile und Verbände nachhaltig zu gewährleisten.

In den vergangenen Wochen hat sich die Lage an den Fronten in Neurussland grundlegend geändert. An der Mehrzahl der Fronten sind die Strafkorps zurückgeworfen worden, haben schwere Verluste erlitten und sind zur Verteidigung übergegangen. Es wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das gesamte Territorium des Donbass von den Strafkorps und den Einheiten der Kiewer Machthaber befreit werden konnte. Unter den Vorstößen der Armee der VRD trat der Feind knurrend den Rückzug nach Westen an, sein Heer und dessen Leitung geriet in Panik. Doch was passierte dann?

strelkow-slawjansk

Vor unseren Augen haben sich wieder einmal jene Kräfte in die Angelegenheit eingemischt, die vorher bereits fast damit durchgekommen sind, den “Russischen Frühling” zu zerstören und seither keinen Versuch unterlassen haben, die russische Volksbefreiungsbewegung in Neurussland zu vernichten. Es gibt keine Niedertracht, zu der diese Kräfte, die sich in der jüngsten Geschichte unseres Vaterlandes schon oft genug auf die übelste Weise gezeigt haben, nicht bereit wären. Sie waren es auch, die, von Außen gesteuert, die entscheidende Rolle in der Zerschlagung der UdSSR im Jahre 1991 gespielt haben, und die später in den 1990er Jahren unverhohlen die Völker Russlands schikanierten und eine wahre Raub-Orgie am enormen wirtschaftlichen und kulturellen Erbe der Sowjetunion zelebrierten. Sie hielten in den Überresten unseres Heimatlandes in ihren Folgen ungeheuerliche liberale Experimente ab, kümmerten sich mit keinem Deut um die Folgen für das Land, welches sie verächtlich als “dieses” bezeichneten und auch heute noch bezeichnen. Die Orgie der Zerstörung wurde begleitet von angezettelten und blutigen Kriegen, von exzessiver Kriminalität, von Sittenlosigkeit, moralischem Verfall, von der Propaganda aller möglichen, und dazu schlimmsten vorstellbaren Laster, von der Zerstörung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit und der außenpolitischen Souveränität. Aber auch nachdem es Anfang der 2000er Jahre nicht gelang, Russland den Todesstoß zu versetzen, haben sich diese Kräfte nicht einfach in Luft aufgelöst, sondern ihr zerstörerisches Werk verborgen fortgesetzt in der Hoffnung, dass ihre Stunde erneut schlägt und sie dann das begonnene Werk vollenden werden. Doch kaum, dass sich am Horizont das Morgengrauen des “Russischen Frühlings” abzuzeichnen begann, und unser Land davor stand, sich nicht nur verbal, sondern tatkräftig von den Knien zu erheben, die Resultate der Kapitulation Gorbatschows zu überdenken und die ihm seit alters her zustehenden Rechte und Territorien wieder zu beanspruchen und eine wirkliche Souveränität zu erkämpfen, mobilisierte die “Fünfte Kolonne” unverzüglich alle ihr zur Verfügung stehenden Kräfte. Die Rückkehr der Krim in den Bestand der Russischen Föderation führte bei ihnen nicht nur zu einem Schock, der Aufstand in Neurussland nicht nur zu Panik, sondern auch dazu, dass sie erneut ihr wahres Gesicht zeigten.

Wie nach “Alarmplan” wurde das weitläufige Agentennetz, das sich lange Jahre erfolgreich “patriotisch” und “staatsmännisch” gab und unter diesem Mäntelchen in die höchsten Etagen der Staatsmacht, selbst in das nähere Umfeld des russischen Präsidenten vorgedrungen war, mobilisiert und ins Gefecht geworfen. Obwohl sie mit ihren Taten gegen die Interessen des Landes und des Volkes gehen, behaupten diese Verräter weiterhin frech, dass sie “Freunde” des Präsidenten seien, und ihre offenkundige Wühl- und Sabotagetätigkeit geben sie als die einzig richtigen Maßnahmen zur Festigung der russischen Staatlichkeit aus. Woher, so werdet ihr fragen, kommt eine solche Frechheit und Sicherheit über die eigene Unverwundbarkeit? Die Erklärung ist sehr einfach: alles, was für die Vertreter der “Fünften Kolonne” Wert besitzt (also Geld und andere materielle Ressourcen, ebenso auch ihre Familien und Nachkommen) sind schon lange Zeit außer Landes geschafft worden, so dass deren Fortbestand nur von der Gnade ihrer ausländischen Herren abhängt.

Alexandr Chodakowskij, Kommandeur des "Wostok"-Bataillons der VRD, gilt als "Mann Achmetows"

Alexandr Chodakowskij, Kommandeur des “Wostok”-Bataillons der VRD, gilt als “Mann Achmetows” und ist maßgeblich verantwortlich für das blutige Scheitern des Versuch der Erstürmung des Flughafens Donezk am 26. Mai 2014

In den fünf Monaten des Kampfes haben die Menschen in Neurussland vollumfänglich die “Früchte” dieser Art von Sabotage zu spüren bekommen. Als russische Militärhilfe für die praktisch unbewaffneten Bürgerwehren überlebensnotwendig war, und als eine solche Hilfe noch praktisch unblutig zur Befreiung aller russischsprachigen Gebiete hätte führen können, haben diese Agenten unisono davon zu heulen begonnen, dass eine direkte militärische Unterstützung der Aufständischen unmöglich und unzulässig sei. Die Peiniger verbrannten Menschen in Odessa, zerschossen Slawjansk aus schwerer Artillerie und bildeten eilends eine kampffähige Armee, während ihre in die Führungsetagen der russischen Außenpolitik vorgedrungenen Mittäter nicht nur eine jedwede militärische oder politische Hilfe für die Aufständischen sabotierten, sondern auch in voller Einmütigkeit mit Poroschenko, Turtschinow, Achmetow, Taruta und den anderen Vertretern der ukrainischen Oligarchie Spaltungen in die Führung der Bürgerwehr brachten, es verhinderten, ein einheitliches Kommando zu schaffen, und es unter vereinten Kräften versuchten, den russischen Präsidenten in die von ihnen ausgelegten Fallen zu stoßen. Die Standhaftigkeit und Selbstlosigkeit der Volkswehr haben es verhindert, dass die Strafbataillone den Aufstand niederzuschlugen, bevor endlich eine wirkliche Hilfe aus Russland bei den Empfängern ankam. Die Volkswehr ging zum Angriff über. Aber auch hier haben sich die Verräter in aller Pracht offenbart.

Wladislaw Surkow, einer der von Strelkow nicht namentlich genannten prominentesten Vertreter der sog. "Fünften Kolonne"

Wladislaw Surkow, einer der von Strelkow nicht namentlich genannten, aber deutlich beschriebenen prominentesten Vertreter der sog. “Fünften Kolonne”. Foto: RIAN

Den kurz vor ihrer totalen Zerschlagung stehenden Strafkorps reichten sie eine “helfende Hand”, organisierten einen Waffenstillstand und versuchten im Verlauf von Verhandlungen, praktisch alle von den Aufständischen besetzten Gebiete preiszugeben und sie der Gnade der Kiewer Junta zu überantworten. Es ist kaum möglich, sich schändlichere Verhandlungsergebnisse vorzustellen als die, welche man derzeit in Minsk aushandelt. Derweil stockt Kiew eilends sein Militär auf, trainiert es, und macht sich bereit, den Genozid an den Russen in Neurussland fortzuführen. Als Ergebnis haben wir jetzt ganz genau wieder dieselbe Lage wie zu Anbeginn unserer Bewegung, nur mit weit ungünstigeren Ausgangsbedingungen. Während nämlich im April oder Mai Kiew noch keine wirklich einsatzfähige Armee hatte, ebensowenig eine Unterstützung im Volk, so sind die Strafkorps jetzt voll mobilisiert und bis an die Zähne aufgerüstet worden, während die Bevölkerung der Ukraine unter massiver Propagandaeinwirkung, bei der großangelegt Methoden des Neuro-linguistischen Programmierens zur Anwendung kommen, bedeutend “zombifiziert” und nicht mehr in der Lage ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Innerhalb dieser wenigen Monate sind eine Reihe von Wirtschaftsanktionen gegen Russland verabschiedet worden, und aus dem Munde hoher Militärs und Diplomaten westlicher Länder hört man auf einmal auch wieder Ansprüche bezüglich Abchasien und Südossetien, unverhohlene Drohungen kommen nun auch von den durch Amerika kontrollierten islamistischen Banden.

Man bereitet sich darauf vor, lang und ernsthaft Krieg gegen Russland zu führen, und sowohl der Westen, als auch die “Fünfte Kolonne” machen kein Hehl daraus, dass sie es vorhaben, Präsident Putin zu stürzen und hernach eine volle Demontage Russlands einzuleiten, während ihre Meinungsmacher die Staatsführung mit allen Kräften davon zu überzeugen suchen, dass ein Abfinden nicht nur möglich, sondern einzig notwendig ist. Der Umstand, dass die Feinde Russlands sich mit nichts anderem als nur der Kapitulation zufriedengeben, wird beflissentlich vor der Öffentlichkeit und, auch das könnte ich mir vorstellen, vor dem Präsidenten verborgen.

Auf diese Weise sind all die außerordentlich guten Möglichkeiten, welche Russland noch im Frühjahr hatte, unverwirklicht geblieben und wir befinden uns ganz im Gegenteil vor dem Angesicht einer ständig wachsenden Kriegsgefahr. Der Verdienst der “Fünften Kolonne” daran ist nicht zu bestreiten.

Aus welchem Grunde treten denn unsere Liberalen so unversöhnlich und, man könnte meinen, selbstmörderisch gegen den Präsidenten und seinen Kurs auf? Wieso sind sie auf einmal so tapfer geworden und fordern ihn und seine Politik heraus? Meiner Meinung nach gibt es hier zwei Faktoren, und der erste besteht darin, dass auch die “Fünfte Kolonne” keine andere Möglichkeit mehr hat als den Aufstand (der noch verdeckt ist – noch). Die “Revolution von Oben”, die von Wladimir Wladimirowisch Putin begonnen worden ist, lässt ihnen keine Chance auf politisches Überleben, und lediglich das Land in Richtung ihrer mit “enormem Fleiß” erworbenen ausländischen Besitztümer zu verlassen – das gestatten ihnen ihre ausländischen Herren nicht. Der zweite Faktor ist noch offensichtlicher: die Verräter, die über Einfluß an Machtpositionen und über bedeutende finanzielle Ressourcen verfügen, rechnen ernsthaft damit, die Macht selbst an sich zu bringen und danach im Wonnetaumel die Reste des einstmals großen Landes zu verschachern und die es bewohnenden Völker zu “verwerten”. Doch um das wahr werden zu lassen, bedarf es noch einer Reihe an Handlungen zur Vorbereitung. Vor allem anderen müssen sie Präsident Putin der breiten Unterstützung durch das Volk berauben, die er durch die außen- und innenpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre verdientermaßen genießt. Und was könnte in diesem Sinne erfolgversprechender sein, als das “Abschreiben” der Russen in Neurussland und die darauf unbedingt folgende persönliche Schuldzuweisung an Putin? Die Vertreter der “Fünften Kolonne” selbst halten sich wie Hyänen sorgfältig in seinem Schatten auf und vermeiden jede Öffentlichkeit.

Strelkow und Gubarew

Strelkow und Gubarew

Der Weg, den die Feinde zu gehen gedenken, ist für uns bereits klar ersichtlich. Ein maximales Verschleppen des Kriegszustandes, begleitet von möglichst vielen Opfern und Entsagungen für die russische Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze – das ist ihre gegenwärtige Aufgabe. Es der Volkswehr nicht gestatten zu siegen, an den russischen Grenzen eine immer mehr blutende “Wunde” schaffen, wohinein Russland Mal ums Mal seine Ressourcen einbringen muss und wo als Folge einer Politik “ein Schritt vor, zwei zurück” nie ein wirklich greifbarer Erfolg zustandekommen wird. Gleichzeitig wird der Russischen Föderation eine schwere Last aufgebürdet, zu Beginn in Form von Hunderttausenden, dann von Millionen von Flüchtlingen, während die Sanktionen des Westens allmählich die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Landes untergraben, besonders, da unsere hausgemachten Oligarchen allen dadurch zustandekommenden Verlust auf die Schultern breiter Teile der Bevölkerung abladen werden. Im Endeffekt hoffen die Verräter darauf, die Lage soweit zu bringen, dass ein schändlicher und erniedrigender Frieden geschlossen wird, der sich durch einen Verrat an der russischen Bevölkerung der Ukraine auszeichnet, um so eine zusätzliche Welle der Entrüstung in Russland selbst loszutreten. Weiter wird es schon in voller Übereinstimmung mit den noch Anfang des 20. Jahrhunderts erprobten Technologien gehen – ein Moskauer “Maidan”, auf dem in angeblich gerechtem Zorn Rechte und Linke, Patrioten und Liberale zusammenfinden. Es läuft dann auf das bereits in den Jahren 1905 und 1917 approbierte Szenario nach dem Motto “schmachvolle Niederlage – Wirtschaftskrise – Diskreditierung der Staatsmacht – Unruhen im Volk – Palastrevolte” hinaus.

In diesem Zusammenhang ist ein Schutz Neurusslands und eine Unterstützung seiner Bevölkerung kritisch wichtig dafür, das Große Russland zu bewahren und die Pläne der “Fünften Kolonne” zu durchkreuzen. Wenn es uns gelingt, dort einen Sieg zu erkämpfen, dann werden wir Russland bewahren können. Verlieren wir dort, so verlieren wir entsprechend die Reste unseres Vaterlandes. In diesem Kampf kann es keine Kompromisse mehr geben, und jeder, der etwas Gegenteiliges behauptet, gießt Wasser auf die Mühlen des Feindes. Entweder – oder. Entweder kann Russland eine wirkliche Souveränität vollumfänglich wiederherstellen, oder es wird zerstört von einer Koalition aus aus- und inländischen Oligarchenclans.

Ende August 2014 im Walaam-Kloster

Ende August 2014 im Walaam-Kloster

Im Kampf gegen die Wühlarbeit der Saboteure habe ich nach meinem persönlichen Platz gesucht und eine Entscheidung getroffen. Die Hauptfront des Kampfes um Russland verläuft derzeit hier. Ich hoffe, dass ich gerade in Russland maximal von Nutzen sein kann. Dabei will ich erneut unterstreichen, dass die, welche darauf hofften oder hoffen, mich selbst oder meinen Namen für destruktive Ziele zu gebrauchen, schwer enttäuscht sein werden. Wie kritisch ich auch vielen, vielen vergangenen innenpolitischen Entscheidungen des Präsidenten gegenüberstehe, so halte ich es unter den Bedingungen des gegen uns entfesselten Krieges für notwendig, ihn als den einzigen legitimen Oberbefehlshaber und wichtigsten Garanten für die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes bedingungslos zu unterstützen. Meiner Ansicht nach ist es in erster Linie notwendig, das von einem faschistischen Genozid heimgesuchte Neurussland durch Demaskierung und Kaltstellen derer unter ihren “Freunden und Gönner” wirklich zu schützen, die uns an den Rand einer militärischen Niederlage gebracht haben.

Denen aber, die beharrlich daran gegangen sind, in den Medien das Bild eines “Oberst Strelkow, des Führers eines Volksprotests” zusammenzubasteln, möchte ich mitteilen, dass sie nicht darauf zu hoffen brauchen, mich durch falsche Lobhudelei oder Versprechugen zu bestechen. Das Wesen der Offizierspflicht ist es, seinem Land und seinem Volk zu dienen. Den oft undankbaren, aber treuen Dienst gegen falschen Ruhm und Popularität zum Gefallen der Feinde des Vaterlandes einzutauschen ist für mich der Gipfel der Ehrlosigkeit. Sollen sie endlich befreifen, dass es in Russland noch Menschen gibt (und damit meine ich nicht nur mich allein), die Pflicht und Anstand über den eigenen Vorteil und die Eitelkeit stellen. Wie die Ereignisse in Neurussland gezeigt haben, gibt es noch eine ganze Menge solcher Menschen! Wir werden es nicht gestatten, dass Russland wieder so zerrissen und zerrüttet wird, wie man 1917 das Russische Reich oder 1991 die UdSSR zerstört hat.

Das ist alles.

[Applaus]

Das ist nicht nötig, danke.

Fragerunde

Igor Iwanowitsch, was ist Ihre Botschaft an die Russen in der Ukraine, in Neurussland und Russland, was sollen sie jetzt – jeder Einzelne – tun, um ihr Land zu retten?

Das ist eine sehr schwierige Frage, ich denke, dass ich in Kürze gemeinsam mit meinen Kameraden gewisse Lösungsvorschläge, bestimmte Handlungsvorschläge machen kann, an denen sich die Menschen wie auch verschiedene öffentliche Organisationen beteiligen können, und die darauf abzielen, Neurussland zu unterstützen und Russland verteidigen helfen. Für den Moment möchte ich nur anmerken, dass es notwendig ist, sich von jedweder destruktiven oppositionellen Tätigkeit zu enthalten, und zu erkennen, dass gegen uns ein Krieg geführt wird, und unter Kriegsbedingungen spielen jegliche Unruhen in unserem Hinterland einzig dem Feind in die Hände.

Igor Iwanowitsch, bitte sagen Sie uns – bedeuten Ihre Worte “Mein Platz ist jetzt hier, in Russland”, dass Sie nicht an einen Kommandoposten in Neurussland, im Donbass, in Lugansk oder an einen anderen Ort zurückkehren werden?

Wenn es nötig sein sollte und ich mobilisiert, und in irgendeine Region kommandiert werde, dann bin ich bereit, jeden Befehl zu befolgen, allerdings ziehe ich eine solche Variante derzeit nicht in Betracht.

Igor Iwanowitsch, haben Sie vor, sich hier in Russland einer politischen Betätigung zu widmen, beispielsweise bei Wahlen zu kandidieren?

Nein, das habe ich nicht vor. Ich glaube generell nicht an Wahlen als solche. Schauen Sie doch einmal, wen man in der Ukraine gewählt hat.

Sie sprachen von entscheidenden Veränderungen der militärischen Lage; können Sie die Behauptung der ukrainischen Seite bestätigen oder widerlegen, in der gesagt wird, dass diese Veränderungen mit einer Intervention russischer Militärverbände zu tun haben?

Mitte August, als ich Neurussland verlassen habe, gab es keinerlei russische Militärverbände auf dem Territorium von Neurussland. Ich kann nicht bestreiten, dass dort Freiwillige kämpfen, die in den Streitkräften der Russischen Föderation dienen. In meiner Brigade beispielsweise dienten ein paar Offiziere, die während ihres Urlaubs auf vollkommen freiwilliger Basis zu uns stießen; sie wurden aber in keiner Weise zu uns kommandiert, um Neurussland zu verteidigen und in unseren Verbänden zu kämpfen. Das ist alles, was ich dazu sagen kann. Natürlich weiß ich mehr oder weniger genau, was derzeit dort passiert, aber ich habe keinerlei Information über eine direkte Beteiligung russischer Streitkräfte vor Ort.

Ich möchte gern wissen, was Ihre Meinung zum gegenwärtigen Waffenstillstand ist: warum, denken Sie, ist der Waffenstillstand für die “Kriegspartei” – also Leuten wie Timoschenko, Ljaschko und Kolomojskij – nicht von Vorteil, warum wollen sie den Krieg fortführen?

Nun, es ist erst einmal sehr schwer, den jetzigen Zustand als “Waffenstillstand” zu bezeichnen. Bei allem, was ich weiß, gibt es durchschnittlich aller 2-3 Stunden Artillerie-Schusswechsel an den derzeitigen Frontlinien, wobei in aller Regel die ukrainischen Kräfte die Initiatoren sind. Mehr noch, unter dem Schutz des “Waffenstillstands” hat der Feind eine Reihe an Ortschaften besetzt, aus denen er vorher vertrieben worden war, und befestigt sich jetzt dort. Sie haben ihre Truppen in eine Reihe von sogenannten “Kesseln” eingeschleust [? - d.Ü.], sie befestigen sich in Debalzewo, und nach den mir vorliegenden Informationen werden dort mindestens 3, wenn nicht 4 Stoßgruppen gebildet, die für eine Angriffstätigkeit vorgesehen sind. Mit anderen Worten nutzt die ukrainische Seite den Waffenstillstand ausschließlich zur Aufstockung ihrer Truppen, zum Austausch der Militärtechnik, zum Mobilisieren der Reserven und zur Angriffsvorbereitung. Aus diesem Grund ist es naiv, mit irgendwelchen positiven Ergebnissen des Waffenstillstands zu rechnen.

Eine Frage zur “Boeing” - warum wird der Abschuß der “Boeing” in den Medien häufig mit der Volkswehr in Verbindung gebracht? Wer war es denn nun, der die “Boeing” abgeschossen hat?

Die abgeschossene “Boeing” wird einzig deshalb mit der Volkswehr in Verbindung gebracht, weil sie über einem Gebiet abstürzte, das – teilweise – von der Volkswehr kontrolliert wurde. Ganz offen gestanden weiß ich nicht, wer die “Boeing” abgeschossen hat, da ich in diesem Moment gerade einen Militäreinsatz befehligte und gar nicht die Zeit hatte, eine Untersuchung zu führen. Meine persönliche Meinung ist aber, dass die “Boeing” von der ukrainischen Seite abgeschossen worden ist. Sie hat diesen Abschuß als eine schwere Provokation vorbereitet, denn alle Fakten sprechen dafür, dass die “Boeing” vorsätzlich in dieses Gebiet geleitet worden ist, und die ukrainische Seite hat alle Bedingungen dafür geschaffen, dass sie abgeschossen wird. Wahrscheinlich haben sie dann, als sie gewahr wurden, dass die Sache so nicht funktioniert, sie auch noch selbst abgeschossen. Ansonsten [- wäre unsere Schuld nachgewiesen - d.Ü.] würden die internationalen Medien uns schon “volle Kanne” in Behandlung haben.

Igor Iwanowitsch, bereuen Sie es möglicherweise, dass Sie Slawjansk verlassen haben, dass Sie sich jetzt in Russland befinden? Wie bewerten Sie das, was jetzt in der Volksrepublik Donezk passiert? Ich frage damit nach Ihrer Einschätzung als Militärkommandeur.

Als Kommandeur möchte ich sagen, dass unter den Bedingungen, unter denen die Volkswehr kämpft, die Handlungen des dortigen Militärkommandos wohl recht angemessen sind. Man darf nicht vergessen, dass die Volkswehr den ukrainischen Kräften nach wie vor zahlenmäßig unterlegen ist, ebenso auch, was die Militärtechnik betrifft. Freilich hat sich die Zahl der Kämpfer der Volkswehr erhöht. Aber die Überlegenheit des Gegners an Mannkraft und Bewaffnung ist nach wie vor ziemlich groß. Ich habe es nicht vor, die Handlungen der Volkswehr irgendwie zu kritisieren, zumal nach den Erfolgen, die in den vergangenen Wochen erreicht worden sind.

Es gab [bei Ihnen] die Aussage, dass kaum eine größere Demütigung vorstellbar sei, als die, welche durch die Vereinbarungen von Minsk besteht. Ist es Ihrer Meinung nach sinnvoll, die Verhandlungen fortzusetzen, zumal Litwinow auf dem gestrigen Briefing davon sprach, dass derzeit keine Möglichkeit besteht, alle Punkte der Minsker Vereinbarung umzusetzen?

Ich möchte betonen, dass die Minsker Vereinbarung einen zeitweiligen Waffenstillstand zum Inhalt hat. Die Bedingungen, die dort von der ukrainischen Seite für die weiter geplante friedliche Beilegung vorgebracht und aus irgendeinem Grunde überhaupt für diskutabel erachtet worden sind, habe ich als demütigend bezeichnet. Meine Meinung ist, dass solche Bedingungen überhaupt nicht diskutiert werden können, denn sie führen zu einer schändlichen Niederlage und im Grunde zu einer vollständigen Zerschlagung Neurusslands, wie auch zu all den Folgen, die ich in meiner Erklärung aufgezählt habe. Mit anderen Worten, es stehen damit enorme Einbußen für Russland und eine innenpolitische Krise in Russland in Aussicht.

Haben weitere Verhandlungen überhaupt einen Sinn?

Ich nehme für mich nicht das Recht in Anspruch zu beurteilen, ob es einen Sinn in weiteren Verhandlungen gibt oder nicht; in diesem Fall bin ich Soldat. Verhandlungen sind die Aufgabe der Diplomaten, und eine Entscheidung über Verhandlungen zu treffen wäre das Vorrecht des russischen Präsidenten und der höchsten Ebene der Staatsführung. Aber, um mich noch einmal zu wiederholen, wäre es de facto eine Kapitulation, auf die von der ukrainischen Seite vorgebrachten Bedingungen einzugehen.

Haben Sie für die Aktivität jetzt in Moskau einen Segen bekommen, und ist es aus Ihrer Sicht für russische Menschen im Ausland wichtig, aktiv kirchlich zu sein oder reicht es, wenn sie einfach nur gläubig sind?

Ich habe noch keinerlei Aktivitäten in Moskau angefangen, und folglich auch noch keinen Segen dafür bekommen, aber was alles Übrige angeht, so kann ich sagen, dass ich es immer angestrebt habe, von den Geistlichen, auch von meinem Beichtvater oder den Geistlichen, die sich in der Nähe befanden, einen Segen für alle meine entschiedenen Handlungen zu bekommen. Das andere ist eine viel zu komplexe Frage, als dass wir sie hier erörtern könnten.

Sie haben gesagt, dass die ukrainische Seite während des Waffenstillstands ihre Truppen an den Orten zusammenzieht, an denen es als Nächstes zu Kampfhandlungen kommen kann. Könnten Sie eine Prognose darüber abgeben, in der Sie das Potential der Volkswehr einschätzen, die tatsächlich eine Menge an ukrainischer Militärtechnik gekapert hat, und wie sich die Lage entwickelt, wenn es nicht gelingt, sich zu einigen?

Die Sache ist die, dass es mir sehr schwer fällt, nach inzwischen schon einmonatiger Abwesenheit an der Frontlinie irgendwelche Prognosen zu machen. Aber in aller Kürze kann ich sagen, dass der Gegner sich zum Angriff bereitmacht, und die Konfiguration der von ihm zusammengestellten Stoßgruppen zielt auf Angriff ab. Gleichzeitig werden im Hinterland Verteidigungseinrichtungen gebaut, wo sie, allem Anschein nach, im Falle einer Niederlage auszuharren gedenken. Diese Konfiguration ist alles in allem aber gar nicht gegen die Volkswehr gerichtet, sondern gegen Russland. Gerade die Konfiguration der Verteidigungseinrichtungen. Mit anderen Worten, indem er sich dazu bereitmacht, die Volkswehr zu vernichten, bereitet sich der Gegner gleichzeitig auf einen Krieg mit Russland vor. Und zwar auf einen großen Krieg.

Was das Potential angeht, hat denn die Volkswehr letztlich genügend Kräfte?

Natürlich hat die Volkswehr genügend Kräfte für den Kampf und dazu, den Feind aufzuhalten, aber – um mich zu wiederholen – ohne eine großangelegte Unterstützung aus Russland, die ich seinerzeit mehrfach erbeten habe und es auch weiterhin tue, wird es der Volkswehr unmöglich sein, gegen die von der gesamten sogenannten “westlichen Gemeinschaft” unterstützte Ukraine einen endgültigen Sieg zu erringen. Die blutende Wunde an unserer Grenze aber muss man so oder so beseitigen.

Igor Iwanowitsch, was halten Sie in aller Kürze von der Idee, eine Mauer zwischen Russland und der Ukraine zu bauen?

Die Sache ist die, dass Mauern nie wirklich irgendwen geschützt haben. Eine Mauer ist lediglich – wie es die Berliner Mauer gewesen ist – ein Symbol der Trennung zwischen dem Ost- und dem Westblock, und die sogenannte ukrainische Mauer, die sie jetzt bauen wollen, wird lediglich ein materielles Symbol der Trennung der Ukraine von der russischen Welt sein. Und zwar einer widernatürlichen Trennung. Die Ukraine war, ist und – da bin ich überzeugt – bleibt ein Teil der russischen Welt, egal, wie sehr jemand etwas anderes will und wie sehr man auch ihre Bevölkerung verblödet. Man kann Mauern bauen wie man will, aber ich denke, dass es letztlich mißlingen wird, das Volk zu spalten.

Wann wird denn der Krieg in der Ukraine vorüber sein, und was wird sein Ergebnis sein?

Wäre ich der Herrgott, so würde ich sehr gern auf diese Frage antworten.

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  • Walter Mandl

    ****** Большое спасибо, Роман

  • Franz

    Uff. Schwere Kost mein Lieber, trotzdem Danke. Es geht also um Verrat. Das Hauptproblem sieht er also in den Agenten der 5.Kolonne. Diese sind in den Kreml vorgedrungen. Bis an Putins Schreibtisch sozusagen.

    LG Franz

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Eiiiigentlich ist das inhaltlich nichts Neues. Überdeutlich wurde das in dem Moment, als Strelkow Slawjansk verließ, plötzlich in Donezk auftauchte und dort erst einmal für Ordnung sorgte. Dieses Manöver hat man ihm nicht verziehen, eigentlich war für ihn der Heldentod in Slawjansk bestimmt.

      Trotzdem sind inzwischen fast alle “Ideenträger” von den einflußreichen Positionen in Neurussland verdrängt worden. Auch Gubarew hat Lunte gerochen und gesagt, dass er sich zurückzieht. Wohl ihm, wenn er selbst und ohne fremde Hilfe auf den eigenen zwei Beinen weggehen kann. Die jetzige Konfiguration deutet an, dass ein “Neurussland” nicht stattfinden wird.

      Bleibt von den Idealisten noch Mosgowoj. Vielleicht Besler, der Anfang Juli Chodakowskij in Donezk “beiseite geschoben” hatte. Aber von dem habe ich lange nichts mehr gehört.

      • jens frank

        wie ‹gefährlich› lebt strelkow jetzt in moskau? sind sie hinter ihm nach diesen worten mehr her, als hinter snowden?

      • jens frank

        Vielleicht liegt mein [unser] Denk-Fehler einfach nur im Idealismus, man könnte materiell wohlgestellt im Westen [oder wie im Westen] leben UND gleichzeitig die Vorteile der russischen Seele sozusagen überall dabei haben – ohne davon etwas [alles] in Russland zurücklassen zu müssen. Kann man im Meer schwimmen, ohne nass zu werden?

  • berlinathen

    Eine sehr wichtige Veröffentlichung. Die einmal mehr zeigt, wie Recht wir hatten, als wir hier im Blog ein entschiedeneres Vorgehen Russlands anmahnten und wie schändlich das Herumlavieren für die Sache Russlands und für unserer aller Sache war. Ich hoffe, Russland wird mehr Präsenz in Donbass zeigen, denn der Westen versteht keine Dimplomatie a la Lawrow Diplomatie, er versteht, das habe ich schon mal gescrieben, nur die Macht und Kraft der Faust. Und ich hoffe auch, dass Strelkow vom russischen Präsidenten Aufgaben bekomt, die seinen strategischen Qualitäten gerecht sind.

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Mir war es in erster Linie wichtig zu zeigen, dass es nicht “den Kreml”, “Russland” usw. als einen eindeutigen Vektor gibt. Auch der Präsident ist weitgehend nur der sprechende Kopf für den Konsens, der zwischen den verschiedenen “Türmen” des Kreml gefunden wurde. Wenn der Kopf zu einem bestimmten Thema schweigt, dann gibt es keinen Konsens.

      • Robert Ketelhohn

        Strelkows Stellungnahme ist ein wichtiger Beitrag, keine Frage. Ich möchte gleichwohl alle Leser davor warnen, seine Sicht einfach so zu übernehmen. Sie scheint mir auch nicht widerspruchsfrei zu sein. Wie verträgt sich etwa Strelkows sehr positive Wertung des Erfolgs der Gegenoffensive unter der neuen Führung mit der gänzlich negativen Sicht der Verhandlungsführung in Minsk? Sind denn da nicht dieselben Leute verantwortlich?
        Richtig ist schon, daß die militärische Lage an der Front sich im Zuge der Feuerpause deutlich zu ungunsten von Donjezk und Lugansk verändert zu haben scheint. Zwar fehlen öffentliche Informationen, uns Bildschirmgenerälen ein fundiertes Urteil zu erlauben. Strelkows militärischer Sachverstand dürfte unsern aber deutlich übersteigen, wiewohl auch er im Augenblick etwas abseits vom Schuß steht. Besorgnis ist aber mindestens berechtigt.
        Die entscheidende Frage ist letztlich, inwieweit der Präsident Rußlands Herr der Lage und Herr seines Handelns ist. Das weiß ich nicht, und Strelkows Wortmeldung stellt einen Mosaikstein im Gesamtbild dar, ist jedoch keine Offenbarung.
        Jedenfalls stellt er sich hinter Putin und will dessen Handlungsfreiheit wiederherstellen. Soweit das nötig ist – was ich nicht weiß –, ist das gut so. Sehr gut. So kann er nur nützen. Die in scheinbarer Verteidigung Rußlands auf Putin eindreschen, können sich seiner nicht bedienen. Das ist wichtig.

    • urkeramik

      Wenn du Recht hättest – und bist aber nicht im Donbass, mit der Waffe in der Hand – dann wärest du nur ein schwätzender Sofageneral. Im übrigen hast du Strelkov nicht verstanden, wenn du immer noch glaubst “an Rußland” irgendwelche Forderungen und Ratschläge herantragen zu müssen.

  • jens frank

    Seine Worte sollten alle Titelseiten aller russischen Zeitungen füllen.
    Vielen vielen Dank für deine hervorragende Übersetzung.
    Diese deutlichen Worte wecken die Herzen der Menschen, die NLProgrammiert worden sind.
    Genau dasselbe ist auch auf den Montagsdemos in Deutschland passiert. Hier braucht es noch einen deutschen Igor Strelkow.

  • Andreas Haas

    Von dem Video gibt es auch eine Version mit englischen Untertiteln
    http://vineyardsaker.blogspot.de/2014/09/strelkov-press-conference-translated.html

  • Andreas Haas

    Ich finde es problematisch, dass Strelkow eine innerhalb Russlands agierende “Fünfte Kolonne” für die fehlende Unterstützung Neurusslands durch Präsident Putin verantwortlich macht.

    • Andreas Haas

      Eine gegenteilige Sicht
      http://vineyardsaker.blogspot.de/2014/09/of-facts-opinion-and-mis-interpretations.html

      Nach dieser Darstellung kann man froh sein, dass es zu diesem Waffenstillstand kam, weil die Einheiten um Mariupol in Gefahr waren eingekesselt und vernichtet zu werden. Wenn Stelkow seit über einem Monat in Russland ist, dann hat er natürlich nur wenig Informationen über das Kräfteverhältnis vor Ort — das sagt er auch in der Fragerunde.

  • Sabb

    Ich möchte mich auch für diese hochinteressante Lektüre bedanken und es bleiben in meinen Augen tatsächlich viele Fragen.
    Weshalb diese Waffenruhe bei gleichzeitigen Erfolgen der Militärs? Wer sind diese explizit erwähnten Menschen (5.Kolonne) die nun Einfluß nehmen? Und was hat Strelkov genau vor? Ich meine, in Russland kann er nur mit dem Willen von Putin agieren, er ist in Moskau, von daher muss Putin ihn abberufen haben.

    • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

      Einen der Protagonisten dieser “Fünften Kolonne” habe ich oben per Bild eingestreut. Einer der Meinungsmacher, den ich nicht erwähnt habe (weil er den wenigsten etwas sagen wird, aber ich fand diesen Mann mit seinem Projekt “Das Wesen der Zeit” schon seit Jahren hochinteressant) ist Sergej Kurginjan. Er war es, der nach Strelkows Abzug aus Slawjansk urplötzlich in Donezk auftauchte und versuchte, ihm die Leviten zu lesen.

      Kurginjan tauchte in der deutschen Medienlandschaft bisher m.W. nicht auf, ich sah nur einmal eine Erwähnung in einer Abhandlung namens “Neue rechtsextreme Intellektuellenzirkel in Putins Russland” (“Russland-Analysen”, Nr. 256). Ein bißchen in Erscheinung trat er im Kontext der letzten Präsidentschaftswahlen in Russland, ab Ende 2012.

      • Ruth

        Hier ist noch ein recht aufschlußreiches Interview bei Telepolis von 2012. Schon interessant, was sich so alles als links bezeichnet…
        http://www.heise.de/tp/artikel/36/36209/1.html

      • Ruth

        Worauf begründet sich Deine Annahme, daß Surkow zur “5.Kolonne” gehören könnte? Könnte es damit zusammenhängen, daß er eine zweite große Partei gründen wollte/will?
        “…Für Aufsehen sorgte, dass Surkow am 1. Mai – wenige Tage vor seiner
        Absetzung – in der Londoner Higher School of Economics seine
        Vorstellungen für die Zukunft Russlands vortrug. Den Aufbau einer
        innovativen Wirtschaft bezeichnete Putins ehemaliger Chef-Stratege als
        überlebenswichtig für Russland. Ebenso wichtig sei der Aufbau einer
        zweiten großen Partei, die mit der bisher dominierenden Partei Einiges
        Russland konkurrieren könne. „Vielleicht sollten wir so einer Partei
        helfen, auf die Beine zu kommen“, sagte Surkow.

        Die Idee von einer zweiten großen Partei entwickelte Surkow bereits
        2006. Der Macht fehle „ein ´zweites Bein´ auf das sie sich stützen
        kann, wenn das erste eingeschlafen ist“, erklärte der damalige
        Chef-Stratege. Doch alle Versuche das „zweite Bein“ von Oben zu schaffen
        schlugen fehl. Die gemäßigt-oppositionelle KPRF konnte ihren Platz als
        zweitgrößte Partei (bei den Duma-Wahlen 2011 erreichte sie 11,5
        Prozent) halten…”
        http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/Warum-Putin-seinen-Berater-Wladislaw-Surkow-gefeuert-hat/20130607
        Meines Wissens nach ist er doch noch als Berater Putins für Abchasien und Südossetien tätig (oder gibt es da Neuigkeiten?) und außerdem einer der Ersten auf der Amisanktionsliste gewesen.
        http://www.faz.net/video/bildergalerie/krim-krise-wen-die-sanktionen-treffen-12850878-bg2.html

        Hier habe ich noch eine interessante Umfrage vom Klub “Das Wesen der Zeit” aus dem Jahr 2011 gefunden:
        http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=244210

    • Andreas Haas

      Die Verteidigung von Donezk und Lugansk und die Einkesselungen waren zweifellos große militärische Erfolge. Aber bei der daran anschließenden Expansion in Richtung Novoasowsk und dem Vorhaben der Einnahme von Mariupol haben schon praktisch alle Blogs geschrieben, dass sie eine Überdehnung befürchten. Auch die ukrainischen Truppen in den Kesseln waren/sind nicht besiegt, sondern nur eben eingeschlossen. Solche Einkesselungen binden Kräfte! Kaum vorstellbar, dass in so einer Situation auch noch Mariupol im Handstreich hätte eingenommen werden können. Die Gefahr, dass die besten Einheiten der Volkswehr eingekesselt und vernichtet werden, war real. Als diese waghalsigen Aktionen liefen, war Strelkow schon einige Wochen nicht mehr in der Ostukraine, sondern irgendwo in Russland.

  • Ruth

    Danke, Roman, für die viele Arbeit. Nach der Lektüre bin ich beruhigt, denn eigentlich ergab sie nichts Neues. Daß Strelkow am liebsten sofort bis Lwow durchmarschiert wäre, ist bekannt. Daß Moskau dafür keine OFFENE Unterstützung gibt, auch. Daß in Petersburg, Moskau, der Schweiz, Israel, London etc. amihörige Drecksäcke rumhängen, die Putin am liebsten lynchen würden, um Rußland dann genüßlich an den Westen zu verschachern, ebenso.
    Trotzdem ist es gut, daß sich Strelkow auf diese Art öffentlich geäußert hat und ebenfalls, daß er Putin seiner Loyalität versichert hat.
    Auch bin ich weiterhin sicher, daß Neurußland eine Chance hat-nicht nur als das kleine Fleckchen, das es z.Z. im Osten belegt. Aber da halte ich es eher mit dem Saker, der dafür einen zeitlich größeren Rahmen veranschlagt. Daß das Papier von Minsk wahrscheinlich wirklich nur ein wertloser Wisch ist, wird sich sicher bald herausstellen. Ich glaube nicht, daß die “Waffenruhe” (die ja sowieso keine ist) noch lange hält. Und Sachartschenko hat schon mehrfach betont (auch nach der Unterzeichnung), daß ein Verbleib unter Kiews Fuchtel keine Option mehr darstellt.

  • Mathew Miller

    Roman….ohne viele Worte…Danke.
    Strelkow irrt sich nicht wenn er der Hoffnung Ausdruck verleiht das es noch mehr anständige Menschen mit Rückrad auf dieser Welt gibt.
    Der beste Beweis ist dieser Blog.
    Information die jedem ermöglichen seine eigenen Schlüsse zu ziehen.
    Das ist es was freie Meinungsbildung ausmacht.
    Die Möglichkeit unabhängige Informationen zu beziehen.
    Weiter so.

  • Ruth

    Das ist keine Schwäche, sondern die sprichwörtliche russische Seele. Solchen Müll kann eben nur die völlig emotionslose westliche Presse produzieren.

  • Ruth

    Leere Regale in Rußland? :-)))))))))))

    Der Schokoarsch soll seine Werft in Sewastopol zum Verkauf ausgeschrieben haben:
    “RIA.de: Sewastopol-Gouverneur: Poroschenko verkauft seine Werft auf der
    Krim Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat die ihm gehörende
    Werft Sewmorsawod in der nunmehr russischen Schwarzmeerstadt Sewastopol
    (Krim) zum Verkauf ausgeschrieben, wie der Gouverneur von Sewastopol,
    Sergej Menajlo, in einem RIA-Novosti-Interview mitteilte. In Sewmorsawod
    liefe jetzt eine Inventur; die Schulden der Werft gegenüber der Stadt
    würden präzisiert, so der Gouverneur. „Der Inhaber (Pjotr Poroschenko)
    hat sie (die Werft) zum Verkauf angeboten.“ Dem Gouverneur zufolge hat
    bereits die staatliche russische Schiffsbauholding USC Interesse an
    Poroschenkos Werft gezeigt. Sewmorsawod ist eine der drei Schiffswerften
    in Sewastopol. Die beiden anderen gehören dem russischen
    Verteidigungsministerium.”

  • Mathew Miller

    Wer Fragen hat wie lange die “Waffenruhe” noch hält.
    Das Video ist vom 12.09.2014.
    Poroschenkos to do List:
    Assoziationsabkommen mit der EU unterschreiben…ausgesetzt.
    2015 erlebt die Ukraine als Gesamtstaat nicht.
    Also weiter mit dem Terror gegen das eigene Volk…jemand hat ja vor eine Mauer zu bauen.
    Kiew hat “fertig” keien Persperktive.
    Null.

  • Mathew Miller

    Eine der besten “Reden” zum Thema.
    Leider ist der demokratische Grundgedanke mittlerweile pervertiert worden.

    Durch jeden einzelnen von uns.
    Demokratie wird keinem geschenkt….dafür muss jeder schon selbst eintreten.

    • Flash

      Besser hätte es ein Pfarrer in einer “Sonntagsrede” auch nicht sagen können.
      Und das inmitten einer kapitalistischen und imperialistischen bzw. bürgerlichen Welt?
      Kein Wunder, daß aus dem Aufruf bekanntlich nichts geworden ist.

      Beste Grüße
      Flash

  • Flash

    Hallo Leute!
    In Euerem eigenen Interesse empfehle ich, ‘mal gründlich nachzudenken.

    “Strelkov” ist ein (nationalistischer) Reaktionär, der gedanklich und emotional noch in der “Zarenzeit” lebt, die für die meisten RussInnen alles andere als angenehm war.
    Sein “Heldentum” wiederum besteht im wesentlich darin, sich öffentlich zu inszenieren und andere kämpfen zu lassen.
    Desweiteren ist er ein Opportunist, dessen Kritik mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun hat.

    Ist z.B. nicht Putin (immerhin ein “Ziehsohn” Jelzins) einer der damaligen (St. Petersburger) “Liberalen”, welche die frühere Sowjetunion zerstört haben?
    Und die nunmehr bis über beide Ohren in der von ihnen angerichteten Scheiße sitzen?
    (Und das Putin den “wilden” Kapitalismus der 1990er-Jahre in geordnetere Bahnen gelenkt hat, macht die Angelegenheit keineswegs besser.)

    Zudem ist der derzeitige Standpunkt des Kreml völlig klar.
    Dieser möchte keine Abspaltung der östlichen Ukraine, da diese ansonsten für Russland (d.h. vor allem für Putin und seine Oligarchen bzw. östlichen Kapitalisten) weitgehend wertlos wäre.
    Vielmehr soll diese in der Ukraine verbleiben, um den Einfluß Moskaus auf Kiew zu sichern.
    Deshalb wurden die pro-russischen Milizen bislang auch nur soweit unterstützt, daß diese sich zwar halten, aber nicht gewinnen konnten.
    Und für einen derartigen Mist geben sich Menschen her und sterben sogar.

    Also wacht endlich auf, da Ihr ansonsten früher oder später brutal scheitern werdet.

    Beste Grüße
    Flash

    • Mathew Miller

      Einigen wir uns auf den Begriff ..nicht gut….für alles was nicht richtig ist in Ihren Augen.

      Strelow…nicht gut.
      Jelzin war Putin ist…nicht gut.
      Oligarchen, östliche Kapitalisten sind…nicht gut.

      Der Westen…nicht gut.
      Bürgerliches Lager…nicht gut.

      Recht viel gegen das sie sind, allerdings nichts wofür sie eintreten.

      Opportunist ?

      • Flash

        Hallo Mathew Miller!
        Es ist eine bürgerliche Unsitte, zu meinen, überall Partei ergreifen zu müssen.
        Obwohl bei genauerer Betrachtung vor allem heutzutage oftmals kaum eine Partei wirklich Sympathien verdient und diese sich sehr ähneln.
        Der sog. Westen verhält sich zum “Osten” derzeit wie die “Pest zur Cholera”.

        Kapitalismus und Imperialismus (ohne den ein erfolgreicher Kapitalismus gar nicht möglich ist) bleiben nunmal Kapitalismus und Imperialismus, egal wer das macht.
        Und das ist ohne Kriege bis hin zu Weltkriegen schlichtweg nicht zu machen.

        Der einzige Ausweg aus der derzeitigen Misere wären aufgeklärte Menschen, die mit dem ganzen Irrsinn endlich Schluß machen.
        Um eine gesellschaftliche Produktion einzurichten, die nicht wie derzeit den wirtschaftlichen Interessen einer relativen Minderheit, sondern der Mehrheit dient.
        Allerdings wird das voraussichtlich erst nach dem (bevorstehenden) 3.Weltkrieg möglich sein, zumal danach sicherlich kaum mehr Kapital vorhanden ist, um einen kapitalistischen Wiederaufbau zu bewerkstelligen.
        Wären die Menschen etwas klüger, bräuchte es das alles nicht.
        Aber anscheinend braucht es erst eine erneute Katastrophe.

        Beste Grüße
        Flash

        • sina

          Du schreibst viel Richtiges, aber auch viel falsches: Putin für den Wahnsinn der 90 ziger Jahre verantwortlich zu machen, ist schon dreist: der hatte als kleiner GRU Offizier auf Rückbeorderung keinen Zugang zu den wirklich wichtigen Machtzirkeln und konnte zu dem damaligen Zeitpunkt nichts bewirken. Die damaligen Offiziere konnten froh sein, wenn sie von irgendwoher für sich und ihre Familien einen Container organsieren konnten, in dem sie ihre Habe in die Unsicherheit schaffen konnten. Wer erlebt hat, wie sich der Abzug gestaltete, der wundert sich über solche Wertungen.

          Fakt ist auch Putin ist kein Linker: er ist aber ein auf sozialen Ausgleich bedachter Vertreter eines originären russischen Kapitalismus, und selbst diese Eigenständigkeit ist einigen Raubtierfreunden schon zuviel des “Guten”. Interessanterweise sind Teile der transatlantischen Eliten so klug, diesen auch so gewähren zu lassen, um die Gefahr einer neuen “Sowjetunion” zu vereiteln (darum auch der erhellende Artikel hier: http://m.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html)

          Was den Konflikt in der Ukraine betrifft, steht wohl eines fest: zu unterstützen sind all jene Gruppen und Personen, die den aggressivisten oligarischen und faschistischen Interessensgruppierungen Einhalt und Widerstand entgegensetzen, für jene, die keine Chance haben, für diesen IWF Wahnsinn aus deutschem EU und amerikanischen US Kapital krepieren zu dürfen.

          Nochmal vielen Dank all jenen für die vielen wirklich guten Artikel und Übersetzungen hier, die sehr wertvolle Puzzelstücke für das Gesamtbild sind!

        • Flash

          Halo “sina”!
          Derart schlecht kann es dem “kleinen GRU Offizier” Putin nach der Selbstauflösung der damaligen Sowjetunion nicht gegangen sein, da er anschließend gleich eine Karriere startete.
          Und das im Umkreis der sog. Liberalen und später um Jelzin, der diesen bekanntlich zu seinem Nachfolger ernannte.

          Deshalb ist es nur logisch, daß solche Leute mit ihrer kapitalistischen Restauration (die sehr viel Leid und Elend nicht nur in Russland, sondern auch weiten Teilen der Welt zur Folge hatte) nunmehr mit ihren sog. Oligarchen bis über beide Ohren in der Scheiße sitzen.
          Da gibt es nunmal nichts zu beschönigen bzw. sich die Wahrheit nach den eigenen Interessen “zurechtzubasteln”.

          Beste Grüße
          Flash

        • Flash

          PS:
          Letztlich ist Putin ein russischer Nationalist, ähnlich wie z.B. Obama ein amerikanischer, Merkel eine deutsche, Poroschenko ein ukrainischer usw.
          Was daran gut bzw. unterstützenswert sein soll (zumal nach den Erfahrungen von 2 Weltkriegen), bleibt wahrscheinlich für ewig das Geheimnis von deren BefürworterInnen.
          Die Mehrheit der Menschen jedenfalls hat von solchen Leuten kaum etwas Gutes zu erwarten.

          Beste Grüße
          Rainer

        • Flash

          Übrigens:
          Mit “bis über beide Ohren in der Scheiße sitzen” meine ich die militärische Konfrontation, mit der Russland nunmehr von seinen “Partnern” (bekanntlich eines der bisherigen Lieblingsworte von Leuten wie z.B. Putin, Lawrow usw.) unmittelbar bedroht ist.
          Und der diese (außer den atomaren Waffen) im Unterschied zur damaligen Sowjetunion nur noch relativ wenig entgegenzusetzen haben.
          (Und ohne die Unterstützung Chinas weitgehend verloren wären.)
          Auszubaden hat das demnächst während des bevorstehenden 3.Weltkriegs wie stets (neben dem Miltär) vor allem die Bevölkerung.
          Und zu verdanken Leuten wie z.B. Putin und ähnlichen nationalen “Führern”, die vom Kapitalismus bzw. Imperialismus schon zu Zeiten des früheren sog. Realsozialismus kaum etwas wirklich verstanden bzw.begriffen haben.

        • ISKANDER1

          Falsch beobachtet, Rainer!
          Merkel ist nur eine Autonomievorsitzende wie weiland Arafat, auch Blockwart könnte man sagen. Ihr Handeln erfüllt in jedem Falle das Interesse der Finanzelite und Besatzer, das deutsche Volk und Schicksal ist ihr m.B.n., komplett schnuppe. Obama wiederum ist ein negativer Avatar, ein ausführender Grüßaugust derselben Kräfte. Mglw. sogar nur ein Schauspieler.
          Putin ist der einzige unter den von dir genannten, der ein Nationalist ist und daran sehe ich nichts schlechtes. Denn nur mit dieser Grundeinstellung versteht man Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seines anvertrauten Volkes. Und ich nehme an, das Putin damit sehr sorgsam – und nicht zu Lasten von Minderheiten (das ist wichtig!), umgeht. Das ist kein Bananenstaat Nationalist.

        • Flash

          Hallo “Iskander”,
          auch so läßt sich die Welt zurechtlügen.
          In jedem kapitalistischen Nationalstaat (egal wer nun an der Regierung ist) geht es vor allem um das Wachstum des nationalen Kapitals, d.h. um dessen Vermehrung.
          Was logisch nur mit der Ausbeutung der weitgehend mittellosen Bevölkerungsschicht, d.h. den sog. Lohnabhängigen, zu machen ist.
          Die Geschichte vom der guten (nationalen) Regierung ist ein ähnliches Märchen wie die früher den Kindern gerne erzählte Story vom “guten Kaiser”.
          Weder das eine noch das andere hat es in der Wirklichkeit jemals gegeben.
          Und Obama, Merkel und Co. sind auch keine “Marionetten” oder sonstwas, sondern die Wollen das so!
          Eben im Interesse des nationalen Kapitals (d.h. der Reichen und Vermögenden), von deren wirtschaftlichem Wohlergehen nunmal im Kapitalismus alles abhängt.
          (Z.B. ohne Profite keine “Arbeitsplätze”, Steuereinnahmen usw.)
          Eine “gute Herrschaft” existiert wirklich nur in der Phantasie von manchen Menschen.

          Beste Grüße
          Flash

        • sina

          Entschuldige, dass ist bösartiger Unsinn, was du erzählst und man merkst, du hast von dieser Zeit keinen Funken persönliche Erfahrung hast:

          Die Menschen haben Anfang der 90 ziger Jahre dort gehungert – begreifst du das, gehungert und nur überlebt, weil sie über ihre kleine Datscha verfügten – und derjenige, der einen ein Teil des geraubten Reichtums den einfachen Menschen wieder zugänglich gemacht hat, Renten gezahlt hat, war nun mal Putin und dessen Umfeld.

          Du scheinst sehr jung zu sein: der Chef der russischen Kommunisten hat einmal gesagt, es ist genügend Blut für Revolutionen in Russland vergossen worden ist – gegenseitig, in allen dreckigen Kriegen, und aus dieser Erfahrung heraus, hat auch Putin versucht, wenigstens einen sozialen Kapitalismus nach seinen Möglichkeiten zu schaffen.

          Begreifst du das, welche Erfahrungen hinter dieser Aussagen stehen?

          Das muss man erstmal anerkennen, und ganz lange nachdenken. Ich merke an deinen Zeilen, dass du nichts von der Sowjetunion und auch nichts von Rußland weisst.

          Also bitte, denke einmal nach, bevor du wieder in die Tasten haust.

          Danke!

        • Flash

          Ach “sina”,
          Du scheinst eine “Gläubige” zu sein.
          In den “wilden 90er-Jahren” (mit den von Dir geschilderten Umständen) ist es in Russland ähnlich zugegangen wie in beinahe jeder Gesellschaft in der kapitalistischen Gründungsphase.
          (Z.B. auch hierzulande oder im früheren England der sog. Manchesterkapitalismus usw.)

          Allerdings hat meist die Staatsmacht (und mit dieser übrigens auch die meisten Kapitalisten bzw. Oligarchen) nach einiger Zeit bemerkt, daß sich damit der Kapitalismus selbst ruiniert.
          Und hat deshalb (z.B. mit Gesetzen, Justiz und Polizei usw.) eingegriffen.

          Doch in den Deinen Augen scheint ein geordneter Kapitalismus ein besserer bzw. gar guter Kapitalismus zu sein.
          Obwohl genau das Gegenteil stimmt.
          Erst die unzähligen staatlichen Regelungen haben den Kapitalismus (zumindest in den führenden “westlichen” Staaten) zu einem derart erfolgreichen Wirtschaftssystem gemacht, indem die Ausbeutung der Lohnabhängigen (einmal abgesehen von den Wirtschaftskrisen) eine bislang noch nie dagewesene Effizienz erreicht hat und die meisten Reichen bzw. Vermögenden (und auch der bürgerliche Staat) schon bald nicht mehr wußten, wohin mit dem vielen (aus der Ausbeutung erwirtschafteten) Kapital.
          Während die anderen dagegen, d.h. die mit ihrer Arbeit diesen Geldreichtum geschaffen haben, kaum etwas von diesem “Wachstum” mitbekommen haben und oftmals sogar nach einem langen Arbeitsleben z.B. in einer bescheidenen Mietwohnung leben und froh sein können, wenn ihnen im Alter noch ein Farbfernseher bleibt.

          Noch einfacher ausgedrückt:
          Ist eine gut verpackte bzw. perfekt geregelte “Scheiße” keine “Scheiße” mehr? Wohl kaum.

          Beste Grüße
          Flash

        • Flash

          Noch anders ausgedrückt:
          Wenn der bürgerliche Staat bzw. das Kapital bemerken, daß die Leute, die den staatlichen bzw. privaten Reichtum mit ihrer Arbeit schaffen sollen, diese Dienste kaum mehr leisten können (z.B. weil diese zunehmend obdachlos werden, zu verhungern drohen, frühzeitig an Krankheiten sterben usw.) entdecken sogar diese ihre “soziale Seite”.
          Aber wirklich nur dann.

          PS: So war z.B. im früheren England der Grund für die Einführung von “Arbeitsschutzgesetzen” die Klage des Miltärs, nicht mehr genügend brauchbare Rekruten zu haben usw.

        • sina

          Das ist gelogen – einfach gelogen – tut mir leid. Und brauchst auch nicht krampfhaft versuchen, die Wirklichkeit in deine Musterschablonen , – die ehemals antideutsche nunmehr antinationale Ideologie- pressen zu wollen. Daher stammt nämlich dein argumentativer Unsinn: Lenin und Rosa würden sagen: die linksradikalen Tore sehen mal wieder keinen Funken vom kapitalistischen Weltmarkt und schon gar keinen in der Hackordnung und Verschiedenheit existierender kapitalistischer Nationen, sie sehen nicht, diejenigen Nationen, die unterdrückt werden und diejenigen, die unterdrücken und erfassen nicht die progressiven Elemente nationaler Staaten.

          Also bitte, denke nach bevor du hier wieder deinen Betonunsinn hinschreibst.

        • Flash

          Hallo “sina”,
          noch eine Bemerkung:

          Bekanntlich haben sich damals z.B. die von Dir genannte Rosa Luxemburg bzw. Karl Liebknecht in einer ähnliche Lage wie heutzutage (auch wenn es heute keinen “Kaiser Wilhelm” bzw. “Zar Nikolaus” mehr gibt, haben wir es im sog. Westen als auch “Osten” mit kapitalistischen Nationalstaaten zu tun) für einen anderen Weg als Du entschieden.
          Und waren weder für das eine noch das andere, da sich beide sehr ähnlich sind.
          Deshalb wäre schon etwas gewonnen, zumindest diese nicht als Beleg für Deine Ansichten zu verwenden.
          Und sei es nur den Toten zuliebe.

          Beste Grüße
          Flash

        • Flash

          Last not least:
          Und mit derartigen “Heinis” wie den von Dir genannten “anti-nationalen” bzw. “anti-deutschen” (die ansonsten jeden anderen Nationalismus nachlaufen, solange dieser nur nicht “deutsch” ist) hatte ich wirklich nichts zu tun.
          Das sind tatsächlich SpinnerInnen.

          Beste Grüße
          Flash

        • Flash

          Hallo “sina”,
          noch etwas zu der Leninschen These von den (angeblich guten bzw. besseren) “unterdrückten” und den (schlechten) “unterdrückenden Nationen”:

          Deutschland war z.B. nach dem 1.Weltkrieg eine (von den damaligen Siegermächten) “unterdrückte Nation”.
          Und ist daraus eine Volksbewegung gegen Unterdrückung und Ausbeutung geworden?
          Oder war das nicht vielmehr die Grundlage für den späteren Faschismus.

          Oder die USA.
          Bekanntlich waren auch diese früher eine unterdrückte Kolonie Englands.
          Und was ist aus deren “Freiheitskampf” geworden, von dem noch heute die bekannte “Freiheitsstatue” in New York zeugt?
          Einer der größten Ausbeuter und Unterdrücker weltweit.

          Ähnlich verhält es sich mit dem vor allem heutzutage weit verbreiteten sog. Anti-Amerikanismus, der mit einer Kapitalismus-Kritik (d.h. immerhin die Ursachen der Unterdrückung) kaum etwas zu tun hat.

          Mit Nationen verhält es sich ähnlich wie z.B. mit Boxern.
          Nur weil der eine einen Kampf verliert, ist dieser keineswegs besser wie der andere.
          Schließlich wollte auch der Verlierer diesen Kampf gewinnen.
          Auch Lenin hat eben etliche Märchen erzählt.

          Beste Grüße
          Flash

  • Flash

    PS:

    Es ist doch vor allem heutzutage mehr als offensichtlich, wie verlogen inzwischen sowohl der sog. Westen als auch der “Osten” ist.
    Bislang unterstützte bekanntlich der “Westen” Aufständische (z.B. in Libyen, Syrien usw.) und warf der örtlichen Regierung vor, das “eigene Volk zu bombardieren”.
    Macht nunmehr Russland das gleiche, ist es genau umgekehrt.
    (Bekanntlich ist nunmehr Russland bzw. Putin der “Böse”.)
    In Tschetschenien wiederum war es wieder umgekehrt.
    Jede Partei legt sich die Ansichten so zurecht, wie die eigene Interessenlage ist.
    (Mit einer Wahrheit bzw. Objektivität hat das alles nichts zu tun.)

    Und daß Russland derzeit in der Defensive ist (während der “Westen” bzw. die NATO offensiv ist), sagt nichts über die wirtschaftlichen bzw. politischen Interessen, welche die Parteien verfolgen.
    (Ähnlich wie z.B. bei einem Fußballspiel. Da ist auch ‘mal der eine oder andere offensiv bzw. defensiv, ohne daß deswegen eine Mannschaft besser oder schlechter wäre.)
    Doch die Interessen sind weitgehend die gleichen.

    Beste Grüße
    Flash

  • Flash

    Und bitte nicht vergessen:
    Russland ist im Verhältnis zu den meisten anderen Nationalstaaten (vor allem aufgrund der enormen Rohstoffvorkommen) im weltweiten Konkurrenzkampf der Nationen um die Reichtümer dieser Welt in einer relativ komfortablen Lage.
    Welcher Staat kann es sich z.B. leisten, trotz einer in etlichen Bereichen weitgehend maroden Wirtschaft Großmacht zu sein?
    Bekanntlich machen sowohl die privaten als auch staatlichen Einnahmen aus dem Verkauf dieser Rohstoffe einen großen Teil des russischen Budgets aus.
    Nur deshalb erscheint Russland tatsächlich als weniger “imperialistisch”.

    Allerdings hat das kaum mit einer “russischen Seele” zu tun (wie z.B. “Ruth” meint), sondern ist eine (mehr oder weniger zufällige) “Gabe der Natur”, die sich nunmal auf russischem Gebiet befindet und sehr viel Geld wert ist.
    So würden sich z.B. das relativ rohstoffarme China und andere Staaten in einer vergleichbaren Lage wie heutzutage Russland angesichts der “westlichen” Bedrohung wahrscheinlich anders verhalten und wären bereits längst zum “Gegenangriff” übergegangen anstatt weitgehend defensiv abzuwarten.

    Beste Grüße
    Flash

    • Mathew Miller

      China hat ganz andere Mittel an der Hand um zu reagieren.
      Wir erleben das doch gerade.
      Die Bedrohung ist dort nicht weniger brisant.
      In dem Umfang in dem die RF mit Sanktionen belegt wird, nimmt der Einfluss Chinas in diesem Markt zu.
      Und in dem Maß in welchem die Öl-Gas Geschäfte gen Europa abgewürgt werden kauft China diese Mengen auf.
      Günstig versteht sich…allerdings auch langfristig.
      Bei einem Produkt wie jenem welches begrenzte und mittlerweile sinkende Fördermengen aufweist…eher schlecht für jene die es in Zukunft auch wieder aus dieser Quelle beziehen müssen.
      Das geht allerdings zu Lasten der langfristigen Preise und ganz sicher wird dieses Kontingent nicht in Petrodollar gehandelt…sprich der Dollar als Leitwährung gerät immer mehr unter Druck.
      http://www.boeckler.de/22374_22379.htm

      Die RF und China verhalten sich derzeit nach dem Motto…der Feind meines Feindes ist…heute noch mein Freund.
      Morgen?
      Man wird sehen.
      Die Zeit spielt für dieses Konzept.
      Das anglo/amerikanische muss liefern…Zinsen, Dividenden…Profit.
      Und das mit Steigerungsraten auf ein ehedem hohes Level.
      Überbewertet wie die Blasen in der Finaz-Immobilienwirtschaft zeigen.
      Da kommt man mit Marktbereinigung nicht mehr hin…!

      • Flash

        Hallo Mathew Miller!
        Zwar alles etwas durcheinander, aber in die von Dir beschriebene Richtig läuft es schon.
        Ob das allerdings angesichts der heutigen Waffentechnik (immerhin leben wir inzwischen im Raketen- bzw. Atomzeitalter) für den Kapitalismus noch eine “Frischzellenkur” wird, ist äußerst unwahrscheinlich.

        Ich denke vielmehr, daß das alles (ähnlich wie die Monarchien während des 1.Weltkriegs) in einem weitgehenden Zusammenbruch der bisherigen kapitalistischen bzw. bürgerlichen Welt endet.

        Aber was soll’s.
        Solange die derzeit Mächtigen an diesem irren Wirtschaftssystem festhalten (und bekanntlich hält dieses nicht nur Merkel für “alternativlos”) bleibt den meisten Menschen sowieso kaum etwas anderes übrig, als diesen falschen Weg bis zum bitteren und für viele sicher auch fürchterlichen Ende zu gehen.

        Beste Grüße
        Flash

        • Flash

          Am Rande bemerkt:
          Dafür, daß der innerhalb des kapitalistischen Wirtschaftssystems unausweichliche bzw. zwangsläufige 3.Weltkrieg weder vom sog. Westen (d.h. die USA bzw. NATO und deren Allierten) noch vom “Osten” (d.h. vor allem Russland und China bzw. deren Allierten) letztlich zu gewinnen ist, sorgen übrigens die atomaren Interkontinentalraketen, mit denen sowohl die USA als auch Russland sich wechselseitig weitgehend auslöschen könnten.

          Da hilft auch der Versuch der USA, diesem Dilemma mit einem globalen Raketenabwehrsystem zu entkommen, kaum weiter.
          Einerseits ist dieses noch nicht vollständig fertig und andererseits “schläft” auch Russland nicht.

          Vor allem deshalb ist die Strategie der USA bzw. NATO, den 3.Weltkrieg möglichst weitgehend auf Eurasien (d.h. Europa und Asien) zu begrenzen und die finale Konfrontation mit Russland (d.h. den selbstmörderischen Einsatz der ICMs) zu vermeiden.
          Zumindest darin scheinen sich die USA und Russland einig zu sein.

          Beste Grüße
          Flash

        • Flash

          Abschließend:
          Das ist übrigens der einzige Grund, warum die USA bzw. NATO Russland bislang nicht direkt angegriffen haben und beide Seiten derzeit einen derartigen “Eiertanz” aufführen.
          Während Russland bzw. Putin in den ICMs eine (letzte) “Lebensversicherung” sehen.
          Die diese immerhin der früheren Sowjetunion zu verdanken haben.

  • Andreas Haas

    Premierminister Sachartschenko (DVR) verabschiedet sich von gefangenen ukrainischen Soldaten bevor er sie nach Hause schickt:

    (mit dt. Untertiteln)

    Ein überaus lehrreiches Video in Bezug auf die Motivation der Volkswehr im Donbass.

    • Mathew Miller

      Anhand der neuesten Meldungen dürfte das der letzte Gefangenenaustausch gewesen sein.

      http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-waffenlieferungen-in-die-ukraine-beginnen,26429068,28403898.html

      Zitat:

      Die von Moskau unterstützten Aufständischen teilten im Donbass mit, dass
      ein neuer geplanter Gefangenenaustausch platzen könnte, weil die
      Absprachen zunehmend kompliziert würden.

      ….Militärvertreter sprachen in Kiew davon, dass sich
      die Regierungstruppen neu aufgestellt und die Verteidigungslinien
      gestärkt hätten.Befürchtungen, dass die
      Waffenruhe lediglich zur Vorbereitung neuer und dann noch blutigerer
      Kämpfe genutzt werden könnte, gibt es seit langem. Präsident Poroschenko
      teilte mit, dass er zur Kontrolle der Feuerpause Drohnen einsetzen
      wolle.

      Bei der durch Kiew mit Unterstützung der Nato betriebenen Eskalation der Lage dürfte klar sein das jeder Ausgetauschte gleich wieder an der Front landet.

      Sie nach Hause zu verabschieden dürfte ihr Todesurteil sein…nach Hause kommt ein großer Teil dieser “Opfer” erst in Leichensäcken.

      Zitat:

      Allerdings verschärften sich die Spannungen – wohl
      auch mit Blick auf ein großes Militärmanöver, das die USA sowie weitere
      Nato-Staaten an diesem Montag im Westen der Ukraine beginnen. Auch die
      Bundeswehr beteiligt sich mit einigen Soldaten daran.

      Russland sieht Gefahr für Waffenruhe

      Russland
      sieht in der Präsenz von Soldaten aus Nato-Staaten eine schwere
      Provokation und eine Gefahr für die Waffenruhe. Das Manöver mit
      insgesamt 1300 Soldaten aus der Ukraine und weiteren 15 Staaten ist rund
      1200 Kilometer vom Konfliktgebiet Donbass entfernt.

      Europa schaut gerade mit einem “amerikanischen” Streichholz bewaffnet im russischen “Tank” nach dem Füllstand der Eskalation.

      Sollte das immer noch nicht reichen hält einer das runterbrennende Zündholz bis es heiß wird an den Fingerchen.
      Die Reaktion es loszulassen ist so logisch wie alles andere was danach passieren wird.
      So macht man Kriege.

      • Flash

        Hallo Mathew Miller,
        gut geschrieben!
        So ist es.

        Beste Grüße
        Flash

  • Andreas Haas

    Das ist eine Erklärung von Alexey Mozgovoy. Eine englische Zusammenfassung gibt es hier:

    http://slavyangrad.org/2014/09/10/vladimir-suchan-the-minsk-sabotage-the-mozgovoi-manifesto/

  • Ruth

    Bitte teilen:
    Offener Brief von Elena Bondarenko, der oppositionellen Abgeordnete des ukrainischen Parlaments:

    Als Abgeordnete der oppositionellen “Partei der Regionen” möchte ich hiermit öffentlich
    bekannt geben, dass die heutigen Machthaber in Kiew so weit gegangen
    sind, dass sie nicht nur den oppositionellen Politikern im Parlament das
    Mikro abdrehen, sondern sie und sogar ihre Kinder offen bedrohen.

    Die oppositionellen Abgeordneten werden ständig bedroht, die wichtigsten ukrainischen Massenmedien sind für sie geschlossen, vor allem staatliche landesweite TV-Stationen
    hetzen offen gegen die Opposition. Alle, die zum Frieden aufrufen,
    werden prompt zu Staatsfeinden erklärt, so wie wir es aus der Geschichte
    Deutschlands der 30er-40er Jahre kennen. Der Vergleich mit der
    McCarthy-Ära in den USA wäre auch gerecht.

    Vor einigen Tagen erklärte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow, der zu der sogenannten “Kriegerpartei” in der Ukraine zählt: “Wenn Elena Bondarenko im
    Parlament auftritt, greift meine Hand nach einer Pistole.” Ich möchte es
    nochmals betonen: Das sind die Worte des Menschen, der die ganze
    Polizei im Lande kontrolliert. Vor einer Woche schaltete der Sprecher
    des Parlaments Alexander Turtschinow das Mikrofon aus, nachdem ich am
    Rednerpult in der Werchowna Rada gesagt habe, dass “das Regime, das die
    Armee die friedlichen Städte bombardieren lässt, verbrecherisch ist.”
    Die Rechtsradikalen, die daraufhin zur Erschießung von oppositionellen
    Abgeordneten aufgerufen hatten, ließ Turtschinow ans Mikrofon.

    Ich erinnere mich gut daran, wie mein Auto Ende des vorigen Jahres beschossen wurde, als die Rechtsextremisten in Kiew ihr Unheil taten. Deshalb nehme ich solche
    Bedrohungen sehr ernst.

    Der Bezirksstaatsanwalt Ruslan Olejnik, der Sohn eines Oppositionellen Wladimir Olejnik wurde an seinem Arbeitsplatz krankenhausreif verprügelt, seine Peiniger werden jetzt
    vom Staat in Schutz genommen. Statt den Fall zu ermitteln, haben sie
    Ruslan gekündigt.

    Täglich höre ich von meinen Kollegen im Parlament, dass ihre Referenten verprügelt werden, dass die Büros ihrer Anhänger durchsucht werden, dass sie selbst, ihr Leben, ihre
    Gesundheit gefährdet werden und ihr Eigentum beschlagnahmt wird.

    Die ukrainischen Medien schweigen das tot und die durchschnittlichen Bürger haben keine Ahnung, mit welchen verbrecherischen Mitteln in der Ukraine gegen die Opposition
    gekämpft wird und dass die von der Verfassung garantierte
    Meinungsfreiheit mit den Füßen getreten wird. Die Journalisten und
    Redakteure, die trotz des ungeheuren Drucks ihre Arbeit fair machen,
    werden von den Nationalisten überfallen, die Organisatoren und
    Teilnehmer von Pogromen werden nicht zur Verantwortung gezogen, obwohl
    es genug Videos und Fotos von zertrümmerten Büros gibt.

    Ich rufe die internationalen Organisationen, die sich den demokratischen Prinzipien verpflichten, dazu auf, sich unserem Kampf für die Bewahrung und Einhaltung von
    demokratischen Rechten und Freiheiten der ukrainischen Bürger
    anzuschließen.

    Die Mittel, die die ukrainische Junta in ihrem Machtkampf einsetzt, führen zum Aufbau einer Diktatur in der Ukraine und haben nichts Gemeinsames mit dem Begriff “Demokratie”.

    Die Passivität der internationalen Gemeinschaft kann als Signal dafür gedeutet werden, dass sie alle diese Misstaten des ukrainischen Regimes akzeptiert und rechtfertigt. Die
    freie Welt verliert noch einen Stützpunkt – die Ukraine.

    Alle, die nicht nur lamentieren, sondern tatkräftig eingreifen, können zusammen sehr viel für die Demokratie und die Menschenrechte tun. Nur zusammen können wir die Junta
    stoppen und dem Bürgerkrieg in der Ukraine Einhalt gebieten!
    Mit Hochachtung,

    die Volksabgeordnete der Ukraine Elena Bondarenko

    http://alternativepresseschau.wordpress.com/ vom 13.9.2014

    • Mathew Miller

      Die Ukraine verfällt zusehens in eine Ruine.
      Beim letzten Plot mit den Konsorten gab es wenigstens noch den Deckmantel der demokratischen Weimarer Republik.
      Der Rest ist Geschichte und bekannt…scheinbar aber schon wieder vergessen.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Legion_Ukrainischer_Nationalisten
      Bataillon „Nachtigall“ (ukrain. Батальйон Соловéй) …ik hör dir trapsen.

      • Flash

        Tja, Mathew Miller!
        Die meisten Menschen auf dieser Welt haben weder aus dem 1. noch aus dem 2.Weltkrieg etwas gelernt und werden wahrscheinlich auch aus dem nunmehr bevorstehenden Dritten kaum etwas lernen.
        (Das zeigen schon heutzutage die vielen Artikel und Kommentare z.B. im Internet, in denen es den meisten völlig egal ist, sich ‘mal mit den Ursachen bzw. Gründen dieser Misere auseinanderzusetzen.
        Stattdessen befinden sich viele, wenn auch derzeit noch zu Hause vor dem PC,
        bereits gedanklich und emotional erneut im Krieg.)

        Die Verpackung bzw. der Anstrich hat sich während der letzten 100 Jahre geändert.
        Der Inhalt allerdings, d.h. Kapitalismus und Imperialismus, ist weitgehend derselbe geblieben.
        Doch wen interessiert das schon.
        Auf zum nächsten Krieg!

        Beste Grüße
        Flash

        PS: Einen Trost gibt es allerdings.
        Nach dem 3.Weltkrieg werden die (überlebenden) Menschen vor allem aufgrund fehlender Mittel einen 4. kaum mehr führen können.
        Und früher oder später ein völlig anderes Wirtschaftssystem schaffen müssen, das keine Kriege mehr braucht.

        • Flash

          Noch eine kleine Ergänzung:
          Obwohl bereits heute absehbar ist, daß der innerhalb des derzeitigen kapitalistischen Wirtschaftssystems zwangsläufige und unvermeidliche 3.Weltkrieg letztlich weder vom sog. Westen noch “Osten” wirklich zu gewinnen ist.
          Aber derartige Überlegungen haben schon früher kaum eine(n) gestört.
          Trostlos, aber wahr.

  • Ruth

    Klare Worte Putins vor der Presse in Richtung Westen (dt.Übersetzung)

    • S. Matt (triangolum)

      …man achte auch wer da links noch steht. Die Botschaft sollte klar sein.

  • Ruth

    Dt.AA denkt über Berufsverbot und Sippenhaft für Russen nach-Geheimpapier
    http://www.rationalgalerie.de/home/berufsverbot-und-sippenhaft.html

    • Ruth

      Kleine Korrektur-Papier stammt vom AA der EU

  • Andreas Haas

    Ein Rebellenvertreter ließ Zweifel an der Verbindlichkeit der zwischen den Konfliktparteien unterzeichneten Vereinbarung aufkommen. Der Parlamentssprecher der sogenannten Volksrepublik Donezk, Boris Litwinow, sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die selbst ernannten Regierungschefs der Volksrepubliken Donezk und Luhansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotniskij, hätten nur als Beobachter an dem Treffen teilgenommen. Durch ihre Unterschrift hätten sie lediglich dokumentiert, die Vereinbarung zur Kenntnis genommen zu haben.
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/ukraine-donezk-gefechte
    http://colonelcassad.livejournal.com/1789134.html

  • S. Matt (triangolum)

    …wenn wir Annehmen das er immer noch im Dienst für den GRU ist so müssen wir auch Annehmen das sein ganzes handeln durch diesen gedeckt ist. Auch das jetzige. Eventuell gar mit der Deckung durch Putin selber. Wenn sein Zwangs-Rücktritt der Preis war für X war das eventuell der Kompromiss den Putin brauchte für X was aber so gleich auch den Weg öffnete für das Abwürgen der Offensive der Neurussland Armee.

    …die Vermutungen, das die Junta Einheiten die im Süden stehenden Neurussland Einheiten hätten abschneiden können teile ich nicht. Das ist nach Sicht der Front nicht haltbar. Das die Lage heute anders ist ist Folge des Waffenstillstandes.

    …wenn als Strelkov diese Aussagen bewusst machte mit Rückendeckung so zeigt es klar auf das der Kampf innerhalb Russlands sich dem Endspiel nähert. Die Frage ist nur wie hart dieser Kampf wird.

    …er hat sich klar unter Putin eingeordnet. Er trifft keine Aussagen zu politischen Handlungen. Genau genommen zeigt er auf das Russland so handeln soll wie die USA. Das selbe Spiel spielen. Und genau das ist es ja was wir seit Jahren hier schreiben. Der eine mehr der andere weniger.

    …es dürfte äußerst spannend nun werden. Putin nannte nicht umsonst als erster die 5.Kolonne. Nun bleibt die Frage wie er dieses Duo spielt mit Strelkov.

    …eins sollte jetzt schon klar sein. Es gibt in Russland nun auch eine Karte die da militärischer Widerstand gegen die Medwedew Gruppe bedeutet. Strelkov wird starke Gruppen aus diesem Bereich hinter sich wissen. Sein handeln und sein Auftritt machen dies deutlich. Besonders seine Aussagen in der PK. Er sprach nicht für sich alleine sondern für diese Gruppen. Und die Botschaft ist auch klar… der Waffenstillstand mit der 5.Kolonne ist nun beendet.

  • Ruth

    Italienische Musiker gegen Faschismus-Tour in Donbass geplant. Und wann wachen endlich die deutschen Künstler (u.a.) auf?

    • madurskli

      guten tag leute!

      sinnigerweise wurde dem video zu den ss-aufnähern die musik von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch hinterlegt.

      genauer die Die 7. Sinfonie in C-Dur op. 60 von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch, genannt Leningrader Sinfonie. zu der er sagte:

      „Ich widme meine Siebente Sinfonie unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem unabwendbaren Sieg über den Feind, und Leningrad, meiner Heimatstadt …“

      – Schostakowitsch am 29. März 1942 in der Prawda.

      als alter fan von shostakovich gefällt mir allerdings die:

      Symphony No. 4 in C minor am besten!

      Nachdem er seine 4. Sinfonie in c-Moll
      aufgrund eines kritischen Prawda-Artikels zurückgezogen hatte und in
      der Schublade hatte verschwinden lassen, begann Schostakowitsch am 18.
      April 1937 unter der offiziellen Parole der „praktischen Antwort eines
      Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik“ die Arbeit an seiner gemäßigten 5. Sinfonie in d-Moll auf der Krim. Zurück in Leningrad erfuhr er, dass der Mann seiner Schwester verhaftet und sie selbst nach Sibirien deportiert worden war.

      Halbfertig mit seiner Komposition, wurde der Komponist im berüchtigten Leitartikel der Prawda „Chaos statt Musik“ des Formalismus
      angeprangert. Dennoch arbeitete Schostakowitsch weiter an der Sinfonie
      und kündigte seinen Kritikern an, dass diese seine vierte Sinfonie das
      „Credo ihres Komponisten“ sein würde. Dieser Ankündigung folgend
      erklärte sein bester Freund, der Musikologe Iwan Sollertinski, auf einem
      Treffen des Komponistenbundes, dass die vierte Sinfonie den Komponisten
      retten und sie sich als Schostakowitschs „Eroica“ herausstellen würde.

      Trotz dieser sehr gefährlichen und schwierigen Zeiten drängte
      Schostakowitsch weiter mit seinen Plänen, die Sinfonie, sobald es für
      ihn möglich war, uraufzuführen. Schließlich wurde die Sinfonie als
      Auftritt der Sankt Petersburger Philharmoniker angenommen und das Datum der Premiere wurde auf den 30. Dezember 1936 festgesetzt. Dirigieren sollte der damalige Musikdirektor des Orchesters, Fritz Stiedry. Schostakowitsch konnte auch Otto Klemperer zusichern, die Sinfonie zum ersten Mal außerhalb der UdSSR aufzuführen.

      Was als Nächstes passierte, bleibt unklar. An einem Punkt während der
      Probe der vierten Sinfonie der Sankt Petersburger Philharmoniker
      entschied Schostakowitsch, die Sinfonie zurückzuziehen, mit der
      Behauptung, er fühle, das Finale würde eine Überarbeitung benötigen. Er
      sollte später unterschiedliche Erklärungen dafür geben, warum er die
      vierte Sinfonie zurückzog.

      Nach der Uraufführung wurde die 5. Sinfonie offiziell als die
      Rückkehr des verlorenen Sohnes in die linientreue Kulturpolitik
      dargestellt.

  • Ruth

    Was für schöne Bilder aus Lugansk!

    • Mathew Miller

      Der UAZ mit der Lafette gefällt mir schon …!
      Erleichtert die Partkplatzsuche im schweren Gelände ungemein.
      :-)
      Что я хочу этим сказать, … хочу этого

  • Mathew Miller


    Und leider immer wieder die selben traurigen Bilder.
    Der Waffenstillstand ist keiner .
    Und die Nato hält mit derartigen Truppen ein Manöver in der Westukraine ab.
    Scheinbar sind noch genug von den Bastarden in ihren Löchern verblieben um aus der “Waffenruhe” heraus weiterhin Zivilisten zu terrorisieren…töten.

    Die Antwort wird folgen…so sicher wie Hass und Gewalt immer nur noch mehr Hass und Gewalt erzeugt.
    Kiew und die Westukraine haben auch etwas von dieser Bluttorte verdient.

    So oder so.

    • Ruth

      Diese Schweine!! So langsam bin ich auch wieder dafür, daß Putin einmarschiert und diese ganze Faschistenbrut plattmacht…

  • Ruth

    In diversen Blogs, Foren etc.fragen Leute immer mal wieder, wie man den Menschen im Donbass helfen kann. Hier ein Artikel von heute-bitte teilen:
    http://novorossia.su/ru/node/6622
    Und das ist die VK-Seite vom Humanitären Bataillon Novorossia:
    https://vk.com/battalion_novorossia