Heisere Propaganda für Dummies

http://youtu.be/mqZfMMt_6B8

Inhaltlich würde ich das durchaus nicht alles mit Eigenblut unterschreiben, zumal der Faktenstand in etwa der vom August ist. Aber ich wollte immer schon mal an einem solch krassen Schocker mitwirken… Und bis auf ein paar audiotechnische Schnitzer, die auf meine Kappe gehen, ist das Ergebnis akzeptabel – zumal für ein Genre mit solch kurzlebigen Produkten.

Ein paar Worte als Hintergrundinfo: Das Video, dessen Idee, Skript und Produktion gehen auf reine Privatinitiative zurück. Nicht auf meine. Es ist in keiner Weise irgendwessen „offizielles Statement“, drückt aber recht gut „Gefühle von Mehrheiten“ aus. Der Stil ist reißerisch, ich assoziiere ihn damit, was man typischerweise und ständig im russischen Fernsehsender „NTW“ um die Ohren gehauen bekommt. Aber mit Sicherheit gibt es auch hierzulande entsprechendes Zielpublikum.

Die ganze Sache mag überspitzt und reißerisch sein wie sie will, aber die Sache mit dem „Krieg“ ist eben leider kein bloßes Schreckgespenst. Vielleicht nur als Illustration eine vor etwas über einer Stunde abgegebene Twitter-Meldung von Jazenjuk:

„Morgen wird die Vereinbarung mit der EU durch die Oberste Rada ratifiziert. Die Regierung wird sie vom ersten Tag an umsetzen. Am Mittwoch wird das Ministerkabinett über dessen Implementation entscheiden.“

Morgen durch ein aufgelöstes Parlament ratifiziert. Und ab Mittwoch umgesetzt & implementiert. Wenn Jazenjuk nicht bloß blufft, sondern diese Ankündigung ernst gemeint ist, dann sind die erst vor ein paar Tagen getroffenen Abmachungen über eine Verschiebung (der Abschaffung von Importzöllen auf EU-Produkte) auf Anfang 2016 schon kurz darauf Makulatur gewesen. Wenn er und „die Regierung“ damit durchkommen.

Das würde nämlich de facto bedeuten, dass Russland gezwungen sein wird, seinerseits sogleich Importzölle auf Waren aus der Ukraine zu erheben. Die oben erwähnte Verschiebung hat Russland sich ausgehandelt, um Zeit zu bekommen, für „Importersatz“ zu sorgen: Russland importiert jährlich Waren im Volumen von rund 23 Mrd. USD (Stand: 2012) aus der Ukraine. Das sind knapp 30% des ukrainischen Exports. Die 100 Milliarden Rubel an Verlusten für die russische Wirtschaft im Fall einer EU-Assoziation der Ukraine treten damit also nicht erst ab 2016 ein. Sondern, wie Schabowski einst sagte, „das tritt nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich“ (sic).

Jemand hat es eilig. Jazenjuk selbst ist nur ein recht kleinkalibriger US-Satrap für die ehemalige Ukraine. Und so abgedroschen das klingt, die USA sind auf Kriegskurs und werden es den Russen nicht gestatten, mittels des geplanten Importersatzes militärisch wie wirtschaftlich sicher zu bleiben. Die Sache muss nach dem härtesten denkbaren Szenario laufen. Jazenjuk selbst agiert natürlich in keiner Weise im Interesse der Ukraine – seine Aufgabe als Spielfigur ist es, Russland maximalen Schaden zuzufügen.

Auf der US-Checkliste für die ehemalige Ukraine fehlt das Häkchen lediglich noch beim Punkt „NATO-Militärbasis“. Mal sehen, wie der zombifizierte Euromaidan dann „springt“, wenn er feststellen muss, dass das Territorium seines ruinierten Landes ins Fadenkreuz eines Schwarms Topol-Raketen rückt.

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