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Erziehungspanzer im okkupierten Slawjansk, 16.09.2014

Slawjansk unter deutscher Besetzung, 2. Weltkrieg

Slawjansk unter deutscher Besetzung, 2. Weltkrieg

Diese Aufnahmen sind wirklich bizarr. Veröffentlich wurden sie vorgestern vom ukrainischen „Grassroots“- und Euromaidan-Internetsender Hromadske.tv, begleitet von dem Kommentar, die Leute von der Anti-Terror-Operation in Slawjansk hätten eine „originelle Methode“ gefunden, unter den Leuten ein wenig „Aufklärungsarbeit“ zu leisten (Link zum Originalvideo, dort ab 19:18). Fast hätte ich geschrieben: „No Comment“, aber originell ist die Sache eben nicht. Nein, damit würde ich nicht nur auf die Truppen Nazideutschlands anspielen, die – siehe Bild – in genau dieser Gegend einst mit ganz genau den selben Mitteln und wohl auch von Panzern aus solche Tiraden über die unheilbringenden „Juden und Bolschewiken“ bellten. Es gemahnt natürlich abgedroschenerweise auch an Orwells „1984“ (oder an die „City 17“) und zeigt eindrucksvoll, wie froh die Menschen in Slawjansk über die Wiederherstellung von „Frieden, Recht & Ordnung“ durch die Truppen der Kiewer Junta sein müssen, so dass man solche Appelle von einem nur vergleichsweise leicht gepanzerten Militärfahrzeug (aber immerhin mit RPG-Schutz) aus an die Bevölkerung richten kann.

Nur zur Erinnerung: Strelkow und seine Leute sind am 5. Juli aus Slawjansk abgerückt, also vor zweieinhalb Monaten. Am gleichen Tag ergriffen die ukrainischen Strafkorps die Kontrolle über die Stadt.

Das Megafon dröhnt in reinem Russisch, ohne auch nur den Hauch eines südrussischen Akzents oder südrussischer Eigenheiten wie dem „H“ (statt „G“).

Und nun nur noch ein „Comment“: Bitte die Untertitel einschalten.

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