Putin beim Waldai 2014

Hierunter findet sich die unkommentierte, vollständige Übersetzung des Stenogramms von Putins Auftritt beim Waldai-Klub 2014 – als Grundlage für eventuelle spätere Diskussionen und Erörterungen. Der Text hat keinerlei Hervohebungen oder Markierungen und ist (momentan) nur relativ oberflächlich korrekturgelesen, für Hinweise auf offenkundige Fehler bin ich dankbar. Details können sich also noch ändern. Für einen Gesamteindruck (und dafür, nicht nur mit von SPON & Co. genehmigten und in beliebigen Zusammenhang gestellten Zitaten leben zu müssen), ist es aber erst einmal gut.

Quelle: http://www.kremlin.ru/news/46860

Foto: Pressedienst des russischen Präsidenten / kremlin.ru

Foto: Pressedienst des russischen Präsidenten / kremlin.ru

Verehrte Kollegen! Meine Damen und Herren, liebe Freunde! Ich freue mich, Sie auf der 11. Konferenz des Diskussionsklubs “Waldai” zu begrüßen.

Es wurde hier schon gesagt, dass es in diesem Jahr neue Mit-Organisatoren des Klubs gibt. Darunter sind russische Nichtregierungsorganisationen und Fachverbände, führende Universitäten. Außerdem wurde die Idee eingebracht, außer den rein russischen Fragen auch Fragen der globalen Politik und Wirtschaft zur Besprechung einzubringen.

Ich rechne damit, dass diese organisatorischen und inhaltlichen Änderungen die Positionen des Klubs als eine der einflussreichen Diskussions- und Expertenplattformen festigen werden. Dazu rechne ich auch damit, dass der sogenannte Geist von Waldai bewahrt werden kann, und dieser Geist ist die Freiheit, Offenheit, und die Möglichkeit, verschiedenste und dabei offene Meinungen zu vertreten.

In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass ich Sie auch nicht enttäuschen werde: ich werde direkt und offen sprechen. Einige Dinge werden Ihnen möglicherweise zu hart erscheinen. Aber wenn wir nicht offen und direkt, ehrlich sagen, was wir wirklich und in Wahrheit denken, dann hat es keinen Sinn, uns in einem solchen Format zusammenzufinden. Dann müsste man sich in irgendwelchen Diplomatenzirkeln versammeln, wo niemand wirklich etwas sagt, und – im Gedenken an die Aussage eines bekannten Diplomaten – kann man nur darauf verweisen, dass Diplomaten eine Zunge haben, um damit nicht die Wahrheit zu sprechen.

Wir versammeln uns hier mit einer anderen Zielsetzung. Wir versammeln uns, um offen zu sprechen. Eine Direktheit und Härte der Einschätzungen braucht man heute durchaus nicht dazu, um miteinander zu zanken, sondern um verstehen zu versuchen, was denn in Wirklichkeit in der Welt vor sich geht, warum sie immer weniger sicher und vorhersagbar wird, weshalb allenorts die Risiken steigen.

Das Thema des heutigen Treffens, der Diskussionen, die hier stattfanden, wurde schon benannt: “Neue Spielregeln oder Spiel ohne Regeln”. Meines Erachtens ist dieses Thema, diese Formulierung durchaus genau, wenn es darum geht, den historischen Scheideweg zu beschreiben, an der wir uns befinden, oder die Wahl, die wir alle zu treffen haben.

Die These, dass die heutige Welt sich rasant verändert, ist natürlich nicht neu. Und ich weiß, dass davon im Verlauf der Diskussion schon gesprochen worden ist. Tatsächlich ist es schwer, die grundlegenden Veränderungen in der globalen Politik, der Wirtschaft, dem gesellschaftlichen Leben, im Bereich der industriellen, Informations- und sozialen Technologien zu ignorieren.

Ich möchte gleich um Entschuldigung bitten, falls ich etwas wiederhole, was bereits von den Teilnehmern an den Diskussionen ausgesagt worden ist. Aber das kann man wohl kaum vermeiden, denn Sie haben ja schon sehr detailliert diskutiert, aber ich werde einfach meinen Standpunkt darlegen, und in einigen Facetten kann dieser mit den Meinungen der Diskussionsteilnehmer zusammenfallen, in anderen Dingen wird er sich unterscheiden.

Vergessen wir bei der Analyse des heutigen Zustands nicht die Lektionen der Geschichte. Erstens werden Veränderungen der Weltordnung (und mit einem Ereignis genau solcher Tragweite haben wir es heute zu tun) in der Regel wenn nicht von einem globalen Krieg, von globalen Zusammenstößen, so doch von einer Kette an intensiven Konflikten auf regionaler Ebene begleitet. Und zweitens geht es in der Weltpolitik vor allem um wirtschaftliche Führung, Fragen von Krieg und Frieden, die den humanitären sowie den Bereich der Menschenrechte einschließen.

Es hat sich weltweit eine Menge an Widersprüchen angesammelt. Und man muss einander offen fragen, ob wir denn über ein verlässliches Sicherheitsnetz verfügen. Leider gibt es keinerlei Garantien dafür, dass das bestehende System der globalen und regionalen Sicherheit dazu in der Lage wäre, uns vor Erschütterungen zu bewahren. Dieses System ist ernsthaft geschwächt, gebrochen und deformiert worden. Eine schwierige Zeit durchleben internationale und regionale Institutionen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit.

Sicher, viele der Mechanismen, die der Weltordnung zugrunde liegen, sind vor schon ziemlich langer Zeit entstanden, einschließlich – und vor allem – als Resultat des Zweiten Weltkriegs. Die Stabilität dieses Systems gründete übrigens nicht nur auf einer Kräftebalance, und das möchte ich auch unterstreichen, nicht nur auf dem Recht der Sieger, sondern auch darauf, dass die “Gründerväter” dieses Sicherheitssystems einander in Achtung begegneten, und nicht versucht haben, sich alles einzuverleiben, sondern miteinander geredet haben.

Das Wichtigste aber ist, dass dieses System sich weiterentwickelte und bei allen Abstrichen dabei behilflich war, die auftretenden Probleme der Welt wenn nicht zu lösen, so doch im Rahmen zu halten und die natürliche Konkurrenz der Staaten untereinander zu entschärfen.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser Mechanismus der gegenseitigen Kontrolle und der Gegengewichte, der in den vergangenen Jahrzehnten teils mühevoll aufgebaut werden konnte, nicht zerstört werden durfte, jedenfalls hätte man nichts zerstören dürfen, ohne an dessen Stelle etwas Neues aufzubauen, denn sonst gibt es tatsächlich kein anderes Mittel mehr als die rohe Gewalt. Es wäre angebracht, eine vernünftige Rekonstruktion zu unternehmen, das System der internationalen Beziehungen an die neuen Realitäten anzupassen.

Allerdings haben die Vereinigten Staaten, die sich zu den Siegern des Kalten Kriegs erklärt haben, wie ich meine, selbstsicher angenommen, dass daran einfach kein Bedarf besteht. Und anstelle der Einrichtung eines neuen Kräftegleichgewichts, das eine unabdingbare Voraussetzung für Ordnung und Sicherheit ist, wurden ganz im Gegenteil Schritte unternommen, die zu einer enormen Vertiefung des Ungleichgewichts führten.

Der “Kalte Krieg” ist beendet. Aber er ist nicht mit einem “Friedens”abkommen und mit verständlichen, transparenten Verhandlungsergebnissen über die Achtung der bestehenden oder die Schaffung neuer Regeln und Standards beendet worden. Es ergibt sich der Eindruck, dass die sogenannten “Sieger” im Kalten Krieg daran gingen, aus der Situation alles herauszuholen und die ganze Welt nach ihrem Gusto, nach ihren Interessen neuzuformatieren. Und wo das bestehende System der internationalen Beziehungen, des internationalen Rechts und das System der gegenseitigen Kontrolle und Gegengewichte diesem Ziel im Weg stand, dort wurde dieses System sofort als nutzlos, veraltet und abschaffungsreif deklariert.

So benehmen sich aber – ich bitte um Verzeihung – Neureiche, die urplötzlich zu großem Reichtum gekommen sind; in unserem Fall in Form der Weltvorherrschaft, der weltweiten Führungsrolle. Und anstelle dessen, dass sie diesen Reichtum intelligent und vorsichtig, und selbstverständlich auch zum eigenen Nutzen, einsetzen, haben sie, wie ich meine, eine ganze Menge zu Bruch gehen lassen.

Das Zeitalter der Doppellesarten und des Verschweigens hat in der Weltpolitik begonnen. Unter dem Druck eines Rechtsnihilismus hat das internationale Recht Schritt für Schritt seine Vorherrschaft zurückgefahren. Objektivität und Gerechtigkeit wurden der politischen Zweckmäßigkeit geopfert. Rechtliche Normen wurden durch willkürliche Interpretationen und befangene Urteile ersetzt. Dabei gestattete es die totale Kontrolle über die globalen Massenmedien auf Wunsch Weiß für Schwarz, und Schwarz für Weiß auszugeben.

Unter den Bedingungen der Dominanz einer Seite und ihrer Alliierten, oder anders gesagt, ihrer Satelliten, geriet die Suche nach globalen Lösungen oftmals zu einem Streben, die eigenen Lösungen als universell auszugeben. Die Ambitionen dieser Gruppe haben sich derart gesteigert, dass die in ihren Kreisen herausgearbeiteten Herangehensweisen als Meinung der gesamten Weltöffentlichkeit präsentiert wurden. Aber das ist nicht so.

Allein der Begriff “nationale Souveränität” ist für den Großteil der Staaten zu einer relativen Größe geworden. Im Grunde wurde die folgende Formel angeboten: je ausgeprägter die Loyalität zum einzigen Machtzentrum der Welt, desto höher die Legitimität der einen oder anderen Regierung.

Wir werden dann mit Ihnen in eine offene Diskussion eintreten, und ich werde sehr gern Fragen beantworten und es auch mir gestatten, Ihnen ein paar Fragen zu stellen. Aber im Verlauf dieser Diskussion kann ja jemand von Ihnen einmal versuchen, diese gerade von mir formulierte These zu widerlegen.

Die Mittel, mit denen man auf die Widerspenstigen einwirkte, sind gut bekannt und vielfach erprobt: das sind militärische Maßnahmen, wirtschaftlicher und propagandistischer Druck, Einmischung in die inneren Angelegenheiten, Anrufung einer gewissen, “über dem Recht” stehenden Legitimität, wenn es darum geht, eine widerrechtliche Beilegung dieser oder jener Konflikte herbeizuführen, und die Beseitigung missliebiger Regierungen. In letzter Zeit gibt es Zeugnisse dafür, dass man gegen eine Reihe von Staatsoberhäuptern unverhohlene Erpressung eingesetzt hat. Es ist nicht von ungefähr, dass der sogenannte Big Brother Milliarden von Dollar dafür ausgibt, der ganzen Welt nachzustellen, und auch seine nächsten Verbündeten sind dabei Ziele.

Lassen Sie uns die Frage aufwerfen, inwieweit es für uns annehmbar, sicher und angenehm ist, in einer solchen Welt zu leben, inwieweit eine solche Welt gerecht und vernünftig ist. Vielleicht haben wir gar keinen triftigen Grund, besorgt zu sein, zu streiten und unangenehme Fragen zu stellen? Vielleicht ist die Einzigartigkeit der Vereinigten Staaten, die Art, auf die sie ihre Führungsrolle ausüben, etwas für alle wirklich Gutes, und ihre allgegenwärtige Einmischung in alle Angelegenheiten dieser Welt bringt in Wirklichkeit Ruhe, Wohlergehen, Fortschritt, Gedeihen und Demokratie – und wir sollten uns einfach entspannen und es genießen?

Ich erlaube mir zu sagen, dass es sich nicht so verhält. Es ist ganz und gar nicht so.

Das einseitige Diktat und das Aufzwingen der eigenen Schemata führt zu einem ganz gegenteiligen Resultat: anstelle einer Beilegung von Konflikten deren Eskalation; anstelle von souveränen, stabilen Staaten einen wachsenden Bereich des Chaos; anstelle von Demokratie die Unterstützung von höchst zweifelhaften Strömungen – von offenkundigen Neonazis bis hin zu islamistischen Radikalen.

Und aus welchem Grunde werden sie unterstützt? Weil sie im Verlauf einer Etappe auf dem Weg zum Erreichen eines Ziels ausgenutzt werden, dann verbrennen sie sich daran – und es wird zurückgerudert. Ich wundere mich in einem fort darüber, wie unsere Partner Mal ums Mal, wie man bei uns in Russland zu sagen pflegt, auf ein und dieselbe Harke treten, das heißt, immer wieder dieselben Fehler begehen.

Seinerzeit sponserten sie extremistische islamische Bewegungen für den Kampf gegen die Sowjetunion, und in Afghanistan haben diese ihre Abhärtung bekommen. Daraus entstanden sowohl die “Taliban” als auch die “Al-Kaida”. Der Westen hat diese wenn schon nicht unterstützt, so doch mindestens seine Augen davor verschlossen, und ich würde sagen, er hat den Einfall internationaler Terroristen nach Russland und in die Länder Zentralasiens tatkräftig informationsmäßig, politisch, finanziell unterstützt; das haben wir nicht vergessen. Erst, nachdem es schreckliche Terrorangriffe auf dem Territorium der Vereinigten Staaten selbst gegeben hat, kam das Verständnis für die allgemeine Bedrohung, die der Terrorismus darstellt. Ich möchte daran erinnern, dass wir damals die ersten waren, die das Volk der Vereinigten Staaten unterstützt haben, wir reagierten wie Freunde und Partner auf die schreckliche Tragödie des 11. September.

Im Verlauf der Gespräche mit Führungskräften der USA und Europas spreche ich ständig von der Notwendigkeit, gemeinsam gegen den Terrorismus als einer Herausforderung von weltweiter Bedeutung vorzugehen. Mit dieser Herausforderung kann man sich nicht abfinden, man kann sie nicht eingrenzen, oder Doppelstandards zur Anwendung bringen. Man erklärte sich mit uns einverstanden, aber es verging nicht viel Zeit, und alles kehrte wieder zum Alten zurück. Es folgte die Einmischung sowohl im Irak, als auch in Libyen, und dieses Land wurde dann an die Grenze des Zerfalls gebracht. Warum hat man es denn eigentlich dahin gebracht? Es steht auch jetzt noch an diesem Abgrund und ist ein Übungsplatz für Terroristen geworden. Allein dank dem Willen und der Umsicht der jetzigen ägyptischen Führung ist es gelungen, Chaos und extremistische Exzesse in diesem Schlüsselland der arabischen Welt zu vermeiden. In Syrien gingen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten wie in guten alten Zeiten daran, Terrorbrigaden direkt mit Finanzen und Waffen zu versorgen, die Aufstockung ihrer Mannstärke durch Söldner aus verschiedenen Ländern zu begünstigen. Gestatten Sie die Frage, woher haben die Rebellen Geld, Waffen, Militärexperten? Woher kommt denn all das? Wie ist es zu erklären, dass diese berüchtigte, sogenannte ISIS, zu einer gewaltigen, de facto Armeegruppierung werden konnte?

Was deren finanzielle Zuströme angeht, so sind das zum heutigen Tag nicht nur Einkünfte aus dem Drogengeschäft, deren Produktion übrigens im Verlauf der Stationierung der internationalen Kräfte in Afghanistan nicht nur um ein paar Prozent, sondern vielfach gestiegen ist – das wissen Sie alle -, sondern diese Finanzen resultieren auch aus dem Verkauf von Erdöl, das in Gebieten, die von den Terroristen kontrolliert werden, gefördert wird. Sie verkaufen es zum Spottpreis, sie fördern und transportieren es ungehindert. Aber es gibt ja solche, die es kaufen, weiterverkaufen und daran verdienen, ohne darüber nachzudenken, dass sie damit Terroristen finanziert, die früher oder später auch auf ihr Gebiet kommen werden, und sie werden kommen, um die Saat des Todes in ihren Ländern auszusäen.

Und woher kommen neue Rekruten? Im Irak sind infolge des Sturzes Saddam Husseins staatliche Institutionen, einschließlich der Armee, zerstört worden. Wir haben es damals noch gesagt: seid vorsichtig, wohin habt ihr diese Leute vertrieben? Auf die Straße! Und was sollen sie dort machen? Vergesst nicht, mag er nun gerecht oder ungerecht gewesen sein, aber sie saßen an den Hebeln eines nach regionalem Maßstab durchaus großen Staates – und wohin treibt ihr sie?

Was haben wir als Ergebnis? Zehntausende Soldaten und Offiziere, ehemalige Baath-Parteiaktivisten, die auf die Straße gesetzt worden sind, und sie sind es, die heute die Einheiten der Rebellenbanden anfüllen. Vielleicht ist es ja das, worin das Geheimnis der Operationsfähigkeit der ISIS besteht? Sie handeln vom militärischen Gesichtspunkt aus sehr effektiv, wir haben es mit wirklichen Profis zu tun.

Russland hat mehrfach vor einseitigen gewaltsamen Aktionen, vor Einmischungen in die Angelegenheiten souveräner Staaten, vor dem Anbandeln mit Extremisten und Radikalen gewarnt und darauf bestanden, dass man jene Gruppierungen, die gegen die syrische Zentralregierung vorgehen – vor allem die ISIS – auf die Listen terroristischer Organisationen setzt. Und was war das Ergebnis? Es gab keine Reaktion.

Mitunter bekommt man den Eindruck, dass unsere Kollegen und Freunde ständig mit den Ergebnissen ihrer eigenen Politik kämpfen, all ihre Gewalt in die Beseitigung der Risiken stecken, die sie selbst schaffen, und dafür einen immer höheren Preis zahlen.

Verehrte Kollegen! Der Moment der Unipolarität hat überzeugend aufgezeigt, dass die Erweiterung der Dominanz eines Gewaltmonopols nicht dazu führt, dass die globalen Prozesse steuerbarer werden. Im Gegenteil, eine solche instabile Konstruktion hat ihre Unfähigkeit bewiesen, effektiv gegen solche realen Bedrohungen wie regionale Konflikte, Terrorismus, Drogenschmuggel, religiöser Fanatismus, Chauvinismus und Neonazismus vorzugehen. Gleichzeitig hat sie der Äußerung von nationalem Eitelkeitswahn, der Manipulation der öffentlichen Meinung, grober Unterdrückung des Willens der Schwachen durch den Willen der Starken den Weg geebnet. Im Grunde ist eine unipolare Welt eine Apologie, sie ist die Apologetik der Diktatur, sowohl über Menschen als auch über Ländern. Diese unipolare Welt erwies sich übrigens sogar für den sogenannten, selbsternannten Führer als unbequem, unbewältigbar und schwer zu steuern, gerade jetzt wurde das auch laut gesagt, und damit bin ich vollkommen einverstanden. Daher rühren die heutigen Versuche, nun schon im neuen historischen Abschnitt, eine Art quasi-bipolares System als ein bequemes Modell für die Wiedererrichtung der – in diesem Fall – amerikanischen Dominanz zu etablieren. Es ist dabei nicht einmal wichtig, wer genau in der amerikanischen Propaganda die Rolle des “Zentrums des Bösen”, also den Platz der UdSSR als Hauptgegner einnimmt: ob der Iran, als ein Land, das nach Atomtechnologie strebt, oder China, als führende Weltwirtschaft, oder Russland, als eine Atom-Supermacht.

Wir sehen jetzt wieder Versuche, die Welt zu zerschlagen, Trennlinien zu ziehen, Koalitionen nicht für, sondern gegen beliebige Parteien zu bilden, und abermals ein Feindbild zu schaffen wie in Zeiten des “Kalten Krieges”. und damit das Recht auf die Führungsrolle, oder wenn Sie so wollen, das Diktat zu erlangen. Wir verstehen und wissen ja bereits, wie die Lage im Zeitalter des “Kalten Krieges” interpretiert wurde. Den Verbündeten der Vereinigten Staaten wurde immer gesagt: “Wir haben einen gemeinsamen Feind, er ist schrecklich, es ist das Zentrum des Bösen; wir werden euch, unsere Verbündeten, vor ihm schützen, folglich haben wir das Recht, euch zu befehlen, eure politischen und wirtschaftlichen Interessen zu opfern, Ausgaben für die kollektive Verteidigung zu machen, aber befehligen werden diese Verteidigung natürlich wir”. Kurz, heute gibt es das Bestreben, nun schon in der neuen, veränderten Welt die gewohnten Prinzipien einer globalen Beherrschung umzusetzen, und all das mit der Absicht, die eigene Außerordentlichkeit zu gewährleisten und daraus politisches und wirtschaftliches Kapital zu schlagen.

Dabei divergieren solche Versuche nicht nur mehr und mehr mit der Realität und widersprechen der Vielfältigkeit der Welt. Solche Schritte werden unvermeidlich zu Gegenreaktionen führen und einen gerade entgegengesetzten Effekt hervorbringen. Wir sehen doch, was passiert, wenn die Politik leichtfertig mit der Wirtschaft vermengt wird, wenn die Logik der Zweckmäßigkeit der Logik der Konfrontation nachgibt, selbst, wenn sie damit ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Positionen und Interessen aufgibt, einschließlich der Interessen der nationalen Unternehmen.

Gemeinsame Wirtschaftsprojekte, gegenseitige Investitionen sind es, die Länder objektiv näherbringen, dabei helfen, die laufenden Probleme in den internationalen Beziehungen abzumildern. Allerdings ist die weltweite Business-Community heute dem beispiellosen Druck der westlichen Regierungen ausgesetzt. Von welchem Unternehmertum, von welcher wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit oder Pragmatismus kann denn die Rede sein, wenn das Motto “Das Vaterland ist in Gefahr, die freie Welt ist in Gefahr, die Demokratie ist in Gefahr” aufgeworfen wird? Man muss sich ja mobilisieren – und genau das ist die Politik des Mobilmachens.

Die Sanktionen unterminieren bereits die Grundlagen des Welthandels und die Regeln der WTO, das Prinzip der Stabilität des Privatvermögens, sie erschüttern das liberale Modell der Globalisierung, welches auf dem Markt, der Freiheit und der Konkurrenz beruht – ein Modell, dessen hauptsächliche Nutznießer, wie ich anmerken möchte, ja gerade die Länder des Westens sind. Jetzt riskieren sie Vertrauensverlust in ihrer Rolle als treibende Kräfte der Globalisierung. Man fragt, was denn nun zu tun sei? Denn das Wohlergehen beispielsweise der Vereinigten Staaten ist ja in weiten Teilen vom Vertrauen der Investoren dem der ausländischen Besitzer von Dollars und US-amerikanischer Wertpapiere abhängig. Und dieses Vertrauen wird offenkundig unterminiert; die Früchte der Enttäuschung von der Globalisierung findet man jetzt in vielen Ländern.

Der berüchtigte Präzedenzfall Zypern und politisch motivierte Sanktionen haben die Tendenzen in Richtung wirtschaftlicher und finanzieller Souveränisierung, zum Bestreben einzelner Staaten oder ihrer regionalen Vereinigungen, sich gegen das Risiko auswärtigen Drucks abzusichern, nur verstärkt  So unternimmt bereits jetzt eine immer größer werdende Zahl an Staaten Versuche, sich aus der Dollarabhängigkeit zu befreien, alternative Finanzzentren und Reservewährungen zu etablieren. Unserer Meinung nach sägen unsere amerikanischen Freunde schlicht an dem Ast, auf dem sie sitzen. Man darf Politik und Wirtschaft nicht in einen Topf werfen, aber genau das ist es, was passiert. Ich war und bin der Meinung, dass politisch motivierte Sanktionen ein Fehler waren, ein Fehler, der allen nur Verluste bringt, und ich bin mir sicher, dass wir noch darüber reden werden.

Wir verstehen schon, wie und unter wessen Druck solche Entscheidungen getroffen wurden. Ich möchte betonen, dass Russland nicht die Pose eines Beleidigten annehmen oder jemanden um etwas bitten wird. Russland ist ein sich selbst genügendes Land. Wir werden unter den außenwirtschaftlichen Bedingungen arbeiten, die sich ergeben haben, unsere Produktion und Technologien weiterentwickeln, entschiedener bei Umgestaltungen vorgehen, und der äußere Druck wird, wie das schon öfter der Fall war, unsere Gesellschaft nur konsolidieren, uns keine Gelegenheit geben, uns zurückzulehnen, ich würde sagen – er zwingt uns dazu, uns auf unseren wichtigsten Entwicklungsrichtungen zu konzentrieren.

Sicherlich stören uns die Sanktionen, mit diesen Sanktionen möchte man uns schädigen, unsere Entwicklung hemmen, uns in eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Isolation drängen – anders gesagt in die Rückständigkeit. Doch ich möchte unterstreichen – das habe ich bereits gesagt und wiederhole es -, dass die Welt sich von Grund auf geändert hat. Wir haben es nicht vor, uns vor der Welt zu verschließen und uns für irgendeinen geschlossenen Entwicklungsweg, einen Weg der Autarkie zu entscheiden; wir sind immer dialogbereit, darunter auch in Fragen der Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen, und ebenso auch der politischen Beziehungen. Wir rechnen hier mit einer pragmatischen Herangehensweise und pragmatischen Standpunkten der Businesskreise der führenden Länder der Welt.

Heute erklingen Behauptungen, Russland würde sich angeblich von Europa abwenden – wahrscheinlich ist das in den Diskussionen hier bereits angeklungen – Russland würde sich angeblich nach anderen Geschäftspartnern umsehen, vor allem solchen in Asien. Ich möchte sagen, dass das in keiner Weise stimmt. Unsere aktive Politik in der Asiatisch-Pazifischen Region gibt es nicht erst seit heute, sie hat nicht erst mit den Sanktionen begonnen, sondern bereits vor mehr als nur ein paar Jahren. Wir sind genau wie viele andere, darunter westliche Länder davon ausgegangen, dass der Osten einen Position von ständig wachsender Bedeutung in der Welt einnimmt, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, und man muss das natürlich berücksichtigen.

Ich möchte nochmals unterstreichen: alle tun das, und auch wir werden das tun, zumal ein bedeutender Teil unseres Staatsgebiets in Asien gelegen ist. Warum sollten wir auch darauf verzichten, unsere diesbezüglichen Vorteile zu nutzen? Das wäre doch einfach kurzsichtig.

Der Aufbau von Wirtschaftbeziehungen mit diesen Staaten, gemeinsame Integrationsprojekte sind ein wichtiger Stimulus für unsere eigene, innere Entwicklung. Die heutigen demographischen, wirtschaftlichen und kulturellen Tendenzen zeugen davon, dass die Abhängigkeit von einer einzigen Supermacht natürlich ganz objektiv abnehmen wird, und davon reden und schreiben europäische und amerikanische Fachleute selbst.

Vielleicht erwarten uns in der Weltpolitik die gleichen Phänomene, wie in der globalen Wirtschaft, und das ist eine intensive Konkurrenz in der einen oder anderen konkreten Nische, ein häufiger Wechsel von Führungskräften in bestimmten Richtungen. All das ist möglich.

Es steht außer Frage, dass im globalen Wettbewerb die Rolle von humanitären Faktoren steigen wird: das sind Bildung, Wissenschaften, Gesundheit, Kultur. Das wird seinerseits Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen haben, auch deshalb, weil die Ressource der sogenannten sanften Gewalt größtenteils von realen Errungenschaften bei der Bildung von Humankapital abhängt, mehr, als von der Gerissenheit propagandistischer Kunstgriffe.

Gleichzeitig stellt die Heranbildung einer sogenannten polyzentrischen Welt – und darauf möchte ich, verehrte Kollegen, auch Ihre Aufmerksamkeit lenken – nicht von sich aus höhere Stabilität dar, eher sogar umgekehrt. Die Aufgabe bei der Heranbildung eines globalen Gleichgewichts bereitet einiges Kopfzerbrechen, ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten.

Was erwartet uns, wenn wir es vorziehen, nicht den Regeln gemäß zu leben, seien diese Regeln auch noch so streng und unbequem, sondern ganz ohne Regeln? Ein solches Szenario ist durchaus greifbar, man kann es nicht ausschließen, wenn man die aufgeheizte Lage in der Welt berücksichtigt. Bewertet man die heutigen Tendenzen, dann kann man schon eine Reihe an Prognosen abgeben, und leider sind diese nicht optimistisch. Wenn wir daran scheitern, ein fest umrissenes System gegenseitiger Verpflichtungen und Vereinbarungen zu schaffen, keine Mechanismen aufbauen, die Krisensituationen aufzulösen helfen, dann werden die Anzeichen einer weltweiten Anarchie sich nur verstärken.

Bereits heute ist die Wahrscheinlichkeit einer ganzen Reihe an verschärften Konflikten mit wenn nicht direkter, so doch mittelbarer Beteiligung von Großmächten enorm angestiegen. Dabei sind nicht nur die traditionellen Widersprüche von Staaten untereinander, sondern auch die innere Instabilität einzelner Staaten ein Risikofaktor, besonders, wenn es um solche Länder geht, die an den Nahtstellen geopolitischer Interessenssphären von Großmächten oder entlang von kulturhistorischen und wirtschaftlichen Grenzen zivilisatorischer “Kontinente” liegen.

Die Ukraine, von der hier sicher bereits viel die Rede war und auch noch die Rede sein wird, ist ein Beispiel für diese Art von Konflikten, die Auswirkung auf das weltweite Kräfteverhältnis haben – und dabei denke ich, dass dies bei weitem noch nicht der letzte dieser Art ist. Hieraus folgt die greifbare Perspektive der Zerstörung des bisherigen Systems der Vereinbarungen über die Begrenzung und Kontrolle der Arten von Bewaffnung. Den Beginn dieses gefährlichen Prozess legten zweifelsohne die Vereinigten Staaten von Amerika, als sie im Jahre 2002 einseitig aus dem ABM-Vertrag zurücktraten, und daraufhin daran gingen und es heute noch aktiv betreiben, ihr eigenes globales Raketenabwehrsystem aufzubauen.

Verehrte Kollegen und Freunde! Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass nicht wir mit diesem Prozess angefangen haben. Wir verfallen erneut in jene Zeit, als nicht ein Gleichgewicht von Interessen und gegenseitiger Garantien, sondern die Angst, ein Gleichgewicht der potentiellen gegenseitigen Vernichtung die Länder von direkten Konfrontationen abhält. Aufgrund des Fehlens von rechtlichen und politischen Instrumenten kehren die Waffen zentral auf die globale Tagesordnung zurück, sie werden überall und auf jede erdenkliche Weise eingesetzt, auch ohne Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Wenn jedoch der Sicherheitsrat es ablehnt, diese Art von Entscheidungen mit zu produzieren, dann wird er sogleich als veraltet und zu einem ineffizienten Instrument erklärt.

Viele Staaten sehen keine andere Garantie für die Gewährleistung der eigenen Souveränität mehr, als die Anschaffung einer eigenen “Bombe”. Das ist höchst gefährlich. Wir bestehen auf einer Fortführung der Gespräche, wir befürworten nicht einfach nur Gespräche, sondern wir bestehen auf einer Fortführung der Gespräche zur atomaren Abrüstung. Je weniger Atomwaffen es auf der Welt gibt, desto besser. Wir sind zu ernsthaften und gegenständlichen Gesprächen in Fragen der atomaren Abrüstung bereit, aber diese sollten schon wirklich ernsthaft sein – wie man sagt, ohne Doppelstandards.

Was meine ich damit? Heute sind viele Arten von Präzisionswaffen in ihren Möglichkeiten schon sehr nahe an Massenvernichtungswaffen gerückt, und im Falle eines vollständigen Verzichts auf das Atompotential oder im Falle einer bedeutenden Reduzierung der Arsenale werden die Länder, welche in der Schaffung und der Herstellung von Präzisionssystemen führend sind, offenkundig einen militärischen Vorteil erlangen. Die strategische Parität würde gebrochen, und das bringt Destabilisierung mit sich. Es kommt zur Versuchung, den sogenannten ersten globalen Entwaffnungsschlag zu führen. Kurz, die Risiken werden nicht geringer, sondern größer.

Die nächste offensichtliche Bedrohung ist eine Ausweitung von Konflikten auf ethnischer, religiöser und sozialer Grundlage. Solche Konflikte sind nicht nur an sich gefährlich, sondern sie bilden um sich herum Zonen von Anarchie, Gesetzlosigkeit und Chaos, wo sich sowohl Terroristen, als auch herkömmliche Verbrecher wie zu Hause fühlen, wo die Piraterie, der Menschenhandel und das Drogengeschäft blühen.

Übrigens haben unsere Kollegen seinerzeit versucht, diese Prozesse irgendwie zu steuern, sich regionale Konflikte zunutze zu machen, “farbige Revolutionen” in ihrem Interesse zu konstruieren, aber der Geist entwich der Flasche. Was man nun mit ihm macht, verstehen, so scheint es, die Autoren der Theorie des gelenkten Chaos selbst nicht. In ihren Reihen herrschen Zwiespalt und Uneinigkeit.

Wir beobachten die Diskussionen sowohl bei den herrschenden Eliten, als auch in Fachkreisen genauestens. Es genügt, sich die Überschriften in der westlichen Presse im Verlauf des vergangenen Jahrs anzusehen: ein und dieselben Leute werden einmal Kämpfer für Demokratie, und später Islamisten genannt, erst schreibt man von Revolutionen, dann von Pogromen und Umstürzen. Das Ergebnis liegt auf der Hand: es ist die Ausweitung des globalen Chaos.

Verehrte Kollegen! In einer solchen Lage in der Welt wäre es an der Zeit, sich zu grundsätzlichen Fragen zu einigen. Das ist außerordentlich wichtig und notwendig, und weit besser, als sich in verschiedene Ecken zu begeben, zumal wir es mit gemeinsamen Problemen zu tun haben, und, wie man sagt, in einem Boot sitzen. Der logische Weg wäre der einer Kooperation von Ländern und Gesellschaften und die Suche nach gemeinsamen Antworten auf vermehrt auftretende Fragen, ein gemeinsames Risikomanagement. Leider ist es so, dass einige unserer Partner sich erst dann daran erinnern, wenn das in ihrem Interesse liegt.

Die praktische Erfahrung zeigt, dass gemeinsame Antworten auf Herausforderungen erstens nicht immer ein Allheilmittel sind, das muss man natürlich anerkennen, und zweitens sind sie in der Mehrzahl der Fälle auch schwer zu erreichen, denn es ist viel zu schwierig, die Differenzen zwischen den jeweiligen nationalen Interessen, bei subjektiven Herangehensweisen zu überwinden, besonders, wenn es um Länder geht, die verschiedenen kulturhistorischen Traditionen angehören. Trotz alledem haben wir Beispiele dafür, wie man, sofern man sich von gemeinsamen Zielen leiten lässt und auf der Grundlage von einheitlichen Kriterien arbeitet, gemeinsam greifbare Ergebnisse erzielt.

Ich möchte an die Lösung des Problems mit den syrischen Chemiewaffen erinnern, ebenso an den sachlichen Dialog zum iranischen Atomprogramm, und selbst unsere Arbeit mit Nordkorea hat auch einige positive Resultate. Warum sollten wir nicht diese ganzen Erfahrungen auch im weiteren Verlauf bei der Lösung sowohl lokaler, wie auch globaler Probleme nutzen?

Was kann die rechtliche, politische, wirtschaftliche Grundlage einer neuen Weltordnung werden, welche Stabilität und Sicherheit gewährleisten würde, dabei eine gesunde Konkurrenz fördert und die Bildung von Monopolen verhindert, die der Entwicklung entgegenstehen? Schwerlich könnte darauf jemand jetzt ein umfassendes, fertiges Rezept liefern. Hier braucht es einer langen Arbeit unter der Beteiligung eines weiten Kreises an Staaten, der Weltwirtschaft, der bürgerlichen Gesellschaften oder solcher Fachforen, wie es das unsrige eines ist.

Allerdings ist es offensichtlich, dass ein Erfolg, ein greifbares Resultat erst dann möglich werden, wenn die Schlüsselfiguren des internationalen Lebens sich zu Basisfragen einigen können, zu einer vernünftigen Selbstbeschränkung, und zu einem Beispiel für eine positive, verantwortliche Führungsrolle werden. Es gilt, genau zu bestimmen, wo die Grenzen einseitiger Handlungen liegen und wo es mehrseitiger Mechanismen bedarf, und im Rahmen der Vervollkommnung des internationalen Rechts müssen wir das Dilemma zwischen den Handlungen der Weltgemeinschaft zur Gewährleistung von Menschenrechten und der nationalen Souveränität, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten auflösen.

Gerade solche Kollisionen sind es, die immer häufiger zu willkürlicher auswärtiger Intervention in komplizierte innere Prozesse führen, Mal ums Mal gefährliche Widersprüche zwischen den führenden Playern der Welt provozieren. Die Frage nach der Erhaltung von Souveränität wird geradezu zur wichtigsten Frage der Erhaltung und Festigung der weltweiten Stabilität.

Es ist dabei klar, dass die Diskussion über Gewaltanwendung von außen an sich schon höchst schwierig ist, es ist nahezu unmöglich, sie vom jeweiligen Interesse des einen oder anderen Landes zu trennen. Allerdings ist es weit gefährlicher, wenn es an für alle verständlichen Vereinbarungen, an exakt bestimmten Bedingungen fehlt, unter denen eine Einmischung notwendig und rechtmäßig wäre.

Ich möchte hinzufügen, dass die internationalen Beziehungen auf dem internationalen Recht beruhen müssen, in dessen Grundlage auch solche moralischen Prinzipien herrschen wie Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Wahrheit. Wahrscheinlich ist eine Achtung des Partners und seiner Interessen dabei das Wichtigste. Das liegt auf der Hand, man brauchte sich nur daran halten und die Weltlage würde sich von Grund auf ändern.

Ich bin davon überzeugt, dass – gäbe es nur einen Willen dazu – wir in der Lage sind, die Effizienz internationaler und regionaler Institutionen wiederherzustellen. Hier ist es nicht einmal notwendig, etwas komplett neu, von null oder “auf der grünen Wiese” zu erschaffen, zumal die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen durchaus universell sind und mit moderneren Inhalten, die der jetzigen Lage entsprechen, gefüllt werden können.

Das betrifft auch die Vervollkommnung der Arbeit der UNO, deren zentrale Rolle unersetzlich bleibt, und die der OSZE, welche im Verlauf von 40 Jahren unter Beweis gestellt hat, dass man eines solchen Mechanismus zur Gewährleistung von Sicherheit und Zusammenarbeit im euroatlantischen Raum bedarf. Anzumerken ist, dass auch jetzt bei der Beilegung der Krise in der Südost-Ukraine die OSZE eine sehr positive Rolle spielt.

Vor dem Hintergrund der Veränderungen im internationalen Bereich, dem Anwachsen von nicht zu steuernden, ganz verschiedenartigen Bedrohungen benötigen wir einen globalen Konsens der verantwortlichen Mächte. Die Rede ist nicht von irgendwelchen lokalen Abmachungen, auch nicht von einem Aufteilen von Interessenssphären im Sinne der klassischen Diplomatie, und auch nicht von irgend wessen Dominanz. Ich bin der Meinung, dass es einer neuen Version gegenseitiger Abhängigkeiten bedarf. Davor darf man sich nicht fürchten. Im Gegenteil, das ist ein gutes Instrument, um Positionen aufeinander abzustimmen. Das ist umso mehr aktuell, wenn man die Konsolidierung und das Wachstum einzelner Regionen des Planeten berücksichtigt, denn das verlangt nach einer institutionellen Gestaltung solcher Pole, nach der Schaffung von kräftigen regionalen Organisationen und nach einer Ausarbeitung von Regeln für ihre Zusammenarbeit. Eine Kooperation solcher Zentren würde einiges zur Stabilität der weltweiten Sicherheit, Politik und Wirtschaft beitragen. Aber um einen solchen Dialog in die Wege zu bringen, muss man davon ausgehen, dass alle regionalen Zentren und die sich um sie heranbildenden Integrationsprojekte die gleichen Rechte auf Entwicklung haben, auf dass sie einander ergänzen und niemand dazu in der Lage wäre, sie künstlich miteinander in Kollision und in Widerspruch zu bringen. Denn die Folge einer solchen destruktiven Linie wäre eine Zerstörung der Verbindungen unter den Staaten, und die Staaten selbst wären schweren Prüfungen ausgeliefert, bis hin zu ihrer vollständigen Zerstörung.

Ich möchte noch an die Ereignisse des vergangenen Jahres erinnern. Damals haben wir unseren Partnern – sowohl den amerikanischen, wie auch den europäischen – gesagt, dass übereilte, im Hintergrund getroffene Entscheidungen über, sagen wir, die EU-Assoziation der Ukraine, ernsthafte Risiken bergen, und dabei haben wir noch nicht einmal etwas über die Politik gesagt, wir sprachen nur von der Wirtschaft, von ernsthaften wirtschaftlichen Risiken, und zwar, dass solche eigenmächtigen Schritte die Interessen vieler dritter Länder, darunter auch Russland als wichtigstem Handelspartner der Ukraine, berühren, und dass eine breit angelegte Erörterung der entsprechenden Fragen vonnöten sei. In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass die Verhandlungen über einen Beitritt Russlands zur WTO ganze 19 Jahre gedauert haben. Das war eine sehr schwere Arbeit, aber am Ende stand ein gewisser Konsens.

Warum erwähne ich das? Weil durch die Umsetzung des Assoziationsprojekts mit der Ukraine uns unsere Partner mit ihren Produkten und Dienstleistungen gewissermaßen durch die Hintertür ins Haus fallen, aber das war nicht abgemacht, und uns hat niemand nach unserer Meinung dazu gefragt. Die Gespräche zu allen Themen, die mit der EU-Assoziation der Ukraine zusammenhängen, haben wir beharrlich, aber – das möchte ich unterstreichen – vollkommen zivilisiert geführt, wir haben Motive und Argumente eingebracht und mögliche Probleme aufgezeigt. Aber niemand wollte uns hören oder mit uns sprechen, uns wurde einfach nur gesagt: das ist nicht eure Sache, das war’s, Ende der Diskussion. Anstelle eines schwierigen, aber wie gesagt, zivilisierten Dialogs wurde die Angelegenheit bis dahin gesteigert, dass es zu einem Staatsstreich kam, das Land ins Chaos gestürzt, die Wirtschaft und der soziale Bereich zerrüttet wurden und ein Bürgerkrieg mit unzähligen Opfern begann.

Wozu? Wenn ich meine Kollegen frage: wozu? – dann gibt es keine Antwort, niemand hat eine Antwort darauf. So ist das. Alle zeigen Ratlosigkeit: das ist halt so passiert. Man hätte nicht zu solchen Handlungen ermuntern dürfen, dann wäre das auch nicht passiert. Denn, ich habe ja bereits davon gesprochen, der vormalige Präsident Janukowitsch hatte doch schon alles unterschrieben und war mit allem einverstanden. Wozu war es nötig, das noch zu tun? Was war der Sinn? Was ist das denn, eine zivilisierte Art, Antworten zu finden? Offenbar halten die, welche immer neue farbige Revolutionen produzieren, sich für geniale Künstler und können sich schon nicht mehr bremsen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Arbeit von integralen Vereinigungen und die Zusammenarbeit von regionalen Strukturen auf einem transparenten, verständlichen Grund fußen muss, und als gutes Beispiel für eine solche Offenheit dient der Heranbildungsprozess der Eurasischen Wirtschaftsunion. Die Teilnehmerstaaten dieses Projekts haben ihre Partner vorab über ihre Plänen und die Parameter unserer Union informiert, über die Prinzipien ihrer Tätigkeit, die in vollkommenem Einklang mit den Prinzipien der Welthandelsorganisation stehen. Ich füge hinzu, dass wir es ebenso begrüßen würden, wenn es zu einem gegenständlichen Dialog zwischen der Eurasischen und der Europäischen Union käme. Darin haben wir übrigens bislang auch nur Ablehnung erfahren, und auch hier ist es unverständlich, aus welchem Grund – was gibt es denn Schlimmes daran? Und selbstverständlich würden wir angesichts einer solchen gemeinsamen Arbeit meinen – und das sagte ich bereits mehrfach und hörte positive Resonanz vieler unserer westlicher Partner, auf jeden Fall der europäischen -, dass man sich über die Notwendigkeit der Heranbildung einer einheitlichen Raumes der wirtschaftlichen und humanitären Zusammenarbeit vom Atlantik bis zum Stillen Ozean unterhält.

Verehrte Kollegen! Russland hat seine Wahl getroffen, unsere Prioritäten bestehen in einer weiteren Vervollkommnung der demokratischen Institutionen und einer offenen Wirtschaft, in einer beschleunigten inneren Entwicklung unter Berücksichtigung aller positiven derzeitigen Tendenzen der Welt und in der Konsolidierung der Gesellschaft auf Grundlage traditioneller Werte und des Patriotismus. Auf unserer Tagesordnung steht die Integration, diese Tagesordnung ist positiv und friedlich, wir arbeiten aktiv mit unseren Kollegen in der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der BRICS und anderen Partnern zusammen. Diese Tagesordnung zielt auf die Entwicklung von Beziehungen der Staaten untereinander, und nicht auf deren Absonderung. Wir haben es nicht vor, irgendwelche Blöcke zusammenzuzimmern oder uns in einen Schlagabtausch ziehen zu lassen. Jeder Grundlage entbehren auch Behauptungen, Russland sei bestrebt, irgendein Imperium wieder zu errichten oder verletze die Souveränität seiner Nachbarstaaten. Russland verlangt nicht nach irgendeinem besonderen, außerordentlichen Platz in der Welt, das möchte ich betonen. Indem wir die Interessen der anderen achten, möchten wir einfach, dass man auch unsere Interessen berücksichtigt und unsere Position achtet.

Wir verstehen sehr gut, dass die Welt in ein Zeitalter der Veränderungen und tiefgreifender Transformationen eingetreten ist, in dem alle ein besonderes Maß an Vorsicht und Fähigkeit brauchen, unüberlegte Schritte zu vermeiden. In den Jahren nach dem Kalten Krieg haben die Teilnehmer an der Weltpolitik diese Qualitäten in gewissem Maße eingebüßt. Jetzt gilt es, sich wieder an sie zu erinnern. Im andern Fall werden sich die Hoffnungen auf friedliche, stabile Entwicklung als gefährliche Illusion erweisen, und die heutigen Erschütterungen wären dann die Vorboten eines Zusammenbruchs der Weltordnung.

Natürlich ist, und ich sagte das bereits, der Aufbau eines stabileren Systems der Weltordnung eine komplizierte Aufgabe. Die Rede ist von langwieriger und ihrem Wesen nach schwerer Arbeit. Wir haben es geschafft, Regeln für die Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu erarbeiten, wir konnten uns auch in den 1970er Jahren in Helsinki einigen. Unsere gemeinsame Verpflichtung besteht nun darin, dass wir diese fundamentale Aufgabe auch in dieser neuen Etappe der Entwicklung meistern.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Tags:, , , , , ,

Trackback von deiner Website.

  • Ruth

    Klare und offene Worte-wie immer-von Putin und eine klatschende Ohrfeige für die amihörige EU.
    Danke, Roman, für Deine Arbeit!

  • Mathew Miller

    Sehr guter Beitrag.
    Danke dafür.

    Informationen schaden nur dem der sie nicht erlangt.

    Putin ist Realist.

    So wie die Märkte auch.

    http://premium.welt.de/offerpage/WONP/show.html?custom_clubid=thankyou&failureUrl=http%3A%2F%2Fwww.welt.de&context_id=w&wt_eid=2138208567200722173&wt_t=1414224249888&successUrl=https%3A%2F%2Fssl.welt.de%2Fuser-web%2Fsecure%2FsubscriptionBought.jsp%3FredirectUrl%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.welt.de%252Ffinanzen%252Fgeldanlage%252Farticle133641050%252FSchweizer-Goldinitiative-stellt-globales-Waehrungsgefuege-infrage.html%26bpc%3Dw%26custom_clubid%3Dthankyou&protectedRedirectorUrl=https%3A%2F%2Fssl.welt.de%2Fuser-web%2FofferpageAction.jsp%3Fbpc%3Dw

    Die geopolitische Weltlage hat sich grundlegend geändert.

    http://premium.welt.de/offerpage/WONP/show.html?custom_clubid=thankyou&failureUrl=http%3A%2F%2Fwww.welt.de&context_id=w&wt_eid=2138208567200722173&wt_t=1414225089116&successUrl=https%3A%2F%2Fssl.welt.de%2Fuser-web%2Fsecure%2FsubscriptionBought.jsp%3FredirectUrl%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.welt.de%252Fwirtschaft%252Farticle133638483%252FCameron-kocht-vor-Wut-Das-ist-eine-toedliche-Waffe.html%26bpc%3Dw%26custom_clubid%3Dthankyou&protectedRedirectorUrl=https%3A%2F%2Fssl.welt.de%2Fuser-web%2FofferpageAction.jsp%3Fbpc%3Dw

    Und das ist den Erfüllungsgehilfen durchaus bekannt.

    Nur haben sie nicht mehr die Möglichkeit das zu drehen.

    Das Ende dieses Systems wird nichts am Lauf der Welt ändern.

    Allerdings gönnt man diesen Eliten den Untergang von Herzen.

    Anglo/amerikanische Agonie de Luxe.

    Jeder bekommt früher oder später was ihm zusteht.

    England sei es gegönnt, es hat “hart” daran gearbeitet zu dem zu werden was es heute ist….bedeutungslos.

    Die USA waren noch nie ein Land ….es war und ist ein Business.
    Man kann ja einmal darüber nachdenken wer in einem Geschäft darüber entscheidet wie das weitere Vorgehen auszusehen hat.
    Das Kapital.
    Der Shareholder amortisiert über Schulden lediglich seine laufenden Kosten…jedoch den Profit streicht er mit Expansion ein.
    Das derzeitige System verursacht nur noch Kosten und die Zinsen sind naja sagen wir mal höflich am Boden.
    Und das mag der Geldadel überhaupt nicht….das gesegnete Volk ohne Land zieht gerade mit Sack und Pack in ein Gebiet weiter das Profit verspricht.

    Business as usual.
    Die Ukraine ist die aktuelle Blaupause wie sowas funktioniert.

  • berlinathen

    Realistische Analyse dessen, was auf dem Globus geschieht. Und gute Vorschläge, wie man manches verbessern könnte. Nur ich befürchte, die Finanz-Herren sind auf beiden Ohren taub.

  • Martin

    Leben und Leben lassen; gegenseitiger Respekt und Achtung, die Welt könnte doch so viel schöner sein,, wenn jeder dazu beitragen kann. Dominanzstreben und Aushöhlung von Werten sind kontraproduktiv und führen ins Abseits. Herr Putin hat Worte gefunden, die man einfach nur akzeptieren kann. Warum nur will sich der Westen daran nicht beteiligen? Es wäre so einfach, wenn unsere Politker weiter blocken würden als nur bis zum Tischrand.

  • Mike

    Vielen Dank für diese Arbeit!

  • Hans mein Igel

    Zuerst herzlichen Dank für diese Arbeit mit der Geschwindigkeit. Man lungert ja schon verzweifelt, dass auf diesem Blog endlich wieder etwas geschieht. -Ungeduld ist meine Stärke.

    • Gustaf

      oder aber ………ich wollte etwas schreiben über Ungeduld,……………es hat mir zu lange gedauert.

  • Hans mein Igel

    Ohne Zweifel, diese Valdai-Foren haben es in sich. -Und Putin (oder sein Redenschreiber) irrlichtert in einem entscheidenden Gedankengang ganz gewaltig:
    Die seit 1945/46 bestehende Weltordnung ist nicht durch den WK II. entstanden. Der WK II. war nur die faktische Grundlage für diese bis heute bestehende Weltordnung. Wirklich geboren aber wurde diese perverse Weltordnung durch die Tribunale in Nürnberg und in Tokio -also durch die Alliierten dieses Krieges. War Moskau nicht federführend dabei?-
    Auf dem Valdai-Forum 2013 hat Putin gesagt, dass die Folgen des Nürnberger-Prozesses unumkehrbar seien…
    Warum also sollten die USA ihr bis heute erfolgreiches Konzept mörderischer Raubkriege ändern? Solange der Dollar besser sprudelt als eine aufgeschnittene Halsschlagader gibt es überhaupt keinen Grund, dieses Raubkonzept zu ändern.
    Moskau hat sich doch bis 1990 dieser ausplündernden Methoden an anderen Völkern und Staaten ebenfalls bedient. Was jammert der Mann, was jammert Moskau also rum!
    Die USA führen nur jenes Verbrecher- und Ausbeutersystem konsequent weiter fort, welches Moskau vor fast 70 Jahren in Nürnberg und Tokio verherrlicht hat und davon in seiner Überdehnung 45 Jahre mehr schlecht als recht lebte.
    Und nur weil für Moskau 1990 dieser außergewöhnliche Betrug zusammen gebrochen ist, sollen die noch größeren Betrüger nun auch begreifen, das die Gefahr eines Zusammenbruches besteht?: Der satte Schwächere hat den hungrigen Stärkeren noch nie überzeugt.
    Diese Logik erklärt sich mir also nicht. Außer, dass Moskau Angst hat, gefressen zu werden. Und diese Gefahr besteht durchaus!
    - Als kleiner deutscher Mann sitze ich in meinem Schaukelstuhl und schaue diesem `Kräftemessen` zweier verirrter Alliierter mit Spannung zu. Am Ende siegt die Wahrheit.
    “Nutze deine jungen Tage,
    Lerne zeitig klüger sein.
    Auf des Glückes großer Waage
    Steht die Zunge selten ein.
    Du musst steigen oder sinken,
    Herrschen und gewinnen,
    Dienen oder verlieren,
    Leiden oder triumphieren.
    Hammer oder Amboss sein.”
    (Goethe)

    • sina

      Nürnberg und Tokio waren für Menschheit ein Segen, auch wenn alte und neue Nazis, dass so ungern lesen, stimmts Hansi?

  • Mahmoud

    Telepolis hat einen Artikel zu der Rede, der den einen oder anderen vielleicht interessiert: http://www.heise.de/tp/artikel/43/43165/1.html

  • CCCED

    Auch von mir: vielen Dank für die Übersetzung dieser Rede.

    @Hans mein Igel: Sie haben Recht, Russland (als maßgeblicher Teil der UDSSR) hat sich nicht immer besser verhalten als die von Putin kritisierte USA. Die harten Jahre nach dem Zusammenbruch und die gute Entwicklung in den letzten Jahren scheinen jedoch Russland gut bekommen zu sein, aus meiner Perspektive nimmt es häufig eine vernünftigere Position ein als die USA. Viele Menschen setzen Hoffnung in Russland, weil es derzeit die einzige Macht ist, die den USA Grenzen setzen kann.

    Mich wundert, dass Putin nicht am Lack von 9/11 kratzt. Ich gehe davon aus, dass die Mehrzahl der Leser dieses Blogs soweit sind, dass sie zumindest wissen, wie fragwürdig die offizielle Erklärung ist. Hier böte sich durchaus die Möglichkeit für Putin, das hohle Gebäude der Aggressivität der USA bloßzustellen. Mir fallen folgende Erklärungen ein:
    - er glaubt tatsächlich die offizielle Version
    - er glaubt sie nicht, deckt sie aber, weil:
    – das Waldai Forum nicht der richtige Ort ist
    – er sonst einen Krieg am Hals hat
    – auch Russland Terrorismus instrumentalisiert.

    Was denken die Leser dieses Blogs?

    • Es war in diesem Format nicht notwendig, solche Dinge einzustreuen, und zu Deinem letzten Punkt gibt es natürlich auch Indizien, siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstoffanschl%C3%A4ge_auf_Wohnh%C3%A4user_in_Russland

    • Thomas Haug

      Ich denke, wenn er die USA bloßstellt, würde das für die Kommunikation mit den USA nicht förderlich sein….auch dort gibt es gemäßigte Kräfte, die zur Zeit jedoch leider keine Chance gegen die gehirnamputierten Falken und Tea-Party-Republikaner haben.

      Putin übt berechtigte Kritik, ohne das Tischtuch zwischen den USA und Russland ganz zu zerschneiden. Ein weiterer Beweis dafür, daß er beispielsweise einem Herrn Rasmussen (der Ex-NATO-Oberhampler) oder Jatzenjuk (der MP der Ukraine, hoffe die Schreibweise paßt) intellektuell und von der strategischen Überlegtheit seiner Worte her weit überlegen ist. Er ist sich dessen bewußt, daß immer mehr Länder dieser Welt sich mehr oder weniger offen von den USA abwenden, oder um ein bekanntes Zitat mal ein wenig abzwandeln: “Die USA-Aussenpolitik ist nicht tot, sie riecht nur komisch”.

      Wenn selbst EX-US-Aussenminister (und meiner Meinung nach Kriegsverbrecher) Kissinger diese Ausgrenzungspolitik als falsch ansehen und dies öffentlich kundtut, dann sollte auch bei den größten Atlantikern langsam ein Licht angehen.

      Deutschland/Europa sollte jedenfalls den Absprung vom Schoß der USA schaffen, bevor wir mit in den weltpolitischen Abgrund gezogen werden. Es war bisher immer so, daß ein Imperium nicht einfach unterging, sondern dabei noch heftig um sich geschlagen und Chaos angerichtet, sowie Verbündete mitgerissen hat. Wenn das US-System vollends kollabiert, sollten wir politisch einen gewissen Abstand davon haben. “Atlantiker” sehen das naturgemäß anders, daher empfehle ich einfach mal einen Blick auf einen Globus oder eine Weltkarte, um sich die “Nähe” zum einen oder anderen “Hegemon” mal rein geographisch zu vergegenwärtigen.

      Der Atlantik wird ja, rein plattentektonisch gesehen, jedes Jahr ein bisschen breiter. Man sollte dies als symbolische Vorlage sehen für eine künftige EU-Aussenpolitik. Die USA haben nämlich weder ein Interesse an einer starken EU, noch an einem starken Russland und erst recht nicht an einer starken Verbindung über den gesamten Eurasischen Kontinent hinweg. Das ist der Hauptgrund für ihre Interventionspolitik. Immer dort, wo zuviele Nähe und Eintracht gegen die USA entstehen könnte, Konflikte und Zwietracht säen, Extremismus unterstützen.

      Sehr plakativ zeigt dies die ZDF-Sendung “Die Anstalt” in ihrer Folge vom September 2014, als über die Nahostpolitik der USA hergezogen wird (der Ausschnitt dürfte auf Youtube zu finden sein).

      Dieses Aufzeigen von Entwicklungen vor dem Hintergrund (historischer) Fakten, das zeichnet diese Satiresendung immer wieder aus. Eigentlich wäre das die Aufgabe unserer Medien, doch gerade diese versagen dabei Mal um Mal immer wieder. Meiner Meinung nach versagen sie hierbei absichtlich, sonst würde jedem mitdenkenden Zuschauer/Leser sehr schnell klar werden, wer in diesem geopolitischen Machtspiel die eigentlichen “Bösen” sind….

      • CCCED

        Ich gebe Ihnen in vielen Ihrer Punkte recht. Am wünschenswertesten ist in der Tat der Absprung vom Schoß der USA, wie Sie schreiben. Ich glaube aber, dass die Voraussetzung hierfür keinesfalls gegeben sind:
        - wir sind wichtigster militärischer Stützung der USA für Europa und Afrika (und somit quasi besetzt).
        - seit 6 Jahrzehnten sind politische, wirtschaftliche und medial agierende Eliten eng mit den USA verzahnt (stärker kommt dies im Bereich der ehemaligen BRD zum Tragen).
        Beobachten Sie doch, wie effizient und schnell die Vorgabe, die wirtschaftlichen Bande mit Russland zu kappen, hier umgesetzt wird! Und dies gegen den Willen der Bevölkerung. Sie kennen sicher das mittlerweile berühmte Fernsehinterview des Moderators Kleber mit dem Siemens Chef Joe Kaeser.
        Aber auch die EU schafft es nicht, sich aus dem Einfluss der USA zu lösen. Eine wichtige Weiche für die atlantische Ausrichtung der EU wurde übrigens schon zu Beginn der 60iger Jahre in Deutschland gestellt: In der CDU Adenauers wurde der Richtungsstreit zwischen den Gaullisten und den Atlantikern ausgetragen. Adenauer, der die EU zusammen mit de Gaulle als europäisches Gegengewicht zu den USA ausrichten wollte, unterlag, durchgesetzt hat sich letztlich Ludwig Erhard, nachdem er Adenauer als Kanzler abgelöst hatte, sorgte er dafür, dass in den Élysée-Vertrag als Präambel eingefügt wurde, dass sich Deutschland an die USA bindet und dass Großbritannien in die EWG aufgenommen werden soll. Seitdem kann man beobachten, wie die EU letztlich als ausführendes Organ der USA handelt: außenpolitisch, aber auch wirtschaftlich (TTIP z.B.).

        • Walter Mandl

          Eine gute und inhaltlich richtige Darstellung der angesprochenen Entwicklungen in Europa. Nur was bedeuten bestimmte Erkenntnisse wie “die EU schafft es nicht” oder “Voraussetzungen für eine Loslösung (freie Interpretation von mir) der EU von den USA sind nicht vorhanden weil diverse Eliten zu verzahnt seien”????
          Sind das nicht nette Umschreibungen für eine Situation, in der “Europa” erkennt, auf einer scharf gemachten Handgranate zu sitzen und beim Verlassen des Standpunktes droht, zerrissen zu werden?
          Nur im Unterschied zum bleichen Landser, der in einer solchen Situation vor allem besorgt um seinen Unterleib sein wird, braucht sich dieses von Ihnen angesprochene “Europa” keine echten Sorgen zu machen. Weder Merkel noch Gauck oder irgend einem der zahlreichen Verantwortlichen droht solcher Verlust! Diese Personen haben die brandaktuelle Minensituation herbeigeführt. Bewusst und seit Jahrzehnten. Wir haben daher keinen Grund, das gerne von ihnen verwendete Argument der “besorgten Rücksichtnahme” zu akzeptieren. Wir als einfache Menschen sitzen auf den Minen und es bleibt uns nur die Entscheidung, ob wir die Verantwortlichen mitnehmen oder nicht. Ob es sich bei den Sprengsätzen um Produkte aus dem Hause Washington oder Moskau handelt, dürfte bedeutungslos sein. Eine solche Situation nennt man üblicherweise ein klassisches Dilemma.
          No way out from hell.
          Kommt das nicht bekannt vor? Wer glaubte, die USraHEll-Rattenfänger gingen das Risiko ein, ohne Beute zu bleiben, irrt.
          Genauso wie die brasilianische Kaffebohnenernte 2035 bereits verpfändet ist – welche von “Menschen” eingebracht werden wird, die noch gar nicht geboren wurden – sind unsere “Eier” auch bereits festgezurrt am Grill.
          Was ich damit sagen will: “Fürchtet euch nicht vor den Minen, glaubt keinen Argumenten der Eliten, stellt nur sicher, dass “sie” diesmal nicht davon kommen!
          Die einzig denkbar wirksame Versicherungspolizze im gegenseitigen Wahnsinn der Eliten.

        • CCCED

          Rätselnd lese ich Ihren Beitrag. Ich verstehe nicht, worauf Sie hinaus wollen:

          “…stellt nur sicher, dass “sie” diesmal nicht davon kommen!”

          Können Sie präzisieren, was Sie mit “diesmal” meinen?

          “Die Eliten” haben immer schon regiert, die Methoden wurden in der letzten Zeit allerdings zunehmend perfide.

          Der bleiche Landser, der gemeine Blogleser, der brasilianische Kaffeebohnenbauer kann wählen, ob er Schmiermittel oder Sandkorn im Getriebe sein möchte, mehr aber nicht, die Räder werden sich weiter drehen. Vielleicht wird ab und an mal der Motor des Systems ausgetauscht…

          Aber immerhin kann man sich informieren und hin und wieder einen Blick in den Maschinenraum werfen (Dank an apxwn für das Lüften der Motorhaube).

        • Walter Mandl

          Nun, die Kräfte, welche beherzt die beiden großen Kriege vorbereitet, befeuert und erst ermöglicht haben, sind die selben, welche den kommenden vorbereiten.

          Das Nürnberger Tribunal wirkt insofern verhängnisvoll, weil nach gängiger (herrschender) Lehrmeinung die (1945 noch lebenden) “Verantwortlichen” zur Rechenschaft gezwungen wurden.

          Von nachfolgenden Entnazifizierungsprogrammen begleitet, festigte sich die Ansicht, “Gerechtigkeit”, “Aufarbeitung” und “Sühneleistung” sei geschaffen.

          In Wirklichkeit wurden einige Täter, Handlanger und Günstlinge des Nationalsozialistischen Apparates vorgeführt und zum größten Teil verurteilt.

          Diejenigen, welche diesen Apparat aber erst durch Zuführung massivster Finanz-, Energie- und Rohstoffmittel ermöglichten – und zum Teil sogar bis zum Frühjahr 1945 – aufrecht erhielten, blieben vollkommen außen vor. Und noch schlimmer, diese Halunken verkrochen sich nicht etwa verschämt im Hintergrund. Sie durften ihre Interessen weiter verfolgen, indem es ihnen gestattet wurde, maßgeblichen Einfluss am Ablauf des gesamten Prozessverfahrens zu haben.

          Die verheerenden zivilisatorischen und gesellschaftlichen Folgen zeitigen sich nicht erst in der Gegenwart, in der die unmittelbare Kriegsgefahr Europa wieder erreicht. Noch bevor die ersten Urteilssprüche in Nürnberg ergingen, verfilzten US-Truppen in Südkorea die Restbevölkerung, welche nach Jahrzehnten währender japanischer Okkupations-Barbarei entzivilisiert gemacht wurde. Es folgten unmittelbar blutige US-Unterdrückung jeder aufkommenden nationalistischen Befreiungsbemühung und gezielte Hinführung zum Koreakrieg. Millionen zivile Opfer fallen direkt unter US-Verantwortung. Wieder ohne Folgen für die dafür Verantwortlichen. Dieselbe Blut- und Finanzorgie folgte in Vietnam und unzähligen anderen “Schauplätzen”. Stets ohne nachteilige Konsequenzen für die Betreiber. Im Gegenteil, genau diese Art der “Interessensverteidigung” führte dazu, dass unter Missbrauch der US-Army und Nato-Alliens die VSA aktuell in über 150 Nationen militärisch präsent sein müssen, um die Interessen der Hauptnutznießer, Hauptverantwortlichen, zu wahren.

          Und nun zur eigentlichen Beantwortung Ihrer Frage:
          Dies alles war und ist nur möglich, weil die, die ich “sie” genannt habe, bisher vollkommen ungeschoren davongekommen sind. Bleibt es dabei, ist sowohl Frieden als auch Wohlstand, geschweige den Entwicklung und sogar einfaches Überleben, eine Fiktion.
          Es wäre höchst erforderlich, den Nürnberger Prozess von 1945 – unter Einbeziehung sämtlicher noch greifbarer Kriegstreiber und deren Günstlinge samt dazugehörigem Kapitalvermögen – neu aufzurollen.

          Mit aufgeklärten, verantwortungsvollen, bedachten und unabhängigen Richtern und Anklägern aus “aller Herren Länder”.

        • CCCED

          Die beiden großen Kriege kann man als Kampf der Nationen um Vorherrschaft auffassen. Oder man sieht in Ihnen das Schachspiel eines relativ kleinen Zirkels von Personen (Bankiers, Wirtschafts/Ölmagnaten). Ich weiß nicht, welche Variante zutrifft. Aber vermutlich überlagern sich beide Vorgänge.
          Ich glaube nicht, dass man diese Truppe wird fassen können: Ihnen gehören sowohl die Gerichte als auch die Gefängnisse.

        • Thomas Haug

          Da muß ich Ihnen nun wieder Recht geben. Die Verbindungen sind auf vielen Ebenen so tiefgehend, daß man eigentlich nicht von einem souveränen Staat “Deutschland” sprechen kann, sondern nach wie vor von einer Besatzungsmacht USA und einem besetzten Deutschland.

          Was das Interview des Herrn Kleber mit Herrn Kaeser angeht, so habe ich das gesehen und es ist für mich ein weiterer Beleg, wie “schäbig” und “verkommen” die deutschen Medien mittlerweile sind. Das ist keine Gedankenlosigkeit oder Recherche-Faulheit, sondern reine Duckmäuserei vor dem übermächtigen Verbündeten “USA”.

          Warum nicht einfach ehrlich sein und sagen: “Unsere (Groß-)Eltern haben damals (WK1 / WK2) so viel falsch gemacht, daß die Amis uns leider auf Dauer besetzen müssen, damit sowas nicht nochmal vorkommt.”

          Ich könnte duchaus gut mit so einem Status Deutschlands leben, wenn die USA nicht nur vorgeben würde, der Hort der Demokratie und der Menschenrechte zu sein, sondern es auch wirklich wären. Außerdem halte ich eine gewissen Kontrolle durch eine Besatzungsmacht in Deutschland für durchaus angebracht, wenn man sieht, wie tief noch rechtsradikale Ressentiments sitzen und welche Ausmaße die Hooliganszene, die klar “rechts” zu verorten ist, mittlerweile angenommmen hat. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, die ich weder der deutschen Politik, noch der Polizei und erst recht nicht unseren Medien zutraue.

          Ja, wenn die USA ein wirklich freies Land wären, “frei” nicht nur im Sinne von persönlicher/wirtschaftlicher Entfaltung, Chancengleichheit, usw., sondern auch um sozialen Ausgleich bemüht, Schutz der Schwachen vor den Starken durch eine unabhänige Justiz, dann wäre dieser Status als 51. (??) Bundesstaat der USA für mich vollkommen ok.

          Die Realität der vielen völkerrechtswidrigen Kriege der USA in den letzten Jahren, des inneren Zustands des Landes (die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, wer dagegen aufbegehrt, wandert in den Knast) und der Lügen, die uns wieder und wieder von den USA aufgetischt werden (siehe NSA-Skandal…hört man auch nix mehr davon), dürfen einen aufgeklärten Bürger aber leider nicht diesen bequemen Status akzeptieren und hinnehmen lassen, denn wenn man diese Verbrechen und diese falsche Politik nicht immer wieder kritisiert und angreift, macht man sich zum Komplizen.

        • CCCED

          Mir wäre es am liebsten, ich lebte in einem souveränen deutschen Staat, der sich in Europa einfügt, der gute Beziehungen zu Russland und auch den USA pflegt. Ich möchte nicht in einer globalisierten USA-Hegemonie-Welt leben.
          Ende_Wunschtraum

          Die USA: too many lies, too many bombs

        • Jones Bones

          Leute,

          Die Frage nach der Souveränität Deutschlands ist gelinde gesagt irrelevant.

          Ist irgendein Staat völlig unabhängig? Nein, weil jeder in wechselseitiger Beeinflussung mit anderen Staaten steht, die die ökonomischen und politischen Netzwerke zu ihrem Vorteil nutzen können.

          Ist irgendein Staat völlig abhängig? Nein, weil es immer zentrifugale Kräfte gibt.

          Wenn es also keine Ja/Nein-Frage ist, wo steht Deutschland dann?
          Es mag sein (ich bin kein Jurist, habe auch keinerlei Interesse an Jura und halte mich aus solchen Sachen raus), dass in Deutschland gewisse Besatzungsstatute immer noch gelten mögen (Konjunktiv, weil ich nicht weiß, ob dem so ist), vor allem, was die westlichen Zonen angeht und Frankreich, England und die USA bei den 2+4-Verträgen in eine eigentlich innerdeutsche Angelegenheit involviert waren (und im Gegensatz zur SU, obwohl vereinbart, ihren Rückzug hieraus nicht abgeleitet haben).

          Dennoch ist es Tatsache, dass die europäischen Staaten umso mehr den Transatlantikern trotzen und einen eigenen Kurs fahren, umso stärker sie sind.

          Die Verzahnung/Unterwanderung der Eliten mit transatlantischen Agenten ist leider (geschieht aber mindestens teilweise wegen der Globalisierung auf natürlichem Wege) in jedem Land einschließlich Russlands und Chinas vorhanden, aber je stärker die heimische Industrie, desto stärker auch die pronational gesinnten Kräfte.

          Im Westeuropäischen Vergleich ist Deutschland seit dem Ende der Ära Chiraq daher das unabhängigste Land und Frankreich auf einem Platz zwei, während die Engländer geschichtlich, politisch und von ihrem (nicht industriell, sondern auf die Börse fiksiertem) Geschäftsmodell her auch im Bezug auf ihre nationalen Interessen eng mit den Amerikanern verbandelt sind und traditionell mit den Kontinentalisten im Streit.
          Schaut man hingegen auf die skandinavischen und baltischen Länder, so kommt mir persönlich das Grauen.
          Dänemark beispielsweise verkauft sein Erbsilber/seine Staatsunternehmen (Energieunternehmen DONG & das heimische elektronische Zahlungssystem NETS) einschl. sensibler Personendaten aller dänischen Bürger und mit Sonderprivilegien an die Heuschreckenbank Goldman-Sachs, obwohl von heimischen Versicherungsgesellschaften, die übrigens traditionell langfristig denken, ein besseres Angebot kam, und hat bei jedem lausigen Krieg nicht nur teilgenommen, sondern sogar sich um eine Vorreiterrolle bemüht. Gerade bei Libyen waren die Dänen überdurchschnittlich aktiv.

        • kaumi

          Jones,
          es ist ja nichts einzuwänden gegen deine Behauptung, die Frage nach der Souveränität eines Landes sei irrelevant, da ja praktisch keine Staaten dieses Globus` unabhängig seien… allein die Verknüpfung erscheint mir nicht zulässig.
          Wenn Staaten souverän ihren politisch-wirtschaftlich abhängigen Kurs wählen, dann ist es die eine Sache. Wenn sie aber unsouverän dies tun, dann dürfte das Ergebnis hin und wieder durchaus unterschiedlich ausfallen.
          Wenn Obama in Rammstein im Jahre 2013 vor versammelten US-Truppen sagt, dass “Deutschland ein besetztes Land war, ist und bleiben wird”, dann muss man zum Schluß kommen, dass unseren “gewählten” Vertretern ein sehr enges Verhandlungs- und Entscheidungsspektrum, zum Wohle des Volkes, zur Verfügung steht.
          Stell` dir mal vor, wir Deutschen würden mal auf die Idee kommen, uns blockfrei etablieren zu wollen: raus aus der Nato, gut ausgebildete, defensiv-ausgerichtete Verteidigungsarmee gründen, weiterhin unseren wirtschaftlichen Kurs fahren… als souveräner Staat trotz Abhängigkeiten durchaus möglich, als “besetztes, unsouveränes Land”, niemals.
          Was ich sagen möchte: es gibt souveräne Staaten auf dieser Welt, und nicht-souveräne Staaten. Alle sind diagonal miteinander in Abhängigkeiten vernetzt. Der Unterschied liegt aber darin, dass Deutschland z.B. keine essentiellen Richtungswechsel vollführen darf/kann und somit seine Abhängigkeiten diktiert bekommt, wogegen ein unabhängiger Staat (z.B. GB) sich seine Abhängigkeiten frei wählen darf. Fundamentaler Unterschied!

        • CCCED

          Mir fällt aktuell kein Beispiel für eine souveräne Politik Deutschlands ein. Im Zweifel fällt die Entscheidung für die USA und gegen die eigene Bevölkerung.

          Die Souveränität eines Staates ist immer vorhanden, auch wenn der Staat selbst sie nicht ausübt: sie wird dann vom beherrschenden Staat ausgeübt.

        • Jones Bones

          CCCED & @kaumi:

          Ich kann euch auf Anhieb 2 Beispiele liefern: Irak & Libyen.

          Das von den Alliierten nicht besetzte Dänemark hat beide bombardiert, die BRD hingegen nicht.

          Was ich aber sagen wollte, war, dass man mit der Argumentation hinsichtlich 1945 und irgendwelchen Besatzungsstatuten, SOLLTEN die überhaupt noch gültig sein, die keine Rolle spielen, weil das wahre Übel ja die transatlantischen Agenten sind.

          Und hier spielt sich in Deutschland das genau gleiche Drama wie in Frankreich oder auch in Russland ab.
          Ist Russland von den USA unabhängig? Die meisten werden mit einem Ja oder einem beherzten Jein antworten.
          Unbestreitbar ist ja, dass die Konzerne mit steigender Größe auch einen größeren Einfluss auf die Politik haben, und in ihrer Gesamtheit die deutsche Politik in weiten Teilen fast diktiert.
          Ebenso ist allen bekannt, dass die deutsche Wirtschaft zu den ganz großen Verlierern in Europa gehört.
          Tut die deutsche Industrie ein für sie schädliches Verhalten stützen oder fördern? Nein, natürlich nicht.
          Und hier spielt rein, dass die deutsche Wirtschaft keinesfalls mit einer Stimme spricht, wie es von Kommunisten mit ihrem Arbeiter-vs.-Bourgeoisie-Klassenkampf kolportieren.

          Auch die deutsche Wirtschaft ist zerfasert und lässt sich in dieser Frage grob in zwei Richtungen teilen.
          Die transatlantischen Kräfte sind natürlich nicht unter den Verlierern, haben ihr Geld meist international hochmobil angelegt, auf dass es sich vermehre wie die Heuschrecken, es gibt aber auch Geschäftsbereiche, die vom deutschen Export weitgehend unabhängig sind.

          Die Regierung muss also stets zwischen nationalen und transatlantischen Interessengruppen moderieren, bzw. ist selbst Teil des Tauziehens zwischen den Interessengruppen.
          Und hier sind die nationalen Kräfte den Transatlantikern hoffnungslos unterlegen, die ein Monopol über “Sturmgeschütze der Demagogie” verfügen, also die ausschließlich transatlantisch agitierenden und volksverhetzenden Medien, die auch deshalb zu den Kriegsgewinnern zählen, weil beispielsweise der Spiegel in diesem unruhigen Jahr seine Auflage zum ersten Mal seit langem im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern konnte. Diese Medien sind kaum noch wirtschaftlich und schreiben meines Wissens vor allem Verluste.
          Der Gewinn an politischer Einflussnahme ist den Transatlantikern dieses Plus an Einflussnahme jedoch wert.

          Die deutsche Bundeskanzlerin ist allen Anscheins nach ebenso wie ihr Vorgänger eher national orientiert, hat aber in meinen Augen deutlich an Einfluss verloren.
          Beispielsweise war ihr Kurs im Verhältnis zur Ukraine (unabhängig von den Intrigen bsw. der Konrad-Adenauer-Stiftung) doch lange Zeit sehr zurückhaltend.
          Die zwei letzten Bundespräsidenten Köhler & Wulff sind beide ihre Wahl gewesen, von der versammelten Pressemeute aber in Wochen & Monate andauernden Hetzkampagnen aus dem Grund gejagt waren. Die offiziellen Ursachen waren hierbei Nichtigkeiten und die Botschaft klar: Wenn du, Angela, diese Männer nicht ersetzt, dann ersetzen wir dich bei der nächsten Wahl eben mit.
          So kam es, dass die Merkel schließlich dem eher schlecht als recht als Friedenstaube getarnten Falken Gauck schließlich akzeptierte.
          Ins Spiel gebracht wurde er von der rechtsextremen Zeitung “Die Welt”, die ihn SPD und Grünen schmackhaft machte, ehe er dann von der versammelten Journaille hochgehyped wurde.

          Versteht ihr, was ich euch so umständlich sagen will? Dass wieder das Ganze nicht monolithisch ist, dass es bei denen da oben keineswegs alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Dass es dort Machtkämpfe gibt, die wir aber leider verlieren.
          Dass Deutschland und Frankreich insofern die freiesten Länder in Westeuropa sind, dass sie als einzige über eine starke Industrie verfügen, die den Transatlantikern Widerstand leisten kann, auch wenn sie verliert.
          Überhaupt wird Deutschlands Stern am Sinken sein, wenn die mittelständischen Betriebe, die Deutschland überhaupt erst so groß gemacht haben, wegen TTIP & Co. wegsterben werden. Die haben so gut wie keine Lobby.

        • CCCED

          Jones Bones, die von Ihnen angeführten Beispiele greifen nicht wirklich, nehmen wir das Beispiel Irakkrieg:
          Vordergründig hat sich Schröder gegen eine Beteiligung am Irakkrieg ausgesprochen. Das war aber nicht mehr als eine Wahlkampfaktion. Was wäre gewesen, wenn Deutschland souverän gewesen wäre? Dann hätten die amerikanischen Truppen nicht von ihren wichtigsten europäischen Basen, nämlich den deutschen, operieren können, da die deutsche Regierung es nicht erlaubt hätte. Also keine Benutzung der Flughäfen, der logistischen Drehscheiben, der strategischen Planungsstellen, der medizinischen Einrichtungen und so fort. Der Irakkrieg wäre so nicht möglich gewesen. Die Beteiligung deutscher Soldaten an AWACS-Flügen und an der Zielaufklärung fällt demgegenüber kaum ins Gewicht. Mit dem Lybien-Krieg verhält es sich ähnlich.

          Es ist doch einfach: je weniger Souveränität ein Land besitzt, desto einfacher zu manipulieren ist es. Auch souveräne Länder werde jederzeit von “Ihnen” manipuliert: Durch farbige Revolutionen, durch offene Putsche, durch Wirtschaftskriege, mediale Begleitkampagnen, zur Not oder gerne auch mittels schlichter Angriffskriege. Das sollte aber kein Grund sein, Souveränität für unwichtig zu halten.

          Ihre Analyse der wirtschaftlichen globalen Zusammenhänge finde ich richtig und gut gelungen. Leider haben sie auch Recht was die vermutlich negativen Aussichten der traditionell produzierenden und exportierende Industrie Deutschlands angeht.

        • Jones Bones

          Souveränität ist ein völkerrechtlich recht strikt definierter Begriff und bedeutet nichts anderes als das Recht auf Selbstbestimmung.
          Dieses Recht hat die BRD ebenso wie andere Staaten. Es nutzt dieses Recht nicht, wie es sollte, das ja. Es kann dieses Recht (vielleicht) nicht (immer) nutzen, weil die Transatlantiker zu mächtig sind, das ja. Aber aus juristischer Perspektive hat es meines Wissens dieses Recht, weil die Besatzungsstatute nach meiner Kenntnislage nicht mehr gelten. Und selbst wenn sie gelten würden, diese Möglichkeit lasse ich mal zu, denn ich bin kein Jurist und kein Staatswissenschaftler, dann wären sie nicht das Entscheidende.
          Daher mein Verweis auf andere NATO-Staaten, die mit Sicherheit de jure souverän, und de facto wie die deutschen auch, weil die entscheidungsfällenden Organe (bsw. Bundestag & Bundesregierung) nach wie vor bestehen und nach wie vor die bekannten Kompetenzen haben, sie sind nur hochgradig korrupt.
          [Hierbei lasse ich das Thema EU und andere internationalen Organisationen aus, wo durchaus mehrfach die Aufgabe von Teilen der nationalen Souveränität stattgefunden hat]

          Mein Einspruch mag aber sehr an Fliegenspalterei erinnern, denn wenn Sie “Souveränität” mit “Unabhängigkeit” ersetzen würden, dann könnte man zu einem Kompromiss kommen. Ersteres ist jedoch nicht das selbe wie das zweite, sondern seit 1648 einer recht strikten Definition unterworfen.

          [Ich bleibe bei diesem Post vorsichtshalber beim Sie, aber könnten wir nicht aufs Du umschwenken? Der Einfachkeit halber, außerdem ist das für mich als Dänen äußerst ungewohnt]

        • CCCED

          Gerne zum Du.

          Deine Position ist, wenn ich sie richtig verstehe: trotzdem Deutschland und andere Länder de jure Souveränität besitzen, handeln sie nicht immer souverän, da sie transatlantisch verzahnt sind, also ist die Souveränität auf dem Papier nicht das Problem und letztlich unwichtig.

          Meine Position dagegen: entscheidend ist, dass ein Staat de facto unabhängig und in Selbstbestimmung handelt, dazu gehört, dass es so auf dem Papier steht (de jure), aber natürlich und vor allem auch, dass er es tatsächlich so tut (de facto, also die umgesetzte Tat).

          Ich glaube aber, wir sind jetzt in Gefahr, in eine unnütze Diskussion um Begriffe abzudriften. Diese Diskussion können wir doch den Juristen überlassen. Wir sind uns doch einig, glaube ich, dass wir es für wünschenswert halten, wenn Staaten ihre Souveränität nützen würden, um die Interessen ihrer Bürger zu vertreten und nicht die Interessen von global agierenden Konzernen oder Banken oder eben der Hegemonialmacht USA.

        • Jones Bones

          Jupp, mit deinem letzten Post stimme ich 100% überein.
          Klar hat das “de jure” ebenfalls seine Bedeutung, ist aber selten das drängende Problem, sondern die Fakten werden erst geschafft und bekommen dann eine rechtliche Grundlage.
          Mich erinnert halt solches Gerede von fehlender Souveränität oft an die Diskussion, die man hin und wieder mitkriegt, wonach Deutschland keine Souveränität und wegen fehlender Verfassung und wegen des nicht aufgelösten deutschen Reiches und und und.
          Was mir alles zu weit hergeholt ist und ich deswegen Abgleitungen auch dadurch verhindern möchte, dass ich eben darauf verweise, dass dieser Zustand erst einmal keine Rolle spielt. Weil, wie wir uns einig sind, die Verzahnung von Teilen der deutschen Elite das Problem ist, und diese ihren Gegnern bislang leider überlegen.

  • Hans mein Igel

    @CCCED
    Herzlichen Dank für das Kompliment auf meine kleine und grobe Schau von 70 Jahren Geschichte.
    Was mir an der Sache stinkt, ist, dass Moskau weder seine Überfallkriege auf Finnland noch auf Polen und das Baltikum thematisiert, sondern so tut, als hätten diese Raubkriege niemals stattgefunden. Die USA benutzen diese Verdrängungsstrategie Moskaus natürlich im diplomatisch-erpresserischen Sinne. Das Thema ist also zweitrangig und nur ein heuchlerisches Moment zwischen den Alliierten gegen Deutschland (BRD) bis heute; aber ohne Einigkeit. Es ist also das eingetreten, was der letzte deutsche Reichskanzler, Karl Dönitz, ganz klar prognostiziert hat.
    Und es lässt sich hin und wider wenden: Wenn Moskau mit der Lüge nicht Schluss macht, wird Russland untergehen, schlichtweg deshalb, weil die USA tausendmal raffinierter lügen und betrügen kann.

    • sina

      Der Massenmörder, Nazi und deutsche Imperialist Dönitz ist sicher nur für alte und neue Nazis ein politischer Maßstab und von sonst niemanden.

    • CCCED

      @Hans im Igel: Hmmm, Nürnberg war ein Versuch der Siegermächte, Gerechtigkeit zu schaffen. Die Weltordnung für die Zeit nach dem II. Weltkrieg wurde dort jedoch nicht festgelegt, sondern hauptsächlich in den Konferenzen von Teheran 1943 (Anmerkung: der Iran wurde 1941 völkerrechtswidrig durch britische und sowjetische Truppen besetzt), Jalta 1945 und Potsdam 1945.
      Es finden sich sicherlich viele historische Beispiele für imperialistisches Handeln Russlands bzw. der UDSSR. Wie gesagt, in den letzten Jahren verfolgt Russland aus meiner Perspektive jedoch eine relativ vernünftige und faire Politik.

      @gradischnik: wenn Sie wüssten… :-)

  • jens frank

    Vielen Dank für die schnelle Übersetzung. Es ist meiner Meinung nach diplomatisch-orangenes Lügen, gerade jetzt nicht endlich eine Aufklärung des 11. September zu fordern. Wie lange soll das denn noch so weitergehen? Einer muss endlich mal den Anfang machen. Wer sonst¿

  • Tabor38 .

    Leider lässt Putin, wie so oft wichtige Punkte unbesprochen und es wirkt eher wie ein Trunk für Nichtwissende und Möchtegernaufgewachte und Halbwahrheitssucher.
    Wenn Herr Putin über nationale Souveränitäten spricht sollte er auch ausführen, worauf sie beruhen, worauf also Recht beruht. Nämlich dem völkerrechtlichen Subjekt in seiner Wechselbeziehung zu den gültigen natürlichen Rechtspersonen.
    Und INTERNATIONALES RECHT? Hier eine klar Irreführung Putins, in der er das Lügen- und Unrechtsgebilde der Möchtegernwelteliten mit trägt..
    denn, was ist denn international gültiges RECHT?
    Gültiges Recht muss von unten nach oben aufgebaut sein im Sinne des oben angesprochenen unauflöslichen Rechtsverhältnisses des Souveräns, also der natürlichen Rechtsperson zum Völkerrechtssubjekt und aus diesem heraus eine Legitimation für das internationale Recht, nämlich auf den unteren Rechten fußend und von diesen autorisiert.
    Dies jedoch ist zu KEINER ZEIT PASSIERT!
    Hier hätten wir bisher einzig als legitim zu bezeichnendes Recht das Völkerrecht, das eine gewisse gültige Rechtsableitung hat und überall da gilt.

    Nun ist aber das VÖLKERRECHT NICHT DAS UN-RECHT und die UN vertritt auch nicht das Völkerrecht, sondern ein UN-RECHT, was das Völkerrecht als Arbeitsgrundlage hat, aber nicht dieses ist.
    UND DAS UN-RECHT IST GAR KEIN RECHT. Die UN kann das Völkerrecht nicht vertreten, da dessen Vertretung der Völkerbund ist und die UN nicht sein Rechtsnachfolger.
    Die UN IST DAS HEUTE ALS WAS SIE GEGRÜNDET WURDE- DIE FEINDSTAATEN DEUTSCHLANDS und wird dies bis zu IHREM ERLÖSCHEN SEIN.
    Das ist auch der Grund, warum es KEINE KRIEGSERKLÄRUNGEN MEHR GIBT und Kriege wie von TOLLWÜTIGEN HUNDEN ENTFESSELT WERDEN-JENSEITS ALLEN RECHTES!
    Die EXISTENZGRUNDLAGE DER UN IST DER KRIEGSZUSTAND GEGEN DEUTSCHLAND!
    Ohne diesen Kriegszustand muss sie erlöschen.
    DIE BRD hat sich als SONDERMITGLIED DER UN, ebenfalls zum FEIND DEUTSCHLANDS ERKLÄRT.
    Die BRD ist also DER FEIND JEDER NATÜRLICHEN DEUTSCHEN RECHTSPERSON und hat dafür gesorgt, dass man als BRD-MITGLIED FEIND
    seiner EIGENEN RECHTSPERSON IST
    FEIND SEINER KINDER IST
    FEIND SEINER MUTTER IST
    FEIND SEINES VATERS IST
    FEIND SEINER BRÜDER UND SCHWESTERN IST.

    Nicht im übertragenen Sinne, sondern als unumstößlicher Fakt.

    Was heißt das?
    Das heißt, dass wenn es je Recht geben soll, dafür die UN erlöschen muss, wenn dann der KRIEGSZUSTAND DER WELT BEENDET IST-DEN DIE UN FAKTISCH DARSTELLT SO WIE DIE BRD DEN FAKTISCHEN KRIEGSZUSTAND GEGEN DEUTSCHLAND DARSTELLT und die BRD ERLÖSCHEN muss für die SOUVERÄNITÄT DEUTSCHLANDS.

    Und so liegt das Heil der Welt im völkerrechtlichen gültigen deutschen Subjekt, DEM DEUTSCHEN REICH, das garantiert ist und existiert durch seine natürlichen Rechtspersonen, welche in der unauflöslichen Wechselbeziehung ihrerseits ihre unauflöslichen Rechte aus dem völkerrechtlichen Subjekt beziehen!

    Und das ist das unüberwindbare Hindernis für die internationalen Rechtsbrecher und macht alles zu einem illegalen Akt, was sie schufen.
    Denn der üble TASCHENSPIELERTRICK internationale SCHEINRECHTE ZU SCHAFFEN und als GÜLTIGES RECHT auszugeben UND mit diesen illegalen, kriminellen SCHEINRECHTEN hinterher DIE GÜLTIGEN RECHTE DER NATÜRLICHEN RECHTSPERSONEN auszuhebeln funktioniert nur solange die Menschen in DUMMHEIT UND NICHTWISSEN UND FEIGHEIT IN DER WAHRNEHMUNG IHRER RECHTE VERHARREN!

    Wenn Herr Putin das sagt, was ich hier dargelegt habe…dann können wir weiter reden über Herrn Putin, denn dann ist er in der Wahrheit.

  • matthias

    Steht auf für den Weltfrieden ! –
    Stand up for world peace ! -
    Вставайте за мир во всем мире !

    Was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir zusammen, singt Xavier Naidoo schon treffend!

    Hallo zusammen,

    wenn ihr keine Chemtrail’s wollt, ein anderes Geldsystem, Frieden
    in Europa und dem mittleren und nahen Osten, eine UNO die nicht
    von fünf Ländern bestimmt wird ……. ja dann …..

    …. ändern sich die UNO-Statuten und damit die Entscheidung der
    fünf Hauptalliierten (dann kann die Mehrheit der Völker der Welt
    bestimmen), das Bretton-Woods-Abkommen von 1944,
    (Abmachung über den Dollar als Weltwährung) der Internationale
    Währungsfond, IWF usw. und damit das weltweite Währungssystem !!

    Voraussetzung ist einzig: Das Deutsche Reich mit seinen
    Bundesstaaten aus der Zeit vor 1914 bekommt für den WK I
    und die Fortsetzung des WK II ab 1939 den Friedensvertrag!
    Alle Verträge von damals sind dann obsolet !

    Wir wären frei und wieder souverän und die Welt befreit.

    Alles was die Welt in Fesseln hält ist in den Verträgen der
    Alliierten vor und nach dem WK II zu suchen. Auch das SHAEF-
    Gesetz gehört dazu !!

    Ohne Friedensvertrag werden wir kein souveränes Land und
    bleiben die Kolonie der Alliierten. (Hauptalliierter die USA)

    Ohne Friedensvertrag sind mit uns laut SHAEF-Vertrag von
    1944 alle von Deutschland und den Alliierten besetze
    Gebiete noch unter Kriegsrecht. Dazu gehört auch die
    Ukraine. (SHAEF-Vertrag Art. 52 Kontrolle und Beschlagnahmung
    von Vermögen) !!

    Mit einem Friedensvertrag fällt die Feindstaatenklausel der UNO
    weg. Es gibt dann keine Veto-Mächte mehr – sondern nur noch
    Mehrheitsentscheidungen der Länder dieser Erde !!

    Вставайте за мир во всем мире!
    Russische Version

    http://youtu.be/xx3phyLTLyA

    Steht auf für den Weltfrieden !
    Deutsche Version:

    Stand up for world peace
    Englische Version:

    Eine Information der Gemeinde Neuhaus in Westfalen -
    Spread this message ! – Распространяй это послание !
    Bitte weiterverbreiten – weiterleiten ……. Gruß matthias

  • Helga Müller

    Danke an Wladimir Putin.
    Danke an das russische Volk.
    Ich schicke diese Rede gerne weiter.

  • Nicole Busch

    Tabor 38 schreibt über “Nichtwissende”, hier sind ein Paar Informationen für die, die mehr wissen wollen:

    Ukraine: was unsere Medien uns verschweigen.

    Das ungeheuere
    Verbrechen in Odessa

    Am 2 Mai in der
    ostukrainischen Stadt Odessa wurde ein Zeltlager der „Anti-Maidan“ Bewegung von
    den Rechtsradikalen überfallen. Die Demonstranten retteten sich in einem
    Gewerkschaftshaus. Ausgänge wurden zubarrikadiert, das Gebäude wurde mit
    Molotowcoctails angezündet. Im Gewerkschaftshaus sind 38 Menschen lebendig
    verbrannt, 15 Menschen erstickt, 8 Menschen in den Tod gesprungen, etwa 20
    Menschen wurden erschlagen, einige nach dem sie, verletzt, dem Feuer entkommen
    waren! Videoaufnahmen von diesem Grauen dürfen keine Menschen mit schwachen
    Nerven anschauen (die, die sich für stark genug halten, finden sie im Internet).
    Die Feuerwehrautos wurden erst nicht rausgeschickt und dann nicht
    durchgelassen. Nur prorussische friedliche Demonstranten sind ums Leben
    gekommen. Die Täter: der „Rechte Sektor“ (der Name sagt schon alles), der
    zusammen mit dem Präsidenten der Ukraine Poroschenko das Land regiert. Die
    Menschen, die dieses Massaker überlebt haben, wurden verhaftet. Bis jetzt wurde
    keiner der Täter bestrafft! ARD berichtete über „einen Hausbrand“: „Auseinandersetzungen zwischen
    Anhängern der Kiewer Zentralregierung und pro-russischen Separatisten: Einige
    Menschen seien vom Rauch erstickt worden, andere seien aus dem Fenster
    gesprungen und dadurch gestorben.

    Demokratie auf
    „Ukrainisch“ oder „Mülltonnen-Lustration“

    Haben Sie schon mal in einem Medien-Bericht über Lustrationsgesetz
    (in Kraft getreten am 16.10.2014 ) und deren Umsetzung in der Ukraine etwas
    erfahren können? Schade! So werden dort die „demokratischen“ Wahlen am 26.
    Oktober vorbereitet. Offiziell heißt die „Lustration“: die Säuberung des
    Regierungsapparates.
    Genutzt wird sie aber, um den Druck auf die politischen Konkurrenten
    auszuüben. Die politischen Gegner oder auch Menschen,
    die keine negative Einstellung zur Volkswehr im Süd-Osten des Landes zeigen,
    werden von den Aktivisten des „Rechten Sektors“ aufgegriffen und mit brutaler
    Gewalt in die Müllcontainer gestopft. Ein Oberarzt war bei einer solchen Aktion
    direkt im Müllcontainer, begossen mit Jodlösung, gezwungen worden, seine
    Kündigung zu unterschreiben. Am 22.10.2014 hatte Kanal Euronews Nestor Schufrytsch, ein prominentes Mitglied
    der ehemals regierenden Partei der Regionen, gezeigt, der in Rada eine Rede
    hielt. Ein Verband auf seinem rechtem Auge wurde nicht erklärt, was durchaus
    von Bedeutung gewesen wäre: er wurde am 30 September in Odessa schwer verprügelt
    (Gehirnerschütterung, Augenverletzung) beim Versuch, ihn in den Müllcontainer
    zu befördern. Solche „Säuberungen“ finden landesweit statt! Warum sehen wir das
    in keiner Nachrichtensendung? Passt das nicht zu der Idee der demokratischen
    Werte, die wir in die Ukraine getragen haben?
    Ein Nazi-Feiertag

    Am 14. Oktober wurde
    von der jetzigen Regierung ein nationaler Feiertag eingeführt – es ist der Tag
    der Gründung der UPA, der berüchtigten Ukrainischen
    Aufständische Armee (militärische Flügel der „Organisation Ukrainischer
    Nationalisten“ , Bandera-Fraktion ). Sie wurde 1942 in Wolhynien gegründet und
    existierte bis etwa 1956. Es wurden von der UPA in Wolhynien und Ostgalizien
    zahlreiche Massaker an der polnischen Bevölkerung begangen. In der Zeit von
    1942–44 wurden allein in Wolhynien schätzungsweise 35.000 bis 60.000 ethnische
    Polen, und unter Einschluss der übrigen Gebiete der Ukraine möglicherweise bis
    zu 100.000 ermordet und jüdische Pogrome durchgeführt.

    Dabei wurden Frauen und Kinder gefoltert und abgeschlachtet.
    Den Kindern wurden die Leiber aufgeschlitzt, sie wurden an die Bäume genagelt!
    Es gibt genügend Fotodokumentationen darüber. Und jetzt vernichten die Nazibatallione
    unter der Fahne Banderas Zivilbevölkerung in der Ostukraine! (Massengräber,
    Beschuss der Städte mit Kassettenbomben und ballistischen Raketen!). Auf dem
    Territorium der Ukraine sind schon mit EU Geldern (!) Konzentrationslager
    gebaut, die auf die Menschen aus Donezk und Lugansk warten! Wie lange kann Europa die Regierung, die
    so etwas zulässt, unterstützen und über den Genozid der Bevölkerung dort
    schweigen?!

    Ukraine ist verkauft!

    Schaut mal hin, warum es Krieg in der Ukraine gibt: einfach
    bei Wikipedia eingeben – Schiefergas Ukraine, ” Shell” und
    “Chevron” (das beliebte “Fracking”). Es steht ÖFFENTLICH!!!:
    die Ukraine ist längst verkauft!!! (2013 die Verträge unterschrieben). Diese
    beiden Erdöl Konzerne haben sich das Territorium von Donezker und Lugansker
    Regionen (die jetzt für ihre Unabhängigkeit kämpfen) für 50 Jahre für die
    Schiefergasausbeutung gesichert! Deswegen soll die Bevölkerung dort ausgerottet
    werden und wir, als Amerikas Freunde, sollen alle brav die faschistische
    proamerikanische Regierung von Poroschenko unterstützen. Gibt es denn nur in
    der “Anstalt” (ZDF) Menschen, die denken können?!!

    So werden die Lügner
    belohnt

    Tagesschau: „Die Moskau-Korrespondentin der ARD, Golineh
    Atai, ist am 22.10.2014 mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet
    worden. Die Jury würdigte sie wegen ihrer persönlichen Zurückhaltung und der
    akribischen Ernsthaftigkeit.“ In der Diskussion vor der Preisverleihung
    erzählte sie über die Reflektion und Berichtszusammenfassung der Geschehnisse
    auf dem Maidan: „ Das müssen wir irgendwie verkauft kriegen“. Ja, SOLCHE
    „Berichte“ muss man erst verkauft kriegen! Die Dame ist schon lange für ihre Lügengeschichten
    bekannt! Und in Deutschland verleiht man dafür Preise!

    N.B

    • Walter Mandl

      Liebe Frau Busch, auch wenn Ihre ausführlich beschriebenen Verbrechen und Entwicklungen in der Ukraine – zumindest in diesem Forum – bereits bestens bekannt sind und breit diskutiert wurden, bedanke ich mich für Ihre gute Zusammenfassung! Unrecht, Gesetzlosigkeit und schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen nicht zum Gegenstand tagesaktueller Empörungen verkommen.

      • Nicole Busch

        Lieber Herr Mandel, bis vor ein paar Monaten war ich ein apolitischer Mensch gewesen. Ist auch kein Wunder, wenn man nur die Nachrichten im Fernsehen anschaut. Deswegen habe ich auch keine Ahnung, was und wo schon diskutiert wurde. Mich freut es sehr, das es doch Menschen gibt, die nicht wegschauen wollen! Leider gibt es immer noch zu wenig davon. Solche Verbrechen dürfen nicht verschwiegen und vergessen werden. Aber die meisten (auch gebildete) Menschen, merken es gar nicht, welche künstlich produzierte Meinung sie vertreten. Daraus resultiert eine allgemeine gefährliche Einstellung, die mitten in Europa einen Krieg antreibt!

        PS: Nach der Rede von Wladimir Putin gab es eine Pressekonferenz, die war nicht weniger spannend, als die Rede selbst!

        • Ja, nach der Rede gab es noch eine Fragerunde, die war sehr gut – und von dort kam auch der überwiegende Teil der Zitate in den Medien. Die wollte ich bei Gelegenheit noch nachreichen.

  • S. Matt (triangolum)

    Also wenn ich diese Putin Rede mit der Rede vom Ex-Präsidenten des Irans vergleiche, mal die ganzen Blumigen Passagen streiche, dann bleibt klar der iranische Ex-Präsident als Sieger.

    Da es hier nicht um das Gewinnen eines Titel mit bessere Rede geht ist klar aber es geht um das was erreicht werden soll und mit der Putin Rede mag es einiges geben was richtig dargestellt wird aber am Status von heute nicht rüttelt.

    Da ist mir der iranische Ex dann um Welten lieber. Nicht nur sagt dieser klar und deutlich wie was wo warum passiert sondern auch das diese Gründe auch noch meist Konstruiert, Überhöht oder genau so gewollt sind. Putin dagegen hat, wie hier schon in den Kommentaren zu lesen ist, Angst gefressen zu werden. Und das ist für mich zu wenig.

    Wo ist den nun die enge Kooperation mit dem Iran? Ich verstehe nicht wir Russland diesen natürlichen Partner nicht endlich die Hand reicht uns ganz klar sehr eng an sich bindet auf genau der Grundlage die ein Putin hier die ganze Zeit schwafelt.

    Wenn er das nicht kann weil er es nicht will so scheint er weiterhin darauf zu hoffen die USA werden umsteuern. Darauf kann er lange warten und das muss er wissen. Wenn er es nicht macht weil es einen Block im Kreml gibt der das nicht will so ist er zu Schwach dafür und damit auch für alles kommende.

    Die USA verlieren eventuell mal eine Partie aber ganz sicher verlieren die USA und die Interessen und Gruppen hinter dieser nicht das Spiel. Im Gegenteil, es wird jeden Tag ein Stück schlechter für Russland & Co. dieses Spiel und damit die Zukunft zu gewinnen. Und das bedeutet für uns Sklaverei und schlimmer.

    Wenn ich mir die Politik und Bündnistreue des Irans anschaue so ist diese unter schwersten Bedingungen trotzdem hervorragend. Wo ist bei Russland dies so zu sehen? Wo? Der Iran hat eine bessere wirtschaftliche Entwicklung genommen, hat die bessere Bildungs- und Sozialpolitik und hat die bessere Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik.

    Wenn der Iran durch den jetzigen Präsidenten gekauft werden sollte kann Russland einpacken. Billiges Öl und Gas zu Plünderpreisen für China & Europa. Super… und dazu noch eine nette Flanke mehr. Und wird es nicht gekauft weil der innere Widerstand es verhindert dann wird der Iran anders aus dem Spiel genommen.

    Warum begreift Russland nicht das dies tödlich sein wird für einen selber? Und das liegt auch an Putin wenn dies so kommt. Warum keine S-300 für den Iran? Warum nicht für das Öl? Warum nicht moderne Eisenbahn Loks und Wagen aus dem Iran? Dafür die Modernisierung der Öl & Gas Anlagen? Russland braucht Maschinenbau? Der Iran kann liefern. Russland braucht Ausgebildete Menschen? Warum keine Kooperation wie mit Indien in vielen Bereichen. Nicht nur Militärisch?

    Seit Jahren hören wir die Reden von Larow und Putin. Nichts ändert sich, Nichts! Der Gegner kann Plündern, Morden, Zerstören und die Punkte machen. Was macht Russland? Schlafen…

    Ja, Putin rettete Russland vor den Zerfall. Ja, Putin ist wichtig für Russland im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Bereich wie auch für die Stärke des Militärs. Aber es hat gravierende Rückstände und die sind nicht nur beim Militär zu finden sondern in der Wirtschaft, der Industrie und auch in Sachen Außenpolitik.

    Ohne einen Partner auf Augenhöhe der in so vielen Bereich wie der Iran dem Putin Russland so viel an Ergänzung geben könnte ist Russland verloren und damit alle Reden Schall und Rauch.

    Folgt auf dieser Rede nicht dies oder was ähnliches können wir die Hoffnungen begraben.

    • Ruth
    • CCCED

      Putin ist meiner Meinung nach zu Recht vorsichtig und zurückhaltend. Ihm werden sowohl von außen- als auch innen rote Linien gesetzt: im wirtschaftlichen, geopolitischen und medialen Bereich. Je weiter er in diese Linien hineindrückt, desto stärker wird der wirtschaftliche Konflikt verschärft bzw. wird der Konflikt auf die militärische Ebene verlagert.

    • Spion Stirlitz

      Ach ja,
      Sie sprechen mir einfach nur aus der Seele. Ich habe es schon aufgegeben mit Kommentaren hier, lese (fast) nur noch mit. Diese “Geduld” und das angeblich verschlagene Taktieren von Putin&Co. halte ich für Kaffeesatzleserei und eher wishfull thinking.
      Sie haben vollkommen Recht! Das Warten und Zaudern engt Russlands Optionen jeden Tag ein bisschen mehr ein. Mich erinnert das alles fatal an Stalins zögern im Juni 1941.
      Warum Putin stets von “Partnern” spricht erschließt sich mir nicht. Dieses schleimige Anbiedern wird im Westen gar nicht mehr kommentiert und wahrgenommen. Hier reden alle vom “Reich Putins” etc. Auch die Sprache ist doch Teil der Psychologie und ganz besonders auch der Propaganda.
      Man darf sicher nicht außer Acht lassen, dass die Achse Russland-Iran von einflußreichen russischen Juden im Kreml sicher nicht gern gesehen wird. Israel und Russland haben engere Bindungen als wir hier glauben. Viele Israelis sind ausgewanderte russische Juden. Diese Wechselwirkungen “Tel Aviv – Moskau” sollte man evtl. nicht vergessen.
      “Der Gegner kann Plündern, Zerstören, …” – natürlich kann er das – weil er das Lügenmonopol über die Kontrolle aller globalen Medien hat. Das weiß man auch im Kreml. Propagandistisch ist da kaum etwas zu machen. Selbst diese Valdai-Veranstaltung wurde in den MSM gar nicht berichtet, obwohl viele europäische Politiker anwesend waren. So sieht totale Dominanz aus!
      Und was macht der Chinese – der “strategische Partner” Russlands? Nix! Lächeln, Frühlingsrollen und Nudeln essen, Geschäfte machen und für Uncle Sam I-Phones schrauben. Es macht mich bald nur krank.

      Wo ist die Blockbildung und geschlossene Achse die z.B. mal Gegensanktionen verhängt?

      • Otto Kern

        Lieber Spion Stirlitz,

        überlassen wir es doch dem Westen Putin zu beschimpfen, (die Ukrainer haben das Wort Putler erfunden, Timoschenko will ihn sogar eigenhändig erschießen). Putin hält sich an die diplomatische Etikette und haut nicht wie Chruschtschow mit dem Schuh auf den Tisch.

        Und was die Chinesen anbelangt: China betreibt eine interessenorientierte Außenpolitik. Im Rahmen dieser interessenorientierten Außenpolitik stützt China die Politik Russlands. Man braucht nur Global Times zu lesen.

        Eine Anmerkung zu Israel: Israel hat sich an der UNO-Abstimmung über die Verurteilung Russlands in Sachen Krim nicht beteiligt. Es glänzte durch Abwesenheit (=Enthaltung) und beteiligt sich auch nicht an den Sanktionen gegen Russland. Dies wird von unseren MSM auch nicht berichtet. Im Gegenzug ist Israel auch von den russischen Gegenmaßnahmen im Obst- und Gemüsebereich nicht betroffen. (selbstverständlich bezieht RU auch aus den Palästinensergebieten Obst und Gemüse).

        Otto Kern
        37412 Herzberg-die Esperantostadt

        • Spion Stirlitz

          Lieber Otto Kern,
          ich hatte gar nicht im Sinn, dass Putin das Rumpelstilzchen a´la Chrustschow mit dem Schuh auf den Tisch gibt. Das wirkt nur komisch und hätte den gegenteiligen Effekt auf die öffentliche Meinung. Etwas mehr Kante im Ton hätte aber nicht geschadet. So wirkt das alles etwas brav und bieder. Fast wie ein eingeschüchterter Schuljunge – “Hey, lasst uns Freunde bleiben, O.K.?” – Die Schläger auf dem Schulhof wollen aber nicht Dein Freund sein, die wollen Deine Brieftasche, Handy, Jacke und dazu will man sehen, wie Du Dich vom Schulhof verpisst.
          Meine Bewertung des Ganzen ist, dass tatsächlich die Handlungsoptionen Russlands durch fehlende Entschlossenheit im entscheidenden Moment geschwächt und reduziert werden. Wir stellen fest, dass z.B. durch den faulen Frieden im Osten der Ukraine, der Zusammenbruch der Junta abgewendet wurde, diese sich aber, nach der Neuformierung Ihrer Kräfte, plötzlich an Keine Abmachung mehr halten möchte. Dieser faule Kompromiss wurde auf Betreiben des Kreml den Kräften der LVR und DVR aufgedrückt. Strategisch wohlmöglich ein Fehler wie man noch sehen wird. Wenn Putin tatsächlich glaubt, daß anbiederndes und konzilliantes Verhalten gegenüber der NATO/EU/USA irgendetwas an dem unerklärten Krieg gegen Russland ändert, dann wird man bald böse aufwachen. Auch Hitler wurde nicht durch Vertragstreue der UdSSR in den Lieferungen und Abmachungen vom Unternehmen Barbarossa abgehalten.

          Das Ganze für uns zu durchschauen ist natürlich kaum möglich, ich halte die Russen für nicht doof, ganz im Gegenteil. Vermutlich will man nur Zeit gewinnen und bereitet hinter den Kulissen wahrscheinlich sich auf einen großen Krieg vor. Alles andere wäre unlogisch. In welcher Weise Russland dann reagiert wird man sehen. Ich betone nochmals, eine reine Defensivstrategie wird auf Dauer Russland keinen Frieden bescheren, höchstens eine Atempause. Der Ring muss nach Mordor – da helfen keine Valdai-Meetings! Der Kampf muss, subversiv, ggf. auch über geschicktes Terrormanagement und soziale Technologien in Mordor ausgetragen werden. Anders werden wir das Böse niemals los!
          Gruß

        • Cui Bono

          Wenn Sie keine Ahnung von Strategie haben, dann sollten Sie Sun Tzu lesen oder Schach lernen, aber nicht Putin kritisieren.
          Seien Sie versichert, dass im Vorder- und Hintergrund wirklich kluge Aktionen erfolgen! Kurze Beispiele:Die USA sind allein zu schwach(sic!) um einen Krieg mit Russland zu führen. Dafür bräuchten sie die gesamte Nato, die ist aber ein VERTEIDIGUNGS(!)bündnis.Deshalb wird RU so extrem provoziert – RU soll den ersten Schuß abgeben um den Bündnisfall auszulösen um die gesamte Nato, vertraglich verpflichtet, auf RU zu hetzen. Wäre Putin so ein Hau-Drauf wie Sie fordern, wären wir schon im 3.WK! Außerdem ist es weise zu agieren statt auf den Gegner zu reagieren, denn sonst ist man immer da, wo es dem Gegner passt.

          Ein weiterer Punkt: Die Zeit spielt gegen die USA! Mit jedem Tag verschlimmert sich die wirtschaftliche Lage der USA exponentiell! Das wissen die auch und so werden die Aktionen zunehmend gehetzter, und wer unter Zeitdruck steht macht mehr Fehler. In einem Jahr werden Sie die USA nicht mehr wiedererkennen: die Polizei konfisziert schon jetzt ungestraft, was nicht niet- und nagelfest ist, in Detroit wird armen Familien das Wasser abgestellt usw. Was glauben Sie, wie lange das gut geht?
          Das Böse werden wir nicht durch Terror los – das spielt den Satanisten nur in die Hände – sondern man muß die wenigen Psychopathen an den Schaltstellen der Macht auslöschen und deren Rückkehr für immer verhindern.

        • Spion Stirlitz

          Werter Cui Bono,
          lassen Sie mal meine Ahnung von Strategie außen vor. Schach spiele ich, ganz passabel, seit mehr als vierzig Jahren. Gut, ein Großmeister bin ich nicht, O.K. – Für den Hausgebrauch reicht es.
          Wie Sie aber argumentieren ist für mich nicht nachvollziehbar. Wieso wird der NATO (!) – Verteidigungsfall ausgerufen, wenn die Ukraine, von Russland durch eine Provokation der USA besetzt oder attackiert würde? Ist die Ukraine schon offiziell Teil des “Verteidigungsbündnisses”? Mediales Geschrei würde es geben, sicher, Sanktionen auch – aber die gibt es ohnehin schon, egal was Putin macht ! – was wäre also die tatsächlich anzunehmende Reaktion der USA/NATO? Ein WK 3 wegen der Ukraine? – Das glauben Sie doch nicht im Ernst?
          Nicht das ich eine Invasion der Ukraine durch Russland befürworte, aber um den Gedanken und Argumentationsgang Ihrerseits mal nur durchzuspielen. Der Stop des Vormarsches der NA war ein strategischer Fehler, Porno/-schenkos Truppen sind umgruppiert und haben Ihre Wunden geleckt und werden wieder startklar gemacht. Abkommen gelten ja jetzt auch schon nicht mehr. Freibrief aus dem Westen in der Tasche – und los geht es bald wieder. Stellen Sie sich vor, nach der Niederlage der Wehrmacht bei Kursk, lässt man die Nazitruppen sich einfach zurückziehen und neuformieren.
          Als zweites: Die Hoffnung auf einen Untergang der USA durch Wirtschaftkrise oder wegen Elendsaufständen teile ich nicht. Die US-Gesellschaft lebt mental in ganz anderen Sphären. Entweder arm und verblödet oder dumm im Konsumrausch. Jede Revolte ohne Parteien, Ideologien etc. bringen am Ende nichts. Der Repressionsapparat ist perfekt vorbereitet, die schießwütigen Mitglieder der Nationalgarde warten nur darauf loszuballern. Das sind dann wieder nur schwarze Plünderer etc. siehe die Revolte in Ferguson.
          Der Untergang der USA wird in linken Kreisen schon seit Jahren/Jahrzehnten herbeiphantasiert, nur stehen die einfach immer weiter, fallen par tout nicht um und terrorisieren schön weiter den restlichen Planeten. Die Europäer finanzieren brav weiter jeden Müll den sich US-think tanks ausdenken (Syrienkrieg, Ukraine, …), niemand kann es derzeit real mit denen aufnehmen, trotz (oder gerade wegen?) der zig Billionen Schulden an den Rest der Welt. Praktisch alle Zentralbanken sind mit wertlosen Dollars – als Sicherung des Wertes! der nationalen Währung – belegt und können sich nicht aus diesem Würgegriff lösen.

          Aktuell setzen die von Ihnen totgesagten Amerikaner der russischen Wirtschaft enorm zu, indem, wie schon in den 70´er und 80´er Jahren gegen die UdSSR, durch den Verfall des Ölpreises die wichtigste Einnahmequelle Russlands empfindlich betroffen ist. Genialer Weise, schaden die Sanktionen Russland enorm, den USA fast gar nicht. Das ist totale Dominanz! Wenn die USA straucheln, dann nehmen die halt Ihre Vasallen EU in Mithaftung – siehe die Pläne zur Fusion Euro-Dollar zum Eurodollar. TTIP ist ja auch so ein Manöver in diese Richtung.
          Damit Sie mich nicht falsch verstehen. Ich bewundere Putin und wünschte Ihre Prognose bezüglich des Unterganges der USA würde sich noch schneller bewahrheiten. Aber wir können gerne wetten, ob wir nicht in zwei Jahren über die selben Themen diskutieren wie heute. Meine Erwartungen sind deutlich weniger euphorisch und optimisch.
          Defensiv werden Sie niemals Ruhe haben – der Satan gibt keine Ruhe, wenn er nicht tot ist oder aber den Planeten komplett versklavt hat. Ich plädiere für Sabotage Ihrer neuralgischen Punkte (Finanzströme, Energie), wenn es sein muss mit “Freiheitskämpfern” die man inoffiziell unterstützt.

        • Cui Bono

          Werter Stirlitz!
          Zum von Ihnen gewünschten Diskurs ist “disqus” leider ungeeignet, hier muss man im Telegrammstil argumentieren, sonst wirds unleserlich. Ich habe nicht behauptet,dass die USA “untergeht”. Aber genau wie die Macht des Sowjetimperiums auf Kernrussland zusammenschrumpfte, wird auch die US-Hegemonie zusammenbrechen (inklusive Währungsreform, Reduktion der Militärbasen etc.). Das ist kein Wunschdenken sondern Wirtschaftszyklus von Imperien. Die US-Vasallen, auf die sich die USA Ihrer Meinung nach stützen können, sind selber pleite (Japan, EU …) und brechen als Stützpfeiler weg. Ich gebe Ihnen Recht, dass mit schwindender Macht die USA immer aggressiver und hysterischer auftreten und ihre Untergebenen tyrannisieren werden. Das ist aber wie gesagt ein Zeichen der Schwäche. Ein hinkender Vergleich: Nach 9/11 war die USA äußerlich auch unverändert, sie war aber ein ganz anderer Staat als zuvor.

          Zur Nato: Sie sehen doch jetzt schon die Propaganda, wo täglich neue russische Invasionen aus dem blauen Dunst zusammenphantasiert werden! Ganze Phantomarmeen sollen in der Ukraine einmarschiert sein! Was würde passieren wenn tatsächlich russische Batallione in den ukrainischen Kampf eingreifen würden? Wenn es nur den Hauch eines Beweises gäbe? Dann würde z.B. ein sich “zufällig” in Grenznähe befindliches baltisches Regiment “von Russen beschossen” und ZACK wäre der Bündnisfall da! Dann heißt es (zur “Gefahrenabwehr”): Erst schießen, dann fragen! Siehe MH17, da stand schon vor dem Abschuss der Schuldige fest, genau wie beim Giftgaseinsatz in Syrien etc.. Fragen? Später! Beweise? Nie!

          Aber das ist nur einer von vielen Aspekten, warum RU “passiv” bleibt. Der Westen hat FEST mit einer militärischen Intervention gerechnet, dadurch dass Putin nicht den vom Gegner vorgeplanten Platz einnimmt, werden alle ausgearbeiteten Strategien unterlaufen! Die Mausefallen waren bereits aufgestellt, aber Putin ist nicht hineingelaufen (obwohl der Käse lockte)! (Verhalte dich anders als der Gegner es erwartet!)

          Man kann hier leider nicht ins Detail gehen, aber fragen Sie sich: Warum wird konfisziert, warum wird weltweit jeder Steuerdollar gejagt, wenn die USA doch wirtschaftlich so stark sind und ihre Schulden beliebig erhöhen können? Handeln so nicht eher Verzweifelte kurz vor der Pfändung? Egal wieviele Nullen die FED erzeugt – ohne Moos, nix los!

        • Spion Stirlitz

          Werter Cui Bono,

          vermutlich lesen Sie auch mal bei vineyardsaker Blog Berichte.

          Wenn nicht, dann sollten Sie dringend mal diesen Bericht von gestern lesen – http://www.vineyardsaker.de/globaler-widerstand/us-militaer-bildet-geheime-terror-gruppen-fuer-russisch-sprachige-gebiete-aus/
          Kurzum: Der Satan bildet bereits russisch sprechende Terroristen für die Ost-Ukraine und Russland aus. Aktionen in die umgekehrte Richtung? Fehlanzeige! Vielleicht verstehen Sie jetzt was ich mit “Der Ring muss nach Mordor” meine.
          Defensiv können Sie eben nicht siegen. Erinnert sei an Clausewitz. Der Verteidiger ist immer in der ungünstigeren Position. Mir fehlt das offensive Element in der Methodik Russlands bzw. Putins.
          Auf lange Sicht kann der Angreifer nämlich irgendwann doch mal einen “lucky punch” landen. Oder eben auf eine langsame Abnutzung setzen – siehe Syrienkrieg.
          Kategorien von “Ritterlichkeit” oder “Fair play” sind hier vollkommen fehl am Platz. Gegen-Terror, counterinsurgency, pre-emptive actions, “Freiheitskämpfer”, Sabotage, Attentate, etc. etc., müssen (leider) Teil der Strategie Russlands werden. Hier geht es um Leben und Tod, da muss man auch unkonventionell arbeiten. Ich weiß natürlich auch, dass die Angelsachsen hierin unübertroffene Meister sind. Völker gegen einander aufhetzen, Bruchlinien in Ethnien und Konfessionen wittern und hier ansetzen kann fast niemand besser, aber man muss ja damit mal anfangen, oder? Widersprüche und ethnische Spannungen gibt es beim Gegner doch auch, oder? Warum soll denn nur die russische Bevölkerung bluten?
          Gruß

        • VanThomas

          “Defensiv können Sie eben nicht siegen.”? “Der Verteidiger ist immer in der ungünstigeren Position.”? Das ist so falsch, dass es schon wieder lustig ist. Putin weiß, dass unsere Lobbyisten Frau Merkel binnen weniger Monate den Hals umdrehen werden, wenn sie die für uns sehr schädlichen (S)A(n)ktionen nicht einstellt. Deswegen kann er es sich erlauben erstmal auf Zeit zu spielen. Warum sollte er jetzt noch die Karten neu mischen wollen? Russland selbst ist ziemlich unangreifbar, die Sanktionen (s.o.) sind temporärer Natur und Dank der Nachbarschaft zu China deutlich abschwächbar, in der Ukraine läuft es gar nicht mal so schlecht für ihn und im Nahen Osten kommen die USA ob des doppelten Spiels der Türkei fürs erste nicht weiter. Er wird sich jetzt wohl vor allem nach neuen Pipelinerouten für Europa umsehen. Derzeit sind sowohl die sanktionsfreudigen Führungseliten Europas, als auch die USA schwer unter Druck und folglich nicht in der Lage ihre Drohung auszufuehren (Krieg gegen Russland? Langfristiger, jahrewährender Verzicht auf grosse Teile des Exports und preiswerten Energie- und Rohstoffimport? Ich lach mich weg…) oder allzulange aufrechtzuerhalten (Merkel hat die Lobbys im Nacken und Obama Erfolgsdruck im Nahen Osten (insb. Syrien, Iran, Türkei)). Ich wuerde die jetzt einfach weiter zappeln lassen, und warten, bis Merkel selbsttätig den Kurs ändert.

        • Spion Stirlitz

          Lieber VanThomas,
          erstmal herzlichen Dank für Ihre sehr interessanten Gedanken. Das die Defensive sich abnutzt und damit in der ungünstigeren Position ist sage nicht ich, sondern v. Clausewitz.
          Ihre Ausführungen sind richtig, trotzdem fehlt der strategische Blick. Sie glauben doch nicht, dass das Wolfsrudel einfach die Beute ziehen lässt, wenn ein Angriff nicht erfolgreich war, oder? Nach Syrien wurde halt die Ukraine rausgekramt, die nächste Stufe wird ja auch gerade vorbereitet lt. vineyardsaker mittles Terrorkommandos für Russland. Also ich zöge es vor, das Wolfsrudel zu attackieren statt ständig auf den nächsten Zug der Meute zu warten. Ist aber vielleicht auch eher eine grundsätzliche Frage.
          Ob Russland bei den derzeitigen Ölpreisen wirklich einfach locker ein paar Jahre abwarten kann, wie Sie meinen, weiß ich nicht. Der wirtschaftliche Schaden ist vermutlich beträchtlich. Wobei aber auch der Iran Jahre unter Embargo existieren konnte und nicht kollabiert ist. So betrachtet hätten Sie nicht unrecht.

          Gruß

        • Van Thomas

          Natürlich nicht – die Entscheidung selbst, kann aber dennoch in der Defensive und im Abwarten fallen – wer langfristig die besseren Karten hat sollte den Konflikt in die Länge ziehen.

          Von Clausewitz in allen Ehren, dennoch muss ich gerade an die ersten beiden Weltkriege und Napoleons Feldzüge denken… auch da hat das Wolfsrudel die tödliche Wunde während des (anfangs erfolgreichen – und dennoch langfristig) zu schwachen Angriffs empfangen.

          Die Russen können auch mit den derzeitigen Ölpreisen ganz gut über die Runden kommen – nicht “locker” – aber unter durchaus begrenzten Verlusten.

          Das gefährdet sie weder als Staat noch schränkt es ihre militärischen Möglichkeiten ein.

          Die USA haben sich verzettelt (zu viel Geld und Material in Kriege investiert, die nicht ausreichend einbrachten – zu viele Schwäche gezeigt – zu viele “Bündnisspartner” zu früh vor den Kopf gestoßen… und schon bröckelt der neue attische Bund) und kommen jetzt aus Mangel (alleine) einfach nicht mehr weiter – zumal die Aktion in Syrien doch ziemlich nach hinten losging – und die Zeit für eine Aktion im Iran (Kooperation mit Russland zwingend erforderlich) und der Türkei drängt.

          Soviel Angriff wie die USA aufgefahren haben, können sie nicht lange aufrechterhalten.

          Im Moment kann Putin es sich durchaus erlauben abzuwarten und darauf zu spekulieren, dass die deutschen Lobbys den Druck auf die Politik erhöhen, sodass ein Kurswechsel zustande kommt.

          Grundvoraussetzung dafür ist ein versöhnlicher/vernünftiger Ton/ anhaltende Konventionsbereitschaft. Es signalisiert: “mit mir kann man reden. Ich verhandle, sobald ihr auf mich zugeht.”.

          Ein positioneller Zug, der (auf uns – nicht auf die USA) mehr Druck macht, als jedes Muskelspielchen.

          Und die Ölpreise schaden nicht nur den Russen – sondern auch allen Verkäufern.

          Die militärische Stärke Russland würde auch im Falle eines wirtschaftlichen Kollaps (kurzfristig nicht wahrscheinlich, da Alternativabnehmer in China, eigene Edelmetallförderung und Goldreserven vorhanden), nicht merklich gemindert.
          Die Terrorkommandos stellen keine substanzielle Gefahr für Russland selbst, oder vitale russische Interessen dar.
          Eine längerfristige Abkehr von dem europ. Markt (insbesondere Deutschland) wäre jedoch auf lange Sicht extrem unvorteilhaft.

          Langfristig (!!!) verlieren die nicht viel, wenn sie das Preis”tief” und die Sanktionen aussitzen. Sieht bei den USA (mittel und langfristiger Zeit/Erfolgsdruck) und bei uns (wir leben von der Produktion und vom technischen Vorsprung…) aber etwas anders aus.

          So wie ich unsere Lobbys einschätze wird ein solches Embargo eher keine “Jahre” anhalten (zumal wir den Wegfall des russischen Marktes nicht wirklich kompensieren können – was sich bemerkbar machen wird) – denn DIESE Menschen sind es nicht gewohnt (und scheinen auch nicht Willens) die Suppe der Politik auszulöffeln: Wenn die Sanktionen länger halten, als bis zum nächsten April, kaufe ich mir einen Hut, um ihn vor “meiner” Kanzlerin ziehen zu können.

          Gruß – V.T.

        • Mathew Miller

          Das allerdings gleich das Führungspersonal verheitzt wird…

          http://www.focus.de/panorama/welt/zuletzt-soll-sie-fuer-den-is-gekaempft-haben-medien-berichten-weisse-witwe-in-der-ukraine-erschossen_id_4270122.html
          Für jede dieser Salafaschistinnen/en eine Million Kopfgeld…so wird was draus.
          Aber nein das Salafisten Pack lobt noch Kopfgelder für die Gegenseite aus.

  • Gert Ewen Ungar

    Wow! Was für eine Rede. Putin ist Realist mit einer konkreten Vision. Ein ganz anderer Schlag von Politiker als Merkel, Steinmeier und co, die sich rhetorisch im Kleinklein und Sowohl als Auch aufhalten, ansonsten aber knallharte neoliberale Politik gegen den Souverän machen.

  • Komma2

    Was Putin nicht sagt oder sagen will:

    1.”Die Judenfrage ist die Achse der Weltgeschichte” (A. Solschenizyn:
    Zweihundert Jahre zusammen, Bd. 2, Mü 2003, S. 449). Putin schneidet sie nicht
    an!
    2.”Die Israel-Lobby bestimmt die Außenpolitik der USA bis in den letzten
    Winkel der Erde” (Mearsheimer & Walt: The Israel Lobby and US Foreign
    Policy, 2007). Es ist die jüdischeAussenpolitik, die Russland zu ihrem Objekt macht, einkreist, isoliert,sanktioniert, „öffnen“ und durch „Oligarchen“ abgrasen will. Putin macht mit
    vielen jüdisch-iraelischen Oligarchen gemeinsame Sache.
    3. Der Krieg gegen den Terror ist ein Krieg gegen die Feinde Israels (M. Ledeen: The
    War against the Terror Masters, 2002 ). In diesem Krieg gegen den Terror lässt sich
    Putin vor den Karren Israels und der USA spannen.
    4. „Die Feinde meines Feindes sind meine Freunde“.
    Dieses Grundprinzip der Politik beherzigt Putin nur teilweise und inkonsequent,
    insbesondere in seinem Verhältnis zu islamischen Widerstandsbewegungen gegen
    westlichen Einfluß und westliche Dekadenz.

  • Michael Hammer

    Lange lebe Putin!

  • der alte Umpitz

    Vielleicht sollte man bedenken WO und vor WEM Putin diese Rede hielt bevor man kritisiert was er alles nicht sagte.

    Ein sehr heterogen zusammengesetztes Forum auf einen NENNER zu bringen ist immer ein schwieriges Unterfangen. Vor allem wenn es darum geht essentielle Fragen der Friedenserhaltung, also das Verbinden und nicht etwa das Trennen in den Mittelpunkt zu stellen. Putin ist klug genug um zu wissen: Die Wahnsinnigen in Wahnshington und Tel Aviv wird er mit einer solchen Rede nie erreichen.

    Na klar, er hätte durchaus die Keule herausholen können und mit einem grossen Rundumschlag auch noch das letzte Porzellan zerschlagen können. Aber wäre das bei dieser instabilen Welt-Lage sinnvoll gewesen? Ich persönlich erkenne in dieser Rede eher den Real-Politiker der präzise abwägt was gerade geht und was nicht. Vor einem anders zusammengesetzten Forum hätte es auch eine andere Rede gegeben.

    Erinnern wir uns an die Friedensbewegung der 70iger und 80iger Jahre. Auf beiden Seiten des Vorhangs, unabhängig von religiösen, politischen oder “besitztechnischen” Fragen, stand ein einziges Ziel im Vordergrund welches die Menschen vereinte. KEIN KRIEG! Und zum Erstaunen aller Scharfmacher in Ost und West hatte diese Friedensbewegung wirklich etwas erreicht. Ich denke Putin hatte bei seiner Rede diese positive Erfahrung im Hinterkopf.

    • Frau Wach

      Vielen Dank für die Übersetzung der Rede!!
      Ich wäre jedenfalls gerne auf diesem Forum dabei gewesen und hätte mir die Diskussion angesehen und hätte in den Pausen gerne mit manchen dieser Personen gesprochen und sie motiviert!
      Freilich spricht Hr. Putin für die Anwesenden in diesem Gremium und nicht zu einem Freund, mit dem er den Weg der politischen Entwicklung ging. – Alles muss zu seiner Zeit und am rechten Ort gesprochen werden.
      Für manche Beiträge hier möchte ich sagen: Bitte seien Sei doch sicher, dass W.Putin die “Protokolle von Zion” kennt und auch weiss, dass 2001 die “Macht des Geldes” an “Hongkong” übergeben werden musste. Meint Ihr denn wirklich, dass Ihr mehr gelesen hättet wie Er?
      Er spricht als Präsident der heutigen russischen Föderation zu heutigen politischen Menschen, um sie dafür zu gewinnen, sich HEUTE um die gemeinsame Weltlage zu kümmern. – Sein Thema war auch nicht, die Fehler der SU aufzuarbeiten – dafür haben die sich nicht getroffen!
      Danke für manche historische Information hier im Forum, die meinen Blickwinkel vertieft!

  • Soja Kosmos

    RIANOWOSTI MELDET:

    »Donezker Vizepremier Andrej Purgin: Kiew zog (gestern) Unterschrift unter Dokument über Trennlinie zurück

    Kiew hat seine Unterschrift unter dem Dokument über die Trennlinie
    zwischen der Volkswehr-Miliz und den ukrainischen Einsatzkräften
    zurückgezogen, ohne einen Grund dafür angegeben zu haben, wie Andrej
    Purgin, Vizepremier der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, am
    Dienstag Journalisten mitteilte.

    „Die Trennlinie zwischen den rivalisierenden Kräften war abgestimmt
    worden. Kiew hat aber die Unterschrift seines Vertreters, General
    Dumanski, unter dem entsprechenden Dokument zurückgezogen, ohne einen
    Grund dafür mitgeteilt zu haben“, so Purgin. …«

    http://de.ria.ru/politics/20141029/269894771.html

  • Conny

    Nebenbei, für die, die es noch nicht kennen: http://www.zeit.de/2014/22/putin-hubert-seipel

  • Walter Mandl

    Die US-geführte BRD spielt in der Ukraine dieselbe Rolle, die sie bei der Zerschlagung der Bundesrepublik Jugoslawien einnahm. Viele Beobachter meinen allerdings, ein Unterschied bestünde darin, dass im Gegensatz zu Jugoslawien es im Ukrainekonflikt um die Erhaltung der territorialen Einheit des Landes gehen würde.
    Das muss keinesfalls so sein!
    Allein der Umstand, dass weder Deutschland noch die USA an einem großen Land innerhalb des EU-Verbandes Interesse haben können, sollte nachdenklich machen. Die (für die Nato guten) Erfahrungen am Balkan sprechen aus Sicht der eigentlichen Aggressoren (USA, D) auch für so eine Lösung.
    Denkt doch einmal über die gelungene Aufteilung der Protektorate in Jugoslawien nach. Dieser Vielvölkerstaat hatte viele Gemeinsamkeiten mit der heutigen Ukraine. Bei einer Zerschlagung der Ukraine in mehrere Einzelstaaten ergäbe sich auch die Möglichkeit, begehrte Einflusszonen für die Polen und andere bereits wartende Hyänen zuzuteilen.

    Die Kunst (das Problem) besteht nur darin, die Schuld für den Zusammenbruch an Putin zu adressieren.
    Putin scheint diese eigentliche Absicht längst erkannt zu haben und wirkt effektiv dagegen. Indem er sich FÜR die Erhaltung der Territorialität des Gesamtstaates Ukraine ausspricht und eben NICHT offen eingreift.
    Russland bringt damit die heimlichen Okkupanten EU und USA in vielfacher Weise in ärgste politische, wirtschaftliche und diplomatische Nöte. Sowohl innen- wie auch außenpolitisch.
    Betriebswirtschaftlich betrachtet und geopolitischen Interessen ausgeblendet kann diese Ukraine mit ihren vielen innerstaatlichen Gegensätzlichkeiten unmöglich als Gesamtstaat ein Asset für irgend einen “Interessenten” sein. Schon gar nicht nach dem Bürgerkrieg!

    • a.b.

      meine interpretation des gameplans der nato ist ähnlich.

      erinnern wir uns an die zeit kurz nach dem umsturz und die ersten tage der krimkrise: diverse nato-freundliche kommentatoren hatten schon die karten mit den trennlinien parat. die eu beschloss eigentlich erst nach einer “abtrennung” weiterer gebiete außer der krim sanktionen der stufe 3 zu verhängen. im fernsehen gaben sich diverse vertreter der nato und der ukraine überzeugt dass russland den ganzen südosten besetzen wird. gleichzeitig tat aber kiew nicht das geringste um die situation zu beruhgien (ein paar pseudeo-zugeständnisse und etwas versöhnliche rethorik hätten gereicht)- sie taten das genaue gegenteil. eine provokation folgte der anderen, die eigenen medien waren voll von hetze und offenen drohungen. es wurde offen angekündigt dass eine million staatsbedienstete die aus dem lager janukowitschs kamen, bzw. eben in der praxis “russen” sein würden, in einer säuberungsaktion mit entlassung zu rechen hätten. das beinhaltet haufenweise polizei und militärs- die gesamte bereitsschaftspolizei und die anti-riot-einheiten wurden nach dem umsturz entlassen.

      ich kann mir btw. auch durchaus vorstellen dass janukowitsch einen solchen plan vertreten hat, und die russen ihn ev. im glauben ließen einen solchen zu unterstützen, ihn aber im letzten moment fallen ließen.

      • Dike

        Staatsbedienstete massenweise entlassen und so Hass und Frustration schüren. Das klingt ganz nach dem Irak Scenario nach Saddam. So ebnen sie den Weg für Extremisten an der Grenze zu Russland.

    • bahman shafigh

      Lieber Walter,
      deine Aussage zu Jugoslawien ist einfach falsch. Nicht die Bundesregierung wurde von den USA geführt, sondern umgekehrt. Es war Deutschland, das die Thematik “Selbstbestimmungsrecht” auf Tagesordnung setzte, das im Alleingang Kroatien anerkannte und schließlich seine Politik allen diktierte. Gerade die USA haben eine Zeit lang an Serbien festgehalten.
      Auch in der Ukraine ist Deutschland alles andere als US-Pudel. Deutschland verfolgt seine eigene Interessen knallhart.
      Deine Einschätzung führt zu einer Untertreibung der aggressiven Rolle Deutschlands.

      • S. Matt (triangolum)

        …dieser ganze Konflikt fing doch schon damit an das der MAD Waffen an Kroaten und anderen lieferte und dazu Bruchlinien schürten. Wir stellen uns mal vor was passiert wäre wenn Jugoslawien als ganzes in die EU gekommen wäre. Auch eine NATO Ost Erweiterung wäre erschwert worden. Das konnten bestimmte Kreise hierzulande schon aus “Tradition” nicht dulden. Die USA waren mit dabei aber die treibende Kraft waren die Deutschen.

  • soja kosmos

    Ich gehe davon aus, dass hier viele den “Saker” lesen. Für die, die es nicht tun, sei folgender Beitrag empfohlen, in welchem Videos kommentiert werden von Gesprächen (west)ukrainischer Offiziere mit Besler und Mosgowoi (die Originalvideos sind dort verlinkt).

    “Zuallererst war es erstaunlich, zu sehen, in wie vielen Fragen beide
    Seiten völlig miteinander einverstanden waren. Beide Seiten stimmten zu,
    dass der Krieg sinnlos ist und nur den Feinden der Ukraine nutzt. Beide
    Seiten drückten Verachtung, Abscheu und sogar Hass für die Politiker an
    der Macht und die Oligarchen, die heute über Banderastan herrschen,
    aus. Beide Seiten sind auch einig darüber, dass Janukowitsch ein
    Mistkerl ist und die Maidan-Proteste absolut legitim waren, aber die
    anfänglichen Proteste von Feinden der Ukraine gekapert worden sind.
    Beide Seiten sind auch einverstanden, dass der Krieg beendet werden
    muss. …”
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/etwas-sehr-sehr-interessantes-ist-in-neurussland-passiert/

  • Nido Roht

    Auf welchem Niveau sind wir angekommen wenn diese einfachen profanen und selbstverständlichen Worte und Formulierungen nötig sind?

    Oder vielleicht besser, auf welches Niveau haben sich die Konsumenten westlicher Massenmedien ziehen lassen?

  • Heiner Hannappel

    Eine weitsichtige,kluge niveauvolle Rede, die in einem krassen Gegensatz zu den schrillen Tönen der westlichen, von den USA bestimmten Politik steht, die ihren unipolaren Status unter allen Umständen erhalten wollen.

  • Passend dazu mal wieder ein Strelkov Interview – deutscher Untertitel kann aktiviert werden.
    Bei der Masse seine letzten Auftritte, liegen wohl größere politische Ambitionen nahe?

    • berlinathen

      Strelkov ist ein wahrer russischer Patriot, der sich Gedanken über die Zukunft Russlands macht. Ich wünsche mir auch solche Patrioten für mein Land, Griechenland. Über die Rolle der Orthodoxie im künftigen Russland sollte er sich jedoch daran denken, dass die Städter in Russland nicht mehr so sehr auf die Religion setzen, eine künftige russische Ideologie kann also weder auf Kommunismus, noch auf die Religion basieren. Wie könnte sie aber dann aussehen, wenn nicht eine Ideologie des westlichen Konsumismus, die mittlerweile auch in Russland Fuß gefasst hat?

      • Darauf versucht ja Dugin zu antworten. Hierzulande ist es üblich, im gewohnten Weltbild zu argumentieren, weshalb man ihn als “rechtsextrem” bezeichnet. Aber davon sollte man sich nicht blenden lassen.

        • berlinathen

          Selbstverständlich nicht

  • Robert Ketelhohn

    Mal was anderes: http://youtu.be/WyqjGRAelZk

  • Walter Mandl

    Der russische Bär bittet nicht um Erlaubnis

    • habkind

      Die Formulierungen waren wirklich gut und eindeutig.

  • Walter Mandl

    Ich kann nicht beurteilen ob Mut den Antrieb zu den Aussagen des ukrainischen Journalisten aus Donetzk gab. In einer Live-Schaltung mit dem ukrainischen TV ergeben sich folgende sehenswerte Szenen:

    http://www.liveleak.com/view?i=088_1415361701

    • Ja, das ist sehr gut. In Avdeevka ist einer der Stützpunkte der ukr. Verbände, von wo aus insebsondere der Flughafen immer noch “beunruhigt” wird. (Der Beschuss der Stadt lief bis vor kurzem noch direkt aus dem Flughafen.)

  • Die meisten werden es schon wissen…ein wenig RT auf Deutsch gibt es jetzt schon.

    http://www.rtdeutsch.com/

    Dafür macht wohl CNN in Russland dicht.

    http://german.ruvr.ru/news/2014_11_10/Zeitung-CNN-stellt-Sendungen-in-Russland-ein-3481/

  • soja kosmos

    Eine Ahnung kann man hier bekommen, es empfiehlt sich auch, zurück zu blättern auf der Saker-Seite. Ist natürlich ein Blick von außen, aus großer Entfernung:
    http://www.vineyardsaker.de/novorossiya/situationsbericht-vom-9-november-ein-stagnierender-konflikt/

  • Also Sachartschenko ist sehr präsent. War vor 2 Tagen auf dem Flughafen in Donezk, gibt Interviews und zeigt sich. Aktuell wird wohl eine Säuberung rund um Donezk forciert, aber von einen “Machtkampf” hörte ich bis dato nicht.

  • kaumi

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58994
    Übersetzt: Das westliche Bündnis wusste nur zu gut, was sie in der Ukraine lostreten würde…

  • Mathew Miller

    Es geht wieder los.
    http://www.blick.ch/news/ausland/terror-frau-stirbt-in-ukraine-sniper-erschiesst-die-weisse-witwe-id3268407.html
    Die Amis/Briten haben schon ihre BESTEN Leute in die Region verbracht.

    Die weisse Witwe von london….die erste ihrer Art…Salafaschisten/innen.

    Ihr Vater jammert noch habe ihn niemand informiert.
    Wo war dieLady nicht gleich och mal….Kenia…Shopping-Mall…da war doch was.
    Wie kam sie dann jetzt in die Ukraine.
    Auf Seite der Guten, noch dazu.
    Und ein pööööser russischer Sniper hat sie erledigt…oh nö manno.
    Oder eben doch einer aus den Reihen der Selbstverteidigungskräfte in der Region welche von Terroristen und ihren internationalen Helfern heimgesucht werden.
    Desshalb fährt Kiew ja auch einen Antiterroreinsatz.
    Bisher fehlten jedoch die Terroristen.
    Da konnte Anglo/Amerika wie es sich jetzt darstellt erfolgreich helfen.
    Gelernt ist gelernt.
    Das können die Virginia-Farm-Boys wie sonst keiner auf diesem Planeten.
    Und dann kommt da so ein russischer Sniper daher und knallt das Mists….k einfach ab.
    Nicht nett.
    Jetzt noch einen Brief an ihren Vater in London.
    Quasi als Entschuldigung…!

    Vorschlag.
    Haben ihre Tochter getroffen..Gegenfrage wo?…Antwort..direkt Finger an die Stirn…hier.
    Das die Lady nicht als Britische (Bit…) Staatbürgerin wird in der Ukraine von russischem Militär getötet…angekündigt wird ist schon alles.

  • Walter Mandl

    Hallo Avarec, dein Eindruck täuscht dich nicht, wenngleich ich gestehen muss, deinen Hinweis auf das “Konzept gesellschaftlicher Sicherheit” beim besten Willen nicht zu verstehen. Leider, vielleicht kannst du mir auf die Sprünge helfen was du damit gemeint hast. Danke.

  • urkeramik

    Neuigkeiten zu MH17: http://www.1tv.ru/news/leontiev/271824
    kurzfassung: der Vereinigung russischer Ingenieure (die vor einiger Zeit eine Analyse des Abschusses vorgelegt hatte) ist ein Satelitenfoto zugesand worden auf dem eine Su 27 aus einer Entfehrnung von etwa 500 Metern eine Rakete auf die Boing abfeuert.
    Perfektes Geschenk zum G-20 Gipfel (wie der Moderator auch anmerkt)

    http://img1.1tv.ru/imgsize640x360/PR20141114180250.JPG

  • Nicole Busch

    Lesen sie mal das:

    Brzezinski, Zbigniew “Die einzige Weltmacht”
    Amerikas Strategie der Vorherrschaft
    Das
    ist das Konzept der USA : Berater am Zentrum für Strategische und Internationale
    Studien (CSIS) in Washington D.C. Zbigniew Brzezinski schreibt in seinen
    Büchern: USA ist »Die einzige Weltmacht«. Eine “präventive Schwächung
    Rußlands” wird erwähnt, Ziel wäre es… Rußland zu isolieren. An einer
    Stelle schlägt Brzezinski sogar eine Spaltung Rußlands in drei oder vier Teile
    vor: »Einem locker konföderierten Rußland – bestehend aus einem europäischen
    Rußland, einer sibirischen Republik und einer fernöstlichen Republik – fiele es
    auch leichter, engere Wirtschaftsbeziehungen mit Europa, den neuen Staaten
    Zentralasiens und dem Osten zu pflegen«.
    Für Russland ist die Rolle einer Kolonie vorgesehen! Globalist George
    Soros ruft direkt zu Krieg gegen Russland auf! Und Europa macht mit?!