Syrien 2015

Baschar al-Assad, Dschobar, Jahreswechsel 2014/2015Wie vor einiger Zeit schon abzusehen war, hört und liest man – wenn man nicht gerade gezielt danach sucht – jenseits von IS/Daesh kaum noch Nachrichten aus Syrien, insbesondere, nachdem die False flag mit dem chemischen Bombardement von Ostghouta durch ein beispielloses Biegen und Brechen der „großen Politik“ nicht zu einem regionalen Großkrieg geführt hat. Das ehemalige Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ präsentiert eine vollkommen hirnlose Räuberpistole von unterirdischen MenschenAtomfabriken (sic beim Spiegel) („Atomfabriken“ sind Dinger, für die ganze Volkswirtschaften am Rande der Erschöpfung zu arbeiten haben, und das in Friedenszeiten – nur so am Rande), die aber kaum Beachtung fand. Irgendein Schauspieler fordert Baschar al-Assad zur „Ice Bucket Challenge“ in einem Flüchtlingslager heraus (tatsächlich ist Damaskus derzeit einigermaßen zugeschneit, und im Libanon liegen in bergigeren Regionen bis zu zwei Meter Schnee – klar, dass es in den dortigen Flüchtlingslagern unerträglich sein muss), und da war ja noch die Episode zu Silvester, als Baschar al-Assad seinen Truppen in Dschobar einen Besuch abstattete. Was vermuten ließ, dass diese Vorstadt von Damaskus nun relativ sicher sei. Was sie aber immer noch nicht endgültig so ist. Wie sieht’s anderswo aus?

Aus den relativ spärlichen (zugänglichen) Quellen weiß man, dass die Syrische Arabische Armee derzeit zwei Punkte hat, an denen sie ihre Aufmerksamkeit und Energie konzentriert: Aleppo und Deir ez-Zor. Die Provinz Deir ez-Zor ist entlang des Euphrat de facto zu einer Grenze zum sogenannten „Islamischen Staat“ geworden, und nördlich davon engagiert sich die SAA lediglich punktuell – beispielsweise in Qamishli und Al-Hasaka in Zusammenarbeit mit der kurdischen YPG; Al-Hasaka steht nach massiven IS-Offensiven in den vergangenen Tagen möglicherweise kurz vor der Einnahme durch IS/Daesh. Damit kann man den nächsten Genozid schon aufdämmern sehen: die Gegend nordwestlich von Al-Hasaka wird von assyrischen Christen bewohnt, welche zwar auch bewaffnete Einheiten aufgestellt haben, die sich aber recht unbedeutend ausnehmen und nicht viel mehr machen können, als ihr eigenes Haus & Hof eine Weile lang zu halten.

Nach Deir ez-Zor wurde die 104. Brigade der Republikanischen Garde verlegt, genau die, welcher im Frühjahr 2013 ein israelischer Bombenangriff galt, weil dort vermutlich „iranische Instrukteure“ tätig sind. Es ist allen Parametern nach eine der hervorragendsten Eliteeinheiten des syrischen Militärs.

Die in Aleppo verharrenden Terroristen – vor allem Al-Nusra und Reste der FSA – stecken seit Mitte Dezember 2014 in einer nahezu vollständigen Einkesselung. Das ist zweifelsohne ein (noch nicht vollständiger) wichtiger Erfolg; in mancherlei Hinsicht entscheidet Aleppo die Geschicke der Region, und diese Stadt wurde noch im vergangenen Spätsommer als eines der größeren Ziele der IS/Daesh ins Feld geführt. Die Versorgung der SAA dort ist – durch die blockierte M5 erschwert, ist aber vermutlich noch einfacher als die Versorgung von Deir ez-Zor. Eine ebenso immer noch belagerte, aber nicht gefallene Enklave sind die beiden Orte Nubl und Zahraa, von denen (und deren Zustand) bereits vor über zwei Jahren die Rede war – vor einigen Tagen gab es einen abermaligen heftigen Angriff der Terrorbrigaden auf die belagerten Ortschaften, der unter einigen Mühen von vereinigten NDF- und Hisbollahverbänden zurückgeschlagen werden konnten.

Es gibt eine nette Übersichtskarte auf OSM-Basis, auf der die jüngsten Entwicklungen eingetragen und mit entsprechenden Links versehen werden. Dort ergibt sich folgendes Bild:

Brennpunkt Deir ez-Zor

Der sogenannte „Islamische Staat“ (Daesh) hat den größten Teil der Provinz Deir ez-Zor besetzt; diese Gebiete firmieren dort jetzt unter der Verwaltungsbezeichnung „Wilayat al-Furat“, also „Provinz Euphrat“. Die Syrische Arabische Armee ist aber in der Stadt Deir ez-Zor selbst mit beträchtlichen Verbänden präsent; dazu zählen der Flughafen der Stadt und diverse Militärstützpunkte im Umland. Die volatile Berührungslinie zwischen syrischen Verbänden und IS-Terrormilizen verläuft in etwa entlang des Euphrat; die SAA ist im wesentlichen defensiv tätig und kontrolliert die Stadt jenseits des Flughafens nicht wirklich. Der Aufwand, dort überhaupt die Stellung zu halten, ist durch die abgeschnittene Lage enorm.

Da damit die 104. Brigade der Republikanischen Garde betraut ist, kann man schließen, wie wichtig diese Position für Syrien sein muss. Bekommen die Terrorverbände hier die Überhand, so wäre das ein schwerer Schlag für Syrien – einerseits ist die „Schlacht um Deir ez-Zor“ auch in den syrischen Medien prominent vertreten, einschließlich von Versicherungen der syrischen Führung, sich dort verstärkt und letztlich erfolgreich zu engagieren. Ein Effekt des Zusammenbruchs der Front dort wäre also insbesondere moralischer Art. Andererseits sind es eben die besten und fähigsten syrischen Einheiten, die jetzt dort im Einsatz und sicher schwer „zu ersetzen“ sind. Ein bedeutender Teil der 104. Brigade besteht aus Drusen, deren Untergang nur noch eine weitere Bruchlinie im Netzwerk der syrischen Gesellschaft schaffen oder vertiefen würde. Alles in allem ist in Deir ez-Zor weiterhin mit einem gewissen Grad an Erbitterung (und Verschleiß) zu rechnen.

Momentan streiten sich zwei Pole der Terroristenwelt fast schon um das Copyright auf die Tötung der Pariser Karikaturisten: das ist einerseits die „Al-Kaida im Jemen“ und andererseits eben der IS. Letztere Variante wird von dem US-amerikanischen und den europäischen Regimes selbstredend bevorzugt, da sie es gestatten würde, in Syrien ohne viel Federlesens eine Menge an noch vor Jahren gesetzten Zielen zu erreichen. Das wäre aber einmal eine eigene Betrachtung wert.

Tags:

Trackback von deiner Website.

  • kaumi

    Dass „der Westen“ so schnell vergisst…

    http://www.ksta.de/politik/baschar-al-assad–westen-selbst-schuld-an-anschlaegen-von-paris-,15187246,29566682.html

    2011, Assad- Interview, Reaktionen in der ARD: „realitätsfremder Mensch, der den Bezug zu seiner Bevölkerung verloren hat“. Ich wollte mich zurückhalten, aber wenn ich mir nun die – zwischen den Zeilen – anklagenden Zeilen durchlesen muss, dann sage ich doch: In your Face…

  • Enis

    Atuell tobt in der syrischen Stadt Hasaka ein heftiger Kampf zwischen der NDF und den kurdischen Marionetten der westlichen Mächte! Bis anhin sind 8 NDF und 8 PYG gestorben. Die westliche Presse muss natürlich ihre „Musterknaben“ schützenhilfe leisten und verbreitet wie gewöhnlich Unwahrheiten, oder Halbwahrheiten! Die neue Front entstand nicht, weil die SAA angeblich neue Check-points einrichten wollte, sondern total das Gegenteil! In den letzten Monaten hat die SAA mit der YPG zusammen(!) aus der Stadt vertrieben. Die Abmachung war, dass nach der Reinigung der Stadt von den Ratten alle schwerbewaffneten Kräfte das Zentrum von Hasaka räumen müssten inklusive SAA,NDF und YPG!

    Die SAA hat alle ihre Kräfte wieder in die Stützpunkten ausserhalb der Stadt verlegt. Doch die YPG wollte sich in Gewissen Vierteln nicht an die Vereinbarung halten. Als die NDF einen solchen Stützpunkt räumen wollte, wurden sie von den YPG Einheiten umzingelt und in Gefangenschaft genommen. Danach brachen schwere Kämpfe zwischen NDF und YPG aus. Die SAA hat gestern kurzzeitig einen Waffenstillstand ausgehandelt, wonach die Gefangenen freigelassen sollten. Doch die YPG wollte sie immer noch nicht freilassen. Daraufhin hat sich heute die SAA in die Kämpfe eingemischt und die YPG in einigen Vierteln zurückgedrängt…

    Der lachende Dritte sind die Terroristen von der IS, die mal auf eine gute Gelegenheit warten…

    Ich setzte mich persönlich lange für die Rechte der Kurden ein. In der Zwischenzeit habe ich jedoch deren undurchsichtige und schwankhafte Politik durschaut. Für mich sind sie die perfekten Werkzeuge einer kolonialistischen Politik! Sie betreiben auch sehr medienwirksame Propaganda.
    Jetzt wo sie die Gelegenheit der westlichen Waffenunterstützung geschmeckt haben, können sie sich wieder als Interessenvertreter der westlichen „Demokratie“ empfehlen. Man kämpfe ja gegen das Finsternis der IS und gleichzeitig gegen das „faschistische“ syrische Regime!

    In Syrien gibt es kein Kurdenproblem. Die Diskussion dreht sich einzig um die 200’000 Kurden aus allen möglichen Gegenden, die sich mit der Zeit in Syrien niedergelassen haben und denen der syrische Staat aus rechtlichen Gründen nicht die syrische Staatsbürgerschaft gewähren will. Zurecht, ich nehme an anderswo auf der Welt gibt es auch Bedingungen dafür!

    Sollte sich die SAA entscheiden die Kurden den blutrünstigen Hyänen der IS zu überlassen, indem sie sich aus dem Gebiet für eine kurze Zeit rauszuhalten, um dann sich die geschwächten Politikparasiten vorzunehmen, dann ist es endgültig aus mit dem Traum von dem Wildkurdistan…

    • Enis

      meinte, dass die SAA mit der YPG gemeinsam den IS aus der Stadt Hasaka rausgeschmissen hätten..

      • Enis

        Der dicke Öcalan, der auch mal syrisches Brot gekostet hat, bekommt für seine verräterische Politik das was er verdient… ein Tritt.

        Strategisch mag die neue Front nicht sinvoll sein. Das gilt aber auch für die Kurden. Kurdenrechte ja, aber ein kurdischer Marionetten-Schurkenstaat auf syrischem Boden nein! Wir haben bereits einen solchen kleinen Schurkenstaat in der Nähe!

  • kaumi

    PENG !

    Freunde, ihr habt hier ein Exklusivrecht, das viele andere nie nutzen werden können, da sie durch ihre eigenen Medien diesbezüglich keine Aufklärung erhalten werden. Davon gehe ich mal stark aus…

    https://www.facebook.com/video.php?v=479650502172953&fref=nf

    Ein aktuelles Interview mit keinem geringerem als Lakhdar Brahimi (ein algerischer Diplomat und ehemaliger Politiker. Von September 2012 bis Ende Mai 2014 war er Sondergesandter
    der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien.).
    Allen arabischsprachigen Leser hier ein Muss, für den Rest übersetze ich die Passagen mit dem größten Knalleffekt:

    – “ Ich habe mit Assad gesessen und habe lange mit ihm gesprochen. Es ist keine Frage eines `Regimechanges`, es ist die Frage, ob man will, dass ein großen Gebilde komplett zusammenfällt, wenn man einen gewissen kleinen Stein entfernt – und Präsident Bashar Al Assad ist dieser Stein“.
    – “ Ich bin von den Amerikanern, Europäern, Türken, oder wer alles in deren Boot sitzt, nicht wirklich in meiner Mission unterstützt worden.“

    – “ Die Amerikaner behaupteten, eindeutige Beweise dafür zu haben, dass die syrische Regierung die Chemiewaffen eingesetzt hätte und die Russen behaupteten, dass sie die eindeutigen Beweise dafür hätten, dass es die `Opposition`war – ich bin in diesem Punkt näher bei den Russen.“
    -“ Die `Opposition`wollte nie ernsthafte Verhandlungen. Ich musste mir immer anhören, erst soll die Regierung zurücktreten, dann verhandeln wir. Ich sagte immer, Verhandlungen beginnen mit Verhandlungen und nicht mit Ergebnissen.“
    -“ Ich bin fest davon überzeugt, dass der Rausschmiss Syriens aus der Arabischen Liga ein großer Fehler war. Im Übrige sah das Nabil A Arabi (Vorsitzender der AL) auch so. Ihm war bei diesem Entschluß sehr unbehaglich, wie er mir versicherte. Aber gewisse Kräfte haben sich durchgesetzt (Golfstaaten)“.

    Wenn man das ganze Gespräch verfolgt, dann steht als zweites Ergebnis für Brahimi fest, dass Syrien einem ausländischen Komplott zum Opfer gefallen ist.
    Lieber Lakhdar: Zunächst vielen Dank für Deine offenen Ausführungen, aber lass` mich dich fragen: Warum erst jetzt? Dein Einsatz, deine Einblicke hätten viel intensiver, viel offensiver und, vor allem, viel früher kommen müssen! Sehr Schade…

    • Enis

      shukran achi kaumi,
      Dieses Interview habe ich irgendwie verpasst…
      Diese heuchlerische Dreckspolitik… Ich gebe Dir aber vollumfänglich Recht, aufrichtige Menschen hätten diese Sachen beim Rückritt schon vor laufenden Kameras sagen müssen..

      Eine Welt voller Heuchler und Parasiten.

      Was Assad betrifft, das ist kein Geheimnis. Sollte dieser Stein an oberster Stelle irgendwie kippen, dann gibt es ein syrisches Erdbeben. Dieses wird dann das standhafte Syrien komplett zerstören. Das weiss ich, das wissen die westlichen Heuchler, das wissen die Kakerlaken und das wissen auch die wahren Freunde Syriens.

      Wer in dieser Frage nachgibt, der hat den Krieg verloren!
      Sicher jedenfalls wird der Haras al Dschumhuriyya diesen Stein bis zum bitteren Ende verteidigen! Auch wenn der Spruch „Assad wa bnahrak al balad -Assad oder wir fakkeln das Land ab“ einbisschen grotesk herkommt, ist es mehr symbolisch zu verstehen…

    • ISKANDER

      Kaumi, Enis – bitte meldet euch bei mir über Roman!!

      • kaumi

        Iskander, wie meinst du das „über Roman“?

        • ISKANDER1

          …oder über meine dir bekannte E-Mail….
          (Falls nicht mehr da – von Roman erbitten, so meine ich das)

        • kaumi

          Iskander, habe nun lange im Verteiler nach deine E-Mailadresse gesucht aber leider nichts mehr gefunden. Auch Habkinds Adresse war nicht mehr auffindbar. Ich bitte also Roman, mir deine Adresse, an meine Adresse, zu schicken. Vielen Dank

  • Nobilitatis

    Die Darstellung entspricht nicht ganz der militärischen Situation. Besonders die fehlende Erwähnung der südlichen Front (Quneitra/ Daraa/ Suweida) macht sich bemerkbar. Dort ist eine Abwehrschlacht gegen die Nusra/ etc. Proxys von Israel und Jordanien im Gange. Aleppo ist auch nicht isoliert, sondern neben der Fortschritte um Homs wird in der gesamten Provinz Idlib gekämpft. Nicht zu vergessen die prinzipiell gewonnene Schlacht zur Abriegelung der Qualamun-Bergregion nach Libanon. Und natürlich die auf das Ende zugehende Schlacht bei Damaskus. Die militärischen Entwicklungen in der Provinz Hasaka sahen bisher (ohne die Unruhen zwischen den bisher verbündeten Kurden und Arabern) eher positiv aus, im Sinne von negativ für den IS.

  • Avarec

    Der Name dieses Blogs sollte jedem bewusst sein. Der Beiname lautet „Schmiede für politischen Inhalt“ (engl. benutze ich bewusst nicht), tatsächlich bedeutet das, dass hier das Erarbeiten (Entwickeln, Erschaffen) von mehreren Interessen, die mit Inhalt gefüllt sein sollen, angesagt ist bzw. sei… und daher ist es mehr als nötig, alle Leser dieses Blogs darauf hinzuweisen, dass Krieg nicht nur eindimensional ist (was ja vielen bewusst sein muss… doch leider nicht bewusst genug ist), Krieg wird weltweit und stets auf sechs Ebenen (verallgemeinert dargestellt) geführt, wovon die Waffengewalt die 6. und somit die unterste Ebene darstellt, 5. Genozid, 4. Wirtschaft, 3. Ideologie, 2. Chronologie und 1. Methodologie bzw. Weltanschauung. Es ist nicht hilfreich, sich nur mit der untersten bzw. mit den unteren Ebenen (Prioritäten) zu befassen, nicht hilfreich für sich selbst und schon gar nicht für die Umwelt bzw. Gesellschaft als ganzes (siehe volle Funktion der Steuerung). Die „Verluste des Krieges“ sind auch entsprechend den Prioritäten gewichtet und wenn man gegen das Aussterben bzw. Leiden der globalen Zivilisation wirken will, muss man auch mit vollem Verstand an das Ganze rangehen – ansonsten wirkt man nicht sonderlich aufrichtig, konsistent und überlegt… ansonsten riskiert man nicht nur dort anzukommen, wohin man sich begibt, sondern auch noch daran zu scheitern, wofür man kämpft!

  • kaumi

    Zurück zum aktuellen Tagesgeschehen:
    Israel feuert aus Hubschraubern 3 Raketen auf Fahrzeuge in den Golanhöhen/Bezirk Quneitra ab und tötet 6 Mitglieder der Hizbullah, unter ihnen M. Issa und D. Mughniji, ranghohe Kommandeure. Die Lage ist angespannt.

  • kaumi

    Neue Erkenntnisse zum israelischen Angriff auf den Destrikt Quneitra:

    http://breakingnews.sy/ar/article/52043.html

    Noch stationierte UNDOF-Soldaten sollen nach Angaben eines Sprechers der UN vor dem Angriff zwei Drohnen „aus Richtung `Alpha`(Israel) und in Richtung Syrien fliegen sehen. Nach Verletzung der Waffenstillstandslinie überfolgen sie syrisches Gebiet bis `Area 30` und kurze Zeit später stiegen über diese Region schwarze Rauchschwaden auf“. Danach seien die Drohnen den gleichen Weg zurückgeflogen.
    Der UN-Sprecher machte deutlich, dass diese Vorkommnisse das seit 1974 gültige Waffenstillstandsabkommen zwischen Syrien und Israel verletzt habe.
    Inzwischen sollte durchgesickert sein, dass neben den Hizbullah-Kommandeuren auch einige iranische Militärs getötet worden sind.
    Die Geschichte wird hier nicht enden…

  • kaumi

    Vor wenigen Stunden in meiner Stadt Homs. Ein verheerender Autobombenanschlag mit unzähligen Toten und Verletzten. Platziert in der Nähe einer Universitätsfakultät, mit dem Ziel, möglichst viele junge Leute zu töten.
    https://www.facebook.com/video.php?v=629276900551035 (18+)

    Schaut Euch das Werk der „gemäßigten Rebellen“ an, die die Unterstützung Merkels, Obamas, Hollandes genießen… das war nicht der IS, in Homs gibt es nur noch versprengelte FSA`ler aus Reihen der „Jund/Ahrar u Sham“, der „Nusra“ oder „Ahfadu Rasul“.

    Ich spucke in die verlogenen, heuchlerischen Gesichter der Pariser ersten Reihe.

    • jowi

      Schrecklich!
      Halte uns auf dem Laufenden Kaumi, ich werde das auch auf meinen Blog stellen.
      Diese Verlogenheit ist wirklich abscheulich, man muss das in die Welt hinaus schreien!

      Friede und Gottes Segen den Menschen in deiner Heimat!

  • habkind

    endlich!!!!!!!!!!!!!!!!!
    mehrmals wollt ihn die Hölle nicht mal haben, jetzt erbarmt sich der Teufel.

    • Momentan läuft alles noch nach Plan. Interessant wird’s in der nächsten Etappe, und da werden eine Menge an Interessenten Hand anlegen.

  • kaumi

    Alle haben es erwartet, nun kommt er schneller als gedacht: Der Gegenschlag.
    Der antizionistische Widerstand hat heute mehrere Militärfahrzeuge der IDF an der libanesisch-israelischen Grenze angegriffen. Die Angaben über die Anzahl der Opfer schwankt zwischen 4 und 17 getöteten Soldaten und Offizieren.
    Die Israelis töteten Stunden zuvor zwei syrische Soldaten, als wieder einmal Nusra-Granaten auf Brachland niedergingen. Netanjahu sagte, Syrien bezahle teuer für jede Granate, die den Weg über die Grenze fände.
    Vor wenigen Minuten sagte dann Netanjahu angesichts des Gegenschlages: „Das werden die Terroristen schwer bereuen. Sie werden teuer dafür bezahlen. Jeder, der uns herausfordert, soll sich anschauen, was wir mit Gaza gemacht haben.“.
    Es ist die ewig gleiche Platte, die abgespielt wird. Das Blutvergießen wird hüben wie drüben nicht aufhören, solange Israel seine Politik der Arroganz und Ignoranz seinen Nachbarn gegenüber weiterführt.

  • LeChevalier

    Ich glaube mein Schwein pfeift! Endlich wird in einem MSM diese beschissene Opposition fertig gemacht. Und zum ersten verdammten Mal habe ich in einem MSM gelesen, dass dieser Hitto US-Staatsbürger und von Katar unterstützt wurde. ALLAH SURIYA BASHAR W BEZ!!!

    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article136929892/Syrien-und-die-Moskauer-Farce.html#disqus_thread

    • kaumi

      Lieber LeChevalier,
      dieser Artikel reiht sich m.E. in die vielen „belanglos-Beiträge“ der Leitmedien ein. Vieles was aufgelistet wird, geschieht zähneknirschend und vor allem deshalb, weil es ohnehin, auch durch die Arbeit solcher Blogs wie diesem, längst bekannt und bewiesen ist.
      Nicht nur Hitto, sondern ca. 70% der ersten Fünfzig der Hotelopposition sind Träger von zwei Staatsangehörigkeiten. So viel ich weiß hatte nur Al Khatib als einer der vielen Führer der NK nur die Syrische. Von vier bereits erledigten Vorsitzenden ist eine zweite Staatsangehörigkeit verbürgt.
      Und spätestens wenn solche verwässerten Berichte dann auch noch ausgerechnet in einem Medium wie der Welt erscheinen, dürfte alles klar sein ;-)

  • kaumi

    Absoluter Schwachsinn.
    Soll sich Assad mit Islamistenterror brüsten? Um auf deine Frage zu antworten: Das höre ich jetzt zum ersten Mal.
    Frag` mal deinen Bekannten, wo seine Familie das her hat… vielleicht zu nah am Ohr von „Radio Riad“ gewesen ;-)

    • Matthias

      Es sieht ganz so danach aus :-)….

      Andere Frage: Gibt es Erkenntnisse darüber, ob in Aleppo der Kessel geschlossen wurde?

      • kaumi

        Zwar fast aber noch nicht komplett, der Fokus der SAA liegt seit Wochen im Bereich Ost-Ghouta (Rif Damaskus)

  • kaumi

    https://www.facebook.com/video.php?v=10153154932928968&fref=nf
    taufrisches Video im Umlauf:
    Der Vater des getöteten jordanischen Piloten äußert sich in diesem Fernsehauftritt wie folgt:
    “ Muaz (Vorname seines Sohnes) ist in seinen Einsatz geschickt worden, um zu sterben. Ich habe jetzt Hinweise erhalten, dass seine Maschine von einer Rakete getroffen worden ist – und zwar einer Rakete, die von der Allianz abgefeuert wurde. Alles deutet darauf hin, dass die emiratische Pilotin Maryam Al Mansouri diesen Schuß abgesetzt hat“.

    Das ist, wenn man die Stellung dieses Stammesführers kennt, ordentlicher Tobag. Ich werde mich hüten, dazu Stellung zu nehmen, aber ich habe gelernt, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Und: mir schoß es sofort durch den Kopf, dass ausgerechnet die VAE vor wenigen Tagen ihren Rückzug aus der Allianz angekündigt hatten…

    • Walter Mandl

      Überleg mal, wenn diese Vorwürfe stimmen sollten, ergibt das durchaus einen Sinn für die Koalition: Damit könnte gut erklärt werden, warum bisher (und in Zukunft) die Angriffe nicht erfolgreicher waren bzw. sein werden.

      • Jones Bones

        Es würde auch erklären, warum der IS bei Moaz auf jegliche Verhandlungen verzichtet und ihn gleich auf eine heftige Weise liquidiert hat, statt ihn als Verhandlungsmasse zu verwenden.
        Hat man bei den gefangenen Ausländern nicht gemacht und ist doch eigentlich komisch, oder?
        Die Ungläubigen köpft man, den Mitmuslim verbrennt man.

        Aber um ehrlich zu sein, ich kann mir daraus keinen Reim machen.
        Ich weiß nicht, wo der Vater diese Informationen her haben will, ich sehe auch keine Motive, außer eines beim Vater für eine mögliche Falschaussage.
        Dass er Rache für seinen Sohn will und den VEA den Rückzug übel nimmt.

  • kaumi

    http://www.c-span.org/video/?c4525106/brzezinski-assad-support-group-opposing

    „Brzezinski: Assad has more support than any group opposing him.“
    … in dead, he has. I would say, he has more support than all groups opposing him together ;-)
    Während dem einen Amerikaner diese Wahrheiten lässig über die Lippen kommen, hackt die Syrian electonic army eine SMS-Konversation zwischen dem US-Botschaftsangehörigen in Bagdad, Ressort „Abteilung für irakische Angelegenheiten“, Anthony Godfrey und seinen türkischen Partnern. Darin beschreibt der Amerikaner, dass er in Hatay „Oppositionelle“ getroffen habe, die sich über die Langsamkeit der Waffentransporte beklagten und er plädiert für eine zügigere Abwicklung, “ um endlich das System Assad zu stürzen“. Ein offizieller Botschaftsangehöriger also als Waffenschieber. Welch` kaputtes Land: Zuhause im Senat oder bei offiziellen Reden das Eine erkennen, und auswärts, da wo die Musik spielt, das Gegenteil machen. So funktioniert sie, die US-Außenpolitik.
    Die Bilder, geignet um sie in den Flimmerkisten der Welt zu präsentieren, und die Handlungen, geeignet um dieses Land jeden Tag zigfach des Völkerrechtsbruchs zu beschuldigen.