Idlib down

Idlib fällt am 27.03.2015

Bis vor ein paar Stunden hatten es nur die Islamistenwebseiten, inzwischen gibt es die Nachricht auch in den „großen“ Medien: die Provinzhauptstadt Idlib wurde gestern nach 4 Tagen heftiger Kämpfe von der syrischen Armee verlassen. Die Stadt wurde von einer Koalition aus diversen Terroristenbrigaden besetzt, darunter die Al-Nusra-Front, Ahrar al-Scham, Dschund al-Aqsa und andere. Tausende Zivilisten (Al-Mayadeen meldet rund 13.000) sind aus der Stadt geflohen, bevor die „moderaten“ Terrortruppen die Stadt übernommen haben.

Idlib war in den vergangenen Tagen praktisch eingekesselt, die Mannstärke der gegen die Stadt vorrückenden Banden soll insgesamt mehr als 1.500 betragen haben. Es ist anzunehmen, dass die Armee abgerückt ist, um nicht komplett eingekesselt zu werden. Jedenfalls wurde alles stehen und liegen gelassen, einschließlich einer großen Zahl (zwischen 60 und 80) von im Gefängnis inhaftierter Terroristen, die vor dem Abzug hingerichtet wurden.

Die syrische Seite hat diese Vorgänge noch nicht offiziell bestätigt.

Idlib, Nordsyrien 27.03.2015

War aber auch schwer zu verteidigen… Quelle: @HaraldDoornbos

Tags:

Trackback von deiner Website.

  • kaumi

    „Die syrische Seite hat diese Vorgänge noch nicht offiziell bestätigt.“
    Die syrische Seite hat offiziell schwere Gefechte gemeldet und den Rückzug aus allen Bezirken der Stadt bestätigt. Allein der Südwesten der Stadt (Zufahrt zur Küstenregion) wird vehement verteidigt, die Luftwaffe greift aus Rücksicht auf die Einwohner nur Rebellenspots am Rande der Idlibs an.

  • Reinhard

    keine guten Nachrichten…

  • S. Matt (triangolum)

    …Jemen, Idlib, was folgt als nähstes?
    …wenn der Iran nicht massiv im Irak und Syrien nun interveniert wird er von der sich gerade bildenden Eingreiftruppe der Saudis & Co. in diesen Ländern massiv unter Druck geraten und beide Länder verlieren und damit auch den Libanon. Die werden ja nicht nur in Jemen „Aufräumen“ sondern auch in dann in Syrien und Irak. Jemen ist nur der Testballon. Das Prüfen der militärischen Stärke, das Testen der Diplomatischen Stärke und das Schaffen von Strukturen.

    …der Iran muss jetzt, nicht erst in 1 Jahr, jetzt handeln. Massiv, knallhart und ohne Zögern. Das selbe muss Russland machen. Zögert Russland und lässt den Iran und Syrien „verhungern“ fällt auch später der Iran diesem Saudi Block und damit ist Russlands Südflanke so weit offen das der Geheimdienst Terror Fürst der Saudis den Krieg mit voller Stärke von Süden kommt. Sollte Putin damals wirklich gedroht haben diesen wird dieser das nun genau anders herum mit Fakten machen.

    …es ist keine Zeit mehr für taktische Spielchen. Jetzt gilt es zu handeln. Jetzt!

    • jowi

      Nüchtern betrachtet hat der Iran alleine keine Chance gegen ein Bündnis aus reichen Golfstaaten, Israel und den USA. Die einzige Chance wäre eine Allianz zwischen Iran und einer nuklear bewaffneten größeren Militär-Macht wie Russland, China, evtl. Indien.

      Damit würde der Einsatz erhöht, ein Weltkrieg würde drohen.

      Dass der Iran irgendwann ins Chaos gebombt wird, damit rechne ich schon lange. Denn die ganze Umgestaltung von „Middle East“ wäre aus Sicht der faschistoiden Kräfte in Israel, den USA und dem „sunnitischen Bogen“ erst damit rund.

      Nein, es sieht nicht gut aus. Russland und China müssen den richtigen Zeitpunkt erkennen, wenn sie mit Entschlossenheit und dem Risiko sehr viel zu verlieren einen Endsieg dieses mächtigen Bündnisses verhindern wollen. Zum Glück gibt es in den USA auch noch Kräfte, die den Falken die Stirn bieten. Siehe z.B. hier: https://firstlook.org/theintercept/2015/03/27/phantom-new-york-times-staffer-undermines-paper/

    • kaumi

      Wir biegen gerade in eine sehr scharfe „Kurve der Ereignise“ ein. Als Assad irgend wann im Herbst 2011 von einem „Flächenbrand“ sprach, der im Zuge des Destabiliserungskomplotts gegen Syrien kommen würde, da nickten wir alle zustimmend, weil es uns allen schon sehr lange klar war, dass im arabischen Raum tiefe, nur oberflächlich zugeschüttete Gräben zwischen den Konfessionen und den Strömungen auf ihre Zeit warteten, sich ins Gedächtnis der Menschen zurückzubringen. Die Fläche dieses Brandes aber wird jetzt erst langsam durch die Konkretheit bewusst. Durch Syrien flogen Splitter in den Libanon und in den Irak. Nun haben wir im Jemen einen offenen Krieg. Auf der einen Seite die bedrängten Schiiten in diesen Ländern, auf der anderen Seite die große, mächtige sunnitische Nato/GCC-Allianz, IS und Al Qaida inbegriffen.
      Wo man die „Allianz der Demokraten und Völkerrechtsbewahrer“ fast dazu treten musste, militärisch gegen die tausendfach schlachtenden und mordenden sunnitischen Islamofaschisten vorzugehen – und sie tun dies immer noch nicht mehr als kosmetisch – brauchte diese Allianz genau 3 Tage, um eine Armada aus zehn Ländern auf die Beine zu stellen, die brutalst und aggressivst gegen (schiitische) Jemeniten vorgeht, die, außer im eigenen Staatsgebiet und fern jeglichen Genozid an anders Gläubige, sich haben nichts zu Schulden kommen lassen.
      Ich weiß, dass wir das hier inzwischen zur Genüge thematisiert haben, aber netto-betrachtet und ohne jegliche Verklärung oder Populismus muss man feststellen:
      Die westlichen Länder haben mit dem Jemen-Feldzug offen den Schiiten den Krieg erklärt und sie haben sich offiziell mit den sunnitischen Hardlinern und den Gründern der Al Qaida und des IS verbündet.
      Schluß, aus die Maus. Freiraum für Interpretation ist nicht gegeben.

      • Enis

        Da gibts nichts schönzureden… Idleb ist und bleibt verloren. Es ist eine schmerzliche, irreversible Niederlage, die meines Erachtens die befürchtete Aufteilung Syriens bestärken wird. Für mich persönlich sehr enttäuschend, dass die Behörden anscheinend unvorbereitet waren! Dass die Bevölkerung von al Fuah und Kafarya nicht evakuiert wurden, bezeugt von grobfahrlässiger Nachlässigkeit, die mit Verrat geahndet werden sollte. Wegen dem Niemandsland „Kobane“ ging ein globales Geschrei durch die Medienlandschaft. Dass die beiden erwähnten Gebiete jetzt ein Massaker erwartet, interressiert kein Schwein. Sollten die Ratten die Erstürmung dieser beiden schiitischen Gebiete wagen und sähe der Iran diesem Massaker passiv zu, dann hätte für mich als aufrichtigen Mensch der Iran jede Glaubwürdigkeit und Standhaftigkeit als Allierten verloren!

        Das nächste Ziel der Terroristen wird wahrscheinlich Hama sein. Es ist eine ganz heisse Phase für die Einheit Syriens eingetreten.

        Es ist eine persönliche Tragödie, dass ich mich langsam aber sicher mit dem Zerfall Syriens in verschiedene Teile abgefunden habe. Mehr, irgendwie find ich langsam ein Gefallen daran, dass sich schlussendlich aus der verzwickten Situation ein rattenfreies Kernsyrien herausbilden wird. Dieses wird meinen Erwartungen nach einzig aus den Städen Latakia-Tartous-Homs-Damaskus-(Suweida vielleicht) bestehen! Damit dieses Gebiet überleben kann, wird man sich noch einen Verbindungsweg über Palmyra zu den Ölquellen bei Deirrezzor freikämpfen. Meiner Meinung nach ist das auch der einzige Grund warum die Republikanische Garde von Issam Zahreddine überhaupt in dem öden Dereizzor stationiert ist…Dass man Städte wie Idleb -wenns drauf an kommt auch kampflos aufgibt- ist nichts anderes als eine rationale Entscheidung der syrischen Führung die Ressoursen für einen Plan B schonen zu wollen.

        Wir haben 4 Jahre lang aufrichtig gekämpft, aber es fehlen schlicht und einfach die (humanen)Ressourcen gegen diese globale Aggression.

        Die Hoffnung, dass der Löwe von Damaskus wieder zurückschlägt stirbt jedoch nie ab!

        • bahman shafigh

          Vergiss Iran lieber Enis. Iran ist nicht das Land für das du es hältst. Siehe Lybien. Lybien war das einzige arabische Land, das während des Iran-Irak Krieges den Iran aktiv unterstützt hat. Von den Positionen innerhalb der Arabischen Liga bis hin zur Beschaffung von Waffen. Und was hat es von Iran Anno 2011 bekommen? Gar nichts. Oder besser gesagt: die Unterstützung des Irans galt den „Lybischen Revlotionären“!! Die ganze Zeit der Lybischen Bombardements haben die Iraner zwar die Angriffe verurteilt, die meiste Diskussionen wurden aber in den Iranischen Medien über das „grausame“ Schicksal von Imam Musa Sadr geführt, für dessen Verschwinden Gaddafi verantwortlich gemacht wurde. Mit so einem Tyranen könnten sich die „friedliebenden“ Iraner doch nicht verbunden. Von so einem Land erwartest du standhaftigkeit?

          Bezüglich Syriens hat der alte Hyene Rafsandschani bereits 2013, als die Kampagne gegen Assad wegen angeblichen Einsatz der Chemikalien auf Hochtouren lief, lauthals Krokodilstränen für das Syrische Volk gegossen und verkündet, diese Volk sei ja wirklich im Elend, da die eigene Regierung, also Assad, es mit Chemiebomben angreift. D.h. grünes Licht für den geplanten Angriff der westlichen Mächte. Allei der Wiederstand der Russen hat dies vereitelt. Die Iraner hätten weggeschaut. Die einzige Standhaftigkeit der herrschende Klasse im Iran samt ihrer sekularen und klerikalen Fraktionen, gilt für die Verfolgung eigener Interessen.

          Als letztes möchte ich noch hinzufügen, dass auch die Anti ISIS Aktivitäten der Iraner im Irak primär das Ziel haben, den westlichen Mächten im Züge der Atomverhandlungen einen Dienst erweisen, damit diese dann doch noch etwas nachgeben. Siehe hierzu den Artikel in der FAZ:
          http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/atomverhandlungen-mit-iran-auf-der-ewigen-zielgeraden-13510036.html

        • Enis

          lieber bahman shafigh
          Ich stimme Deiner Kritik zum Iran in vielen Punkten zu, obwohl ich die finanzielle und waffentechnische Unterstützung für Syrien dankend anerkenne. Die liberalen im Iran spielen ein dreckiges Spielchen, dass weiss auch die syrische Führung. Die würden Syrien lieber heute als morgen verkaufen. Die sind sogar auch gegen die aktive Unterstützung der libanesischen Brüder. Wir trauen einzig dem „obersten Führer“ Ali Khamanei.. Einer geistlichen arabischen alawitischen Delegation hat er vor 2 Jahren persönlich sein Wort gegeben, dass er alle nötige Unterstützung für Syrien gewährleisten wird.

          Im Nahen Osten gibt es nur in Damaskus und in einem Teil von Beirut richtige Männer mit zwei Hoden!

          Ich als bekennender säkularer syrischer Patriot habe deshalb mehr Vertrauen in die konservativen iranischen Hardlinern als die Liberalschurken. Es ist ein Zwecksbündnis gegen die Achse des Bösen!

  • habkind

    Ich glaube nicht, das Idlib lange in der Hand der Terroristen verbleiben wird.
    Vielleicht bin ich krankhaft optimistisch, aber ich denke, dass es für die SAA sinnvoller war,
    einige Gebiete in Idlib zu verlassen, als dass einige Soldaten eingekesselt werden.
    Die SAA wird auch nicht so lange warten, bis sie einen Gegenangriff unternimmt. Sie wird
    nicht warten, bis sich die Terroristen dort barrikadiert haben und überall ihre Tunnel vorbringen.
    Einen Artikel mit Karte auf LiveLeak finde ich – sollte er stimmen – doch optimisch.
    http://www.liveleak.com/view?i=6c3_1427698488#OWDsPZxQ4TH65Fct.99

    • Enis

      lieber habkind…vergiss Idleb!
      Die SAA muss Kräfte bündeln… da hat Idleb kein Vorrang. Einzig Ariha und Jisr al Shougr wird evtl. als Verteidigungslinie -weil Tor zu Latakia-Umland- verteidigt werden.

      Einziger Lichtblick in Idleb war, dass die Bevölkerung nicht wie damals in Rakka ihren Staat veraten hat, sondern mit der SAA/NDF die Stadt verlassen hat!

      • Walter Mandl

        Hallo Enis, ich freue mich sehr von dir zu hören!

        Natürlich hat der Rückzug der SAA mit Konzentration von Kräften zu tun, wahrscheinlich auch mit strategischen Erfordernissen. Es tut sich gewaltig viel im gesamten Raum. Ich könnte mir vorstellen, dass die Entwicklung im Jemen kräftigen Einfluss auf die Strategie der SAA hat. Die neue Koalition der Willigen Hunde bemüht ja sogar die Armeeführungen in Pakistan und Ägypten. Und wenn ich dazu noch das Ringen in und um Griechenland betrachte wird augenscheinlich, dass an allen Ecken der Region kräftig gezogen wird. Es geht doch längst nicht mehr ausschließlich um eine Neuverteilung Syriens sondern der gesamten Region. Die bisherigen Verbündeten Syriens ziehen keine klaren Fronten und zeigen sich elastisch. Diese Strategie hat natürlich auch unmittelbare Auswirkungen auf die Armeeführung der SAA. Aber geschlagen sind sie nicht und Überraschungen jederzeit möglich. Der schiitische Halbmond (Iran, Irak, Syrien, Libanon) wird von vielen Seiten bekämpft. Am Ende des Tages wird er (in schā’a llāh) die einzig verbliebene Konstante in der Region sein. Verzage nicht und vertraue in deinem Glauben.

  • Dike

    Das muss man auch ersteinmal verdauen. Abbas verlangt allen Ernstes, dass die arabische Liga (dieser Verein korrupter Regime) in Gaza militärisch interveniert um die Hamas zu stürzen.

    http://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/mahmoud-abbas-calls-arab-military-intervention-against-hamas-gaza

    Damit ist er auf Linie mit dem islamischen Richter der palästinensischen Autonomiebehörde:
    On Friday, Mahmoud al-Habbash the PA’s chief Islamic judge and an advisor to Abbas, called on Arab states to “strike” Gaza, following the example of the Saudi-led bombing raids on Yemen.

    “What happened in Gaza was a coup, not a division, and it must be addressed with firmness,” added al-Habbash. “There can be no dialogue with coup-makers; they must be hit with an iron fist.”

    Also Palästinenser Leiden noch nicht genug, sie müssen sich auch noch gegenseitig mit „eiserner Faust “ vernichten. Vorbildlich und ganz im Sinne der zionistischen Besatzer. Sie haben alles im Griff.

  • kaumi

    Während Idlib weiter hart umkämpt bleibt (der Süden und Südwesten der Stadt ist weiterhin in SAA-Hand, auch im Zentrum wird geschoßen), mussten sich die Syrer auch in der Nähe der Hauptstadt eines Angriffs der scheinbar neu-globalsyrisch-gebildeten Nusra/IS-Konstrukts erwähren. In Yarmuk, dem großen vor den Toren der Hauptstadt gelegenes palästinensisches Flüchtlingslager, gab es einen ernstzunehmenden Vorstoß der Islamisten, der weit in das Lager reichte. Scheinbar konnten die „hauseigenen“ Defensivkräfte, bestehend aus verschiedenen bewaffneten Kräften von palästinensischen Splittergruppen in Zusammenarbeit mit benachbarten NDF-Männern, diese Attacke abwehren, auf Kosten von vielen Toten beiderseits.
    In der Region Quneitra hört Israel nicht auf, Nusra/IS durch ihr besetztes Gebiet in Richtung Syrien durchsickern zu lassen. In den letzten 48 Stunden sind dort mehr als 50 Terroristen ihrem Schöpfer entgegengetreten.
    Der letzte sichere syrisch-jordanische Grenzübergang ist nun von beiden Seiten „geschloßen worden“, soll heissen, aufgegeben worden. Nachdem zunächst Söldner auf jordanischem Gebiet den Grenzübergang eingenommen und die jordanischen Soldaten vertrieben hatten, entschloßen sich die Jordanier, diesen Übergang aufzugeben. Kurze Zeit später zogen sich die kleinen Einheiten der SAA ebenfalls zurück.

    Wie man sieht, bewegt sich im Lande wieder aller hand. Für mich entscheidend sind primär nicht die lokalen Scharmützel, denn Kräfteverhätnisse ändern sich in Syrien schnell, sondern der nun scheinbar vollzogene Schmelzvorgang zwischen Nusra und IS zur neuen Einheits-Terrormacht in Syrien. „Gemäßigte Rebellen“, sollte es vorher eine Hand voll gegeben haben, wird man nirgends mehr in Syrien finden.

    Bei all` diesen Nachrichten nicht zu vergessen, wäre die wichtigste aller Neuigkeiten:
    Der Durchbruch der 5+1 Verhandlungen mit dem Iran!
    Wenn in Teheran Tausende auf die Straßen gehen um diese Nachricht zu feiern, die syrische Presse morgenluft wittert, Russland von einem entscheidenden Schritt in Richtung Lösung des Nahostkonfliktes spricht, die Saudis auf der an deren Seite die syrischen Reaktionen als Verrat „an der arabischen Sache“ werten und Israel aus dem Zetern nicht mehr herraus kommt, dann muss zumindest der Verdacht aufkommen, dass dieser Deal vielleicht, für die Angehörigen der „Achse des Widerstandes“, nicht der Schlechteste sein muss.

    Und: Tunesien hat nach 3 Jahren die diplomatischen Beziehungen zu Syrien wiederaufgenommen. Welche Ironie. Das Land, in dem diese historische Katastrophe namens „arabischer Frühling“ ihren Anfang nahm, ist das Erste, welches die Kurskorrektur einleitet.

    Wahrlich interessante Zeiten…

    • S. Matt (triangolum)

      …der Iran hat praktisch 100 Milliarden US Dollar und mehr gerade in den Lokus gekippt und sein Atomprogramm aufgegeben. Diese Aktuelle Regierung im Iran hat der Erpressung statt gegeben und dafür nur eines bekommen: Noch mehr Erpressung und noch mehr Sanktionen und das alles Freihaus aus dem Iran dank deren Unterschrift sofern das tatsächlich so in Kraft tritt. Und das es so viele Möglichkeiten gibt dem Iran „Verfehlungen“ vorzuwerfen dank dieses Abkommens ist vorprogrammiert. Und wenn es dann zu weiteren echten Sanktionen also UN Sanktionen kommt wie Raketenprogramm Aufgabe, keine Ausbilder mehr in andere Länder, keine Flugrechte mehr und und und ist der Iran völlig bedient.

      Diese Regierung im Iran wirft dieses Land dem Westen vor die Füße. Kein Wunder das deren Vorgänger an Beliebtheit durch die Decke geht. Wenn das mal gut endet im Iran selber. Und die die da feiern sind einfach nur die selben wie in Venezuela oder Ukraine oder sonst wo welche an dieses westlichen Traum glauben. Das wird für Syrien wie aber auch für Russland noch ernste Folgen haben wenn es wirklich so durch geht. Ganz sicher.

      Die USA wissen jetzt das diese Art der Erpressung auch bei so sturen Ländern wie dem Iran zur Selbstaufgabe führt. Mit den USA ein Abkommen schließen ist wertlos da es sich nie daran hält. Niemals. Und dann auch noch einer Selbstaufgabe gleichkommend! Wer weiß welche Art Zusatzvereinbarungen das ganze auch noch mit sich bringt welche nicht publik werden.

      Alleine die Tatsache das es in Syrien gerade zunehmen schlecht aussieht lässt schon schlimmstes vermuten. Und es ist in Syrien gerade überall merkwürdig am Bröckeln!

      • kaumi

        Naja Matt, es bleibt eine Frage der Perspektive, wie dieser Deal zu interpretieren ist.
        Glaubt man daran, dass der Iran wirklich dran war, die A-Bombe zu bauen, so muss dieser Deal in der Tat als Niederlage der Perser gewertet werden.
        Glaubt man aber, so wie ich, dass die Iraner mittelfristig nie die Absicht hatten, nuklear aufzurüsten (im Sinne von selbst herstellen), dann muss dieser Deal aber als ein Sieg der Perser gewertet werden.
        Wenn man dazu die weichen Faktoren, also die Reaktionen auf diese Gespräche, berüchsichtigt, dann erschliesst sich mir nicht, wie du der Meinung sein kannst, der Iran hätte verloren und der Westen gewonnen.
        Die Saudis haben gestern, ob der positiven Reaktion der syrische Regierung auf den Ausgang der Gespräche, den Syrern „Verrat an der arabischen Sache“ und ihnen „Paktieren mit Persern“ vorgeworfen ;-).
        Bibi, der Zionistenschlumpf, läutete im israelischen Fernsehen gestern den Abgesang der „friedlichen und sicheren Lage in Israel“ ein. Die an diesen Deal beteiligten Staaten „verhinderten mit diesem Abkommen nicht die iranische Atombombe, sondern sie ermöglichten sie“. Und die Reps, im Verbund mit AIPAC, gaben gestern bekannt, die Möglichkeit einer 2/3-Mehrheit im US-Kongress zur Sabotage dieses Deals ausloten zu wollen.
        Entweder spielen sie uns alle (!) eine riesige Kommödie vor, oder aber das Abkommen schmeckt ihnen wirklich und real nicht.

        Zum Iran: An der Führung und der ideologischen Ausrichtung dieses Staates hat sich doch überhaupt nichts geändert. Allein Rohani ist für Ahmadinedjat im Amt. Der Rest ist idem.
        Aber: Noch ist das Abkommen nicht ratifiziert. Schauen wir mal, wie die Entwicklung (vor allem Israel, Reps) in den nächsten Wochen sein wird.

        • Enis

          Ein möglicher Verlierer der Atomverhandlungen (nebst Syrien!)wird womöglich Russland sein! Iran wird nach dem Fall der Sanktionen den Öl- und Gasmarkt mit weiterem Angebot überschwemmen, was wiederum den Preis drücken wird! Für höhere Fördermengen muss der Iran zuvor noch riesige Investitionen in die Ölbranche tätigen. Auch da werden die chinesischen und russischen Firmen das nachsehen haben, welche zwar aktuell im Land tätig sind, jedoch die nötige verlässliche Technoligie nicht liefern können. Einzig im militärischen Bereich könnte Russland noch ein kleines Stück Kuchen zugeteilt bekommen. Doch die Geschichte mit den nichtgelieferten S-300 stosst den Iranern immer noch sauer auf. Die Iraner werden deshalb auf starke Nachlässe pochen!

          Wieso Syrien als Verlierer? Die liberalen Opportunisten im Iran werden nach dem Atom-Deal versuchen sich auch politisch dem Westen zu „öffnen“. Das wird bedeuten, dass sie in geostrategischen Fragen „pragmatischer“ handeln wollen. Sie werden versuchen der syrischen Führung mehr Auflagen für die Unterstützung aufzuzwingen. Sie werden z.B. auch anfangen die Person Assad zu „diskutieren“ und evtl. eine Lösung mit irakischem Vorbild akzeptieren. Das sind alles mögliche reale Gefahren, die Syrien erwarten können. Ich persönlich glaube jedoch weiterhin an die Standhaftigkeit und Aufrichtigkeit des geistlichen „Führers“ Ali Khamanei! Er wird sie bestimmt zurückpfeifen…

          Eine weitere Gefahr für Syrien besteht auch aus der Möglichekeit, dass aufgrund der eigenen schwierigen Situation die russischen Freunde anfangen sich zu Bewegen. Um die Isolation der Sanktionen zu mildern, könnten sie sich vermehrt von der „schiitisch“ geprägten Achse Iran-Irak-Syrien-Libanon langsam distanzieren und eine Öffnung Richtung der sunnitischen Achse vornehmen. Anstatt den Stützpunkt in Tartous auszubauen, werden sie -vermute ich- mit Aegypten eine Möglichkeit für einen Stützpunkt ausloten…

          Einzig bei den libanesischen Brüdern bin ich mir sicher, dass es kein Platz für Pragmatismus gibt. Ich bewundere ihre gerade Linie, die sie stets unbeirrt durchziehen.

          Sowohl geopolitisch, als auch militärisch sind wir wieder in der Deffensive. Aber keine Panik, wäre nicht das erste Mal, dass wir das Blatt wenden können. Schwieriger wirds aber allemal.

          Dass Idleb im Norden und Bousra al Sham im Süden in Kürze wieder eingenommen werden kann, bezweifle ich. Viele syrische Seiten berichten zwar von einer bevorstehenden Offensive um Ibleb zu befreien. Dass man eine Stadt nicht verteidigen kann, um es später mit mehr Verlusten zurückzuerobern macht ja militärisch keinen Sinn.

          Wie Syrien von den Freunden wirklich unterstützt werden kann? Waffentechnik, die knappe menschliche Ressourcen ersetzen kann!!

          Abwarten und für die tapferen der SAA beten!

        • Enis

          Tigers Konvoi angeblich Richtung Idleb:
          https://www.facebook.com/AlakedSouhelHassan2

          Positiv an dieser fast vierminutigen Aufnahme ist die Tatsache, dass die SAA endlich gelernt hat, nicht dicht aneinander zu fahren! Hat aber leider schon viele Verluste durch Strassenbomben gekostet bis man lernt…

        • Dike

          Enis, warum sollte der Iran mit fliegenden Fahnen in die Arme des Westens rennen? Und das, nachdem er nach Jahrzehnten trotz Sanktionen zu dieser politischen Grossmacht geworden ist, dass immerhin die 5 Atommächte entschlossen waren, den Deal mit dem Iran zu unterzeichnen und das nicht etwa, weil sie plötzlich den Iran lieben. Vor allem USA und EU wollen sich noch rechtzeitig mit der Regionalmacht Iran arrangieren! Um wirtschaftlich auf diesem riesigen Markt abzusahnen. Die Tatsache, dass der Iran politisch die Macht im Nahen Osten geworden ist, ohne die nichts mehr geht, hat außerdem dazu geführt, dass Israel plötzlich massiv an Bedeutung verloren hat. Man kann fast die Verzweiflung der Saudis und Israelis spüren, dass plötzlich der Iran als Bösewicht nicht mehr da ist. Ich glaube nicht an eine politische Richtungsänderung des Iran und schon gar nicht daran, dass Syrien der Verlierer ist. Im Gegenteil. Der Iran hat Syrien nicht durch die schwierigste Phase mitgetragen und unterstützt, um jetzt Assad fallen zu lassen, wo es bergauf geht. Was sollte der Sinn sein? Nicht zu vergessen, bei alldem Verdacht, dass es einen pro westlichen Kurs der iranischen Regierung geben könnte, es gibt eine starke Armee und die ist garantiert nicht pro westlich eingestellt. Jetzt könnten endlich auch alle Pipeline Pläne mit Irak und Syrien realisiert werden. Der Iran braucht gutnachbarschaftliche Beziehungen. Auch hat der Iran in der Geschichte zu viele schlechte Erfahrungen mit dem Westen gemacht. Der Iran wird sich der asiatischen Achse annähern ( Seidenstraße) und ich las kürzlich, dass ein Beitritt zu den Brics auch möglich ist. Natürlich wird der Iran sich dem Westen auch öffnen müssen, allein wegen der sehr jungen iranischen Bevölkerung, für die Amerika einen Zauber hat den Russland leider noch nicht hat. Aber ich sehe, dass Amerika die kommenden Jahre nach innen blicken wird und muss. Da gibt es genug Probleme.

        • Enis

          Dike, deine Argumente sind sicherlich stichfest und machen Sinn. Nur mein Problem -als säkularer (schiitischer) Alawit- ist nicht der iranische Staat in der Gesamtheit, sondern die liberalen schiitischen Kräfte im Iran, die Morgenluft wittern. Mein Verständnis von Säkularität und weltlicher Einstellung hat einen starkpatriotischen Hintergrund. Die patriotischen Syrer sind auch liberal in der Weltanschauung -was jedoch eigene Interessen anbelangt, da sind wir steinfest! Die liberalen Iraner vergleiche ich mit den Bürger des damaligen Ost-Blocks. Als der Vorhang zusammenbrach und viele nach westlicher Öffnung schrien, dachten sie das Paradies auf Erden entdeckt zu haben. Es fand unter den neuen dem Westen freundlich gesinnten Regierungen ein regelrechter Ausverkauf statt. Und was folgte nach einigen Jahren Öffnung zum Westen? Reine Ernüchterung und stetige Rückbesinnung auf eigene Werte! Der Atom-Deal ist meines Erachtens ein neuer Versuch des Westens ein Regimechange in Iran herbeizuführen. Mit diesem „Geschenk“ möchte man den „liberalen“ Kräften für die nächsten Wahlen die Rücken stärken. Gestärkte liberale Kräfte werden sich dann vermehrt mit den Hardlinern anlegen!
          Ich erinnerene an einen Interview des syrischen Aussenministers Muallem mit der libanesischen Al-Akhbar, der sich ähnlich zu der Beziehung mit den iranischen liberalen Kräften äusserte! Sie unternehmen immer wieder Versuche von der oben erwähnten Achse loszusagen. Doch bis anhin hat Ali Khamanei in dieser Hinsicht alle diese Bemühungen im Keim erstickt! Nur wer kommt nach Khamanei??!

          Aus diesem Grund komme ich zum Schluss, dass Syrien längerfristig ein Verlierer dieser weltpolitischen Entwicklungen sein wird! Denn unser Problem ist, dass wir unbeirrt an der Widerstandsachse halten! Doch in letzter Zeit kommen auch von der syrischen Führung vermehrt Signale, dass man auch etwas pragmatischer mit dem Westen umgehen könnte. Denn die beobachten die Ereignisse rundherum ganz genau…

          Ich bin zwar sehr dankbar für die Hilfe der Iraner in dieser Krise. Doch ich habe ein mulmiges Gefühl für die Zukunft! Ich hoffe ich täusche mich…

          (Was die Schiiten angeht, sind für mich einzig Nasrallah und seine Männer ohne Einwände und stetig zu vertrauen!)

  • Dike

    Enis, ich gebe zu, dass ich oft genau die gleichen Gedanken habe. In der Skepsis gegenüber Rouhani sind wir uns sicher einig. Oft hatten wir hier schon diskutiert, warum der Iran nicht offener und stärker eingreift ( das Gleiche mit Russland) und haben erkennen müssen, dass alles oft nicht so ist wie es scheint, Politik eine Gradwanderung ist und Diplomatie ein Geschäft. Welche Interessen vertreten werden erscheint manchmal unklar und viele Entscheidungen verwirren, weil wir leider nicht genug Hintergrundinformationen haben. Sollten sich die liberalen pro westlichen Kräfte im Iran durchsetzen (wenn, dann wird das ein langer Prozess sein) und Rouhani und die iranische Großbourgeoisie Verrat üben, dann werden sie auf starken Widerstand stoßen und nach der ersten großen Euphorie über die Verheissungen des Westens wird es eine kalte Ernüchterung geben. Allerdings ist der Iran nur bedingt vergleichbar mit dem früheren Ostblock, außer was den diffusen Wunsch nach westlichem Lebensstil und „Errungenschaften“ betrifft. Was Konsumgüter angeht, so hört man oft, dass es so ziemlich alles im Iran gibt und die Iraner werden auch nicht am Verlassen des Landes gehindert. Die einzige Gemeinsamkeit, die ich sehe, ist sicherlich der Mangel an sogenannter Presse und Meinungsfreiheit. Auch die haben wir zur Genüge kennen und schätzen gelernt. Wenn die Iraner in den „Genuss“ kommen werden, wird es zu starken gesellschaftlichen Konflikten kommen, die alle konservativen Gesellschaften durchleben (Tradition versus vermeintlichem Fortschritt). Die Jugend lässt sich da nicht aufhalten. Insofern ist dem Iran Russland sicher näher als die USA, wenn es um die Wahrung von Traditionen geht.

    Letztendlich werden die neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten die Politik bestimmen und da sieht es im Moment sehr viel besser im Osten und fernen Osten aus. Und wenn die Opposition im Iran bis jetzt nicht in der Lage war einen Politikwechsel herbeizuführen, dann wird eine gewisse kontrollierte Öffnung zum Westen ihnen erst recht den Wind aus den Segeln nehmen. Wenn es den Iranern wirtschaftlich besser gehen wird, dann sehe ich keinen Grund, warum der Iran außenpolitischen totalen Kurswechsel betreiben soll. Wie gesagt, es gibt die Armee und Ayatollah Khamenei und der hat eine große Anhängerschaft, sonst wäre er schon weg. Darauf müssen wir vertrauen. Er wird einem für Iran nachteiligen Deal nicht zustimmen.

    Syrien ist auf den Iran angewiesen und der Iran auf Syrien. Der Iran kann sich eine Kehrtwende nicht leisten. Das würde seine Glaubwürdigkeit und seine Machtposition komplett zerstören. Hoffen wir das Beste. Die kommenden Monate werden entscheidend ein.

    Noch als Nachtrag:

    Es gibt bereits die ersten Unstimmigkeiten, oder „Fehlinterpretationen“ was die Aufhebung der Sanktionen betrifft. Laut Al Manar spricht Rouhani von einer kompletten Aufhebung der Sanktionen, während die Sprecherin des US Aussenministeriums Marie Harf von Aussetzung der Sanktionen sprach. Wenn nicht einmal dieser entscheidende Punkt klar ist nach 12 Monaten Verhandlungen, dann „Gute Nacht“.

    http://www.almanar.com.lb/english/adetails.php?eid=204620&cid=19&fromval=1

  • S. Matt (triangolum)

    …ich kann verstehen das manche diesen Deal als OK ansehen. Aber schon alleine die Handlungen in Syrien und Jemen des Iran zeigen auf das die jetzige iranische Regierung falsch mit den Prinzipien und Überzeugung des Iranischen Volk spielt. Wird diese Regierung nicht umgehend Einhalt geboten hat das nicht nur schlimmste Auswirkungen auf den Iran, Syrien, Irak usw. sondern viel ernstere Folgen. Die SAA ist gerade in der schweren Rolle des Reagieren und steht einer gut geplanten Frühjahrsoffensive gegenüber und der Iran hält „still“.

    Und Putin lässt mal wieder in Sachen Iran und Syrien kaum Besserung erkennen. Er redet von Souveränität und sich nie den USA beugend aber spielt mit dem Iran das selbe Spiel nur weil es selbst den Atommächte Packt nicht absprechen will. Auch das ist wieder ein Doppelter Standard den der Iran eigentlich nicht ab kann.

    Der Artikel ganz unten zeigt ja wie sehr die Iraner desisoluniert und vor dem Kopf gestoßen sich fühlen bei diesem Deal.

    Mein Bauch rumort schon die ganzen Tage bei dieser fundamentalen Verschiebung im Gleichgewicht des Widerstandes.

  • ISKANDER

    Wir sollten zur Kenntnis nehmen, das in Syrien eine gewaltige Frühjahrsoffensive der Amerika und Israel Söldner läuft. ANNA ist wenig hilfreich und berichtet nicht objektiv.
    Gehe davon aus, das die Kraft der tapferen Syrer jetzt aufgebraucht ist nach bald 5 Jahren Krieg. Die Energie, das Humankapital und die Waffenenergie scheint am Boden, Russland und der Iran lassen unverständlicherweise Syrien im Stich. Tartous als russischer Hafen ist nur noch Folklore, Ägypten ist die neue Braut.
    Bei aller Trauer sollten wir uns hüten, Heldensagas zu erfinden. Der „Tiger“ ist zahnlos und das Warten auf sein Kommen ähnlich vergeblich wie im WK II das Warten auf General Walter Wenck in der Schlacht um Berlin.
    Syrien ist wohl verkauft und ums Jahr ist alles vorbei.
    Traurig, Entsetzlich aber wahrscheinlich unumgänglich.
    Ich verneige mich vor den mutigen Syrern um Präsident Assad, Russland und der Iran haben nun ihre eigene Schlachtung eingeleitet, was für ein Irrsinn!

  • Jones

    Moin Leute,
    Jones Bones hier, ich schreibe mal von einem Gästeacc. hier, weil ich mein Disquspasswort momentan nicht zur Hand habe.
    Bitte vergesst auch nicht, dass ich, Jones2theBones, es bin, der hier der Berufspessimist ist.
    Was mich zum Thema bringt:
    Was zur Hölle ist bei euch gerade los? Wollt ihr meinen Job klauen oder wie? Muss ich jetzt euren machen?

    Ja, schade isses um Idlib schon. Weils verdammt schwer ist sowas wieder einzunehmen.
    Hat die syrische Armee aber früher schon mal ziemlich problemlos geschafft.
    Und weil da Kräfte der Schariademokraten frei werden, die es früher nicht waren.
    Aber irgendwie auch nicht, denn den Keil der syrischen Einheiten bis in die Vorstädte hinein gibt es immer noch, und der dürfte immer noch deutlich größere Kräfte binden als er kostet.

    Fakt ist, dies ist schon lange nicht die erste Frühjahrsoffensive, die die Rebellen durchgeführt hat. Sondern eher die dritte oder vierte. Liegt u.a. daran, dass gerade ein frischer Jahrgang ganz offiziell von u.a. den USA ausgebildeten und ausgerüsteten Demodjihadisten fertig geworden sein dürfte. Jetzt fängt in der Türkei wieder die andere, normale Art von Tourismussaison an, da müssen halt dafür die Hotels geleert werden.
    Es wäre jedenfalls auch nicht das erste, sondern auch das dritte Mal, dass diese neue Lieferung recht zügig verbraucht werden würde. Und was den Verbrauch angeht, so war dieser in Idleb wieder mal besonders zügig.
    Es ist unbestreitbar (!), dass die Verluste der AoC (Army of Conquest; Allianz aus Nusra & anderen „Moderaten“) dieses Jahr mal wieder mit besonders hohen Verlusten einhergingen, die in den hunderten liegen.
    Ist „die Kraft der tapferen Syrer jetzt aufgebraucht nach bald 5 Jahren Krieg“, wie Iskander schreibt?
    Nein, denn die Truppen wurden aus der Stadt evakuiert, statt umzingelt und erschlagen zu werden.
    Der Verlust von Idleb ist bitter, aber von einer Katastrophe weit entfernt (jedenfalls was arabische Maßstäbe angeht).

    Das ganze ist aber auch ein Ausdruck dessen, wie erfolgreich die Syrische Arabische Armee in den letzten Monaten gewesen ist, vor allem, was Aleppo angeht.
    Dass die Rebellen sich wieder mögen, ist nur durch den großen Druck erklärbar, dem sie ausgesetzt sind. Idris gratuliert der Nusra:
    https://twitter.com/Gen_Idriss/status/581870226440097792
    Und der IS arbeitet an diesem nördlichen Schauplatz ziemlich offensichtlich mit den anderen zusammen, da er mit viel Aufwand versucht hat, die Versorgungswege der Regierungstruppen nach Aleppo bei Sheikh Helal zu durchtrennen, was ihm nicht gelungen ist.

    Nein, es kann keine Rede davon sein, dass Syrien am Ende ist. In Aleppo ist die Position für die Rebellen fast unhaltbar und kostet Unmengen an Ressourcen, Tikrit ist vom IS gereinigt worden, was die freie Presse natürlich nicht freut:
    http://www.tagesschau.de/ausland/tikrit-111.html

    Und im Jemen sind die Saudis in einen Krieg hineingeraten, den sie nie und nimmer gewinnen können, und das gilt wahrscheinlich selbst für den Fall, dass die eine Bodeninvasion versuchen würden.
    Ihre Ressourcen werden verbraucht, während die Houthis/Ansarullah im Verbund mit jementitischen Streitkräften ungeachtet der saudischen Angriffe in Aden vorrückt.
    Nein, die Lage ist jetzt nicht viel schlechter als zuvor.

    Zusätzlich noch die Frage nach dem Atomdeal.
    Ich glaube, dass es ein guter Deal für den Iran war, und ein schlechter für Israel, Saudi-Arabien und … China.
    Dass Iran den Preis fürs Erdöl senken kann, mag sein, aber das ist für den Preis ein eher untergeordneter Faktor. Spekulation und politischer Wille sind entscheidender.
    So war schon früher zu lange ein Überangebot an Öl auf den Märkten vorhanden, der Preis stieg trotzdem weiter.
    Später hat Biden angedeutet, für den Preissturz verantwortlich zu sein.
    Russland verliert hier nicht, sondern kann endlich wieder seine Handelsbeziehungen zum südlichen Nachbar stärken.
    Obama wiederum ermöglicht dies, mehr seiner Ressourcen Richtung Pazifik zu lenken.
    Es ist Teil seiner Politik „pivot to asia“, die sich die teuren Länder Israel und Saudi-Arabien allenfalls bedingt noch leisten will, was aber auch auf längere Sicht auf einen Politikwechsel seitens der USA im Bezug auf Syrien hoffen lässt.
    Angepieselt sind von dieser Politik Israel, Saudi-Arabien und ihre Lobby in den USA.
    Kein Grund für euch, das auch zu sein.

    Also Leute, freut euch. Es ist Ostern! (fast…)

    • ISKANDER

      @Jones: Ich möchte zu gern stabilisieren als zu däfetisieren.
      Nur, das wesentlichste meines Textes war der unangenommene Hinweis, das die syrische Armee am Boden liegt. Es ist ganz normal: Verschleiß, Mangel an Soldaten.
      Dazu die dubiose Rolle des Iran und Russlands als Brandbeschleuniger der eigenen Bunker.
      Wenn in Aleppo ein paar Ackerflächen im Norden befreit werden und im Gegenzug Bosra, Idlib, Yarmouk, Nasib und so weiter verloren gehen, kann ich unmöglich Optimismus empfinden.
      Mich erinnert alles ein wenig an die Frontberichte der Wehrmacht 1944/45. Wurde ein Parisanenlager ausgehoben kam das zuvörderst in den Focus, der Verlust ganzer Städte hingegen wurde herunter gespielt. Anna berichtet exakt genau so objektiv.
      Wie soll es weitergehen?
      Mal ehrlich….das Land ist mit der halben Armee nicht zu halten, die Terroristen haben hingegen ein unerschöpfliches Human, Geld und Waffenpotential des Tieres vom Land und des Tieres vom Meer – wie die Bibel es sagt.
      Mich ärgert, das es nicht gelingt die freien Völker der Erde zu einen zu einer Allianz. Jeder glotzt zu wie sein Nachbar abgefackelt wird statt zu handeln.
      Der Iran drapiert Drohnennachbauten mit dem Charme von Seifenkisten in den Medien und flirtet mit dem großen Satan. Russland baut Waffen und Bunker im Ural.
      Das ist doch keine Kulisse für Roll back Operationen. Das ist eine Opera buffa.
      Fassen wir zusammen: Was verloren ging bleibt verloren. Damaskus und dreiviertel von Syrien sind nicht zu halten, inc. Aleppo. (Schaut euch die Verbindungsfeldwege an, die stehen kurz vor dem Versanden).
      Der Iran ist verloren als Turm, Russland wird an der Südflanke weitere Landverluste in Kürze hinnehmen. Die EU ist de facto schon Diktatur, China ist dort wo es Geschäfte gibt.
      Venezuela ist verkommen zu einer DDR 2.0, Brasilien in der Rekolonisierung durch die Yankees. Wo sind da Fortschritte??

      • Enis

        Iskander, bekanntlich ist die Freude des Pessimisten viel angenehmer als das Leid des Optimisten -sollte es doch anders kommen als befürchtet, oder erhofft.
        Auch wenn ich die aktuelle syrische Lage eine Spur weniger schlimm sehe als Deine Einschätzung, habe ich auch ein mulmiges Gefühl für die nächsten Monate. Du hast alle Kompenenten dazu schön zusammengefasst. In der syrischen Küstenregionen ist der Hauch des Meeres durch die Duft des Todes überzogen worden. Friedhofe solange das Auge reicht. Wie Jones auch richtig erfasst hat, geht es der SAA momentan eher darum Verluste einzudämmen. Das wiederum bedeutet Gebietsverluste. Es gibt eine einzige Weg die menschlichen Ressourcen wett zu machen und die Lage umzukehren; moderne Kriegstechnik, die der Überzahl der Ratten fünf Mal überlegen sein muss! Wer könnte das haben? Vielleicht teilweise nur Russland. Ich glaube aber kaum, dass der politische Wille in Russland dazu geneigt ist diese freizugeben. Vom Iran gibts wenigstens Geld und Munition. Von China schöne Worte und Händer reiben für die Nachkriegszeit. Die Hezbollah selbst mit knappen Ressourcen muss auch Kräfte sparen für den Überfall des Schurkenstaates.

        Was bleibt uns übrig? Kämpfen! Auch wenn am Schluss ein kleines Kernsyrien rausspringt.. Wenigstens ein rattenfreier syrischer Boden, wo wir unsere brennende Sehnsucht mit Wehmut löschen können.

        Vorerst beten für die Helden der SAA.

    • kaumi

      Freunde,

      zunächst erst mal schön, viele von euch mal wieder aktiv hier zu sehen.

      Syrien wird augenblicklich zum dritten Male in fast fünf Jahren durch eine „Offensive“ an mehreren Fronten bedroht. Die Lage aktuell in Syrien ist heute nicht dramatischer als in früheren Phasen. Wir sollten uns alle dran erinnern, dass Homs und Hama, große zentral-syrische Städte, auch umkämpft, partiell besetzt und später wieder frei waren.

      Schaut man sich die derzeitigen floriden Kampfregionen an, Aleppo, Daraa, Deir al Zor, Rif Hama, Hassaka, Ghouta, Quneitra, Jarmuk, jordanische Grenze, so kann man doch nicht wirklich davon ausgehen, dass die SAA alle Hotspots gleichzeitig so offensiv bearbeiten kann, dass man solche Meldungen wie in Idlib nicht zu hören bekommt. Angesichts der derzeitigen Umstände muss der Armee und den NDF`s eher Hochachtung für das Geleistete entgegengebracht werden, dieser Respekt und diese Anerkennung steigen gerade dann immer wieder, wenn man sich die oben genannten limitierenden Faktoren der syrischen Widerstandskräfte, vor allem die Begrenztheit der Humanressourcen, vor Augen führt.
      Auch wenn wir uns gegen West-PR hier immun glauben, so nagt die mediale Befeuerung hier zu Lande doch, beim einen mehr, bei anderen weniger, an der Beurteilung der Gesamtsituation. Die Erfolgsmeldungen der SAA, lieber Iskander, mit den letzten Wochen des dritten Reiches und deren PR zu vergleichen, ist nicht fair und auch weit hergeholt. Würde man sich Idlib genauer ansehen, so müsste man feststellen, dass von einem „Fallen der Stadt“ nicht die Rede sein kann. Einige Bezirke sind umkämpft, andere werden fest von der SAA gehalten. Idlib ist kein zweites Raqqa.
      Dass die Situation der SAA nicht rosig ist, muss man nicht jede Woche neu feststellen. Die Situation der SAA ist seit vier Jahren nicht rosig, dazu braucht man Idlib nicht. Wieviel Grenzübergänge circulär kontrolliert denn die syrische Armee nach der Aufgabe des jordanischen? Genau Einen (!), den zum Libanon, alle anderen sind mehr oder weniger vogelwild. Und solange Syrien keine Gewalt über die jordanische, irakische oder türkische Grenze hat, solange wird die SAA immer nur reagieren können und weniger agieren. Diese Situation ist aber nicht neu, sondern, wie gesagt, seit Jahren Standard.
      Kommen wir nun zum Thema, die „Achse“ um Iran, Russland bis hin zu China und Venezuela sei marode… und es wird nach Fortschritten gefragt.
      Vieles was bemängelt wird, kann man für sich gesehen so beurteilen – wenn man die Gegenspieler völlig ausklammert. Das ist aber unrealistisch und unzulässig.
      Ich frage: Wo ist der Fortschritt des Gegners?
      Obama und Netanjahu haben im Rahmen der israelisch-amerikanischen Beziehungen ein Level erreicht, welches, gelinde gesagt, knapp oberhalb der Frostgrenze anzusiedeln ist. Die Saudis, stark im Intrigieren und Beauftragen, haben sich nun ihren eigenen aktiven Krieg seit Bestehens des Königsreiches geleistet. Die ersten konfessionellen Unruhen im Land werden bereits gemeldet. Obama stellte gestern fest, dass „nicht der Iran das Problem ist, sondern die perspektivlosen saudischen jungen Männer“. Gestern erschien im „Hamburger Abendblatt“ ein Bericht, in dem ein pakistanischer Offizieller davon berichtete, dass die Saudis, die das pakistanische Atomprogramm mit Milliarden unterstützten “ dieses sicher nicht aus Nächstenliebe taten“ und die Hälfte der A-Bomben in Pakistan bereits saudische Codes hätten.
      Sollte das auch nur annährend in Richtung „Fakt“ gehen, so kann ich mir vorstellen, dass sich weder die Amis noch die Israelis ob dieser Entwicklung die Hände reiben.
      Ägypten, das sich eigentlich an der sunnitischen Allianz beteiligen wollte, tat es bisher nur äußerst marginal. Al Sissi möchte im Grunde eher die Beziehungen zur syrischen Führung – unter dem TIsch – verbessern. Denn seine Feinde sind die gleichen Nagetiere wie die in Syrien.
      Der Atomdeal, sollte er so umgesetzt werden und unter Aussparung der Interpretation, was er nun für den Iran oder Syrien bedeuten könnte, würde Israel isolieren und Saudiarabien vor den Kopf stoßen.
      Im Irak scheint die (schiitisch dominierte) Armee zunehmend an Kraft zu gewinnen und den IS zurückzudrängen. Wer glaubt, dass sie an der eigenen Grenze damit aufhört, der irrt. Ich denke, am Ende wird der IS zwischen der SAA und den Irakis eingekesselt.
      Was ich mit all` dem sagen will: Auch die anderen „Bigplayer“ tragen inzwischen ein ordentliches Päckchen mit sich rum. Auch da tun sich Risse und Gräben auf, die vormals so nicht kalkuliert waren. Die Frage wird sein, wer den längeren Atem hat, die besseren „Argumente“, die heißeren Herzen und die kühleren Macher. Und hier sehe ich sorgenvoll aber nicht hoffnungslos in die Zukunft.

      • ISKANDER

        Lieber Kaumi,
        der Vergleich der Berichterstattung mit 1944/45 zu heute in Syrien bezog sich auf das Nachrichtenportal ANNA. Leider, leider ist diese Berichterstattung von dort für den Unwissenden irreführend und gaukelhaft.
        Die Lügenpresse in Deutschland brauchen wir gar nicht erst mit Aufmerksamkeit salonfähig machen, die sind absolut unter aller Kanone.
        Doch ich möchte dich, lieber Kaumi, vor dem Trugschluss warnen, das die Aufgabe von Städten und Grenzübergängen bzw. großen Gebieten „strategische“ Hintergründe hätte. Auch wenn es uns Patrioten weh tut: Es sind Zeichen eines Niederganges.
        All die heldenhaften Fortschritte der SAA der letzten 12 Monate wurden im wesentlichen in den letzten 3 Wochen an anderer Stelle restlos pulverisiert.
        Wie wirkt das auf die Moral von Soldaten die monatelang um Morek gerungen und geblutet haben und dann sehen wie nur tausendfünfhundert Söldner ohne Luftwaffenunterstützung Khan Shaykhun und Idlib kassieren?
        Und mit Idlib ist es nicht vorbei. Der ganze, schwer zu verteidigende Gürtel bis zur Provinzgrenze von Latakia fällt Zug um Zug. Die Enklaven Fu`ah als nächstes, dann die Luftwaffenbasis Abu al – Duhur. Das ist die Logik des Krieges.
        Enis schrieb es richtig: Nur mit massiver Technikunterstützung ist hier noch eine gute Lösung möglich. Doch die bleibt aus.
        Zwischen der USA und Israel gibt es kein Zerwürfnis denn die USA ist Israel. Der AIPAC drückt den glücklosen Obama bei der nächsten Wahl raus und die Mosain Clinton liefert den Zungenkuss mit Bibi.
        Jemen hat null Chancen, das KSA selbst darf sich auf Israel verlassen. Sisi ist Transferempfänger des KSA & USA. Die BRICS sind im Zerfall. Nein Kaumi, tut mir leid, ich sehe keine guten Dinge in den Entwicklungen.
        Was ich aber sehe, ist die Notwendigkeit von uns allen, den Syrern in Syrien humanitäre Hilfe zu leisten.
        Wir sollten noch einmal den Versuch starten, eine Spendenaktion an die Küste zu organisieren.
        Ich weiß das in Dresden Montag für Montag 10.000 Menschen demonstrieren die eben nicht islamfeindlich sind, sondern identitär. Ihre patriotischen Herzen schlagen auch für die Patrioten in Syrien, die ihr Land verteidigen.
        Wir dürfen dort eine große Spendenbereitschaft und Unterstützung erwarten, ich kann es organisieren. Wollt ihr es?

        Alles geht, wenn wir untereinander Schulterschluß vorleben statt Reflexe und Ideologien zu bedienen. Und genau darin sehe ich die verwundbarste Stelle des USA-AIPAC Kartells.

        • Enis

          Iskander, laut einer syrischen Quelle sei die SAA dabei ins Zentrum von Idleb vorzudringen… almasdarnews (meines Erachtens eine der sachlichsten Quellen) hat zwar davon noch nichts berichtet… aber ich bin immer noch sehr zurückhaltend was Idleb angeht.. Denn zwei Wochen vor der Einnahme durch Terroristen, hatten die Behörden ihre Ämter ins benachbarte Jisr al Shougr gezügelt.
          Das sieht eher nach einem verbleibenden Umzug aus… Was Hilfe anbelangt; wäre besser wenn wieder ein offizieller kirchlicher Spendenaufruf geben verlinkt werden könnte. Ich weiss aus privater Erfahrung, dass Hilfe zwar zusammenkommt, aber es unglaublich schwierig ist als private Person, oder Organisation rauszubringen… Die heuchlerischen Staaten schreien zwar ständig von humanitärer
          Katastrophe, aber es werden alle möglichen Hindernisse entgegengebracht, wenn Hilfe an die offizielle Regierung in Syrien gelangen sollte… Was die Demonstrationen in Dresden angeht. Ich habe mich nicht sehr intensiv darum gekümmert (weit weg), aber irgendwie ist das nicht mein Kreis. Ich lege Wert darauf keiner Organisation in Verbindung zu stehen, ausser einer offiziellen
          syrischen Institution. Kirchliche Aufrufe aus der ganzen Welt sind auchwillkommen…

        • ISKANDER

          Enis, die Kirchen in Deutschland sind der verlängerte willfährige Arm des Regimes von Berlin. Über die geht keine Hilfe an patriotische Syrer in Syrien raus.
          Aber wir könnten versuchen über die russisch orthodoxe Kirche in Russland uns einer der Spendenaktionen anzuschließen. Kennt wer einen Zugang zu der russisch orthodoxen Kirche?
          Vielleicht auch die armenischen Gemeinden in Europa?

        • Enis

          Iskander, bei den Kirchen gehe ich davon aus,dass syrische Christen wenigstens nutzniesser sein könnten.Die sind bekanntlich sehr gute Patrioten!
          Russische Kirchen auch sehr gern.Bei den Armeniern bin ich eher zurückhalten.Kämpfen in Hasaka teilweise mit den gefakten Terroristen der FSAund der PYD gegen die NDF…

      • habkind

        kaumi, ich teile ebenfalls deine und Jones Zuversicht.
        ich hatte schon nach dem Überfall auf Idlib behauptet, dass die SAA nicht lange warten wird, um einen Gegenangriff zu starten. Syrien wird nicht zulassen, dass eine größere Stadt an die Terroristen verloren geht.
        Und Enis – natürlich ist der Blutzoll in Syrien hoch, aber ich behaupte, er geht nicht so sehr an die Substanz der Armee, dass er diese so schwächt um aufzugeben.
        Und die Fortschritte der Armee in den letzten Wochen haben schon gezeigt, wozu sie in der Lage ist – kontinuierlich macht sie Fortschritte.
        Das alljährliche Frühlingserwachen der Terroristen in Form einer Offensive wird diesmal die letzte große Offensive sein. Ich behaupte, dass es 2016 keine Offensive der Terroristen mehr geben wird. Schon diese Jahr war sie nicht so erfolgreich, wie die letzten Jahre und die SAA war darauf vorbereitet.
        Es sind in dieser Offensive keine nennenswerten Verluste bei der Armee zu vermelden gewesen anders als in den letzten Jahren.
        Ich hoffe jedenfalls, dass meine Einschätzungen stimmen. Es wird langsam Zeit, dass die Menschen in Syrien zum Frieden zurückkehren.

        • Enis

          habkind, die aktuellen Berichte einer der objektivsten pro-SAA Seite almasdarnews aus Idleb verstärken meine früheren Vermutungen, dass Idleb aufgegeben wurde und eine Rückeroberung unwahrscheinlich ist. Eine Gegenoffensive muss in den ersten Tagen erfolgen, sonst wirds verlustreich! Denn die Terroristen haben sich unlängst dort barikkadiert!

          http://www.almasdarnews.com/article/battle-map-of-the-saa-offensive-in-idlib-tiger-forces-enter-qameenas/

          Ich denke auch, dass zuerst eine Pufferzone als Deffensivlinie freigekämpft wird. Wichtiger für die SAA ist, dass sie nach 3 Jahren endlich in Rabia in Nordlatakia eindringen konnten! Das berichten viele Quellen, auch türkische. Sollte dieses Grenzgebiet gesäubert werden, ist es meines Erachtens wichtiger als die Rückeroberung Idlebs. Mit frei werdenden Kräften und Material wäre die Offensive in Idleb einfacher.

          Ich habe die Hoffnung gar nicht aufgegeben. Ich bin nur enttäuscht, dass die Freunde Syriens nicht mehr dazu beitragen, dass die Pattsituation zu unseren Gunsten dreht!

          Darum brauchen wir neue Technik! Mutige Unterstützung gibt es wenigstens von den libanesischen Brüdern:

        • Jones

          Enis,
          mal so gefragt:
          Welche neue Technik hättest du gerne?

        • Enis

          – Kampflugzeuge die in der Nacht Einsätze fliegen können (mit Laserpointer) Mir ist bis anhin kein Nachteinsatz der syrischen
          Luftwaffe bekannt…
          – Panzer der neuen Generation
          – moderne Panzerabwehrraketen
          – Massenhaft gute Schusswesten!!! Schau mal die armen
          Soldaten an.. Da gibt es nur Gottes Schutz! Einige haben noch Schutzwesten aus der Zeit des Kommunistischen Rumäniens. Bestenfalls Nachahmungen..
          – Die neuen Schutzhelme der russischen Armee!!!
          – zielgenaue Kurzstreckenraketen (die verrosteten Scuds
          taugen einfach nichts)
          – Massenweise Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras
          – Neuste Scharfschützengewehre
          – Bombendetectors
          – Aufklärungsdrohnen (die iranischen taugen vielleicht
          was für Spanner)

          Die Liste kann sicher von Profis erweitert werden. Zu alldem
          braucht es noch Ausbildung und Aufklärung über feindliche Bewegungen.

          Mit neuster Technik kann man keine Kriege gewinnen. Doch
          wir haben sehr mutige Soldaten die fest an die syrische Sache glauben. Deshalb müssen sie durch neuste Technik entlastet werden. Ich bin mir ganz sicher –die ist einzig in sehr knapper Menge bei der Republikanischen Garde vorhanden.

  • Jones Bones

    Szenen aus Awwamiyya, einer Stadt im schiitisch geprägten und ölreichsten Teil im Osten Saudi-Arabiens:

    Wo saudische Sicherheitskräfte full rampage gegangen sind, und wo nach Angaben von RT ein Polizist getötet wurde.

  • kaumi

    Apropos „Päckchen“:

    Riad (AFP) Bei einem Angriff auf eine Polizeipatrouille in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sind zwei Polizisten erschossen worden. Der Angriff habe sich in der Nacht zu Mittwoch in einem östlichen Stadtviertel ereignet, sagte ein Polizeisprecher laut der amtlichen Nachrichtenagentur SPA. Demnach wurde die Patrouille aus einem anderen Auto heraus beschossen

    Muss keinen politischen Hintergrund haben, wird es aber vermutlich!

  • ISKANDER

    Jones:
    Erst mal Danke für deinen Hinweis zur kaiserlichen, russischen Palästina Organisation.
    Ist die gleiche – bewährte – Schiene wie Ostern 2013, sollte man nutzen.
    Was dein typisch deutsches Schwarzweißdenken in Bezug auf meine begründbare, lebenserfahrene Kirchenkritik betrifft, bitte ich dich, zu respektieren, das ich ganz sicher mehr Lebens- und Fronterfahrung wie du habe, ergo nicht über Dinge referiere die ich nicht exakt kenne.
    Der inflationäre Anwurf Hetze ist aus der Waffenkammer linksgrüner Chaoten, eine sinnentleerte Keule gegen alles was anders tickt.
    Ich aber bin Analyst und Realist. Eine Gesellschaft, die Kritik mit Hetze gleichsetzt ist nicht mehr weit von der IS Utopie entfernt.
    Beachte also bitte künftig die sinnhafte Gewichtung deiner Bezeichnungen zu Wahrnehmungen die die dir nicht verständlich sind.
    Nichtsdestotrotz sehe ich uns beide, uns alle als gefragt in der schweren Stunde des syrischen Volkes, jener Menschen die in ihrer Heimat ausharren und dringend unsere Spenden brauchen.
    Lass es uns anpacken!

  • ISKANDER

    Jones:
    nicht das du jetzt denkst ich hab was gegen dich, aber ich muss dich in deiner Euphorie (die ich zu gern teilen möchte!) bremsen.
    Die halbe Million Reservisten ist Bestand vor dem Kriege. Ein Großteil der registrierten Männer sind zb. in Deutschland & Europa in Asylheimen, andere kämpfen ethnisch bedingt in den kurdischen Verbänden, andere schon in der NDF, wieder andere sind – wie du richtig erkannt hast – unzuverlässig oder Symphatisanten der Gegenseite.
    Da bleibt nicht so viel übrig wie gebraucht. Es ist blanke Illusion anzunehmen, das eine Militärdoktrin in dieser Notlage Reservisten „aufspart“, purer Größenwahn wäre es! Irrsinn!
    Jeder Offizier weiß das.

    Ich bezweifle auch das die SAA über 280.000 (inc. NDF) Truppen verfügt. Gäbe es noch diese Menge, so sähe die Frontlage rasch anders aus.
    Zu beachten sind auch die enormen Verluste der syrischen Kernsäule: der Panzerwaffe. Roman hatte vor langer Zeit dazu einmal eine Aufstellung ausgegraben und hier eingestellt. Schon damals sah es dunkeldüster aus und noch einmal aus militärischer Sicht:

    Wird heute ganz sicher noch viel tragischer ausschauen. Eine derart zerfetzte Infastruktur gibt zu wenige Auffangstellungen für Wartung, Reparatur und Erneuerung.
    Erahnst du wie ein Panzer noch funktioniert wenn er fast 5 Jahre Kampf hinter sich hat? Oder glaubst du, das die SAA noch einige Tausend „Unbenutzte“ in der „Reserve“ stehen hat um sie zu „schonen“?

    Ähnlich die Verluste von Flugleitstellen, Flugplätzen und mglw. Maschinen. Von den Verlusten an Führungsoffizieren ganz zu schweigen.
    Nein Jones, versteh mich bitte nicht falsch, ich bin keiner der Syrien aufgibt, im Gegenteil, aber wisse, das schönreden und Propaganda die apokalyptischen Vorboten von Unheil sind.
    Wer Syrien helfen will, muss rational und klar denken, argumentieren und versuchen auch und gerade im Niedergang Mut und Kraft auszugraben und mit dem machbaren beflügeln. So schafft man mehr als mit Illusionen die bei Nichteintritt zum moralischen Flächenbrand und Aufgabe führen.

    • Enis

      Iskander, ich zähle mich zum härtesten Kern der Assadisten und syrischen Patrioten. Doch was mich einzig von der offiziellen syrischen Mentalität trennt ist meine Neigung zur absoluten Realität und die sachliche Herangehehensweise von Analysen. Hier teile ich Deine Ansichten vollumfänglich. Ich habe in den letzten 4 Jahren vieles der offiziellen syrischen Propaganda stillschweigend geduldet, obwohl ich aus eigenen Quellen wusste, dass die einte und andere Sache in der Realität anders aussieht. Doch vermehrt bin ich der Meinung, dass man Menschen die ihre Hoffnung und Liebe zu diesem Land und seinem Volk widmen nich enttäuschen sollte. Dazu gehört eben eine sachliche Lagesituation. Ich verfolge diese Entwicklung zum Glück -auch wenn einbisschen schleppend- bei den syrischen Behörden. Solange meine Zeit und Gesundheit zulassen, sammle ich Informationen über dieses Land, welches mir sehr am Herzen liegt. Wir bekommen sporadisch Lagebeschrieb von den Bekannten direkt aus Latakia -jedoch typisch in staatlicher Manier der Schönfärberei, dass es nur noch eine Frage von Monaten ist bist die Terroristen besiegt sind. Dann gibt es unsere Religionsgelehrtern, die ständigen Kontakt mit ihresgleichen in Syrien pflegen. Irgendwie habe ich hier auch das Gefühl gefilterte Informationen zu bekommen. Es gibt einen uns persönlich gut bekannten Parlamentarier aus der Region Antakya der ständigen Kontakt zu Assad und der syrischen Führung pflegt. Hier bekommt man auch verwässerte Informationen. Von den angeblichen „Flüchtlingen“ hört man die Standardlüge „Bashar der Metzger“, damit sie möglichst gut bei den türkischen Behörden ankommen. Von der westlichen Lügepresse will ich gar nicht reden. Almasdarnews hingegen ist eines der sachlichsten Informationsquelle. In diesem dunklen Dschungel an Informagtionsquellen, hatte ich das Glück, dass ich geschäftlich vor einem halben Jahr einen sehr interessanten Syrer getroffen habe, der zwar Assad und seinen Vater aus persönlichen Gründen über alles hast, aber die SAA über alles liebt und die Vernichtung der Terroristen herbeiwünscht. Von ihm bekomme ich wiederkehrend ganz interessante Lagebeschreibungen und Einblicke von gewissen Oppositionellen und ihren durchsichtigen Verbindungen zu verschiedenen Geldgebern.

      Als intelligenter Mensch muss man jetzt hinsitzen und versuchen ein Gesamtbild zu malen. Die aktuelle Entwicklung widerspiegelt nach meiner nüchternen Analyse das Bild des erwähnten Syrers, der folgendendermassen zusammenfasst:

      1. Würden jetzt Wahlen stattfinden, würde Assad bis 65% der Stimmen erhalten. Denn viele wirklich friedliche Oppositionelle haben nach dem ersten Jahr der Krise die Fronten gewechselt -zu Gunsten Assad. Deshalb werden die ausländischen Mächte keine Wahlen mit Assad zulassen.

      2. Syrien ist faktisch schon in 4 Teile zerfallen. Der vierte Teil nennt er einen Drusenstaat -den Israel angeblich über Jumbolatt zu forcieren versucht.
      3. Die SAA alleine hat schlicht nicht mehr die menschliche Kraft diese Entwicklung umzukehren.
      4. Es wird irgendwann eine riesen Völkerwanderung stattfinden -in der sich Menschen schlussendlich zu einem Teil des zerfallen Syriens bekennen müssen

      Meine Hoffnung gebe ich aber bestimmt nicht auf, das alles anders kommt. Ich glaube an die mutigen Helden der SAA!

      • kaumi

        Ohje, Enis, da malst du aber ein ganz düsteres Bild.
        Mag sein, dass einiges, was du aufzählst, real zu bedenken ist. Auch ich sprach bereits vor 2 Jahren vom offensichtlichen Zerfall Syriens in die Teile Schiitistan, Sunnitistan und Kurdistan, Diskutieren kann man einiges. ABER: Syrien ist kein isolierter Mikrokosmos, frei in einer eigenen Dimension schwebend. Sollte sich an der Geographie Syriens was ändern, beträfe dies die ganze (!) Region.
        Zu fragen wäre: Was wird aus dem LIbanon, der faktisch ja auch in einzelne Hotspots zerteilt ist? Erstreckt sich das syrische Schiitistan dann auch in den Südlibanon? Was ist mit dem Irak? Auch der ist faktisch in die gleichen drei Teile, Schiitenland, Sunnitenland und Kurdenland, geteilt. Erstreckt sich Schiitistan bald vom Südlibanon, über die syrische Küste bis zur Grenze Irans? Eine Art „Groß-Biladusham“? Und Kurdistan? Wird es ein mächtiges unabhängiges Kurdengebiet an der Grenze zur Türkei geben? Was passiert mit den Palästinensern? Jordanien wird es dann so nicht mehr geben können. Bekommen sie den erhofften eigenen Staat und verkleinert sich dadurch Israel?
        Wer weiß, vielleicht kommt vieles so oder so ähnlich. Und vielleicht wird es für manche Syrer eher besser sein als jetzt. Ich würde unter den gegeben Umständen jedenfalls keine Verschlechterung erkennen, wenn mein neues „Syrien“ den Verlauf Libanon, Mittelmeerküste, Südirak bis Iran hätte. Mit Damaskus als Hauptstadt ;-))
        Du siehst, Veränderungen, die eventuell anstünden, wären auch Veränderungen, die Verbesserungen nicht ausschlössen.
        Aber nun genug spekuliert. Lass´ uns mal Woche für Woche abwarten, lieber Freund.

        • Enis

          kaumi mein Freund, ich rede nicht von einer Zeitspanne zwischen heute und morgen. Ich rede auch nicht von offiziell anerkannten Staaten. Die Richtung geht zuerst in voneinander losgelösten Gebieten und Selbstverwaltungen. Irgendwann nach einem Jahrzehnt wird sich dann die Welt an die neue Ordnung gewöhnen. Bei Kosovo hatte ich mir es auch nie vorgestellt, dass es soweit kommen wird. Irgendwann organisieren diese Staaten ein Unabhängigkeitsreferendum und rufen dann die eigene Unanbhängigkeit aus. Der neue sunnitische „syrische Schariastaat“ wird keine Probleme haben von den arabischen Schurken anerkannt zu werden. Die Kurden werden wahrscheinlich von den Europäern und evtl. den Amerikanern anerkannt. Die Drusen werden von Jordanien und den Israelis unterstützt. Ich werde mich dann in der neuen und weiterhin säkularen Syrisch Arabischen Republik einbürgern lassen. Der Name „Schiitistan“ ist falsch und wird nicht geben. Denn wir Alawiten stammen zwar von den Schiiten ab, leben diese Religion jedoch sehr gegensätzlich aus. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass viele syrische Christen und säkulare Sunniten ihr Platz darin finden werden.

          Irgendwie find ich die Idee von einem neuen Kernsyrien mit Damaskus als Hauptstadt immer wie aufregender! Die Verbindung zum Iran-Libanon-Irak wird höchstens als strategische Achse bestehen! Wirtschaftlich kann dieser Staat ohne Probleme überleben! Als grossen Bruder hätten wir hoffentlich weiterhin den Schutz der Russen…

          Manchmal geht alles schneller als man denken kann.

      • ISKANDER

        Enis, Kamerad,
        wenn du einmal in unserer Gegend weilst, bist du als Gast bei uns willkommen! Wer etwas bewegen will, sollte sich vernetzen.

        Über Roman findest du mich.

        • Walter Mandl

          @Enis
          Selbiges gilt gerne auch in meinem Haus (in Südösterreich) für Dich und deine Freunde. Roman hat auch meine Kontaktdaten.

        • Enis

          Liebe Freunde Iskander & Walter
          Eure herzlichen Einladungen ehren mich sehr. So Gott es will, können wir hoffentlich mal auf den Sieg des syrischen Volkes anstossen. Lasst uns deshalb vorerst auf diesem Blog vernetzt bleiben. Ich habe kein Facebook, kein Twitter und besitze ausser einer Geschäftmailsadresse keine private Emailadresse. Einzig damit ich online -wie z.B. hier- posten kann, habe ich eine „Fakemailadresse“ eingerichtet. Die Mailbox schaue ich eigentlich nie an. Das Problem ist, dass ich geschäftlich sehr neutral auftreten muss. Ich bin säkular und religiös. Ich hatte auch nie eine Neigung zu einem politischen Aktivismus, ich bin kein Revoluzzer und ich bin kein brennender Gegner des kapitalistischen Systems, obwohl es in vieler Hinsicht die Quelle der menschlichen Verdorbenheit ist und die Hauptschuld für die globalen Probleme trägt. Ja, es ist sogar beschämend zu sagen, dass ich dank meinen Fachkenntnissen eigentlich ein Nutzniesser dieses Systems geworden bin.

          Ich will nichts mit Politik zu tun haben. Ich will keiner Organisation, oder Partei angehören. Ich habe nie gewählt. Ich bin eigentlich einer von denen, die man kritisieren müsste. Ich habe einzig eine unheimliche Liebe zu Syrien, zu dessen Kultur und Geschichte. Zudem bewundere ich dessen Präsidenten und habe eine innere Verbundenheit zu dessen Armee. Als grosser Gerechtigkeitsfanatiker hat mich deshalb die bösartige Verschwörung gegen das Land innerlich sehr bewegt -dem ich in vieler Hinsicht verbunden bin. Auch wenn ich vielleicht nicht massenhaft viele Menschen erreiche, ich wollte zuerst auf „sarsura“, dann hier bei apxwn einfach nur einen Beitrag für die Wahrheit leisten. Nicht mehr und nicht weniger. Nebst erklärtem persönlichen Apolitismus, lässt auch das gesundheitliche auf und ab, sowie meine weitere Leidenschaft zu meiner Familie keine Lust zu mehr Aktivismus..

          In diesem Sinne hoffe ich auf Akzeptanz meiner Enschuldigung! Ich bin euch und allen anderen hier, die unserem Land mit Zeilen und Gefühlen beistehen undendlich dankbar. Wie eingangs erwähnt, so Gott es will -wir werden hoffentlich mal auf den Sieg des syrischen Volkes über die Ungerechtigkeit der Arroganz anstossen.

          Gott beschütze das leidvolle aber mit Stolz erfüllte syrische Volk und uns alle, die für die Gerechtigkeit auf Erden kämpfen.

        • Walter Mandl

          Lieber Enis, du brauchst dich niemals dafür entschuldigen, eine Einladung nicht unmittelbar annehmen zu können. Ich hab sie ausgesprochen, weil der Gedanke eines Beisammenseins mit dir und deiner Familie mich glücklich machen würde. Da geht es nicht um Abstimmung politischer oder anderer Ansichten und Meinungen. Und selbstverständlich bleibt es dir überlassen, wie, wann, in welcher Form und ob überhaupt du davon Gebrauch machen willst. Ob als Durchreisender, Urlauber, oder einfach nur müder Wanderer, mein Herz und meine Freude werden immer gleich groß sein.

        • ISKANDER

          Walter, meine Mails an dich kommen nicht an? Meld dich bitte mal!

  • ISKANDER

    Respekt Paul Stercken!
    Die Theorie ist schlüssig und deshalb auch derart gefürchtet im morbiden Westen.
    Der Westen geht mit Volldampf gegen „innere Feinde“ vor statt gegen tatsächliche Zersetzer. Man hat die Gefahr erkannt.
    Eien PEGIDA Demonstration ist fürchterlicher als ein radikaler Iman in Deutschland der Frauen zum permanenten Geschlechtsakt verdonnert, ist das nicht bizarr?
    Und es gibt noch viel mehr Beispiele….
    Mit ein bisschen Instinkt kann man das waidwunde Tier im Gebüsch wittern.

  • Andreas Hirsch

    Ganz offensichtlich ist hinter den Kulissen etwas im Gang. Die
    gesponserte Berichterstattung dreht grad auf. Anti-Assad-Propaganda auf
    allen Kanälen. Wahrscheinlich sehen interessierte Kreise das
    palästinensische Viertel Yarmouk als Einfallstor nach Damaskus. Besonders
    schlimm war das im ZDF heute-journal (10.04.2015) gezeigte Interview mit
    der “Syrien-Expertin” Kristin Helberg (kristin.helberg@gmx.de, http://www.kristinhelberg.de/),
    die 1:1 die Kriegstreiber-Forderung nach einer Flugverbotszone
    wiederholte und diese Forderung 85 zivilgesellschaftlichen
    Organisationen, Bürgern und Repräsentanten in den Mund legte, die aus
    ihren Regionen das “Assad-Regime” vertrieben hätten. Na, Frau Helberg,
    wer herrscht denn dort, wo die syrische Regierung nicht mehr präsent
    ist?

    • 1. In Moskau ist etwas namens „Moskauer Plattform“ zustandegekommen, was ein Schlußdokument unter den Verhandlungen zwischen syrischer Regierung und syrischer Opposition darstellt.

      2. In Jarmuk besteht eine Allianz zwischen syrischer Armee(, NDF) und den Überbleibseln der „Freien Syrischen Armee“ gegen die Halsabschneider.

      „Je suis ISIS“, wollen uns das ZDF et al. wohl sagen.

  • Robert Ketelhohn
    • Jones Bones

      Danke Robert,
      Alles was die Panik hier etwas beruhigen kann, ist herzlich erwünscht.

  • Enis

    Unterdessen ist wie befürchtet Jesr al Shoghour gefallen. Unglaublich schmerzhaft und ärgerlich Bilder zu sehen, wie Soldaten und Zivilisten ohne Hab und Gut um ihr Leben rennen!!
    In Idleb-Umland gibt es nur noch Enklaven, die von schlimmsten Terroristen umzingelt sind!

    Ich hoffe der Verteidigungsminister, den ich anfangs irrtümlich als hochkompetent einschätzte muss dafür den Kopf hinheben.. Eine angebliche Rückeroberung von Idleb war ein Bluff, wofür jetzt Dutzende Soldaten mit ihrem Leben zahlen mussten.

    Dass eine Kampfeinheit nach 4 Jahren diverser Kampferfahrung innert Tagen überrannt wird schockiert mich zutiefst..

    Ich habe mich längst mit dem Zerfall Syriens abgefunden -übrigens viele Syrer auch! Dass man „Fremdgebiete“ um jeden Preis verteidigt ist ein teures Vorhaben. Die Helden an der Front dürfen nicht für sinnlose Abenteuer ihr Leben hinhalten.

    Der Druck der Mütter kommt bestimmt!

    Traurig.

    • Jones Bones

      Enis,
      Ein freiwilliger Verzicht von syrischem Gebiet ist keine Option, bietet keine Vorteile und ist nicht wünschenswert.
      Erstens, weil das für die Gegenseite keinerlei Anlass bieten würde, ihrerseits ihre Angriffe einzustellen, der Krieg ginge unvermeidlich weiter.
      Zweitens, weil das an die eigenen Unterstützer, wo auch immer die zu finden sind, das falsche Signal senden, und ebenso an die Ausländer, die meinen das Land weiter nach Gusto aufteilen zu können wie Sykes & Picot.
      Drittens ändert es rein gar nichts an der dem syrischen Bürgerkrieg zugrunde liegenden Tatsache, dass jeder (!) Staat seine natürlichen Bruchlinien hat, egal wie klein er ist. Wenn er groß ist, dann treten bestimmte Risse in den Vordergrund und kleinere in den Hintergrund. Selbst in einem Rumpfsyrien wäre das gleiche Phänomen immer noch möglich, umgekehrt wäre in der Theorie weiter der panarabische Traum (Ägypten, Syrien, Irak, Libyen) möglich, wie er teil- und zeitweise auch umgesetzt wurde.
      Ob ein Staat Erfolg hat, hängt maßgeblich davon ab, ob er es vermag, die relevanten örtlichen Eliten einzubinden.
      Hier zeigt sich, dass Syrien da viele Probleme hatte und vielleicht immer noch hat, sonst wäre der Bürgerkrieg in dem Maße nicht erfolgreich gewesen, aber es zeigt sich auch, dass verdammt viele auch sunnitische Stämme Assad treu geblieben sind. Im von der Regierung kontrollierten Areal, ebenso wie in der SAA sind die meisten immer noch Sunniten.
      Dies zeigt sich auch daran, dass die Rebellen bei ihrer „Befreiung“ aleppinischer Stadtteile auch sofort daran gingen, bestimmte Stammesälteste zusammenzutreiben und zu massakrieren.
      In den Wüstenregionen mag es weitgehend anders gewesen sein, aber in der Allgemeinheit, Enis, haben die Leute deine Verachtung nicht verdient.

      Und ich wiederhole nochmal, dass ich deine Sorgen weitgehend teile, aber hoffe, dass du gegenüber deinen syrischen Freunden und Bekannten, sowie allen jenen, wo es relevant ist, mehr Selbstkontrolle bewahrst. Der Blog hier ist für einen freien Wissens- und Meinungsaustausch und gerade über deine Infos sind wir immer sehr froh, aber wer andauernd defätisiert, betreibt Wehrkraftzersetzung.

      Und folgender Trost mag nur ein schwacher sein, aber trotzdem:
      Gutes bringt Schlechtes hervor (wie bsw. Dekadenz), und Schlechtes Gutes.
      Dieser Krieg bringt natürlich viel Übel, aber wenn die Syrer sich hier bewähren, so werden sie ein identitätsstiftendes Ereignis überlebt haben, das sie zusammenschweißt und ihre zukünftige Abwehrbereitschaft stärkt.
      Als Beispiel sei auf Russland verwiesen, das mit dem Mongolensturm, der Smuta und auch später viel Tod und Zerstörung erlebt hat, und gerade deswegen auch später dazu in der Lage war, Dinge zu ertragen, bei denen andere Staaten zerbrochen wären.

      Eine Nachfrage noch:
      Kannst du mir erklären, was am Fall von Jisr Shughur so bestürzend ist?
      Die Stadt hat doch schon 2-4 Mal die Besitzer gewechselt?

      • Dike

        Sehr gut geschrieben jones!

      • kaumi

        Man sollte sich den „Highlights“ der Entwicklungen widmen und nicht dem bleiernen Status quo.

        Jisr Al Shoghur ist eine gemeinsame Operation der Türkei, Saudiarabiens und Qatars. Mehr als 7000 ausländische, gut bewaffnete Kämpfer (einige Quellen berichten von 10.000 bis 12.000) sind über die Türkei in die Region Idleb „entlassen“ worden, um diese Offensive zu starten. Das sind keine kleinen Einheiten von Terroristen, die so eben mal die SAA überrumpelt haben. Das sind ausgewachsene Truppen, vorher im türkischen Süden monatelang ausgebildet und gebrieft. Also ordnet alle mal bitte die Geschehnisse in die passenden Rahmen an und singt nicht bei jeder Notsituation das Abschiedslied des syrischen Staates. Es laufen jede Stunde erbitterte Gefechte, in denen bereits viele Hunderte Orks getötet wurden. Die Reaktion der SAA ist allgegenwärtig. Noch kämpft sie ;-)

        Völlig untergegangen scheint folgendes Gerücht zu sein:

        „Leader of the ISIL terrorist group Abu Bakr al-Baghdadi has died and members of the Takfiri group in Iraq have already sworn allegiance to Abu Ala Afri as his successor, Arab media reports said on Sunday.

        According to two Iraqi news agencies, Alghad Press and Al-Youm Al-Thamen (the 8th Day), as well as sources in the Iraqi city of Mosul, Baghdadi died in an Israeli hospital in the occupied Golan Heights where he had been hospitalized for treatment after sustaining severe injuries during a joint attack of the Iraqi army and popular Forces.“
        Wenn`s stimmt…

        • kaumi

          Zumindest lateinamerikanische Quellen haben obige Nachricht heute aufgegriffen
          http://lainfo.es/es/2015/04/28/israel-protege-a-lider-del-estado-islamico-herido/
          Dabei sollte das Augenmerk nicht auf den eventuellen Tod des Oberfürsten liegen (war zu erwarten) sondern auf dessen eventuelle Rettungsaktion durch das zionistische Lager.

        • Enis

          Freunde,
          Es ist mir so was von egal was mit diesem Dreckskerl passiert…
          Die schwerwiegende Bedeutung des Verlustes von Jesr al Shoughr und Idleb innert Tagen habt ihr leider immer noch nicht realisiert. Jesr al Shoughr ist das Tor zum Küstenstreifen, zudem ist öffnet es die Türe zu den fruchtbaren al-Ghab Tälern Richtung Westhama, die auch von Alawiten besiedelt werden. Die Terroristen treiben diese „Umsiedlung“ zielorientiert durch. Sollte Hama fallen, dann können wir Aleppo auch noch mitabschreiben! Dass ausgerechnet Hama innert Tagen fallen kann, wenn die Terroristen mal da Druck machen dem sollte jedem Syrienkenner eigentlich einleuchten. Wenn bei Jesr Shoughr angeblich Tausende Terroristen beteiligt waren, dann werden es bei der nächsten Rattenoperation sicher nicht weniger werden!

          Jesr al Shoughr war die Pufferzone für die türkische Logistik, welche jetzt unbehindert bis an die Türen Latakias und Hamas einnisten wird. Nicht umsonst hat es die SAA 4 Jahre versucht zu halten.

          Liebe Freunde ich weiss nicht, wie ihr euren Optimismus halten könnt, aber ich habe jetzt langsam schlaflose Nächte!!

          Ich will nicht, dass die SAA ihre Kräfte verschleisst bis sie sogar nicht mehr in der Lage ist das Kernsyrien zu verteidigen. Meint ihr der Verteidigungsminister ist heute ferienhalber in den Iran gereist? Die Lage ist ernst!!! Jesr Shoughr und Idleb haben eine riesige Sybolik erschaffen. Die Menschen in Damaskus sind sehr nervös. Die Leute in Latakia rechnen mit dem schlimmsten. Jesr al Shough hat vielen schwankenden Oppurtunisten die Gelegenheit erschaffen die Seiten zu wechseln. Und diese Symbolik ist euch nicht bewusst.

          Ich hoffe in Moskau und Teheran sitzen Leute, die sich der ernsten Lage auch bewusst sind, sonst wird es noch zu spät!!!

          Ein Albtraum, dass ich mir gar nicht vorstellen kann!

        • kaumi

          Enis,
          glaube mir, ich als Syrer weiß, was die Stunde geschlagen hat.
          Jisr Al Shoghur liegt im Norden der Region Idlib. Die SAA verteidigt den Süden. Nur über den Süden kommen die Narren ins Kernland.
          Und was glaubst du, soll denn die SAA denn zaubern, wenn aus der Türkei innerhalb weniger Tage mindesten 7000 ausländische schwerbewaffnete Söldner ins Land geschickt werden um einen relativ kleinen Hotspot einzunehmen?
          In Syrien spielt sich genau das ab, was wir alle seit längerem wissen. Die SAA hat ihre Grenzen, die Allianz eher nicht. Wusstest du, dass unter dem neuen Trupp mehrere Tausend Tschetschenen sind?
          Die SAA tut immer das, was gerade möglich ist und selten mehr, als nötig wäre. Zum Schutze ihrer Ressourcen.
          Und dass der Verteidigungsminister nach Teheran fliegt… das erwarte ich in dieser schwierigen Lage von ihm. Wie oft wurde unserer Regierung Schwerfälligkeit und Reaktionslosigkeit vorgeworfen?
          Im Übrigen, wird dieser Besuch in den syrischen Medien groß aufgearbeitet. Dort wird er als logischer Schritt dieser Entwicklungen gesehen. Die Syrer haben des weiteren auch mit den Russen verhandelt, und sogar ratifiziert, nämlich ein Dokument, das die intensive Zusammenarbeit zwischen den Innenministerien beider Länder verstärkt. So viele Tschetschenen in Syrien machen auch den Russen Angst.
          Alles in allem gilt: die einen versuchen das, was sie seit 4 Jahren trotz aller Mühen vergeblich versucht haben, nämlich das Vordringen ins syrische Kernland, weiter. Und die anderen versuchen genau dies, was sie 4 Jahre erfolgreich versucht haben, nämlich Selbiges zu verhindern.
          Kannst du dir den IS in Damaskus vorstellen?

        • Enis

          Achi kaumi,
          ich bin zwar in der Orientierung ganz schwach, aber wenn ich die syrische Mappe ansehe dann liegt Jesr Shoughr süd-westlich von Idleb.. über Bidama stösst man in Richtung dem Terrornest Salma vor, weiter abwärts würde man in Slanfah ankommen, wo die Butrünster schon mal ihr Unwesen getrieben haben!!!

          Ich behauptes es nochmals, sollte Jesr al Shoughr nicht bald zurückerobert werden, dann sehe ich einen ganz heissen Sommer an die Küste Syriens zukommen.. Auf beiden Seiten der Grenze herrscht eine sehr nervöse Stimmung!

          12000 Terroristen hin oder her… Die SAA hatte genug Zeit auf den laut angekündigten Sturm vorzubereiten.. Es gibt vereinzelt Berichte, dass die Luftwaffe zu spät eingegriffen hätte.. Denn an Mannstärke kann es in dieser Gegend nicht gelegen haben.. Ich bin momentan nur fassungslos und hoffe nur noch, dass noch ein Wunder passiert und der Wind wieder dreht!

          Was soll bitteschön dieses unterzeichnete Papier von der „intensiven Zusammenarbeit“ darstellen?? Mehr miteinander telefonieren und Namen von Terroristen austauschen?

          Was ich und wahrscheinlich auch der Verteidungsminister Syriens fordern Eine moderne Kriegstechnik, die überzählige Mannstärke der Terroristen wettmachen müsste! Die Liste hatte ich zuvor schon erstellt gehabt…

          ISIS-Ratten in Damaskus? Was für eine historische Pest das wäre!!!
          Aber ich befürchte der erste Versuch steht bald bevor..

          Eine Ratte und schon ganz Damaskus wäre nervös.

        • kaumi

          Tatlim Enis, guten morgen,
          ich habe mich zu knapp und daher auch zu missverständlich und zu falsch ausgedrückt.
          Jisr Al Shogur liegt, das habe ich gemeint, in der Region Idlib nördlich der von der SAA gehaltenen Stellungen auf der alten und neuen Zufahrtstrassen nach Lattakia. An diesen Stellungen müssten die Söldnertruppen erst vorbei, wollten sie ihren Weg weiter nach Westen einschlagen.
          Die syrische Führung spricht inzwischen, nachdem in den letzten 48h weitere 5000 ausländische Kämpfer direkt über die Türkei nachgerückt sind und – wie apxwn festgestellt hat – Al Qirmeed verlassen wurde, von einer direkten Kriegserklärung der Türkei.
          Der syrische Außenminister verweilt, wie wir alle wissen, aktuell in Teheran, nicht nur um die „nächsten Schritte“ zu besprechen sondern um genau diese neue substanzielle Entwicklung zu kontern.
          Die Lage ist ernst, dieses geht über das Level der üblichen Scharmützel deutlich hinaus. Die türkisch-wahabitischen Truppen unter logistischer Führung USraels legen im Norden eine waschechte Invasion hin. Gegebenenfalls passiert auch im Süden was. Es wurde immer schon auf ein Zweifrontenkrieg hingearbeitet.
          Aber, und da bleibe ich dabei, noch kämpft die SAA. Und zwar stabil.
          Meine Frage bezüglich des IS in Damaskus steuerte in die Richtung, dass ich mir dieses Szenario nicht im Entferntesten vorstellen kann. Nicht, weil ich keine Phantasie habe, sondern weil ich Ahnung davon habe, wie der Hizbullah reagieren würde, sollten sich wahabitische Schlächter der Hauptstadt und damit dem Libanon nähern…
          Wie ich bereits sagte: das ist keine rein syrische Angelegenheit.
          Der Stellungskrieg scheint sich nun entscheidend zu bewegen. Die Visiere sind oben.

        • Enis

          kaumi,
          dann machen aber auch diejenigen, die wir vertreten ihre Aufgabe miserabel! Sollten die folgenden Aufnahmen von Ost-ghouta authentisch sein, dann ist die Lage nicht ernst, sondern hoffnungslos..

          In Istabhraq in Jesr al Shoughr gab es vor einigen Tagen ein Massaker in einem alawitischen Dorf wobei dutzende Zivilisten niedergemetzelt wurden… Die Behörden haben es nicht geschafft die Menschen rechtzeitig zu evakuieren! Alles in allem kein Anschein von geordnetem Abzug, sondern ein hastisches Zusammenbrechen der militärischen und staatlichen Strukturen in dieser Gegend. Es gibt auch Berichte von Schläfern innerhalb der Stadt, welche beim schnellen Untergang mitgewirkt haben sollen.

          Ich sehe nur noch ein Ausweg aus der ganzen Situation. Rückzug in Kerngebiete mit massiv gesicherten Pufforzonen. Die Pest muss mit Pest bekämpft werden und zwar durch Umstrukturierung gewisser SAA-Einheiten in Guerilla-Brigaden deren Hauptaufgabe die Destabilisierung der verlassenen Gebiete sein muss. Die Luftwaffe müsste endlich jede Infrastruktur in Schutt und Asche zerbomben, damit die Terroristen wenigstens logistisch verhindert werden.

          Ich hoffe der Verteidigungsminister hat eine effiziente Strategie im Rucksack aus der Reise von Teheran mitgepackt…

        • habkind

          Enis, lass dich durch solche Bilder/Videos nicht beeinflussen.
          Schon 2012 und später haben tausende von Extremisten mit
          fremder westlicher und saudisch/katarisch/türkisch/jordanisch/etc. Hilfe Sturm auf Damaskus gemacht.
          Bei einem dieser Angriffe sind im Süden Damaskus innerhalb weniger Tage tausende eingekesselt und vernichtet worden.
          In Jobar und Umgebung haben sich mehrere Tausend bereitgemacht, um Damaskus zu überrennen. Und was ist daraus passiert? zu Tausenden sind sie verreckt, aus den 5 oder 10tausend in Daraya sind nur noch einige Nester übriggeblieben.
          In Idlib und Jisr Alshugur sind ebenmal 10-12.000 Terroristen
          eingedrungen und haben einen Teil des Militärs überrant. Die haben aber nicht ausgereicht, weil die SAA und Verbündete zurückschlugen und hunderte oder gar schon tausende liquidierten.
          Dann mussten letzte Woche noch einmal 5000, die in der Türkei in Reserve waren, nachgeschoben werden.
          Sind die Terroristen nun weiter gekommen – nein. Die SAA treibt sie immer wieder zurück und tötet an die Hunderte.
          Auch dieser Sturm wird verebben – denn die Angreifer verbluten langsam auch.
          Ich habe noch vollstes Vertrauen in die SAA und ihre Führung, auch wenn unweigerlich Fehler gemacht werden. Das ist nun mal der Krieg, der immer auch mit Verrat und Falschinformationen einhergeht.
          Du hast recht, wenn du forderst, dass die SAA bessere und efektivere Waffen und Mittel bekommen muss. Ich hoffe, sie bekommt sie auch, denn jeder Soldat (und auch Zivilist), der getötet wird, hat auch eine Familie und hätte auch eine Zukunft gehabt, die ihm Brutal entrissen wurde.

          Enis, ich teile deine Ängste und Befürchtungen nicht,
          dass Syrien geteilt werden wird.
          Auch nicht, dass der Nordwesten (Idleb) verloren sei.
          Nur kann die SAA nicht überall gleich gut aufgestellt sein und jeden hinterhältigen Angriff von vornherein vereiteln.
          Dazu ist das Land zu groß, der Krieg zu lang, die Gegner zu mächtig.
          Die SAA hat nicht mal Rakka aufgegeben und Deir Elzzor ebenfalls nicht. Die SAA mag sich taktisch zurückziehen, aber nicht entgültig. Sie wird und ist auch schon dabei, alle Gebiete wieder zu erobern. Den längeren Atem hat Syrien – die Regierung, die SAA und die Bevölkerung.

          Das Video in deinem obigen Post mag einschüchtern – aber es sind
          doch nur 1500 bis 2000 Kämpfer (wenn ich die Zahlen noch richtig in Erinnerung habe).
          Die sollen der SAA Angst einjagen????
          Sie werden ebenso verschwinden, wie ihre Vorgänger auch.

          Nur zur Erinnerung einige Zitate, gegen wen Syrien kämpft – und Syrien hat sich bis jetzt wacker geschlagen, alle Achtung.
          2011/2012 hätte ich nicht auf den Sieg Syriens gewettet, hätte ich damals gewußt, wer alles an der Verschwörung beteiligt ist.

          —————-
          Freitag, 14. Februar 2014
          US-Spionagechef: Bis zu 115000 Söldner aus 80 Ländern kämpfen in Syrien

          Press TV

          In einer Anhörung vor dem Senat am Dienstag (Video hier) sagte James Clapper, Chef der US-Geheimdienste, dass 75000 bis zu 115000 Militante, in 1500 Gruppen organisiert, gegen die syrische Regierung kämpfen. Davon seien 26 000 Extremisten und die brutalsten.
          (Nur zur Erinnerung,die Bundeswehr besteht aus 180.000 Soldaten)
          ——————-

          11. März 2013

          Hohe Beamte in westlichen Militärkreisen sind sehr verwirrt über die jüngsten Erfolge der syrischen Regierungsstreitkräfte in vielen Teilen Syriens. Den bedeutendsten Erfolg gab es in Dara’a, wo allein mehr als 1500 Extremisten strategisch eingekesselt und getötet wurden bei ihrem Einmarsch aus Jordanien nach Syrien.

          Weitere Berichte, die im UN-Büro eingingen, sprechen auch von schweren Zusammenstößen zwischen verschiedenen Fraktionen der Extremisten in Aleppo, bei denen es mehr als 150 Tote gegeben haben soll.

          ————-
          Sonntag, 13. Januar 2013
          Hauptquartier der „Syrischen Rebellen“ in Daraya erobert
          ….Tausende von Extremisten der Jabhat al-Nusrah-Front waren in Vorbereitung eines Sturms auf Damaskus in Daraya zusammengezogen worden.
          ————–

        • Enis

          habkind,
          was mich am obigen Video sprachlos gemacht hat, ist die Tatsache, dass es am helllichten Tag stattfindet!!!! Wo ist die Aufklärung, wo ist der Geheimdienst, wo ist die Luftwaffe, wo ist die Artillerie…??

          Zudem fügen solche weitere Bilder tiefe schmerzen… Soldaten mit Zivilisten die wie Ameisen gejagt werden… Das ist kein taktischer Rückzug, dass ist panikartiges Flüchten um zu überleben…

          https://www.facebook.com/1559967044276766/videos/1568559420084195/

          Oder ein gefangener Soldat, der befragt wird woher er stammt und ob er Alawit oder Sunnit ist. Wie ein echter syrischer Soldat antwortet er Tartous, Alawit, obwohl er weiss, dass er damit mit dem Leben zahlen muss:

          https://www.facebook.com/SesininGucu/videos/1623260861230095/

          Dann gibt es die 150 Soldaten die im Spital von Jesr al Shoughr „vergessen“ wurden, jetzt von tausenden Blutrünster umzingelt weiterhin bis zur letzten Kugel Gegenwehr leisten wollen…

          Nach dem Fiasko in Tabqa, welches mit einem Massaker an hilflose Soldaten endete, dachte ich dass die militärische Führung eine Lehre gezogen hat. Anscheinend immer noch nicht! Katastrophale Aufklärung!

          Was mich enttäuscht ist, dass die Terroristenunterstützer stündlich über die Bewegungen der SAA detailliert informiert werden, während wir allem Anschein nach keine solche grosse Unterstützung erhalten.

          habkind, das Problem ist ich bin durch jedes Massaker radikalisierter, obwohl ich ohnehin radikal für die syrische Sache kämpfe. Das syrische Aussenministerium hat das letztwochiche Massaker in Ishtabraq auf 200 nach oben korrigiert. Da kommt unheimlicher Hass und Ohnmacht auf. Die Stimmen nach der Politik der verbrannten Erde werden lauter und
          lauter… Glück für das bärtige Dreckshaufen, dass ich kein syrischer Verteidigungsminister bin. Dieses Ungeziffer hätte ich in Schutt und Asche gelegt…

        • Enis

          Zumindest in der Liwa scheint man den Ernst der Lage erkannt zu haben:

          Samandag (arabisch Swaidi)

          https://www.facebook.com/Liwafedailer/videos/1572962399637817/?hc_location=ufi

          Armutlu

          https://www.facebook.com/Liwafedailer/videos/1572584739675583/?hc_location=ufi

          wir sind sehr nervös…

    • Al-Qarmid gefallen… Das ist schon heftig.

  • kaumi

    Mit dem Eingreifen der Saudis im Jemen ist m.E. eine neue Epoche in Nahen Osten begonnen worden.
    Die Karten liegen nun mehr auf dem Tisch und das scheinbar komplizierte Spiel lässt sich dadurch ein wenig ordnen:
    Der Luftkrieg gegen den Jemen und die Bodenoffensive aus der Türkei fallen in die gleiche Zeit. Über eine gemeinsame strategische Operation muss nicht diskutiert werden.
    Die brutale Intensität der Bombardements im Jemen, wo die Al Qaida erstmals seit Jahren nenneswerte Geländegewinne verzeichnen kann und die Intensität der Offensive/Invasion im Norden Syriens sind dem selben Drehbuch geschuldet.
    Die Orks versuchen im Übrigen seit gestern Nacht die Pufferlinien der SAA in Richtung Qerdaha (Region Lattakia) zu stürmen. Qerdaha – für nicht so Syrieninteressierte – ist für die Islamisten nach Damaskus wahrscheinlich das Prestigeträchtigste Projekt – es ist die Heimatstadt der Assads. Müßig zu schreiben, dass die Gefechte äußerst heftig sind und die Luftwaffe einen Dauereinsatz fliegt. Die Söldner sollen waffentechnisch ausgesprochen gut (sprich us-amerikanisch) ausgestattet sein. Ihre Zahl wird auf über 10.000 Mann geschätzt und die türkische Grenze zeigt sich eher noch durchlässiger.
    Und dann heute diese Meldung:
    http://www.almayadeen.net/news/iraq-EIn9_SELuUyRh6SLAHZg,Q/
    Der US-Kongress soll weitere militärische Hilfe an den Iraq mit der Bedingung verknüpft haben, dass sich die irakische Regierung für Gespräche über ein Teilung des Landes offen zeigt !!! Das ist mal ein Nachricht wert.

    Die abstrakte und oft in den letzten Jahren gebrauche Vokabel von der „neuen Weltordnung“
    scheint bei mir zuhause die konkrete Note zu bekommen, vor der wir uns alle gefürchtet haben.

    Ich kann nicht abschätzen wie weit die westliche Terrorallainz diese Operation gesponnen hat, ich kann nur versichern, dass die syrische Armee immer da sein wird um zu antworten, denn egal, wie viele zig-tausend Terroristen noch ihren Fuß auf unseren Boden setzen, die Mitglieder der SAA und der nationalen Widerstandsbewegungen werden ihr Land, ihre Familien und ihre Verwandten verteidigen. Sie können gar nicht anders.

    • Enis

      kaumi,
      ja es tobt aktuell ein heftiger Kampf um die Tälern von Nabi Younes! Das hört man sogar von der anderen Seite der Grenze!! Neu an der ganzen Eskalation ist, dass die syrische Führung zum ersten mal die Bewaffnung von Zivilisten stattgegeben hat!! Ich denke sie wurden wachgerüttelt. Mit einer vorab gestarteten Gegenoffensive ist die SAA den Terroristen zuvorgekommen… Tartous ist nicht weit weg… Ich hoffe die russischen Freunde versorgen mit laufender Aufklärung!

      Das ganze ist ein gefährliches Unterfangen für die Türkei. Das Massaker in Ishtabraq hat gezeigt, dass der Funke rüberspringt. Ein Angriff auf Latakia könnte bei der gärenden arabischen Jugend in Antakya den Fass zum überlaufen bringen.. Auch wenn all die Proteste und den sich vereinzelt als Freiwillige bei den syrischen Behörden meldenden Jungs noch im Rahmen der „kontrollierbaren“ entwickelt. Die Dynamik kann sich sehr schnell ändern. Es gibt vereinzelt Stimmen die nach Bewaffnung schreien, ja sogar frustrierte Aufrufe bewaffneter „Befreiung“ von Stadtgebieten als Ablenkung des türkischen Staates in Betracht ziehen wollen…

      Die Lage ist jedenfalls sehr angespannt und ernst.

      • Achillus

        Hallo!
        Intressanter Blog.
        Ich habe den Blog erst heute gezeigt kriegt, jedoch finde ich die Kommentare sehr intressant. Ich habe dieselbe Mentalität, wie die Leute hier, die hier schreiben, habe ich heute festgestellt.

        Auch ich fühle mich mit der Syrischen Armee und Assad verbunden. Deshalb verfolge ich diesen Krieg schon seit Mitte 2012.

        Schon damals hat man gesagt, dass der Sturz Assads kurz bevorsteht: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108325998/Die-Frage-ist-nur-noch-wann-Assads-Regime-faellt.html

        Schon damals prophezeite ich, dass es soweit nicht kommen wird.
        Liebe Leute, wir müssen unseren Fokus auf die Erfolge setzen, nicht auf die Ängste. Sonst ziehen wir genau diese Sachen an. Deswegen keep Praying for the Syrian Arab Army, Protector der Menschheit und Minderheiten.
        Gott segne diese Armee.

        Zudem befindet sich die Syrische Armee im Raum Idlib wieder in der Offensive.
        Die Terrorhonks hatten bei ihrer Eroberung von Jisr Massenhaft Verluste.:
        Die haben eine neue Strategie, neuerdings verschleiern sie ihre Verluste, wie ein Freund von mir aber offengelegt hat, waren sie noch gewaltiger als zuvor & Das Krankenhaus in Jisr wird noch immer gehalten, es erinnert mich an Pavlows Haus im 2. Weltkrieg, wo sich die Wehrmacht versaugabt hat.

        Auch die Moral der Terrorhonks is geschwächt und sie werden nichtmehr die Menschenmasse an Nachschub kriegen, die sie brauchen – Sie sind es, die ausbluten werden.

        Ausserdem: Die Offensiven der FSA Südarmee ist gestoppt und dort haben sie sich schon wieder untereinander abgeschlachtet.

        MfG
        Achillus

        • Jones Bones

          Hallo Achillus,
          Willkommen.
          Wir freuen uns über jeden Neuankömmling, erst recht, wenn sie selbst sehr informative Kommentare schreiben.
          Die Moral war hier in der Community schon besser, aber es ist zu hoffen, dass diese sich wieder bessert.

        • Enis

          Hallo Achillus,
          Danke für Deine Gebete und Deinen Beistand für die SAA und das syrische Volk! Sehr erfreulich zu sehen, dass vermehrt Menschen aus dem Westen durchschauen was ihre Regierungen für Heuchler sind.

          Zur Lage in Idleb bzw. Jesr al Shougr. Der Vormarsch der Blutsauger ist vorerst gestoppt, aber noch zurückgeschlagen. Ich denke die neuste Gegenoffensive der SAA in Jesr al Shoughr ist aber eine rein kurzfristige taktische Angelegenheit. Man versucht wahrscheinlich den Rückzug der Einheiten und Material aus Ariha und Jabal Arbeen zu sichern. Ich bin weiterhin der Meinung, dass die SAA keine Interesse mehr haben wird dieses risikoreiche Gebiet -wegen der Lage zur Türkei, wo sich die Pest ungestört und mit türkischer Rückendeckung ausbreiten kann- halten zu wollen.

          Ich denke die Pufferzone zum Küstenstreifen wird auf „befreundetes“ und vertrautes Gebiet zurückgezogen. Zusätzlich wird die SAA wahrscheinlich ihr Gewicht auf die wunderschönen und furchtbaren al Ghab-Tälern verschieben. Da kann man unterdessen erfreulicherweise von Zurückdrängen der Terroristen reden.

          Ich habe momentan jedoch ein anderes mulmiges Gefühl. Irgendwie scheint mir die Lage im syrischen Geheimdienst sehr besorgniserregend zu wirken. Nebst dem angeblichen Tod von Rustom Ghazali geht ein neues Gerücht um die Welt, wonach der oberste Chef Ali Mamlouk angeblich im Sterbebett liegen sollte -mit wildesten Theorien. Die Tatsache, dass der Tiger Suheyl Hassan nach dem Rückzug aus Jesr Shoughr vor hunderten Soldaten öffentlich den Verteidungsminister anruft und ihn anfleht Munition nachzuschieben, deutet für mich auf eine ernsthafte Lage in der Aufklärung bzw. in der Sicherheitsdiensten. Zudem ist interessanterweise der Innenminister al Shaer nach seiner Reise nach Moskau nicht mehr öffentlich aufgetaucht…

          Als patriotischer syrischer Araber zweifle ich niemals an Kampfmoral der SAA. Sie hat bewiesen, dass sie eine unheimlich hohe moralische Verpflichtung gegenüber ihr Land, ihr Volk und ihre Führung aufweist. Von den Geheimdiensten kann ich das aber nicht behaupten!

          Der syrische Wille ist stark wie ein Fels und wird sich niemals vor Terroristen beugen. Aber die Söhne Syriens können nicht gegen die ganze Welt mithalten. Die Lage ist ernst. Das müssen wir immer wieder erwähnen, damit hoffentlich auch die wahren Freunde dieses Landes aktiver werden…

          Gott möge Syrien die Kraft geben diese schwierige Phase durchzustehen -wie damals in 2012.

        • Dike

          Danke Achillus. Wenn es schon um Gebete geht, anbei ein Christian prayer song for the Syrian Army für alle hier, die, wenn auch nur in Gedanken, die tapferen Soldaten der syrischen Armee unterstützen. Sie sind die wahren Helden der Gegenwart.

          [youtube http://www.youtube.com/watch?v=4LCHGitYPS8&w=420&h=315%5D

        • ISKANDER

          Nach einer eben aufgefischten Meldung soll in der Nacht des heutigen Donnerstag oder Freitag die Invasion der türkischen Bodentruppen in Nordsyrien, begleitet von Luftschlägen der Saudis beginnen.
          Quelle: Contra Magazin
          Gürsel Tekin, stellvertretender Chef der türkischen CGP teilte dies mit. Die türkische Tageszeitung „Zaman“ teilte dies unisono mit.
          Ich bin gespannt was der Iran macht. Wahrscheinlich nichts. Beistandspakte & Vertragstreue sind eben nicht jedermanns Sache. Auch Russland wird kuschen. Wie immer.
          Die Welt ist ein Irrenhaus in der alle Schalom, Schalom rufen und das Gegenteil betreiben.

        • Enis

          Iskander,
          Sehr seltsam, der Generalstabschef der türkischen Armee hat gestern aus „gesundheitlichen Gründen“ seine Freistellung beantragt und bekommen!!! Man munkelt, dass er wahrscheinlich nicht mehr zurückkommt. Dahinter stecken Querelen zwischen ihm und den Politikern. Er ist von der Idee in Syrien einzumarschieren nicht besonders fasziniert, während der Inlandgeheimdienst und Erdohunds Mannschaft alles mögliche Unternehmen um in Syrien direkt einzugreifen. Sein temporärer Nachfolger ist ein General ausserordentliche Beziehungen zu den Amis hat. Abwarten und mal schauen was noch vor den kritischen Wahlen alles überraschendes passieren könnte…

          Ich möchte bei dieser Gelegenheit den heldenhaften Widerstand einer kleinen syrischen Einheit von 150 Soldaten + 100 Zivilisten würdigen-welchre seit Wochen in dem Nationalspital von Jesr al Shoughr von blutrünstigsten Terroristen von jeder Hilfe eingeschlossen ist! Das sind grossartige Patrioten. Schon mehrere Versuche seitens der Terroristen durch Selbstmordattentate die Verteidigung zu brechen ist geschetert!! Man muss sich das mal bildlich vorstellen. Zuerst tausende SAA-Einheiten die Jesr al Shoughr fluchtartig verliessen. Auf der anderen Seite 150 Helden die eine ungewöhnliche Widerstandskraft aufzeigen!

          Wahrscheinlich haben ihre flüchtenden Kameraden schlechtes Gewissen bekommen und geben bei der Gegenoffensive vollgas! Bashar al Assad hat der Einheit versprochen, dass sie lebendig dort rausgeholt werden! Sein Wort ist ein syrisches Wort. Die SAA steht 1Km vor dem Spital. Auch sollen die Terroristen fast vollumfänglich von allen Seiten her in Jesr al Shougr eingeschlossen worden sein!

          Sollte Jesr al Shoughr zurückerobert werden, dann gehen bei mir wieder alle Hoffnungen wieder auf! Ich hatte es nicht mehr geglaubt. Aber die SAA hat die moralische Verantwortung solche Helden zu befreien, um jeden Preis!

          Diese Menschen haben alle Ehre dieser Welt verdient. Ich verbeuge mich vor solchen grossartigen Persönlichkeiten und küsse die Hände aller Mütter, die solche aufrichtige Menschen auf die Welt bringen!

        • Achillus

          Danke, @JonesBones und Enis (Ich freue mich natürlich unter dem Background, dass ich richtige Syrer kennenlerne, die mir sagen, wo sie stehen und wie es mit dem Land aussieht). Ich bin eigentlich sehr optimistisch & Ich habe mir die Verhältnisse mal in Syrien angeschaut: Theoretisch gibt es in Syrien noch genügend wehrfähige Männer (700.000 Drusen leben in Syrien, über 2 Millionen Alawiten) Die müssten doch ein Interesse daran haben, das Heimatland zu verteidigen.

          Ich bin aber auch sehr kritisch und mir scheint es, dass die Syrische Armee keine großangelegten Offensiven mehr durchführen kann. Villeicht täusche ich mich auch: Aber man wollte das Jisr-Krankenhaus zurückholen und die Kameraden dort befreien, aber irgendwie ist man nicht vor ORT.

          Dennoch: Sah die Lage 2012 zum Beispiel schlimmer aus, und die Syrische Armee hat ihre Verluste drastisch reduzieren können.

          Aus dem Süden gibt es wenigstens gute Neuigkeiten: Es gibt keine Neuigkeiten mehr, dass „Rebellen“ Fortschritte machen. In Aleppo: Im Westen nichts neues. In Deir Ez Zor macht die Syrische Armee kontinuirlich Fortschritte, genau wie in Al Hasakah.

          Ja, die Syrische Armee ist dennoch motiviert, das sieht man in den Videos. Und ich werde mich dem Pessimismus nicht anschließen und weiterhin beten…

          Es sind aber auch immer mehr Menschen, die aufwachen.
          MfG

        • Jones Bones

          Aleppo: Die Situation dort ist für die Terroristen kaum haltbar. Da ist der momentane Status Quo für die syrische Armee mehr als ausreichend, weil allein der Schlauch dort, so wie die Versorgung der Terroristen in Aleppo selbst, so einiges an Ressourcen verschlingen dürfte.

          Idlib: Die Situation dort kann man zwar nicht gut nennen, allerdings haben die Terroristen dort meiner Meinung nach keinen strategischen Gewinn gemacht.

          Palmyra: Aus einem strategischen Gesichtspunkt völlig unbedeutend, aber kulturhistorisch einmalig. Die Stätte übersteigt mE die von Nimrud bei weitem (aber auch die war alles andere als gering).
          Palmyra ist aber noch ungleich fragiler, weil die Architektur das auch ist, und Rekonstruktionen sind da auch noch unmöglicher als bei Nimrud.

          Deir Ezzor: Hast es selbst genannt. Die momentane Situation dort ist zwar kaum akzeptabel, aber wenn man sich die Gesamtlage dort anschaut, insbesondere ihre Lage zwischen Rakka und der Anbarprovinz, so hält sich die syrische Armee dort außerordentlich gut.

          Süden: Ist zwar gut, dass die Terroristen sich dort langsam festfressen, aber es ist trotzdem allet andere als gut.
          Es gibt mehrere Punkte dort, die zur Verteidigung Syriens, beispielsweise aus der Luft, von großer Bedeutung sind. Unter anderem eine Abhörstation auf dem Tell Harrah, der für die Rebellen eigentlich irrelevant war, weil auf die Israelis ausgerichtet, aber von denen dennoch, wohl auf Wunsch ihrer Herren, eingenommen wurde.

          Nein, die syrische Armee ist weiterhin zu Offensiven fähig und demonstriert diese Fähigkeit regelmäßig.
          Die Kriegsführung hat sich zwar verändert, weil der Einsatz von Panzern jetzt unsicherer ist denn je, und dadurch sich eine Waffengleichheit ergeben hat, aber es ändert nichts daran, dass die syrische Armee vor allem am unendlichen Nachschub der Terroristen scheitert, während sie die eigenen, weitaus begrenzteren Nachschublinien schützen muss, und die Terroristen daher die Freiheit der Wahl haben, wo sie angreifen wollen. Es sind daher immer wieder die gleichen syrischen Einheiten, die zum Feuerlöschen rumgeschickt werden.
          Was die Fortdauer des Krieges angeht, so ist jeder weitere Tag zwar ärgerlich, aber ich bin der Meinung, dass die syrische Armee vllt. zwar waffentechnisch etwas ärmer ist, aber die SAA dennoch immer erfahrener, und die Bevölkerung ebenfalls.
          So lange die syrische arabische Armee in ihrer Existenz nicht total bedroht ist, arbeitet die Zeit für sie.
          Von ausbluten kann zwar waffentechnisch die Rede sein, aber keineswegs personell.

        • Walter Mandl

          Erst vor wenigen Tagen habe ich mir ein längeres Video angesehen, im dem der Kampf der SAA gezeigt wird. Ihre Kampf- und Schützenpanzer gegen die Panzerabwehr der Terroristen.
          Ganz vorsichtig ausgedrückt: „Viele Fragen bleiben offen und mein Mitgefühl mit den Soldaten der SAA steigt kontinuierlich!“

          Ich muss (zum Glück) keine Erklärungen abgeben für den Verlauf des schrecklichen Abnutzungs- und Zerstörungskrieges.
          Das Volk und die patriotischen Soldaten der SAA haben es schrecklich schwer und haben es schon lange verdient, ein besseres Schicksal zu erhalten.

        • Jones Bones

          Hi Walter,
          Versuch doch bitte mal den Link wiederzufinden und hier zu posten.

        • Walter Mandl

          Hallo Jones,

        • Enis

          Achillus,
          wo die syrischen Patrioten samt Volk, Führung und Armee stehen?
          Eine totale Vernichtung der Ratten und Kakerlaken aus diesem wunderschönen Land! Wir wollen einzig Assad, die syrisch arabische Armee und die rot-weiss-schwarze Flagge mit den grünen Sternen auf dem Boden dieses Landes. Da wir mit dieser barbarisch-islamistischen Pest nicht mehr zusammenleben können, gilt für uns entweder Sieg oder Tod.

          Nun wie sieht die Lage auf dem Boden aus?

          Latakia-Umland:
          Hier ist die SAA klar in der Offensive. Das Problem sind nur die Grenzregionen zur Türkei, wo die Terroristen ungehindert auf Nachschub zählen können. Meine Annahme ist, dass die SAA sich nicht zu weit an die hüglig/bergige Grenzorte wagt, da eine Gefahr besteht, dass die Terroristen von der Türkei aus ausweichen könnten und die SAA einheiten sogar umzingeln würden. Aber für Latakia besteht aktuell keine unmittelbar herrschende Gefahr.

          Idleb-Zentrum:
          Verloren und vorerst abgeschrieben.

          Idleb-Umland:
          Praktisch auch verloren und abgeschrieben. Letzte Orte in Ariha und Jabal Arbaain werden aktuell von allen Seiten angegriffen. Nur Frage der Zeit bis sich die SAA dort zurückzieht. Richtung Jesr-Shoughr kämpft die SAA eigentlich nur aus moralischen Gründen. Sie wollen und müssen ihre im Nationalspital von Jesr Shoughr eingeschlossenen Kollegen befreien. Die Aktion läuft seit Wochen. Je länger die Aktion erfolglos dauert, desto mehr befürchte ich, dass die SAA heldenhafte Patrioten in Erinnerung haben wird.

          Al-Ghab-Täler:
          Nach der vollständigen Uebernahme Idleb und Umland werden die Terroristen nicht Richtung Latakia vorstossen, sondern einen Grossangriff Richtung Westhama vornehmen. Von diesen Tälern her könnten die Terroristen, sowohl Hama als auch Latakia zum nächsten Ziel auswählen.
          Hier ist die SAA jedoch aktuell in der Offensive.

          Hama:
          Sollten die Ghab-Täler fallen, dann werden sie als Nächstes versuchen die Versorgungswege nach Aleppo kappen! Hama wird meines Erachtens die entscheidende Schlacht für die Zukunft Nordsyriens darstellen. Dass in Hama viele „schlafende“ Opportunisten gibt ist jedem Syrer klar. Die SAA ist auch riesig präsent in dieser Stadt.

          Aleppo:
          Pattsituation im Zentrum, sowie im Norden. Das Schiksal von Aleppo wird in Hama entschieden.

          Deirezzor:
          Viele Gebietsverluste der SAA (übereinstimmende Nachrichten von almasdar und anderen pro-syrischen Seiten) aufgrund der Fehlentscheidung die Republikanischen Einheiten von Essam Zahreddine kurzzeitig nach Damaskus zu verschieben… Eine Gegenoffensive ist in Planung. Deirezzor Flughafen ist weiterhin gut verteidigt.

          Homs:
          Im Osten von Homs deutliche Gebietsgewinne der Terroristen.

          Palmyra:
          Die Terroristen sind voerst zurückgedrängt. Einzig al Suhna in den Händen hunderter Rattenplage.

          Rakka:
          Sogar aus den Gedanken verloren.

          Hasaka:
          Ueberraschend kann sich hier die SAA weiterhin sehr gut gegen die Terroristen behaupten.

          Suwaida (Drusenstadt):
          Zu meinem Staunen; es gibt immer wieder Versuche seitens der ISIS-Terroristen(!!) in Dörfer einzudringen.. Stadt fest in der Hand der SAA und NDF. (Ich wünschte die Drusen könnten mehr für ihr Vaterland tun!)

          Qunaitra:
          Stillstand

          Daraa:
          Stillstand -die Terroristen sind hier eher in der Offensive.

          Damaskus:
          Stillstand in den hots-spots Jobar, Daraya. Die Terroristen konnten die kürzlich erfolgte komplette Ost-Ghouta-Umzingelung durchbrechen.

          Das Problem ist jedem bekannt. Es fehlt an Mannstärke um wieder klar in die Offensive zu gehen. Das kann nur wieder erreicht werden, wenn die Drusen und die sunnitischen Brüder in Syrien dazu bereit sind mehr Opfer für ihr Land zu erbringen. Da erkenne ich aktuell keine Signale. Das meiste Blut haben die Alawiten für ihr Land gegeben. Mehr wird es erst kommen, wenn ihre Gebiete unter Gefahr stehen würden.

          Deshalb braucht Syrien zum wiederholten male Technik, Technik, Technik…

          Unsere Hoffnung stirbt zuletzt.

  • kaumi

    Ich stell es mal hier rein – bin gerade erst darauf gestoßen:
    http://www.foreignpolicyjournal.com/2015/04/15/is-the-whole-war-on-terror-a-fraud/

    Und dieses hier Kombination dazu:
    https://www.lewrockwell.com/2015/05/roger-stone/the-saudi-911-coverup/
    Lustiges Amerika…

    • jowi

      Sarkastisch könnte man anmerken, dass sich halt auch der Imperialismus weiter entwickelt. Da er in unserer Zeit nicht mehr gut angesehen ist, muss man ihn tarnen, z.B. als Krieg gegen den Terror. Ich habe viel über 9/11 gelesen und recherchiert, für mich steht fest, dass dies ein abgekartetes Spiel konspirativer Kräfte aus den USA, Saudi-Arabien, Israel und Pakistan war. Möglicherweise waren noch mehr Staaten (GB?) involviert. Die Aussagen von Michael Springman gehören zu den Indizien, dass hier etwas extrem faul ist.

      Die Idee mit dem „Krieg gegen den Terror“ war geradezu genial. Mir würde nichts besseres einfallen, wäre ich ein Imperialist der nach einer Tarnung für das 21. Jahrhundert sucht.

      Es kann auch nicht so leicht die Panne passieren, für den militärisch-industriellen Komplex, dass einem plötzlich der Feind abhanden kommt, wie mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Denn der Kampf gegen Terrorismus erzeugt Terrorismus. Das endet nie. Perfekt! Außerdem muss man immer verdeckt mit Geheimdiensten arbeiten. Die Informationsfreiheit, die in den USA ganz gut entwickelt war, wird ausgehebelt. Eine Kontrolle durch die Öffentlichkeit ist nicht möglich. Aggression lässt sich als präventive Defensivmaßnahme verkaufen, etc., etc.. Da sind clevere Leute am Werk!

      Frankreich kopiert das nun. Siehe http://www.heise.de/tp/artikel/44/44836/1.html

    • urkeramik

      hier gibt es das Interview in Schriftform auf der Seite von Lars Schall, die immer eine Empfehlung wert ist.

  • kaumi

    Vielleicht wird das nochmal als Beweismittel gebraucht ;-)http://1.bp.blogspot.com/-zjFJE6298NQ/U-nbW03oDrI/AAAAAAAAEXI/zppmB0tSsrE/s1600/10547150_929689807057741_6622974383434328783_o.jpg

  • Dike

    Man will sich ja noch nicht zu früh freuen, aber es sieht ganz so aus, als ob die USA eingesehen haben, dass es gegen Russland nicht machbar ist und Russland nun die Richtung diktiert. Um den Gesichtsverlust nicht ganz schlimm aussehen zu lassen, wird Russland einige Zugeständnisse machen ( vielleicht die Lieferung der S 300 einige Monate verschieben), damit der Atomdeal nicht platzt.

    Hier Auszüge aus einem Artikel von M.K. Badhrakumar

    http://atimes.com/2015/05/obamas-overture-to-putin-has-paid-off/

    The U.S. and Russia have agreed to launch a joint effort to kick-start intra-Syrian peace talks. Kerry seems to have succeeded in extracting an assurance that Moscow will not do anything to upset the apple cart of the nuclear negotiations with Iran. Quite possibly, the transfer of S-300 missiles to Iran will be kept in abeyance for several months.

    Für Saudi Arabien und Türkei sieht es nicht gut aus mit ihren Plänen in Syrien. Vielleicht deshalb auch die bockige Entscheidung des saudischen Königs an dem Treffen in Washington nicht persönlich teilzunehmen.

    Kerry disclosed that the U.S.’s summit meeting with GCC leaders in Washington and Camp David figured in the discussions. Both Kerry and Lavrov stressed strong commonality of interests in fighting the Islamic State and Al-Nusra Front. For sure, Saudi Arabia and Turkey will get the message that the Obama administration will not back their game plan on Syria.

    • Ich lese bezüglich Syrien etwas anderes aus dem Treffen Kerry-Lawrow/Putin als M.K.Bahrakumar. Leider nichts Gutes.

  • Dike

    Eigentlich brauchten wir diese Bestätigung nicht mehr, aber der stellvertretende russische Außenminister Ryabkow hat versichert, dass Russland in Bezug auf die Lösung der Krisen in der Ukraine und Syrien keinerlei Tausch oder geopolitischen Handel mit den USA macht.

    ….und solche Art Handel kann es nicht geben, da Russland eine feste, klare Position im Hinblick auf die Ukraine und Syrien hat, die auf Transparenz beruht und nicht opportunistisch ist, und diese Position ist keine Handelsware oder gar Druckmittel.

    „and that such trades cannot be made because Russia has a firm, clear position regarding Ukraine and Syria which is based on transparency and is not opportunist, nor is this position a commodity or a bargaining chip.“

    Russland und USA wollen sich für eine politische Lösung in Syrien einsetzen.

    US Sondergesandter Rubinstein war in Genf, wo UN Sondergesandter de Mistura Gespräche mit 40 Parteien (Gruppen) führt, darunter Vertreter der syrischen Regierung und Oppositionsgruppen als auch Vertretern von Ländern der Region und anderer Länder.
    „US State Department also mentioned that the US special envoy for Syria Daniel Rubinstein visited the Swiss city Geneva, where the UN Special Envoy for Syria Staffan de Mistura hold consultations with 40 parties, including representatives of the Syrian government and the opposition groups as well as regional and international countries.“
    Wie das US Außenministerium erklärt, wird Rubinstein auch die Türkei und Saudi Arabien besuchen, um die Lage in Syrien zu besprechen. Vertreter der syrischen Opposition werden auch anwesend sein.
    The State Department said after Moscow consultations, Rubinstein will go to Turkey and Saudi Arabia to hold talks on the crisis in Syria with the two countries’ officials and representatives of the Syrian opposition groups there.
    Lavrov sprach vorher von einer Annäherung der Ansichten zwischen Moskau und Washington was die Mittel zur Lösung der Krise in Syrien angeht.

    „Earlier, Lavrov announced a convergence of views between Moscow and Washington on means to settle the crisis in Syria.“
    Lavrov sagte, das beide Seiten (USA und Russland) glauben, dass der Friedensprozess in Syrien von den Syrern selbst und allen betroffenen Seiten geführt werden sollte.
    „Addressing a press conference with Kerry in Russia’s Sochi, Lavrov said both sides believe that the peaceful process in Syria should be led by the Syrians themselves with all the parties concerned be represented.“

    http://www.sana.sy/en/?p=41183

    • Enis

      Dike,
      Eins ist klar, die höchsten Entsandten der iranischen Führung haben mit ihren Besuchen in Damaskus und ihren Solidaritätsbekundungen klar gemacht, dass zumindest mein Misstrauen gegen die iranische Politik vorerst gestillt ist. Bei den russischen Freunden bin ich mir noch nicht so sicher wo ich ihre diplomatischen Statements einordnen soll. Ein Tauschgeschäft Russlands mit USA hinsichtlich Syrien halte ich aber aus folgender persönlichen Analyse für unmöglich: Sollte Russland ein befreundetes Land „verkaufen“, dann wird es nie mehr als ein verlässlicher Partner gelten! Aus diesem Grund ist auch die Eile um die Lieferung der S-300 an die Iraner zu verstehen. Die Russen wollen mit der freigegebener Lieferung vor dem unterschriebenen Vertrag wieder Verlässlichkeit demonstrieren (obwohl ihre kurvigen Entscheidungen dies nicht immer widerspiegeln. Zudem kommt die Tatsache dazu, dass Russland nach Verlust eines befreundeten Syriens für die nächsten 50 Jahren aus dem Nahenosten gestrichen wird. Da gehe ich eine Blankowette ein!!

      Mehr als die Lippenbekenntnisse interessieren mich inwieweit technischer Nachschub endlich in Syrien ankommt!

      • habkind

        kommt den zur Zeit nichts an?

      • Achillus

        Das is ’ne gute Frage..
        Assad meinte, dass er Support von Iranischer Seite bekommt.
        Vielen Dank oben nochmal für deinen klaren Lagebericht, dem ich, nach Überprüfung doch zustimmen kann.

        Aus Deir Ez Zor gibt es nun auch gute Neuigkeiten: Die Halbinsel wurde vollkommen von der Syrischen Armee eingenommen,
        Der Angriff auf Palmyra wurde abgewehrt – ISIS Leute starteten heute erneut einen Angriff

        Es hat nach einer Armee-Quelle bei den Kämpfen um Palmyra insgesamt (Die ich für sehr objektiv befinde) Leider 97 Tote Syrische heldenhafte Märtyrer gegeben! Und in den westlichen Medien werden sie nichtmal honoriert – Das ist eine Schande die nach Gerechtigkeit sucht meiner Meinung nach.

        Mögen sie diese Gerechtigkeit bekommen!
        Mein Vertrauen ist dennoch ganz bei der Syrischen Armee.

        P.S: Es gab vor 2-3 Wochen eine Lawrow Konferenz worin er versicherte, dass man Syrien im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen werde.

  • kaumi

    Habe soeben mit Verwandten und Freunden in Syrien gesprochen. Einer unter ihnen ist Offizier bei der SAA, in Homs stationiert und aktuell in höchster Alarmbereitschaft ( wegen Tadmur/Palmyra).
    Selbstverständlich hat er mir keine Militärgeheimnisse verraten, aber zumindest zwischen den Zeilen einige Infos mitgegeben, die direkt aus ersten Hand sind:
    Die aktuelle strategische Ausrichtung der syrischen Armee scheint wohl in Richtung massiven Rückzug auf die Verteidigung des Kernlandes zuzusteuern. Es werden, da Syrien bei porösen nördlichen und östlichen Grenzen nicht komplett verteidigt werden kann (das vermuteten wir auch schon länger), wenig oder nur rar besiedelte Gebiete (vorerst ?) aufgegeben. Der Rückzug geschieht bis auf eine Höhe, in der kein weiteres Zurückgedrängt werden mehr möglich ist – „Existenzlinie“! Innerhalb dieser Region, praktisch von Quneitra bis Kassab (Westsyrien), sammelt sich alles, was die SAA an Waffensystemen und Menpower zu bieten hat. Die Bewaffnung sei gut, jüngst wären neue hochmoderne Raketensysteme im Land eingetroffen, ob russische, iranische oder koreanische, darauf sind wir nicht eingegangen.
    Dieser westsyrische Teil des Landes erfährt auf ganzer Linie zunehmende Binnen-Flüchtlingsströme, sodass gut Dreiviertel der syrischen Bevölkerung inzwischen zwischen dieser „Existsnzlinie“ und dem Mittelmeer leben. „Und es ist die Aufgabe der SAA, diese Menschen aus dieser Katastrophe zu führen. Diese Menschen haben nur noch uns.“ das waren seine Worte…
    Die Zeiten werden rauher!

    • Enis

      kaumi
      den Helden an der Front können und dürfen wir nichts vorwerfen. Das Problem ist, das die Terroristen einfach in der Ueberzahl sind. Das sind wie Mistkäfer, die vermehren sich wie Kaninchen. Vernichtest 2, kommen 5 dazu…Das grösste neue Kampfproblem sehe ich darin, dass der Panzervorteil der SAA durch die Tow-Lieferungen seitens der Terrorunterstützer USA via Saudi-Arabien neutralisiert wurde.

      Jetzt ist Mannstärke und Taktik angefragt. Da sind wir leider in beiden Kriterien unterlegen. Ich habe erst vor kurzem erwähnt, dass solange die patriotischen Sunniten und Drusen, egal ob für oder egen Assad, nicht mehr Opferbereitschaft hervorzeigen keine grossangelegten Gegenoffensiven mehr kann man von der SAA erwarten. Während die die Alawiten fern von ihren Eltern von Rakka bis Deirezzor das Feuer löschen versuchen, sind die anderen leider nicht genug bereit in andere Städte zu kämpfen. Darum melden sie sich hauptsächlich in die lokal eingesetzte NDF. Hinsichtlich der Taktik ist die SAA zum unterlegen sein verdammt. Während die Ratten den Tod als ein Geschenk zum Weg der 72 Lügen ansehen, ist die SAA Führung stets bemüht Verluste zu meiden, auch wenn ihnen öfters strategische Fehler durchlaufen (Minnegh, Kindi Spital, Tabqa, Brigade 93, Idleb, Jesr Shoughr, National Spital usw.).

      Ich sehe aktuell selbst das zuvor oft erwähnte Kernland Syrien bedroht! Solange keine neue Technik kommt und die SAA nicht den neuen Entwicklungen entsprechend umstrukturiert wird, solange werden wir zittern. Ich sehe die Lösung in der „Hezbollahisierung“ der SAA in mehrere kleinere hochmobile, disziplinierte und durchtrainierte Einheiten! Die Videos von der Hezbollah in Qalamoun sind rar. Aber der Auftritt, die Ausrüstung und deren Kampfverhalten ist einfach hochprofessionell. Die SAA wieder auf diese Linie zu bringen braucht ca. 1 Jahr Zeit. Ob wir noch die Zeit dazu haben bezweifle ich. In dieser militärischen Hinsicht, kann man jetzt der SAA-Führung natürlich Kritik aussprechen.

      Der Iran kann wahrscheinlich keine modernere Technik mehr liefern. Wir sind auf die russischen Freunde angewiesen. Hier bin ich aber weiterhin sehr pessimistisch. Während unser Freund Lavrov grossartig von einer neuen Waffenhilfe für den Irak spricht, verliert er kein Wort hinsichtlich der grösser werden Agression gegen das befreundete Syrien und einer möglichen Waffenhilfe.

      Eins ist klar aufgeben werden unsere Helden niemals! Egal ob mit, oder ohne Beistand der Freunde.

      • Enis

        kleiner Vorgeschmack von der Hezbollah wie ich mir so etwas vorstelle… Ab min 13.28 kurzer Einsatz von Drohnen ersichtlich…

    • Dike

      Hallo Kaumi, ja die Zeiten werden rauher. Gestern und heute wurde die russische Botschaft mit Granaten beschossen ( heute fiel dem ein Sicherheitsoffizier zum Opfer) und gestern wurde eine Schule im zentral gelegenen Al Malki Bezirk beschossen, wobei eine Lehrerin getötet wurde.

      Wir werden jetzt sehen, wie es in Palmyra weitergeht. Die Zerstörung altertümlicher Kulturdenkmäler hat System und ist ein Ziel der wahhabiten und Zionisten aus unterschiedlichen Gründen.

      Jetzt wird nochmal alles aufgeboten vor der Unterzeichnung des Nuklearabkommens mit dem Iran. Auch das steht inzwischen auf wackeligen Beinen. Während die Amerikaner auf Inspektion militärischer Einrichtungen im Iran bestehen, hat Ayatollah Khamenei diese zurückgewiesen mit dem Verweis, dass der Iran unter diesen Bedingungen das Abkommen nicht unterzeichnen wird

      • Jones Bones

        Was mich eigentlich zur Frage bewegt: Sind die Terroristen im Damaszener Umland ebenfalls vorgerückt? Weil ich hatte angenommen, dass die so langsam außer Reichweite gedrängt worden seien.

        • Dike

          Jones, das verstehe ich auch nicht. Vor allem, wo bekommen die in Jobar den Nachschub her?

          Die Tatsache, dass die russische Botschaft zweimal getroffen wurde, zeigt, dass die Terroristen zielsicher sind und dass offensichtlich Russland provoziert werden soll.

          Was wäre denn, wenn Russland jetzt mal sagen würde, dass sie angesichts der Machtlosigkeit der Koalition gegenüber IS gerne helfen wollen im Kampf und ein paar jets losschicken, die sicher ihr Ziel treffen würden. Flugzeugträger ist doch in Tartous, oder?

          Was will man den Russen denn dann vorwerfen? Die Amis schickten doch frech ihre Delta Force Einheit in der Nacht nach Syrien, und haben angeblich einen IS Kommandeur getötet.

  • Dike

    Das ist von Syrian Free Press ein Artikel von Ziad Fadel über die Schlacht von Palmyra. Er schreibt, dass selbst Syrien gewogene Websites wie NSNBC oder Al mayadeen berichten würden, dass Palmyra komplett von Daesh überrannt wurde.

    Laut intel Info schreibt Fadel, wurden alle Bürger (alle!) aus Tudmor evakuiert und sämtliche Zufahrtswege sind unter Kontrolle der SAA.

    Lest selbst! Hoffen wir das Beste!

    Die heuchlerischen Betroffenheitsbekundungen der MSM weltweit sind unerträglich. Man kann fast spüren, wie einige Journalisten sich nichts sehnlicher wünschen, als dass der Säulengang von Palmyra in die Luft fliegt und sie wieder eine traurige Sensation berichten können.

    https://syrianfreepress.wordpress.com/2015/05/22/palmyra-46310/

    • Satanischeverse

      Soll das heißen, dass den Terroristen durch die Kontrolle der Zufahrtswege sämtliche Nachschubwege versperrt sind? Wenn nicht, was bedeutet „Kontrolle der Zufahrtswege“ konkret?

      • Dike

        Für mich heißt das, dass die Terroristen eigentlich nicht nach Palmyra durchkommen. In dem Artikel ist eine Foto mit einem Soldaten, der über eine Karte gebeugt steht. Vielleicht kann man auf der Karte etwas erkennen. Hatte noch keine Zeit.

  • Satanischeverse

    Dem kann ich nur zustimmen. Auf antiwar.com wird berichtet, dass die SAA sogar Zivilisten daran hinderte, aus Palmyra zu fliehen. Die Lage ist katastrophal, weitere Energiequellen fallen in die Hände der internationalen Terroristen. Es ist zu befürchten, dass in wenigen Monaten Restsyrien fällt und die Assadisten vernichtet werden. Das jåmmerliche Versagen der Luftwaffe der SAA, die nicht imstande ist, auf offenem Gelände den Vormarsch der IS zu behindern, gibt zu denken. Sind hier etwa Verfallserscheinungen und Korruption innerhalb des Systems auszumachen?

    • Achillus

      Irrtum,
      Das mit der Luftwaffe hab ich schon länger beobachtet: Beispiel Militärparade von Zahran Alloush in Ost-Ghouta, Damaskus.

  • S. Matt (triangolum)

    Alles was danach kommt ist Tod und Zerstörung. Sie alle IS Gebiete, sie Libyen, siehe Irak seit 2003 usw. Es wird dann nur noch Babarei geben. Der Anfang vom Gebiet der Warlords. Ganz so wie es der Masterplan für alles oestlich ab der Ukraine. Wer jetzt aufgibt u d auf danach setzt gibt sich selber auf. Ob die Republikanischen Generäle damals aufgegeben hätten wenn sie wüssten was folgt? Selbst einfache Irakis hätten deutlich stärker gekämpft als sie es taten mit dem Wissen was dann bis heute folgte. Und die SAA weis das aus der Geschichte der letzten 12 Jahre. Wer meint auf danach zusetzen ist nur eines: Ein Träumer….

  • kaumi

    Die erzwungenermaßen einzig gangbare Strategie des Kräftebündelns und Rückzuges zeigt in der Provinz Idlib erste Konturen: Innerhalb von nur 6 Stunden räumte die Armee in Ariha ihre Positionen und überließ die kleine Stadt ihren neuen Herren. Nicht schön, aber leider unumgänglich. In Sweida (Süden Syriens, nähe der jordanischen Grenze) tobt unterdessen die nächste große Schlacht, auch hier, so ist zu erwarten, wird sich die SAA ohne großes Aufsehen auf die Verteidigungslinie (offizieller Jargon, ich sage auch Existenzlinie) zurückziehen.
    Die letzte Stufe des bewaffneten Kampfes hat begonnen…

    • Enis

      kaumi,
      ich möchte folgenden Bericht aus dem Telefongespräch mit Bekannte aus Latakia mitteilen: Es habe in den letzten Wochen eine regelrechte Völkerwanderung aus diversen Gebieten Syriens in Richtung Latakia gegeben. Hauptsächlich Alawiten und christliche Minderheiten kommen in Massen an! Die Menschen haben die Niederlage- damit ist die Teilung Syriens gemeint- akzeptiert und sind sehr traurig. Mit dem Verlust von Idleb-Jesr Shoughr und jetzt Ariha ist ihnen klar geworden, dass es keine Wendung mehr geben wird. Angeblich wird bereits von der Aufgabe von Aleppo erwartet. Zumindest treffen viele Menschen aus Aleppo ein. Sie bestätigen, die SAA ist leider erschöpft.. Es gibt sehr wenig Nachschub an Rekruten. Das Problem von Kernsyrien liegt darin, dass die Terroristen nach ihren jüngsten Erfolgen kein Halt machen werden. So fragen sich die Menschen, wenn die SAA diese Terroristen in Idleb, Jesr Shoughr oder Ariha nicht stoppen konnte, wie wird das vor den Toren Latakias möglich sein? Jedenfalls sind die Menschen sehr traurig und nervös. Zudem haben sie einen regelrechten Hass auf die eigene alawitische Elite, die sich angeblich samt Hab und Gut nach Amerika oder in den Westen zum Staub macht. Unter den verbliebenen gewöhnlichen Menschen findet angeblich ein regelrechtes Kollektive statt. Es wird alles geteilt, damit der Zusammenhalt in dieser schwierigen Zeit gefestigt wird.

      Die Menschen sind sehr gespannt, was in den nächsten Monaten kommen wird. Ich auch. Ich glaube aber weiterhin an die helden der SAA und bete ganz fest.

      • Achillus

        Hallo Enis,
        Ich kann deinen Pessimismus verstehen. Deine Informationen haben natürlich ihren Wert.
        Es gibt aber noch einige Möglichkeiten, die Assad auskosten kann.
        Das sind zum Einen Hisbollah-Kontingente, welche die stärkste Kraft ist in diesem Konflikt an der Kampfkraft gemessen, oder – auch – Erfahrene Schiitische Kräfte aus dem Irak.

        Nun ist mir folgende Idee gekommen: Hat Assad eventuell Maulwürfe bei der ISIS? Sie greifen gerade massivst Rebellengebiete im Norden an. Es gibt Meldungen von dutzenden Toten auf der Rebellenseite. 150 sollen es sein: Ich persönlich hab schon Bilder von abgeschnittenen Köpfen gesehen – Sie gehören der Shamfront.

        Allerdings greift ISIS auch gerade Assad-Gebiete an: Ist dabei jedoch keinen deut erfolgreich. Hasakah, Homs, und der Aleppo-Flughafen.

        Wenn sich die Rebellen weiter so bekriegen, kommt ihnen der Krieg eventuell sinnlos vor und sie verlieren die Motivation, diese Kämpfe hat es immerwieder gegeben, ISIS Ziel ist die Stadt Azaz, welche eine wichtige Nachschubroute für die Rebellen ist – Wenn sie erobert wird, ist das eine kleine Wende, denn ISIS will sie auch halten.

  • S. Matt (triangolum)

    Ich bin gespannt was die Türkei, die Saudis oder auch die USA machen werden wenn die Kurden vom Irak bis Kobane und dem großen Fluss bald den Norden kontrollieren und damit die IS von der Türkei fast abgeschnitten ist.

    Denn das wird wohl in denn kommenden Tagen passieren. Auch ar-Raqqar wäre als Ziel danach möglich.

    Die SAA mag Aktuell dringend Erholung brauchen. Die IS scheint jedoch Probleme gegen die Kurden zu haben und zwar massiv.

    • Spion Stirlitz

      Der IS wird sich noch genauso zu Tode siegen wie einst die Wehrmacht in den Weiten Russland. Die sind wahrscheinlich schon strategisch überdehnt und führen mittlerweile einen viel-Frontenkrieg. Gebiete erobern ist das eine, nachhaltige Strukturen implementieren das andere. Da siehts wohl dann eher nicht gut aus. Denn die wilden Hunde sind nur in ständiger Bewegung beschäftigt und können sich abreagieren. Wenn die Front steht fangen bei denen die Probleme an. Denn für einen Staat etwas leisten können die meisten zusammengewürfelten Dschihadis aus aller Welt, von sprachlichen Problemen mal ganz absehen, vermutlich herzlich wenig.

      • Relativ korrekte Einschätzung. Was aber soviel bedeutet wie: die Fronten werden nicht zum Stehen kommen. Zwar hat der IS inzwischen (seit ca. einem Jahr) weitgehend eine Unabhängigkeit erreicht, was Finanzierung und Bewaffnung angeht, aber Frieden kostet ungleich mehr als Raubzüge (gilt exakt genauso für die derzeitige Ukraine, falls das jemandem näher liegt).
        Du kannst ja mal tippen, wohin die Reise danach geht. Vorgestern hat der saudische „Flügel“ der IS einen Aufruf zur „Säuberung“ der Arabischen Halbinsel publiziert, übrigens…

        • Spion Stirlitz

          Wenn der IS-Zirkus sich endlich auch mal Richtung Süden und gen Riad und Doha bewegt, wären wir doch nicht traurig oder? Dann wäre es an der Zeit auch mal die Chips rauszuholen und das Bier kaltzustellen und die IS/DAESH-Show auch mal in Saudi-Arabien zu genießen. Also mit diesen humanoiden Mutanten der IS, ist ständig die Gefahr gegeben, dass die außer Kontrolle geraten. Warum sollten die nicht gen arabische Halbinsel ziehen. Die Kaaba wollen die IS-Orks ja auch sprengen, weil der steinzeitliche und vorislamische Meteoritenkult um den schwarzen Stein, deren Auffassung vom Islam widerspricht. Im Grunde also noch nicht mal falsch interpretiert.
          Die Jungs müssen weiterziehen. Aber wieso nicht mal Richtung Norden? In der Türkei gibt es auch viel Beute zu machen für die IS.