Wieder vom Weißen Pulver

Zemanta Related Posts ThumbnailVor ein paar Tagen veröffentlichte Reuters einen Bericht über angeblich in Syrien (andere Quellen konkretisieren: in Barzeh) gefundene Spuren von Sarin und VX, was Beweise dafür sein sollen, die syrische Regierung habe eine gewisse Menge an chemischen Kampfstoffen vor den OPCW-Inspektoren “verheimlicht”. Außerdem gebe es Untersuchungen “systematischer und mehrfacher” Chlorgasangriffe auf syrischem Territorium in der jüngsten Zeit. Selbstverständlich ist die Regierung der einzigen Demokratie der Welt sogleich zur Stelle und bezichtigt Assad einer groben Verletzung der entsprechenden Abmachungen von 2013.

Das alles liefert einen wunderbaren Informationshintergrund für ein Herumwedeln mit einem Reagenzglas und eine darauffolgende, nun schon vollkommen unverhohlene Demontage eines Landes. Der Vorwand könnte diesmal allerdings auch anders formuliert werden, etwa, man müsse verhindern, dass die “verheimlichten” Kampfstoffe in die Hände von Terroristen fallen. Selbstredend werden diese Terroristen im Zweifelsfall ungeschoren davonkommen, die syrische Regierung aber könnte dabei entfernt werden.

Eine erste Welle von nach “neuen Maßstäben” ausgebildeten “gemäßigten” Terrorbrigaden hat, aus der Türkei kommend, zum Fall von Idlib geführt. Insgesamt waren darin rund 5.000 Takfiris involviert. Ähnlich groß ist die Zahl der Islamisten bei der derzeit von Süden aus gegen Syrien geführten Terroroffensive.

Die Amerikaner und ihre Komplizen haben längst alle Formalitäten und jegliche Etikette über Bord geworfen und bilden Terroristen zu Tausenden aus, bewaffnen sie mit modernen Waffensystemen, die effektiv gegen Panzer und Luftwaffe einzusetzen sind, statten sie mit gut ausgerüsteten und bewaffneten leichten Panzerfahrzeugen aus – mit anderen Worten, sie machen kein Hehl mehr aus dem, was wirklich läuft.

US-amerikanische TOW-Panzerabwehrraketen "gegen Apostaten". Bild: "ISIS Media" via levantreport.com

US-amerikanische TOW-Panzerabwehrraketen “gegen Apostaten”. Bild: “ISIS Media” via levantreport.com

Alle Nachbarländer Syriens – die erwähnte Türkei, Jordanien, Israel, Saudi-Arabien – pfeifen inzwischen ganz genau so auf jeglichen Schein des Anstands und unterstützen die Terrorbrigaden und die USA offen und unverhohlen im Kampf gegen das “blutige Regime”. Die Luftwaffe der (nominell “Anti-IS”-)Koalition rauscht ununterbrochen und ungehindert durch den syrischen Luftraum. Es fehlt nur noch ein Jota bis zur faktischen Etablierung einer sogenannten “Flugverbotszone”. Ohne irgendwelche Anstalten wie den UN-Sicherheitsrat. Gut möglich, dass man die abgelenkte Weltöffentlichkeit bald bloß noch in einem Nebensatz darüber informiert, dass es diese Flugverbotszone jetzt gibt.

In Anbetracht all dessen kann es durchaus sein, dass das koordinierte Vorgehen des Westens und der Terrorbrigaden in dieser Iteration Ergebnisse bringt.

Gewisse Hinweise gibt die Zurückhaltung oder schon eher das Schweigen Moskaus dazu. Kaum noch, dass einmal “Besorgnis” geäußert wird. Die Neutralität Moskaus in dem oben skizzierten Vorhaben wäre nämlich eine nicht zu gering zu schätzende Bedingung.

Die viele Stunden andauernden Gespräche zwischen John Kerry und Lawrow am gestrigen Tage hatten auch die Lage in Syrien zum Thema. Die Nachrichten über Krisen sind derzeit aber – zumindest in Russland – mit allen möglichen Meldungen, Analysen und Spekulationen zur Ukraine verstopft, so dass es eine günstige Gelegenheit wäre, liegengebliebene Probleme anzugehen, die nicht mehr so stark in der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Dass es, klar ausgedrückt, zu einem an Moskau gerichteten “Tauschangebot” “Ukraine gegen Syrien” gekommen sein mag, wurde heute auch tatsächlich von einer der betroffenen Seiten artikuliert. Öffentlich. Und zwar:

“Beim Treffen in Sotschi hat Kerry die Ukraine teilweise gegen Syrien eingetauscht. Die Amerikaner sehen wohl die Perspektivlosigkeit ihrer Erwartungen an eine positive Entwicklung in der Ukraine, und gleichzeitig ist Russland dazu bereit, ihnen in Syrien nicht mehr im Weg zu stehen und das Assad-Regime stürzen zu lassen. Wenn das so weitergeht, kommen bald erste Andeutungen über einen Regime change in Kiew.”

Führungsspitze der "Radikalen Partei" der Ukraine. Im Zentrum Ljaschko, Popow auf 5 Uhr

Führungsspitze der “Radikalen Partei” der Ukraine. Im Zentrum Ljaschko, Popow auf 5 Uhr

Diese Aussage stammt von einem Abgeordneten der Kiewer Rada von der “Radikalen Partei”. Sein Name ist Igor Popow. Im Gegensatz zum Parteiführer Oleg Ljaschko und dessen Tuntentruppe ist er aber kein Entertainer und Anheizer, sondern hat – im Auftrag des eigentlichen Eigentümers der Partei, des Millionärs Sergej Ljowotschkin – die Aufgabe, diese Partei und ihre Initiativen “zu beraten”. Nicht herumzukaspern, sondern die Wünsche der Auftraggeber auf die politische Ebene zu transportieren und den “Drive” der Partei zu deren Umsetzung zu nutzen also.

Die oben zitierte Aussage trifft Popow im Kontext des heutigen Poroschenko-Besuchs in Berlin, bei dem Merkel diesem “ungebührliche Vorschläge zur Umsetzung des Minsker Abkommens” unterbreiten wolle – “nämlich die Einführung von Elementen einer Föderalisierung in die [ukrainische] Verfassung und baldige, von Kiew weitgehend unabhängige Wahlen im Donbass”. Popow sieht darin ein “Fallenlassen” der Ukraine und begründet das mit einem Kuhhandel zwischen den Amerikanern und den Russen – Syrien gegen die Ukraine (“teilweise… eingetauscht” ist ein Hinweis auf die Krim).

In diesen Kontext passte auch die Nachricht, die hinter dem Kommentar von M. K. Bhadrakumar in der “Asia Times” steckt (Dank an Dike für den Link): Quite possibly, the transfer of S-300 missiles to Iran will be kept in abeyance for several months.” Und dass Obama den Iran, vermutlich Syriens letzte Hoffnung, als “Terror-Sponsor” bezeichnet, urplötzlich und so kurz nach den scheinbar erfolgreichen Atomverhandlungen.

Dass ein Tauschgeschäft Syrien gegen Ukraine (oder auch nur die Krim) theoretisch möglich ist, kann man annehmen. Den “Preis” der Krim hat Merkel erst unlängst in einer verbalen Eskalation als besonders hoch eingestuft. Was das den Russen in der Perspektive bringen soll, ist dabei weniger plausibel. Denn selbst, wenn Poroschenko und die faschistische ukrainische Regierung durch irgendwelche anderen, Moskau genehmeren Satrapen ersetzt würde - was sollte die Amerikaner daran hindern, nach getaner Arbeit in Syrien wieder zum Thema Ukraine und Krim zurückzukehren? Die USA sind kein Land, das Kompromisse eingeht. Die Amerikaner verfolgen ausschließlich ihre eigene Linie, und wenn es dafür nötig ist, irgendwen zu belügen oder irgendjemandem etwas zu verschweigen, so tun sie das, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie sind es schließlich, die später ihre Version der Geschichte in die diversen Wikipedias schreiben, damit der globale Ochlos seinen Informationshunger gestillt bekommt.

Ein solches “Tauschgeschäft” böte Russland wenn, dann höchstens eine Atempause von vielleicht anderthalb bis zwei Jahren, sofern die von Popow oben befürchteten “ungebührlichen Vorschläge” dem Donbass eine gewisse Autonomie einbringen. Das ändert nichts daran, dass es Verrat wäre. An Syrien und überhaupt an allen Idealen. Umso schlimmer, dass er nichts zu bringen imstande ist als einen Aufschub des Unvermeidlichen.

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  • Dike

    @ apxwn

    Du sagst es selber. Was hindert die Amerikaner daran, nach dem “Tauschgeschäft” Syrien gegen die Ukraine, das Thema einige Zeit später wieder aufzugreifen und alles fängt von vorne an. Das ist es ja. Wenn man den Versprechen der Amerikaner sowieso keinen Glaubens schenken darf, wieso dann ausgerechnet jetzt und in einem so brisanten Fall? Nehmen wir mal an, dass Deine Vermutung stimmt, dann könnten diesmal die Russen bluffen.
    Ich glaube nicht daran. So ein Verhalten kann Russland sich nicht leisten. Gerade Russland versucht doch die Beziehungen zwischen Völkern auf eine andere Ebene zu heben, basierend auf Völkerrecht. Wenn Russland Syrien ausliefert dann würde das ein Abschlachten der Alawiten bedeuten, eine Teilung des Landes zur Folge haben, eine Ausdehnung der Einflussphärenmder Türkei, Israels und Saudi Arabiens. Russland hätte endgültig seinen Ruf als verkäuflicher Partner im Nahen Osten verspielt. Das kann nicht im Interesse Russlands sein. Und wen bitteschön soll denn die andere Seite (Opposition) in Syrien an die Macht bringen? Und warum sollte Russland eine Konkurrenzpipeline gefüttert mit Qatarischem Erdgas durch syrisches Territorium durch eigenes Verhalten befördern?
    Die Rechnung darf auch nicht ohne Iran und Hisbollah gemacht werden. Außerdem kämpft die syrische Armee und wird hoffentlich Jisr Al Shoughour bald wieder befreien. Sollte man wirklich versuchen zu behaupten, dass die syrische Regierung Giftgas versteckt hat, dann stehen auch die UN Inspektoren ziemlich dumm da oder? Es wurde doch von allen Seiten bestätigt, dass Syrien Chemiewaffenfrei ist. Letzten Endes zählt das Schlachtfeld. Für Russland ist Stabilität in Syrien mindestens genauso wichtig wie Stabilität in der Ukraine. Die Ukraine lässt sich von Russland wesentlich leichter kontrollieren als Syrien. Russland würde mit einem Wegfall von Syrien automatisch den Irak, Iran, Libanon und Yemen verprellen. Damit wäre der nahe Osten für Russland verloren.

    • kaumi

      Vom Handy aus, da unterwegs…
      Dike’s Kommentar hätte genauso auch von mir sein können. Zu 100%.
      Die wichtigsten Fragen/ Fakten zu diesem Thema nochmal zusammengefasst:
      Die Russen haben die Krim. Was ändert ein “Tausch”?
      Die Russen hätten im Nahen Osten komplett (!!) blank gezogen. Wo, in Gottesnamen, soll darin noch der kleinste Vorteil für Moskau sein?
      Die Amerikaner haben in der jüngeren Geschichte noch jeden “Partner” verraten, wenn der Zeitgeist es erforderte. Seit wann vergisst Russland?
      Kein Hafen im Mittelmeer, kein Zugriff auf die syrischen Gasvorkommen im Mittelmeer, im Golan. Keine Möglichkeit mehr, eine konkurrierende Pipeline zu verhindern. Die Gefahr vor Augen, eine westliche Marionette in Damaskus installiert zu sehen…. das alles soll Russland unterschreiben, um ein wenig Ruhe – und nur für kurze Zeit – in die Ukraine zu bekommen?
      Never!

      • Jones Bones

        Moin,
        Ich habe gestern abend das mit Roman noch vor Veröffentlichung besprochen.

        Der Tauschhandel ist etwas, was bsw. Enis schon vor Monaten mal in einem Kommentar befürchtet hatte, und über den spekuliert wurde. Bis heute bleibt dies Spekulation. Der Artikel hier verwendet da sehr bewusst den Konjunktiv, um die Möglichkeit einer neuen diplomatischen Offensive zu beschreiben.

        Weiter: Sowohl Syrien, als auch die Ukraine standen in Sotchi auf der ganz offiziellen Tagesordnung. Diese beiden Themen lassen sich auch schwerlich trennen. Dies macht einen Tauschhandel möglich, aber nicht automatisch. Was für mich persönlich die Vorstellung desselben fast unmöglich ist, ist, neben der am Ende des Artikels beschriebenen Morallosigkeit einer solchen, auch eben die Vorstellung dessen, wie ein solcher Deal überhaupt aussehen könnte, und wie er überhaupt realisiert werden könnte.
        Die Amerikaner mögen Tugenden haben, doch Vertragstreue gehört nicht dazu.
        Bislang wurde die RF in ihrer rund 25 jährigen Existenz noch bei jedem Deal über den Tisch gezogen bzw. jeder Vertrag gebrochen.
        Das gilt für Osterweiterung ebenso wie für Libyen und heute Syrien und die Ukraine.
        Wenn Russland über diese Aggressionen hinwegsieht, so ist es nur eine Frage der (sehr kurzen) Zeit, ehe sich die Amerikaner den nächsten Rubikon suchen, um den zu überqueren.

  • paterpanton

    Popows primäre (wenn nicht ausschließliche) Zielgruppe ist die
    ukrainische Öffentlichkeit. Diese bereitet er auf “erste Andeutungen
    über einen Regime change in Kiew” vor – und liefert pfiffigerweise die
    erste Andeutung selber gleich mit. Er hat begriffen, daß das Spiel
    verloren ist, jedenfalls die Donbass-Runde (in der Runde davor ging es
    um die Krim) und jedenfalls für die Jazenjuk-Truppe. Vielleicht auch für
    die Poroschenko-Truppe, vielleicht sogar für die Ljaschko-Truppe.
    Zumindest letzteres darf er natürlich nicht sagen. Also delegiert er die
    Verantwortung für das Debakel insgesamt. Schuld sind die Amis, die “die
    Perspektivlosigkeit ihrer Erwartungen” sehen. Das ist zwar auch nur
    eine Umschreibung, taugt aber zur Not als eine Art Dolchstoßlegende. Daß
    die USA im Austausch die Chance auf einen Stich in Syrien bekommen,
    gehört nur zur weiteren Konstruktion der Legende. Schließlich müssen sie
    ein zusätzliches Motiv haben, damit die Perspektivlosigkeit nicht ganz
    so perspektivlos ist, wie sie sich bei nüchterner Betrachtung auch für
    das nationalistische Projekt in der Ukraine in Gänze darstellt.

    Richtig – oder wenigstens zu hoffen – ist, daß die Amis einen Ausstieg aus dem
    ukrainischen Abenteuer anstreben und ein Ticket für “Minsk II” lösen
    wollen, drei Monate nach Hollande und Merkel und bevor der Zug endgültig
    abgefahren ist (nämlich bevor die nächste ukrainische Offensive
    scheitert). Richtig ist, daß sie dann zur Ablenkung Radau auf einer
    anderen Bühne brauchen; da bietet sich Syrien an. Und richtig ist, falls
    beides zutrifft, daß die Russen klug beraten sind, dem keine Steine in
    den Weg zu legen. Dem Gegner einen gesichtswahrenden Abzug zu
    ermöglichen, das gehört zum diplomatischen Geschäft. Das ist aber nicht
    der Spieltisch von Popow.

  • Ruth

    Ich stimme mit Dike und kaumi zu 100% überein. Die unbedingte Unterstützung Syriens (und des Iran) seitens Rußland hat Putin bei jeder sich gebenden Gelegenheit betont. Und sicher sagt er auch nicht alles öffentlich, was im Verborgenen läuft.
    Das Geblubber von Popow ist m.E. genauso nichtssagend und auf Krawall aus wie die umtägigen Sprechblasen Poroschenkos.
    Nein-mit Rußland und jetzt auch China hat Syrien große Unterstützung im Rücken. Die Ansprache Putins zur Siegesparade in Moskau sowie der am 6.5. veröffentlichte Gastkommentar von Xi Jinping zeigen, daß die Differenzen zwischen beiden Staaten endgültig überwunden sind und ein gemeinsames Vorgehen gegen die monopolare Herrschaft der Amis auf ihrer Agenda steht. Und dazu gehört nun mal auch unweigerlich die Unterstützung der friedliebenden Völker im Nahen Osten. Ganz abgesehen von geostrategischen und ökonomischen Interessen.

  • urkeramik

    @apxwn: ist das dein Ernst, dass du die Spekulationen einer ukrainischen Propagandatröte als Ausgangspunkt deiner Überlegungen nimmst? Glaubst du wirklich Putin/Lavrov sind so billg zu haben? Nicht im Ernst oder? Putin und Lavrov kamen gut gelaunt aus den Gesprächen – im Gegensatz zu den Amerikanern. Putin hat gleich anschließend mehr Tempo bei der Modernisierung der Armee gefordert. Schon die zwei Punkte machen deine pessimistischen Spekulationen hinfällig. Meiner Meinung nach war Kerrys “Gang nach Sotchi” ein Eingeständniss, das die amerikanische Politik gegenüber Rußland festgefahren ist. Also sucht man neue Ansatzpunkte, klopft die Positionen des “Gegners” ab, verschafft sich eine Pause um die eigenen Positionen zu verbessern. Von einem prinzipiellen Schwenk in der amerikanischen Politik kann keine Rede sein, für was sollte Russland also irgendetwas eintauschen? Warum freuen sich Putin und Lavrov? Weil sie es geschafft haben die Probleme, die die Amerikaner für Russland geschaffen haben nun auch Probleme Amerikas sind, die es nicht ohne Russland lösen kann. Weil die USA ein Stück weiter in die Position rücken musste, in der Putin sie haben möchte, nämlich Kooperationspartner zu sein. Putins Ziel, das sollte man sich klar machen, ist nicht, die USA “zu besiegen” oder gar zu vernichten, sondern sie zu einer gleichberechtigten Kooperation (und zwar gegenüber der ganzen Welt) zu bewegen/zwingen. Sie quasi “zur Vernunft zu bringen”. Das wird noch ein gutes Stück Arbeit brauchen, aber Kerrys “Gang nach Sotchi” war ein kleiner Etappensieg.

    Zu den Spekulationen zu den S300 für den Iran kann ich nur sagen, dass sie genau das sind: Spekulationen ohne Grundlage. Im übrigen sollte klar sein, dass die Herstellung und Auslieferung der Dinger eh mindestens ein halbes Jahr braucht, die Herstellung voller Funktionstüchtigkei mit iranischem Personal nochmal mindestens dieselbe Zeit. Kein Zaubermittel also.
    Etwas mehr Optimismus, besser noch Gottvertrauen!

  • habkind

    Wir wissen alle, dass die redliche westl. Allianz eigentlich nicht so leicht aufgibt.

    Aber vielleicht steigen ihnen die Probleme doch über den verschiedenen Köpfen.

    Die Saudis haben mit dem Angriff auf dem Jemen einen zu großen Happen genommen, an dem sie sich nicht nur zu verschlucken scheinen (hoffentlich ersticken sie daran). In der Türkei rummort es immer mehr, so dass sogar Politiker aus der Opposition offen Erdogan für den

    Krieg in Syrien verantwortlich machen. Die USA haben die Zügel bei den Saudis nicht mehr im Griff – diese werden aufmüpfig und von der Ukraine ganz zu schweigen.

    Vielleicht denken die USA auch an die Front zu Hause, die von heute auf morgen aufbrechen kann und letztendlich hat Jordanien als ein Frontstaat mit den Terroristen aus Syrien seine erheblichen Probleme.

    Meiner Meinung nach bröckelt diese Allianz immer offensichtlicher und die USA wollen mit dem Besuch in Sotchi die Fronten nur beruhigen. An einen gänzlichen Rückzug von Syrien denken sie bestimmt nicht.

    Auch Jordanien hat inzwischen seine Probleme mit den Terroristen aus Syrien -auch wenn es

    sie erst losgeschickt hat.

    Den nachfolgenden Artikel wollte ich schon letzte Tage hier vorlegen, nun passt es vielleicht besser zum Thema.

    Der kleine Grenzverkehrt für die FSA ist nach der Übernahme des Grenzübergangs Nasib zu Syrien durch die Nusra nun auch von Jordanien gekappt. Die FSA hat Probleme, ungehindert nach Jordanien zu reisen.

    “Jordan’s new main priority and the US’s main priority is fighting
    terrorism, namely ISIS,” says Jawad Anani, a Jordanian senator and
    former foreign minister. “Jordan no longer wants to be drawn into
    supporting any side in this [Syrian] conflict.”

    Inzwischen soll Jordanien die Stämme Syriens unterstützen, um gegen die IS zu kämpfen und nicht mehr die FSA:

    US defense officials declined to comment on Jordan’s training program
    for tribals. Jordanian officials insist that their strategy already has
    buy-in from the US and other allies, who are keen to find potential
    partners in Syria willing to fight against Islamic State.

    …..

    Saudi Arabia, an ally and financial backer, has long used Jordan as a
    rear base for anti-Assad rebels. With Saudi Arabia embroiled with the
    conflict in Yemen, government insiders say Jordan is no longer under
    pressure from Riyadh to back rebel forces, including the FSA.

    Syria crisis: Spooked by rebel gains, Jordan doubles down vs. Islamic State (+video)

    (http://www.csmonitor.com/World/Middle-East/2015/0504/Syria-crisis-Spooked-by-rebel-gains-Jordan-doubles-down-vs.-Islamic-State-video)

  • habkind
  • Jowi

    Interessanter Artikel, vielen Dank!
    Diverse Tauschgeschäfte kann es durchaus geben und dass man sich da in Kiew seine Sorgen und Gedanken macht ist klar. Putin und Lawrow kennen “den Westen” schon zu lange, um ihm zu trauen, aber – wie zuletzt bei den Feierlichkeiten zum Sieg über Hitlerdeutschland – Putin streckt immer wieder die Hand aus, nach Westen. Da sollte man sich keine Illusionen machen, er ist auch als Wirtschaftsvertreter unterwegs und als solcher ist er immer noch viel zu abhängig vom Westen, bei allen Fortschritten und Hoffnungen bezüglich Asien, vor allem China. Es ist schließlich Kapitalismus westlicher Art die in Russland praktiziert wird und mit feinen Anpassungen auch in China.

    Wenn ich spekulieren darf: Syrien wird man nicht ganz opfern, aber die Grenzen werden neu gezogen. Das Rest-Syrien wird ein wirtschaftlich ruinierter Zwergenstaat sein, wie es sich Israel immer gewünscht hat. Bei der Grenzziehung wird es wohl ein Geschacher der Großen geben und auf Moral sollte man dabei nicht bauen. Geopolitik ist im Großen und Ganzen einfach nur hässlich, für die mentale Gesundheit ist es eigentlich besser, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

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  • Walter Mandl

    Ich halte einen derartigen Deal zwischen der RF und den USA für höchst unwahrscheinlich. Und nicht etwa weil ich Moskau keine Schweinereien dieser Art zutraute.
    Jedoch nicht ohne Not und ohne strategischem Gewinn.

    Die gesamte Region ist aktuell angespannt bis zum Zerreißen. Der Jemen, wo gerade die Iran- Shahed sich mit Hilfsgütern aus dem Iran nähert, der Libanon der beinah stündlich auf Angriffe der IDF vorbereitet sein muss, der Irak indem es wieder drunter und drüber geht.

    Gegen die Version des Fallenlassens von Syrien spricht auch insbesondere die entschieden harte Botschaft des Irans, jeden Angriff auf sein Hilfsschiff als direkte Kriegserklärung zu betrachten und zu behandeln!

    Ich wünsche Assad und der SAA die Kraft, noch entschieden Dagegenhalten zu können.
    Noch ein paar Wochen, noch einige Monate.
    Auch die Schergen der US-israelischen Verbrechersyndikate (samt Vasallen-Gesocks) stehen mit dem Rücken zur Wand.
    Ihre (noch) so mächtig scheinenden Kapitalflüsse sind vergiftet gleich einem tödlichen Cocktail. Und bald werden sich die ersten Süchtigen daran erbrechen.

    • Beinstuhl

      “Auch die Schergen der US-israelischen Verbrechersyndikate (samt Vasallen-Gesocks) stehen mit dem Rücken zur Wand. Ihre (noch) so mächtig scheinenden Kapitalflüsse sind vergiftet gleich einem tödlichen Cocktail. Und bald werden sich die ersten Süchtigen daran erbrechen.”

      Gibt es zu diesen vielversprechenden Andeutungen noch Genaueres?

      • Walter Mandl

        Allein die QE-Programme der FED, EZB und Bank of Tokio – wie schätzt du diese Pakete ein? Führen sie zur Stärkung der Wirtschaften? Beschleunigung des Wachstums, Überwindung der Krisen?
        Oder sind es selbst verabreichte Dosen Rauschmittel, um noch eine Nacht, eine Woche, ein Monat träumen zu können?
        Inzwischen sind die Bilanzsummen dieser ‘Nationalbanken’ (die natürlich weder den Nationen gehören noch ihnen dienen) mit Billionen (!) Dollar/Euros aufgebläht, wie ein Güllefass kurz vor dem Platzen!
        Selbige Tragödie vollzieht sich auch auf der Ebene der nationalen Zentralbanken ab und in deren Gefolge im Bereich der von diesen Vergiftunsstellen injizierten Großbanken. Alles ist faul und morsch. Wie bei einem alten Dachstuhl, der von außen betrachtet noch hält und scheinbar Schutz gibt und Funktion hat.
        Statistiken und Analysen können geschönt werden bis zu dem Moment, an dem der erste Balken bricht.
        Was folgen wird, wird vergleichbar sein mit dem Einsturz der Twin-Towers, freie Fallgeschwindigkeit, und eine Staubwolke die sich über die gesamte nördliche Hemisphäre erstreckt.
        Du, ich, wir alle werden nicht nur den Staub zum Schlucken bekommen, sondern die Ergebnisse auf unseren Konten, Sozial- und Pensionsbescheiden, Grundbüchern usw. sehen. Alles nur mehr Staub, und die Zeit der schmerzvollen Tränen wird folgen.

  • Dike

    Die yemenitische Marionette Hadi spricht soeben auf einer Pressekonferenz in Riad.

    Dieser besonders widerliche Mensch spricht im Namen des yemenitischen Volkes und bedankt!!!! sich bei Saudi Arabien für die humanitäre! Hilfe und die Milliarden für den Wiederaufbau und schiebt die Schukd an der Zerstörung des Landes komplett den Houthis in die Schuhe. Ein guter Ausgangspunkt für Friedensverhandlungen. Das werden die Yemeniten, die Angehörige durch die saudischen Bomben verloren haben, bestimmt verstehen.

    Schlimmer gehts nimmer, die Menschheit ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt.

  • urkeramik

    wenn schon spekuliert wird, dann sollte diese Spekulation unbedingt mitbeachtet werden:

    http://www.voltairenet.org/article187622.html

    • Dike

      Das ist ja eine konfuse Vision, aber die persönliche Vision von Thierry Meyssan. Herr Meyssan denkt offenbar, dass Russland sich komplett aus dem Nahen Osten zurückzieht und das widerspricht der gesamten Strategie der letzten 4 Jahre. Ich sehe das eher so: Der Iran sitzt momentan wie auf Kohlen und will endlich die gesperrten Milliarden haben. Wie schon oft gesagt, entscheidet letzten Endes das Schlachtfeld, wer wo Einfluss haben wird. Der Iran ist bereits ohne diese Milliarden und unter Sanktionen eine Regionalmacht. Wenn der Iran wieder wirtschaftlicher Handelspartner wird, dann wird er sich mit Sicherheit auch nach Osten ausrichten und zwar ganz besonders nach China. Ein Vasall der USA, wohl kaum.

      -Dass der Iran die Rolle wie zu Zeiten des Schah für die Amerikaner übernehmen wird ist unvorstellbar. Das hätte mindestens zur Folge, dass es den Iran spalten würde. Der Iran ist sich seiner Macht viel zu sehr bewusst, als dass er sich benutzen lassen wird für die Ziele anderer, speziell, wenn sie den eigenen Interessen widersprechen.

      -Jordanien, Marokko und Golfmonarchien unter israelischem Kommando wäre dann also eine Art Nahost NATO mit dem Ziel früher oder später an die Grenzen des Iran heranzurücken, also das gleiche Szenario wie nach dem Zerfall der Sowjetunion.

      -Auf der einen Seite will Amerika laut Meyssan die Chaospolitik im Nahen Osten aufgeben um dann aber alle Golfmonarchien stürzen zu wollen und durch Moslembrüder zu ersetzen. Also wenn das kein Chaos ist.

      -der Rückzug von Nasrallah aus dem politischen Leben? Von welchen Zeiträumen spricht Herr Meyssan.

      - Frieden in Syrien, aber Gasförderung unmöglich und daher kann der Wiederaufbau nicht finanziert werden?

  • S. Matt (triangolum)

    …die Air Base Palmyra ist jetzt nicht wirklich gefallen oder? Was machen die da bitte?

  • kaumi

    In einer kurzen, dürren Erklärung wird gerade seitens der syrischen Militärkreise die Befreiung der im Hospital Jisr Shoghur umzingelten Soldaten und Zivilisten bekannt gegeben.
    So tue ich es Auch :-)

    • Dike

      Kaumi tolle Nachricht! D

      • Enis

        leider sprechen diese Bilder eine andere Sprache als eine Befreiung…
        Wo ist die Luftwaffe?! Wo ist die Artillerie? Wo ist Schutt und Asche!
        Ich bete ganz fest, dass einige überlebend davongekommen sind…

        Wut…Wut…Wut!
        http://sendvid.com/buka1kbn

        • Dike

          Hab mir gerade das Video auf Parteibuch angesehen. Das sieht eher so aus, als ob die armen Soldaten sich durchgerungen haben, das Krankenhaus auf eigene Faust zu “verlassen”. Sie flüchten mit toten und verwundeten Kameraden. Auf dem Video sieht es nicht aus, als ob es sehr viele wären. Die eingeschlossenen Soldaten müssen informiert gewesen sein, dass die Terrorbanden einen Tunnel graben und unter dem Krankenhaus eine Bombe zünden wollten. Alles völlig unbegreiflich. Ja wo ist die unterstützende Luftwaffe?

        • kaumi

          vielleicht ist das Grund, warum die Nachricht recht nüchtern verbreitet wurde. Breakingnews.sy bringt jetzt auch eine Meldung darüber. Auch eher kurz, aber dort wird von einer Fluchtschneise gesprochen, die Deckung durch Artellerie-Feuer bekommen hätte…

        • S. Matt (triangolum)

          Gasse hin oder her, die Aktuelle Entwicklung ist katastrophal. Geht das so weiter fällt die Air Base Tiyas in ein paar Tagen. Zudem droht eine IS Front Süd Östlich von Damaskus und eine Teilung in zwei Teile südlich von Homs.

          Was macht bitte diese Verräter Regierung des Iran? Füsse still halten wegen diesen Pseudonym Vertrag? Und wo ist Moskau?

          Wenn nicht bald ernsthaft massiv geholfen wird wird Syrien vor dem Herbst fallen.

        • ISKANDER

          Vor einigen Wochen hatte ich die eingetretene Entwicklung aufgrund der naturgemäßen Erschöpfung von Human- und Waffenreserven nach jahrelangem Krieg, vorausgesagt.
          Dito das Verhalten des Iran & Russlands – wie sichtbar.
          Erinnere mich, das man das hier logischerweise nicht gern hörte und die Augen und Ohren verschloß. Einige griffen meinen jetzt durchaus sichtbaren Vergleich mit der Vergangenheit scharf an.

          In den militärischen Berichten erkenne ich keine koordinierte Frontbegradigung, sondern einen kulminierenden Zusammenbruch.
          Die Frage steht: Wie weiter?
          M.E. ist die einzige Rettung die Aufgabe aller Gebiete außerhalb der Küstenprovinzenen und des Streifens über Homs bis zu Damaskus.
          Eine Art 2. Libanon.
          In all dem Schmerz der Ereignisse müssen wir rational bleiben.
          Mit einer dezimierten Armee ist ein großes Syrien nicht zu halten.
          Fast alle Kriege der Vergangenheit saßen dem Trugschluß auf, in der Überdehnung das Heil zu suchen. Die Reste der SAA hätten im Kerngebiet bessere Chancen und ebenso gute Unterstützung in der Bevölkerung.

          Syrien ist in der gleichen geografisch fatalen Lage wie weiland Deutschland. Ringsum Begehrlichkeiten. Nur die syrische Küste ist eine zu verteidigende Festung.

        • Satanischeverse

          Danke für die realistische Einschätzung der derzeitigen Lage.

        • Enis

          Iskander,
          Trotz meinen radikal syrisch patriotischen Ansichten hatte ich damals die gleiche pessimistische Einschätzung und Erwartung. Der Generalstab der SAA hat trotz allen Realitäten auf dem Boden nach der alten strikten Baath-Ideologie gehandelt. Nach dem Prinzip ganz Syrien und alle zusammen. Mag aus sozial-politischem Hintergrund für dieses Land das richtige sein. Militärisch ist das Resultat jedoch ein Fiasko.

          Man hat viel zu viele Ressourcen für sinnlose Missionen geopfert. Einrichtungen und Gebiete kostspielig verteidigt, die man am Schluss sowieso verloren hat. Die meisten Ölfelder sind verloren. So frage ich mich, was die Republikanische Garde weiterhin in der Wüste von Deirezzor zu suchen hat? Was ist der Sinn in Hasaka massiv Kräfte zu verschleissen? Wie konnte es sein, dass im angeblich voll umzingelten Ost-Ghouta Ratten Paraden halten? Die Fragen sind unendlich.. Korruption und Opportunismus haben teilweise sicherlich eine wichtige Rolle mitgespielt. Sowohl beim Fall von Rakka, als auch von Idleb, Jesr-Shoughr und Palmyra, man hört immer wieder Vorwürfe von Verrat und Opportunismus.

          Nach dem Fiasko um die Umzingelung von Aleppo war mir klar, dass die SAA leider keine Kraft mehr hat Offensiven zu Ende zu bringen. Hat sich in Jesr-Shoughr leider wieder bestätigt. Man kam bis 1 Km zum Spital heran. Dann ging einfach nichts mehr. Die heldenhaften Verteidiger mussten auf eigene Faust das Leben riskieren.

          Eine andere gefährlichere Entwicklung sehe darin, dass diese blutrünstige Terroristen durch Scheinstabilität den ermüdeten Menschen eine Alternative zum weltlchen Syrien aufzwingen. Daher verstehe ich die Logik der syrischen Führung nicht, den Menschen unter den Gebieten von Terroristen immer noch die Möglichkeit gibt die Entlöhnung abzuholen! Von Strom bis Wasserversorgung, Strom, Strassen, Brücken alles muss diesen Gebieten verwehrt werden!

          Zu den russischen und iranischen Freunden; hier habe ich meine Hoffnung auf deutliche technische Unterstützung verloren.

          Daher stimme ich Dir in einem Punkt voll überein. Das Ziel sollte ein Kernsyrien sein. Dieses Kernsyrien sollte auch wie Du richtig erwähnst nur aus den Städten Latakia, Tartous, Homs, Damaskus und vielleicht noch Suwaida bestehen. Die Verteidigung dieses Gebietes mit der Konzentrierung aller Kräfte aus allen anderen Gegenden absolut problemlos machbar sein.

          Wir patriotischen Syrer werden uns mit einem gebrochenen und gedemütigten Herz an die neue Realität gewöhnen. Doch die Freunde denen anscheinend der Ernst der Lage nicht bewusst ist, oder sogar vielleicht gleichgültig zur Kenntnis nehmen wollen, denen sehe ich -wieder erwähnend- mindestens 50 Jahre ohne Mitsprache im Nahen Osten vor! Da gehe ich jede Wette ein.

        • Enis

          Dass die treusten und verlässlichsten Brüder, der Widerstand im Libanon, eine Generalmobilmachung vorhaben, zeigt wie Ernst es um die syrische Lage bestellt ist. Ich bewundere den Mut, die Aufrichtigkeit und Loyalität dieser Männer!

          http://www.dailystar.com.lb/News/Lebanon-News/2015/May-23/299087-everyone-has-role-to-play-in-existential-syria-battle-nasrallah.ashx

        • kaumi

          Enis, Iskander,
          wirklich wenige von uns haben hier einen auf Hoysanna und Euphorie gemacht. Es war eher die botschaftbeladene Stimmung, Syrien sei verloren und die SAA hätte ihre letzte Kugel verschoßen, die – zumindest ich – nie so teilen mochte und immer noch nicht will.
          Die SAA, und machen wir uns mal nichts vor, ist Geschähnissen und Horrorszenarien ausgesetzt, die wir, hunderte bis tausende Kilometer enfernt von Feld der Ehre, nicht mal im Geringsten über-, oder durchblicken.
          Alles über die militärspezifischen Probleme, die sich die syrischen Verteidiger ausgesetzt sehen, ist hier bereits mehrfach und von sehr vielen Mitforisten beschrieben worden.
          Der Umstand, dass mit der Fortdauer der Krise die Situation der SAA nicht besser würde, war und ist allen bewusst. Ich kritisierte eher die Totengebete, die pünktlich immer dann kamen, wenn die Faschislamisten mal wieder eine ihrer hunderten Offensiven erfolgreich gestalteten. Zig-male konnte die SAA zurückschlagen, ob im großen Stil (Homs/Baba Amr, Aleppo, Damaskus, Qalamoun, Quneitra, Shaàr Gasfelder ect.), oder in den unzähligen regionalen Scharmützeln. Einiges ist mißlungen.
          Wir sollten uns immer vor Augen führen: Syrien kann nicht verteidigt werden. Nicht so, nicht gegen Invasorentrupps, die hunderte Kilometer, aus verfeindeten Nachbatstaaten, beliebig einsickern. Jedesmal besser trainiert und bewaffnet, unterstützt von den finanzkräftigsten Wirtschafts- und Militärmächten dieses Planten.
          Es ist eine Illusion zu glauben, die SAA könnte mit der Hizbollah dem auf ganzer Linie gegenüberstehen. Ich habe nie diese Vorstellung gehabt, daher hält sich meine Kritik an der Strategie und Vorgehensweise der Militärführung in Grenzen.
          Gestern hatte ich Freunde aus Syrien zu Besuch, die heute abend, nach 4-wöchigem Aufenthalt in Deutschland, wieder nach Beirut und von dort aus zurück nach damskus fliegen. Wenn du mal einige Stunden mit Menschen sprichst, die seit 4 Jahren den ganzen Scheiß mitmachen, erfährst du erst, wie schwierig es ist, diesen Staat adäquat zu verteidigen. Man wundert sich dauernd, auf deutschen Sofas sitzend, wie es zum Beschuß der russischen Botschaft kommen kann, wieso Jobar noch nicht befreit ist, warum Ostghouta und Sabadani nicht zurückerobert werden können… nun, weil die Terroristen ihre gehaltenen Gebiete seit Anfang an, also seit Jahren, mit einem dichten, unterirdischen Netz von Tunneln und Verstecken durchzogen haben, welches weder von der Luftwaffe noch von der Artellerie wirkungsvoll ausgehoben oder bekämpft werden kann. Die Ratten, so nennt sie jeder in Damaskus, sitzen tatsächlich die ganze Zeit wie die Nagetiere unter Tage und verlassen ihre Verstecke nur für kurze Zeit dann, wenn wieder eine “Aktion” angesagt ist – z.B. einen Haun- oder Raketen-Beschuß.
          Ich würde, als Kommandeur der SAA, ebenso meine Männer der SAA nicht zu Fuß in diese Gebiete schicken, also ergibt sich aktuelles Bild. Ein Stellungs- und Abnutzungskampf. Und zwar in all` den vielen Fronten, die sich der SAA ergeben. Jedes einzelne Dorf, jeder Hain, jeder Strassenzug, der ausserhalb der sicheren Verteidigungslinien liegt, funktioniert so. Es ist nur dann ein offener Kampf, wenn sich die Terrorbrigaden zu einer Offensive zusammengefunden haben. Den ganzen Rest liegen sie in ihren Bunkern und Tunnelsystemen und verfolgen die zermürbende Destruktionstaktik: Zuschlagen und Abhauen. Und dabei kann es ihnen völlig egal sein, ob sie drei, vier oder fünf Anläufe brauchen, um eine Schlacht, vielleicht, erfolgreich gestalten u können. Denn der Nachschub an Leuten, Waffen und Technik wird mit jedem Mal besser und effizienter.

          Unter den oben geschilderten Fakten geniesst die syrische Armee daher höchste Anerkennung. Für viele ist es ein Wunder, “dass unsere Jungs so lange noch einen gleichwertigen Gegner abgeben. Wir kämpfen nicht gegen Dreckschweine, die ein paar Gewehre in die Hand gedrückt bekommen haben. Wir kämpfen gegen eine globale Verschwörung, an der sich die gesamte westliche Welt samt aller arabischer Länder (ich sage fast aller) gegen Syrien verbündet haben.” – O-Ton meines (sunnitischen) Besuches!

          Ich wiederhole mich nur ungerne, in diesem Falle vielleicht auch gerne: Die SAA ist da und sie kämpft. Bis zum Ende. Sie kann nicht anders. Das Leben der Verwandten, Angehörigen und Freunde der syrischen Soldaten hängt von ihnen ab. Ein brennendes Damaskus unter wehender schwarzer Flagge ist ein Bild, das man sich nicht vorstellen kann. Und deswegen wird es nicht passieren.
          Ich möchte nicht mehr, dass Soldaten syrisches Wüstenland befreien. Ich möchte, dass sie sich aufs Wesentliche konzentrieren. Der Rest kann später geklärt werden.
          Ich habe bereits vor Jahren immer wieder geschrieben, und zwar oft, und ich habe mich auch da oft wiederholt: Denkt immer an die Losung des Bibi Netanjahu, wonach “Assad und der Iran diesen Krieg nie als Sieger verlassen dürfen” – es läuft weiter alles nach Plan…

        • kaumi

          Und hier noch ein weiteres “Wort zum Sonntag”:
          http://www.freiewelt.net/baschar-bashing-10060143/

        • Dike

          @ Kaumi

          Ich kann nur unterstreichen, was Du geschrieben hast.

          Nochmal zu Hizbollah.

          Al Manar : Interview von Reuters mit Sheikh Naim Qassem

          Syrien wird sich niemals ergeben und wir werden Syrien immer unterstützen, so Sheikh Naim Qassem, stellv. Hizbollah Generalsekretär. Russland, Iran und Hizbollah werden Assad unterstützen, egal wie lange es dauern wird. Ein nahes Kriegsende sei nicht in Sicht. Er sieht die Teilungsgefahr besonders im Irak gegeben, da die Amerikaner dies wollen und es Kräfte im Land gibt, die das auch wollen.

          Die Zerstörung in Syrien wird weiter gehen, da es sich nicht unterwerfen wird. Politische Lösungen für Syrien wurden ausgesetzt und man wartet auf Entwicklungen auf dem Schlachtfeld und andere Entwicklungen in der Region, besonders im Irak.

          Die Eroberung von Palmyra sieht er als Teil der ständigen Geländegewinne und Verluste im Krieg.

          Er erwähnt Qatar, Türkei, Saudi und USA als die Schuldigen.

          Russland, Iran und Hizbollah werden Assads Syrien bis zum Ende verteidigen. http://www.almanar.com.lb/english/adetails.php?fromval=1&cid=31&frid=31&eid=211429

          Hizbollah ist und bleibt ein Fels in der Brandung und ein verlässlicher Partner.

          @Iskander und Enis

          Sollte es zu der Kernsyrien Lösung kommen, dann kann das nur eine temporäre Lösung sein. Ich glaube nicht, dass sich der IS oder Nusra als politische Kraft in den eroberten Gebieten halten kann. Ich glaube auch nicht, dass die syrische Opposition die Absicht hat, in diesen Gebieten die administrative Kontrolle zu übernehmen. Außerdem müssen diese Regionen versorgt werden. Ob die Türkei die Versorgung übernehmen möchte wage ich zu bezweifeln. Wir werden in den kommenden Wochen entscheidende Schlachten und Entwicklungen erleben.

        • Enis

          Kaumi, Dike
          Mit meiner tiefen und leidenschaftlichen Verbundenheit zu Syrien, zu seinem Präsidenten und seiner heldenhaften Armee würde mir niemals im geringsten in den Sinn kommen die Märtyrer und ihre heldenhaften Kameraden von der SAA an der Front zu schmähen!

          Das sind unbeschreibbar grossartige Menschen. Da kann man sich nur verbeugen!!! Es ist zudem beschämend aus opportunistischen Gründen (Familie) diesen
          Helden nicht beistehen zu können. Klar ist es für uns einfacher als
          Aussenstehende zu schreiben, was besser gemacht werden sollte.
          Ich zitiere einen aus dem Nationalen Spital von Jesr Shougr geflüchteten Soldaten. “Wir hatten die Wahl uns gedemütigt zu ergeben, oder wie es sich für einen Syrischen Soldaten gehört standhaft für unser Land zu kämpfen. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, denn das war unsere militärische Erziehung”.

          Doch das sollte uns nicht daran hindern die Fehler der Staatsführung, sowie des syrischen Generalstabs zu kritisieren.
          Bashar al Assad war anfänglich nicht entschieden genug dem terroristischen Geschehen schnell ein Ende zu setzen. Zulange setzte er auf Mittelsmänner, die durch Verhandlungen Ruhe ins Land bringen sollten. Er hat die Entschiedenheit der ausländischen Unterstützer dieser Verschwörung nicht richtig aufgefasst.
          Die SAA Führung hat mit ihren bereits erwähnten sinnlosen militärtaktischen Entscheidungen dazu beigetragen, dass es viele unnötige Verluste gab.

          Das letzte Beispiel waren die Ereignisse um das Nationale Spital von Jesr Shoughr. So wie es noch nicht geklärt ist, wieso diese ca. 180 Helden dort eingeschlossen wurden, so ist deren Flucht ein unglaubliches Fiasko in militärischer Hinsicht. Ich habe gestern ein 14 minütiges Video der Terroristen angeschaut. Mein Schmerz und Trauer ist unbeschreiblich. Mehrere Dutzend Helden in offenen Feldern niedergemetzelt. Sie wurden bei ihrer Flucht verfolgt und regelrecht niedergeschossen. Wahrscheinlich ging ihnen die Minution aus. Gar nichts gegen ihren Kameraden, die lebend davon kamen! Wo war die Luftwaffe? Wo war die Einheit, die angeblich ca. 1Km in der Nähe sein sollte? Die Tränen sind nur schwer zu halten. Ein weiteres Debakel nach Tabqa in Rakka! Jedes mal kommt mir die Hoffnung auf, dass vielleicht eine Lektion daraus gezogen wird. Meine Hoffnung besteht auch nach diesem Fiasko.

          Ein anderes Beispiel; eine hoch qualitative Schussweste (gegen Nato-Munition) kostet um die EUR 800.00. Für eine Truppe von 50T Mann gäbe es Kosten von 40 Millionen Eur. Dass nach 4 Jahre Krieg die armen Soldaten immer noch nur mit Hemd und Jacke an die Front geschickt werden ist grobfahrlässig!

          Ausser für diese Helden zu beten bleibt mir leider nichts anderes übrig.

        • Enis

          interessant… interessant… Al-Watan bereitet schon mal die Menschen auf das von uns angesprochene Kernsyrien vor…

          http://economictimes.indiatimes.com/news/international/world-news/syria-regime-to-accept-de-facto-partition-of-country/articleshow/47406595.cms

          Ich kann ganz gut damit leben, wenn wenigstens alle andere Einheiten, die irgendwo im Niemandsland herumwirren, zurückgezogen werden.

        • Dike

          Enis, niemandem würde hier je in den Sinn kommen, gerade Dir so etwas zu unterstellen. Du bist ja tausendmal mehr Patriot als viele Syrer. Wir schreiben doch hier alle gegen unsere Verzweiflung und Machtlosigkeit an. Ich kann mir diese Videos nur schwer ansehen. Mir kommen schon beim Gedanken daran die Tränen. Es ist einfach für uns alle manchmal schwer zu verstehen, wieso bestimmte, in unseren Augen Selbstverständlichkeiten wie Deckung oder Absicherung bereits gesäuberter Gebiete nicht stattfinden. Aber ich bin ausserstande, das zu beurteilen.

          Auf Parteibuch las ich in einem Kommentar, dass angeblich der Rückzug von Palmyra eine Taktik von Assad sein soll, die Koalition blosszustellen. Nun ist die Koalition schon so oft blossgestellt worden und ausser ein paar wenigen Warnungen seitens der UN, dass es sich bei Palmyra um ein Weltkulturerbe handelt und dessen Verlust sehr schlimm für die Menschheit wäre, gibt es doch kaum Aufregung. Inzwischen wurden bereits 400 Zivilisten in Palmyra vom IS hingerichtet, hauptsächlich Frauen und Kinder. Damit ist der Bericht von syrianfreepress leider nicht Wahrheitsgemäss, wonach alle Zivilisten evakuiert wurden. Wie oben von Iskander auch gesagt, ist es jetzt sicher richtig, sich auf das Machbare zu konzentrieren und die Lage dort zu konsolidieren, wo die syrische Armee eindeutig die Kontrolle hat.

          @ Iane
          Leider hast Du im Hinblick auf die nicht der Realität entsprechende Berichterstattung von Ziad Fadel Recht behalten. Aber in dem Augenblick wollte ich nichts lieber, als glauben, was dort stand. Aber seine Absicht ist sicher, die Moral aller ihre Heimat liebenden Syrer hochzuhalten.

          Es gibt übrigens auf syrianfreepress eine Kondolenzseite für einen Arzt, der im Krankenhaus von Jisr Al Shoughour gefallen ist. Wer möchte.

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          “Zu den russischen und iranischen Freunden; hier habe ich meine Hoffnung auf deutliche technische Unterstützung verloren.

          Was die ersteren betrifft, so hat die russische Regierung und die Oligarchenkreise dahinter selbst ihre eigenen Leute im Donbass geopfert.

          “…mindestens 50 Jahre ohne Mitsprache im Nahen Osten

          Vollkommen richtig. Seit 2011 ziehen die Russen sich mehr und mehr aus jeglicher Mitsprache zurück. Werden gezwungen, das zu tun, und kuschen. Im Gegensatz zur syrischen Elite haben die ihre Stakes eben nicht so sehr im Inland, sondern eher bei den “Partnern”.

        • S. Matt (triangolum)

          Lassen wir mal Moskau und dem Flügelkampf und Putin dazwischen beiseite. Was bitte macht diese Sabotage Regierung im Iran bitte? Alleine die Innenpolitik ist voller Schritte Richtung Ukraine EU Wandlung. In der Außenpolitik wird fast nichts mehr mit den Blockfreien Staaten Organisation gemacht, auch das erneute Scheitern des Atomwaffen freien Nahem Osten wird nicht politisch genutzt. Von diesem Abkommen in Sachen Atom Vertrag, deren Inhalt, und diese Geheim absprachen der Zurückhaltung in vielem ist grotesk.

          Das ist fast ein kalter CIA Putsch im Iran.

          Und in Syrien macht der Iran nahezu nur das Alibi Nötigste.

          Fällt Damaskus fällt der Libanon, fällt der Irak. Und dann steht der IS vor der Tür mit einem Hinterland welches der Iran nicht mehr gewinnen lassen kann.

          Der IS wird seine Aufgabe als Terror Rambok gegen den Iran und auch Russland voll erfüllen. Und beide Länder sind aus Gründen gelehmt heute dagegen zu reagieren. Den das Spiel auf Zeit ist verloren.

          Das einzige was hilft ist eine sofortige Intervention von Russland, Iran und China. Grenzen vom Irak und Syrien dicht machen, volle Luftraum Schließung. Volle Seeblockade.

          Massive Bodentruppen Präsens verbunden mit massiver Luftunterstützung so wie jegliches Einsickern VOB Aussen verhindern. Wenn das nicht passiert wird der IS und alle dahinter zu stark werden um gegen ihn später zu bestehen. Von dem Verlust im Irak, Syrien und Libanon ganz zu Schweigen.

  • Walter Mandl
    • Satanischeverse

      Das bestätigt die Vermutungen der aufmerksamen Beobachter der Abläufe in den letzten Jahren. Ich habe mittlerweile einen richtig gehenden Hass auf die Russen. Die größten Versager und Lügner in dieser ekelhaften Verschwörung gegen Syrien sind diese. Sei Jahren betonen Figuren wie Lawrow und Putin Ihre Unterstützung für Syrien, aber nichts geschieht. Erst jetz wieder nach den Massakern bei Palmyra spricht der Schwätzer Lawrow davon, dass eine poltische Lösung gesucht werden muss. Merkt denn dieser Spinner nicht, dass jetzt vor allem militärischer Einsatz und Bewaffnung der SAA mit den modernsten Waffen mit Unterstützung der entsprechenden Waffeninstrukteuren gefragt sind. So langsam habe ich den Eindruck, die Russen sind Teil der Verschwörung. Während USrael mit den Nahost-Diktaturen die entmenschten Terroristen der IS und anderer Gruppen mit modernsten Waffen ausrüsten und sogar, unter dem Vorwand der Luftwaffenangriffe gegen die IS, diese in Wahrheit den Nachschub dieser Teufel sichern, sehen die Russen teilnahmslos zu, faseln diplomatisches Geschwätz daher und lassen die SAA in ihrem heldenhaften Kampf gegen die vom “Westen” unterstützten Teufel ausbluten. Der fehlt abgesehen von veralteter Waffentechnik vielfach die Munition! Es gibt überhaupt keinen Grund sich in dem jetzigen Stadium militärisch zurückzuhalten und nicht mit gleicher Intensität wie die Globalistenschweine auf Seiten der SAA das Blatt zu wenden. Ist diesen Feiglingen nicht klar, dass nach einem Fall Syriens sie als nächstes mit Terrorattacken in oihren Randgebieten überzogen weredn? Kaum glaublich bei ihrem Geheimdienst und dem Geheimdienstler Putin an der Spitze.

      • Enis

        Satanischeverse,
        Ich stimme Dir in Deiner Analyse vollumfänglich zu,auch wenn ich aus Respekt zu du diesem aus unser Sicht befreundetes Land meine Kritik weniger harsch ausdrücke…

        Das kakkenhafte Geschwätz von einer politischen Lösung geht mir auch unheimlich auf den Sack!Ich hatte soviel von Lavrov gehalten.Der Typ glaubt doch selber nicht an das was er rauslässt… Ich schreie seit Wochen nach moderner Kampftechnik…Die armen aber aufrichtigen Soldaten der SAA kämpfen nur mit Gottes Hilfe.Selbst die geht oft an die falsche Seite.

        • Avarec

          “Gottes
          Hilfe an die falsche Seite”

          Unterscheidung von
          Information und Hintergrund gibt Gott entchprechend der Moral…
          daher ist es umso wichtiger, Gott mit Satan nicht zu verwechseln und
          vor allem, mit Gott ein Gespräch zu führen bzw. sich darauf
          einzulassen (denn Gott führt es ja unentwegt)!

          Nicht umsonst
          heisst es: Gott verändert erst etwas in den Menschen, wenn sie etwas
          in sich verändern und dass Gott am besten von allen die List
          einsetzt.

          Auf die allermeisten (auch hier) würde ich aus
          Respekt nicht unbedingt die Einschätzung beziehen wollen “sie
          wissen nicht was sie tun” (bezogen auf Interaktionen und
          Äußerungen…) aber zumindest die Einschäzung “zumeist
          versuchen sie nicht genug zu wissen, was sie tun”.

          Nicht
          umsonst heisst es nämlich auch: Die Kreuzung eines Schweins, eines
          Hundes, eines Dämons und eines Heiligen ist nicht gut für den
          Verstand, der etwas im Leben verstehen will!

          Ich wünsche
          alles Gute, eine erfolgreiche Rückbesinnung auf Gewissen und
          Intuition und ein richtigeres Verstehen der Lebensumstände – so Gott
          will!

      • Avarec

        “Globalistenschweine”

        Globalistenschweine sind Globalisten seit Jahrtausenden – der Untergang der USA liegt völlig in ihrem Plan, sie steuern halt strukturlos… nur mal so als
        Beispiel…

        den Rest bitte aus der Antwort an Enis ableiten, darin ist das Wesentliche enthalten!

      • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

        @S*verse – mach mal einen Vorschlag, was die Russen Deiner Meinung nach tun sollen oder hätten tun sollen (jetzt, finde ich, können sie nichts mehr tun – wir stehen kurz vor einer türkisch-US-amerikanischen No-Fly-Zone). Versuche, die vollkommen dezentrale Netzwerkstruktur der Angreifer zu berücksichtigen und ohne “Schweine” auszukommen.

        • Satanischeverse

          So einen Vorschlag willst du von mir. Einen Beitrag von mir, in dem ich mich gegen einen Schreiber wende, der mir CIA-Nähe, Sofaperspektive u. a. vorwirft, zensierst du weg (streichst du), obwohl in diesem Beitrag nichts Verwerfliches steht. Mit Zensoren will ich nichts am Hut haben und werde mich deshalb hierzu in freieren und kontroversen Blogs äußern, in denen nicht gleich zensiert wird. Mögen die politischen Lösungen gefunden werden (die militärische Lage gibt die politische Lage vor, so ein Offizier) bevor sich die Worte des Propheten Jesaja “In Damaskus bleibt kein Stein auf dem andern” erfüllen.

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Also nichts dahinter, alles klar – q.e.d.

      • ISKANDER

        Die Russen können nicht anders. 50 % der Politelite ist in der Hand der Atlantiker. Das bedeutet politische Lähmung. Putin kann nur hoffen die nächsten 24 Monate die Rüstung hochzufahren ohnen mit einer Farbenrevolution konfrontiert zu werden.
        Alle Gebiete außerhalb kann er nicht verteidigen, nicht mal das Donezkbecken wenn es hart kommt. Er hofft mit Hinhalten den Rückstand aufzuholen.
        Seit die Amis die Ukraine angegriffen haben ist Syrien für Russland nicht mehr wesentlich. Ich sehe u.U. sogar in bälde auch Armenien geknackt oder Weißrussland.
        Das ist das Dilemma jahrelanger Untätigkeit bzw. fehlender nationalem Bewußtseins innerhalb der Eliten. Noch hat er eine 50 % Chance wenigstens Kernrussland zu retten, von Syriens Rettung ist man leider weit entfernt.
        Zu Syrien:
        Ich verstehe anhand der heutigen Frontlage nicht, warum die SAA immer noch nicht die Provinzen Hasaka und Idlib geräumt hat. Während sie dort den nicht zu haltenden Schlauch verteidigen, frißt sich der Terroristenstrom nach Latakia und sogar Suweida vor. In Hasaka und Deir ez Zor liegen Divisionen im Sand – mitten im Feindesland. Was ist das für eine Militärstrategie?? .

      • urkeramik

        “satanischeFärse”: noch so ein Christosmörder, oder mußt du nur ein bischen Dampf ablassen? Auch wenn es anödet, ich sage es nochmal: 1. Hör auf, Russland die Rolle des Weltenretters zuzuschreiben, du tust damit niemanden einen Gefallen, dir nicht, Russland nicht und auch der Welt nicht. 2. Fälle keine Urteile über Dinge die du nicht verstehst. 3. Wenn dir die Entwicklung zuwieder ist, dann sorge dafür, dass sich hier in Schland was ändert, statt andere als Feiglinge zu beschimpfen, weil sie nicht dass tun was du aus deiner Sofaperspektive heraus für richtig hältst – genau das tun Feiglinge. 5. Es gibt keine militärische Lösung – Lavrov hat schlicht recht. Auch dann wenn du das nicht kapierst.

        Ganz nebenbei, die hier fahren wahrscheinlich nur Heu durch die Gegend: http://sdelanounas.ru/blogs/62780/

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Der russische “Syrien-Express” ist bekannt, deswegen wunderte mich auch die Bemerkun der “Färse”, es gäbe einen Mangel an Munition. Den gibt es m.W. nicht, denn dazu sind diese Schiffladungen da.

          Aber von einer entschiedenen Hilfe ist das natürlich meilenweit entfernt. Es ist eher geeignet, den Konflikt aufrecht zu erhalten. Was man in letzter Zeit an Terrorbrigaden mit US-amerikanischen TOWs sieht, ist erschreckend. Die Lieferungen sind in diesem Sinne Low-Profile-Gegenmaßnahmen.

          (Der Gerechtigkeit halber sei angemerkt, dass einige Quellen den “Syrien-Express” selbst für einen Mythos halten.)

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          Mitte März haben die Syrer eine US-amerikanische MQ1-Predator aus dem Himmel über Latakia geholt. Mit Petschora-2M aus Russland. Das sei nur angemerkt.

        • urkeramik

          @apxwn: ich weiß natürlich auch nicht, was der Syrienexpres herumshippert (ich hab neulich irgendwo gesehen, das Syrien Panzer, auch T55, mit moderner Reaktivpanzerung nachrüßtet, ich denke die wird mit dem Syrienexpres geliefert worden sein), aber was bitte sollte denn unterhalb eines russischen Kriegseintrittes eine im militärischen Sinne “entscheidende Hilfe” sein? Einen solchen Kriegseintritt wird es nicht geben, er wäre schlicht die Art Selbstmord, in den die westliche Kriegspartei Russland gerne treiben möchte. Sofastrategen und Jungbullen die soetwas fordern sind für mich einfach CIA-Trolle. Egal ob sie das bezahlt kriegen oder nicht. Die Verzweiflung von Enis kann ich dagegen sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich sie für eine Schwäche halte. Die pervers-sadistische Kriegsführung der imperialen Orks in Syrien und auch in der Ukraine ziehlt genau auf diese Schwäche, will Ohnmachtsgefühle und Stockholmsyndrom (Aufgabe des Widerstandes und Identifizierung mit den Tätern) auslösen.

        • http://www.chartophylakeion.de/blog apxwn

          @urkeramik: “was bitte sollte denn unterhalb eines russischen Kriegseintrittes eine im militärischen Sinne “entscheidende Hilfe” sein?”

          Beispielsweise die vertragsgemäße Lieferung der bezahlten S-300, für die auch bereits syrisches Militärpersonal ausgebildet worden ist. Bei allem Hin und Her über deren Nutzlosigkeit gegen die “Orks” stehen wir heute, wie schon angemerkt, kurz vor einer faktischen, vielleicht teilweisen (im Norden Syriens) Flugverbotszone.

          Andererseits kann diese gerade durch ein Ereignis wie den Abschuss oder die Beschädigung eines Militärflugzeugs der “Anti-IS”-Allianz erst ausgerufen werden. Ohne umständliche Prozeduren wie Resolutionen oder “Allianzen der Willigen”. Einfach de facto. Sicher wird man dann ein paar Ladungen auf IS-Stellungen feuern, aber … Wie dem auch sei, in diesem Lichte ist ein Zwischenfall mit einem ausländischen Militärflugzeug für die Aggressoren geradezu als wünschenswert einzuschätzen.

          Insofern ein schwieriges Thema. Es ist einfach zu spät für solche Gedankenspiele.

        • Satanischeverse

          Was für ein Erguss eines Oberlehrers! Im Gegensatz zu diversen Reißbrettideologen kümmere ich mich schon seit langer Zeit um syrische Flüchtlinge (übrigens fast alle Assad-Gegner und Assad-Geschädigte bzw. solche des dort existierenden Systems), auch solchen mit Kampferfahrung auf Seiten der “Opposition”. Von denen erfährt man wenigstens aus der Erlebensperspektive Dinge, von denen blogkommentatoren keine Ahnung haben (auch solche, dass die “diplomatische” Strategie der Russen die Gegner voll zu ihren Gunsten ausnützen). Russland als Weltenretter? Gott bewahre. Mach es Dir auf deinem Sofa weiter kuschelig,du armer Ignorant und Ideologe.

        • Dike

          Da bekommst du leider eine sehr einseitige und nicht objektive Einschätzung der Lage in Syrien. Obwohl das sicher eine Sichtweise ist, die viele Syrer momentan teilen. Syriens Gesellschaft ist tief gespalten und deshalb musst Du davon ausgehen, dass es Millionen Syrer gibt, die ganz anderer Meinung sind, als die Flüchtlinge oder die Syrer mit Kampferfahrung, die Du betreust. Du widersprichst Dir auch in Deiner Argumentation gegen Russland. Zum Einen wünschst Du Dir doch mehr Engagement von Russland, aber damit teilst Du überhaupt nicht die Wünsche der Syrer mit denen Du zu tun hast. Die wollen nichts sehnlicher als dass eine Amerika freundliche Regierung etabliert wird. Viele dieser Syrer finden sogar Israel als bessere Alternative.

          Zu Deiner arroganten Meinung, dass die Blogkommentatoren hier keine Ahnung hätten: viele hier haben Familie in Syrien und Kontakte zu Syrern. Außerdem muss ein Syrer noch lange nicht mehr Ahnung von der politischen Gesamtlage haben, bloß weil er Syrer ist. Wie gesagt, jeder vermittelt seine eigene Sichtweise der Dinge.

        • Satanischeverse

          Nur zur Klarstellung: Ich richte mich nicht nach den Wünschen von irgend jemand, sondern nach meinen eigenen Ansichten. Wieso diese bezüglich Russland anders sein sollten, als von mir geäußert, erschließt sich mir nicht. Hinsichtlich Arroganz: Gemeint sind selbstverständlich nicht die von Dir genannten Betroffenen.

  • S. Matt (triangolum)

    Es gibt jedoch auch positives zu berichten. Zumindest wenn ich die Geländegewinne im Süd Weste und westlich von Damaskus bewertet. Hier scheint die SAA gerade am Drücker zu sein. Auch im Nord Osten können die Kurden wohl massiv Boden gut machen. Natürlich werden sie das Gebiet später kaum an Syrien zurück geben aber der IS scheint langsam den Norden zu verlieren. Das Bedeutet kein Nachschub aus der Türkei mehr wenn das gelingt. Zumindest alles östlich vom Fluss. Wenn die SAA dann noch östlich von Aleppo dicht macht ist der Human Fluss unterbrochen nach Zentral Syrien von Norden her.

    • kaumi

      Positive und negative Nachrichten liegen in Syrien leider oft sehr nah beieinander…
      Die Türkei und die USA, so türkische Medien, sollen sich geeinigt haben, im türkisch-syrischen Grenzgebiet eine NoFly-Zone zum Schutze der von ihnen trainierten “moderaten Rebellen” zu instaliieren. Diese sollen jetzt “verstärkt in die Kämpfe auf syrischem Gebiet” eingreifen.
      Vor wenigen Minuten ist in Lattakia irgendwas hochgegangen, was zum Tode von 4 Menschen geführt hat. Bis jetzt wird über die Art der Exlosion unterschiedlich berichtet.
      Zeugen wollen eine Rakete unklaren Ursprungs gesehen haben, andere sprachen von einem riesigen, mit Bomben präparierten Pick-Up. In den sozialen Netzwerken wird berichtet, dass eine Drohne abgeschossen wurde und in das Stadtgebiet gestürzt sei.
      Das einzige was sicher ist: Es steigt eine orange-farbene Rauchsäule mitten in der Stadt auf.
      Die SAAF hat heute morgen angefangen und bis jetzt 16 Angriffe auf den IS in Tadmur (Palmyra) geflogen.

  • habkind

    Ich habe folgende Bitte erhalten. Vielleicht hat einer die Möglichkeit, diese Medikamente
    zu besorgen:

    “Gymnasiums Lehrer In Heseke braucht dringend sein Medikamente, die sind nicht mehr verfügbar in syrien:

    Tacrolimus (Prograf®/Advagraf®) 1 mg

    Myfortic 360 mg

    ausführliche Daten v. den Pat. vorhanden.

    Bitte wer kann Hilfen ?!!,”

    • Walter Mandl

      Hallo Habkind, ich hab gerade eine Anfrage diesbezüglich gemacht. Habe eine Verbindung zu einem Krankenhaus in AT.
      *Wenn* für die Medikation die von Dir in Aussicht gestellte Übermittlung der patientenspezifischen Daten erforderlich sein sollte, kannst Du diese auf meine E-Mail-Adresse senden.
      Robert oder Jones haben meine Kontaktdaten.
      Ich kannn nichts versprechen, aber ich werde mich bemühen, bis morgen eine Zusage oder Absage definitiv geben zu können.
      LG Walter

      • habkind

        Danke Walter,
        ich werde dann die Informationen weiterleiten.
        LG
        Habkind

  • kaumi

    القناة الثانية العبرية: لقاء بين ضابط إسرائيلي وزهران علوش بأنقرة
    Gestern, 21.53h:
    ein hochrangiger israelischer Offizier hat sich in Ankara mit Zahran Allousch getroffen… sagt nicht ein syrisches Medium, sondern das zweite israelische Fernsehen!

    Der IS beauftragte eine chinesische Islamisten-Gruppierung, die Kämpfe in und um Anbar zu leiten http://breakingnews.sy/ar/article/59157.html

    In diesem Kontext berichtet “the Guardian”, dass über 100 Länder dieser Erde Kämpfer in das IS-Gebiet abgeben
    “More than half the countries in the world are currently generating Islamist extremist fighters for groups such as al-Qaida and Islamic State, the UN has said.”.
    Die dort angegebene Zahl von 25.000 ausländischen Kämpfern ist definitiv stark nach unter korrigiert, stellen doch die Saudis allein bereits 20.000 Mann.
    Nicht Theo, sondern Syrien gegen den Rest der Welt – vielleicht erkennt jetzt auch der Letzte, welche Ausmaße der Feind hat, gegen den sich die syrische Bevölkerung seit über 4 Jahren wehrt. Dazu kommen noch massive logistische, waffentechnische, militärische, finanzielle und medizinische Unterstützung.

    • mase

      Was heißt hier syrien gegen den rest der welt es sind zwar nicht wenige ausländische Kämpfer in syrien aktiv aber der größte teil der Kämpfer sind dummerweise syrier die ihr eigenes land zerstören und um 50 jahre zurück werfen …..
      Und zu den angeblichen massiven waffenlieferungen an isis und co. ist doch Schwachsinn das meiste wurde von der saa erobert wer sich mit der Materie auskennent und von anfang an verfolgt den muss man nichzt sagen wieviele Militärbasen erobert wurden samt voll funktionsfähigen schweren und leichtern waffen + Munition das heißt die saa hat bist vor ca einem jahr gegen ihre eigenen Waffen gekämpft weil sie unfähig waren vor ihrer flucht bzw Rückzug die waffen unbrauchbar zu machen ….. jetzt da der isis im Besitz von modernen amerikanischen und nicht mehr nur den alten sowjet schrott ist hat sich das blatt dramatisch für isis in syrien gewendet so das sie innerhalb halb weniger tage ganz palmyra eingenommen haben ohne nennenswerten wiederstand wenn syrien von seinen angeblichen freunden nicht bald massive moderne waffen bekommt sehe ich im wahrsten Sinne des Wortes schwarz

      Mfg

      Mase

  • Dike

    So geht es den Russen immer nicht wahr? Sie bringen Opfer, sie helfen, sie versuchen alles, wirklich alles, damit die Menschheit nicht in einen grossen Krieg gerissen wird, den wir durchaus schon hätten haben können, wenn Ihr Euch an August 2013 erinnert. Und trotzdem wird immer auf sie draufgehaun.

    Dieses Russland bashing, was hier gerade stattfindet, ist nicht nur unfair, sondern zeigt einen gefährlichen Trend. Schuld ist das Opfer und nicht der Täter. Ich darf daran erinnern, dass Russland selbst Opfer von Verschwörung durch die Neokolonialisten ist. Der Krieg sitzt vor der Haustür. Russland hat an mehreren Fronten zu kämpfen und manövriert gerade äusserst geschickt durch die politische Gemengelage. Immerhin ist Syrien von einem Luftkrieg verschont geblieben. Dank Russland! Ich glaube nicht, dass die syrische Armee an Munitionsmangel leidet. Dank der Eroberungen von IS Stellungen in Syrien sind die Munitionslager voll. Über andere Waffensysteme kann ich mir kein Urteil erlauben und warum bestimmte Waffensysteme zum jetzigen Zeitpunkt nicht geliefert werden, hat sicher verschiedene Gründe, u.a. auch um einen israelischen Luftschlag zu vermeiden.

    Es gibt noch einen wichtigen Punkt. Sicher könnte Russland wild um sich schlagen, ohne Sinn und Verstand, und sich und die Menschheit in einen Weltkrieg verstricken, denn das würde es werden. Ein Weltkrieg. Die Zerstörung und Opferzahl übersteigt unser Vorstellungsvermögen und würde nicht auf die Region begrenzt bleiben. Russland arbeitet seit 4 Jahren daran, dass es nicht zum Schlimmsten kommt und ich bin mir sicher, wenn die syrische Regierung sagen würde, Freunde, wir schaffen es nicht mehr, dann würde Russland verstärkt eingreifen. Im Moment sehe ich die russische Strategie eher so, dass diese Nationalstaaten wie Syrien und Irak aus sich selbst heraus diesen Kampf führen müssen und zum Sieg führen müssen. Wie ein kranker Körper, der die Abwehrstoffe selbst entwickeln muss um immun zu werden und gesund und aus eigener Kraft aus diesem Konflikt hervorzugehen. Wenn Russland eingreifen würde, dann hiesse es wieder, Russland ist expansionistisch und versucht seine “Marionetten” zu unterstützen. Diesen Eindruck will Russland auf jeden Fall vermeiden. Viele Menschen auch in Syrien und Irak würden das nicht wollen. Deshalb überlässt Russland momentan dem Iran diese Aufgabe, der als Regionalmacht eine viel natürlichere und berechtigtere Rolle spielen kann. Aber dennoch ist Russland dabei und setzt auf den Zeitfaktor. Momentan sehen wir eine Zuspitzung an allen Fronten.

    Auf Al Mayadeen gibt es heute ein Video, auf dem hunderte IS Kämpfer von der irakischen Armee abgeführt werden.

    http://www.presstv.ir/Detail/2015/05/27/413060/Iraq-army-ISIL-militants-Anbar-Ramadi

    Eine Genugtuung. Der Iran (gemeinsam mit dem Irak) ist entschlossen, den Irak vor dem 30. Juni vom IS zu befreien. Der nächste Monat wird sehr entscheidend sein.

    • Maße

      Aha die wollen falludscha ramadi die Millionen stadt mossul und Dutzende andere Ortschaften innerhalb von einem monat zurück erobern das ich nicht lache man sollte nicht alles glauben was die Politiker und Militär sagen die in nahost übertreiben gerne mal um gut dazu stehen das irakische Militär bzw die reste sollten lieber damit aufhören ständig wegzulaufen und isis immer bessere Waffen zu hinterlassen

      • Dike

        Ja Du haust in die gleiche dumme Kerbe wie die Amis. Die haben auch dummerweise den Irakern gesagt, dass sie feige wären und nicht in der Lage ihr Land zu befreien. Das hat sie jetzt endlich so richtig angeheizt. Reverse Psychology ist aber in diesem Fall bei den Amis voll nach hinten los gegangen. Das war nicht ihre Absicht. Ich kann besonders dir empfehlen nicht alles zu glauben, was die Politiker und Militärs in Washington, Paris und London sagen. Dort wurde dieser ganze Dreck ausgebrütet, den jetzt die Menschen im Nahen Osten ausbaden müssen. Im übrigen bekommt IS ganz moderne Waffen vom Westen frei Haus geliefert und ist nicht auf die drittklassigen Waffen der irakischen Armee angewiesen. Die jetzt noch über die irakische Armee lachen, denen wird das Lachen bald wie ein giftiger Apfel im Hals stecken bleiben.

        • Maße

          Ja ganz sicher bekommt isis Waffen von den usa hast du beweise für deine behaupttungen die irakis werfen waffen und Munition made in usa über isis Gebiet ab uns wundern sich warum sie imma mehr boden verlieren
          in ramadi hat man gesehen die beste Elite einheit der irakis ist von den fekalbärten geflüchtet und haben ihre ganze Ausrüstung zurück gelassen unfassbar wie unfähig man sein kann ….
          Die irakische armee wird da absolut ga nix reißen die einzigen die boden wieder gut machen können sind die schiiten Milizen aba ob die viel besser sind für die Bevölkerung mag ich zu bezweifeln

    • Ruth

      Danke, Dike. Ich habe mir schon gar nicht mehr getraut, noch was zur Verteidigung Rußlands zu schreiben. War ein paar Tage nicht hier und bin ziemlich entsetzt, wie auf Rußland eingedroschen wird. Wartet Ihr wirklich alle nur darauf, daß der 3.WK endlich ausbricht?? Daß der Scheiß-Ami sein Ziel endlich erreicht??
      Ich bin heilfroh, daß Putin (noch) in der Lage ist, kühlen Kopf zu bewahren.