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Tiefer hinein – Shayrat vor Palmyra

russia-syria-bhai-bhaiDer Luftwaffenstützpunkt Shayrat südöstlich von Homs wird momentan zum zweiten Basispunkt für die russische Luftwaffe ausgebaut.

An sich gibt es auf dem Stützpunkt 45 Hangars, was die Verlegung von mehr als der Hälfte der momentan in Syrien operierenden russischen Militärflugzeuge erlaubt. Ob es sich bei der Bestückung dann um zusätzliche Kräfte handeln wird, ist noch nicht klar (aber vermutlich ja), klar ist aber, dass Logistik und Schutz von einer zusätzlichen Brigade (rund 1.000 Mann) russischer Luftlandetruppen übernommen wird.

J’ai mal à la tête

Dass man anhand der Länge propagandistischer Slogans nicht unmittelbar auf den Scharfsinn seiner Herren schließen darf, hat uns das aktuelle Beispiel in der Causa Poroschenko wieder deutlich vor Augen geführt.

Da die Kassen in der Ukraine trotz unserer Hilfen nicht gut gefüllt sind, verlegt man sich aufs Kopieren. An “Je suis Volnovakha” ist das einzig Lustige, diesen Satz mit Akzent auszusprechen. Aber nicht nur der Name des Films ist abgekupfert, sondern auch der Plot: Farce.

Ganz zu schweigen vom Marketing: “Der Terrorismus stellt ein weltweites Problem dar, das wir besiegen werden”. Ein Verkaufsargument, das seit bald 14 Jahren wieder verstärkt zieht. Wie ein Nudelteig wird dieses Sprüchlein ausgerechnet von denen, die am meisten Furcht und Schrecken verbreiten und deren Weg zur demokratischen neuen Weltordnung von Leichen nur so gepflastert ist, immer wieder ausgewalzt.

Die Aussagen des Oberhaupts der Putschregierung zum Terrorismus und dessen abgekupferte Identifikation mit seinen Opfern sind entweder Ausdruck puren Hohns oder zeugen von einer ernstzunehmenden und therapiebedürftigen Identitäts- und Wahrnehmungsstörung des Staatsoberhaupts. Natürlich haben die Organisatoren des Attentats nicht selbst Hand angelegt – sie behalten saubere Hände. Und die Erfüllungsgehilfen behalten dafür ein reines Gewissen.

Nur durch diese Art der Aufteilung moralischer Verpflichtungen wird dieses Schmierentheater und das bedrückte Gesicht Poroschenkos erst möglich.

Doch während auf der Bühne das Unmögliche glaubwürdig posaunt wird, werden unentwegt weiter unschuldige Zivilisten umgebracht. Ihr Tod wird ohne Pathos und öffentliche Tränen hingenommen, verschwiegen, vergessen:

Stürmische Wechsel

Wohin ein Land rudert, wenn Oligarchen die Macht übernehmen und mit Faustrecht um den Kuchen streiten, kann man in diesem Video von gestern Nachmittag sehen.

Darin sieht man, wie in Odessa ein ölverarbeitendes Werk von einer Bande mit Schlagstöcken gestürmt wird – Im Schutze von Polizei und Militär. Bestätigt wird das Geschehen zum einen durch Forbes Ukraine. Zum anderen verweist die aus der Ukraine stammende Olga Katsaros auf ihrer Facebookseite auf die Bande um Kolomojskij.

Endlich Rechtssicherheit für die NPD

Deutschland stimmt in der UNO faktisch für eine Duldung der “Heroisierung des Nationalsozialismus”.

Quelle: Wiki Commons

Quelle: Wiki Commons

Trotz ihrer Enthaltung haben Deutschland und 54 weitere Staaten, darunter auch EU Länder, die von der Russischen Föderation eingebrachte Resolution zur “Bekämpfung der Heroisierung des Nationalsozialismus” nicht stoppen können. Durch das Fehlen einer klaren Absage an nationalsozialistische Tendenzen, verabschiedet sich Deutschland damit offiziell von einer Verurteilung des Nationalsozialismus.

Auch die drei Gegenstimmen der neuen Achse des Guten, USA, Kanada und – Ukraine, haben daran nichts ändern können. Sie machen nur deutlich, was den wildgewordenen und selbstverletzenden Furien wichtiger als jegliche Einsicht in Realitäten und Geschichtsbewusstsein ist: mit aller Härte gegen vermeintliche Feinde auszuteilen. Vielleicht doch noch mal den gleichen Versuch mit der ISIS?

Es ist immerhin ein kleiner Trost, die USA tatsächlich auf internationaler Bühne immer öfter, unverholener und umfänglicher isoliert zu wissen – wie zum Beispiel bei der Abstimmung der Vollversammlung der UNO am 28. Oktober: 188 Länder stimmen für eine Aufhebung der rechtswidrigen Sanktionen der USA gegen Kuba. Es gibt nur zwei! Gegenstimmen: USA und Israel. „Unterstützt“ werden die beiden nur durch die Enthaltungen drei kleiner Sandbänke: den Marshall-Inseln, Mikronesien und Palau. Beeindruckend sind dagegen die klaren Statements der einzelnen Länder für die Aufhebung des Embargos.