Beiträge mit Tag ‘syrien’

Ende einer “Hochburg“

homs-busse-banditenIrgendwie passieren bestimmte Schlüsselmomente in der Geschichte aufgrund der Ereignisse in der Ukraine momentan so still und leise, dass es darauf keinerlei Reaktionen in der Welt zu geben scheint. In der einstigen syrischen “Rebellenhochburg” Homs gibt es keine “Rebellen” mehr.

Sie sind auf von den der Armee bereitgestellten, aus vielen Aufnahmen bereits recht gut bekannten grünen Bussen (made in China, übrigens) abgezogen, so dass die Stadt nun eigentlich als endgültig befreit angesehen werden kann. Das einzige Stadtviertel, in dem sie noch verbleiben, ist das periphere nordwestliche al-Waer, aber auch von dort gibt es schon Signale, dass sich die verbliebenen Freischärler mit den Regierungstruppen auf einen Deal einlassen.

Zum Abzug der Banden muss man allerdings ein paar Dinge anmerken. Erstens ziehen sie mitsamt ihren leichten Schusswaffen ab. Das war die Bedingung, die sie in den Verhandlungen gestellt hatten; in erster Linie aus dem Grunde, dass sie – sicherlich nicht zu Unrecht – fürchten müssen, von ihren anderswo hockenden Kumpanen als Verräter behandelt zu werden (zur Erinnerung eine analoge Situation: nach der Armee-Offensive in Dschobar und entsprechenden Erfolgen am 22./23.08.2014 haben die eigenen, im Hinterland operierenden Killerkommandos den Rückzug der an vorderster Front hockenden Nusra-Brigaden durch Erschießung ihrer Kommandeure quittiert – wozu hätte man auch sonst in das “Menschenmaterial” investiert?!). Dabei wurden in Homs seit längerer Zeit recht vehemente Ausbruchsversuche aus den abgeriegelten Stadtvierteln unternommen, bis hin zu Selbstmordanschlägen. Zu Verhandlungen kam es, als selbst diese äußerste Gewalt nichts mehr fruchtete. Die letzten ca. 1.500-1.700 Zivilisten wurden vor mehreren Wochen aus den Stadtvierteln evakuiert.

Eine weitere Nuance des Abzugs der “Rebellen” besteht darin, dass dieses Recht nur Syrer bekommen haben. Es ist daher noch etwas zu früh, von einer vollständigen Bereinigung der Lage in der Stadt zu sprechen. Die Armee wird die wenigen Stadtviertel jetzt trotzdem “säubern”. Nach Schätzungen der Armee können noch 150-200 ausländische Dschihadisten dort verblieben sein, die aber moralisch, physisch und vor allem organisatorisch am Ende sein dürften und deshalb keine größeren Probleme mehr machen sollten.

Am 07.05.2014 nach anderthalbjähriger Gefangenschaft in Aleppo befreit

Am 07.05.2014 nach anderthalbjähriger Gefangenschaft in Aleppo befreit

Im Gegenzug haben die Banden zumindest versprochen, in Aleppo einen Korridor für Zivilisten einzurichten, durch den diese aus den von ihnen besetzten Vierteln abziehen können. Bislang kam es aber lediglich zur Befreiung von 15 Armeeangehörigen, die sich seit anderthalb Jahren in Gefangenschaft befanden.

Wohin die “Rebellen” von Homs aus gebracht werden, wissen wir auch schon: nach Talbiseh und Ar-Rastan etwas weiter nördlich. Diese Städte sind seit sicher zweieinhalb Jahren relativ fest in der Hand verschiedener Terrorgruppen.

Wie man die Sache auch nimmt, hier handelt es sich zweifellos um einen recht bedeutenden Erfolg für die syrische Regierung, und Baschar al-Assad kann seine potentiellen Wählern durchaus Erfolge vorweisen. Es ist nun nicht gerade so, dass man ins Rätselraten verfallen müsste, wer die Präsidentschaftswahlen am 3. Juni für sich entscheiden wird, auf jeden Fall sieht aber dieses Ende der ewigen Leidensgeschichte der Stadt Homs aus wie etwas, das zur rechten Zeit geschieht.

Die Amerikaner quittieren Erfolge illoyaler Staaten indes gewohnt mit Sanktionen. Als Weltpolizist muss man sich ja schließlich irgendwie zu allen Dingen äußern.

Morgen (wenn Anhar ausgeschlafen hat) gibt’s wahrscheinlich ein paar authentische Bilder aus Homs.

Euromaidan: Faktor Erdgas (Teil 3)

Hier folgt der dritte und letzte Teil des „Faktor Erdgas“ – angesichts der jüngsten Ereignisse wirkt er streckenweise ziemlich anachronistisch (er wurde noch vor dem Sturz Janukowitschs verfasst), kann aber recht gut dazu dienen, ein paar Hintergründe zu erhellen.

Links zu den vorangegangenen Teilen:

Der Aufruhr

Die plötzliche Eskalation der Lage Ende 2013 und Anfang 2014 folgte offenbar sowohl aus subjektiven, als auch aus objektiven Faktoren.

Kiew Ende Januar 2014. Bild: Ilya Varlamov

Kiew Ende Januar 2014. Bild: Ilya Varlamov

Zu den subjektiven kann man den Anlass rechnen, auf den unmittelbar der Protest einer nicht allzu großen, aber sehr medienwirksamen Menschenmenge auf dem Maidan folgte: die Nichtunterzeichnung des EU-Assoziationsabkommens durch die ukrainische Regierung. Für sich genommen ist der Grund für den Verzicht auf die Unterzeichnung (genaugenommen handelte es sich um einen Aufschub) durchaus vernünftig: die Bedingungen, zu denen die Ukraine in ein Assoziationsverhältnis mit der EU hätte eintreten sollen, waren in keiner Weise partnerschaftlich, vielmehr handelte es sich um ein Verhältnis zwischen Lehnsherr und Knecht; dabei sollten die Aufwendungen für die Maßnahmen, die es zur Erfüllung der Assoziationsbedingungen durchzuführen galt, durch den ukrainischen Staatshaushalt geschultert werden. Die ukrainische Führung bezifferte diese Aufwendungen mit 160 Milliarden US-Dollar. Gut möglich, dass diese Zahl aufgrund irgendwelcher politischen Überlegungen überhöht wurde, aber klar war dennoch, dass die Aufwendungen enorm sein würden.

Dabei geriet die Ukraine in die Falle der angepflanzten Russophobie: es erscheint unsinnig, die Gewinne und Verluste des Landes bei Anschluss an das eine oder andere der konkurrierenden Projekte – also die EU oder die Zollunion – in ihrem Verhältnis zu diskutieren. Die ukrainische Elite war deshalb gehalten, mit nur einer dieser Integrationsvarianten zu arbeiten und verschloss sich selbst so gegen jede Möglichkeit eines Lavierens dazwischen.

High-Tech für gemäßigte Killer

Vor etwas mehr als einer Woche gab es die ersten Aufnahmen des Einsatzes moderner Panzerabwehrwaffen vom Typ BGM-71 TOW durch “gemäßigte Dschihadisten” in Syrien. Die Lokalisation der Aufnahmen – die Provinz Idlib – legt nahe, dass es sich tatsächlich um Waffen aus neueren Lieferungen, und nicht etwa, wie man vermuten könnte, z.B. von der Hisbollah oder der libanesischen Armee erbeutete Bestände handelt (die Hisollah hat diese Systeme wohl vor allem von der libanesischen Armee, Gefechtsköpfe werden vom Iran nachgebaut). Idlib ist weit genug weg vom Libanon, zumal aus dieser Provinz bisher noch keinerlei Hisbollah-Aktivitäten gemeldet worden sind. Dafür ist die Provinz Idlib eines der Haupteinfalltore für Waffen und Dschihadisten aus der Türkei.

Inzwischen gibt es weitere Zeugnisse des Einsatzes dieser Systeme aus ganz anderen Provinzen, beispielsweise der Provinz Homs und Daraa. Also auch im Süden, von Jordanien aus. Im ersten der neueren Videos ist klar erkennbar, im zweiten vermutlich ein Fehlschuss dokumentiert. Hält man das erste Video an einem bestimmten Punkt an, erkennt man – abgesehen davon, dass kurz vor dem vermuteten Einschlag eine Person das Panzerfahrzeug verlässt – ansatzweise den Gefechtskopf:

TOW-Abschuss; Syrien, Provinz Homs (11.04.2014)

TOW-Abschuss; Syrien, Provinz Homs (11.04.2014). Quelle: youtu.be/qTMlL_BlURE

Das sieht sehr nach mindestens BGM-71D TOW2 aus, also nicht der ganz alte Plunder. Zum Vergleich:

TOWs

Solcher Art sind also die Bemühungen um Frieden in Syrien. Dass man die Killer “gemäßigt” nennt, ändert nichts an der Tatsache, dass es Killer sind. Es ist nicht einmal Fakt, dass man diese Waffen den durchgeknallten Dschihadisten einfach in die Hand gibt und losschickt; es braucht immer jemanden, der ihnen sagt, welche Knöpfe man drücken muss. Mit anderen Worten: Instrukteure. Glücklicherweise besteht durch regionale NATO-Verbündete wie das Königreich kein Mangel an solchen, die in den Handyvideos rein visuell auch als herkömmliche “syrische Demonstranten” durchgehen könnten.

UPDATE: Alles ist noch etwas heftiger. Bei Masarat Syria, einem Medienprojekt der Aggressoren, gab es heute eine Reportage über die TOWs. Darin (bei 01:05) erkennbar: der Typ TOW – nämlich BGM-71E-3B sowie die Seriennummer:

BGM-71E-3B in Syrien. Quelle: youtu.be/v822Y9FVaFY

BGM-71E-3B in Syrien. Quelle: youtu.be/v822Y9FVaFY

Jemand hat auch schon eine Möglichkeit gefunden, anhand der Seriennummer den ursprünglichen Addressaten zu bestimmen – das US Marine Corps. Das ist zwar nicht hundertprozentig sicher, aber wenn, dann hätten die Amerikaner hier wirklich direkt und ohne Umwege ihre Finger drin. Siehe auch das „Update“ in diesem Artikel der HuffPost.


Inzwischen war die “andere Seite” ist aber auch nicht untätig – in Ost-Ghouta wurden iranische Drohnen, vermutlich vom Typ Schahed 129, gesichtet:

Iranische Drohne, mutmaßlich Schahed-129, über Ost-Ghouta (10.04.2014)

Iranische Drohne, mutmaßlich Schahed 129, über Ost-Ghouta (10.04.2014). Quelle: youtu.be/EKZg6xuUwKI

Zum Vergleich ein Präsentationsbild der Schahed 129:

Schahed-129 im Hangar. Quelle: RIAN

Schahed-129 im Hangar. Quelle: RIAN

Dieser Typ Drohne wurde von der Iranischen Revolutionsgarde erst 2013 in Dienst gestellt.

P.S.: SANA meldete gestern die Befreiung von Maaloula und einiger Orte der Umgebung. Allerdings sind im Verlauf der Operation drei Journalisten von Al-Manar umgekommen, darunter Mohammad Mantash, der dieses inzwischen recht bekannte Foto nach der Befreiung des Cherubim-Klosters nahe Saidnaya gemacht hat:

Cherubim-Kloster, Saidnaya, Syrien (09.04.2014). Foto von Mohammad Mantash - R.I.P.

Cherubim-Kloster, Saidnaya, Syrien (09.04.2014). Foto von Mohammad Mantash – R.I.P.

MiG-29 in Syrien

Als emotionalen Konterpart zur heutigen gestrigen Meldung, die in Syrien operierenden Terrorbrigaden hätten erstmals „moderne panzerbrechende Waffen“ im Einsatz (das entsprechende Video soll aus der Provinz Idlib stammen und zeigt einen Dschihadisten beim Abfeuern einer BGM-71 TOW) würde ich – nur zwischen den Texten – einmal eine ziemlich effektvolle Aufnahme einer syrischen MiG-29 anbieten. M.W. gab es noch keine solch „glücklichen“ Bilder von der syrischen Luftwaffe im Einsatz:

An der Unterseite der Flügel erkennt man die Startbehälter (B-8) für ungelenkte Luft-Boden-Raketen (S-8), Standardausrüstung für den Einsatz gegen Bodenziele.

Vor einiger Zeit gab es hier Meldungen in den Kommentaren, es stünde unmittelbar eine massive, von Jordanien aus angeleierte Angriffswelle von US-instruierten und -geführten Terroristenarmeen, samt „Eliteeinheiten“ und mutmaßlichem israelischen „Enthauptungsschlag“ auf Damaskus bevor. Ohne das kleinreden zu wollen, scheint es eine kleine „Dislokation“ dieser Initiative gegeben zu haben. Al-Akhbar redete jedenfalls vor 3 Tagen von einer „Luftbrücke“ Jordanien –> Türkei (Iskenderun). Damit wäre die Herkunft der zusätzlichen Humanressourcen bei der jüngsten Terroroffensive in Latakia geklärt, es bleibt die Frage nach der verbleibenden Substanz für den gemutmaßten „massiven Schlag“ an der Südfront.

Den Freunden der usbekischen Tanzkunst

Al-Buchari-Brigade in Syrien

Al-Buchari-Brigade in Syrien

Im Zusammenhang mit der jüngsten Terror-Offensive in Latakia fallen die Namen einer ganzen Reihe an mehr oder weniger bekannten Islamistenbrigaden, deren bedeutendste wieder die Al-Nusra-Front ist; ebenso taucht die bekannte Dschaisch al-Muhadschirin wal-Ansar, also die “Auswandererbrigade”, wieder als ein Oberbegriff für zahlreiche kleinere Formationen auf.

Unter diesen “kleineren” fällt seit jüngster Zeit eine Brigade namens “Imam al-Buchari” auf, für die man auf Islamistenwebseiten wie Kavkazcenter oder Umma-News plötzlich verstärkt Werbung zu machen scheint. Diese Brigade besteht komplett aus Usbeken.

Der Namensgeber dieser Terrorgruppe ist der islamische Gelehrte Muhammad al-Buchārī, der vor ca. 1.200 Jahren im heutigen Usbekistan lebte und lehrte. Seinen Beinamen “al-Buchārī” trug er aufgrund seines Geburtsorts – Buchara. Er war wohl einer der herausragendsten islamischen Enzyklopädisten – sein Hauptvermächtnis sind die Sahih al-Buchari, die wichtigste unter den 6 großen sunnitischen Hadith-Sammlungen des Islam. Er soll dafür mehr als eine halbe Million Hadithen (also Überlieferungen über das Leben des Propheten) durchforstet und systematisiert haben, um etwa 2.800 unikale und “orthodoxe” davon zu dieser Hadithensammlung zusammenzustellen. Im Grunde handelt es sich bei diesen Hadithen um die Basis aller möglichen islamischen Schulen. Die Pilgerschaft zum Grabmal des Imam al-Buchārī gilt als eine kleine Haddsch.

Wahrscheinlich würde sich Imam al-Buchārī alle dreizehn Barthaare raufen, wüßte er, welch hirnverbranntes und -gewaschenes Gesindel sich heute mit seinem Namen schmückt, wohl nur, um ihrer einzigen Bestimmung – dem Umbringen von Menschen – eine Art frommes Mäntelchen zu verleihen.

Krak des Chevaliers

Fast unauffällig, aber durchaus zeichenhaft ist in Syrien die Festung Krak des Chevaliers (arabisch al-Husn) von der Syrischen Arabischen Armee befreit worden. Gleiches gilt für zwei von der Al-Nusra-Front besetzte, nahegelegene Orte.

Die im 11. Jahrhundert erbaute Festung wurde ungefähr Anfang März 2012 von den „Rebellen“ gestürmt und erobert, nachdem die dort wachhabende Polizeimannschaft ausgelöscht worden war. Am 17. Juni 2013 wurde berichtet, einer der Türme der Festung sei durch einen Luft- oder Artillerieangriff der Armee zerstört oder schwer beschädigt worden. Anhar Kotschnewa hatte dokumentiert, dass sich die Schäden in Grenzen hielten und nicht nachhaltig sind – es gebe Spuren von 2 größeren Einschlägen in den Mauern, die „Ecke eines der Türme“ sei beschädigt.

Noch Mitte 2013 zählten die in der Festung und in den anliegenden Orten verschanzten Dschihadisten ca. 1.700 Mann. Seit ungefähr Mitte Januar 2014 waren Festung und besetzte Ortschaften abgeriegelt, es gab teilweise schwere Kämpfe bei Ausbruchsversuchen der Rebellenbanden.

Krak des Chevaliers, Provinz Homs, Syrien. Foto: Xvlun / Wikimedia Commons

Krak des Chevaliers, Provinz Homs, Syrien. Foto: Xvlun / Wikimedia Commons

Der Krieg, eine Bürde

Die Ukraine war seinerzeit mit „Am Rande“ genau so in die Themen hier hineingeschlittert – am Rande. Inzwischen dominiert sie die Meldungen. Was den vorigen, lang dominierenden Newsmaker – Syrien – angeht, so geht er vollkommen vorhersehbar auf die zweiten und dritten Seiten zurück. Vorhersehbar, weil die Sache in den Kabinetten weitestgehend entschieden ist. Was bleibt, ist Arbeit am Boden, was es den Menschen vor Ort natürlich nicht leichter macht. Nichtsdestoweniger konsolidiert sich die Region scheinbar, eine Isolation des letzten großen Kriegstreibers in Syrien – des Königreiches Saudi-Arabien – nimmt allem Anschein nach allmählich Gestalt an. In diesem Zusammenhang gibt es hier zur Information über die derzeitigen Kräfteverhältnisse und Bestrebungen einen aktuellen Artikel von ITAR-TASS.


sarif

Bei einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen zwischen Iran und Katar dementierte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am 26. Februar in Teheran die Schaffung eines politischen Blocks aus Iran, Irak, Türkei und Katar, von dem eine politische Lösung der Probleme in Syrien betrieben werden solle.

Nichtsdestoweniger ist diese Frage der Journalisten durchaus nicht müßig und ganz sicher von den objektiv stattfindenden Prozessen aufgeworfen, die einen solchen Block nicht nur möglich, sondern sogar für alle beteiligten Seiten wünschenswert erscheinen lassen. Mit seinem Dementi mag Sarif aber sogar die reine Wahrheit gesagt haben – formal wird niemand einen solchen Block ins Leben rufen, aber für einen Diplomaten ist nicht nur das wichtig, was er sagt, sondern auch das, wovon er schweigt.

Es ist bereits offenbar, dass Katar, einst unter den aggressivsten Sponsoren des “Arabischen Frühlings”, ab dem Zeitpunkt der doch recht ungewöhnlichen Abdankung des ehemaligen Emir Hamad bin Khalifa al-Thani, seine Beteiligung an dem regionalen Konflikt faktisch eingestellt und Saudi-Arabien dadurch mit den Problemen und Folgen seiner Fortführung alleingelassen hat. Das liegt natürlich nicht an der Friedliebigkeit des neuen Emir Tamim, sondern an vollkommen objektiven Umständen, die letztlich zum Machtwechsel in Katar und zu einer Einstellung der Finanzierung des Syrienkriegs geführt haben.